Hallo zusammen!
Mir ist nicht klar wie sich die Entladeschlussapannung genau definiert
,ob das eine Leerlaufspannung ist ,oder ob sich diese unter einer
genauen festgelegten Stromentnahme zb.1/10 der Nennkapazität
einzustellen hat. Mein 9.6Volt Blockakku hat zb. im Datenblatt 8V stehen
also 1V pro Zelle. Aber was, Leerlauf oder unter einem ganz bestimmten
Strom?
Danke schon mal!
Die Angabe "Entladeschlussspannung" hat tatsächlich nur Sinn, wenn
weitere, von Dir zu Recht als fehlend bemängelten Parameter auch
angegeben sind.
Solche Angaben werden von den Herstellern nach Erfahrungswerten
festgelegt.
Eine wissenschaftliche, allgemeingültige Vorschrift zur Bestimmung gibt
es daher nicht (kann es auch nicht geben), daher sind genug
Möglichkeiten, für Reklamezwecke, diese Daten nicht ungünstig aussehen
zu lassen.
Ähnliches, bekanntes Beispiel: Gesprächsdauer von Handies ...
herbert schrieb:> Aber was, Leerlauf oder unter einem ganz bestimmten Strom?
Beim nominellen Entladestrom, mit dem die Kapazität gemessen wird, oft
C/10 tel. Bei mehr Strom ist die Entladeschluss-Klemmspannung um
Strom*Innenwiderstand kleiner, bei weniger Strom entsprechend höher.
Die Entladeschlussspannung muss doch bei einer Entladung
gemessen werden.
Folglich muss auch ein Strom fließen.
Wenn die Kapazität bei 20h Entladung angegeben, ist würde ich den
Nenn-Entladestrom auch mit C1/20 ansetzen. Wenn man dann bis auf
Entladeschlussspannung entlädt ist man auf der
sicheren Seite.
Edit:
herbert schrieb:> Aber was, Leerlauf oder unter einem ganz bestimmten> Strom?
Wenn der 8V Leerlaufspannung hat könnte er schon gestorben sein :)
Thomas B. schrieb:> Wenn der 8V Leerlaufspannung hat könnte er schon gestorben sein :)
Ich denke auch , dass der Entladestrom mit dem der Hersteller die
Kapazität ermittelt auch als Last für die Entladeschlussspannung gilt.
Normen gibts da scheinbar keine. Es herrscht viel Verwirrung und alles
dient dem Hersteller fürn Umsatz wenn man einen neuen kaufen muß....
herbert schrieb:> Mir ist nicht klar wie sich die Entladeschlussapannung genau definiert> ,ob das eine Leerlaufspannung ist ,oder ob sich diese unter einer> genauen festgelegten Stromentnahme zb.1/10 der Nennkapazität> einzustellen hat.
Es gibt genau drei Betriebszustände bei einem Akku:
- Laden: Strom fließt in den Akku
- Leerlauf: es fließt kein Strom
- Entladen: es fließt Strom aus dem Akku
Die Entladeschlußspannug heißt so, weil man beim Erreichen dieser
Spannung mit der Entladung Schluß machen soll bzw. muß. Also bezieht sie
sich offensichtlich auf einen Betriebszustand in dem der Akku entladen
wird, also Strom aus dem Akku heraus fließt. (Das, liebe Kinder, nennt
man logisches Denken. Klingt komisch, ist aber so.)
Es gibt nun zwei Gründe, warum der Hersteller eine Entladeschlußspannung
für einen Akku angibt. Zum einen kann (bzw. wird) eine Entladung des
Akkus unterhalb der Entladeschlußspannung (die sogenannte Tiefentladung)
den Akku beschädigen. Und das gilt weitgehend unabhängig davon, mit
welchem Strom man den Akku weiter entlädt.
Zum zweiten dient die Entladeschlußspannung als Kriterium dafür, wann
der Akku leer ist. Das ist wichtig für die Messung bzw. schon für die
Angabe der Akkukapazität. Da die entnehmbare Kapazität aber auch noch
vom Strom abhängt, wird für die Angabe der Kapazität auch der
Entladestrom vorgegeben. Und zwar i.d.R. ein Strom von C/10h (Akku-
Nennkapazität durch 10 Stunden).
Block-Akku 9,6 V mit Entladeschlussspannung = 8 V (1 V/Zelle)
ist wohl NiMH, oder NiCd.
Entladeschlussspannungs-Tabellen für Blei-Akkus in
Abhängigkeit vom Entladestrom und der Temperatur gelten
hier nicht!
Mag sein, dass du bei größeren Entladeströmen auch einige mV
darunter gehen kannst, aber besonders bei Akku-Blöcken wirst
du da nur die "Nummer Sicher" vom Hersteller hören:
Entladeschlussspannung heißt dort ganz einfach:
Ist die Spannung nicht mehr größer, als dieser Wert, muss
die Entladung beendet werden. Egal, ob A, mA, oder µA
(nur durch Selbstentladung) fließen.
Dann ist umgehend für Aufladung zu sorgen, oder der
NiXX-Akku ist bald nicht mehr zu gebrauchen.
Axel S. schrieb:> Die Entladeschlußspannug heißt so, weil man beim Erreichen dieser> Spannung mit der Entladung Schluß machen soll bzw. muß. Also bezieht sie> sich offensichtlich auf einen Betriebszustand in dem der Akku entladen> wird, also Strom aus dem Akku heraus fließt. (Das, liebe Kinder, nennt> man logisches Denken. Klingt komisch, ist aber so.)
Da es einen direkten zusammenhang zwischen Entnahmestrom und
Klemmenspannung gibt wäre es doch anzunehmen, dass der Hersteller seine
Messparameter offen legt was er meistens nicht tut. Wäre es zu aufwändig
zu schreiben ... Entladeschlussspannung bei zb.20 mA Strom...was in
meinem Falle ein zehntel der Nennkapazität wäre? Der maximale
Entladestrom mit C1 ist ja auch defininiert. Wenn ich mit dem entlade
,dann bekomme ich diese 8 Volt recht schnell, so dass ich bei weniger
Last oder gar im Leerlauf eine viel höhere Klemmenspannung habe als 8
Volt.Schöne Grüße vom Innenwiderstand...Wie machen das Ladegeräte die
vor dem Laden auf Wunsch entladen? Schalten die zum messen den Strom um
auf eine 1/10 Last oder oder ? 8 Volt im Leerlauf scheint mir auch schon
tiefentladen zu sein.
herbert schrieb:> Mir ist nicht klar wie sich die Entladeschlussapannung genau definiert
Bei Ni-Cd-Akkuzellen beträgt sie z.B. 0V.
Darunter sollte man allerdings nicht gehen.
herbert schrieb:> Axel S. schrieb:>> Die Entladeschlußspannug heißt so, weil man beim Erreichen dieser>> Spannung mit der Entladung Schluß machen soll bzw. muß. Also bezieht sie>> sich offensichtlich auf einen Betriebszustand in dem der Akku entladen>> wird, also Strom aus dem Akku heraus fließt. (Das, liebe Kinder, nennt>> man logisches Denken. Klingt komisch, ist aber so.)>> Da es einen direkten zusammenhang zwischen Entnahmestrom und> Klemmenspannung gibt wäre es doch anzunehmen, dass der Hersteller seine> Messparameter offen legt was er meistens nicht tut. Wäre es zu aufwändig> zu schreiben ... Entladeschlussspannung bei zb.20 mA Strom...
Du mußt das mit dem logischen Denken noch weiter üben! Es steht für die
Angabe der Entladeschlußspannung kein Strom dabei, weil der Strom dafür
nicht relevant ist. Natürlich gibt es einen Zusammenhang zwischen
Klemmenspannung und Entladestrom. Das bedeutet dann eben auch, daß bei
einem höheren Strom die Entladeschlußspannung eher erreicht ist.
Beispiel: der Strom sei 100mA. Der Akku erreiche die Entladeschluß-
spannung von 8.0V. Wenn die Last jetzt abgeklemmt wird (Leerlauf) dann
steigt die Klemmenspannung auf sagen wir mal 8.1V. Trotzdem ist für die
Entladung mit 100mA jetzt Schluß. Mit 1mA würde die Klemmenspannung
vielleicht nur auf 8.09V fallen. Also dürftest du mit 1mA weiter
entladen (nur bis auch wieder 8.0V erreicht sind, natürlich).
Und das ist vollkommen korrekt und beabsichtigt. Die Entladeschluß-
spannung gilt für jegliche Entladung. Daß dann je nach Strom die
Entladung mal früher und mal später beendet werden muß, ist eine
Tatsache mit der du leben mußt. Aber in den meisten Fällen kannst du es
dir ja sowieso nicht aussuchen wieviel Strom du brauchst.
Aber wenn du andererseits deine Schaltung in einen Stromsparmodus
schalten kannst (typisches Beispiel: Fahrradlampe mit mehreren Hellig-
keitsstufen) dann kannst du das in der Tat ausnutzen, indem du den Akku
der bei maximaler Leistungsentnahme schon leer wäre mit geringerer
Leistung weiter leersaugst.
Axel S. schrieb:> Du mußt das mit dem logischen Denken noch weiter üben! Es steht für die> Angabe der Entladeschlußspannung kein Strom dabei, weil der Strom dafür> nicht relevant ist. Natürlich gibt es einen Zusammenhang zwischen> Klemmenspannung und Entladestrom. Das bedeutet dann eben auch, daß bei> einem höheren Strom die Entladeschlußspannung eher erreicht ist.
Ach, du meinst ich brauche nur den Verbraucher wechsel und schon wird
mein "leerer" akku wieder brauchbar wenn sich damit der Strom halbiert
und die Klemmenspannung wieder "Saft da" anzeigt? Es gibt einen
zusammenhang zwischen Laststrom und Klemmenspannung. Wenn ich nicht
haben will, dass mein Akku je nach Stromentnahme entladen oder
tiefentladen ist dann brauche ich für diese 8 Volt definitiv eine
Bezugsstrom. Wie will man denn sonst einen Akku vor dem laden definitiv
gesund im Sinne des Herstellers zum laden vorbereiten?
herbert schrieb:> Axel S. schrieb:>> Du mußt das mit dem logischen Denken noch weiter üben! Es steht für die>> Angabe der Entladeschlußspannung kein Strom dabei, weil der Strom dafür>> nicht relevant ist. Natürlich gibt es einen Zusammenhang zwischen>> Klemmenspannung und Entladestrom. Das bedeutet dann eben auch, daß bei>> einem höheren Strom die Entladeschlußspannung eher erreicht ist.>> Ach, du meinst ich brauche nur den Verbraucher wechsel und schon wird> mein "leerer" akku wieder brauchbar wenn sich damit der Strom halbiert> und die Klemmenspannung wieder "Saft da" anzeigt?
So ungefähr. Nur daß du komische Vorstellungen davon hast, was "leer" in
diesem Zusammenhang bedeutet.
> Wenn ich nicht> haben will, dass mein Akku je nach Stromentnahme entladen oder> tiefentladen ist dann brauche ich für diese 8 Volt definitiv eine> Bezugsstrom.
Mit dem Denken hapert es anscheinend nach wie vor. Wenn du die Klemmen-
spannung des Akkus mißt, dann sagt dir der Vergleich mit der Entlade-
schlußspannung ob du weiter so entladen darfst wie du es gerade tust
oder ob du jetzt aufhören mußt. Mehr nicht.
Es sagt überhaupt nichts darüber aus, ob da noch Restkapazität im Akku
ist die du (mit einem viel kleineren Strom) noch entnehmen könntest.
Und weil wir dabei sind: "tiefentladen" ist keine Zustandsbeschreibung.
"Tiefentladung" ist ein Vorgang: das Entladen des Akkus bei einer
Klemmenspannung unterhalb der Entladeschlußspannung.
> Wie will man denn sonst einen Akku vor dem laden definitiv> gesund im Sinne des Herstellers zum laden vorbereiten?
Kein Hersteller der Welt schreibt vor, daß ein Akku vor dem Laden auf
die Entladeschlußspannung entladen werden müßte.
Aber selbst wenn du den Akku vor dem Laden erst entladen willst (was
aber i.d.R. unsinnig ist) dann hat die Entladeschaltung einen bestimmten
Strom den sie aus dem Akku entnimmt. Und sobald dabei die Entladeschluß-
spannung erreicht wird, ist die Entladung beendet.
Axel S. schrieb:> Mit dem Denken hapert es anscheinend nach wie vor. Wenn du die Klemmen-> spannung des Akkus mißt, dann sagt dir der Vergleich mit der Entlade-> schlußspannung ob du weiter so entladen darfst wie du es gerade tust> oder ob du jetzt aufhören mußt. Mehr nicht.
...oder bei dir! Wenn die Entladeschlussspannung nicht im Leerlauf
gemessen wird sondern unter einem Laststrom dann kann ich das so
einrichten, dass ich bei 100 µA 8,2 Volt messen kann aber bei 1mA mein
DMM eine Tiefentladung anzeigen würde....und bei 50mA gar nichts
mehr,Akku tot. Du machst die Entladeschlussspannung zu einer variablen
die sie nicht sein sollte. Da gehört einfach fürs Datenblatt ein fixer
Strom her bei dem dann auch die 8V fix sind.
Axel S. schrieb:> Kein Hersteller der Welt schreibt vor, daß ein Akku vor dem Laden auf> die Entladeschlußspannung entladen werden müßte.
Nein da wäre er ja blöd. Aber die Mehrheit der Akkuspezialisten im Netz
verkündet das seit Jahrzehnten so wegen dem Memoryeffekt und der
Haltbarkeit. Aber du hast Recht, einen Zwang dazu gibt es nicht und
defekte Akkus sind gut für das Geschäft.
Harald W. schrieb:> Bei Ni-Cd-Akkuzellen beträgt sie z.B. 0V.
Nein, natürlich nicht.
Die Entladeschussspannung ist nicht die Spannung, bis zu der ein Depp
den Akku entlädt.
Sondern die Spannung, bis zu der der Hersteller den Akku beim
Kapazitätstest entlädt.
Auch bei NiCd normalerweise 0.9V, siehe jeweiliges Datenblatt.
Daß NiCd die 0V aushält, hat nichts mit der Kapazitätsangabe und damit
verbundenen Spannung zu tun.
Axel S. schrieb:> Aber wenn du andererseits deine Schaltung in einen Stromsparmodus> schalten kannst (typisches Beispiel: Fahrradlampe mit mehreren Hellig-> keitsstufen) dann kannst du das in der Tat ausnutzen, indem du den Akku> der bei maximaler Leistungsentnahme schon leer wäre mit geringerer> Leistung weiter leersaugst.
Nein, natürlich nicht.
Wie bereits geschrieben gilt die Entladeschussspannung bei dem
nominellen Entladestrom zur Kapazitätsermittlung. Hast du geringeren
oder höheren Strom, ändert sich auch die Entladeschussspannung,
entsprechend dem Spannungabfall durch den Innenwiderstand. Man sieht das
auch bei den Entladekurven in den Akkudatenblättern, bei hohem Strom
hegen die bis zu niedrigeren Spannungen.
Wer den Akku, nach Entladen mit hohem Ladestrom bis zur passenden
Entladeschlusspannung, weiter entlädt mit geringerem Strom wieder bis zu
derselben Spannung, kann den Akku beschädigen (z.B. bei LiIon und Blei,
eher nicht bei NiCd weil dort bis 0V keine Schäden auftreten).
Einfach mal in eine Datenblatt gucken scheint die zu viel Mühe zu sein,
es fabiliert sich offenbar ahnungslos und kenntislos besser rum.
Wie beuteilst du dann den Fall, wenn du die Batterieklemmen mal kurz mit
einem Schraubenzieher berührst? Die Spannung ist in dem Moment <8V. Ist
der Akku dann also leer und muß wieder aufgeladen werden?
batman schrieb:> ie beuteilst du dann den Fall, wenn du die Batterieklemmen mal kurz mit> einem Schraubenzieher berührst? Die Spannung ist in dem Moment <8V. Ist> der Akku dann also leer und muß wieder aufgeladen werden?
Die Frage ist jetzt irrsinnig, weil der Maximale Entladestrom
überschritten ist.
Bei Kurzschluss geht die Klemmenspannung gegen Null.
ZB. bei diesem Akku:
Maximum Discharge Current 27A .
Entladeschlussspannung ist immer 1V
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/250000-274999/255000-da-01-en-EMMERICH_NIMH_AKKU_4_5_A_1800_MAH_FT_1Z.pdf
Das wäre aber keine Antwort sondern nur eine unbewiesene Behauptung zu
einem anderen Thema.
Aber die Fans der Formalismen dürfen hier gern den Schraubenzieher durch
eine ideale Konstantlast ersetzen, die auf den "offiziellen"
Maximalstrom dieser Blockbatterie eingestellt ist.
Ändert nichts am Prinzip, daß bei höherem Entladestrom am Entladeschluß
mehr Restladung im Akku bleibt - die erheblich sein kann. Ich wüßte auch
keinen vernünftigen Grund, die nicht zu nutzen.
MaWin schrieb:> Die Entladeschussspannung ist nicht die Spannung, bis zu der ein Depp> den Akku entlädt.>> Sondern die Spannung, bis zu der der Hersteller den Akku beim> Kapazitätstest entlädt.
An dieser Stelle möchte ich meinen ersten Beitrag zu diesem Thread
zitieren:
>Axel S. schrieb:>> Es gibt nun zwei Gründe, warum der Hersteller eine Entladeschlußspannung>> für einen Akku angibt. Zum einen kann (bzw. wird) eine Entladung des>> Akkus unterhalb der Entladeschlußspannung (die sogenannte Tiefentladung)>> den Akku beschädigen.>...>> Zum zweiten dient die Entladeschlußspannung als Kriterium dafür, wann>> der Akku leer ist. Das ist wichtig für die Messung bzw. schon für die>> Angabe der Akkukapazität.
Also nichts neues von dir. Und natürlich wird für die Angabe der
Kapazität der Entladestrom vom Hersteller vorgegeben.
> Axel S. schrieb:>> Aber wenn du andererseits deine Schaltung in einen Stromsparmodus>> schalten kannst (typisches Beispiel: Fahrradlampe mit mehreren Hellig->> keitsstufen) dann kannst du das in der Tat ausnutzen, indem du den Akku>> der bei maximaler Leistungsentnahme schon leer wäre mit geringerer>> Leistung weiter leersaugst.>> Nein, natürlich nicht.
Doch, sicher. Zumindest im Prinzip. In der Praxis steckt dann kaum noch
Ladung im Akku. Es lohnt schlicht nicht. OK, außer wenn es den
Unterschied ausmacht zwischen "ich kann bei Schummerlicht noch langsam
bis nach Hause radeln" und "ich muß im Dunkeln nach Hause schieben".
> Wie bereits geschrieben gilt die Entladeschussspannung bei dem> nominellen Entladestrom zur Kapazitätsermittlung.
Das ist die eine Bedeutung der Entladeschlußspannung. Sie markiert das
Ende der Entladung bei der Kapazitätsmessung.
In der Praxis wird ein Akku aber einfach benutzt. Dann ist der Strom
sicher nicht der vom Hersteller zur Messung der Kapazität benutzte.
Der Strom wird i.d.R. noch nicht mal konstant sein. Und die einzige
Bedeutung der Entladeschlußspannung in diesem Betriebsfall ist die
Erkennung der Situation "ich sollte jetzt abschalten, damit der Akku
nicht beschädigt wird".
Keine Akkuschutzschaltung der Welt berücksichtigt den Spannungsabfall am
Innenwiderstand des Akkus. Allein schon deswegen nicht, weil der Innen-
widerstand des Akkus gar nicht bekannt ist (und zwar der aktuelle
Innenwiderstand beim derzeitigen Alterungszustand und der derzeitigen
Temperatur). Die meisten Akkuschutzschaltungen erfassen nicht mal den
Entladestrom - abgesehen vielleicht von einem Überstromschutz.
Eine dynamische Festlegung der Entladeschlußspannung in Abhängigkeit von
Akku-Innenwiderstand und Entladestrom? In deinen Träumen vielleicht!
> Man sieht das> auch bei den Entladekurven in den Akkudatenblättern, bei hohem Strom> hegen die bis zu niedrigeren Spannungen.
Keines der Datenblätter die ich bisher gesehen habe, hat eine Entlade-
schlußspannung in Abhängigkeit vom Strom spezifiziert. Zeigen.
Axel S. schrieb:> Keines der Datenblätter die ich bisher gesehen habe, hat eine Entlade-> schlußspannung in Abhängigkeit vom Strom spezifiziert. Zeigen.
Du bist halt noch nicht erfahren genug.
http://www.all-battery.com/datasheet/Data%20sheet%20NiMH%20D%2010000mAh.pdf
sagt 1V unter 1C, 0.9V bei 1C
http://www.varta-microbattery.com/applications/mb_data/documents/sales_literature_varta/HANDBOOK_Rechargeable_NiMH_Button_en.pdf
(0.95V bei 1C, 0.9V bei 2C) bzw. Fig 11 bis 1V/0.95V/0.9V.
Panasonic scheint hingegen ein Freund identischer Spannungen zu sein,
die ersten Datenblätter die ich fand waren von denen und hörten alle bei
1V auf.
Und hier noch Bleiakkus
http://www.lvm-bw.de/Umwelt/Energiemanagement-an-Bord-Version-1-1.pdf
(Seite 18)
batman schrieb:> Wie beuteilst du dann den Fall, wenn du die Batterieklemmen mal kurz mit> einem Schraubenzieher berührst? Die Spannung ist in dem Moment <8V. Ist> der Akku dann also leer und muß wieder aufgeladen werden?
Die Entladeschlussspannung hängt vom Entladestrom ab, einer inneren
Spannung (z.B. 1V) muss man den Spannungsabfall bei
Strom*Innenwiderstand abziehen, und da der Strom im Kurzschlussfall
näherungsweise unendlich ist, und der Innenwiderstand grösser als 0,
werden immer 0V erreicht, egal ob der Akku mit der internen Spannung die
1V erreicht hat oder noch nicht.
Er ist also nach dem Kurzschluss nicht zwangsweise leer (in der Theorie
bei unendlichem Strom und endlicher Kurzschlusszeit aber schon, daher
sind theoretische Betrachtungen natürlich Murks, aber du wolltest solche
unsinnigen Extrembeispiele).
Leider wird im Netz viel Widersprüchliches - teilweise sogar Unsinn -
bzgl. Entladeschluß-Spannung verbreitet.
//Klugscheißer Modus an://
Den Fachbegriff schreibe ich absichtlich mit Bindestrich, weil es sich
in der deutschen Sprache an sich um einen aus zwei (voneinander
unabhängigen) Begriffen zusammengesetzten Begriff handelt.
Dieser zusammengesetzte Begriff läßt an Eindeutigkeit überhaupt nichts
zu wünschen übrig.
Genauer gesagt ist allein durch die sprachliche Verknüpfung (zweier dann
nicht mehr voneinander unabhängiger Begriffe) exakt der Punkt gemeint,
bei welcher Spannung mit der Entladung Schluß zu sein hat.
Ein "Definitions-Problem" existiert insoweit NICHT.
//Klugscheißer-Modus aus.// :)
Hier die üblichen Entladeschluß-Spannungen:
http://www.elweb.info/dokuwiki/doku.php?id=entladeschlussspannung
Die einzige mir bekannte Ausnahme sind NiFe-Akkus, weil die völlig
"unempfindlich" bzgl. Tiefentladung und auch Überladung sind.
herbert schrieb:> ...oder bei dir! Wenn die Entladeschlussspannung nicht im Leerlauf> gemessen wird sondern unter einem Laststrom dann kann ich das so> einrichten, dass ich bei 100 µA 8,2 Volt messen kann aber bei 1mA mein> DMM eine Tiefentladung anzeigen würde....und bei 50mA gar nichts> mehr,Akku tot. Du machst die Entladeschlussspannung zu einer variablen> die sie nicht sein sollte. Da gehört einfach fürs Datenblatt ein fixer> Strom her bei dem dann auch die 8V fix sind.
Du brauchst nicht "schnippelig" zu reagieren, wenn Axel Schwenke an die
Logik appelliert.
Die ist nämlich sowohl sprachlich, als auch technisch in sich schlüssig!
:)
Und Du befindest Dich gründlich im Irrtum mit Deiner Annahme, A.S. hätte
die Entladeschluß-Spannung als variable Größe bezeichnet.
Denn das tat er definitiv NICHT.
Weiterhin befindest Du Dich ebenfalls im Irrtum, daß da im Datenblatt
ein "fixer Strom" hermüsse.
Nimm bitte einfach zur Kenntnis, daß die SPANNUNG eines Akkus der
Fixpunkt für den (normalen/"akkuschonenden") Entladeschluß ist. ;)
Vgl. dazu den Fachbegriff - ist da etwa von Strom die Rede??
herbert schrieb:> Wenn die Entladeschlussspannung nicht im Leerlauf> gemessen wird sondern unter einem Laststrom dann kann ich das so> einrichten, dass ich bei 100 µA 8,2 Volt messen kann aber bei 1mA mein> DMM eine Tiefentladung anzeigen würde....und bei 50mA gar nichts> mehr,Akku tot.
Ich denke, da bringst Du etwas durcheinander und will versuchen, den
gordischen Knoten in Deinem Hirn zu durchtrennen. :)
Nehmen wir z.B. einen Bleiakku in einem (stehenden) KFZ her, das
angelassen werden soll.
Es ist Winter (arschkalt), der Motor nicht mehr gerade der beste (laue
Kompression), aber der Akku wurde frisch aufgeladen und eingebaut.
Glaubst Du im Ernst, daß da bei der Entladung des Akkus irgendjemand die
Entladeschluß-Spannung oder der Innen-Widerstand des Akkus oder
irgendwelche C-Werte interessieren??
Nein; denn es geht nur darum, daß die Karre anspringt.
Also wird "georgelt" und georgelt, bis der Karrn endlich anspringt.
Was meinst Du, was Du dabei bzgl. Entladeschluß-Spannung feststellen
könntest, wenn Du an dem Akku per DMM die Spannung messen würdest?
Was meinst Du ferner, wenn Du den Anlaß-Vorgang bei 10,5 V abbrechen
würdest?
Bedenk dabei bitte, daß Anlasser (je nach Größe und Zustand von ihm)
weit mehr als 200 A Strom ziehen.
Was also würde mit der Klemmenspannung des Akkus geschehen, wenn bei
10,5 V der Anlaß-Vorgang abgebrochen werden würde?
Würde dann die Spannung des Akkus bei 10,5 V verharren?
Bedenk dabei bitte, daß Spannung UND Stromfluß untrennbar miteinander
verknüpft sind.
Du weißt doch, daß Klemmenspannungen bei Stromanforderungen
"herunterbrechen" wie nichts.
Was geschieht aber mit der Klemmenspannung, wenn die Stromanforderung
"abgeschaltet" wird?
Nichts anderes versuchte Dir A.S. zu verdeutlichen.
Denk mal bitte darüber nach, ob das korrekt ist/war oder nicht.:)
Man kann sich im Irrtum befunden haben.
Niemand "bricht sich einen Zacken aus der Krone", den Irrtum auch
unumwunden zu korrigieren.
Ganz im Gegenteil. :D
MaWin schrieb:> Du bist halt noch nicht erfahren genug.
Quatsch:
Entladeschluß-Spannung ist doch eindeutig genug!
Oder etwa nicht??
Wen interessiert denn dabei der Stromfluß, der bei der ENTLADUNG
stattfindet??
Genauer gesagt ist bei einem ganz bestimmten SPANNUNGS-Punkt auf gut
Deutsch gesagt "der Arsch bzgl. Entladung ab"
Allerdings nur unter der Voraussetzung, daß ein Akku "schonend"
betrieben wird.
Denn es ist keineswegs so, daß man einen Akku nicht auch - weitergehend
bzgl. seines "Hersteller-Spannungs-Limits" - betreiben könnte. :)
Er "schlappt" dann halt zunehmend ab und seine "Lebensdauer" wird bei
wieder aufladbaren Akkus je nach "anormaler" Belastung reduziert.
Was soll's aber??
Akkus sind dazu da, um ganz bestimmte Zielsetzungen realisieren zu
können:
Vgl. das w.o.g. Beispiel => KFZ-Anlassen im Winter.:)
Ich bin Diesel-Fan.
Weil es da (aus meiner Sicht und meinen KFZ's) nur zwei Möglichkeiten
gibt:
1) man hat entweder genug Akku-Kapazitäten "in der Hinterhand" oder
"Anschlepp-KFZ's"
2) der Motor ist kaputt/komplett "fertig"
Im Prinzip eine ganz "einfache Kiste":
Entweder oder.
Analog gilt das auch für Akkus:
Entweder betreibt man sie "schonend" oder holt (notfalls) auch noch das
letzte Quentchen aus ihnen heraus.
Weit unterhalb der Entladeschluß-Spannung.
Denn auch da können sie noch Strom liefern.
Evtl. entscheidenden Strom, um einen Motor im Winter "durchreißen" zu
können. ;)
Axel S. schrieb:> Es gibt nun zwei Gründe, warum der Hersteller eine Entladeschlußspannung> für einen Akku angibt.
Ganz richtig, lieber Axel.
1. Grund: darunter geht der Akku kaputt.
2. Grund: Der Hersteller kann ja nichts anderes angeben, denn weder weiß
er wie viel Strom sein Kunde aus dem Akku entnehmen will noch kann er es
ihm vorschreiben.
Der eine Kunde braucht nur 5 Minuten Strom, aber in großer Höhe, der
andere 5 Stunden, aber in geringer Höhe und trotzdem passt dieser eine
Akku für beide Kunden. Ergo, er kann nur die Spannung angeben, die den
Akku noch nicht schädigt und die kann dann (wie Axel schon sagte) nur
logischer Weise die belastete Zelle sein.
Doch nun zur Praxis. Bei Traktionsbatterien werden in der Regel die
Spannungen in den kurzen Pausen zwischen den Belastungen gemessen.
Klingt jetzt auch komisch, ist aber so. :-)
Also,ich denke,dass der Entladestrom zur Ermittlung der Kapazität
maßgebend für die Entladeschlußspannung ist. Es soll ja auch Leute geben
wie mich die schlechte Erfahrungen mit Automatik Schnelllader haben und
lieber manuell laden.Dafür ist aber ein bekannter Akkuzustand vor dem
laden nötig. Wer ausreichend Kohle hat um alle Daumen lang schlechte
Akkus zu ersetzen dem kann das egal sein. Im übrigen rede ich von NiMh
Akkus schon die ganze Zeit. Die sind im Datenblatt mit 1V pro Zelle als
Entladeschlußspannung angegeben. Es gibt viele Lader, Aldi wird
demnächst eines haben...die entladen vor dem Laden auf Wunsch oder
generell. Wie diese detectieren und zwar korrekt ist mir ein Rätsel.
Auch NiMh sollen einen Memoryeffekt haben wenn auch nicht so deutlich
wie ein Nicad. Es wird viel geschrieben, aber ich bin kein Akkuguru wie
ein Modellbauer der schon fünfzig Jahre extrem damit umgeht und die Vor
und Nachteile sämtlicher Akkutypen im Kopf hat.
Ich messe künftig bei C/10 Entladestrom. Das ist mir jetzt plausibeler
als alles andere.
MaWin schrieb:> Axel S. schrieb:>> Keines der Datenblätter die ich bisher gesehen habe, hat eine Entlade->> schlußspannung in Abhängigkeit vom Strom spezifiziert. Zeigen.>> Du bist halt noch nicht erfahren genug.>> http://www.all-battery.com/datasheet/Data%20sheet%...> sagt 1V unter 1C, 0.9V bei 1C
Ich lese da auf Seite 2:
"2-5.End voltage of discharge 1.0V"
Das Entladen bis 0.9V steht da lediglich unter der Spezifikation der
Kapazität. Es ist sozusagen die Meßanleitung für die Bestimmung der
Akkukapazität bei sehr hohen Entladeströmen (hier: 10A)
> http://www.varta-microbattery.com/applications/mb_...> (0.95V bei 1C, 0.9V bei 2C) bzw. Fig 11 bis 1V/0.95V/0.9V.
Und wieder geht es ausschließlich um die Kapazität bei verschiedenen
Strömen. Noch dazu gibt es keine Tabelle mit konkreten Werten, sondern
nur ein Diagramm. Zu einer belastbaren Angabe kann sich Varta
anscheinend gar nicht durchringen. Denn was soll man als Ingenieur denn
bitte damit anfangen:
"End of Discharge Voltage (VE):
The voltage at the end of discharging is 1.2V to 0.9V per cell,
depending on discharge rate and temperature."
> Panasonic scheint hingegen ein Freund identischer Spannungen zu sein,> die ersten Datenblätter die ich fand waren von denen und hörten alle bei> 1V auf.
Jep. Da haben anscheinend die Ingenieure den Hut auf und nicht die
Marketingabteilung.
Den Angaben von den Batteriehersteller (zumindest im Bereich der
Traktionsbatterien) glaube ich nur noch die Hälfte.
Früher gaben sie mal ca. 2000 Ladezyklen an und heute das doppelte, das
bei viel höherer Plattendichte.
Da steht heute mehr Marketing in deren Angaben, als zuverlässige Daten.
Axel S. schrieb:> Denn was soll man als Ingenieur denn bitte damit anfangen:>> "End of Discharge Voltage (VE):> The voltage at the end of discharging is 1.2V to 0.9V per cell,> depending on discharge rate and temperature."
Lesen und verstehen. Scheint nicht dein Ding zu sein.
F. F. schrieb:> Der eine Kunde braucht nur 5 Minuten Strom, aber in großer Höhe, der> andere 5 Stunden, aber in geringer Höhe und trotzdem passt dieser eine> Akku für beide Kunden. Ergo, er kann nur die Spannung angeben, die den> Akku noch nicht schädigt und die kann dann (wie Axel schon sagte) nur> logischer Weise die belastete Zelle sein.
Natürlich kann ein Hersteller nur die Spannungspunkte angeben, bei denen
Akkus wieder aufzuladen sind, damit sie nicht "geschädigt" werden.
Wobei sich eine evtl. Schädigung letztlich nur als Reduzierung der
möglichen Zyklen auswirkt. ;)
Und jeder Akku ist im Prinzip permanent "belastet", weil er sich auch
dann entlädt, wenn kein externer Verbraucher angeschlossen ist.
F. F. schrieb:> Doch nun zur Praxis. Bei Traktionsbatterien werden in der Regel die> Spannungen in den kurzen Pausen zwischen den Belastungen gemessen.> Klingt jetzt auch komisch, ist aber so. :-)
Klingt für mich nicht komisch, sondern es ist schon sinnvoll, sozusagen
in den "Erholungspausen" des Akkus seine Klemmenspannung zu messen.
In der Praxis wird man dabei dann wohl zwangsläufig im Bereich der
Entladeschlußspannung "herumnudeln".
Weißt Du, ob man dabei den relevanten "Spannungs-Fixpunkt" (für die
Wiederaufladung) sicherheitshalber etwas höher ansetzt?
F. F. schrieb:> Den Angaben von den Batteriehersteller (zumindest im Bereich der> Traktionsbatterien) glaube ich nur noch die Hälfte.> Früher gaben sie mal ca. 2000 Ladezyklen an und heute das doppelte, das> bei viel höherer Plattendichte.> Da steht heute mehr Marketing in deren Angaben, als zuverlässige Daten.
Ich denke, das kann man so nicht generalisieren, weil es ja legitim ist,
Zyklen-Anzahlen unter der Voraussetzung anzugeben, daß Akkus sachgerecht
"behandelt" werden.
Daraus wird auch kein Geheimnis gemacht.
Schau Dir dazu mal hier unter S.4 bei "Kapazität" den 2. Abs. an.
http://www.elweb.info/projekte/dieterwerner/AKKU1A1.pdf
Fraglich ist da schon eher, wer nur zu 70 % entlädt, also bis 11,3 V
beim 12 V-Nassakku.
Denn meist orientiert man sich (wenn überhaupt) an der max.
Entladeschlußspannung mit 1,75 V je Zelle, also 10,5 V.
Die "kostet" aber bereits Zyklen. ;)
herbert schrieb:> Also,ich denke,dass der Entladestrom zur Ermittlung der Kapazität> maßgebend für die Entladeschlußspannung ist.
Irgendwie scheinst Du mir beratungsresistent zu sein. :)
Nochmal:
Die Entladeschlußspannung ist (je nach Akku) ein Spannungspunkt, bei dem
ein Akku wieder aufgeladen werden sollte, damit er möglichst viele
Zyklen "erleben" kann.
Der Entladestrom hat nur insoweit Bedeutung, als je nach seiner Höhe
(ausgehend von einem voll geladenen Akku) dieser Spannungspunkt mehr
oder weniger schnell erreicht wird.
Erreicht wird er aber immer, weil sich ein Akku (auch ohne
angechlossenen Verbraucher) entlädt.
Die Spannung kannst Du unter jedweder Art von Belastung eines Akkus
messen.
Am besten direkt an seinen Klemmen.
Ist die Entladeschlußspannung erreicht, ist Aufladung des Akkus
"angesagt".
herbert schrieb:> Im übrigen rede ich von NiMh> Akkus schon die ganze Zeit. Die sind im Datenblatt mit 1V pro Zelle als> Entladeschlußspannung angegeben.
Bzgl. der 1 V je Zelle bist Du wohl am besten beraten, das genauer zu
klären.
Falls es sich dabei um die max. Entladeschlußspannung handelt, dürfte
auch die bei NiMh-Akkus bereits Zyklen "kosten".
(Weiß ich aber nicht so genau - diesbzgl. Klärung ist Dein Job. :D )
herbert schrieb:> Es gibt viele Lader, Aldi wird> demnächst eines haben...die entladen vor dem Laden auf Wunsch oder> generell.
Welchen Sinn sollte eine Entladung haben??
L. H. schrieb:> Weißt Du, ob man dabei den relevanten "Spannungs-Fixpunkt" (für die> Wiederaufladung) sicherheitshalber etwas höher ansetzt?
Ja, das kann ich bestätigen. Bei fast allen Entladeanzeigern oder in den
Fahrzeugparametern ist die Zelle mit 1,92V bis 1,94V als leer anzusehen.
Wie genau bei uns gemessen wird, das kann und dürfte ich sicher auch
nicht sagen.
L. H. schrieb:> Ich denke, das kann man so nicht generalisieren,
Doch das kann ich, denn ich schrieb ja, wenn auch in Klammern, "bei
Traktionsbatterien" und da habe ich auch die entsprechende
Langzeiterfahrung. Mittlerweile bin ich im 28 Jahr in diesem Job.
Bei dreischichtigem Betrieb halten die Batterien nur selten länger als
vier Jahre. Üblicherweise halten sie zwischen zwei und drei Jahren.
Gehen wir von 270 Ladungen im Jahr, bei einschichtigem Betrieb aus, da
hielten die Batterien auch in der Regel 7-9 Jahre, heute ist oft nach
sechs Jahren Schluss.
F. F. schrieb:> Bei dreischichtigem Betrieb halten die Batterien nur selten länger als> vier Jahre. Üblicherweise halten sie zwischen zwei und drei Jahren.> Gehen wir von 270 Ladungen im Jahr, bei einschichtigem Betrieb aus, da> hielten die Batterien auch in der Regel 7-9 Jahre, heute ist oft nach> sechs Jahren Schluss.
Mir war schon klar, daß Du von Traktionsbatterien sprachst.
Also solchen, die großzügigere Sumpfräume als die sonst gebräuchlichen
KFZ-Akkus haben.
Deine Erfahrungen müssen aber auch Gründe haben; denn ich kann mir
offengestanden nicht so recht vorstellen, daß sich Hersteller
irgendwelche Zyklen einfach so "aus den Rippen schwitzen".
W.o. sprachst Du von den (früheren) ca. 2000 Zyklen.
Was stimmig ist mit den ca. 8 Jahren "Lebensdauer" bei 270 Ladungen/a.
Du sprachst auch von der Verdoppelung der Zyklen-Angabe bei höherer
Plattendichte, was auf Anhieb plausibel zu sein scheint.
Aber nicht in Übereinstimmung mit Deinen Erfahrungen steht, die
zweifelsfrei sind. :)
Die (rein technischen) Gründe, warum heute nach sechs Jahren Schluß ist,
interessieren mich.
V.a. deshalb, weil da eine enorme Diskrepanz zwischen
"Hersteller-Versprechungen" (4000 Zyklen) und der Realität besteht.
Was meinst Du, welche Gründe in Frage kommen könnten?
Aus meiner (laienhaften Sicht bzgl. Traktionsakkus) führt eine Erhöhung
der Plattendichte unmittelbar zu einer Kapazitätserhöhung, die im
Umkehrschluß lediglich die Zeitintervalle der (notwendigen) Aufladungen
"ausdehnt".
Die Erhöhung der Plattendichte führt aber offensichtlich nach Deinen
Erfahrungen NICHT zu einer Erhöhung der Zyklen.
Könnte es sein, daß die Erhöhung der Plattendichte auch zu einer
Erhöhung der abbröselnden Partikel in die Sumpfräume führt?
Und dadurch dann (verfrüht) genau das geschieht, was auch in üblichen
KFZ-Akkus so abläuft?
Nämlich ein interner Kurzschluß in Einzelzellen (durch die gen.
Partikel)?
Wodurch dann der gesamte Akku auf Sicht gesehen "zusammenbricht".
L. H. schrieb:> Die Entladeschlußspannung ist (je nach Akku) ein Spannungspunkt, bei dem> ein Akku wieder aufgeladen werden sollte, damit er möglichst viele> Zyklen "erleben" kann.
Richtig! Deswegen will ich keinen Akku laden nur weil er auf Grund einer
hohen Stromentnahme schon die Entladeschlußspannung bekommt. Sich an der
Leerlauf spannung zu orientieren macht auch keinen Sinn, weil wenn ich
die dann mit 5mA belaste der Akku in den Bereich rutscht den man
Tiefentladen nennt. Ergo ist ein Nennentladestrom unverzichtbar um
näherungweise einen idealen Leerzustand zu finden.Ich lade nicht
automatisch sondern manuell über Strom und Zeit.Überladen will ich auch
nicht und zweidrittelladen vor lauter Angst auch nicht. Nicad und NiMh
veringern ihre Kapazität wenn man ständig teilladen tut. Der eine mehr
der andere weniger. Im übrigen kann man ja auch an der Klemmenspannung
bei einer definierten Last den Entladegrad einschätzen. Ist der
Enladestrom sehr hoch ,dann erreiche ich meine 8Volt Akkuleerspannung
schneller obwohl er da noch nicht leer ist wie man sehen kann wenn man
den Strom veringert. Zur Schlußspannung gehört ein Strom.Da kannst dich
aufhängen.Im übrigen habe ich dieses Problem für mich schon
zufriedenstellend geklärt. Ich bin zufrieden!
L. H. schrieb:> Du sprachst auch von der Verdoppelung der Zyklen-Angabe bei höherer> Plattendichte, was auf Anhieb plausibel zu sein scheint.
Nein, eben nicht. Es werden immer höhere Kapazitäten verlangt, das aber
auf gleichem Raum wie früher, also sind die Patten Dichter zusammen und
so bleibt weniger Raum für die Ablagerungen.
>> Aber nicht in Übereinstimmung mit Deinen Erfahrungen steht, die> zweifelsfrei sind. :)>> Die (rein technischen) Gründe, warum heute nach sechs Jahren Schluß ist,> interessieren mich.
Siehe oben.
> V.a. deshalb, weil da eine enorme Diskrepanz zwischen> "Hersteller-Versprechungen" (4000 Zyklen) und der Realität besteht.
Dazu muss man wissen, dass es schon immer einen heftigen Preiskampf
zwischen den großen Herstellern gab.
Ein fiktives Beispiel: Damals kostete eine Batterie 30000 DM, aber bei
großen Kunden wurde über 70% Rabatt gegeben.
Vor ca. 20 Jahren wurde das zunächst bereinigt und die Preise lagen dann
bei ca. 20000 DM für die gleiche Batterie.
Heute kostet diese Batterie, aber mit 30% mehr Kapazität, ca. 5000€.
Die Zahlen stimmen in ungefähr.
Wenn du nun die Preise vergleichst, dann wird dir schnell klar wieso die
nicht mehr so lange halten (dürfen).
F. F. schrieb:> Dazu muss man wissen, dass es schon immer einen heftigen Preiskampf> zwischen den großen Herstellern gab.> Ein fiktives Beispiel: Damals kostete eine Batterie 30000 DM, aber bei> großen Kunden wurde über 70% Rabatt gegeben.> Vor ca. 20 Jahren wurde das zunächst bereinigt und die Preise lagen dann> bei ca. 20000 DM für die gleiche Batterie.> Heute kostet diese Batterie, aber mit 30% mehr Kapazität, ca. 5000€.> Die Zahlen stimmen in ungefähr.> Wenn du nun die Preise vergleichst, dann wird dir schnell klar wieso die> nicht mehr so lange halten (dürfen).
Ne, verstehe ich nicht.
Da grosse Kunden den Löwenanteil des Umsatzes aus machen, bekam der
Hersteller damals für eine Batterie also 9000 DM, somit 4500 EUR.
Heute bekommt er 5000 EUR, also etwas mehr und in der Summe aller
Kunden dasselbe, und liefert drastisch schlechtere Qualität ?
Wer wird hier verarscht ?
Die 30000DM waren vor 30 Jahren.
Etwas Preissteigerung dürfte es da schon gegeben haben und da mit dem
Euro nur das Zeichen hinter der Zahl geändert wurde (bei nahezu allen
technischen Artikeln), dürfte doch klar sein, dass die Batterien nur
noch einen Bruchteil kosten.
Was ich vergaß zu schreiben, der große Kunde zahlt 5000€ und der ohne
Rabatt ungefähr 1000€ mehr.
F. F. schrieb:> und da mit dem> Euro nur das Zeichen hinter der Zahl geändert wurde (bei nahezu allen> technischen Artikeln),
Nö.
Inflationsbereinigt werden fast alle Artikel billiger, sogar Rohstoffe,
teils drastisch billiger, das ist begründet durch rationellere
Produktion bzw. Förderung und Weiterverarbeitung und dadurch steigenden
Wohlstand.
Nur in der Gastronomie hat man das Euro-Zeichen getauscht. Die hat sich
damit ja auch ins AUS geschossen, die gastronomische Landschaft ist
heute komplett anders als vor 2000, keiner geht mehr jeden Abend zum
Feierabendbier in die Schenke, er kommt höchstens noch am Wochenende.
Oh MaWin, wie lange bist du schon in Rente?
Aber davon ab, selbst eine offizielle Studie der Bundesregierung (schon
ne Weile her) hat das bestätigt. Nur ein Beispiel: in der ersten Woche
nach der Umstellung war ein Gurtpolster sogar teurer als noch ein paar
Tage vor der Umstellung.
Aber egal. Ich berichte ja nur was ich beobachte und das kann ja nur
meine subjektive Meinung wiederspiegeln.
herbert schrieb:>> Die Entladeschlußspannung ist (je nach Akku) ein Spannungspunkt, bei dem>> ein Akku wieder aufgeladen werden sollte, damit er möglichst viele>> Zyklen "erleben" kann.>> Richtig! Deswegen will ich keinen Akku laden nur weil er auf Grund einer> hohen Stromentnahme schon die Entladeschlußspannung bekommt.
Meinst Du denn, es macht einen Unterschied, ob Du nun die
Entladeschlußspannung durch hohe oder geringe (z.B. Selbstentladung)
Stromentnahme erreichst??
Ich denke, bei Unterschreitung von ihr besteht da kein qualitativer
Unterschied:
Geht jedenfalls zu Lasten der Lebensdauer des Akkus.
herbert schrieb:> Sich an der> Leerlauf spannung zu orientieren macht auch keinen Sinn, weil wenn ich> die dann mit 5mA belaste der Akku in den Bereich rutscht den man> Tiefentladen nennt. Ergo ist ein Nennentladestrom unverzichtbar um> näherungweise einen idealen Leerzustand zu finden.
Die Argumentation ist m.E. nicht schlüssig.
Was redest Du da jetzt auf einmal von einem "idealen Leerzustand", der
einen "Nennentladestrom" erfordere, daher??
Nichts anders ist doch die Entladeschlußspannung, die signalisiert, daß
Wiederaufladung "angesagt" ist, wenn man die Lebensdauer des Akkus
maximieren will.
herbert schrieb:> Zur Schlußspannung gehört ein Strom.Da kannst dich> aufhängen.Im übrigen habe ich dieses Problem für mich schon> zufriedenstellend geklärt. Ich bin zufrieden!
Ja - zur Erreichung der Entladeschlußspannung ist ein Stromfluß
erforderlich.
Der aber IMMER vorhanden ist.;)
Laß doch bitte mal hören, wie Du das Problem gelöst hast.:)