Audio Endstufe selber bauen nur NPN

OP #6190258
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Hi Leute ich habe mir mal eine Endstufe gebaut nur irgendwie habe ich 
das Problem das bei mehr Leistung die spitzen abgeschnitten werden ok 
ich könnte einfach mit der Spannung nach oben gehen oder die Musik 
leiser machen was aber ziemlich doof ist weil leider alle Musik 
unterschiedlichen ist von der Lautstärke hat einer von euch vielleicht 
eine Idee für eine Schaltung die die Lautstärke am Eingang anpasst so 
das die immer gleich ist bei voller Lautstärke am Eingang ?
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Gast #6190281
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Von den sogenannten Quasikomplementärendstufen halte ich wenig.
Wenn man nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel, zusammen 
mit einer Kiste voller NPN-Transistoren gestrandet ist, dann hätte ich 
für so eine Audio Endstufe Ausnahmsweise Verständnis. Ansonsten immer 
möglichst symmetrisch bleiben.
OP #6190283
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Matthias S. schrieb:
> hinz schrieb:
>> Die Schaltung ist kompletter Murks.
>
> Wie kommt man bloß auf so eine Schaltung? Alleine schon die Vorspannung
> für die Endstufen ist doch Unsinn.
> @TE: Nenne doch bitte mal die Quelle dieser Schaltung.

Ich habe das in einem alten Russischen Artikel gelesen und ja ich kann 
kein russisch aber den Schaltplan konnte ich lesen also mit Bauteilen 
aus der heutigen Zeit aufgebaut und es geht sogar ich habe davor nur 
Endstufen mit NPN und PNP Leistungstransistoren gebaut also 2N3055 und 
MJ2955 was ich auch ganz gut kann aber nur NPN in der Endstufe habe ich 
so auch noch nirgendwo gesehen
OP #6190340
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MaWin schrieb:
> Luca L. schrieb:
>> hat einer von euch vielleicht
>> eine Idee für eine Schaltung die die Lautstärke am Eingang anpasst so
>> das die immer gleich ist bei voller Lautstärke am Eingang ?
>
> Ja, aber was nützt das ?
>
> http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.30.3
>
> Deine Endstufe nutzt weder nur NPN (BC557 ist ein PNP) noch funktioniert
> sie.

Danke ?
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6190350
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Luca L. schrieb:
> Ich habe das in einem alten Russischen Artikel gelesen und ja ich kann
> kein russisch aber den Schaltplan konnte ich lesen

Auch früher gab es schon schlechte Schaltungen. Und vielleicht war es ja 
auch ein Artikel, in dem beschrieben wurde, wie man einen 
Audioverstärker nicht aufbauen kann.

Vielleicht stolpert ja demnächst ein Ausländer ohne deutsche 
Sprachkenntnisse über Deine unsägliche Schaltung, denkt sich: "Oh, 
Elektronik made in Germany! Das muss gut sein.", und jammert sein 
nächstgelegenes Forum damit voll. Und etlichen Runden "Stille Post" 
landet die Schaltung wieder bei der Erben des russischen Erfinders, die 
dann nur den Kopf schütteln, weil Opas Schaltung so sehr verhunzt wurde.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6190356
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Matthias S. schrieb:
> Immerhin gab es schon seit Urzeiten Endstufen mit z.B. 2 Stück
> BD130/2N3055. Sowas ist in meinem B&O Receiver von 1970(!) schon
> verbaut.

Vermutlich wurde dann aber ein Sziklai-Paar mit einem Darlington-Paar 
eingesetzt.

Meine Eltern hatten auch einen Verstärker von ELAC mit einer Kombination 
aus BD130 und AD150.
Beitrag #6190466 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6190468 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6190469 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6190488
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Jürgen von der Müllkippe schrieb:
> Ja, aber damals hatte man wenigstens einen Ausgangsübertrager mit
> Mittelanzapfung, den man über zwei 'NPN Röhren' symmetrisch ansteuern
> konnte.

Hi,
und die Transistortechnik lehnte sich an Röhrentechnik an. Weil man 
damals nur PNP und Germanium kannte.
Und der Clou dabei,
durch besonderes Kernmaterial konnte der NF-Verstärker sogar zum 
Löschgenerator umgeschaltet werden. Zwei Fliegen mit einer Klappe.
Nur statt PNP nimmst Du eben NPNs.

ciao
gustav
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Gast #6190530
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Luca L. schrieb:

> Ich habe das in einem alten Russischen Artikel gelesen und ja ich kann
> kein russisch aber den Schaltplan konnte ich lesen also mit Bauteilen
> aus der heutigen Zeit aufgebaut und es geht sogar ich habe davor nur
> Endstufen mit NPN und PNP Leistungstransistoren gebaut also 2N3055 und
> MJ2955 was ich auch ganz gut kann aber nur NPN in der Endstufe habe ich
> so auch noch nirgendwo gesehen

Der klassische EDWIN-Verstärker aus der Elektor nutzt zwei 2N3055 als 
Endstufe, und wandelt einen davon per "quasi-Darlington" in einen PNP 
um.
http://www.walter-elektronik.de/infos/edwin.pdf

Die Original-Artikel DE1971-05-003.pdf und DE1971-06-007.pdf findet man 
bestimmt irgendwo im Netz.
Gast #6191026
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Sven S. schrieb:
> Der rot umrandete Bereich ist ziemlich genau die Schaltung, die hier als
> unbrauchbar abgetan wird.

Das stimmt. Das ist sehr ähnlich. Das liegt daran, dass es früher für 
OPs auf dem Wafer auch einfacher und günstiger war npn-Transis 
auszubringen mit der damaligen Technologie.

Die Schaltung aus dem russischen Buch stammte aus der Zeit als erstmalig 
Verstärker ohne Eisen, also Trafo zur Ansteuerung gebaut wurden. Es 
wurden hier Germanium- und Siliziumtransistoren gemischt. Der erste 
Transistor war ein Germanium pnp und danach Silizium NPN. Später wurde 
alles mit Si-Transis bestückt mit minimaler Anzahl von Transistoren. 
Solche Schaltungen waren in alten Autoradios zu finden, die entweder 
6-12V (VW Käfer oder Audi) oder 12-24V für Auto oder LKW zur Verwendung 
gebaut wurden.

Die Schaltung ist also historisch und kein "kompletter Murks", wenn 
man seiner arroganten Sichtweise mit dem heutigen Wissen bewußt geworden 
ist. Transistoren waren damals teuer. Mehrkosten und Platzsparen war 
angesagt.
Gast #6191039
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Wenn Du die Betriebsspannung variieren kannst, dann Messe doch bitte die 
Spannung vor dem Endstufenkondensator, ob dies halbmäßig in der Mitte 
liegt. Die Tabelle stellst Du hier ein.
Die Schaltung kannst Du auch in LTSpice simulieren und testen, mit 
welchen Bauteilen (Widerständen) sich der Arbeitspunkt am besten 
einstellen läßt.


Später baust Du einen besseren Verstärker und baust das so auf, dass Du 
schön den Klang mit diesem Verstärker vergleichen kannst.
Beitrag #6191909 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6191953 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6191984 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6192119
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Luca L. schrieb:
>Hi Leute ich habe mir mal eine Endstufe gebaut nur irgendwie habe ich
>das Problem das bei mehr Leistung die spitzen abgeschnitten werden

Das passiert bei jeden Verstärker wenn er übersteuert wird.
Damit ist die Leistungsgrenze erreicht.

>eine Idee für eine Schaltung die die Lautstärke am Eingang anpasst so
>das die immer gleich ist bei voller Lautstärke am Eingang ?

Ja, nennt sich Dynamikbegrenzer oder Dynamikkompressor.
Aber Musik hört sich dann nicht mehr schön an.
Sowas benutzt man eigentlich nur bei Sprachübertragung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kompressor_(Signalverarbeitung)
Gast #6192225
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Dieter schrieb:

> Uebrigens der Verstaerker erfordert eigentlich alte
> Leistungstransistoren, deren U_BE Durchbruchspannung nicht bei 5...6V
> lag, sondern ueber 12V. Es gibt sonst lethale Effekte.

"Alt" heisst hier alte Produktion. Nicht Bauteile mit alter 
Spezifikation und neuem Datecode. Ein aktuell produzierter 2N3055 
enthält das Die eines BD249C.
#6192271
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hinz (Gast) schrieb:

>Dieter schrieb:
>> Das stimmt. Das ist sehr ähnlich.

>Keineswegs, die Unterschiede sind erheblich.

Ist egal, ob Du das als erheblich unterschiedlich betrachtest, oder 
vielleicht doch als ähnlich - es ist aber daselbe Prinzip des Treibers 
und Endstufe.
Gast #6192284
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Jens G. schrieb:
> hinz (Gast) schrieb:
>
>>Dieter schrieb:
>>> Das stimmt. Das ist sehr ähnlich.
>
>>Keineswegs, die Unterschiede sind erheblich.
>
> Ist egal, ob Du das als erheblich unterschiedlich betrachtest, oder
> vielleicht doch als ähnlich - es ist aber daselbe Prinzip des Treibers
> und Endstufe.

Ochsenkarren und Automobile sind auch ähnlich, beide basieren auf dem 
Prinzip des Rades.
Gast #6192373
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Die letzten drei Transistoren des ersten Posts sind im Prinzip (dort 
erweitert um Darlington und Ausgangsstrombegrenzung) im rot umrandeten 
Bereich ähnlich. Die Rückkopplung verwendet das Prinzip von Edwin. Das 
ist natürlich unterschiedlich und war auch nicht eingerahmt.
Gast #6193223
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NF-Verstärker mit "nur" pnp-Transistoren gab's in den 1960er Jahren auch 
in der DDR, weil wir damals (noch) keine npn-Transitoren hatten. Erst 
mit dem Einstieg in die Si-Technologie veränderte sich das Bild.
Was in den 1970er Jahren dann möglich war -> 
http://www.ps-blnkd.de/NF-Verstaerker.pdf.
Auch kommerziell in den ersten Transistorradios vom VEB Stern-Radio 
Sonneberg wurde eine Spezialschaltung verwendet, wo nur die 
pnp-Leistungstransistoren aus der DDR eingesetzt wurden - ähnlich wie im 
Bild 5 o.g. Artikels.
Für eine Anwendung als Breitbandverstärker mit hoher Betriebsspannung 
hatte ich vor einiger Zeit mal ein paar Untersuchungen mit neuzeitlichen 
Si-Leistungstransistoren (LTSpice) angestellt - falls von Interesse -> 
eMail.

Grüsse aus Berlin

PSblnkd
OP #6193607
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Jürgen von der Müllkippe schrieb:
> Stefan ⛄ F. schrieb:
>> Brauchen die Schalter keine Beschriftungen?
>
> Die Beschriftung ist vermutlich unter der beigefarbenen Abdeckung. Da
> die Farbe Rot scheußlich aussieht, ist einfach ein hellbrauner
> Pappdeckel darüber gelegt worden.

Ich bin nur zu faul gewesen die Schutzfolie abzumachen und ja die Farbe 
ist wirklich nicht schön

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