Hallo Leute,
ich möchte gerne einen Kondensator altern lassen, indem ich permanent
einen hohen, sinusförmigen Strom erzeuge.
Mit dem Atmega hab ich über DDS eine Sinus-Spannung erzeugt, welche
zwischen 0-5 Volt läuft.
Um den Kondensator altern zu lassen, ist jedoch ein deutlich höherer
Strom erforderlich, der wiederrum durch eine hohe Spannung generiert
wird. Ich würde gerne mit Hilfe eines Potentiometers die Amplitude der
Sinusspannung einstellen können, d.h. ich will sozusagen die
Sinus-Funktion des Atmega sehr hoch verstärken und Leistung durch den
Kondensator schicken.
Ich bin am überlegen wie ich das mache, evtl. ein Netzteil mit 300V als
Lösung, aber dieses liefert ja nur Gleichspannung, und einen OP, der bis
300V verstärkt und mit dem ich hohe Leistung erzeugen kann, gibt es wohl
auch nicht in dem Sinn.
Hat jemand vllt. einen Ansatz?
Gruß, Dirk
Ein Audioverstärker entsprechender Leistung mit Trafo zum Hochsetzen der
Ausgangsspannung würde sich eignen, zumindest solange man keine
Gleichspnnung benötigt.
Grüße,
Peter
Hallo Düsendieb,
sei mir nicht böse, dass die Frage, die ich gestellt habe, in deinen
Augen vllt. sehr unerfahren klingt, aber ich bin dabei, viel dazu zu
lernen :-)
Mit einem Stelltrafo gebe ich die Netzwechselspannung an den Eingang und
habe am Ausgang wieder die gleiche Wechselspannung nur mit anderer
Amplitude, wenn ich das gerade richtig gesehen habe.
Das Problem ist dann jedoch, dass ich die ATmega-Sinusspannung nicht
weiter benutze. Diese hat jedoch eine bestimmte Frequenz und vor allem
hat sie einen Offset, so dass sie nicht negativ wird, was bei Elkos
notwendig augrund der Polung.
Oder sehe ich das falsch?
Gruß und danke, Dirk
oh, so viele Antworten in so kurzer Zeit :)
@pdiener
die Offsetgleichspannung ist für dieses Projekt leider unabdinglich
@klaus
ein OP wäre natürlich optimal, gucke mir mal die Seite und die Modelle
jetzt an.
Dirk schrieb:> Mit dem Atmega hab ich über DDS eine Sinus-Spannung erzeugt, welche> zwischen 0-5 Volt läuft.> Um den Kondensator altern zu lassen, ist jedoch ein deutlich höherer> Strom erforderlich, der wiederrum durch eine hohe Spannung generiert> wird.
Das ist eigentlich falsch. Ein hoher Strom wird genauso durch eine
kleine Spannung und einen kleinen Innenwiderstand (ESR) generiert. Und
wenn du z.B. 5V hast und dazu 100mOhm Ri, dann brauchst du schon mal 50
Ampere... :-o
Und 5V*50A sind 250W. Das ist dann warm genug. Mit 300V wären das 3kA
und 900kW. Das hält ein Elko nicht lange aus. Die Zahlen sind (um die
Größenordnungen zu verdeutlichen) nur mal so als grobe Anhaltspunkte zu
sehen (klar, dass da noch ein paar mal die Wurzel2 und der Faktor 1/2
mit rein kommen könnte)...
> ich möchte gerne einen Kondensator altern lassen, indem ich permanent> einen hohen, sinusförmigen Strom erzeuge.
Altern lassen sich elektrische Bauteile (und insbesondere Elkos!!!)
einfach durch erhitzen. Und wenn du dann noch einen kleinen Strom
fließen lässt, dann bist du schon recht nah an der Realität. Ob die
Hitze nämlich von außen (Heizung) oder von innen (Strom) kommt, ist in
erster Näherung schnurzegal.
Hallo Lothar,
Dass man Elkos i.d.R. durch Äußere Erwärmung altern lässt, ist mir
bewusst, jedoch würde ich gerne den Einfluss des natürlichen Alterns
(Strom) untersuchen.
Wenn ich nur den Ri von 0.1 Ohm betrachte, dann fließt ein Strom von 5A,
allerdings stellt kein OP einen derart hohen Ausgangsstrom zur
Verfügung.
Die Leistung im Kondensator ist dann bis zu: 5V*5A=25 Watt, und ich
bezweifle, ob das zum erhitzen reicht.
Gruß, Dirk
Dirk schrieb:> Die Leistung im Kondensator ist dann bis zu: 5V*5A=25 Watt,> und ich bezweifle, ob das zum erhitzen reicht.
Fass mal einen 25W Lötkolben an. Reicht das?
Ja das reicht :-)
Also ich fasse mal zusammen: Die Ausgabeleistung von der Schaltung muss
komplett im Kondensator verbraten werden, also wäre ein zu- bzw.
abschaltbarer Vorwiderstand von Vorteil.
Meine Frage ist nun: Welcher Operationsverstärker kann Ströme von 50A
"aushalten"?
Danke, Dirk
Eine Randinformation: Die Kondensatoren, die ich untersuchen möchte,
sind im Bereich....300-1000V.....300-3000 uF, also schon ordentliche
Kavenzmänner.
Dirk schrieb:> allerdings stellt kein OP einen derart hohen Ausgangsstrom zur Verfügung.
Einige Leistungs-OPs könnten das. Oder eine nachgeschaltete Brücke wie
dort etwa: http://www.ferromel.de/tronic_2502.htm> Meine Frage ist nun: Welcher Operationsverstärker kann Ströme von 50A> "aushalten"?
Wie gesagt: m.E. ist der Ansatz falsch. Ein kleiner Strom und Wärme von
Außen würden reichen.
>Meine Frage ist nun: Welcher Operationsverstärker kann Ströme von 50A>"aushalten"?
zB ein 2A-Leistungs OPV + nachgeschaltete Leistungstransistoren +
Kühlkörper.
So hab ich mir einen recht brauchbaren Impulsgenerator gebaut.
Alles klar :-)
ich werd mir nochmal überlegen, wie meine Schaltung aussieht, und machen
dann einen Entwurf, den ich hier poste, und dann könnte ihr mir sagen,
ob das hinhauen könnte :)
@Lothar
Eine Alterung aus Kombination von Strom und Wärme habe ich auch vor,
aber den Einfluss beider Auswirkungen separat untersucht möchte ich auch
gerne wissen.
Gruß, Dirk
@Michael Bubble
Welche OP hast du genommen? Nach welche Schaltung hast du die
Transistoren verschaltet, nach dem Schaubild von Lothar?
Welchen Strom hält deine Schaltung aus?
Gruß und Danke,
Dirk
Ich hab nur Spannungen <20V gebraucht.
War ein LM675 + BD249C + BD50C
Aufgebaut wie im Link von Lothar, 1. Bild, allerdings mit zusätzlicher
Kompensation.
Dirk schrieb:> Hallo Düsendieb,> sei mir nicht böse, dass die Frage, die ich gestellt habe, in deinen> Augen vllt. sehr unerfahren klingt, aber ich bin dabei, viel dazu zu> lernen :-)
Der Gedankengang, dass ein Netzteil nur Gleichspannung liefert klang
wirklich sehr unerfahren.
Für wie lange sollen denn die Kondensatoren bestromt werden? Mit welcher
Frequenz?
Welche Abmaße haben denn die ordentlichen Kavenzmänner? Bzw. wieviel
Wärme strahlen die wieder ab?
Düsendieb schrieb:> Bzw. wieviel Wärme strahlen die wieder ab?
Dämmwolle? Dann reichen auch 25W recht weit...
> Welche Abmaße haben denn die ordentlichen Kavenzmänner?Abmaße sind die zugelassenen Fehler der Soll-Abmessungen...
Lothar Miller schrieb:>> Welche Abmaße haben denn die ordentlichen Kavenzmänner?>> Abmaße sind die zugelassenen Fehler der Soll-Abmessungen...
Na gut, wir groß sind die Dinger?
Düsendieb schrieb:> Für wie lange sollen denn die Kondensatoren bestromt werden? Mit welcher> Frequenz?
Die Kondensatoren sollen schon evtl. 2 Wochen lang bestromt werden.
Frequenz liegt ca. bei 1 kHz.
> Welche Abmaße haben denn die ordentlichen Kavenzmänner? Bzw. wieviel> Wärme strahlen die wieder ab?
ca. 20 cm lang und 8 cm breit.
Wie groß die Abstrahlwärme ist, kann ich dir leider nicht sagen.
Hallo Leute,
ich habe in der Zwischenzeit mir mal eine Schaltung überlegt, die sehr
an die Verstärkerschaltung von Lothar erinnert.
An Transistoren habe ich dieselben wie Michael benutzt, da diese eine
hohe Stromdurchlässigkeit haben.
Statt dem einen 10k-Ohm Widerstand habe ich ein Potentiometer benutzt,
mit dem ich die Spannung am Kondensator zwischen 0-5 V per Hand regeln
möchte.
Als LeistungsOP habe ich bei Reichelt den L165 benutzt, da dieser bei
günstigem Preis einen maximalen Ausgangsstrom von bis zu 3 A zur
Verfügung stellen kann.
Die Gesamtschaltung habe ich als Anhang beigefügt und wollte jetzt gerne
wissen, ob eine Realisierung derart möglich ist, und ob ihr davon
ausgeht, dass ich damit einen Kondensator auf 85° erhitzen kann?
Danke und Gruß,
Dirk
Mir ist gerade noch etwas aufgefallen...Zur Zeit erzeuge ich meine -12V
mit einem 2 Watt DC-DC-Wandler, welcher ja lange nicht die Leistung
aufbringt, die benötigt wird.
Wie kann dieses Problem gelöst werden?
Gruß, Dirk
Dirk schrieb:> Wie kann dieses Problem gelöst werden?
Weil du sowieso keine -12V willst, schließ da an den unteren Transistor
einfach die Masse an...
Im Ernst: warum versorgst du die ganze Geschichte nicht einfach mit 24V
und legst den Arbeitspunkt (Offset) auf 12V? Dann kannst du mit der
Schaltung hübsch zwischen 3V und 21V hin- und hersin(n)ieren... ;-)
@ Lothar Miller (lkmiller) Benutzerseite
>Das ist eigentlich falsch. Ein hoher Strom wird genauso durch eine>kleine Spannung und einen kleinen Innenwiderstand (ESR) generiert.
Nicht ganz.
> Und>wenn du z.B. 5V hast und dazu 100mOhm Ri, dann brauchst du schon mal 50>Ampere... :-o>Und 5V*50A sind 250W. Das ist dann warm genug. Mit 300V wären das 3kA>und 900kW. Das hält ein Elko nicht lange aus.
Kann es sein, dass du der Hitze des Augenblicks erlegen bist?
Du wirfst munter Blind- und Wirkleistung in einem Topf. Gar nicht gut.
>> ich möchte gerne einen Kondensator altern lassen, indem ich permanent>> einen hohen, sinusförmigen Strom erzeuge.
Dazu braucht man auch die passende Frequenz. Denn den kapazitiven
Widerstand kann man nicht einfach ignorieren. Und damit beginnt das
Problem. Selbst miese Kondensatoren haben einen eher kleinen
Verlustwinkel im Prozentbereich. Sprich, man muss viel Blindleistung
erzeugen, um ein wenig Erwärmung in den Kondensator pumpen zu können.
>Altern lassen sich elektrische Bauteile (und insbesondere Elkos!!!)>einfach durch erhitzen. Und wenn du dann noch einen kleinen Strom>fließen lässt, dann bist du schon recht nah an der Realität. Ob die>Hitze nämlich von außen (Heizung) oder von innen (Strom) kommt, ist in>erster Näherung schnurzegal.
Jain. Ich hab vor einiger Zeit mit Folienkondensatoren zu tun gehabt,
die sind irgendwann von innen wegggebrannt. Allerdings bei 2A und 100kHz
;-)
MfG
Falk
Hi Lothar,
ich muss leider gerade feststellen, dass ich dir in dem letzten
Abschnitt nicht folgen kann.
Das Eingangssignal ist ein Sinus der zwischen 0-5 Volt pendelt. Meinst
du, dass ich dieses Eingangssignal verändern soll, oder die
Versorgungsspannung?
Ich würde ansonsten sehr gerne in dem von dir vorgeschlagenen
Spannungsbereich sinnieren :)
Sorry, dass ich da jetzt so schlecht folgen kann, aber ich verstehe den
letzen Abschitt leider fast gar nicht. Hoffe, du kannst mir das vllt.
kurz erklären wie du das meinst...
In der von dir beschriebenen Verstärkerschaltung steht, dass man -12V
nur auf GND machen darf, sofern man eine reine Wechselspannung hat,
daher dachte ich, brauch ich die negative Spannung, weil mein Sinus ja
einen Gleichspannungsanteil besitzt.
Danke und Gruß,
Dirk
Sinnloses Rumgebastel. Geh zu Conrad un kauf dir ne billige KFZ-Endstufe
für Bum Bum. 12V dran, fertig. Wenn man mehr Spannung will, braucht man
halt eine Endstufe mit Netzanschluss, je nach Leistung gehen die bis
+/-100V und mehr. Alles fix und fertig.
MfG
Falk
Hallo Falk,
Endstufen sind für mich komplettes Neuland. Klemme ich das
Eingangssignal an die Endstufe und am Ausgang kommt das gleiche Signal
nur mit höherer Spannung?
Wie konfiguriert man in diesem Fall die Spannung? Mit einem
Potentiometer?
Gruß, Dirk
Dirk schrieb:> Die Kondensatoren sollen schon evtl. 2 Wochen lang bestromt werden.> Frequenz liegt ca. bei 1 kHz.Dirk schrieb:> Die Kondensatoren, die ich untersuchen möchte, sind im
Bereich....300-1000V.....300-3000 uF
Hast du dir überhaupt mal abgeschätzt für wieviel Geld du da elektrische
Energie in Wärme umsetzt nur für deine "Versuche"?
Da hauptsächlich Blindleistung umgesetzt wird und kein Schwingkreis oder
anderer Speicher vorhanden ist muss die ganze Blindleistung (am
Kondensator) komplett über den Verstärker zur Verfügung gestellt werden,
der dazu real die Energie fürs Umladen in Wärme umsetzt.
Das ist doch rumgetrolle hier. Dirk hat keine Ahnung von Elektronik,
will aber irgendwelche Messreihen über Alterung machen.
Und die negative versorgung mit einem 2W DC / DC Wandler um damit 300µF
1000V Elkos mit 1KHz umzuladen....
So a la: "ich habe einen alten Motor aus einem Carrera Auto, wie kann
ich damit eine 100Tonnen Seilwinde bauen"
Nein ich trolle nicht.
Mein Vorhaben ist folgendes: Ich lege eine Spule in Reihe zum
Kondensator. Dann schicke ich einen Sinus bei Resonanzfrequenz durch den
Kondensator, so die Energie vollständig im ESR umgesetzt wird.
Falk Brunner schrieb:> Kann es sein, dass du der Hitze des Augenblicks erlegen bist?> Du wirfst munter Blind- und Wirkleistung in einem Topf. Gar nicht gut.
Nein, mir war in der Hitze des Augenblicks nur der Innenwiderstand
relevant, denn nur an dem kann Wärme entstehen. Klar, dass für einen
gewissen Strom auch eine gewisse Spannung und eine zur Kapazität
passende Frequenz nötig ist. Nur würde das die Betrachtungen hier in
erster Nähe unnötig verkomplizieren, deshalb habe ich die Begriffe
Blind-, Wirk- und Scheinleistung explizit nicht aufgeführt...
Falk Brunner schrieb:>>Das ist eigentlich falsch. Ein hoher Strom wird genauso durch eine>>kleine Spannung und einen kleinen Innenwiderstand (ESR) generiert.> Nicht ganz.
Ok. Also so: es ist ein ausreichend hoher Strom nötig, um am realen
Anteil der Impedanz (aka. Innenwiderstand, Verlustwiderstand, ESR) eine
Spannung abfallen zu lassen. Nur diese Spannung kann zusammen mit dem
fließenden Strom dann die Erwärmung des Elkos bewirken.
Ich bin mir übrigens noch nicht ganz sicher, ob das Ganze hier mit einem
Audioverstärker funktionieren wird (mit der selbstgebastelten
OP-Endstufe übrigens auch nicht). Denn vermutlich laufen die Dinger an
einer nahezu rein kapazitiven Last nicht sehr stabil...
Dirk schrieb:> Dann schicke ich einen Sinus bei Resonanzfrequenz durch den> Kondensator, so die Energie vollständig im ESR umgesetzt wird.
Blöd nur, dass dann so gut wie keine Resonanz mehr da ist, denn du mußt
deinen Generator so niederimpedant anbinden, dass von einer
Stromerhöhung nicht mehr zu spüren sein wird......
Was haltet ihr sonst davon, eine hohe Spannung an den Kondensator
anzuelegen (Nennspannung), dann einen Moment warten, bis der Strom um 80
Prozent gefallen ist, und anschließend den Kondensator an einem kleinen
Widerstand zu entladen um anschließend das Prozedere zu wiederholen?
Gruß, Dirk
@ Dirk (Gast)
>Prozent gefallen ist, und anschließend den Kondensator an einem kleinen>Widerstand zu entladen um anschließend das Prozedere zu wiederholen?
Kann man machen, verheizt aber zu 99% die Leistung NICHT im Kondensator
;-)
Anders sieht es aus, wenn die Entladung SEHR schenll geht, wir reden
hier von einigen hundert bis einigen Tausend Ampere. Dann könnte eine
nennenswerte Leistung am Innnewiderstand abfallen. Aber die meisten
Kondensatoren sind dafür nicht gebaut.
Das mit dem äußeren Aufwärmen ist schon mal keine so schlechte Idee.
MfG
Falk
Die Verstärkerschaltung sollte ich mir also lieber aus dem Kopf
schlagen, weil die Last reinkapazitiv ist und lieber die andere Variante
also probieren oder?
Ich halte euch auch auf dem Laufenden :-)
Mir ist übrigens noch ein Fehler aufgefallen...das Potentiometer gehört
natürlich nicht an die Stelle wo ich es eingebaut hab, sondern das
sollen starr 10kOhm sein, sonder ich schalte es in Reihe zum
Kondensator.
Moin,
ich habe mal ein Schaltbild angefertig, wie ich mir das vorstelle.
Denkt ihr, damit ist es möglich? Habt ihr da sonst noch irgendwelche
Vorschläge oder Ideen zu?
Danke, Dirk
Wie bereits gesagt, relativ sinnnlos. Und vor allem sollte man bei
solchen Sachen mal grob rechnen und sich nicht auf technische Details
stürzen.
MfG
Falk
Falk Brunner schrieb:> Wie bereits gesagt, relativ sinnnlos. Und vor allem sollte man bei> solchen Sachen mal grob rechnen und sich nicht auf technische Details> stürzen.>> MfG> Falk
Ich dachte, die Schaltung macht Sinn bei ausreichend hoher
Schaltfrequenz?
Dirk schrieb:> Ich dachte, die Schaltung macht Sinn bei ausreichend hoher Schaltfrequenz?
Von "Sinn" hat keiner was geschrieben...
Wenn dein ESR z.B. 100mOhm hat, welchen Wert sollte dann der REntl
haben?
Die Schaltung die ich eben beigefügt habe sollte also verworfen werden
meint ihr (jetzt mal ohne Ironie)?
@Lothar,
ich würde als Entladewiderstand einen sehr kleinen Wert nehmen, z.b.
0.01 Ohm.
Was spricht denn jetzt gegen die Verstärkerschaltung aus meiner ersten
Abbildung?
Michael hat damit doch auch Problemlos einen Pulsgenerator erzeugt.
Vor der Kapazität schalte ich ein Poti und stelle so den Strom ein. hmm,
warum meint ihr, ist das nicht mögluch?
Dirk schrieb:> ich würde als Entladewiderstand einen sehr kleinen Wert nehmen, z.b.> 0.01 Ohm.
Und 300V (Siehe Titel des Threads)
Da in deinem Schaltplan der Entladewiderstand ständig an den Kondensator
angeschlossen ist wären das bei 300V (z.B. bei der Ladung) an dem
Widerstand eine Verlustleistung von U²/R = 300*300/0.01 = 9.000.000 =
9MEGAWATT!
Na wenn du kein Troll bist wer dann...
moiners,
wie christian schon sagt, simulier es!
außerdem ist der poti natürlich an der falschen stelle.
guck dir mal die angehängte schaltung an, damit müsste es funktionieren.
und deine andere methode...schlag dir die mal ganz schnell aus dem kopf
:-)
marc
Danke Leute,
ich bin auch ganz zuversichtlich, aber ich weiß noch nicht, wie ich die
negative Spannung erzeugen soll oder ob ich die einfach Grounden
soll....hmm....
Falk Brunner schrieb:> Jain. Ich hab vor einiger Zeit mit Folienkondensatoren zu tun gehabt,> die sind irgendwann von innen wegggebrannt. Allerdings bei 2A und 100kHz> ;-)
Wie hast du den Sinus erzeugt?
Hermes schrieb:> Wie hast du den Sinus erzeugt?
Wer redet da von Sinus, wenn du Bauteile stressen willst nimmst du auch
der Einfachheit halber einen möglichst schnellen Schalter, also
Rechteck!
Dirk schrieb:> Hat noch jemand sonst Ideen, bevor ich die Teile bestelle?
Meine Idee ist immer noch, daß du dir erst mal ein gutes Buch über
Elektronik bestellen solltest und das dann auch lesen und verstehen.
Aber du hast weder auf Lothar noch auf Falk gehört, also wirst du es
wohl auf dem harten Weg lernen müssen, daß du Geld in sinnfreies
Gebastel steckst.
Ich gabs auch auf, und wünsche dir zumindest viel Bastelspaß
Udo Schmitt schrieb:> Hermes schrieb:>> Wie hast du den Sinus erzeugt?> Wer redet da von Sinus, wenn du Bauteile stressen willst nimmst du auch> der Einfachheit halber einen möglichst schnellen Schalter, also> Rechteck!
Ja schon klar, aber sobald man beim Kondensator die angelegte Spannung
taktet, stört den das recht wenig, weil der einfach aufgeladen bleibt...
Hermes schrieb:> Falk Brunner schrieb:>> Jain. Ich hab vor einiger Zeit mit Folienkondensatoren zu tun gehabt,>> die sind irgendwann von innen wegggebrannt. Allerdings bei 2A und 100kHz>> ;-)>> Wie hast du den Sinus erzeugt?
Wird wohl nen Royer Converter gewesen sein. Damit sind mir auch mal
Folienkondensatoren beinahe geplatzt.
Marc schrieb:> guck dir mal die angehängte schaltung an, damit müsste es funktionieren.
10k in Reihe zum Kondensator??
Dirk schrieb:> Hat noch jemand sonst Ideen, bevor ich die Teile bestelle?
LTSpice
>Ja schon klar, aber sobald man beim Kondensator die angelegte Spannung>taktet, stört den das recht wenig, weil der einfach aufgeladen bleibt...
Ein Spannungssprung erzeugt an einem idealen Kondensator einen unendlich
hohen Strompuls. Das stört.
Grüße,
Peter
Peter Diener schrieb:>>Ja schon klar, aber sobald man beim Kondensator die angelegte Spannung>>taktet, stört den das recht wenig, weil der einfach aufgeladen bleibt...>> Ein Spannungssprung erzeugt an einem idealen Kondensator einen unendlich> hohen Strompuls. Das stört.>> Grüße,>> Peter
Ja, den macht man einmal und beim nächsten mal ist der Kondensator dann
schon etwas aufgeladen und beim Sprung darauf noch mehr bis der
Spannungssprung schließlich nichts mehr bringt...
Hermes schrieb:> Ja, den macht man einmal und beim nächsten mal ist der Kondensator dann> schon etwas aufgeladen und beim Sprung darauf noch mehr bis der> Spannungssprung schließlich nichts mehr bringt...
Man kann mit einem Schalter auch einen Kondensator ENTLADEN.
Eine niederohmige Rechteckquelle wird einen Kondensator in der LOW phase
auch entladen.
@Dirk
mach es so wie ulli es sagt
Dann brauchst du diese Transistorschaltung nicht. Ich habe es mal mit
Matlab simuliert und das Ergebnis beigefügt, damit klappts auf jeden
Fall :)
Die Gleichspannung erzeugst du aber mit einem Netzteil und nicht dem
Atmega.
mfG Tom
@ Hermes (Gast)
>> Jain. Ich hab vor einiger Zeit mit Folienkondensatoren zu tun gehabt,>> die sind irgendwann von innen wegggebrannt. Allerdings bei 2A und 100kHz>> ;-)>Wie hast du den Sinus erzeugt?
Der kam aus einem Schaltnetzteil, welches speziell für
Hochspannungskaskaden gebaut ist (Resonanzwandler). Macht um die 1,5kW
Ausgangsleistung bei 2kV U Peak ;-)
MfG
Falk
Tom schrieb:> @Dirk>> mach es so wie ulli es sagt>> Dann brauchst du diese Transistorschaltung nicht. Ich habe es mal mit> Matlab simuliert und das Ergebnis beigefügt, damit klappts auf jeden> Fall :)>> Die Gleichspannung erzeugst du aber mit einem Netzteil und nicht dem> Atmega.>> mfG Tom
Hi Tom,
was ist das für ein Simulationsprogramm?
Viele Grüße
@Joachim
Matlab/Simulink, das ist ein sehr häufig benutztes Programm. Ist aber
weniger auf elektrische Schaltkreise konzentriert als eher auf
mathematische Zusammenhänge.
Die Toolbox, womit man den Schaltkreis aufbaut, heißt "Plecs" und ist
standardmäßig nicht dabei.
@Falk
Wie lange hast du denn die Folkos "bestromt" und was genau bedeutet
wegbrennen? Welchen Kapazitätsverlust hatten sie?
Gruß, Tom
Und wenn man einfach einen Ausgangstransformator (mit Luftspalt!) hinter
einen Audioverstaerker haengt und die Sekundaerwicklung mit einer
DC-Quelle in Serie schaltet?
@ Tom (Gast)
>Wie lange hast du denn die Folkos "bestromt"
Für das Durchbrennen ca 5 min. Es waren 10nF/8kV MKS
Folienkondensatoren.
>und was genau bedeutet wegbrennen?
Was der Name vermuten lässt. Sie wurden aussen nach ca. 3 min 65°C heiß,
danach kamen Knachgeräusche und die Temperatur stieg in ca. 1 min auf
95°C (außen!), dann kam der magische Rauch ;-)
> Welchen Kapazitätsverlust hatten sie?
So ziemlich 100%.
MfG
Falk
P S An der Stelle sind jetzt 10nF/6kV MKP Kondensatoren von WIMA drin
und alles bleibt cool.
1. Ohne Angabe des Frequenzbereiches und der Kurvenform bei dem der
Kondensator altern soll, ist das hier eine Diskussion im luftleeren
Raum.
2. Die Idee mit dem Trafo als AC-Quelle mit einer DC-Quelle für die
Vorspannung ist sicher zielführend statt das direkt mit einem OPAMP
machen zu wollen (10mF 1kV ist echt fett).
3. Man kann auch zwei Elkos antiseriell schalten und über eine
potentialfreie DC-Versorgung auflagen. Dann müsste man nur noch mit dem
Leistungsverstärker ohne DC-Versatz das Anregungssignal erzeugen.