Was sagt ihr?
Ich finds schon genial, dass die Chinesen das endlich mal geschafft
haben, traurig finde ich aber auch, dass wir es nicht vorher geschafft
haben. Aber eigentlich auch kein Wunder, bei den Mini-Budgets von NASA
und ESA.
qwertz schrieb:> Aber eigentlich auch kein Wunder, bei den Mini-Budgets von NASA> und ESA.
Wer ist den gerade auf dem Mars gelandet und hat den Mond mit dem LRO
kartiert, so dass man die Trampelpfade sieht?
Das Problem ist die Kommunikation. Stabile Mondumlaufbahnen für den
Transponder (Queqiao) sind schwierig und fordern selbst den Experten
Respekt ab. Schauen wir mal, wie lange Queqiao den Orbit hält.
Gross anders ist die Rückseite ja nicht - tiefschürfende neue
Erkenntnisse werden wohl ausbleiben. Aber schön funkstill ist es da.
Matthias S. schrieb:> Gross anders ist die Rückseite ja nicht - tiefschürfende neue> Erkenntnisse werden wohl ausbleiben.
Sag das nicht.
Der gängigen Theorie zufolge ist der Mond entstanden aus den
Trümmerteilen einer Kollision der (Proto-)Erde mit einem Protoplaneten.
Eine Erweiterung dieser Theorie geht davon aus, daß dabei zunächst 2
Monde entstanden sind, die auf der selben Umlaufbahn um die Erde
unterwegs waren. Wobei der kleinere und schnellere der beiden noch
flüssigen Trabanten auf den anderen hinten draufgeklatscht ist. Die
Chinesen werden sicherlich Belege finden, die diese Theorie weiter
bestätigen oder möglicherweise widerlegen.
Wolfgang schrieb:> qwertz schrieb:>> Aber eigentlich auch kein Wunder, bei den Mini-Budgets von NASA>> und ESA.>> Wer ist den gerade auf dem Mars gelandet und hat den Mond mit dem LRO> kartiert, so dass man die Trampelpfade sieht?
Philae...
also Budget haben die alteingesessenen genug
Harald W. schrieb:>> Aber schön funkstill ist es da.>> Das wäre ein idealer Standort für ein Radioteleskop!
Blöderweise ist aus dem gleichen Grund die direkte Kommunikation von
einem undurchdringlichen Hinderniss geprägt.
A. K. schrieb:> Harald W. schrieb:>>> Aber schön funkstill ist es da.>>>> Das wäre ein idealer Standort für ein Radioteleskop!>> Blöderweise ist aus dem gleichen Grund die direkte Kommunikation von> einem undurchdringlichen Hinderniss geprägt.
da muss nur ein Sat umherkreisen,
der die Kommunikation mit der Rückseite sicherstellt.
Oder lauter "Handymasten" ;)
● J-A V. schrieb:> da muss nur ein Sat umherkreisen,
"nur"
Tja mach mal. Kannst auch erstmal mit "Kerbal Space Program" testen
wieviele Stunden du brauchst um einen Com Satelliten um den "Mun"
kreisen zu lassen.
● J-A V. schrieb:> da muss nur ein Sat umherkreisen,
Besser 3
Uhu U. schrieb:> Der Satellit Quequiao umkreist nicht den Mond, sondern den Lagrangepunkt> L2 im System Erde – Mond. Der liegt von uns aus gesehen hinter dem Mond.
Also doch wieder Radiomüll im Sichtfeld.
● J-A V. schrieb:>> Blöderweise ist aus dem gleichen Grund die direkte Kommunikation von>> einem undurchdringlichen Hinderniss geprägt.>> da muss nur ein Sat umherkreisen,> der die Kommunikation mit der Rückseite sicherstellt.> Oder lauter "Handymasten" ;)
Sind doch bloss 5500 Kilometer von vorne bis hinten. Da kann man auch
ein Kabel zwischen Teleskop und Relaisstation verlegen. ;-)
Alex G. schrieb:> Markus M. schrieb:>> Hier ein Artikel von GreWi über:>> Chinesischer Rover bringt Kartoffeln und Seidenraupen zur Rückseite des>> Mondes>>>>> https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/chinesischer-rover-bringt-kartoffeln-und-seidenraupen-zur-rueckseite-des-mondes20181208/>> Interessant dazu auch:> https://www.zeit.de/news/2018-10/17/satellit-mit-pflanzen-an-bord-geht-auf-die-reise-181017-99-411119
Jaja, die lieben Traumtänzer und Schwätzer von Propagandamagazin "Die
Zeit".
" Im All sollen die Pflanzen zu sprießen beginnen - und zwar unter ganz
besonderen Bedingungen: so wie auf Mond und Mars. Dafür wird der
Satellit erst ein halbes Jahr lang die Gravitation auf dem Mond und
danach ein halbes Jahr lang die auf dem Mars simulieren.
Möglich macht das eine Technik, die nach Angaben von Müller einzigartig
ist. Der Satellit erzeugt Gravitation, indem er rotiert. Dabei kommt er
ohne herkömmlichen Antrieb aus. Stattdessen nutzt er das Magnetfeld der
Erde, von dem er sich mit Hilfe einer elektromagnetischen Spule abstößt.
"
Einzigartige Technologie! Abstoßung durch Erdmagnetfeld!!! WOW!!!
AUTSCH!!! So eine aufgeschäumten Quark glauben nur Leute, die vor
Hypermoral triefen, aber null Plan von den Grundlagen der Physik haben.
#wirsindmehr !!!
(Und solche Leute treffen Entscheidungen über Themen wie Energiewende
etc. Prost Mahlzeit! 8-( )
Falk B. schrieb:> AUTSCH!!! So eine aufgeschäumten Quark glauben nur Leute, die vor> Hypermoral triefen, aber null Plan von den Grundlagen der Physik haben.>> #wirsindmehr !!!
Es hat lange gedauert, aber am Ende war es nur eine Frage der Zeit wann
endlich Falk-"besorgter, aber mündiger Bürger"-Brunner auch in diesen
Raumfahrtthread reinscheißt.
● J-A V. schrieb:> ja im Sinne von> "Ist leichter als zum Mars"
Da der Transponder ja im Lagrange Punkt geparkt ist, ist es nun
eigentlich egal, aber stabile Mondumlaufbahnen sind tatsächlich
schwieriger 'als zum Mars'. Die brechen nach ein paar Umläufen aus, wenn
nicht nachgesteuert wird und sind deswegen höchst undankbare
Berechnungsobjekte.
Das Queqiao eben keinen Mondorbit ausführt, zeigt, das die Jungs sich
dabei was gedacht haben. Interessant ist, das zwei Mikrosatelliten
ausgesetzt wurden, die dann doch in den Mondorbit 'entlassen' wurden.
Einer der beiden hats dann geschafft, in eine sehr elliptische Bahn zu
kommen.
http://www.planetary.org/blogs/guest-blogs/2018/20180615-queqiao-orbit-explainer.html
Alles in Allem haben die da sehr gute und durchdachte Arbeit geleistet -
meine Hochachtung haben sie. Ein verlorener Mikro-Sat ist da nicht
tragisch.
Falk B. schrieb:> Jaja, die lieben Traumtänzer und Schwätzer von Propagandamagazin "Die> Zeit".
Trotz all deiner Liebe zu Journalisten sollte dir schon aufgefallen
sein, dass es selten Zeitungen sind, die Satelliten ins All schiessen.
Sie berichten bloss drüber. Und wenn ein solcher Bericht seltsam
vorkommt, kann man besonders im Fall des DLR ins Original spicken.
> (Und solche Leute treffen Entscheidungen über Themen wie Energiewende> etc. Prost Mahlzeit! 8-( )
Es mag dir nicht passen was sie schreibt, aber dass "Die Zeit" über Wohl
und Wehe des Volkes entscheidet scheint mir geringfügig übertrieben.
> AUTSCH!!! So eine aufgeschäumten Quark glauben nur Leute, die vor> Hypermoral triefen, aber null Plan von den Grundlagen der Physik haben.>> #wirsindmehr !!!
#duweisstmehr über Physik als das DLR?
Alex G. schrieb:> @Falk> Also das steht genau so auf der Seite des DLR:> https://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-11086/1975_read-31061/#/gallery/14334> Nicht gleich agressiv werden wenn einem etwas ungewohnt vorkommt...
Nein, das ist NICHT das gleiche. Die Schwachmaten von "Journalisten" von
DPA (denn die sind als Quelle des Artikel angegeben) haben mal wieder in
BILD-Manier eine eher nüchtern trockene Meldung mit Buzzwords und
Kokolores aufgeblasen, um eine Sensationsmeldung draus zu machen. Und
dabei ist ne Menge Blödsinn rausgekommen. Lies doch einfach mal das
Zitat und denk drüber nach!
Falk B. schrieb:> Nein, das ist NICHT das gleiche. Die Schwachmaten von "Journalisten" von> DPA
Oben war noch "Die Zeit" das direkte Ziel deines Parforceritts. Ok, die
ist politisch nicht jedem genehm. Nun Zielwechsel DPA?
A. K. schrieb:> Falk B. schrieb:>> Jaja, die lieben Traumtänzer und Schwätzer von Propagandamagazin "Die>> Zeit".>> Trotz all deiner Liebe zu Journalisten sollte dir schon aufgefallen> sein, dass es selten Zeitungen sind, die Satelliten ins All schiessen.> Sie berichten bloss drüber.
Jaja, fragt sich nur wie!
> Und wenn ein solcher Bericht seltsam> vorkommt, kann man besonders im Fall des DLR ins Original spicken.
Kann man muss, man aber nicht. Denn die Kritik an lausiger
journalistischer Arbeit ist heute mehr den je nötig, sogar bei rein
technischen, unpolitischen Sachverhalten. Daß die realen Daten anders
aussehen war mir schon klar.
> Es mag dir nicht passen was sie schreibt, aber dass "Die Zeit" über Wohl> und Wehe des Volkes entscheidet scheint mir geringfügig übertrieben.
Sie ist ein Propagandamagazin, das sein Wirkung auf viele Leute leider
NICHT verfehlt!
"Sapere aude!" steht ebenso wie "Proletarier aller Länder, vereinigt
euch!" seit fast 200 Jahren "im Raum". Dumm nur, daß es die Zielgruppe
nicht wirklich kapiert, geschweige denn umgesetzt hat.
> #duweisstmehr über Physik als das DLR?
Das war keine Sekunde das Thema! Aber auch du hast mal wieder in deiner
ureigensten Manier vom Thema abgelenkt, um ja die Kritik zu ignorieren.
Glückwunsch!
A. K. schrieb:> Falk B. schrieb:>> Nein, das ist NICHT das gleiche. Die Schwachmaten von "Journalisten" von>> DPA>> Oben war noch "Die Zeit" das direkte Ziel deines Parforceritts. Ok, die> ist politisch nicht jedem genehm. Nun Zielwechsel DPA?
Nein, ich hatte die Quellenangabe bei meinem ersten Text schlicht nicht
beachtet. Mein Fehler! Schwachmaten arbeiten in beiden Institutionen,
wenn gleich der Artikel bei der Zeit nur automatisch weitergeleitet
wurde, den hat kein Mensch bei der Zeit nochmal angeschaut. Böse Zungen
würden das Verbreiten von Fake News nennen, wenn es aus der politisch
"falschen" Ecke kommen würde.
Falk B. schrieb:> Denn die Kritik an lausiger> journalistischer Arbeit ist heute mehr den je nötig,
Yep. Aber mit dem Tonfall erreichst du niemanden, der nicht sowieso
schon deiner Meinung ist. Sondern wirst lediglich selbst das Ziel sehr
berechtigter Kritik.
Falk B. schrieb:>> Es mag dir nicht passen was sie schreibt, aber dass "Die Zeit" über Wohl>> und Wehe des Volkes entscheidet scheint mir geringfügig übertrieben.>> Sie ist ein Propagandamagazin, das sein Wirkung auf viele Leute leider> NICHT verfehlt!>> "Sapere aude!" steht ebenso wie "Proletarier aller Länder, vereinigt> euch!" seit fast 200 Jahren "im Raum". Dumm nur, daß es die Zielgruppe> nicht wirklich kapiert, geschweige denn umgesetzt hat.
Mit "Sapere aude!" bist du bei diesem Bildungs- und Professorenblatt
genau richtig, aber Proletarier dürften sich nicht so oft dahin
verirren.
Alex G. schrieb:> @Falk> Also das steht genau so auf der Seite des DLR:> https://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-11086/1975_read-31061/#/gallery/14334
Und selbst hier steht Unsinn.
"Rotation erzeugt Schwerkraft"
OK.
"Während der Mission rotiert der Satellit um seine Längsachse und
erzeugt je nach Umdrehungszahl die für die Experimente benötigte
Gravitation "
Das glaube ich mal nicht. Man korrigiere mich wenn ich falsch liege, bin
kein Physiker, aber GRAVITATION wird durch Rotation nicht erzeugt, nur
Schwerkraft, so wie es auch in der Überschrift richtig steht.
"(Spinning). "
Ist das nicht ne Sportart? ;-)
A. K. schrieb:> Falk B. schrieb:>> Denn die Kritik an lausiger>> journalistischer Arbeit ist heute mehr den je nötig,>> Yep. Aber mit dem Tonfall erreichst du niemanden, der nicht sowieso> schon deiner Meinung ist.
Ist hier auch gar nicht mein Ziel gewesen. War nur Dampf ablassen.
> Sondern wirst lediglich selbst das Ziel sehr> berechtigter Kritik.
Welche denn? Das der Tonfall zu rau ist? Geschenkt.
Matthias S. schrieb:> stabile Mondumlaufbahnen sind tatsächlich> schwieriger 'als zum Mars'. Die brechen nach ein paar Umläufen aus, wenn> nicht nachgesteuert wird und sind deswegen höchst undankbare> Berechnungsobjekte.
Warum ist das so? Störungen durch die Gezeitenkräfte der Erde?
Falk B. schrieb:> aber GRAVITATION wird durch Rotation nicht erzeugt, nur> Schwerkraft
Stimmt ja auch, bringen leider sehr viele Leute durcheinander.
Schwerkraft ist ja nur eine Auswirkung der Gravitation. Eine andere ist
Krümmung der Raumzeit.
Gravitation geht von Masse aus. Die Anzahl der Atome in einem System
wird ja nicht mehr, nur weil man es kreisen lässt.
Marek N. schrieb:> Warum ist das so? Störungen durch die Gezeitenkräfte der Erde?
Ja, zum grössten Teil. Die Erde ist einfach zu nahe, um ignoriert zu
werden und der dritte grosse Körper (die Sonne) macht es so gut wie
unmöglich, einen stabilen Mondorbit über mehr als ein paar dutzend
Umläufe zu planen ohne nachzusteuern.
Je dichter man am Mond dran ist, umso einfacher wird es, aber damit wäre
die Kommunikation auf ein paar Minuten beschränkt und müsste gespeichert
werden, um dann von der Vorderseite auf die Erde gespielt zu werden.