Mich würde mal interessieren, wie ein ideales Verhalten während
Umstrukturierungen aussieht aus Sicht unserer Fachexperten.
In diesem Fall in einem mittelständischen Unternehmen (500 - 1.000 MA)
(in dem nun eine ganze Hierarchie-Ebene wegfällt).
Es ist ja so, dass ab dem Zeitpunkt, in dem die neue Struktur in Kraft
ist, fast kein neuer Prozess vereinbart ist (was logisch ist).
Die Projekte laufen aber weiter (werden gefühlt aber ein gutes Stück
langsamer, weil die Leute verunsichert sind). Sie sollen aber schneller
werden, weil die Zielvorgaben bereits 2016 gerissen wurden.
Einfach gesagt: Am besten würde man die Füße still halten und gerade so
viel machen, dass man mit schwimmt.
Aus eigener Erfahrung heraus ist in diesen Zeiten kaum was fertig
geworden, die Zuarbeit geht zurück weil die Leute wechseln bzw. eher
abwarten was nun kommt (alte Aufgaben müssen übergeben werden, die neuen
Aufgaben kommen parallel dazu).
Die Umstrukturierung besteht bei uns im Wesentlichen nicht aus der
Zuordnung ganzer Org.-Einheiten zu anderen Bereichen sondern eher aus
ganz neuen Strukturen, und mit überwiegend neuen Vorgesetzten (zumind.
im Technikbereich).
Danilo schrieb:> überwiegend neuen Vorgesetzten
Dann lass dir mal von deinem Noch-Vorgesetzten ganz schnell
ein Zwischen-Arbeitszeugnis geben. Der neue Boss kann dich
ja in kurzer Zeit nicht beurteilen. Was Umstrukturierungen angeht,
kann man nur mit seinem Arbeitsplatz als Verhandlungsargument
kommen, ansonsten wird man kuschen müssen.
Danilo schrieb:> Mich würde mal interessieren, wie ein ideales Verhalten während> Umstrukturierungen aussieht aus Sicht unserer Fachexperten.
In der Umstrukturierungs-Phase gilt das gleiche wie sonst auch:
1. Fähig sein und den Job ordentlich machen
2. In Projekten arbeiten, die fürs Unternehmen bedeutsam sind - d.h.
Geld bringen oder von strategischer Bedeutung sind. (IT-Service, Testen
und Kunden-Support kosten nur Geld, da muss man schnellstens weg)
3. konstruktiv, sachlich und nur in Ausnahmefällen kritisch sein
> Mich würde mal interessieren, wie ein ideales Verhalten während> Umstrukturierungen aussieht
Die Gelegenheit nutzen und den Lebenslauf überarbeiten. Vorsorglich ein
paar Bewerbungen versenden.
Nach der Umstrukturierung ist vor der Umstrukturierung. Manche Firmen
geraten regelrecht in eine Umstrukturierungs-Sucht. Da will man nicht
dabei sein.
> (in dem nun eine ganze Hierarchie-Ebene wegfällt).
Du weißt was das für die Zukunft bedeutet? Der Kampf um die
Management-Jobs wird härter, weil es weniger Positionen gibt.
Auch wenn du selber nicht an einer Management-Position interessiert bist
kannst du davon betroffen sein. Heute noch netten Kollegen fahren
plötzlich die Ellenbogen aus um eine der selteneren Positionen zu
bekommen.
Danilo schrieb:> Mich würde mal interessieren, wie ein ideales Verhalten während> Umstrukturierungen aussieht aus Sicht unserer Fachexperten.
Bewerbungen verschicken ;)
Danilo schrieb:> Mich würde mal interessieren, wie ein ideales Verhalten während> Umstrukturierungen aussieht aus Sicht unserer Fachexperten.
Bei uns ist es auch im Gange. Nur das Unternehmen ist größer (>5000MA,
weltweit).
Neue Stellenbeschreibung mit 90% andere Tätigkeit als zuvor. Ich
benötige noch diverse Zusatzqualis, die der AG finanziert. Den ganzen
Schwung nehme ich mit, schreibe aber schon mal Bewerbungen. Nicht nur
der AG kann den AN ausbeuten, anders herum geht es auch.
Mein Chef (neuer = alter) hat nur etwas geguckt, als ich eine
Zwischenzeugnis verlangt habe. Ich habs begründet: Neuer Job, dann doch
bitte ein Zeugnis über den alten.
Der neue Job macht z.Zt. Spaß, ist aber nicht die Richtung, die mir
vorschwebt.
Also: Füße stillhalten und mitnehmen, was sich anbietet und sich auf dem
Markt umsehen.
Danilo schrieb:> Mich würde mal interessieren, wie ein ideales Verhalten während> Umstrukturierungen aussieht aus Sicht unserer Fachexperten.
Nichts wie weg!
Heinz schrieb:> In der Umstrukturierungs-Phase gilt das gleiche wie sonst auch:>> 1. Fähig sein und den Job ordentlich machen>> 2. In Projekten arbeiten, die fürs Unternehmen bedeutsam sind - d.h.> Geld bringen oder von strategischer Bedeutung sind. (IT-Service, Testen> und Kunden-Support kosten nur Geld, da muss man schnellstens weg)>> 3. konstruktiv, sachlich und nur in Ausnahmefällen kritisch sein
Genauso mache ich es auch. Am besten produktiv sein und dem alten (und
ggf. dem neuen) VG Erfolge liefern. Das brauchen die am meisten.
Ich habe allerdings (AÜG) eine noch andere Position, die es ggf.
schwierig macht.
Habe mir leider allerdings schon kleine Schrammen geholt, weil ein
ehemaliger Kollege was brauchte (dessen Dringlichkeit ich nicht
abschätzen konnte) und ich den (nach Absprache mit meinem "Teamleiter")
bat die Aufgabe bisschen näher zu beschreiben (schriftlich) um klären zu
können, ob, wer das wann überhaupt machen kann in meiner neuen
Org.-Einheit.
Für mich eigentlich ein kluges Vorgehen meinerseits (es ist allerdings
ein bundeseigenes Unternehmen in dem die Uhren offenbar ganz anders
ticken- wenn überhaupt nachgedacht wird).
Ich hätte den Vorgang einfach in die Ablage P legen sollen, was mir
widerstrebt, weil ich den Ehrgeiz habe Ergebnisse für das Team bringen
zu wollen. Ich kann sowas nicht verschnarchen.
Es gibt ja in diesen Zeiten immer Sachen die die alten nicht mehr machen
(können) und die Neuen es auch noch nicht machen. Das wird dann ggf.
gefährlich, weil es liegen bleibt.
Wie wichtig die Sache ist weiß ich nicht es taucht zum Protokoll dieses
Projekts gar nicht auf(wie vieles andere was ich da zuarbeite).
Sebastian H. schrieb:> Füße stillhalten und abwarten. Nicht freiwillig gehen weil gut möglich> das man im Zuge der Umstrukturierung ein nettes Abfindungspaket> abstauben kann.
Ich weiß nicht wie hier der Eindruck entstand, dass ich als AÜG'ler ne
gute Abfindung bekommen könnte?
Wir kriegen gar nix, evtl. noch das Equal-Pay, wobei ich das auch bald
ins Reich der Fabeln verweise.
Trotzdem danke für die Rückmeldungen.
Die Frage ging auch eher in die Richtung:
Berichte ich halboffensiv über Erfolge, die ich für's (neue bzw. alte)
Team erreicht habe oder macht man eher den Wegducker.
Der neue "AL" (die Position gibt's so nicht mehr) will ja auch wissen,
wer eher belastbar ist oder Mitläufer oder eher Unternehmensbewohner.
Wenn der mit den alten Vorgesetzten kaum mehr spricht (evtl. weil die
auch wg. der Degradierung frustriert sind) erfährt er ja auch nix.
Danilo schrieb:> Die Frage ging auch eher in die Richtung:> Berichte ich halboffensiv über Erfolge, die ich für's (neue bzw. alte)> Team erreicht habe oder macht man eher den Wegducker.
Tipps:
1. Über erfolge des eigenen Teams berichten
2. "Geheimwissen" anhäufen.
3. Bewerbungen schreiben, auch bei der direkten Konkurenz
> Ich weiß nicht wie hier der Eindruck entstand, dass ich als AÜG'ler ne> gute Abfindung bekommen könnte?
Dazu mußt du wohl erst mal eine Festanstellung in die Firma hinbekommen?
> Wir kriegen gar nix, evtl. noch das Equal-Pay, wobei ich das auch bald> ins Reich der Fabeln verweise.
ist ja richtig "anspornend" und "motivierend" solche rosigen Aussichten?
> Trotzdem danke für die Rückmeldungen.
Es kann sich halt nicht jeder in deine prekären Umstände reindenken?
> Die Frage ging auch eher in die Richtung:> Berichte ich halboffensiv über Erfolge, die ich für's (neue bzw. alte)> Team erreicht habe oder macht man eher den Wegducker.
Was hast du dort eigentlich zu melden, außer der Fertigmeldung deiner
Arbeit?
> Der neue "AL" (die Position gibt's so nicht mehr) will ja auch wissen,> wer eher belastbar ist oder Mitläufer oder eher Unternehmensbewohner.> Wenn der mit den alten Vorgesetzten kaum mehr spricht (evtl. weil die> auch wg. der Degradierung frustriert sind) erfährt er ja auch nix.
Was spielt das in deiner Position für eine so große Rolle, als
LuZ-Kraft?
sich bei der Konkurrenz bewerben macht keinen Sinn. Die nehmen einen nur
für billig. Generell ist bewerben schlecht. Die sehen dann, dass Du
MUSST und bieten nichts. Da geht nämlich die Schnäppchenjagt los.
Wichtig ist, bei den ersten zu sein, bevor es in der Branche rum ist.
Ich habe das auch mal verpasst, dann aber ausgeharrt und einen besseren
Posten bekommen, von dem aus Ich dann abspringen konnte.
Bei der Konkurrenz bewirbt man sich nur, wenn man die eigene Firma in
Verruf bringen will um ihr zu schaden und Details im 4-Augen-Gespräch
ausplaudern möchte.
Niemand schrieb:>> Wir kriegen gar nix, evtl. noch das Equal-Pay, wobei ich das auch bald>> ins Reich der Fabeln verweise.> ist ja richtig "anspornend" und "motivierend" solche rosigen Aussichten?>>> Trotzdem danke für die Rückmeldungen.> Es kann sich halt nicht jeder in deine prekären Umstände reindenken?>>> Die Frage ging auch eher in die Richtung:>> Berichte ich halboffensiv über Erfolge, die ich für's (neue bzw. alte)>> Team erreicht habe oder macht man eher den Wegducker.> Was hast du dort eigentlich zu melden, außer der Fertigmeldung deiner> Arbeit?
Umstrukturierungen, Aufkäufe durch ausl. Firmen können Dir auch noch
blühen. Deshalb nicht zu hoch auf das Roß setzen.
Ne Konkurrenzfirma für uns sehe ich weit und breit nicht. So langsam wie
wir die Projekte abwickeln, da will keiner mit verglichen werden.
Hannes J. schrieb:> Nach der Umstrukturierung ist vor der Umstrukturierung. Manche Firmen> geraten regelrecht in eine Umstrukturierungs-Sucht. Da will man nicht> dabei sein.
Umstrukturierungen müssen manchmal sein, um Grafschaften zu eliminieren
und langfristig gemeinsamen Erfolg sicher zu stellen.
Es ist nicht gut, wenn sich einzelne an ihren Erfolgen festklammern.
Auch die Einbahnstraße in immer nur die gleiche Richtung - nach oben -
ist nicht mehr zeitgemäß. Die Zeiten des Wirtschaftswunders sind vorbei.
Bunt, abwechslungsreich und bidirektional ist die Karriere im modernen
Unternehmen. Da kann das Individuum auch mal etwas verlieren. Das lehrt
Solidarität.
Die Komfortzone verlassen schrieb:> Hannes J. schrieb:>> Nach der Umstrukturierung ist vor der Umstrukturierung. Manche Firmen>> geraten regelrecht in eine Umstrukturierungs-Sucht. Da will man nicht>> dabei sein.>> Umstrukturierungen müssen manchmal sein, um Grafschaften zu eliminieren> und langfristig gemeinsamen Erfolg sicher zu stellen.> Es ist nicht gut, wenn sich einzelne an ihren Erfolgen festklammern.> Auch die Einbahnstraße in immer nur die gleiche Richtung - nach oben -> ist nicht mehr zeitgemäß. Die Zeiten des Wirtschaftswunders sind vorbei.> Bunt, abwechslungsreich und bidirektional ist die Karriere im modernen> Unternehmen. Da kann das Individuum auch mal etwas verlieren. Das lehrt> Solidarität.
Aus welchem verfickten BWLer Buzzword-Bingo Handbuch hast du denn diesen
Text? Glaubst du selber was du schreibst?
Hannes J. schrieb:> Aus welchem verfickten BWLer Buzzword-Bingo Handbuch hast du denn diesen> Text?
Rhetorik macht den Angestellten wütend, ist er ihr doch ausgeliefert.
Die Komfortzone verlassen schrieb:> Umstrukturierungen müssen manchmal sein,
Es gehört zur "Salamitaktik" scheibchenweise auszugliedern und die
ungeliebten Teile zu verkaufen oder zu beerdigen. Hinterher merkt dann
mancher Manager, daß man eine verkaufte Kuh nicht mehr melken kann. Wenn
ein Bauer seine beste Kuh verkauft, ist er ein Esel. Macht es es
Manager, so war es eine "strategische Entscheidung" und er bekommt einen
Bonus?
Die Komfortzone verlassen schrieb:> Rhetorik macht den Angestellten wütend, ist er ihr doch ausgeliefert.
Und quittiert das mit einer Leistung unter seinen Möglichkeiten.
Ob beabsichtigt oder nicht...
Susi Sorglos schrieb:> Hinterher merkt dann mancher Manager, daß man eine verkaufte Kuh nicht> mehr melken kann. Wenn ein Bauer seine beste Kuh verkauft, ist er ein> Esel.
Nicht so schlimm. Holst du dir vom Zuchtbetrieb eben eine neue Kuh.
Bisschen Kraftfutter ("Poweronboarding") und schon gibt die neue Kuh
frische, gute Landmilch.
Hannes J. schrieb:> Aus welchem verfickten BWLer Buzzword-Bingo Handbuch hast du denn diesen> Text? Glaubst du selber was du schreibst?
Danke für den Lacher, so eine ähnliche Frage habe ich mich auch
gestellt. :-)
Zum Glück bin ich von Umstrukturierungen bisher weitgehend verschont
geblieben.
Die Komfortzone verlassen schrieb:> Umstrukturierungen müssen manchmal sein, um Grafschaften zu eliminieren> und langfristig gemeinsamen Erfolg sicher zu stellen.> Es ist nicht gut, wenn sich einzelne an ihren Erfolgen festklammern.> Auch die Einbahnstraße in immer nur die gleiche Richtung - nach oben -> ist nicht mehr zeitgemäß. Die Zeiten des Wirtschaftswunders sind vorbei.> Bunt, abwechslungsreich und bidirektional ist die Karriere im modernen> Unternehmen. Da kann das Individuum auch mal etwas verlieren. Das lehrt> Solidarität.
Das ist zwar richtig, doch darf muß man seine strategischen Assets auf
dem Schirm behalten und darf den shareholder value deswegen nicht
allzusehr über den Cashflow hebeln. Auch müssen die Synergieefekte durch
neue Aufstellung gegen die Opportunitätskosten abgewogen werden,
wenngleich man Rückstellungen für Übergangskosten nicht mit Kosten
verwechseln darf.
Momentane Verunsicherung bei den human resources ist zu erwarten, läßt
sich aber durch eine zweigleisige Strategie kompensieren, nämlich zum
einen Führungsstärke, zum anderen aber auch Motivations-Schulungen. Das
muß aber auch klar kommuniziert werden, damit die Ausrichtung auf die
Unternehmenswerte funktioniert, und das geht eben nur, wenn man auch in
der Breite strategisch richtig aufgestellt ist.
Qwertz schrieb:> Zum Glück bin ich von Umstrukturierungen bisher weitgehend verschont> geblieben.
Naja seit wann bist du dabei?
Siemens AG, Wernerwerk für medizinische Technik
Siemens Unternehmensbereich Medizintechnik
Siemens Medical Solutions
Siemens Sector Healthcare
Siemens Healthcare (Siemens Healthineers)
Und wie oft hat sich deine Abteilungsnomenklatur schon geändert? :)
Nop schrieb:> strategischen Assets> shareholder value> über den Cashflow hebeln> Synergieefekte> Opportunitätskosten> Momentane Verunsicherung bei den human resources> durch eine zweigleisige Strategie kompensieren> Führungsstärke, zum anderen aber auch Motivations-Schulungen> klar kommuniziert> in> der Breite strategisch richtig aufgestellt
Daß Du beim Verfassen dieses Ergusses nicht vor Lachen umgekommen bist,
ist eigentlich nur schwer zu verstehen.
:)
Nop schrieb:> läßt> sich aber durch eine zweigleisige Strategie kompensieren, nämlich zum> einen Führungsstärke, zum anderen aber auch Motivations-Schulungen.
ROFL.
Welches Buch muss ich kaufen, um meine Phraseology im Hinblick auf
Akzeptanz in Führungskreisen zu optimieren?
Letzter anwesender Entwickler schrieb:> Wer macht jetzt mein Ticket zu? Kann das hier noch jemand? Zu> welchem Expert Competence Center muss ich da hin?
Als modernes Unternehmen hat man hoffentlich erkannt, welche Tätigkeiten
zum Kerngeschäft gehören. Hinsichtlich niederer Entwicklertätigkeiten
hat man sich doch hoffentlich frühzeitig für die "Buy"-Option
entschieden.
Man muss doch auch wissen, wo man im Markt steht. Und Innovation
generiert man NUR durch ein Maximalmaß an Verwaltung. Denn - wer
verwaltet, der hat Opportunities to grow! Think big. Very very big. Big,
bigger, am Biggsten.
Wir nennen das "Lean".
Make or Buy schrieb:> Wir nennen das "Lean"
Am leanesten wird es, wenn man die Verwaltung dann auch noch outsourced.
Mal Spaß beiseite, ich habe solche Vögel wirklich schon erlebt.
Gerade mal mit dem BWL Studium fertig, die total supi-dupi Produktidee,
aber keine Ahnung, wie man das jetzt plant, finanziert, baut und
vermarktet.
Dafür suchen sie einen Partner AKA Depp. Das schöne Geld soll natürlich
am Ende zu ihnen kommen.
Joe F. schrieb:> Gerade mal mit dem BWL Studium fertig, die total supi-dupi Produktidee,> aber keine Ahnung, wie man das jetzt plant, finanziert, baut und> vermarktet.
Es wäre totaler Wahnsinn, ohne einer 17-stufigen Hierarchie einfach mit
der Arbeit zu beginnen und ein hochwertiges und brauchbares Produkt zu
entwickeln. Prozessorpipelines werden nicht ohne Grund immer tiefer.
Wer das versucht, der hat wirklich nichts von Lean verstanden. Schon mal
was vom Vacuum Management Model gehört?
Faustregel: Für einen, der die Arbeit macht brauchst du sieben, die ihm
sagen dass er alles falsch macht und fünf, die ihm erklären wie er sein
eigenes Produkt zu nutzen hat. Fachbegriff: Maximum Steakholder Value.
Abradolf L. schrieb:> Und wie oft hat sich deine Abteilungsnomenklatur schon geändert? :)
Ach, Abteilungsnamen sind doch nur Schall und Rauch, die kümmern mich
nicht. Ab und zu wird die E-Mail Signatur automatisch per Anmeldeskript
angepasst, das war's. ;-)
Solange es mir nicht selbst an den Pelzkragen geht, sind mir diese
Management-Spielereien egal, da bin ich schmerzfrei.
Joe F. schrieb:> Am leanesten wird es, wenn man die Verwaltung dann auch noch outsourced.
Mit Parkinson's Law kannst du im Voraus berechnen, wie stark die
Verwaltung wachsen wird - unabhängig von der tatsächlichen Arbeit.
Praktisch...
Nop schrieb:> Das ist zwar richtig, doch darf muß man seine strategischen Assets auf> dem Schirm behalten und darf den shareholder value deswegen nicht> allzusehr über den Cashflow hebeln. Auch müssen die Synergieefekte durch> neue Aufstellung gegen die Opportunitätskosten abgewogen werden,> wenngleich man Rückstellungen für Übergangskosten nicht mit Kosten> verwechseln darf.>> Momentane Verunsicherung bei den human resources ist zu erwarten, läßt> sich aber durch eine zweigleisige Strategie kompensieren, nämlich zum> einen Führungsstärke, zum anderen aber auch Motivations-Schulungen. Das> muß aber auch klar kommuniziert werden, damit die Ausrichtung auf die> Unternehmenswerte funktioniert, und das geht eben nur, wenn man auch in> der Breite strategisch richtig aufgestellt ist.
Ihr Text: 798 Zeichen, 107 Wörter
Bullshit-Index :0.67
Sie müssen PR-Profi, Politiker, Unternehmensberater oder
Universitätsprofessor sein! Sollten Sie eine echte Botschaft
transportieren wollen, so erscheint es fraglich, ob diese Ihre Leser
auch erreicht.
http://www.blablameter.de/index.php
Joe F. schrieb:> X4U schrieb:>> Bullshit-Index :0.67>> Das Erkennen von Ironie schein nicht für jeden so ganz einfach zu> sein...
Asche auf mein Haupt. Habe nur die ersten Zeilen gelesen und wollte das
mal mit dem blabla... ausprobieren. Das der Text extra so geschrieben
wurde ist dann bei mir -sozusagen- ein wenig untergegangen ;-).
Die Komfortzone verlassen schrieb:> Umstrukturierungen müssen manchmal sein, um Grafschaften zu eliminieren> und langfristig gemeinsamen Erfolg sicher zu stellen.> Es ist nicht gut, wenn sich einzelne an ihren Erfolgen festklammern.> Auch die Einbahnstraße in immer nur die gleiche Richtung - nach oben -> ist nicht mehr zeitgemäß. Die Zeiten des Wirtschaftswunders sind vorbei.> Bunt, abwechslungsreich und bidirektional ist die Karriere im modernen> Unternehmen. Da kann das Individuum auch mal etwas verlieren. Das lehrt> Solidarität.
Kann mal jemand den Troll-Beitrag hier durch den blablameter jagen? Der
böse Proxy lässt mich gerade nicht O_o
Zocker_52 schrieb:>> Re: Ideales Verhalten während Umstrukturierung>> Am besten die Klappe halten.
Habe ich ja gemacht (zumind. meistens).
Jetzt wirkt die Umstrukturierung so langsam, ich denke es wird erst noch
etwas langsamer weitergehen. Es wurde eigentlich nix mehr so richtig
fertig die letzten 9 Monate.
Ne andere Frage dazu, obwohl ich evtl. nicht mehr lange da sein werde.
Was für Möglichkeiten haben die neuen Köpfe bei einem bundeseigenen
Unternehmen die MA auf Trab zu bringen?
Ist es da denkbar bestimmte Org.-Einheiten (bzw. wiederum Teile der MA)
in eine Tochtergesellschaft auszulagern?
Es sind dort keine Beamte, die verhalten sich nur oft so, bzw. so wie
Beamte vor 25-30 Jahren. Auf dem Kenntnisstand sind die Ingenieure da
auch meist.
Wir hatten das früher mal in der TK-Branche als wir ca. 60% der MA in
eine Tochtergesellschaft ausgliederten, die dann über DL-Verträge eine
Zeit für uns arbeiteten.
Allerdings wird von einer Ausgründung idR nichts besser. Die guten
Mitarbeiter nutzen den Anstoß und gehen oder gründen selbst einen
Zwei-Mann-Dienstleister, der dann für doppelten Stundensatz die gleiche
Arbeit anbietet, die schlechten Mitarbeiter werden durch die Auslagerung
auch nicht besser.
Nur die gerade eben abgeschaffte Hierarchieebene wird durch die
Hintertür "Chef der Tochtergesellschaft" wieder eingeführt.
MfG, Arno
Arno schrieb:> Allerdings wird von einer Ausgründung idR nichts besser. Die guten> Mitarbeiter nutzen den Anstoß und gehen oder gründen selbst einen> Zwei-Mann-Dienstleister, der dann für doppelten Stundensatz die gleiche> Arbeit anbietet, die schlechten Mitarbeiter werden durch die Auslagerung> auch nicht besser.>> Nur die gerade eben abgeschaffte Hierarchieebene wird durch die> Hintertür "Chef der Tochtergesellschaft" wieder eingeführt.>> MfG, Arno
Danke für die Rückmeldung.
Es wäre aber mal ne Möglichkeit, die Leute die sich jetzt 15 oder 25
Jahre mit dem Schlendrian eingerichtet haben, outsourcen zu können.
Eine Freisetzung kann es offiziell so nicht geben, weil der Eigentümer
(Bund) die Gelder für Abfindungszahlungen nicht bereitstellt!
Da wird dann lieber noch mal 100 k€ je Mitarbeiter bis zur Rente (8 oder
15 Jahre) weiterbezahlt. Wer soll dann sowas verstehen?