Was steckt da als Energiespeicher in der Taschenlampe?

OP #8095243
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Hallo,

abseits der Straße im Acker liegend gefunden. Sieht wertig aus, mit knapp 200 Gramm rel. schwer. Nach Abschrauben des Batteriedeckels sieht man die recht seltsame Konstruktion in Bild 3. Was immer das ist, es ist nicht entnehmbar.

Jemand eine Ahnung, was das sein soll? Wegwerftaschenlampe?

Hans

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#8095260
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Wenn genug Wasser/Luftfeuchtigkeit im Gehäuse war, hat sich die auslaufende Lauge in jedemenge Salz verwandelt. Kann man mit warmem Wasser auflösen, dann kommt der Halter vielleicht heraus.

Stand kein Wasser zur Reaktion zur Verfügung, hat die Lauge sicher sämtliche Leitungen und Bauteile aufgefressen :(

Persönliche Seite #8095271
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H. H. schrieb:

Das ist ein Batteriehalter mit drei AAA Zellen. Kannst du heraus schütteln.

Die werden ausgelaufen sein und haben das Alu angegriffen, da hilft nur noch rohe Gewalt.

Dazu vielleicht vorsichtig eine Spax-Schraube in das Loch in der Mitte drehen, daran greifen, und dann unter leichtem Rütteln herausziehen.

Möglicherweise lässt sich die Taschenlampe weiter vorne auch noch aufschrauben, für Zugang zur Elektronik. Aber genau das Gewinde ist oft absichtlich verklebt. Wenn nicht, hast Du dort möglicherweise einen zweiten Zugang und kannst den Batteriehalter in irgeneine Richtung herausstossen.

Wenn der Batteriehalter defekt ist, kannst Du Dir per 3D-Druck einen neuen machen. Für die Verdrahtung kannst Du normalen kupferdraht nehmen, für die Kontaktfedern am besten Bronzeblech oder Federstahl, KEIN Messing.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias DL1EIC

http://www.dl0dg.de

#8095318
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Bernd W. schrieb:

Möglicherweise lässt sich die Taschenlampe weiter vorne auch noch aufschrauben, für Zugang zur Elektronik. ...

Da ist keine Elektronik.

Von den vielen LEDs die in den Dingern verbaut sind, ist bei häufigerem Gebrauch, auch keine längere Lebensdauer zu erwarten.

Bei Taschenlampen enweder auf einen eingebauten (LiO-)Akku, oder eine AA/AAA-Zellenzahl von <= 2 achten. Bei denen ginge ohne Spannungswandler nämlich nichts.

Am besten legt du sie zügig wieder dahin, wo du sie gefunden hast.

(Firma: Hobbytheoretiker) #8095319
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Stefan R. schrieb:

hat sich die auslaufende Lauge in jedemenge Salz verwandelt. Kann man mit warmem Wasser auflösen, dann kommt der Halter vielleicht heraus.

Du kannst da noch mit Essig nachhelfen. Suche Dir ein enges Glas und in das die Lampe hineinpasst und fülle es so hoch auf, wie das Batteriefach im inneren hoch sein dürfte.

Beim Versuch den Batteriekasten herauszuziehen, die Taschenlampe nicht stürzen, weil sonst der Essig in die Elektronik läuft.

#8095325
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Cartman E. schrieb:

Von den vielen LEDs die in den Dingern verbaut sind, ist bei häufigerem Gebrauch, auch keine längere Lebensdauer zu erwarten.
Bei Taschenlampen enweder auf einen eingebauten (LiO-)Akku, oder eine AA/AAA-Zellenzahl von <= 2 achten.
Bei denen ginge ohne Spannungswandler nämlich nichts.

Diese Taschenlampen hatten grundsätzlich einen Plastikhalter für 3 x AAA Zellen im Rohr.
Mit harten Stössen der unteren Öffnung auf festes Holz sollte sich dieser Halter an sich immer herausbewegen lassen.
Wenn man den Halter doch zerstören muss oder die Kontakte wegkorrodiert sind, kann man die Lampe ohne Änderung mit einer 18500er LiIonenzelle betreiben.
Insb. im cn-Onlinehandel finden sich auch Rohrverlängerungen für wenige Cent, die die Nutzung von 18650er erlauben.
https://accu-batt.de/images/product_images/info_images/7349_0.jpg

Gerade bei den Lampen mit den verbreiterten Köpfen gab es erstaunlich gute Qualitäten.

#8095329
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In einer solchen wertigen Lampe findet man einen kleinen Atomreaktor, der über Jahrzehnte Energie bereit stellen kann. Aufgrund seiner Gefährlichkeit wegen austretender Radioaktivität läßt er sich nicht ohne Spezialwerkzeug entfernen. Oben der Kopf mit den LEDs enthält normalerweise eine kleine Elektronik als geregelter Spanungswandler.

Hans H. schrieb:

Jemand eine Ahnung, was das sein soll?

Für Astronauten, die bereits das Sonnensystem verlassen haben, in misslicher Lage oft die einzige Lichtquelle während außerplanmäßiger Tätigkeiten.

Ich würde das verlorene Teil der NaSa zurück schicken.

mfg

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#8095569
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Cartman E. schrieb:

Möglicherweise lässt sich die Taschenlampe weiter vorne auch noch aufschrauben, für Zugang zur Elektronik. ...

Da ist keine Elektronik. Von den vielen LEDs die in den Dingern verbaut sind, ist bei häufigerem Gebrauch, auch keine längere Lebensdauer zu erwarten.

Die Masse dieser enthält noch nicht einmal einen Vorwiderstand. Die LED klemmt direkt an den drei AAA und verlässt sich auf deren Innenwiderstand.

Ralf X. schrieb:

Wenn man den Halter doch zerstören muss oder die Kontakte wegkorrodiert sind, kann man die Lampe ohne Änderung mit einer 18500er LiIonenzelle betreiben. Insb. im cn-Onlinehandel finden sich auch Rohrverlängerungen für wenige Cent, die die Nutzung von 18650er erlauben.

.. und dann mangels Strombegrenzung die LED umbringen. Es gibt auch Elektronikplatinchen zu kaufen, die dann begrenzen. Hatten wir vor Jahren im Forum:

Beitrag "Re: Stromverbrauch von LED-Taschenlampe nicht nachvollziehbar"

https://www.mikrocontroller.net/attachment/534986/Elektronik.jpg

#8095577
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Ralf X. schrieb:

Insb. im cn-Onlinehandel finden sich auch Rohrverlängerungen für wenige Cent, die die Nutzung von 18650er erlauben. https://accu-batt.de/images/product_images/info_images/7349_0.jpg

Gerade bei den Lampen mit den verbreiterten Köpfen gab es erstaunlich gute Qualitäten.

Jeder Aufwand, um diesen Teilen wieder etwas "einzuhauchen", ist verschwendet. Ersatz liegt in den, je nach regionaler Gier, Ein- oder Zwei-Euro-Ramschregalen. Ist Mann lernfähig, lässt Mann sie dort liegen.

Eine luxuriöse Gehäuseausführung ist kein Garant für eine Stromquelle oder einen Vorwiderstand.

Für ca. 10 Euro gibt es schon "Farad"-Lampen mit LiO-Akku und Ladebuxe. Gegen die miserable Ausleuchtung hülft matter Tesafilm.

OP #8095617
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Ralf X. schrieb:

Mit harten Stössen der unteren Öffnung auf festes Holz sollte sich dieser Halter an sich immer herausbewegen lassen.

Das war die Lösung. Und wie Hinz vermutete, waren Zellen ausgelaufen, hier jedoch nur eine einzige. Die anderen beiden Zellen hatten noch knapp 1,6V. Das übliche und immer sehr ärgerliche Problem mit Batterien.

Der Fraß innen im Alugehäuse beschränkte sich auf die Fläche eines 1 Cent Stückes (Lampe5). Im Batteriekasten war zusätzlich noch eine Feder angefressen, da ist jetzt das Gold weg, oder was immer das Gelbe ist (Lampe7).

Drei neue AAA-Batterien rein und das Ding funzelt wieder.

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#8095643
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Hans H. schrieb:

Hat jemand eine Ahnung, wieso im Zentrum der 6 LEDs eine Glühbirne sitzt? Schaltfolge: 3 LEDs an - 6 LEDs an - alle LEDs aus, Glühbirne an Was soll der Scherz mit der Glühlampe? Energievernichtung der eh winzigen AAA-Zellen?

Dürfte aus der Frühzeit stammen, als die COPs dem Hersteller noch zu teuer waren.
Die Glühbirne wird eine Halogen sein und in Verbindung mit dem verwendeten Reflektor für einen gebündelten Lichtstrahl sorgen, während die LEDs eine schwächere Weitfeldausleuchtung bewirken.

#8095655
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Cartman E. schrieb:

Ralf X. schrieb:

Insb. im cn-Onlinehandel finden sich auch Rohrverlängerungen für wenige Cent, die die Nutzung von 18650er erlauben. https://accu-batt.de/images/product_images/info_images/7349_0.jpg Gerade bei den Lampen mit den verbreiterten Köpfen gab es erstaunlich gute Qualitäten.

Jeder Aufwand, um diesen Teilen wieder etwas "einzuhauchen", ist verschwendet. Ersatz liegt in den, je nach regionaler Gier, Ein- oder Zwei-Euro-Ramschregalen.

In den 00er Jahren hätte ich die Billigsausführungen in Mengen importieren können, mit Werbedruck unter 20 ct/Stück frei Hamburger Hafen netto.
Und wenn ich Bock habe, würde ich eine defekte nicht einfach ungeprüft in den Müll schmeissen.
Da haben wir unterschiedliche Mentalitäten.

Ich habe in meinem Leben tausenden Kunden erklärt, dass ich eine Reparatur für unwirtschaftlich erachte.
Aber wenn dennoch eine Reparatur gewünscht wurde, habe ich nie jemanden deswegen kritisiert.

Ist Mann lernfähig, lässt Mann sie dort liegen. Eine luxuriöse Gehäuseausführung ist kein Garant für eine Stromquelle oder einen Vorwiderstand.

Ein Foto ist natürlich noch lange kein Garant für irgendetwas.
Aber eine lernfähige Person sollte doch anders handeln, als Du.
Inzwischen wissen wir, dass hier doch tatsächlich "Elektronik" verbaut wurde, und der Finder seinen Spass hat.. :-)

Für ca. 10 Euro gibt es schon "Farad"-Lampen mit LiO-Akku und Ladebuxe. Gegen die miserable Ausleuchtung hülft matter Tesafilm.

Findest Du Deine individuellen Abkürzungen lustig?
Dieses Set habe ich mir lokal vor ~2 Jahren bei Lidl als Zusatzlicht gekauft, Rücklicht hängt am Anhänger:
https://www.lidl.de/p/crivit-led-fahrradleuchten-set-2-teilig/p100399090
Allerdings, als es für knapp 7,-€ zu bekommen war.
Ich bin zufrieden, keine Ahnung, was Du da mit mattem Tesa "verbessern" willst.
Einziges Manko, wie bei vielen dieser Teile:
Nachladen über USB (PB/Fremdversorgung) und leuchten geht ohne Umbau nicht gleichzeitig.

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