Hallo,
ich habe bei der Schaltung im Bild den Spannungsabfall am Widerstand R1
per Hand berechnet.
Nun wollte ich die Lösung Simulieren, leider stürzt Multisim ständig ab.
Ich bin auf folgende Lösung gekommen: -8,5762V
Stimmt die Lösung?
VG
helpme91 schrieb:> Hallo,>> ich habe bei der Schaltung im Bild den Spannungsabfall am Widerstand R1> per Hand berechnet.> Nun wollte ich die Lösung Simulieren, leider stürzt Multisim ständig ab.>> Ich bin auf folgende Lösung gekommen: -8,5762V>> Stimmt die Lösung?>> VG
Sollte, ich komme auf -8,571V
helpme91 schrieb:> Nun wollte ich die Lösung Simulieren, leider stürzt Multisim ständig ab.
Du mußt unbedingt festlegen, was Masse sein soll, sonst will er nicht,
der Simulant.
Rechnung stimmt.
Ground ohne Grund schrieb:> Nimm lieber Multisim. Das ist ein gutes Programm ohne die Macken von> LTsSpice.
Gut zu wissen. Ich wollte nämlich gerade mal zum Spaß mit dem LT-Spice
Tutorial anfangen. Aber dann nehme ich natürlich lieber Multisim, ist
doch klar.
Michael M. schrieb:> Gut zu wissen. Ich wollte nämlich gerade mal zum Spaß mit dem LT-Spice> Tutorial anfangen.
Wenn Du Dich mal hier im Forum umschaust, so wirst Du für LTspice die
meisten, guten Unterstützer finden. Es gibt zudem auch ein
internationales Forum für die ganz harten Fälle.
Es steht 6880 : 923 für LTspice. Das sagt natürlich nichts über die
Qualität der Tools aus.
mfg Klaus
Danke für eure Hilfe!
Eine Frage noch an euch, wie kann ich überprüfen, ob mein errechneter
Wert den ich dann in Multisim simuliere das richtige Vorzeichen hat?
Ich könnte ja das Multimeter in Multisim umgedreht anklemmen und dann
wäre der Wert positiv.
Das ist beim Überprüfen mit Multisim immer ein Problem für mich.
Der Wert passt ja, aber wenn man das Multimeter mal anders anklemmen
sollte, dann stimmt das Vorzeichen nicht mehr und ich habe dann keine
sichere Überprüfung für mein gerechnetes Beispiel.
Wie kann ich da auf Nummer sicher gehen?
Nochmals danke für eure Hilfe!
helpme91 schrieb:> Danke für eure Hilfe!>> Eine Frage noch an euch, wie kann ich überprüfen, ob mein errechneter> Wert den ich dann in Multisim simuliere das richtige Vorzeichen hat?> Ich könnte ja das Multimeter in Multisim umgedreht anklemmen und dann> wäre der Wert positiv.
Lass die Stromquelle weg und das Vorzeichen ändert sich, aus dem
Gesamtzusammenhang ergibt sich das die Spannung über R1 negativ sein
muss.
> Wie kann ich da auf Nummer sicher gehen?
Nachdenken was rauskommen sollte und entsprechend gegenprüfen.
In dem Beispiel kannst du ganz einfach auch R2, I1 und V1 weglassen und
prüfen ob die Spannung über R1 dem Erwartungswert beim Vorzeichen
entspricht.
helpme91 schrieb:> ob mein errechneter Wert den ich dann in Multisim simuliere das> richtige Vorzeichen hat?
Du kannst das Vorzeichen auch weglassen, denn im Schaltplan ist zum
Glück gar keine Polarität definiert...
> Ich könnte ja das Multimeter in Multisim umgedreht anklemmen und dann> wäre der Wert positiv.
Das kann dir in der realen echten harten Praxis auch passieren und
deshalb musst du halt ganz einfach aufpassen was du tust.
Können wir völlig unnötige politisch-polemische Kommentare bitte einfach
weglassen?
> Können wir völlig unnötige politisch-polemische Kommentare bitte> einfach weglassen?
Völlig kontraproduktiv.
Ganz ohne solche definiv nicht-mainstream-mässige Kommentare gäbe es
doch noch mehr Arbeitslose -
wohin dann mit den ganzen Zensoren? ;-)
helpme91 schrieb:> Das ist beim Überprüfen mit Multisim immer ein Problem für mich.> Der Wert passt ja, aber wenn man das Multimeter mal anders anklemmen> sollte, dann stimmt das Vorzeichen nicht mehr und ich habe dann keine> sichere Überprüfung für mein gerechnetes Beispiel.>> Wie kann ich da auf Nummer sicher gehen?
Wie Lothar schon sagte, beim Multimeter muß man aufpassen. Du misst da
eine Spannung mitten in der Schaltung. Aber eigentlich ist das ganz
einfach. Ist die Spannungsdifferenz positiv, so ist die positive
Messleitung positiver als die negative Messleitung. Wäre der Messwert
negativ, so ist die positive Messleitung negativer als die negative
Messleitung, also genau entgegengesetzt. Das letzte Beispiel ähnelt
einer doppelten Negation. Deshalb ist es schwerer zu verstehen.
Unter LTspice würde ich zunächst jeden der beiden Messpunkte gegen Masse
messen. Differenzmessungen sind natürlich auch möglich.
mfg Klaus
helpme91 schrieb:> Eine Frage noch an euch, wie kann ich überprüfen, ob mein errechneter> Wert den ich dann in Multisim simuliere das richtige Vorzeichen hat?> Ich könnte ja das Multimeter in Multisim umgedreht anklemmen und dann> wäre der Wert positiv.
Seltsame Frage.
Das Vorzeichen ist immer richtig. Schließlich steht am Multimeter an den
Anschlüssen die Bezeichnung '+' und '-' und immer wenn der angezeigte
Wert positiv ist, ist die Spannung gegen irgend einen gewählten
Bezugspunkt im Weltall am Plus-Anschluss höher als am Minus-Anschluss.
Zudem hat dein Schaltplan keine Vorgabe durch einen Spannungspfeil. Erst
wenn der da ist, kann man eine Aussage über das richtige Vorzeichen
machen.
Ist er da, gehört an den Beginn des Pfeils der Plus-Anschluss und an die
Pfeilspitze der Minus-Anschluss des Multimeters. Und dann stimmt das
Vorzeichen auch.
Ist er nicht da, reicht es nur den Betrag anzugeben.
Klaus R. schrieb:> Es steht 6880 : 923 für LTspice. Das sagt natürlich nichts über die> Qualität der Tools aus.> mfg Klaus
Wie kommst du zu diesen Zahlen?
Das multisim bei fehlender Massedefinition abstürzt, find ich allerdings
bedenklich.
Abdul K. schrieb:> Klaus R. schrieb:>> Es steht 6880 : 923 für LTspice. Das sagt natürlich nichts über die>> Qualität der Tools aus.>> mfg Klaus>> Wie kommst du zu diesen Zahlen?
Suche: "LTspice" --> 6880 Treffer
Suche: "Multisim" --> 923 Treffer
Klar, das sagt nichts über die Tiefgründigkeit aus der Threads aus. Aber
mir konnte man einige Male bei schwierigen Problemen weiterhelfen.
Helmut Sennewald war natürlich dabei das Genie an sich, immer hilfreich
und bescheiden.
https://de.linkedin.com/in/helmut-sennewald-ab294354
Neulinge verweise ich immer gerne an Gunthard Kraus mit seinen
erstklassigen LTspice Tutorials. Für mich persönlich war das vor über 15
Jahren der Quantensprung.
mfg klaus
Wolfgang schrieb:> Klaus R. schrieb:>> Nimm lieber LTspice>> Das kommt ohne Gnd in der Schaltung genauso wenig klar.
Ja, ohne GND geht es nicht. Aber LTspice ist so nett und sagt Dir das
dann auch selber.😎
mfg klaus
Wolfgang schrieb:> Klaus R. schrieb:>> Nimm lieber LTspice>> Das kommt ohne Gnd in der Schaltung genauso wenig klar.
Aber es stürzt nicht ab! Ein Programm, was abstürzt, ist grundsätzlich
völlig untauglich. Wenn ihm irgendwas im Input nicht passt, hat es einen
Fehler zu bemeckern, aber nicht abzustürzen.
Schön wäre dann noch, wenn die Fehlermeldung auch noch wirklich
hilfreich wäre. Aber OK, das schafft praktisch fast kein Programm in
jeder Situation...
Aber, im konkreten Fall schafft LTSpice sogar das (ich war echt
überrascht). Siehe Screenshot.
Wenn man rechnet, nicht simuliert, braucht man auch kein GND.
Die Stromrichtung wird offensichtlich, wenn man alles rechts und links
von R1 in äquivalente Spannungsquellen umrechnet.
Links ergibt sich U₀=60V mit Ri=20Ω, rechts 96V mit 12Ω.
Abdul K. schrieb:> Das multisim bei fehlender Massedefinition abstürzt, find ich allerdings> bedenklich.
JEDER Spice-basierte Simulator benötigt einen GND-Knoten, sonst gibt's
eine Fehlermeldung statt einer Simulation.
Ich vermute einfach einmal, dass der TO dies mit 'Abstürzen' meint.
M.A. S. schrieb:> JEDER Spice-basierte Simulator benötigt einen GND-Knoten, sonst gibt's> eine Fehlermeldung statt einer Simulation.
Vermutlich weiß ich das :-)
> Ich vermute einfach einmal, dass der TO dies mit 'Abstürzen' meint.
Möglich. Jetzt wissen wir es ja.
Moin,
Das richtige Vorzeichen der Spannung richtet sich ja danach, wie der
Zählpfeil definiert ist. Das Multimeter also immer so +- dran, wie der
Zählpfeil steht. Alternativ könnte man zwei mal gegen GND messen und die
Differenz bilden, dann ist es auch egal, wie rum das MM ist.
Von Hand gerechnet wäre zB. die Gleichung am Knoten mit Ersatzquelle für
V1
Ux = Spannung über der Stromquelle
(60V-Ux)/30 Ohm + (40V-Ux)/20 Ohm + 6A = Ux/30 Ohm
mit R1 + Rersatz = 30 Ohm
Setzt man die Gleichung so an und legt den Spannungszählpfeil über R1 in
Richtung des wie oben angesetzen Stromes durch R1, also von der linken
Spannungsquelle Richtung Knoten, so kommt man halt auf U über R1 =
-8,57V.