stehe mal wieder auf dem Schlauch. Ich kann für ein paar Audio Projekte etliche Miniatur Relais günstig bekommen, mit denen ich die Eingangsumschaltung vornehmen will.
Aber ich komme mit der Bezeichnung nicht klar.
Habe zwar das Datenblatt gefunden, aber irgendwie passen die Angaben nicht so ganz mit dem überein was wohl auf dem Relais steht.
Auf dem Relais steht "HFD2/005-M-D(555)" laut Bild vom Verkäufer.
Also 5V Version als "Single Side Stable" = also normales Relais, Strom an= umschalten, Strom aus = wieder zurück ?
Aber was dann nach dem "-M" kommt finde ich nicht im Datenblatt, denn irgendwie übersehe ich was oder verstehe es nicht.
Laut Datenblatt sollte danach dann ein L1 , L2 oder Nil (null= Nichts?) kommen.
Nil bedeutet, dass die Angabe fehlt. Du hast da die Single Side Stable Version. Das 'D' ist dann schon das Kontaktmaterial.
Single Side Stable ist ein normales Relais.
Dafür nimmt man heutzutage CMOS-Schalter, z.B. HEF4052.
Die hat man auch schon vor 50 Jahren (oder so) dafür genommen ...
Bei den CMOS-Teilen hat man aber den Nachteil, daß man da die Signal-Spannungslage mit beachten muß in Bezug auf Betriebsspannungen. Bei Relais ist das dann schon eher egal beim hier anvisierten Verwendungszweck ...
Bei den CMOS-Teilen hat man aber den Nachteil, daß man da die
Signal-Spannungslage mit beachten muß in Bezug auf Betriebsspannungen.
In einem ordentlichen Design hat man Koppelkondensatoren an den Eingängen, damit kein Schaltknacken entsteht.
Auch hat man oft +/-15V Versorgung für die Vorstufen.
Bei den RFT ELA-Anlagen hatte mal ein schlauer Ökonom die Au GBR-Relais durch die billigen mit AgPd Kontakt ersetzt. Hui, hat das schöne Aussetzer und Verzerrungen gegeben.
Bin aber eher ein Fan des klackens von Relais. ;-)
Na dann warte mal ein paar Jahre, bis die Kontakte oxydiert sind. Du willst doch, daß auch leise Passagen (wenige mV) schon durchgeschaltet werden.
Ich habe früher mal ELA-Anlagen gewartet. Ich weiß daher, wovon ich spreche.
Bin aber eher ein Fan des klackens von Relais. ;-)
Na dann warte mal ein paar Jahre, bis die Kontakte oxydiert sind. Du
willst doch, daß auch leise Passagen (wenige mV) schon durchgeschaltet
werden.
Welche Relais wären denn dann ratsam ?
Vorallem die nicht ein riesen Loch ins Sparschwein reißen und noch einen Ehefrauen freundlichen Preis haben ? ;-)
Moin,
bei dem gezeigten Relais ist leider keine Kennung für das Kontaktmaterial vorhanden. Das sog. "trockene Schalten" ist für Relais extrem anspruchsvoll. Es bedeutet: Schalten von Stromkreisen in denen praktisch kein Strom fließt (uA) und bei denen die Signalspannung im Millivoltbereich liegt. Also Messtechnik- und Audio-Anwendungen. Ein stabiler Kontaktwiderstand bedingt eine Mikroverschweissung an der Kontaktstelle, die bei den o.g. Bedingungen nicht hinreichend erfogt. Durch die "schiebende" Relativbewegung der Kontakte zu einander bilden sich häufig isolierende Reibpolymere, die einen instabilen Kontaktwiderstand zur Folge haben. Die Kontaktmaterialien bilden ggf. einen Katalysator für die Reibpolymere. Besonders Silber-Palladium Kontakte sind dafür bekannt, aber auch bestimmte Goldlegierungen agieren ebenso. Relais für höhere Ströme sind in der Regel mit Ag-Pd-Kontakten versehen, für Audio also ungeeignet. Man sollte Relais auswählen, die nach Datenblatt für "trockenes Schalten" spezifiziert sind (z.B. die SDS-Relais). Reed-Relais sind leider keine Abhilfe, da bei ihnen im o.g. Anwendungsfall sich störende Silikate (aus dem Einschmelzprozess) auf den Kontaktzungen ablagern können.
Zu CMOS-Schaltern: Ein zu beachtender Effekt: der Kanalwiderstand ist von der Signalspannung abhängig. Knn also ggf. Verzerrungen zur Folge haben (bei Goldohren in jedem Fall).
Gruß, Wolfg.
In einem ordentlichen Design hat man Koppelkondensatoren an den
Eingängen, damit kein Schaltknacken entsteht.
Gerade die Koppelkondensatoren sind die Ursache des Knackens, das ist ihr aufladen.
Aber Koppelkondensatoren führen zu riner symmetrischen Spannungslage um 0.
Verwende das von Dir gezeigte Relais und ignoriere die Klugscheißer.
Egal, was man macht oder zeigt, auf µC-net findet sich immer jemand, der
es mit dem Mundwerk besser könnte.
Es gibt hier halt immer Klugscheisser, die alle Hinweise in den Wind schlagen.
Der werkelt in meinem Onkyo TX8050.
Kein Klicken, kein Übersprechen oder sonstige Störungen.
Leider sieht es bei Renesas immer schlecht mit Datenblättern aus.
Ich bin am Überlegen, die Lautsprecherrelais durch MOSFETs zu ersetzen. Die klappern schon ziemlich laut, das Metallgehäuse scheppert richtig.
MOS-Relais lassen sich in der Goldohrenfraktion ja richtig teuer vermarkten.
https://www.amp-master.de/home/leistungen/elare/
Selbstbau spart da ne Menge.
Dieses ständige geklappere beim Musikhören
kann schon nervig sein:-)
Ich schrecke da schon etwas zusammen beim Einschalten und hatte überlegt, die Relais von der Platine zu nehmen und gedämmt zu montieren.
Es geht mir aber vorwiegend um die Zuverlässigkeit. Man liest in Audioforen ja öfter über Probleme mit mechanischen Lautsprecherrelais. Weniger bei fabrikneu, sondern erst nach längerer Nutzung (vintage Geräte).
FETs für 80V, <2mΩ sind heutzutage gut und preiswert verfügbar.