in Embedded Linux einsteigen

Gast #7088610
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Mat. K. schrieb:
> ich wollte mich mit embedded Linux beschäftigen.
> kann mir jemand folgendes empfehlen?
> - Ein Buch

Elecia White, "Making Embedded Systems" ist eher etwas für 
Fortgeschrittene.

> - ein board

Einen Raspberry Pi, Beaglebone, Bananapi...

> - ein online kurs, idealer weise free, muss aber nicht sein

Das ist... nicht so einfach. Für UNIXe gibt einen unfaßbar umfangreichen 
Bestand an guter Literatur und auch vieles bei Youtube und Co.

Die Frage ist, wo Du hinwillst. Und wo Du herkommst. Wenn Du ein 
Embedded Linux beherrschen und programmieren möchtest, wäre UNIX- und 
oder Linux-Knowledge wohl nicht verkehrt, und die Basics findest Du in 
"Linux" von Michael Kofler. Wenn Du systemhacken willst, bist Du mit 
"Programming in the UNIX environment" und "Programming UNIX networks" 
von W. Richard Stevens immer noch gut dabei. Auch "Design and Evolution 
of C++" und "The C++ Programming Language" von Bjarne Stroustrup sind 
ebenso warm zu empfehlen wie "Programming Python" von Mark Lutz, oder 
"Programming Perl" von Tom Christiansen.

Nun, ich könnte hier noch viel schreiben, aber: das wird Dir nicht 
helfen, solange Du Dich nicht detaillierter einläßt, was Du vor hast.
Gast #7088640
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Merkels Mündel schrieb:
> Hol dir ein Raspberry Pi und bau dir ein Buildroot dazu

Cool, das eine Buildsystem verwenden welches in der Industrie nur von 
Klitschen benutzt wird.

Lieber direkt Yocto, Buildroot ist eigentlich nur interessant wenn man 
Richtung OpenWRT geht. Dann würde ich mir aber gleich einen passenden 
Router schnappen.

Wobei der Raspberry Pi ein guter Ratschlag ist, gibt kaum ein besseres 
Build Target derzeit für 0815 Kram.

UART Adapter direkt mitbestellen.

Ggf. einen günstigen JTAG Adapter dazu wenn es um Kernel- bzw. 
Bootloader Entwicklung geht.
Persönliche Seite #7088684
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Anti Glasses Gang schrieb:
> Cool, das eine Buildsystem verwenden welches in der Industrie nur von
> Klitschen benutzt wird.

Ah, solche Klitschen wie Microchip, ST, NXP, Synopsis, Microsoft usw.

Gibt's für den Pi überhaupt einen Yocto Layer? Gerade den Pi würde ich 
zum Einstieg nicht empfehlen. Viel zu unvollständige Doku. Eher was NXP 
oder STM basierendes.

Das hier https://jaycarlson.net/embedded-linux/ sollte man gelesen haben 
wenn's in Richtung Hardware geht.
#7088718
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Bezüglich Entwicklungsumgebung würde ich noch viel einfacher anfangen: 
PC mit VMs.

Anfangs x64 (oder x86) VMs. Das ist natürlich keine embedded Hardware, 
aber das reicht um die grundlegenden Handgriffe "wie baue ich mir ein 
angepasstes Linux" durchspielen zu können und das Linux laufen zu 
lassen. Ohne ständig vor einer Hardware zu stehen die zum Ziegelstein 
geworden ist und erst mal wiederbelebt werden muss.

Nach dem man die grundlegenden Schritte geklärt hat und seine 
Entwicklungsumgebung im Griff hat, immer noch auf dem PC, von x86/x64 
VMs zu einer QEMU ARM Emulation gehen. Bzw. innerhalb einer x64 VM QEMU 
laufen lassen. Entwicklungsumgebung aufbauen und ausprobieren.

ARM weil das die gängigste CPU-Familie für embedded Linux-Boards ist. 
QEMU kann 50 unterschiedliche ARM-Boards emulieren. Wenn du magst kannst 
du natürlich auch eine andere CPU-Familie nehmen.

Dann langsam mal an echte Hardware denken. Entwicklungsumgebung für die 
echte Hardware umbauen.
Gast #7089167
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Μαtthias W. schrieb:
> Gibt's für den Pi überhaupt einen Yocto Layer? Gerade den Pi würde ich
> zum Einstieg nicht empfehlen. Viel zu unvollständige Doku. Eher was NXP
> oder STM basierendes.

Das stimmt natürlich, da gibt es bessere wie das Beaglebone neben den 
von dir aufgelisteten Herstellern bei den Boards.

Von ST hatte ich bisher noch kein Cortex A Board in der Hand, war aber 
einmal bei einer SoC Wahl sogar unter den Favoriten, es wurde dann aber 
ein Freescale Board (ich habe nicht die Entscheidung getroffen, mir wäre 
ein CM4 lieber gewesen).

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