Heute vormittag haben sich meine Solaranlagen stundenlang abgeschaltet. Ursache: zu hohe Netzfrequenz (51,6 Hz). Netz der Syna in 71540 Murrhardt. Die Frequenz im Europäischen Verbundnetu war in Ordnung. Wie kann das sein?
Heute vormittag haben sich meine Solaranlagen stundenlang abgeschaltet. Ursache: zu hohe Netzfrequenz (51,6 Hz). Netz der Syna in 71540 Murrhardt. Die Frequenz im Europäischen Verbundnetu war in Ordnung. Wie kann das sein?
Mal beim Netzbetreiber nachfragen ist wohl keine Option?
Ruf einfach mal Deinen regionalen Netztbetreiber an.
Einfache Erklärung: Arbeiten am Netz, die eine Trennung Deines Abschnittes vom Netz erfordern. Dann wird zuerst ein Generator synchronisiert und dann die Verbindung zum übergeordneten Netz unterbrochen. Um alle PV im jetzt entstandenen Inselnetz loszuwerden wird die Frequenz des Generators soweit erhöht daß alle PV-Wechselrichter vom Netz gehen.
Andere Erklärungen außer Fehlmessung hätte ich auch nicht :-)
Ruf einfach mal Deinen regionalen Netztbetreiber an.
Hilft meist wenig: Da landet man inzwischen auch in irgendeinem Callcenter. Bei meinem VNB kenne ich die Leute aus dem Netzleitcenter, die würden es mir sagen.
Testbetrieb des Teil-Netzes mit den errichteten Speicheranlagen.
Herzlichen Dank an Alle. Jetzt verstehe ich, was passiert ist. Der Steuerungsmechanismus mit erhöhter Netzfrequenz war mir nicht bekannt.
Bei 52Hz werden Fotovoltaik anlagen aus dem Netz geschmissen. Ist eine Vorgabe der Netzbetreiber wenn Ersatzanlagen wie Generatoren zum Einsatz kommen. Damit wird auch verhindert das es eine Rückspeisung in den Generator gibt.
das Problem nur bei Dir? Wenn JA, dann ist Dein Inverter recht sensibel. Wenn NEIN dann frag mal bei Suewag. Dort gibt es Karl den KI Chatbot der sicher tolle Antworten liefert.
Inselnetz ist eher unwahrscheinlich, da es dann ein Kraftwerk geben muss, welches die Frequenz regelt. Damit wäre die "Insel" recht groß. https://openinframap.org/#11.32/48.9401/9.418
Möglich ist auch, dass ein anderer Netzteilnehmer die Spannung versaut hat. Also außerhalb der Grenzen von EN60038. Aber auch dann ist Suewag in der Pflicht.
Inselnetz ist eher unwahrscheinlich, da es dann ein Kraftwerk geben muss, welches die Frequenz regelt.
Das "Kraftwerk" kann auch auf einem LKW-Rahmen montiert sein. 500kVA sind bei den Netzbereibern nicht unüblich.
Das "Kraftwerk" kann auch auf einem LKW-Rahmen montiert sein. 500kVA sind bei den Netzbereibern nicht unüblich.
Klar. GE baut solche transportable Möbel mit Gasturbine bis 30MW (ober mehr). Aber die Aussage "stundenlang" passt hier nicht.
meine Solaranlagen stundenlang abgeschaltet
Giovanni schrieb:
Inselnetz ist eher unwahrscheinlich, da es dann ein Kraftwerk geben muss, welches die Frequenz regelt.
Das "Kraftwerk" kann auch auf einem LKW-Rahmen montiert sein. 500kVA sind bei den Netzbereibern nicht unüblich.
Das meinte ich. Ist ein erprobten Verfahren
Klar. GE baut solche transportable Möbel mit Gasturbine bis 30MW (ober mehr). Aber die Aussage "stundenlang" passt hier nicht.
Die kann man durchaus im Dauerbetrieb laufen lassen, wenn es nötig ist.
Interessanterweise ist auch meine selbstgebaute, netzsynchronisierte Uhr übers Wochenende ca. 30s vorgegangen, während sie vorher mehrere Monate stabil (+-5s) lief. Standort: Nordostschweiz, 20km weg vom Bodensee.
"Für die Zukunft plant die EGM, einen lokalen Strom-Marktplatz aufzubauen, wobei der benötigte Strom komplett vor Ort erzeugt und verbraucht werden soll."
Das muss natuerlich irgendwann getestet werden. Leistungsfaehige Dieselgeneratoren stehen bei solchen Test sicherlich auch in aktiver Bereitschaft.
Interessanterweise ist auch meine selbstgebaute, netzsynchronisierte Uhr übers Wochenende ca. 30s vorgegangen, während sie vorher mehrere Monate stabil (+-5s) lief. Standort: Nordostschweiz, 20km weg vom Bodensee.
Das Verbundnetz behauptet, die Frequenz nachzuregeln, weshalb eine netzsynchrone Uhr über Jahre keine Abweichung haben dürfte. Kurzfristig kann sie ausreißen.
Aus Deinen 30s übers Wochenende lässt sich die mittlere Frequenzabweichung rechnen und man müsste schauen, ob die noch im üblichen Korridor lag. Wenn Du die Uhr nicht korrigiert hast, sollte sie innerhalb einiger Tage wieder in Richtung null laufen.
Eine andere Variante wäre, dass es in dem Bereich tatsächlich eine Störung mit Inselbetrieb gab.
Das Verbundnetz behauptet, die Frequenz nachzuregeln, weshalb eine netzsynchrone Uhr über Jahre keine Abweichung haben dürfte. Kurzfristig kann sie ausreißen.
Behaupten kann man viel…
Meine Rolladenschaltuhren, die angeblich auf der Netzfrequenz laufen, gehen alle sehr deutlich und dauerhaft nach. Immer.
Oliver
Ruf einfach mal Deinen regionalen Netztbetreiber an.
Du hast wohl schon länger nicht mehr bei Firmen angerufen.
Interessanterweise ist auch meine selbstgebaute, netzsynchronisierte Uhr übers Wochenende ca. 30s vorgegangen, während sie vorher mehrere Monate stabil (+-5s) lief. Standort: Nordostschweiz, 20km weg vom Bodensee.
in Europa gibt es exakt eine Netzfrequenz. Von Sizilien bis Dänemark West, von Portugal bis Baltikum, ...
Es gab aber auch schon Abweichungen von der "absoluten" Zeit von einigen Minuten. ==> Bild.
@Christoph Z.: Bist Du in der Nähe von Laufenburg? Dort wird die Frequenz für Europa geregelt.
Hat vielleicht was mit Tiefbauarbeiten des Netzbetreibers im 9 km entfernten Waldenweiler zu tun:
Mal im lokalen Baudezernat nachfragen
Standort: Nordostschweiz, 20km weg vom Bodensee.
Schweiz ist zwar auch ans Europäische Verbundnetz angeschlossen, hat aber vertraglich "einige Sonderlocken". Da ist IMHO die "Swissgrid" der bessere Ansprechpartner: https://www.swissgrid.ch/de/home/operation/power-grid/swiss-power-grid.html
Bei 52Hz werden Fotovoltaik anlagen aus dem Netz geschmissen.
Da gibt es seit 2012 einen Steuerungsmechanismus der bereits ab 50,2 Hz greift:
@Christoph Z.: Bist Du in der Nähe von Laufenburg? Dort wird die Frequenz für Europa geregelt.
Nein, etwa 15km südwestlich von Konstanz, aber was ist in der Schweiz schon weit ;-) Auf diversen Portalen habe ich in der Zeit seit Freitag keine Frequenzanomalien gefunden, aber die Uhr (siehe Foto mit Schei..-Handykamera) geht jedenfalls seit dem Wochenende präzise 25..30s voraus. Der Abgriff der 50Hz erfolgt hinter einem konventionellen Netztrafo und 1k/10nF Filter. Arbeiten in unmittelbarer Nähe mit Lötstation oder Triac-geregeltem Heissluftfön haben die Uhr bisher nie gestört und von Freitag bis Montag war gar niemand in dem Raum. Bleibt nur, weiterhin ein Auge darauf zu haben.
Die Frage ist, wann Du die Zeit bei deinem Gerät gesetzt hast?
Dein Gerät integriert die Frequenz und das ist dann eine Zeit. Die 30 secs würden der Änderungen in den letzten Tagen entsprechen.
Bei GRIDRADAR/swissgrid siehst Du die Abweichung (bzw. errechnete Zeit) zu UTC. Diesen Werte muss Du bei deinem Gerät setzen.
zum Beispiel: Wenn Du am 25. Sept. die Zeit auf UTC gesetzt hast, dann stimmt Deine Beobachtung => Bild => ~30 sec Änderung.
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Bist Du in der Nähe von Laufenburg? Dort wird die Frequenz für Europa geregelt.
Dort arbeiten auch der Frequenzdirektor und seine Mitarbeiter.
Die kann man durchaus im Dauerbetrieb laufen lassen, wenn es nötig ist.
Es soll Datacenter gehen, die von solchen Dinger umstellt sind und davon betrieben werden. Weil Richtlinien zum Umweltschutz für mobile Kraftwerke nicht gelten.
Bin hier in WN gleich nebenan. Ist zwar nicht mehr Syna, aber mit der Netzfrequenz ist hier alles im grünen Bereich. Die VNB haben das Problem bei Wartungsarbeiten an einem Leitungssegement. Einige benachrichtigen die PV Betreiber über die Zeiten und weisen sie an ihre Anlagen dazu abzuschalten. Zwischenzeitlich sind das aber sehr viele und vor allem BKWs die gar nicht erfasst sind.
Wenn der VNB ein Netzsegment abschaltet, kann es vorkommen daß sich eine unabsichtliche Insel ergibt. Das ist der Fall, wenn Erzeugung und Verbrauch in etwa zusammenpassen. Um die abgeschalteten Leitungssegmente jetzt "aus zu kriegen", haben die VNBs Anhänger mit Notstromdieseln welche sie anklemmen und einspeisen. Dabei erhöhen sie die Frequenz so lange, bis die Insel aus dem Gleichgewicht kippt und aus geht.
Bei nicht ringförmigen Netztopologien kann es auch sein, daß einige Endstücke während den Umbauten stundenlang von einem solchen Notstromaggregat versorgt werden um die Netzteilnehmer nicht so lange ganz ausschalten zu müssen. Synchronisation und Rückschaltung des Generators kriegt man dann eigentlich nur mit, wenn man die Frequenz genau nachmessen kann.
Hatte ich das nicht oben auch schon geschrieben? Aber vielleicht mag der TE jetzt glauben daß dies der Grund für seine Beobachtung war?
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