Hallo,
da wir ja derzeit mit grossen Schritten, frohen Mutes und verbundenen
Augen in den nächsten kalten Krieg einmarschieren, liest man derzeit
ziemlich oft von einsatzbereiten EMP-Waffen, die obendrein immer weiter
verharmlost werden.
Da ich derzeit keinen Grund sehe, dass solche Waffen nicht eingesetzt
werden (wurde eigentlich jemals in der Menschheitsgeschichte eine
entwickelte Waffe NICHT eingesetzt?) frage ich mich, was man eigentlich
für einen Aufwand treiben muss, damit die eigenen Basteleien einen EMP
überleben.
Mir ist natürlich bewusst, dass ich im Falle eines EMP ganz andere
Probleme haben werde, als das meine selbstgebaute digitale Eieruhr noch
funktioniert. Dennoch finde ich die Frage spannend.
Die einzige sinnvolle Information in der ganzen Propagandascheisse ist,
dass es wohl 500MW während 20ns sein sollen. Kann man daraus irgendwie
den Strom ausrechnen, der durch Schutzdioden abgeleitet werden muss?
Timmy schrieb:> frage ich mich, was man eigentlich> für einen Aufwand treiben muss, damit die eigenen Basteleien einen EMP> überleben.
Du muß die Schaltung lückenlos mit mehreren Lagen Alu-Folie einwickeln.
mfg klaus
Timmy schrieb:> den Strom ausrechnen, der durch Schutzdioden abgeleitet werden muss?
Könnte schon, wenn man die Entfernung kennt.
Bevor einer mit dem ganz großen Hammer losgeht, würde er eher andere
Methoden wählen, die zielgerichteter wirken auf den Gegner wirken (z.B.
Virus od. "Alexa mach das Licht aus").
Ich will aber nichts einpacken. Die Frage war, mit was für Strömen und
Spannungen man rechnen müsste. Da sollte doch jeder intelligente Mensch
von Natur aus neugierig werden.
B52 Bomber werden auf 50KV/m getestet. Zum Vergleich,
Sicherheitskritisches wie Bremssysteme in der Automobilindustrie 200V/m.
Viel Spaß beim Testen.
https://en.m.wikipedia.org/wiki/ATLAS-I
Timmy schrieb:> Ich will aber nichts einpacken.
Mit Ableitdioden allein kommst Du nicht weit. Es muß Abgeschirmt werden.
Das Dumme ist nur, in der Regel gehen auf die Schaltung auch Leitungen.
Dort wird die Abschirmung verletzt.
mfg klaus
Klaus R. schrieb:> Timmy schrieb:>> frage ich mich, was man eigentlich>> für einen Aufwand treiben muss, damit die eigenen Basteleien einen EMP>> überleben.>> Du muß die Schaltung lückenlos mit mehreren Lagen Alu-Folie einwickeln.> mfg klaus
Vergiss nicht, mit dem Rest der Alu-Folie den Kopf einzuwickeln!
On Topic:
Die Ableitdioden bzw. ESD-Dioden wirst du bei solchen Fällen wohl
vergessen können. Die eintreffende Energie muss einfach reduziert werden
- daher schlagen dir alle Leute vor, die Schaltung (und nach Belieben
deinen Kopf) in Alufolie einzuwickeln.
Lt. Wikipedia sind die elektrischen Feldstärken im Bereich von 50kV/m
oder 133A/m, mit 4ns Anstiegszeit. Ich sehe es daher nicht als besonders
realistisch an, das Haus, das Auto oder irgeneine Elektronik davor
schützen zu wollen.
Ich vermute sogar, das ein PC ohne Kabel dran das nicht überleben würde,
oder ein Laptop. Alle Fahrzeuge mit Elektronik sind sicher mal im Eimer.
Sinnvoll wäre es möglicherweise, für solche Zwecke einen Weltempfänger,
eine LED-Taschenlampe, eine Backup-Festplatte und ein paar Batterien
einzulagern. Eine Keksdose aus Blech sollte es tun. Oder ein alter
Blechspind, mit EMV-Dichtungsmaterial.
Man könnte auch Akkus und einen kleinen Solarlader einlagern.
Allerdings ist eine Vorbereitung eh sinnlos:
Nachdem ausnahmslos alle Atomkraftwerke und Zwischenlager explodieren,
wenn der Strom länger ausfällt (ist ja seit Fukushima hinlänglich
bekannt, Kühlung Abklingbecken und Reaktoren fällt aus), überlebt Europa
einen solchen Angriff sowieso nicht. Hilfe ist ohne Fahrzeuge oder
Pumpen ja völlig unmöglich.
Es könnte sogar reichen, wenn der Krapfen aus Korea den Trump
bepflastert. Hunderte oder tausende Super-Gaus (Kategorie Tschernobyl
und darüber hinaus) dürfte man bis Europa merken.
Timmy schrieb:> Ich will aber nichts einpacken. Die Frage war, mit was für Strömen und> Spannungen man rechnen müsste. Da sollte doch jeder intelligente Mensch> von Natur aus neugierig werden.
Trotz deiner ganzen Befürchtungen hast du dich nicht so richtig
informiert wie EMP wirken würde ;)
Das Problem ist dass die EM Strahlung großflächig auf allem einwirkt und
eben in jedes leitfähige Material induziert wird. Also selbst in das
Beinchen deines ICs oder dessen Silizium selbst, wenn da nur Kunststoff
drum ist!
Die Frage ist allerdings wieviel Energie da wirklich induzeirt wird.
Glaube so ganz wissend as auch die Waffenbauer nicht, denn da spielen
Vorgänge eine Rolle die wir noch immer nicht zu 100% durchschaut haben,
und Simulation somit schwierig ist.
Davon abgesehen kommen brauchbare EMPs nur von Atomwaffen und auch wenn
es die Theorie gibt, sie zwecks EMP, in höheren Schichten zu detonieren,
so ist in einem echten Krieg, sowieso mit atomaren gegenschlägen zur
echnen. Das heisst, man wird die Bombe sowieso herkömmlich einsetzen.
Alles in allem, hilft halt nur das einsperren in einen Faradayschen
Käfig und das galvanische Trennen der Technik, vom Stromnetz, denn die
Überlandleitungen dürften den meisten Strom induziert bekommen.
@asldkf
Ein PC-Gehäuse ist ein idealer Faradayscher Käfig. Der sollte das
überleben.
Und.. 133A/m? o.O Das würde bedeuten dass alles unter 1cm dickem Kupfer,
praktisch verdampft. Da muss die Bombe schon sehr nah explodiert sein...
Zwischenlagerstätten setzen etwas Radioaktivität, ohne Kühlung frei,
aber da explodiert nichts!
Fukushima war eine extreme Kette von Ereignissen. Es ist durchaus
möglich Atommeiler richtig und gefahrlos runter zu fahren.
Das allergrößte Probelm das ich sehe ist in der Tat die Stromversorgung.
Es heisst ja, die Umspanntransformatoren zu ersetzen, würde Jahre
dauern.
Zum Glück sind wir aber auch hier in der EU, nicht ganz ungeschützt
gegen Raketen.
Btw. meinst du allen ernstes Korea schafft es gleich mehrere Raketen bis
aufs amerikanische Festland zu bringen?!
Die Amerikaner schlafen auch nicht, was Raketenverteidigung angeht.
Alex G. schrieb:> Und.. 133A/m? o.O Das würde bedeuten dass alles unter 1cm dickem Kupfer,> praktisch verdampft. Da muss die Bombe schon sehr nah explodiert sein...
Ich persönlich habe keine genaue Vorstellung, was das wirklich bedeutet.
Daher stammt die Information:
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetischer_Puls
Abschnitt NEMP
In dem Artikel wird auch erwähnt, dass sogar Rohrleitungen gefährdet
sind...
Man muss sich klarmachen, dass der Test "starfish prime" im 1300km
entfernten Hawaii spürbar war. Das war in den 60er Jahren, da war das
alles hübsch robust (kaum Elektronik). Und der EMP war nur Zufall, da
hat niemand daran gedacht, die Wirkung zu maximieren.
Allerdings:
Die 133A/m scheinen eine Art Prüfpegel für die Immunität gegen das
gedacht zu sein. Vermutlich für militärisches Equipment, und
möglicherweise für Naheinschläge.
Genauere Informationen sind irgendwie schwierig zu finden.
Privat braucht man jedenfall keine Anstrengungen zu unternehmen, diese
Feldstärken irgendwie zu beherrschen (falls es überhaupt möglich ist).
Mit ein paar Blechen und Optokopplern ist es jedenfalls nicht getan. Was
nutzt es, noch irgendwelche Elektronik am Tag X+1 funktionsbereit zu
haben? Richtig, gar nichts. Nutzlos, selbst wenn sie funktioniert.
Alex G. schrieb:> Ich verstehe allerdings nicht woher diese 377Ohm dort herstammen.
Das ist der Freiraumwellenwiderstand, also die Impedanz im Fernfeld des
EMP.
Edit: zweiter. Gilt übrigens nur, wenn du mehrere mm vom Explosionsort
entfernt bist.
Timmy schrieb:> Hallo,>> in den nächsten kalten Krieg einmarschieren,
-ein US-General verplappert sich vorletzte Woche "Ein großer Krieg steht
bevor!" was natürlich stantepede dementiert wird
-der UN-Generalsekretär spricht in seiner Neujahrsansprache von
"Alarmstufe Rot" bzgl. der Weltsicherheitslage
Man darf schwer davon ausgehen, dass die mehr wissen als wir.
Insofern finde ich "kalter krieg" als deutlich zu optimistisch
ausgedrückt.
Das "EMP-sichere" Zeug tut's leider doch nicht mehr?
Dann schickt der richtig böse Bösewicht einen Zweitschlag
hinterher, wenn gerade alles faraday-gesicherte Equipment
ausgepackt wurde...
Zwei Finger braucht es nur, um sich das abzuzählen...
Jacko schrieb:> wenn gerade alles faraday-gesicherte Equipment> ausgepackt wurde...
Opfer gabs beim Erstschlag nicht, alle konnten alles wieder
auspacken?
Tja, da macht Euch mal nen Kopf drum...sollte von der Seite etwas kommen
dann werde ich in meiner Stadt mit 8 atomaren Sprengköpfen eingedeckt,
hab so 25min Zeit mir einen Schutzraum zu suchen der für den Stadtteil
ein Witz ist und dem Beschuss eh nicht stand hält. Da Besuch ich lieber
meine Liebsten und drück sie feste.
Oder meinst du da kommt nur so eine die nen EMP macht, weit gefehlt!
Biba
dat
Beast
Alex G. schrieb:> @asldkf> Ein PC-Gehäuse ist ein idealer Faradayscher Käfig.
Dann lass mal einen Mittelwellen-Empfänger neben einem eingeschalteten
PC laufen. Dann merkst du schnell, wie ideal der ist.
Bernhard _. schrieb:> Edit: zweiter. Gilt übrigens nur, wenn du mehrere mm vom Explosionsort> entfernt bist.
In der Entfernung hast du wohl doch etwas andere Probleme.
Andreas G. schrieb:> Tja, da macht Euch mal nen Kopf drum...sollte von der Seite etwas kommen> dann werde ich in meiner Stadt mit 8 atomaren Sprengköpfen eingedeckt,> hab so 25min Zeit mir einen Schutzraum zu suchen
Angriffe die 25 Minuten dauern würden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit
abgefangen!
Mike B. schrieb:> Opfer gabs beim Erstschlag nicht, alle konnten alles wieder> auspacken?
Bei einem EMP? Ja, die gerade vielleicht im Flugzeug saßen oder im
Aufzug steckenblieben.
Ansonsten wird ein EMP nichtmal Autos lahmlegen, weil 1.
Blechabschirmung und 2. die Strukturen zu klein. Dementsprechend auch
keine Batterieradios oder gar Batterien.
Interessanter sind Geräte, die am Netz hängen. Da ist die Frage: Ist die
Abschalteinrichtung im Umspannwerk schnell genug? Auch dürften die
Stromleitungen genug Tiefpassverhalten haben, damit die induzierte
Spannung in geringerer Höhe und längerer Pulsdauer bei Dir ankommt und
vom hoffentlich vorhandenen Grobschutz / Mittelschutz abgefangen wird.
Aber das Problem hast Du bei jedem Gewitter, wenn der Blitz mal direkt
reinfährt.
Ja ich seh schon, das Thema ist n bissl delikat. Damit beschäftigt man
sich als Elektronikfachmann in der Regel nicht. Ich finde es dennoch
spannend, zumindest aus rein technischer Sicht.
Wenn die Anstiegszeit wirklich 4ns beträgt, kann man das mit den
Schutzdioden sowieso vergessen. Bis die merken, dass da was zum Ableiten
da ist, ist schon alles kaputt.
Timmy schrieb:> Ja ich seh schon, das Thema ist n bissl delikat. Damit beschäftigt man> sich als Elektronikfachmann in der Regel nicht.
Ja, weil es sinnlos ist.
Man schützt auch keine USB Sticks gegen direkten Blitzschlag.
Wenn der Blitz in deine Laptoptasche einschlägt hast du wichtigere
Probleme.
Tipps, welche Socken man an die Ostfront mitnehmen sollte sind in etwa
genauso sinnlos.
Andreas G. schrieb:> Tja, da macht Euch mal nen Kopf drum...sollte von der Seite etwas kommen> dann werde ich in meiner Stadt mit 8 atomaren Sprengköpfen eingedeckt,> hab so 25min Zeit mir einen Schutzraum zu suchen der für den Stadtteil> ein Witz ist und dem Beschuss eh nicht stand hält. Da Besuch ich lieber> meine Liebsten und drück sie feste.> Oder meinst du da kommt nur so eine die nen EMP macht, weit gefehlt!>> Biba> dat> Beast
Ein EMP-Angriff wäre etwas wie dieser Starfish-prime test. Man würde die
Kernwaffe im Orbit oberhalb der Atmosphäre zünden,
Davom merkt man am Boden nicht viel, außer dem Licht und dem EMP. Da
gibts keine Druckwelle, gefährliche Hitze oder viel Strahlung. Die
direkten Wirkungen werden alle von der Lufthülle abgeschirmt, die
Strahlung verteilt sich auf eine riesige Fläche und ist nur ungesund,
aber nicht direkt gefährlich.
Die einzige direkte Wirkung besteht darin, dass die Elektronik zerstört
wird.
Siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Starfish_Prime
Der Effekt ist dann rein der, dass alle Elektronik kaputtgeht.
Und da ist halt das Atomproblem. Sämtliche Abklingbecken und
Reaktorkerne müssste man manuell kühlen, und das in einer Situation, wo
die meisten Pumpen, Fahrzeuge, Generatoren und so weiter nicht mehr
funktionieren, niemand etwas zu Essen hat, und keine Wasserversorgung
mehr vorhanden ist.
Man geht davon aus, dass z.B. bei einem Angriff auf die USA 90% der
Menschen innerhalb eines Jahres sterben würden:
https://www.express.co.uk/news/world/867174/North-Korea-news-latest-doomsday-weapon-USA-wiped-out-EMP-strike
Wieviel davon wirklich nur Panikmache ist, ist als Laie nicht
einzuschätzen.
Ich persönlich habe davor aber keine große Angst vor dem Szenario.
Gefährlich wird es höchstens dann, wenn die USA nach Nordkorea
einmarschieren. Der Krapfen in Nordkorea hat nur ein Ziel: Seine eigene
Macht. Nicht die Eroberung der USA oder die Zerstörung von Europa, auch
wenn die Amis das offiziell zu glauben scheinen...
Ersetze Halbleiter durch robusteres, also das digitale Uhrwerk durch ein
mechanisches oder nimm gleich eine Sanduhr die ohnehin als Eieruhr
bezeichnet wird. Da Wikipedia nicht funktionieren wird solltest du auch
jetzt beginnen Überlebenswissen einzuprägen oder auf robuste medien wie
Tontafeln zu übertragen. Wo es unbedingt Elektronik sein muss
(Langstreckenkommunikation CW) solltest Du wie die Russen auf bewährte
Röhrentechnik setzen. Also vergiss das mit den Schutzdioden.
asldkf schrieb:> Der Krapfen in Nordkorea hat nur ein Ziel: Seine eigene> Macht. Nicht die Eroberung der USA oder die Zerstörung von Europa, auch> wenn die Amis das offiziell zu glauben scheinen...
Da nehmen sich die Alphaaffen nichts, die beiden, wie alle Anderen.
Schwanzvergleich auf Atomniveu. Blöderweise ist das nicht so lustig wie
es klingt. Da sich zunehmder Gewohnheit das Verantwortungsbewustsein
endgültig abschleift, ist es mur eine frage der Zeit, wann die
notwendige Inkomptenz den Selsterhaltungstrieb in den Schatten stellt.
Da könnten „Intelligente Systeme“ hilfreich sein, Bombe 23 z.B.
Namaste
Winfried J. schrieb:> Da könnten „Intelligente Systeme“ hilfreich sein, Bombe 23 z.B.
23? Du meinst sicher Bombe 20 aus Dark Star - ein sehr lehrreicher Film
den man sich unbedingt auf EMP festes Medium wie Zelluiod kopieren
sollte.
Gut.
Die Schaltung bekommt man vielleicht EMP-resistent.
Aber die öffentliche Infrastruktur/Hardware nicht.
die kriegt man sogar ohne Explosivmaterial stillgelegt.
-wat nu?
Das Blöde ist, dass auch die finsterste Scifi regelmäßig von der
Realität zur Banalität herabgesetzt wird. Früher war halt doch etwas
mehr Paradies.
Namaste
● J-A V. schrieb:> Die Schaltung bekommt man vielleicht EMP-resistent.>> Aber die öffentliche Infrastruktur/Hardware nicht.> die kriegt man sogar ohne Explosivmaterial stillgelegt.
Es gibt auch in den USA Siedlungsgebiete ohne "elektrifizierte"
Infrastruktur. Bspw. das der Aimish People. Aber bei einem Nuklearkrieg
ist EMP ohnehin das kleinere Übel, der jahreanhaltende nukleare Winter
sorgt für die Marginalisierung der Menschheit:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nuklearer_Winter
naja die Amish nutzen eh kaum Technik.
Da gibts max ein Telefon und das steht vielleicht
am Ende des Dorfes oder so.
von daher würds mich nicht wundern,
wenns in den Staaten noch Vermittlungen mit Klappenschränken gibt
Fpga K. schrieb:> Aber bei einem Nuklearkrieg ist EMP ohnehin das kleinere Übel, der> jahreanhaltende nukleare Winter sorgt für die Marginalisierung der> Menschheit
Immerhin hat sich das Problem mit der globalen Erwärmung dann erledigt.
:P
asldkf schrieb:> Lt. Wikipedia sind die elektrischen Feldstärken im Bereich von 50kV/m> oder 133A/m, mit 4ns Anstiegszeit.
Gibt's denn nicht eine maximale Feldstärke, oberhalb derer die Luft als
Schutz wirkt ?
Dielektrischer Durchbruch und so ?
Winfried J. schrieb:>> Der Krapfen in Nordkorea hat nur ein Ziel: Seine eigene>> Macht.
Da kann man sich nicht so sicher sein, vielleicht möchte er auch nur
einen Eintrag im Geschichtsbuch als verrückter Despot. Denn so, wie er
handelt, muss er täglich mit seiner persönlichen Ermordung rechnen. Ich
habe zwar nur von bishe 1 (gescheiterten) Attentatsversuch gehört, aber
man hört ja wenig aus Nordkorea, und noch weniger aus westlichen
Geheimdiensten.
> Da nehmen sich die Alphaaffen nichts, die beiden, wie alle Anderen.> Schwanzvergleich auf Atomniveu.
Ob 1. oder 2. Weltkrieg: Beide hatten nicht die jeweils genannte
Begründung als Auslöser, sondern langjährige wirtschaftliche
Zuspitzungen. Und seit 2007 haben wird NICHTS getan um die Probleme der
Finanzindustrie fundamental zu beheben, es wurden nur Billionen gedruckt
um die Zeit bis zum nächsten Knall hinauszuzögern. Der Knall kommt, und
die einzigen, die wieder mit Profit aus der Sache kommen, sind die
Bankster, die bis heute keine Finanztransaktionssteuer zahlen um ihre
Schäden wiedergutzumachen, sondern stattdessen ihre geschenkten
Billionen in Immobilien stecken, so daß der normale Bürger sich keine
Wohnung mehr leisten kann, weil sein Lohn nicht ebenfalls mit
geschenkten Billionen aufgepäppelt wurde.
Michael B. schrieb:> Ob 1. oder 2. Weltkrieg: Beide hatten nicht die jeweils genannte> Begründung als Auslöser, sondern langjährige wirtschaftliche> Zuspitzungen.
"Wirtschaftliche Zuspitzung" ist ne linke Phrase, aber kein wesentlicher
Kriegsgrund.
Die Wirtschaft wird aller 7 Jahre durch den Schweinezyklus Spitz aber es
gibt nicht alle 7 Jahre Krieg. Krieg gibts, wenn Idioten Krieg erklären.
Aber des gehört ohnehin nicht in diesen thread.
Kriegsgrund ist nie der Auslöser, sondern das Spekulieren auf einen
geowirtschaftlichen Vorteil aus dem Krieg. Siehe v.Clausewitz.
Aber jetzt kommen wir sehr O.T.
Nur soviel ist klar, EMP sichere System sind mit EM-Feld basierter
Technik nicht herstellbar. Alle Strukturen welche EM-Felder aufzunehmen
in der Lage sind sind potentiell EMP gefährdet.
Namaste
Fpga K. schrieb:> Krieg gibts, wenn Idioten Krieg erklären.
Aktuell scheint aber unter denen, die Kriege erklären könnten, ein
Maximum an Idioten zu existieren.
Fpga K. schrieb:> Krieg gibts, wenn Idioten Krieg erklären.>
Ne, Krieg gibts wenn die Politik versagt und es drauf ankommen lässt.
Hinter der zur Schau gestellten Blödheit verbirgt sich zumeist Kalkül.
Siehe Bismarks bewusste Manipulation der Veröffentlichung der Emser
Depesche.
> Aber des gehört ohnehin nicht in diesen thread.
Richtig ab er ab und an sollte es nicht vergessen werden.
Namaste
Rolf M. schrieb:> Fpga K. schrieb:>> Krieg gibts, wenn Idioten Krieg erklären.>> Aktuell scheint aber unter denen, die Kriege erklären könnten, ein> Maximum an Idioten zu existieren.
Eher ein maximaler Bedarf an Spekulationen auf Gewinn aus einem Krieg,
der sich blöderweise nur schwer realisieren lässt, weshalb er derzeit
ausbleibt.
Namaste
>Wie härtet man Schaltungen erfolgreich gegen EMP-Angriffe?
In dem man sie nicht mit Halbleitern aufbaut. Sämtliche Radaranlagen,
die die "Rohdaten" (Entfernung, Seitenwinkel, Höhe) liefern, kenne ich
nur Röhren-bestückt. Nur die "Nebenbetriebe" (Freund/Feind Kennung oder
automatisiertes Leitsystem) sind mit Halbleitern bestückt. In der Not
kommt man auch ohne diese aus.
Hintergrund ist (so blöde es klingt): Nach einem Atomwaffenangriff ist
so eine Station schnell wieder betriebsbereit, wenn man den nächsten
Bediener dran setzt.
Apropos Atomwaffen: Nach wie vor bin ich der Ansicht, daß der Friede
bewaffnet sein muß. Das (und nur das) hat uns 70 Jahre Frieden
beschert:
Die Angst, daß das Gegenüber auch einen Taster hat, auf den es drücken
kann.
...und der muß nicht einmal entprellt sein.
SCNR
Paul
Paul B. schrieb:> Nach wie vor bin ich der Ansicht, daß der Friede> bewaffnet sein muß. Das (und nur das) hat uns 70 Jahre Frieden> beschert:
wenn Du all die Kriege, die es seit dem 2. WK
in der Welt gegeben hat und gibt ausblendest
und nur Mitteleuropa siehst könnte das tatsächlich stimmen.
Paul B. schrieb:> Die Angst, daß das Gegenüber auch einen Taster hat, auf den es drücken> kann.
dünnes Eis!
Winfried J. schrieb:> Da sich zunehmder Gewohnheit das Verantwortungsbewustsein> endgültig abschleift, ist es mur eine frage der Zeit, wann die> notwendige Inkomptenz den Selsterhaltungstrieb in den Schatten stellt.> Da könnten „Intelligente Systeme“ hilfreich sein, Bombe 23 z.B.
edit: Bombe20
Namaste
● J-A V. schrieb:> wenn Du all die Kriege, die es seit dem 2. WK> in der Welt gegeben hat und gibt ausblendest
Die waren nicht so riskant, für den waropener. Insofern Punkt Paul
Namaste
Paul B. schrieb:> und nur das
Die Frage ist wie lange noch! Und ob Frankreich als einzige souveräne
Atommacht der EU Resturopa aus einem russisch amerikanischen Konflikt
heraus halten kann und will. Die Nato ist immer weniger Garant weniger
als Russland.
und ein Konflikt EU <> USA ist nicht mehr auszuschließen weswegen die
Briten schon mal die vermeintlich sichere Position suchen.
NK ist doch nur die Kulisse vor der das Theater aufgeführt wird.
Ein Hauptdarsteller ist das Land sicher nicht. Stichwort Stellvertreter.
Namaste
Winfried J. schrieb:> Kriegsgrund ist nie der Auslöser, sondern das Spekulieren auf einen> geowirtschaftlichen Vorteil aus dem Krieg. Siehe v.Clausewitz.
Nein, Clausewitz hat eben nicht von Wirtschaft gesprochen. Wirtschaft
und Krieg sind eben nicht unentwirrbar miteinander verknüpft wie von
ultraortodoxen Engelianer gern aus der publizistischen Klamottenkiste
geholt.
● J-A V. schrieb:> wenn Du all die Kriege, die es seit dem 2. WK> in der Welt gegeben hat und gibt ausblendest> und nur Mitteleuropa siehst könnte das tatsächlich stimmen.
Natürlich blende ich die aus. Warum? Weil die mich und meine Leute nicht
betreffen und weil weder ich noch meine Leute sie angezettelt haben.
Wenn ich sonst auch absolut kein Egoist bin -hier bin ich es.
MfG Paul
Fpga K. schrieb:> Nein, Clausewitz hat eben nicht von Wirtschaft gesprochen.
Aber du kennst schon den Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Politik?
und wenn du v.c. darauf anwendest ist es genau dieser Zusammenhang der
zu dieser von dir als entwirrbar behaupteten Verknüpfung führt.
Nun denn wie Lässt sich Krieg von Wirtschaft trennen, nur mittels einer
Politik welche Krieg obsolet macht.
Genau das aber scheint derzeit ein Problem siehe oben. Bismark war kein
Idiot, er hat auf Krieg spekuliert und Frankreich und Wilhelm denII
ausmanövriert.
...
Namaste
Paul B. schrieb:> Wenn ich sonst auch absolut kein Egoist bin -hier bin ich es.
Kriege anzuzetteln erfordert mehr als Egoist oder doof zu sein.
Im Gegenteil es erfordert kaltblütiges Kalkül, ganze kriegsfähige
Sozitäten da hinein zu treiben und selbst davon zu kommen.
Namaste
Fpga K. schrieb:> Michael B. schrieb:>> Ob 1. oder 2. Weltkrieg: Beide hatten nicht die jeweils genannte>> Begründung als Auslöser, sondern langjährige wirtschaftliche>> Zuspitzungen.>> "Wirtschaftliche Zuspitzung" ist ne linke Phrase, aber kein wesentlicher> Kriegsgrund.
Es war sogar der Hauptkriegsgrund für Adolf. Der hatte die
monokapitalistische Wirtschaft in den wenigen Jahren nach der Errichtung
der faschistischen Diktatur so überzogen, daß er spätestens 1940
irgendjemanden angreifen mußte. Das Deutsche Reich war in sämtlichen
Aspekten unterversorgt mit strategischen Materialien für die weitere
Rüstungsproduktion. Das gleiche galt für die Rohstoffversorgung der
zivilen Produktion in Schwer- und Leichtindustrie. Die Fallschirme der
deutschen Fallschirmjäger waren aus Kunstseide und nicht aus echter
Seide. Der "schnelle Heinz" (Guderian) fuhr mit erheblichen Mengen
synthetischen Treibstoffs nach Polen ein, und Deutschland hatte so eine
abnorme Verschuldung/Neuverschuldung ohne nennenswerte Sicherheiten, daß
das Finanzsystem nur wegen der faschistischen Küngelei mit der
Hochfinanz und Großindustrie nicht schon vor 1939 zusammenbrach.
Wenn Leute immer erzählen wie "Ordnung im Staate" war, oder wie der
Hitler "die große Krise meisterte" und Arbeitsplätze schuf, zeigt das
nur, wie wenig auch heute noch in Schulen über die desolate ultrarechte
NS-Wirtschaftspolitik geredet wird.
Dipl.- G. schrieb:> Der hatte die> monokapitalistische Wirtschaft in den wenigen Jahren nach der Errichtung> der faschistischen Diktatur so überzogen, daß er spätestens 1940> irgendjemanden angreifen mußte.
Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Was verspricht man sich in so einer
Situation von einem Krieg?
> Das Deutsche Reich war in sämtlichen> Aspekten unterversorgt mit strategischen Materialien für die weitere> Rüstungsproduktion. Das gleiche galt für die Rohstoffversorgung der> zivilen Produktion in Schwer- und Leichtindustrie.
Gleiche Frage: warum in alles in der Welt fängt man dann einen Krieg an?
Krieg ist teuer, und die erbeuteten Rohstoffe können die Kosten eines
Krieges ja wohl kaum ausgleichen (wenn man überhaupt mal so nüchtern nur
die Kostenseite betrachten möchte und das menschliche Drama komplett
ausblendet).
Der einzige mir einigermaßen "plausible" Grund wäre, die umliegenden
Länder wirtschaftlich schwächen zu wollen.
Dipl.- G. schrieb:> Wenn Leute immer erzählen wie "Ordnung im Staate" war, oder wie der> Hitler "die große Krise meisterte" und Arbeitsplätze schuf, zeigt das> nur, wie wenig auch heute noch in Schulen über die desolate ultrarechte> NS-Wirtschaftspolitik geredet wird.
100% Zustimmung.
Dazu kommt das zunehmende Vergessen über das unfassbare menschliche Leid
durch den Krieg (und auch hinterher).
Entgültig geht mir der Hut hoch, wenn "die Leistungen der deutschen
Soldaten" gewürdigt werden sollen. Zum kotzen.
Man sollte meine Oma mehr würdigen, die den ganzen Scheiss hinterher
wieder aufgebaut hat.
Einer Hauptgründe für den Überfall auf die SU war der Versuch an die
Erdölfelder von Baku zu gelangen und gleichzeitig en passoin an die
Getreidefelder der Ukraine. Die Polen standen nur im Weg rum.
Namaste
Joe F. schrieb:> Dipl.- G. schrieb:>> Der hatte die>> monokapitalistische Wirtschaft in den wenigen Jahren nach der Errichtung>> der faschistischen Diktatur so überzogen, daß er spätestens 1940>> irgendjemanden angreifen mußte.>> Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Was verspricht man sich in so einer> Situation von einem Krieg?
Krieg und Ostexpansion waren zentrale Elemente der NS-Ideologie.
Die Wirtschafts- und Finanzpolitik war ein wildes Konglomerat aus
härtester von Monopolen und Großfirmen ausgeübter Marktwirtschaft und
staatskapitalistischen Eingriffen in das Bankenwesen.
Inflation, Währungsinstabilität und extreme Verschuldung wurden
kurzfristig absichtlich in Kauf genommen, denn: Langfristig würde man
sich über den Krieg sanieren und darüberhinaus massive Reichtümer
anhäufen.
Noch nie vom Nazigold gehört? Beutekunst? Landentziehung?
Produktionsentnahmen in besetzten Gebieten?
Die Nazi-Strategie war: Wir zeigen keinem, daß wir finanziell knietief
in der Scheiße stecken (Methode Lehman Brothers). Wenn die Reichsmark an
Wert verliert, ergreifen wir dirigistische Maßnahmen zur Werterhaltung
im Inland. Wir ignorieren die sich aufbauende Inflation. Wir werden
kriegerisch expandieren und uns Devisen, Valuta, Rohstoffe,
Immobilienwerte und GOLDRESERVEN anderer Länder holen. Wir erobern
Lebensraum solange, bis wir autark sind. Sobald wir autark sind,
schaffen wir break even und werden unsäglich reich. Und nebenbei
vernichten wir die ganzen Untermenschen in noch nie dagewesenen Anlagen
wir Treblinka (effizientestes und durchsatzstärkstes Vernichtungs-KZ).
>> Das Deutsche Reich war in sämtlichen>> Aspekten unterversorgt mit strategischen Materialien für die weitere>> Rüstungsproduktion. Das gleiche galt für die Rohstoffversorgung der>> zivilen Produktion in Schwer- und Leichtindustrie.>> Gleiche Frage: warum in alles in der Welt fängt man dann einen Krieg an?> Krieg ist teuer, und die erbeuteten Rohstoffe können die Kosten eines> Krieges ja wohl kaum ausgleichen
Oh doch - um ein Vielfaches. Es ist immer die Frage, wo man sich
verschuldet (deutsche monokapitalistische Rüstungsindustrie) und wie man
die Schulden bedient. Das erste, was die Nazis ÜBERALL gemacht haben,
war, das erbeutete Gold abzutransportieren. Devisen, Devisen, Devisen.
Außerdem: Wenn ich alle Rohstoffe selber habe, brauche ich nichts Teures
mehr importieren.
Dipl.- G. schrieb:> Oh doch - um ein Vielfaches. Es ist immer die Frage, wo man sich> verschuldet (deutsche monokapitalistische Rüstungsindustrie) und wie man> die Schulden bedient. Das erste, was die Nazis ÜBERALL gemacht haben,> war, das erbeutete Gold abzutransportieren.
Ja, du hast recht. Mir fehlt einfach die Phantasie so skrupellos zu
denken.
Interessanterweise wurde/wird das Gold unserer Bundesbank ja zum großen
Teil nicht in Deutschland gelagert (um möglichst wenig Begehrlichkeiten
zu wecken).
Joe F. schrieb:> (um möglichst wenig Begehrlichkeiten> zu wecken).
Oder, weil die Bundesregierung sich nicht zu souverän fühlen sollte?
Mist wo ist mein AlCuhut?
Namaste