Bauteile auf Lochraster Platine fixieren vor Löten Klebstoff welcher ?

OP #6991705
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Servus zusammen,

wie fixiert man Elektronik-Bauteile auf Lochraster-Platine vor dem Löten 
?

Versuche das grade mit gewöhnlichem Klebstoff (UHU Alleskleber). Ideal 
wäre vermeintlich Heisskleber, aber der zieht zu dicke Spuren. Der 
Klebstoff muss nur solange halten bis von der Unterseite verlötet wurde. 
Sollte also idealerweise auch wieder lösbar sein.

Bei dem UHU Alleskleber fällt schonmal negativ auf dass er nicht gleich 
fixiert sondern lange zum Trocknen braucht = Bauteile kippen oder 
verrutschen wieder ... oder fallen raus.

Wie macht ihr das ?

Thx und Gruss
Gast #6991770
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Markus, vielleicht solltest du dir mal auf youtube ein paar Videos zum 
loeten reinziehen.
Wenn ich dich richtig verstehe - und ich hab gerade keine Idee wie ich 
dich anders verstehen soll - dann willst to Trough Hole Bauteile von 
oben durchstecken, festkleben, und wenn der Kleber dann haelt die 
Platine umdrehen und loeten?
Niemand, wirklich Niemand macht das so....hoffe ich.

Man steckt ein Bauteil durch, biegt unten die Draehte oder Beinchen zur 
seite, so ein 30 Grad Winkel etwa reicht. Und das kann man mit ganzen 
Gruppen von Bauteilen machen, so eine Strategie ist mit Allem was 
relativ flach ist anzufangen, erstmal Drahtbruecken, dann Widerstaende, 
kleine Kondensatoren, ICs, erst am Schluss grosse Kondensatoren und 
Stecker.

Hilft dir das? Schau mal noch auf youtube....oder falls nicht...was zum 
Geier hast du bitte vor???
Gast #6991779
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(prx) A. K. schrieb:
> René F. schrieb:
>> 0805 lässt sich im Raster noch besser löten, 1206 ist fast eigentlich zu
>> lang fürs 100mil Raster.
>
> Wenn man das Dings nicht vorher festklebt, muss man es festhalten, bis
> eine Seite verlötet ist. Das ist umso schwieriger, je kleiner das Teil
> und je älter der Löter.

Trifft aber auch auf 1206 zu. Persönlich favorisiere ich sogar 0603, 
0402 geht zwar auch noch, da würde ich aber wenn es mehr als 10 Bauteile 
sind auch ein Mikroskop verwenden.
Gast #6991832
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maurerjoe schrieb:
> Dafür gibts doch in jedem Baumarkt Elektrikergips zu kaufen. Nicht zu
> viel Wasser benutzen, dann bindets ganz schnell ab.

Und hinterher kämpft man beim Entfernen des Gipses mit 
Hinterschneidungen ...

Da ist es viel einfacher, die Bauteile in die Platine zu stecken, eine 
dünne Plastiktüte drüber zu legen, alles in einen flachen Karton zu 
schieben (Tütenöffnung zur Kartonöffnung) und dann etwas Bauschaum in 
die Tüte zu geben. Innerhalb kurzer Zeit hat man eine passgenaue Form 
zum Halten der Bauteile.
Gast #6991872
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Markus K. schrieb:
> Servus zusammen,
> wie fixiert man Elektronik-Bauteile auf Lochraster-Platine vor dem Löten
> ?
> Versuche das grade mit gewöhnlichem Klebstoff (UHU Alleskleber). Ideal
> wäre vermeintlich Heisskleber, aber der zieht zu dicke Spuren. Der
> Klebstoff muss nur solange halten bis von der Unterseite verlötet wurde.
> Sollte also idealerweise auch wieder lösbar sein.
> Bei dem UHU Alleskleber fällt schonmal negativ auf dass er nicht gleich
> fixiert sondern lange zum Trocknen braucht = Bauteile kippen oder
> verrutschen wieder ... oder fallen raus.
> Wie macht ihr das ?
> Thx und Gruss

Servus Markus,

Wenn du wirklich einen Kleber verwenden willst kannst du einen 
Silikonkautschuk-kleber nehmen. Den nutze ich bei Bauteilen auf einer 
Platine bei denen ich nicht auf die Festigkeit der Lötkontakte vertraue 
(z.B. SMD-Buchsen)

Ansonsten habe ich bei Lochraster, auch für den Draht auf der 
Leiterbahnseite, gerne Klebeband genutzt. Wenn das bisschen Hitze 
aushält passt das. Hätte als Lehrbub so ein graues, weiß aber nicht mehr 
genau wie das hieß. Zuhause hat's dann auch Malerkrepp getan, wurde nur 
manchmal bisschen braun.

Ich würde dir aber auch vom Kleber für lochraster abraten und eher auf 
selbstklemmende Pinzetten manchmal auch Lötpinzetten genannt gehen. Mit 
zwei davon kann man fast jedes Bauteil einigermaßen fest fixieren.

Hoffe die Tips helfen dir weiter!
Viel Spaß beim Löten!
Gast #6992164
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Super danke f.d. konstruktiven Antworten.

Es geht darum die komplette Platine vor dem Löten zu bestücken - also 
nicht nur EIN Bauteil. Es geht darum herauszufinden ob auch alles drauf 
passt ... also e.g. 1 Arduino Nano, 4 Potis, 1 DIP Schalter, LEDs, 
Anschluss für Akku usw.

Ich spare mir so das Leiterplatten-Layout ... :))

Da stellt sich schon die nächste Frage: wie macht ihr das bei Euren 
Prototypen ? Lötet ihr da gleich alles unlösbar fest ? Für Komponenten 
die man evtl. noch austauschen möchte (e.g. der Arduino Nano) könnte man 
Sockel in die LRP einlöten, aber dann höherer Aufbau.

Neulich hatte ich einen FET über Sockel befestigt. Das hat sich aber im 
Ausseneinsatz nicht bewährt: Wackelkontakt, Temperatur und Feuchtigkeit 
... selbst unter Gehäuse.
Gast #6992234
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Horst schrieb:
> Ich spare mir so das Leiterplatten-Layout ... :))
>
> Da stellt sich schon die nächste Frage: wie macht ihr das bei Euren
> Prototypen ?

Simulation in LTSpice, evtl. Steckbrettprobeaufbau einzelner 
Funktionsgruppen (eher selten), Leiterplattenlayout und SMD-Bauteile 
(soweit möglich), Pizza-Ofen und dann THT einzeln per Hand löten. Wenn 
die Fingernägel nicht auf Null-Maß gestutzt sind, eignen die sich 
vorzüglich, um Bauteile beim Handlöten zu fixieren, bis die ersten 
Lötpunkte das übernehmen.
Gast #6992283
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Mit Elektronen und Atomkernen geht das ganz gut.

Die Elektronen sorgen durch ihre kovalente Bindung für eine 
entsprechende Feestigkeit und Härte der Tischplatte.

Die Atomkerne in der Platine und im Erdinneren sorgen durch das 
ausgesprochen hohe Verhältnis von Masse zu Volumen für eine gegenseitige 
Anziehung.

Das Gleichgewicht zwischen Coulombkraft und Gravitation stellt sich von 
alleine ein.

Klebstoffhersteller hassen diesen Trick!

Fazit: Heut ist noch nicht Freitag.
Gast #6992284
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P.S. Formschlüssigkeit durch Kaltverfestigung wäre auch noch eine 
Option, ist aber voll unhip, die Beinchen einfach so zu verbiegen, dass 
sie nicht durch die Löcher fallen.

Da solltest du schon midestens ne App für haben...

Boah, ich reg mich schon wieder auf!
Gast #6992290
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Früher gab es doch mal eine Software, mit der mach Lochrasterplatinen 
planen konnte. Lochmaster oder so? Kenne es nur aus der Werbung. Heute 
vielleicht Fritzing oder kann das nur Steckbretter?

Ich selber habe so eine SW noch nicht gebraucht, ging immer gut ohne.
#6992329
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Hallo,
Horst schrieb:
> ...wie macht ihr das bei Euren Prototypen ?

Ich habe keine Prototypen (Bastler). Alle Aufbauten auf 
Lochrasterplatinen sich bei mir im im Prinzip Einzelstücke und damit das 
"Endprodukt".
Ich gehe genau so vor wie bei einer "Printplatine": Schaltplan und 
Layout erstellen (mit KiCad), das Layout ausdrucken und auf die 
Lochrasterplatine aufkleben. Damit habe ich direkt den 
Bestückungsaufdruck und kann die Bauteile an ihren Positionen einfügen 
(geht bei SMD-Bauteilen natürlich nicht).

> Lötet ihr da gleich alles unlösbar fest ?

Kommt darauf an: Widerstände, Kondensatoren, Transistoren u.s.w und alle 
Stecker, Schalter und so was in der Regel ja, (THT)-ICs, Module in der 
Regel nicht. Da benutze ich nahezu immer Präzisionsfassungen (das hat 
auch den Vorteil das man den Raum unter den Fassungen für das Layout 
nutzen kann).

> ...aber dann höherer Aufbau.

Stimmt, spielt aber bei meinen "Basteleien" keine Rolle.

rhf
Gast #6992332
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Moin,

ich mache alles in THT.

Horst schrieb:
> Es geht darum die komplette Platine vor dem Löten zu bestücken - also
> nicht nur EIN Bauteil. Es geht darum herauszufinden ob auch alles drauf
> passt ... also e.g. 1 Arduino Nano, 4 Potis, 1 DIP Schalter, LEDs,
> Anschluss für Akku usw.
Das kannst Du auch "trocken" probieren, ob alle Bauteile passen. und 
dann anschließend nacheinander verlöten.

> Ich spare mir so das Leiterplatten-Layout ... :))
>
> Da stellt sich schon die nächste Frage: wie macht ihr das bei Euren
> Prototypen ? Lötet ihr da gleich alles unlösbar fest ? Für Komponenten
> die man evtl. noch austauschen möchte (e.g. der Arduino Nano) könnte man
> Sockel in die LRP einlöten, aber dann höherer Aufbau.

Einfache Sachen erstelle ich direkt auf Lochraster. Da kommt es dann 
schon vor, daß die Bauteilanordnung nicht optimal ist, dafür spare ich 
mir das Zeichnen.

Die Steckboard nutze ich nur für Funktionstests von Baugruppen. Für 
realen Betrieb ist mir das zu windig, da löte ich lieber.

Ansonsten benutze ich KiCAD auch für Lochraster. Erst Schaltplan, dann 
Bauteile auf PCB anordnen. Routing stark vereinfacht: viele Kupferlagen 
wählen (alle möglichst mit verschiedenen Farben), eine für Drahtbrücken 
(ich biege die Beinchen um und nutze sie gerne als Leiterbahn - ja ich 
weiß: böse; macht Probleme beim Bauteilwechsel), alle anderen jeweils 
für eine bzw. mehrere Verbindungen, die direkt von PIN zu PIN oder auch 
schon nebeneinander verlegt. Anschließend farbig, aber gespiegelt 
ausdrucken.
Das ergibt einen Plan, welcher Pin mit welchem Pin zu verbinden ist. 
Dabei hat der gespiegelte Plan genau die Ausrichtung wie die Lötseite 
der Lochrasterplatine.

Beim Löten dann einfach auf die Farben achten und die PINs abzählen, 
geht super. Oft benutze ich CuL, dann können die "Leiterbahnen" auch 
übereinander liegen.
#6992356
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CC schrieb:
> Früher gab es doch mal eine Software, mit der mach Lochrasterplatinen
> planen konnte. Lochmaster oder so? Kenne es nur aus der Werbung. Heute
> vielleicht Fritzing oder kann das nur Steckbretter?
>
> Ich selber habe so eine SW noch nicht gebraucht, ging immer gut ohne.

Früher hab ich, wenn das über ~1/4 EuroPlatine ging, das einfach mit 
Bleistift auf Karopapier geplant. Sonst wurde das mit der Fehlersuche, 
ein "Wo ist Walter" Spiel. :D
Gast #6992723
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Roland F. schrieb:
> Ich habe keine Prototypen (Bastler). Alle Aufbauten auf
> Lochrasterplatinen sich bei mir im im Prinzip Einzelstücke und damit das
> "Endprodukt".

Hier ebenso.

> Ich gehe genau so vor wie bei einer "Printplatine": Schaltplan und
> Layout erstellen

Das habe ich noch nie gemacht.

Es wird ausgeguckt, wie groß die Platte werden darf. Dann gibt es evtl. 
Anforderungen, wo ein Stecker oder die Anschlußklemmen sitzen sollen. 
Ich lege dann einfach los und komme immer zum Ziel.

Ein Aufbau beginnt mit dem Gehäuse, die Elektronik kann ich weitaus 
flexibler gestalten.

Nennt man vielleicht Erfahrung, als ich im Prüfmittelbau fast täglich 
Lochrasteraufbauten gemacht habe, war an KiCad etc. noch nicht zu 
denken.

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