Da die 3D-Druck ziemlich lange brauchen, interessieren mich Strukturen,
die schnell zu drucken aber trotzdem robust sind.
Man könnte ja z.B. einen Balken mit einer Struktur wie ein Kran oder
Strommast drucken.
Kennt jemand gute Beispiele für den 3D-Drucker dafür?
chris schrieb:> Kennt jemand gute Beispiele für den 3D-Drucker dafür?
Du meinst Dreiecke? Die sind ziemlich stabil, ja.
Für Infill werden sie deshalb auch gerne benutzt, als Shell wär mir da
eine automatische Funktion neu.
In Cinema 4D gibt es die Möglichkeit, alle Polygone im Mesh in Dreiecke
umzuwandeln und dann die Kanten voluminös zu machen, während die Flächen
wegfallen.
Irgendwas mit "Atom ..." heißt diese Funktion glaub ich.
Das Hauptproblem bleibt aber: Du kannst nicht in die Luft drucken.
Ähm, das ist ja genau der Vorteil der additiven Verfahren ('complexity
for free'). Dabei geht es nicht in erster Linie um die Druckzeit,
sondern um Materialeinsparung / Leichtbau.
Auf der Formnext vorletzte Woche in Frankfurt konnte man an jedem 2.
Stand Beispiele dafür sehen. Solche Strukturen können auch auf die
angreifenden Kräfte optimiert werden. Bäume und Knochen machen das
übrigens schon lange, also lastoptimierte additive Fertigung ;-)
Inzwischen gibt es mächtige Software-Werkzeuge um so etwas zu
simulieren.
Im einfachsten Falle, ohne besondere Optimierung, sind es Waaben- oder
Gitterstrukturen.
Was genau ist deine Frage?
Typ schrieb:> Das Hauptproblem bleibt aber: Du kannst nicht in die Luft drucken.
Aber sicher. Nur nicht mit den "Würstchen-Druckern". Mit SLS oder SLM
geht das sehr wohl...
butsu schrieb:> Aber sicher. Nur nicht mit den "Würstchen-Druckern". Mit SLS oder SLM> geht das sehr wohl...
Richtig, leider sind die im Hobbybereich noch nicht wirklich angekommen,
zumindest nicht preislich, soweit mein letzter Stand :/
>Mal eben probiert.
Mit welchem Programm hast Du das gemacht?
Ich habe gerade mal versucht, mit OpenScad eine Art Lochblech zu machen.
Vielleicht ist so eine Struktur relativ stabil. Auf jeden Fall braucht
es wenig Material.
Eventuell könnte ein Winkel nach oben gegen Durchbiegen helfen.
Was mein Ihr?
chris schrieb:>>Mal eben probiert.> Mit welchem Programm hast Du das gemacht?
Wie oben gesagt, Cinema 4D.
chris schrieb:> Vielleicht ist so eine Struktur relativ stabil.
Runde Strukturen sind tendentiell gegen nichts wirklich stabil, außer
gegen gleichmäßige, radiale Kräfte.
Wie gesagt, Dreiecke.
chris schrieb:> Was mein Ihr?
Dass "stabil" ein sehr vager Begriff ist, den man erstmal genauer
definieren muss.
>Runde Strukturen sind tendentiell gegen nichts wirklich stabil
Wirklich runde wahrscheinlich nicht, aber organische Strukturen wie in
einem Knochen sind eher "rundlich" als eckig. Hier am Beispiel von
Möbeln:
https://deavita.com/lifestyle/designer-stucke/3d-druck-moebel-design.html
In der Mechanik neigen harte Kanten und Ecken eher zum brechen, deshalb
muss eigentlich alles abgerundet werden.
Ich suche jetzt erst mal nach einem Stab oder U-Profil was möglichst
schnell und mit möglichst wenig Material gedruckt wird.
Eigentlich geht es mir bei dem Ganzen um ein Rapid-Prototyping-System
mit dem ich schnell vorgefertigte Teile von einer SD-Karte drucken kann.
Vielleicht so ähnlich wie Legoteile. Mit diesen Teilen kann man dann
experimentieren und schnell verschiedene Mechaniken z.B. für kleine
Roboter zusammen stecken.
Sehr lange Durckzeiten habe auch große Platten. Hier könnte man
vielleicht eine ganz dünne Fläche drucken und dann verschiedene
Stützstrukturen.
Bei den Modellfliegern ist Materialgewicht und Stabilität ein wichtiges
Thema, wie man in diesem Video sehen kann:
https://www.youtube.com/watch?v=p39iE-oc5M8
Hmm, der Clou beim 3D Drucken ist doch das man alles passgenau entwirft
und drucken lässt, möglichst ohne etwas nachträglich bearbeiten zu
müssen.
Ich habe aber auch mal einen Bericht gesehen da haben wurden tatsächlich
richtige Legosteile als 'Infill' oder Stützstruktur genommen um die
Druckzeiten für große Teile zu reduzieren.
Und wie geschrieben, selbst wenn man einen geschlossenen Quader hat kann
der Slicer den innen durch geringes Infill selber leicht und
materialsparend gestalten.
Als CAD Programm benutze ich Fusion360, damit kann auch leicht Flächen
oder Volumen mit Stegen verstärken. Man braucht nur ein Linienmuster auf
die Fläche zu zeichnen und Fusion erzeugt daraus die Stege mit
einstellbarer Breite und Höhe.
chris schrieb:> Sehr lange Durckzeiten habe auch große Platten. Hier könnte man> vielleicht eine ganz dünne Fläche drucken und dann verschiedene> Stützstrukturen.
Du versuchst das Rad neu zu erfinden.
Wenn man einem Slicer einen Quader vorwirft, wird er den 3D-Drucker ohne
Weiteres dazu anleiten, eine dünne Hülle mit wabenartiger Füllung zu
drucken.
Der Slic3r hat da wohl mehr drauf als cura 2.5 das ich sonst meist
verwende, habe mal einen Testwürfel mit verschiedenen Mustern durch den
slic3r laufen lassen. Die Muster sind dabei alle in den Schichten gleich
aufgebaut, bis auf 3D-Honeycomb, das bildet richtige 3D Waben.
>habe mal einen Testwürfel mit verschiedenen Mustern
Schöne Bilder :-)
Sind die Strukuren im Slicer eingebaut, oder hast Du sie designed?
>Hmm, der Clou beim 3D Drucken ist doch das man alles passgenau entwirft>und drucken lässt, möglichst ohne etwas nachträglich bearbeiten zu>müssen.
So wäre es ideal, wenn das Drucken und das Designen am Bildschirm nicht
so lange brauchen würden. Mir geht das alles zu lange und ist weit
entfernt vom "Rapid-Prototyping".
Ich habe ein wenig mit Legos gespielt und finde es deutlich intuitiver,
Elemente in der Hand zu haben und frei zu kombinieren als mit einem
CAD-Programm.
Ich könnte mir vorstellen, dass man ein paar Grundelemente designed und
auf der SD-Karte des Druckers speichert. Das Optimierungskriterium für
die Element ist vor allem "Druckgeschwindigkeit" und damit wohl auch
Materialverbrauch.
Wenn man während des "Spielens" dann feststellt, dass für ein
gewünschtes Objekt fehlt z.B. ein Winkelelement, kann man das ja am
CAD-Programm schnell zeichnen und der "Library" hinzufügen.
>Du versuchst das Rad neu zu erfinden.>Wenn man einem Slicer einen Quader vorwirft, wird er den 3D-Drucker ohne>Weiteres dazu anleiten, eine dünne Hülle mit wabenartiger Füllung zu>drucken.
Ich glaube das Ergebnis wird langsamer gedruckt werden als meine
Elemente.
chris schrieb:> So wäre es ideal, wenn das Drucken und das Designen am Bildschirm nicht> so lange brauchen würden. Mir geht das alles zu lange und ist weit> entfernt vom "Rapid-Prototyping".
von nix kommt nix.
ich hätte auch lieber, dass ich nur an etwas denken muss und es dann vor
mir materialisiert…
chris schrieb:>>habe mal einen Testwürfel mit verschiedenen Mustern>> Schöne Bilder :-)> Sind die Strukuren im Slicer eingebaut, oder hast Du sie designed?
Die sind im Slicer bereits eingebaut. Beim slic3r legst Du z.B. in den
Einstellungen fest: Wenn ein geschlossener 3D-Körper gedruckt werden
soll, dessen Volumen grösser als X (einstellbarer Wert) Kubikmillimeter
ist, dann fülle den Innenraum dieses Körpers mit Stützstruktur Y (aus
einer vom verwendeten Slicer abhängigen, vordefinierten Liste von
Stützstrukturen wie in chris Beitrag zu sehen), und zwar so, dass
letztlich nur Z Prozent (einstellbarer Wert von 0-100) des Innenraums
tatsächlich aus Filament bestehen, und die restlichen (100-Z) Prozent
Luft sind. Zusätzlich legt man noch fest, wie dick die solide Hülle
(bzw. die Wandstärke) um diesen mit Stützstruktur gefüllten Hohlraum
sein soll.
>>Wenn man einem Slicer einen Quader vorwirft, wird er den 3D-Drucker ohne>>Weiteres dazu anleiten, eine dünne Hülle mit wabenartiger Füllung zu>>drucken.>> Ich glaube das Ergebnis wird langsamer gedruckt werden als meine> Elemente.
Vermutlich aber auch nur dann, wenn Deine Elemente keine geschlossene
Hülle haben, sondern eben aussehen wie ein Strommast aus lauter Streben.
Sobald Du hingegen eine geschlossene Hülle hast, werden Deine Elemente
vermutlich auch nicht nennenswert schneller drucken als entsprechende
Objekte, die vom Slicer automatisch mit Infill und passenden
Einstellungen gedruckt wurden.
Der Ansatz, die für Robustheit bei geringem Filamentaufwand sorgende
Struktur nicht bereits im 3D-Objekt festzulegen, sondern das den Slicer
übernehmen zu lassen, hat imho diverse Vorteile:
- man muss sich nicht selbst und bereits beim Designen der 3D-Objekte
überlegen, was da die sinnvollste, für Robustheit sorgende Struktur ist
- wenn man merkt, das die gewählte Struktur noch nicht optimal ist, muss
man nicht das 3D-Objekt selbst ändern, sondern ändert nur ein paar
Einstellungen im Slicer
- man kann ein und dasselbe 3D-Objekt wahlweise besonders stabil mit
hohem Filament- und Zeitaufwand, oder besonders schnell mit geringem
Filament- und Zeitaufwand (dafür aber nicht ganz so stabil) drucken,
indem man einfach nur ein anderes Slicer-Profil wählt
Was mir aber trotzdem gut an Deiner Idee gefällt, ist die grundsätzliche
Idee, eine Art LEGO-/Fischertechnik-artiges-Baukastensystem von
3D-Objekten zu haben, die man bereits auf Vorrat mit seinem 3D-Drucker
ausdrucken, und dann a la LEGO/Fischertechnik beliebig miteinander
kombinieren/verbinden kann.
Gibt's da (auf thingisverse oder so) schon ein vglw. populäres Projekt?
chris schrieb:> Schöne Bilder :-)> Sind die Strukuren im Slicer eingebaut, oder hast Du sie designed?
Danke, den Fragen nach hast du selber nicht viel 3D-Druck Praxis. Also
für Weihnachten den 3D Drucker auf den Wunschzettel und loslegen. In der
Zwischenzeit mal mit CAD Software üben :-)
Zu den Bildern bzw. typischen Workflow (für FDM Druck):
1. Modell erstellen im CAD und Export in STL Datei
2. STL in Scheiben zerlegen und G-Code erzeugen
3. G-Code an Drucker übertragen
Für alle Schritte gibt es verschiedene Softwarelösungen. Für 1) benutze
ich wie geschrieben Fusion360, kostet für Privat oder Gewerbe mit
<100.000$ nur eine Registrierung. Elemente wie du sie wünscht kann man
sicher auch gut mit OpenSCAD erstellen und über Parameter in der Größe
ändern (das geht in anderen CAD Programmen meist auch).
2) mache ich mit RepetierHost, das liest die STL Datei und stellt das
Objekt in 3D dar. Es kann dann z.B. verschoben, skaliert, gedreht,
dupliziert oder repariert werden (wenn das STL nicht drucktauglich ist).
Der Slicer ist da als PlugIn drin und man kann zwischen verschiedenen
wählen. Diese Slicer sind der Teil der immer noch massig
weiterentwickelt wird, mein cura 2.5 ist nur wenige Monate alt aber
schon wieder total überholt, die Beispiele habe ich aber mit slic3r
gemacht.
Im slicer stellt man die Druckgeschwindigket(en) ein, die Art der
Aussen/Innen/Stütz/Hilfsstrukturen ein, die Fülldichte (meist relativ in
% zur Objektgröße) uvm. Es sind Unmengen an Einstellmöglichkeiten und
hier muss man einfach Erfahrung sammeln weil jedes Druckobjekt wieder
andere Tücken hat.
Den erzeugten G-Code benutzt Repetier (oder auch die anderen Slicer
Oberflächen) um daraus wieder das Model darzustellen. Jetzt kann man
aber die einzelnen Schichten analysieren und wenn man einzelne Schichten
auswählt sieht man das Füllmüster wie in meinen Screenshots.
chris schrieb:> So wäre es ideal, wenn das Drucken und das Designen am Bildschirm nicht> so lange brauchen würden. Mir geht das alles zu lange und ist weit> entfernt vom "Rapid-Prototyping".> Ich habe ein wenig mit Legos gespielt und finde es deutlich intuitiver,> Elemente in der Hand zu haben und frei zu kombinieren als mit einem> CAD-Programm.
Beim CAD gilt üben, üben, üben. Bei Fusion kann man die Komponenten per
Drag and Drop in das Modell ziehen und mit Hilfsfunktionen exakt an die
richtige Posititon setzen.
Das Baukastenprinzip hätte mir vor der Beschäftigung mit dem 3D Drucker
auch besser gefallen. Aber du brauchst ja viele Elemente auf Vorrat und
für ein bestimmtes Modell vielleicht 5% davon und noch viel mehr
Spezielle Teile werden fehlen, also druckst schon viel mehr was
vielleicht nie gebraucht wird.
Dann die Bearbeitung von dem Zeug: fürchterlich. PLA, der Standard, ist
billig, stabil und leicht, aber das Bearbeiten macht 0 Freude. Schon
beim Bohren können Lagen reißen, man darf nur ganz langsam und
vorschichtig bohren. Wird der Bohrer warm (und das geht bei ca. 45° los)
wird das Zeug weich und klebt am Bohrer. Kühlt ab, klebt wie Teufel am
Bohrer. Schleifen ist krümmelig und der Staub haftet überall. Man kann
kleine Korrekturen mit Lötkolben oder heisser Klinge vornehmen, aber na
ja. Kleine Teile kommen bei mir sofort in die Tonne, Maß korrigieren und
neu drucken ist einfacher und schneller.
Eine gute Möglichkeit ist die Kombi Aluprofile + Verbinder drucken. So
bauen ja auch viele ihren zweiten grösseren oder besseren Drucker. Aber
auch bei Verbindern gibt es unzählige Varianten, die würde ich auch
nicht auf Vorrat drucken. Der 3D Drucker zwingt vom Sammeln + Chaos in
die geplante Entwicklung, eine gute Sache :-)
chris schrieb:> Das Optimierungskriterium für> die Element ist vor allem "Druckgeschwindigkeit" und damit wohl auch> Materialverbrauch.
Nein, die Geschwindigkeit beeinflußt die Qualität und vor allem die
Gesamtdruckdauer, aber nicht den Materialverbrauch. Der hängt nur an den
Slicerparametern, hauptsächlich daran wieviel % Infill eingestellt wird.
Johannes S. (jojos)
>Gibt's da (auf thingisverse oder so) schon ein vglw. populäres Projekt?
Auf Thingverse kenne ich nur die Nachbauten von Legosteinen. Leider
erfordern die eine relativ hohe Drucktoleranz und sie sind nicht auf
Druckzeit optimiert.
Da sehe ich großes Potential, ein eigenes System zu entwickeln.
Vielleicht findet aber jemand ein System auf Thingverse o.ä. was
geeignet wäre.
Bei meinen Drucken macht das Infill in der Regel einen eher geringen
Anteil der Druckzeit aus typisch < 20%. Für große Modelle gibt es zB in
Cura auch Infill-Strukturen, die nach innen immer gröber werden. Slic3er
kann das bestimmt auch. Die gezeigten Slic3r Infillmuster sehen ja toll
aus, aber besonders stabil wirken sie nicht.
Die meiste Druckzeit geht in der Regel aber eh für Wände und Boden und
Decke drauf. Wenn man die einfach dünner macht, kann man einiges
einsparen, das kostet aber natürlich Stabilität, da meiner Erfahrung
nach eben diese wesentlich wichtiger für die Stabilität als das Infill
sind.
Am einfachsten ist aber die Schichtdicke zu erhöhen. Beim Sprung von 0,1
mm Schichten auf 0,2mm halbiert sich druckzeit ziemlich genau bei exakt
gleicher Stabilität. Bei vielen Teilen sieht man noch nicht mal viel
Unterschied. Wenn man dann noch größere Düsen verwendet, gehts nochmal
schneller.
Das mit den Bausteinen kann ich auch nur bedingt nachvollziehen.Der
besondere Reiz am 3D Drucken ist meiner Meinung ja gerade, dass man
Teile genau auf die Anforderungen zuschneiden kann. Legosteine zu
drucken fände ich persönlich überflüssig, Da kauf ich dann lieber
einfach Lego.Im vergleich zur Planung und Konstruktion fallwn die
Druckzeiten auch nicht mehr besonders stark ins Gewicht. Wenn ich für
ein komplexes Gehäuse eine Woche brauche, darf es dann auch gern noch 8h
drucken. In der Regel dann doch in der feineren Auflösung und schön
langsam, weil anschauen muss ich es danach noch viele Wochen und Monate.
>Da kauf ich dann lieber einfach Lego.Im vergleich zur Planung und Konstruktion
fallwn die >Druckzeiten auch nicht mehr besonders stark ins Gewicht.
Unter Rapit Prototying Gesichtspunkten ist das bei Weitem zu langsam.
Typ schrieb:> butsu schrieb:>> Aber sicher. Nur nicht mit den "Würstchen-Druckern". Mit SLS oder SLM>> geht das sehr wohl...>> Richtig, leider sind die im Hobbybereich noch nicht wirklich angekommen,> zumindest nicht preislich, soweit mein letzter Stand :/
Es gibt noch DLP und SLA. Diese kommen so langsam in den bezahlbaren
Bereich rein (<500€).
Nicht ganz so viele Freiheitsgrade wie die Pulvervariante, aber doch
etwas mehr als die Druckverfahren mit Extruder. Dabei sind die
Ergebnisse oft schöner anzusehen (da glatter) und man muss sich nicht so
viel mit Hardware-Einstellungen und Optimierungen beschäftigen.
>Es gibt noch DLP und SLA. Diese kommen so langsam in den bezahlbaren>Bereich rein (<500€).
Ja, mit anderen Druckverfahren hat man viel mehr Freiheitsgrade. Aber
ich glaube das Harz für die Belichtungsdrucker ist ziemlich teuer.
Ich denke, wenn man speziell auf die Möglichkeiten der
"Würstchendrucker" eingeht, kann man da einiges optimieren.
chris schrieb:>>Es gibt noch DLP und SLA. Diese kommen so langsam in den bezahlbaren>>Bereich rein (<500€).>> Ja, mit anderen Druckverfahren hat man viel mehr Freiheitsgrade. Aber> ich glaube das Harz für die Belichtungsdrucker ist ziemlich teuer.>> Ich denke, wenn man speziell auf die Möglichkeiten der> "Würstchendrucker" eingeht, kann man da einiges optimieren.
Jepp.
Auf der "formnext" letzte Woche gab es interessante Konzepte mit einem
Miniaturextruder, der extrudiertes Granulat druckt, gefüllt mit Stahl,
Edelstahl, Keramik. Nach dem Druck wird das Teil dann einfach nur
gesintert und heraus kommt ein Metall-/Keramiksinterteil. Was da so
gedruckt wurde, sah schon sehr ordentlich aus.
Ein anderes Unternehmen bietet mittlerweile auch Filament mit
entsprechender Füllung an.
Da tut sich also durchaus einiges im Würstchendruckbereich :-)
Damit sind wir aber wieder aus dem Hobbybereich raus - oder hast du
einen Sinter-Ofen?
Gut, man könnte vieleicht wo einschicken.
Das Harz ist leider relativ teuer im Vergleich zum Extrudermaterial,
aber 70€ für ein L geht noch, würde ich sagen:
https://www.3dmensionals.de/photocentric3d-firm-daylight-resin
Soweit ich das Verfahren verstehe, wird Material ja nicht verschwendet,
oder irre ich mich?
Alex G. schrieb:> Damit sind wir aber wieder aus dem Hobbybereich raus - oder hast du> einen Sinter-Ofen? Gut, man könnte vieleicht wo einschicken.
Jupp. Ich habe auf der Formnext bei einem Hersteller von Druckern für
hoch Edelstahl gefüllten Filamente mal gefragt. Das Filament kostet
200€/kg, das Sintern beim Dienstleister kostet ähnlich pro kg. Das ist
traurigerweise deutlich günstiger als SLM... Dafür ist die Auflösung
viel schlechter, die Genauigkeit auch. Die nötige Ofenausstattung zum
selber Sintern kostet >50.000€.
Eigentlich geht es mir in diesem Thread eher um die praktische
Realisierbarkeit auf dem heimischen Drucker.
Deshalb hier mal ein Versuch mit der Wandwurststärke 1.
Der Balken wird in 8 Minuten auf meinem langsamen Prusa I3 gedruckt und
ist erstaunlich torsionsstabil.
Ich vermute, dass man auf einem Delta-Drucker deutlich schneller wäre.