Moin Zusammen.
Ich möchte in meinen Unterverteilungen gern "Shelly Pro" Devices
einsetzen und diese per Ethernet anbinden. Über Sinn und Unsinn kann man
streiten, muss man aber nicht. Ich mag das Konzept der Shellys ohne
Spezialsoftware, Cloud- und Abozwang und mit Ethernet als Interface.
Um zu vermeiden, 1-2 Dutzend Kabel von den UV zum Patchfeld im
Serverschrank zu legen, würde ich gern in jede UV einen möglichst
kompakten Ethernet Switch packen. Der sollte min. 8 Eingänge haben (wenn
zwei 5-fach Teile kompakter bauen als ein 8-fach, ist mir das natürlich
auch recht), unmanaged sein, idealerweise mit 24V DC Versorgung.
Für Schaltschränke gibt es da ja einiges, ich habe mich bereits
durchgewühlt und bin zwar bei den üblichen Verdächtigen (Phoenix,
Weidmüller, Murr, Moxa, ...) fündig geworden - die Switches, die ich
gefunden habe, bauen jedoch alle sehr hoch und sind damit für eine
Unterverteilung nicht wirklich geeignet.
Dann gäbe es etwas von Digitus https://www.amazon.de/dp/B08BPHJM3B , das
schon eher in die richtige Richtung geht - schöner wäre es allerdings,
wenn das Teil vom Formfaktor den üblichen Installationsgeräten
entsprechen würde.
Preislich würde ich mal <100€ anpeilen, bin aber auch für Vorschläge
offen, die etwas teurer sind. Bisher habe ich schlicht noch nichts
gefunden, was eine sinnvolle Baugröße und Anordnung der Buchsen
mitbringt.
Hat da jemand einen Tipp parat?
Danke euch.
Br4in schrieb:> Preislich würde ich mal <100€ anpeilen
Das wird sehr schwer werden.
Bei Hutschienenmontage bist Du im industriellen Bereich und da landest
Du dann bei Anbietern wie ABB (8Port FastE 255€+/mit PoE 370€+),
Advantech (bekomme ich grad keine Preise), Allnet (4Port PoE+2SFP
290€+), Microsense (500-4000, je nach Ausstattung), Moxa, Phoenix ....
(es wird nicht billiger)
Metz Connect könnte was für Dich sein, den 5Port würde ich grade für
70€+ bekommen
(https://www.metz-connect.com/home/products/c-logline/switches.43.en.html)
Vielleicht findest Du auch was gebrauchtes.
Jochen schrieb:> Vielleicht findest Du auch was gebrauchtes.
Wenn es auf einen Industrie-Switch raus läuft, wäre das auch meine
Strategie. Die Phoenix Teile bekommt man zum Beispiel immer mal wieder
"vergleichbar günstig" bei Kleinanzeigen. Einem gebrauchten
Industrie-Switch würde ich im Zweifel bei 24/7 Betrieb auch eher
vertrauen als einem Noname-Consumerprodukt.
Die Moxa (Metz) Teile sehen schon mal recht kompakt aus, ideal wäre eben
etwas, was nicht so hoch baut und die Anschlüsse oben und/oder unten
hätte.
Bzgl. der Geizhals-Links, danke, ich werde mich da weiter umsehen, aber
auf den ersten Blick habe ich die alle schon durch.
Die Buchsen nach vorn sind bei der Bautiefe für eine Unterverteilung
leider sehr "sperrig", ein gestecktes Ethernetkabel baut ja zusätzlich
noch mal min. 40mm hoch auf. Daher auch meine konkrete Frage nach
Alternativen/Tipps mit geeignetem Formfaktor.
Gegebenenfalls gibt es ja auch welche, die man "quer legen" kann, sodass
die Stecker von links oder rechts gesteckt werden können. Wäre eine
Notlösung, da es einige TE blockieren würde.
Ich habe bei mir USW‑Flex verbaut die halten magnetisch und man kann sie
flach einbauen, zusätzlich werden sie über PoE gespeist und können
andere Geräte mit PoE versorgen. Sind aktuell aber nicht wirklich zu
bekommen.
Fairerweise muss man sagen, dass ich das PoE auch an fast allen Ports
nutze, das ist bei dir vermutlich eher nicht der Fall.
Br4in schrieb:> Die Buchsen nach vorn sind bei der Bautiefe für eine Unterverteilung> leider sehr "sperrig",
Dann schraub doch ein Hutschienenadapter an einen Switch deiner Wahl.
@jojos: Dein Beispiel ist definitiv außerhalb des Budgets, allerdings
auch überdimensioniert für meine Anwendung (brauche weder PoE noch
Gigabit). "REG" Format ist allerdings wirklich hilfreich bei der Suche,
danke dafür.
Auch interessant sieht die "TERZ NITE-RF" Serie aus, die ich
zwischenzeitlich gefunden habe. Das ist zwar kein REG Format, baut aber
auch relativ flach (<33mm) und kompakt.
Danke auch für die anderen Hinweise. Der USW‑Flex sieht prinzipiell
interessant aus, auch außerhalb der Unterverteilungen :)
Dieser hier ist seit drei Jahre in einem Standverteiler für E-Ladesäulen
im Einsatz, bisher ohne Probleme. Hat Hutschienenadapter dabei (drehbar
für vertikalen oder horizontalen Einbau) Stromversorgung erfolgt
separat.
https://amzn.eu/d/fNIvbf0 liegt in deinem Budget!
Danke für eure Vorschläge. Ich bin aktuell am ehesten bei dem TERZ
Switch, weil die Leitungen innerhalb der Verteilung gebraucht werden
(die anderen sind eher interessant, wenn man von außen dran muss - ich
müsste aber dann mit den Kabeln von vorn wieder durch die Blende um die
Geräte anzuschließen).
Benedikt L. schrieb:> Wie montiert man Ethernet IN der Unterverteilung. DAS geht doch> schief.
Alle verwendeten Geräte haben RJ45 Ports und es gibt auch relativ
flexible Ethernetleitungen in brauchbaren Längenabstufungen, die sich
halbwegs ordentlich verlegen lassen. Nach außen hat man dann eine
einzelne Ethernetleitung zum "Haupt-Switch" im Netzwerkschrank.
Wüsste nicht, was da schief gehen sollte. Wo siehst du denn das Problem?
Benedikt L. schrieb:> Wie montiert man Ethernet IN der Unterverteilung. DAS geht doch schief.
Was soll da "schiefgehen"? Das ist eine völlig normale
Installationsmöglichkeit und wird von den großen UV Herstellern
ausdrücklich vermarktet. Meist ist da von separaten "Medienfeldern" in
der UV die Rede.
Gerade bei der heute üblichen Vernetzung von Geräten wird auf Dauer
nichts anderes übrig bleiben. Oder soll man neben jeder UV auch einen 19
Zoll Schrank installieren?
Wenn man genügend Platz vorsieht, kann man auch RJ45 Patchfelder für die
ankommenden CAT Leitungen verwenden. Dann ist die FESTE Verdrahtung
HINTER der Blende und nur die kurzen Patchleitungen (auf den Switch)
sichtbar darüber.
Bei der Verkabelung der UV für E-Fahrzeugladung sind hinter der
Abdeckung noch DEHN Patch Überspannungsableiter REG verbaut, deren
Ausgang hinter der Blende auf ein REG Patchfeld geht. Die eigentliche
Verdrahtung zum Switch ist dann "überirdisch" mit kurzen Patchleitungen.
Damit hat man die LED's der einzelnen Ports jederzeit im Blick ohne
Kabelwirrwarr vor der Blende.
Natürlich kann man auch gleich Switches für REG verbauen, die sind aber
relativ teuer.
Thomas R. schrieb:> Wenn man genügend Platz vorsieht, kann man auch RJ45 Patchfelder für die> ankommenden CAT Leitungen verwenden. Dann ist die FESTE Verdrahtung> HINTER der Blende und nur die kurzen Patchleitungen (auf den Switch)> sichtbar darüber.
Soweit gut verständlich. Der Posster wollte doch diese
ShellyProfessional einsetzen. Da sind dann plötzlich Ethernet und 230V
sehr nahe beeinander.
Und normalerweise ist da ein Stromschutzdeckel über allem im
Verteilerkasten. Ich kann mir nicht vorstellen was wo rein raus gehen
soll.
Ein Foto aus der Praxis wäre gut und nicht nur die einzelnen Teile.
Benedikt L. schrieb:> Thomas R. schrieb:>> Wenn man genügend Platz vorsieht, kann man auch RJ45 Patchfelder für die>> ankommenden CAT Leitungen verwenden. Dann ist die FESTE Verdrahtung>> HINTER der Blende und nur die kurzen Patchleitungen (auf den Switch)>> sichtbar darüber.>> Soweit gut verständlich. Der Posster wollte doch diese> ShellyProfessional einsetzen. Da sind dann plötzlich Ethernet und 230V> sehr nahe beeinander.> Und normalerweise ist da ein Stromschutzdeckel über allem im> Verteilerkasten. Ich kann mir nicht vorstellen was wo rein raus gehen> soll.> Ein Foto aus der Praxis wäre gut und nicht nur die einzelnen Teile.
Mit Shelly kann ich nicht dienen, der Müll kommt mir nicht in eine UV.
Im Beispielbild wollte ich für einen Kollegen die Leiterbahnen zum
Relais verstärken, habe aber sofort abgebrochen als ich den FEHLENDEN
Isolationsabstand sah. Da muß man doch nicht über "nahe Leitungen"
diskutieren?
Thomas R. schrieb:> Mit Shelly kann ich nicht dienen, der Müll kommt mir nicht in eine UV.> Im Beispielbild wollte ich für einen Kollegen die Leiterbahnen zum> Relais verstärken, habe aber sofort abgebrochen als ich den FEHLENDEN> Isolationsabstand sah. Da muß man doch nicht über "nahe Leitungen"> diskutieren?
Für was soll es einen höheren Isolationsabstand geben? Das Gerät
arbeitet auf Netzpotential und braucht keine doppelte Isolation. Das
sieht in professionellen Treppenhausschaltern, Dimmern, Zeitschaltuhren,
... auch nicht anders aus.
Thomas R. schrieb:> Mit Shelly kann ich nicht dienen, der Müll kommt mir nicht in eine UV.
Du bist echt ein rumpöbelnder Hosenmatz! Hör doch auf! Du hast sowas von
keine Ahnung von Shelly und deren Produkten das du lieber bei deiner
Modelleisebnahn bleibst. Dein Gepinsel ist keinerlei Beitrag zu diesem
Thema. Es ist entsetzlich.
Und fummel die Dinger nicht auf das kann für dich Laein böse enden!
Es geht um den SHELLY1PRO, ein Hutschienenrelais mit Ethernetbuxe:
https://www.omg.de/shelly/relais/shelly-relais-pro-line-shelly-pro-1/a-25068
Für alle richtigen Spezialisten, ich wollte doch wissen wie man Ethernet
und 230V in der UV ordentlich verlegen kann. Vor allem der Switch, ist
der dann unterirdisch oder über der Schutzhülse.
Benedikt L. schrieb:> Ethernet und 230V in der UV ordentlich verlegen
Hager hat da ein paar gute Ideen. Grundsätzlich haben die dann ein
"Medienfeld", da sitzt der Switch auf Lochblech und die Verkabelung
erfolgt außerhalb des 230V Bereichs.
Wenn du kein Medienfeld einbauen kannst, würde ich einfach einen kleinen
10" Schrank neben die UV hängen und ein Bündel Patchkabel dort rüber
führen.
Einen Switch irgendwie auf Hutschiene hinter die Abdeckungen zu stopfen,
fände ich unschön. Soweit ich weiß sind Patchkabel eh nicht geeignet
neben 230V Leitungen zu liegen, anders als z.B. eine KNX Busleitung.
Benedikt L. schrieb:> Für alle richtigen Spezialisten, ich wollte doch wissen wie man Ethernet> und 230V in der UV ordentlich verlegen kann. Vor allem der Switch, ist> der dann unterirdisch oder über der Schutzhülse.
Für mein Verständnis gibt es zwei sinnvolle Varianten:
- Switch "unterirdisch", hinter der Schutzblende
oder
- REG-Switch mit unterirdischen Anschlüssen für die Hutschienengeräte
und StatusLEDs für die Blende. Ggf. ein zusätzlicher Ethernetport über
der Blende, wo man sich bei Bedarf mal mit einem Notebook dran hängen
kann. Wäre für mich aber nicht notwendig.
Bei dem, was ich bis jetzt gesehen habe, präferiere ich Variante 1. Da
gefallen mir die schmalen Ausführungen von Terz, Harting und ggf. noch
Beckhoff am besten.
Für die Zuleitung ist in diesem Fall die sinnvollste Variante
wahrscheinlich Patchkabel -> Keystone -> Verlegekabel -> Switch, da RJ45
Steckverbinder für Verlegekabel wahrscheinlich wieder zu hoch bauen und
das Kabel zu unflexibel wäre.
Br4in schrieb:> Für mein Verständnis gibt es zwei sinnvolle Varianten:> - Switch "unterirdisch", hinter der Schutzblende
Irgendwo waren hier doch so Durchführungsblöcke für Netzwerk um eben
"unterirdisch" von "oberirdisch" zu trennen.
Nun kann man sich überlegen ob man die obenunten-Dingse zentral hat und
quer durch die Unterverteilung die Netzwerkkabel erstmal unterirdisch
hat und dann noch oben zentral.
Man braucht ja erst den LS dann den ShellyPro mit Neztwerk.
Benedikt L. schrieb:> Thomas R. schrieb:>> Mit Shelly kann ich nicht dienen, der Müll kommt mir nicht in eine UV.>> Du bist echt ein rumpöbelnder Hosenmatz! Hör doch auf! Du hast sowas von> keine Ahnung von Shelly und deren Produkten das du lieber bei deiner> Modelleisebnahn bleibst. Dein Gepinsel ist keinerlei Beitrag zu diesem> Thema. Es ist entsetzlich.> Und fummel die Dinger nicht auf das kann für dich Laein böse enden!>
Witzig, witzig 🤪 Mein Gesellenbrief ist gerade 40 geworden 😜 Nein, ich
habe keine Ahnung von Shelly und wollte mich unvoreingenommen damit
auseinandersetzen. Leider muß man dann oben gezeigten Müll sehen.
Bei diesem Gerät gibt es keine sichere Trennung zwischen der Steuer- und
Lastseite!!! Der Laie (so wie du?) verwendet dann so ein Gerät um z.B.
12Volt LED Beleuchtung zu schalten 😱😱
Christian K. schrieb:> Thomas R. schrieb:>> Mit Shelly kann ich nicht dienen, der Müll kommt mir nicht in eine UV.>> Im Beispielbild wollte ich für einen Kollegen die Leiterbahnen zum>> Relais verstärken, habe aber sofort abgebrochen als ich den FEHLENDEN>> Isolationsabstand sah. Da muß man doch nicht über "nahe Leitungen">> diskutieren?>> Für was soll es einen höheren Isolationsabstand geben? Das Gerät> arbeitet auf Netzpotential und braucht keine doppelte Isolation. Das> sieht in professionellen Treppenhausschaltern, Dimmern, Zeitschaltuhren,> ... auch nicht anders aus.
Dieser Shelly (ich kenne die verschiedenen Typen nicht!) kann mit 12Volt
auf der Versorgungsseite betrieben werden und dann 230 Volt schalten.
Dann haben die Leiterbahnen nicht den aus gutem Grund vorgeschriebenen
Abstand zur Versorgungsseite. Das hat nix mit „doppelter Isolation“ zu
tun. Auch umgekehrt gilt das: die Shelly kann auch mit 230Volt betrieben
werden und jemand könnte auf die Idee kommen mit dem Relaiskontakt eine
12Volt Lichterkette zu schalten. Auch da wäre die sichere Trennung nicht
erfüllt.
Und das ist bei jedem echten „VDE“ geprüften Gerät möglich weil dort
diese Bedingungen eingehalten sind. Ode das Gerät ist von seiner
Bestimmung her nicht für zwei unterschiedliche Potentiale gedacht (wie
der von dir als Beispiel angeführte Treppenlichtzeitschalter)
Br4in schrieb:> Benedikt L. schrieb:> Für die Zuleitung ist in diesem Fall die sinnvollste Variante> wahrscheinlich Patchkabel -> Keystone -> Verlegekabel -> Switch, da RJ45> Steckverbinder für Verlegekabel wahrscheinlich wieder zu hoch bauen und> das Kabel zu unflexibel wäre.
Schau mal (z.B. bei Amazon) nach „feldkonfektionierbare RJ45 Stecker“.
Große Auswahl und echt einfach zu verarbeiten.