Gast
#6017330
Hallo, normalerweise hält man sich beim Dimensionieren von LC-Filtern an bestimmte Ein- und Ausgangsimpedanzen. Und mir ist auch klar dass es schon aus prinzipiellen Gründen einer der Impdanzen endlich sein muss, also nicht Null oder unendlich. Aber jetzt hab ich die Situation dass ein Filter zum redesign ansteht, der ein DC-10kHz Signal in eine HF-Abschirmkabine einführt, die oberhalb von 10MHz dicht sein muss (Größenordnung 100dB). Dafür wird bisher ein 7 pol Tiefpass verwendet (selbstgebaut). Das S21 vom Tiefpass schaut nicht wirklich gut aus, mit vielen Resonanzspitzen im Übergangsbereich und recht Wellig im Durchlassbereich. Das hab ich mit 50 Ohm am Ein- und Ausgang gemessen, was jetzt auch nicht den wirklichen Verhältnissen entspricht. Aber in der Simulation kann man das gut nachvollziehen, und bei den echten Impedanzverhältnissen ist es in der Sim (nur konzentrierte Bauteile in LTSpice) eher noch schlimmer. Die Messung am NWA kann ich in der Sim in etwas nachvollziehen. Es funktioniert wohl deswegen weil zwischen Nutzfrequenzbereich (<10kHz) und Sperrbereich (ab 10MHz) 4 Dekaden liegen und der Bereich dazwischen eher egal ist. Aber wie würde man einen guten Filter konstruieren? Das muss doch an sich besser gehen als dieses wellige Schlamassel? Der jetzige Filter hat lauter gleiche L und C Werte und ist sehr Wellig und hat viele Resonanzspitzen im Übergangsbereich. Wie könnte man das optimieren? Jetzt wo sowieso was neues konstruiert werden muss, will ich die Bauteilauslegung besser machen. Die Situation ist doch nicht so ungewöhnlich: Der Signalgenerator hat im relevanten Filter-Übergangbereich (0,1-10MHz) eine Impedanz von quasi Null (Ausgangs-C), dann ein paar Meter 50 Ohm Kabel, dann der Filter, dann wieder ein paar Meter Kabel (ca. 100 Ohm symm), dann als Last eine Spule (im relevanten Frequenzbereich des Filter-Übergangs schon recht hohe Impedanz >200 Ohm bzw. die Serienresonanz ist da sicher auch irgendwo). Also irgendwie keine greifbaren Impedanzverhältnisse für die üblichen Filtertabellen. Was macht man in dem Fall? Gibt es da eine Standard-Vorgehensweise?
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