Maximal mögliche DC-Spannung aus 9 V AC

Gast #3973837
Lesenswert?

Hallo zusammen,

ich stehe vor der Frage, welchen DC-Spannungspegel ich aus einer 
AC-Spannung von 9 V (mit Trafo aus 230 V Netzspannung 
runtertransformiert) maximal rausbekomme. Stimmen diese Überlegungen:

Sinus 9V führt nach Gleichrichtung zu 9*Wurzel(2)= 12,7 V Spitzenwert


um geschätzt 3 V wird die geglättete Spannung zwischen den Wellen 
absinken:

12,7V - 3V = 9,7V


ca. 2V Abstand zwischen Ein- und Ausgang des Spannungsreglers:

9,7V - 2V = 7,7V DC am Ausgang noch erreichbar.


Passt es ungefähr oder habe ich einen Denkfehler?
#3973873
Lesenswert?

noips schrieb:
> ca. 2V Abstand zwischen Ein- und Ausgang des Spannungsreglers:
>
> 9,7V - 2V = 7,7V DC am Ausgang noch erreichbar.

du vergisst die Schwellspannung der Dioden 2x 0,7V des Gleichrichters, 2 
sind immer im Spiel
und mit 2V für den Regler rechnen ist entweder zuviel oder zuwenig

einige Regler brauchen 3V andere low drop 0,2V bis 0,5V

also immer alle Bauteile genauer begucken für eine Abschätzung und 
selbst dann sind es nur Schätzungen.
#3973882
Lesenswert?

Vor allem bei kleinen Trafos muss man beachten das die Spannung erst bei 
Nennlast der Nennspannung entspricht. Vor allem kleine Trafos haben im 
Leerlauf schon mal 30% mehr an Spannung.

Wie weit die Spannung am Elko einbricht hängt von der Größe des Elkos 
ab, das kann auch weniger als 3 V werden - nur die rund 1,5 V Verlust am 
Gleichrichter sind weitgehend unabhängig davon.
Gast #3973883
Lesenswert?

Danke für die Hinweise!

Stimmt, mein Denkfehler, ideale Gleichrichtung gibt es nicht.

Spannungsdifferenz am Regler wird je nach Bauteil genauer 
berücksichtigt, Danke!

Gibt es weitere unberücksichtigte Sachen?
#3973934
Lesenswert?

Ulrich H. schrieb:
> Vor allem kleine Trafos haben im
> Leerlauf schon mal 30% mehr an Spannung.

und dann gibt es die Trafos die unter Nennlast nicht mal die 
Nennspannung erreichen, es wird immer gerne nach oben gelogen, wie beim 
Normbenzinverbrauch (dort lügen sie gerne nach unten).

Gleichrichterdioden weichen auch gerne mal ab, siehe Kennlinien, das 
kann bis über 1V pro Diode gehen, je nach Spannungsfestigkeit koppeln 
die intern schon mal 2 oder mehr Dioden in Reihe.

Ich nehme gerne 380V Brücken, spart Platz in den Sortimentskisten, kann 
die ja auch für 30V nutzen, aber muss immer bedenken das evtl. mehr 
Schwellspannung im Spiel ist.
#3974602
Lesenswert?

noips schrieb:
> Danke für die Hinweise!
>
> Stimmt, mein Denkfehler, ideale Gleichrichtung gibt es nicht.
>
> Spannungsdifferenz am Regler wird je nach Bauteil genauer
> berücksichtigt, Danke!
>
> Gibt es weitere unberücksichtigte Sachen?


Ja. Du köntest bei:

> Ich betrachte nur folgenden Aufbau:

> Gleichrichtung -> Glättung -> Stabilisierung mit analogem
> Spannungsregler


ein Verdopplergleichrichtung nutzen. Also 2 Dioden, 2 Elkos.
Somit sind ca. 24V DC im Leerlauf möglich.

Ob das letztlich Sinn macht, kommt auf Deinen Leistungs- bzw. 
Strombedarf an. Darüber hast Du bisher nix gesagt.  Siehe:

> je nach Laststrom

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren