Länge Anschluss THT

OP #7769248
Lesenswert?
• ▲
▼

Wie viel sollte ein Anschlussbeinchen von einem fetten THT Kondensator auf der Lötseite über die Platine reichen? Gibt es da irgendwelche Richtlinien anhängig von Durchmesser der Anschlussbeinchen, Komponentengröße / Gewicht etc? Das Bauteil sollte mechanisch gut halten, also wäre vermutlich ein etwas größeres Lötpad mit mehr Zinn und dadurch auch etwas mehr Anschlusslänge hilfreich, oder?

#7769411
Lesenswert?
• ▲
▼

Luky S. schrieb:

Wie viel sollte ein Anschlussbeinchen von einem fetten THT Kondensator auf der Lötseite über die Platine reichen

2mm bis 2.5mm.

Luky S. schrieb:

Wird nicht mauell verlötet sondern fährt über die Welle. Zusätzlicher Kleber ist auch vorgesehen, aber erstmal gehts mir um die Größe des Lötpads und der länge der Anschlussbeinchen

Ein interessante Methode ist mir vor 40 Jahren begegnet: Die zu bestückende Platine wird auf ein 2mm dickes (Messerstahlblech) gelegt in dem bei jedem Bohrloch ein kegelförmiges Loch gebohrt war, oben vielleicht 2mm unten wie das Platinenloch vielleicht 0.8mm Durchmesser.

Dann wird die Platine manuell bestückt, die Drähte gucken unterm Blech raus. Und bevor es in die Welle kommt, fährt ein Messerbalken unter dem Blech durch, schneidet damit alle Drähte auf 2mm ab und man kann die Platine locker abheben und aufs Band legen.

#7769443
Lesenswert?
• ▲
▼

Luky S. schrieb:

Wie viel sollte ein Anschlussbeinchen von einem fetten THT Kondensator auf der Lötseite über die Platine reichen? Gibt es da irgendwelche Richtlinien anhängig von Durchmesser der Anschlussbeinchen, Komponentengröße / Gewicht etc?

Normalerweise macht der Hersteller in seinem Datenblatt entsprechende Empfehlungen zum Layout, da würde ich als erstes mal schauen.

#7769665
Lesenswert?
• ▲
▼

Luky S. schrieb:

Wird nicht mauell verlötet sondern fährt über die Welle.

Dann müssen die Lochdurchmesser der Leiterplatte zum Bauteildraht passen. Ich erinnere ein Produkt, wo Elkos auf dem Transportweg rausgefallen sind, weil das Loch zu klein war.

Stefan W. schrieb:

Normalerweise macht der Hersteller in seinem Datenblatt entsprechende Empfehlungen zum Layout, da würde ich als erstes mal schauen.

Genau das, der Durchmesser muß passen und man muß seinen Lötprozess beherrschen.

Michael B. schrieb:

Ein interessante Methode ist mir vor 40 Jahren begegnet: Die zu bestückende Platine wird auf ein 2mm dickes (Messerstahlblech) gelegt in dem bei jedem Bohrloch ein kegelförmiges Loch gebohrt war, oben vielleicht 2mm unten wie das Platinenloch vielleicht 0.8mm Durchmesser.

Dann wird die Platine manuell bestückt, die Drähte gucken unterm Blech raus. Und bevor es in die Welle kommt, fährt ein Messerbalken unter dem Blech durch, schneidet damit alle Drähte auf 2mm ab und man kann die Platine locker abheben und aufs Band legen.

Das kenne ich anders: Die Platine wurde über ein Lötbad gefahren, danach kam eine Messerscheibe und rasierte die Überstände ab. Stelle es Dir als waagerecht gelegte Brotschneidemaschine vor. Wenn die Platine nicht korrekt im Lötrahmen saß, konnte das auch mal im Schrott enden.

Danach über den Sprühfluxer und die Lötwelle, war das sehr zuverlässig. 40 Jahre könnte passen, vielleicht sogar ein paar mehr.

#7769677
Lesenswert?
• ▲
▼

Sebastian R. schrieb:

Wenn Vibrationen bei großen Bauteilen bei dir ein Problem sind, wäre Staking (Verkleben) eigentlich die richtige Lösung.

Speziell für axiale Bauteile wie etwa Elkos kenne ich von früher™ noch die Variante, die zusätzlich mit einem oder gar mehreren Kabelbindern zu befestigen. Das ist reparaturfreundlicher als Verkleben und benötigt nur ein paar Löcher in der Platine. Nutze ich auch gerne als Zugentlastung für fest angelötete Kabel.

#7769820
Lesenswert?
• ▲
▼

Luky S. schrieb:

Wie viel sollte ein Anschlussbeinchen von einem fetten THT Kondensator auf der Lötseite über die Platine reichen? Gibt es da irgendwelche Richtlinien anhängig von Durchmesser der Anschlussbeinchen, Komponentengröße / Gewicht etc? Das Bauteil sollte mechanisch gut halten, also wäre vermutlich ein etwas größeres Lötpad mit mehr Zinn und dadurch auch etwas mehr Anschlusslänge hilfreich, oder?

Die IPC sagt dazu: Es muss sich ein ausreichender Meniskus ausbilden können.

Als Faustregel gelten 1,6..2,5mm über die Platine.

Wichtiger ist eigentlich der Lotdurchstieg im Pad. Ideal wäre bis durch. Dann wird die Last komplett vom FR4 getragen, und nicht nur von der Haftkraft des Kupfers auf dem FR4.

Bei Vibrationen brechen eh' die Beine aus dem Bauteil, bevor die Lötung aufgibt. Zumindest wenn THT korrekt gelötet wurde.

Antwort schreiben

Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt. Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten, für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.