Hallo zusammen.
Ich habe bei LED24 100 RGB-LEDs gekauft:
http://www.leds24.com/LED/leds-5mm-led/diffuse-5mm-leds-5mm-led-diffus/5mm-3Chip-RGB-4pin-LED-diffus-60----RGB-LEDs-steuerbar.html?XTCsid=89086b27a9a9e9d36dd8e347d721a683
Mir scheint es so, als wären da min 5 verschiedene Typen drin. Im
angehängten Foto erkennt man einige Farbunterschiede, die aber in
Realität noch etwas krasser sind.
Für die Testschaltung auf dem Steckbrett habe ich 220 Ohm für jeden
Farbkanal benutzt und jeweils zwei LEDs parallel geschaltet. Als
Spannungsversorgung nutze ich eine 5 V Gleichspannungsquelle.
Meine Frage ist: Wie kann ich das Problem lösen; dh. gleiche Farben
bekommen?
- Kennt ihr einen besseren Händler?
- Ist das normal, dass die LEDs so unterschiedlich sind?
Habt ihr Tips oder Vorschläge wie oder wo man gleiche LEDs bekommt?
Besten Dank und einen schönen Abend
Nachtrag:
Mir ist aufgefallen, dass die einzelnen Farbchips in den LEDs teilweise
unterschiedlich angeordnet sind. Also mal ist der rote Chip oben, mal
der Blaue,...
@ bronko (Gast)
>Mir scheint es so, als wären da min 5 verschiedene Typen drin.
Nennt sich Binning, Sortierung der LEDs nach Farbe und Helligkeit bei
konstantem Strom. Gegen Geld bekommt man die sortiert aus einem Bin,
beim Ramschladen nur die billige Mischung.
>- Ist das normal, dass die LEDs so unterschiedlich sind?
Ja, siehe oben.
>Mir ist aufgefallen, dass die einzelnen Farbchips in den LEDs teilweise>unterschiedlich angeordnet sind. Also mal ist der rote Chip oben, mal>der Blaue,...
Noch mehr Ramsch.
MFG
Falk
> Meine Frage ist: Wie kann ich das Problem lösen; dh. gleiche Farben> bekommen?TLC5940> Ist das normal, dass die LEDs so unterschiedlich sind?
Ja, wenn man zu den billigen unsortierten greift.
Aber deine Schaltung ist auch Humbug.
Mit Vorwiderständen an 5V bekommt man keinen gleichen Strom pro
Grundfarbe hin, weil ja der Spannungsabfall und damit die Restspannung
unterschiedlich ist.
Mindestens 3 auf 1% genaue Konstantstromquellen wären notwendig,
und auch dann kannst du nur feststellen, daß sich die LEDs
datenblattkonform verhalten, mit 50% Abweichung in der Helligkeit wäre
alles im grünen Bereich (ja nach Datenblatt, aber meist sind die Werte
so).
Das war nur eine Probeschaltung zum "testen" der Farbunterschiede. Ich
habe bereits eine "richtige" Schaltung aufgebaut, in der ich 1% genaue
Vorwiderstände verwende - aber eben keine Konstantstromquelle sondern
74HC595 Schieberegister. Die Schaltung umzubauen wäre mit einem sehr
hohen Aufwand verbunden.
Ich habe bereits früher schon mal ein Projekt aufgebaut in dem ich 512
rote LEDs mit einer sehr ähnlichen Schaltung, also 595er
Schieberegister, ansteuere und da waren keine Farbunterschiede zu sehen.
Seht ihr eine Lösung, wie ich mit der Schieberegisterschaltung und ggf.
besseren LEDs das ganze doch noch zum laufen bringe?
Gruß
Du merkst aber auch nichts.
Klar sind rote LEDs "gleicher", schliesslich haben rote LEDs auch einen
nahezu gleichen Spannungsabfall also eine nahezu gleich Restspannung für
den Vorwiderstand, also bekommen sie auch den nahezu gleichen Strom.
Aber "1%" Vorwiderstände führen an RGB LEDs, wo die rote LED vielleicht
2.1V Spannungsbedarf hat und die blaue 3.6V, nicht zu (fast) gleichem
Strom, schliesslich ist der Spannungsabfall für die Widerstände deutlich
unterschiedlich.
5V-2,1V = 2.9V an 290 Ohm = 10mA,
5V-3.6V = 1.4V an 290 Ohm = 4.8mA, egal wie genau deine Widerstände
übereinstimmen.
Du musst entweder die Widerstandswerte an den realen Spannungsabfall
anpassen, oder eben Konstantstromquellen nehmen und die gibt es
praktischerweise in ICs die auch noch unterschiedliche LED-Effizienz
ausgleichen können.
@MaWin
"Du merkst aber auch nichts." - Komischen Ton den manche Leute hier
haben.
Das Problem bestand nicht darin, dass sich rot, grün und blau mit
gleichem Widerstand unterscheiden, sondern dass sich zb die Rottöne von
10 verschiedenen LEDs bei gleichem Widerstand unterscheiden.
@Falk
Vielen Dank für die super Hilfe. Das Stichwort "Binning" hat mich genau
auf die richtige Fährte gebracht!
@alle
Für alle die mal vor einem ähnlichen Problem stehen: www.led-tech.de
scheint ein sehr guter Lieferant zu sein (was sortierte LEDs angeht).
Falls ihr noch weitere Lieferanten-Tips habt, gerne hier posten.
bronko schrieb:> Für die Testschaltung auf dem Steckbrett habe ich 220 Ohm für jeden> Farbkanal benutzt und jeweils zwei LEDs parallel geschaltet.LEDs parallel schalten? Das tut man nicht. Das führt, entgegen der
weitläufigen Annahme, nicht dazu, dass auch durch beide LEDs der gleiche
Strom fließt.
Bevor man zeter und mordio schreit, sollte man vielleicht sicherstellen,
dass durch alle gleichfarbigen Chips auch der gleiche Strom fließt.
Selbst mit sortierten LEDs wird das nicht viel besser aussehen.
>Bevor man zeter und mordio schreit, sollte man vielleicht sicherstellen,>dass durch alle gleichfarbigen Chips auch der gleiche Strom fließt.
Verstehe ich nicht ganz.
Mit 1% Widerständen und PWM soll der Strom so unterschiedlich sein
(gleiche Farbe, gleicher Chip, verschiedene LEDs)?
Wie sollen denn dann die ganzen anderen Projekte im Netz mit RGB-LEDs
und PWM funktionieren? - Da leuchtet auch nicht alle unterschiedlich.
Wie gesagt: Der Aufbau in dem zwei LEDs parallel geschaltet sind war nur
ein zusätzlicher Test. Auf der Platine verwende ich 74HC595 und 1%
Widerstände + PWM.
Gruß
bronko schrieb:> Verstehe ich nicht ganz.> Mit 1% Widerständen und PWM soll der Strom so unterschiedlich sein> (gleiche Farbe, gleicher Chip, verschiedene LEDs)?
Von deinen LED scheint es kein vernünftiges Datenblatt zu geben. Hier
daher der Wertebereich der Durchflussspannungen einer OSRAM-RGB-LED mit
ähnlichen Wellenlängen:
rot: 1,8 bis 2,4V
grün: 2,9 bis 3,7V
blau: 2,9 bis 3,7V
Die Ströme können bei 220Ohm/5V daher je nach Exemplar zwischen 11,8 und
14,5mA (rot) bzw. 5,9 und 9,5mA (grün und blau) liegen. Ich muss MaWin
und Dr. Strangelove daher Recht geben...
WENN der Aufwand nicht zu hoch wäre, könntE man versuchen, das Licht
über Farbfilter zu messen und die LEDs anschließend RGB einzeln über PWM
auf die richtige gemeinsame Helligkeit einzustellen (ähnlich wie man
früher beim Monitor den Weißabgleich mit RGB einstellte).
Leider werden sich dabei auch nicht alle LEDs linar verhalten. Somit
wird es auch nur ein Kompromiss bei einem bestimmten Arbeitspunkt.
bronko schrieb:>>Bevor man zeter und mordio schreit, sollte man vielleicht sicherstellen,>>dass durch alle gleichfarbigen Chips auch der gleiche Strom fließt.>> Verstehe ich nicht ganz.> Mit 1% Widerständen und PWM soll der Strom so unterschiedlich sein> (gleiche Farbe, gleicher Chip, verschiedene LEDs)?> Wie sollen denn dann die ganzen anderen Projekte im Netz mit RGB-LEDs> und PWM funktionieren? - Da leuchtet auch nicht alle unterschiedlich.> Wie gesagt: Der Aufbau in dem zwei LEDs parallel geschaltet sind war nur> ein zusätzlicher Test. Auf der Platine verwende ich 74HC595 und 1%> Widerstände + PWM.>> Gruß
Was bringt der 1% Widerstand? Garnix. Die Kennlinien der LEDs
unterscheiden sich schließlich auch. Somit ist der Spannungsabfall an
der LED mal höher mal niedriger, somit mal heller mal dunkler.
Darum braucht man eine Konstantstromquelle. Alles andere ist ein
Spannungsteiler der macht was die LED sagt
@ bronko (Gast)
>Naja, aber dafür sind die "gebinnten" LEDs doch jetzt da!
Nö, die haben auch unterschiedliche Flußspannung. Die Helligkeit ist nur
gleich, wenn der gleiche STROM fließt. Also bitte eine
Konstantstromquelle nutzen.
MFG
Falk
So schauts aus. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit eine Reihe von
Bauteilen zu finden, welche exact die selbe Kennlinie haben. Ganz krass
wirst du den Unterschied wohl sehen, wenn du die Leds so betreibst, dass
sie gerade so leuchten. Da sind einige an, und andere aus, ist halt so.
Wenn du nor vorhast eine Moodlamp zu bauen oder etwas großflächig zu
beleuchten, nimmst du nen Diffusor, dann ist es egal. Aber wenn die LEDs
direkt sichtbar sind, kommst du um konstanten Strom nicht herum.
Kann man auch sehr einfach prüfen. Nimm deine "schlechten" LEDs und
schalte sie alle in Reihe, dazu einen nicht zu kleinen vorwiderstand und
dann an ein Labornetzteil mit ausreichend Spannung. Damit ist der Strom
durch die LEDs zu 100,0% gleich.
Dito mit deinen neuen "guten" LEDs.
Und dann mach das Ganze mal mit deinen 1% Vorwiderständen.
Du wirst staunen.
MFG
Falk
> schalte sie alle in Reihe,
Ist natürlich schwierig, wenn RGB LEDs mit gemeinsamer Kathode/Anode
verwendet werden und man nicht nur eine Farbe messne will sondern eine
Mischfarbe.
Aber im Prinzip schon eine Lösung.
Naja, wie würde man es sonst machen wenn alle unabhängig Steuerbar sein
sollten? Eine Konstantstromquelle für jede Farbe und dann Regelbar lässt
sich zwar mit SMD sehr klein aufbauen, ist aber immerhin noch mit einem
hohen Bauteilaufwand verbunden.
Wenn dann würde ich eine drei Konstantstromquellen nehmen und diese dann
Multiplexen.
Wafür brauchst du denn die LEDs?
@ MaWin (Gast)
>> schalte sie alle in Reihe,>Ist natürlich schwierig, wenn RGB LEDs mit gemeinsamer Kathode/Anode>verwendet werden und man nicht nur eine Farbe messne will sondern eine>Mischfarbe.
Für einen TEST kann man ja nur eine Farbe anschliesen.
@ Mike Mike (mikeii)
>Naja, wie würde man es sonst machen wenn alle unabhängig Steuerbar sein>sollten? Eine Konstantstromquelle für jede Farbe und dann Regelbar lässt>sich zwar mit SMD sehr klein aufbauen, ist aber immerhin noch mit einem>hohen Bauteilaufwand verbunden.
Der IC ist seit über 50 Jahren erfunden. TLC5922 & CO sind deine
Freunde.
MFG
Falk
Hallo Bronko,
Es kann natürlich sein das die LED unterschiedlich leuchten, aber so
extrem kann ich mir nur schwer vorstellen.
Ich empfehle Dir Deinen Versuchsaufbau noch einmal geändert zu
wiederholen.
1. für jede LED und Farbe einen Widerstand.
2. die Spannungsversorgung auf ca. 6V einstellen.
Bei einigen blauen und Grünen LED-Chips kann die DiodenSpannung bis zu
4.5V betragen und auch zwischen den einzelnen LED etwas unterschiedlich
sein, deshalb nicht zwei LED-Chips an einem Widerstand legen und die
Spannung nicht zu niedrig wählen.
Grüße aus Berlin
Jörg
Hmmmm...
Aber wie erklärt ihr solche Projekte:
http://hypnocube.com/?
Ich habe keinen Schaltplan gefunden, aber die Bauteilliste:
http://www.hypnocube.com/Docs/HC4_Instructions.pdf
lässt darauf schließen, dass das Ganze mit PWM funktioniert.
Hierzu gibt es zahlreiche Videos in denen alle LEDs in der GLEICHEN
Farbe leuchten?!
Gruß Bronko
Ahh!
Ich benutze RGB-LEDs die eine gemeinsame Anode haben und mit einem
74HC595 an und aus geschaltet werden.
Bedeutet das, dass ich das Problem lösen könnte wenn ich vor die Anode
jeweils eine Konstantstromquelle schalte?
Könnte ich dann eine Konstantstromquelle z.B. für jeweils 8 RGB-LEDs
nutzen?
Gruß
Hallo bronko,
vielleicht trägt diese LTSpice-Simulation (Bild) zum Verständnis
Unterschied LED mit Vorwiderstand und LED mit Konstantstromquelle - bei
(hatte nur diese Modelle). Die Simulation zeigt die Tendenz, nicht die
in Deinem Fall zutreffenden Werte! Indem der Strom durch die LED
maßgeblich für die Lichtausbeute ist, zeigt sich klar der Unterschied:
mit Vorwiderstand rot/grün/blau 6,4-12-14,5mA
zusätzlich sind noch über dem Strompöot noch die Flußspannungen
aufgetragen.
Gruß wil
Ersteinmal möchte ich mich bedanken für die vielen Tipps und Anregungen.
- Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich um eine Konstantstromquelle
drum herum komme ;)
Ich verwende Schaltungen die nach dem Schaltplan von ucapps.de aufgebaut
sind:
http://www.ucapps.de/mbhp/mbhp_doutx4.pdf
Insgesammt möchte ich 64 RGB-LEDs betreiben. Leider habe ich die
Platinen schon hier liegen und einige sind schon aufgebaut um meine
Ausgangsfrage also umzuformulieren:
Seht ihr eine Möglichkeit mit minimaler Modifikation der Schaltung wie
sie im pdf abgebildet ist so zu verändern, dass die tollen RGBs in ihrer
tollen Farbe leuchten???
Gruß
@ bronko (Gast)
>Seht ihr eine Möglichkeit mit minimaler Modifikation der Schaltung wie>sie im pdf abgebildet ist so zu verändern, dass die tollen RGBs in ihrer>tollen Farbe leuchten???LEDs alle ausmessen und Widerstände anpassen. Ob sich das lohnt, weiß
ich nicht. Oder an Stelle der normalen Widerstände SMD-Potis
draufpacken, dann kann man online justieren. Aber Vorsicht, nicht auf
Null drehen, das grillt die LEDs.
MFG
Falk
Aber was ich oben geschrieben habe geht vermutlich nicht oder?
Also eine Konstantstromquelle für 8 LEDs benutzen. Wären dann zB zwei
ausgeschaltet würde sich ja der Strom ändern...
Ja die Widerstände anpassen ist glaube ich seeeehr zeitaufwändig.
Ich bin dankbar für jeden guten Tipp...
Also, hab die LEDs alle ausgemessen, dann eine kleine Auswertung in
Excel getippt und schon weiß ich welche LED passt. Funktioniert 1A!
Alles leuchtet gleich.
Da die LEDs an oder aus sind (PWM) hab ich auch kein Problem mit der
Kennlinie.
Auch wenn alle schreien: Das geht nicht! - Manchmal gehts eben doch...
@ bronko (Gast)
>Also, hab die LEDs alle ausgemessen, dann eine kleine Auswertung in>Excel getippt und schon weiß ich welche LED passt. Funktioniert 1A!>Alles leuchtet gleich.
Schön.
>Da die LEDs an oder aus sind (PWM) hab ich auch kein Problem mit der>Kennlinie.
Einfach oder AUS ist noch lange keine PWM.
>Auch wenn alle schreien: Das geht nicht! - Manchmal gehts eben doch...
[ ] Du hast das Problem verstanden.
MFG
Falk
Falk Brunner schrieb:> [ ] Du hast das Problem verstanden.
hihi :D
Bronko, du musst es nicht verstehen, aber ich versuche es nochmal zu
erklären.
Eine LED hat eine Kennlinie wie jede andere Diode auch.
Da eine kleine Stromänderung aber eine große Lichtänderung hervorrufen
kann, ist es sehr wichtig zu wissen welcher Strom fließt.
So in der Art könnte eine Kennlinie aussehen:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7c/Ledwhitecharcurp.png
Und es leuchtet wohl ein, wenn diese Kurve Minimal verschoben ist, dass
bei gleicher Spannung nicht mehr der gleiche Strom fließt. Zudem ist der
Statische Widerstand auch anderst, was wiederum den "Spannungsteiler"
der aus LED und Widerstand besteht "verstellt".
Die Helligkeit ist direkt abhängig vom Strom, also nur PWM oder nur
Spannung einstellen ist halt Blödsinn.
Es mag zwar jetzt für dich "einigermaßen ok" aussehen, aber eigentlich
ist es das ja nicht