Hi liebes Board,
ich habe folgende Schaltung, in der sich ein Multivibrator befindet und
die LED zum leuchten bringen soll. Der Kondensator C1 soll anfangs
geladen sein, daher die Pulsspannung. Ich verstehe aber nicht wie der
Multivibrator in diesem Schaltkreis integriert ist. Ich vermute, dass
die Transistoren Q1 und Q2 Bestandteile des Multivibrators sind, jedoch
bin ich mir absolut nicht sicher. Es wäre nett wenn ihr mir die
Schaltung erklären könntet.
mfg oligneb
Hallo,
besser Tastatur mit Shift-Taste benutzen und einfach 1M und 10M
schreiben, das sind dann üblicherweise auch Mega...
Ach ja, Lust, den Kondensator mit 0.0001 in eine lesbare Größenordnung
umzurechnen, habe ich auch nicht.
Gruß aus Berlin
Michael
Michael U. schrieb:> Hallo,>> besser Tastatur mit Shift-Taste benutzen und einfach 1M und 10M> schreiben, das sind dann üblicherweise auch Mega...>> Ach ja, Lust, den Kondensator mit 0.0001 in eine lesbare Größenordnung> umzurechnen, habe ich auch nicht.>> Gruß aus Berlin> Michael
1M ist auch falsch. Egal ob m oder M, beides ist milli in SPICE.
0.0001 = 100u
u=micro in SPICE
Tipp: Emitter und Kollektor vom PNP-Transistor müssen vertauscht werden.
Was soll diese Schaltung tun?
Warum diese Schaltung?
Link auf die Webseite dieser Schaltung?
Helmut S. schrieb:> 1M ist auch falsch. Egal ob m oder M, beides ist milli in SPICE.
Schon traurig, wenn seit Jahrzehnten, wenn nicht gar Jahrhunderten
übliche Abkürzungen von einem solchen Programm falsch verwendet
werden.
> u=micro in SPICE
Das ist dagegen die allgemein anerkannte Abkürzung, wenn das
Sonderzeichen µ nicht zur Verfügung steht. Da gibts ja auch
keine Verwechslungsmöglichkeiten.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Helmut S. schrieb:>>> 1M ist auch falsch. Egal ob m oder M, beides ist milli in SPICE.>> Schon traurig, wenn seit Jahrzehnten, wenn nicht gar Jahrhunderten> übliche Abkürzungen von einem solchen Programm falsch verwendet> werden.
Hallo Harald,
das haben die Entwickler von SPICE vor 40Jahren so definiert. Damals
musste man alles so einfach wie möglich halten, d. h. keine
Unterscheidung von Groß- und Kleinschreibung, um mit minimalem
Programm-Code auszukommen.
Gruss
Helmut
>>> u=micro in SPICE>> Das ist dagegen die allgemein anerkannte Abkürzung, wenn das> Sonderzeichen µ nicht zur Verfügung steht. Da gibts ja auch> keine Verwechslungsmöglichkeiten.> Gruss> Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Schon traurig, wenn seit Jahrzehnten, wenn nicht gar Jahrhunderten> übliche Abkürzungen von einem solchen Programm falsch verwendet> werden.
In anderen weit verbreiteten Programmen, wie z.B. MS Excel, wirst du mit
nun wirklich nicht elektronikspezifischen Vorsätzen für Maßeinheiten
noch weniger Glück haben.
Also sei froh ... ;-)
Helmut S. schrieb:> das haben die Entwickler von SPICE vor 40Jahren so definiert. Damals> musste man alles so einfach wie möglich halten, d. h. keine> Unterscheidung von Groß- und Kleinschreibung, um mit minimalem> Programm-Code auszukommen.
Im Erscheinungsjahr der ersten Spice-Version, 1973, herrschte noch
finsterstes Mittelalter.
Damals gab es kaum Computer, Drucker und Lochkartenstanzer/-leser¹, die
mit Groß-/Kleinschrift umgehen konnten. Das Byte war größtenteils noch 6
Bit breit, was zu wenig war, um Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und
Sonderzeichen aufzunehmen.
Interessant ist es, dass Spice auch nach fast 40 Jahren der Defactostan-
dard in der Schaltungssimulation ist. Welche anderen Computerprogramme
oder Programmiersprachen haben in diesem Alter noch eine so breite
Akzeptanz?
¹) Bildschirmterminals waren erst im Kommen, und auch diese konnten
lange Zeit nur Großbuchstaben.
Yalu X. schrieb:> Interessant ist es, dass Spice auch nach fast 40 Jahren der Defactostan-> dard in der Schaltungssimulation ist. Welche anderen Computerprogramme> oder Programmiersprachen haben in diesem Alter noch eine so breite> Akzeptanz?
C
So ich habe die Maßeinheiten mal korrigiert. Die Schaltung soll die LED
durch die Kippschaltung zum Blinken bringen. Jedoch verstehe ich nicht
wie diese Kippschaltung hier umgesetzt ist.
Marek N. schrieb:>> Interessant ist es, dass Spice auch nach fast 40 Jahren der Defactostan->> dard in der Schaltungssimulation ist. Welche anderen Computerprogramme>> oder Programmiersprachen haben in diesem Alter noch eine so breite>> Akzeptanz?>> C
Auweia, stimmt! C ist ja sogar noch etwas älter. Wenn man C und Spice
nebeneinander hält, könnte man aber fast meinen, C sei 10 Jahre jünger.
Ich glaube, C, Unix und die PDP-11 läuteten zusammen die Computerneuzeit
ein. Nachdem alle drei endlich zur Groß- und Kleinschrift fähig waren,
ist die Entwicklung wieder weitgehend eingeschlafen ;-)
Es ändert doch nichts, wenn ich den PNP falsch rum habe oder?
Quelle: http://www.b-kainka.de/bastel59.htm
Und ja die Lichtimpulse sind sehr kurz, aber die Quelle hat die
Widerstände etc. so vorgegeben.
> Nachdem alle drei endlich zur Groß- und Kleinschrift fähig waren,> ist die Entwicklung wieder weitgehend eingeschlafen ;-)
Nicht wirklich, heute können alle Unicode.
Aber es gibt Rückschritte, z.B. bei Win7. Da funktioniert nicht mal
mehr das Edit-Feld (Cursor-Up hängt oftmals) und mein IE8 hat im Moment
mal wieder eine disabelte Menüzeile, und das sind nur 2 der aktuell
aktiven Fehler von hunderten, die mir in Win7 begegnen.
Spice (in Fortran gecshrieben) hatte auch seine Probleme, aber auch
andere Dinge, wie TeX oder der Editor in diesem Forum sind auch dem
Stand der 80ger stehen geblieben und haben WYSIWYG verpennt. Immerhin
hat Spice (mit LTSpice für alle) diesen Schritt gemacht nicht mehr
Netzlisten eintippen zu müssen.
Michael A. schrieb:> Harald Wilhelms schrieb:>> Schon traurig, wenn seit Jahrzehnten, wenn nicht gar Jahrhunderten>> übliche Abkürzungen von einem solchen Programm falsch verwendet>> werden.>> In anderen weit verbreiteten Programmen, wie z.B. MS Excel, wirst du mit> nun wirklich nicht elektronikspezifischen Vorsätzen für Maßeinheiten> noch weniger Glück haben.>> Also sei froh ... ;-)
Gut, der Abstand zwischen zwei DIL-Beinchen ist also 2,5 Mm?
:-(
Gruss
Harald
Yalu X. schrieb:> Damals gab es kaum Computer, Drucker und Lochkartenstanzer/-leser¹, die> mit Groß-/Kleinschrift umgehen konnten. Das Byte war größtenteils noch 6> Bit breit, was zu wenig war, um Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und> Sonderzeichen aufzunehmen.> ¹) Bildschirmterminals waren erst im Kommen, und auch diese konnten> lange Zeit nur Großbuchstaben.
Tja, Fernschreiber hatten da damals weniger Probleme.
Man hat da allerdings auch so eine Art Klimmzug gemacht,
um Grossbuchstaben darstellen zu können.
Übrigens hätte man auch damals schon me und mi im Spice
schreiben können...
Gruss
Harald
oligneb schrieb:> Es ändert doch nichts, wenn ich den PNP falsch rum habe oder?> Quelle: http://www.b-kainka.de/bastel59.htm>> Und ja die Lichtimpulse sind sehr kurz, aber die Quelle hat die> Widerstände etc. so vorgegeben.
Hallo,
danke für die Quelle (Link). So gehört sich das.
Der ewige Blinker
http://www.b-kainka.de/bastel59.htm
Vorteil: mittlere Stromaufnahme nur 100uA
Wenn du den PNP falsch herum einbaust, dann hat der nur eine
Stromverstärkung von 1 bis 5. Das geht also nicht.
PNP in LTspice drehen:
Move, selektieren, Ctrl-r (drehen) oder Ctrl-e (spiegeln).
Im Anhang ist die fertige Schaltung. Da kannst du jetzt mit der Probe
messen um die Funktionsweise zu verstehen.
Helmut
Also ich weiß aus den Diagrammen, dass bei Q1 und Q3 abwechselnd Ströme
fließen. Wenn Q3 nicht sperrt, dann leuchtet die LED - angetrieben
durch C2 und C1.
Q2 sorgt dafür dass die Basis von Q3 an die Masse geschaltet wird und Q3
leitend wird. Dies passiert aber nur ganz kurz.
Wenn Q1 leitend wird, dann fließt Strom von C1 über R1 zu Q1.
Wenn Q1 leitet, dann liegt an dessen Basis eine positive Spannung. Doch
von wo kommt der Strom, der durch die Basis fließt? Ich dachte der kommt
von C3 bzw. C2, doch deren Strom fließt nur am Anfang ganz kurz in die
andere Richtung und danach gar nicht. Woher kommt also der Strom an der
Basis Q1?