Biasstrom in Simulation viel zu groß

Gast #3840919
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Hallo,

Ich habe ein seltsames Problem mit ltspice.

Laut Datenblatt des OP AD8620:
> http://www.analog.com/static/imported-files/data_sheets/AD8610_8620.pdf

Hat der OP einen garantierten Maximalen Bias-current von 250pA aber 
wieso fließt, wenn ich diesen Baustein simuliere bei mir einige µA in 
den invertierenden eingang??

mfg
Angehängte Dateien:
Gast #3840936
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Der hohe Bias fliest auch bei 50KHz. Und Laut Datenblatt sind 250pA das 
maximum über die gesamte Bandbreite (20MHz)..

Meien Frage ist nun, kann man der Simulation vertrauen , wenn ja dann 
verstehe ich nicht weshabl soviel strom fließt.

Oder gibt es hier einen effekt, in ltspice, welcher in der realität 
unrelevant ist.
Gast #3840967
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Vielen dank für eure Antworten. Nun, für meinen versuchsaufbau sind 
bereits biasströme oberhalb 500pA störend. kennt ihr möglichkeiten wie 
ich diese verkleinern könnte? kompensationsmöglichkeiten?
#3840989
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Hallo Analogfreund,

Biasstrom und kapazitiver Strom sind zwei paar Schuhe. Aber ich nehme 
mal an, dass Du einen Gesamtstrom von 500pA bei 1 MHz erreichen willst.

Nun.. dazu braucht man extrem geringe Kapazitäten in der Schaltung. Die 
dazu benötigten Femtofarad (ich hab das nur mal so geschätzt) kriegt man 
nicht hin.

Also müsste man die Parasiten mit einer Mitkopplung umladen. Das ist in 
der (alten) Radiotechnik als "Neutralisation" bekannt. Das geht. Aber 
leider nicht bei Breitbandverstärkern.

Ich bin ratlos...

VG

Fred
Gast #3841136
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Es würde deutlich weniger Strom durch die Eingangskapazität fließen, 
wenn der OPV es schaffen würde, den inv-Eingang auf virtueller Masse zu 
halten.

Du betreibst den Baustein aber mit 1MHz weit über seiner Bandbreite (die 
läge bei 25MHz/10000=2,5kHz). Deshalb ist der OPV zu lahm, um den 
inv-Eingang auf Null zu halten, dort liegt eine große Wechselspannung 
an, und entsprechend fließt ein großer Strom über die Eingangskapazität.

Wie schon weiter oben beschrieben: gib dem OPV einen viel kleineren 
Rückkoppelwiderstand (es gibt in real ohnehin keine 10MOhm Widerstände 
die bei 1MHz noch annähernd ihren nominellen Wert hätten) oder geh mit 
der Eingangsfrequenz so weit nach unten, dass der OPV noch nachkommt.
#3841212
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Man muss sich vor Augen führen, dass schon 1 pF Schaltkapazität bei 
gerade mal 1 MHz nur noch einen Widerstand von 160 kOhm hat.

1 pF sind schnell erreicht und bestehen möglicherweise schon weit vor 
dem eigentlichen OPV. Nämlich in den Zuleitungen oder auf der Platine. 
Da fließen ganz andere Ströme als "Picoampere".

Mich würde mal das Umfeld interessieren. Was ist das für eine 
Messaufgabe?

VG

Fred

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