Hi Leute,
wegen Corona landen jetzt dann ja bald einige zehn - bis hunderttausende
Arbeitnehmer beim Arbeitsamt. Weil unsere Wirtschaft in den letzten
Jahren ziemlich geboomt hat, war mir die Erfahrung auch erspart
geblieben.
Der Frank-Jürgen Weise ist damals mit der Vision in's Rennen gestartet,
aus dem Arbeitsamt einen modernen, innovativen, kundenfreundlichen und
hochperformanten Dienstleister zu machen. Arbeitslose first, Beamtemtum
second quasi.
Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Amt gemacht? Sind die Leute da
kompetent und können die mit High Potentials umgehen? Werde ich da
bestmöglich beraten? Nicht dass die mich jetzt dann in so eine
DEKRA-Maßnahme stecken und ich dort Lötkurse absolvieren muss.
Florida-Rolf schrieb:> High Potentials
Für ebendiese gibt es Kurse zum akzeptablen Verhalten. Und zu
Bewerbungen, die nicht zu heftigen Abwehrreaktionen führen
Florida-Rolf schrieb:> Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Amt gemacht? Sind die Leute da> kompetent und können die mit High Potentials umgehen? Werde ich da> bestmöglich beraten?
Naja, die beste Beratung ist der Tritt in den Arsch den der Rolf nötig
hat um sich selbst um seinen persönlichen Broterwerb zu kümmern. Und in
den Arsch treten können die dort recht gut.
Maximilian Carl Emil Weber schrieb:> Naja, die beste Beratung ist der Tritt in den Arsch den der Rolf nötig> hat um sich selbst um seinen persönlichen Broterwerb zu kümmern. Und in> den Arsch treten können die dort recht gut.
Das ist eine sehr neoliberale Sichtweise auf den Sachverhalt. Sich
selbst zu helfen heißt also, dass der Arbeitssuchende Plattformen wie
Stepstone, Monster, etc.. nutzt? Wenn das alle so machen, wird das
Arbeitsamt ja mehr und mehr an Know-How verlieren, weil alle Vorgänge,
die früher über das Amt liefen, nun über Plattformen laufen, die in
Sachen Datenschutz und Transparenz ein mulmiges Bauchgefühl
hinterlassen. Ich bin auch der Meinung, dass Personalabteilungen - und
insbesondere Recruiter (meist Absolvent*innen, frisch von der
Hochschule) - in eine ungute Machtposition gerückt sind, der viele von
ihnen nicht gewachsen sind. Ein solch unkontrollierter Arbeitsmarkt ist
problematisch, weil die "Jagd auf die Besten" leider auch zu
Ressourcenfehlallokationen führt und somit volkswirtschaftlicher Schaden
entstehen kann.
Worin besteht heute eigentlich noch die Vermittlungsleistung des
Arbeitsamtes? Dem Kunden ein Papier mit den Links zu den Jobportalen in
die Hand zu drücken und ab und zu mit Sanktionen zu drohen?
Florida-Rolf schrieb:> Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Amt gemacht?
Der Berater hat mir gesagt, dass wir nur ein formales Gespräch führen,
weil ich sowieso selbst einen Job finden werde.
In dem Fall war es ein nettes Gespräch, warum gute Leute nicht befördert
werden und NixNutze befördert werden.....
Florida-Rolf schrieb:> Worin besteht heute eigentlich noch die Vermittlungsleistung des> Arbeitsamtes?
Nach dem Studium und vor Antritt meiner ersten Stelle meldete ich mich
pflichtbewusst beim AA. Ich wurde danach penetrant von irgendwelchen
Verleihklitschen aus der Pampa angerufen. Dagegen sind Frunnel, Preschau
& Co. wie BMW, Porsche & Co. Zum Glück war ich nicht auf diesen Verein
angewiesen.
Florida-Rolf schrieb:> Worin besteht heute eigentlich noch die Vermittlungsleistung des> Arbeitsamtes? Dem Kunden ein Papier mit den Links zu den Jobportalen in> die Hand zu drücken und ab und zu mit Sanktionen zu drohen?
Ja, so etwa.
> Ein solch unkontrollierter Arbeitsmarkt ist> problematisch, weil die "Jagd auf die Besten" leider auch zu> Ressourcenfehlallokationen führt und somit volkswirtschaftlicher Schaden> entstehen kann.
Naja, schon die DDR vergessen?! Da hat gerade der staatlich
kontrollierte Arbeitsmarkt (Stichwort: Kaderakte), der jede
Eigeninitiative im Bildungsweg und Karriere verhinderte für massiven
volkswirtschaftlichen Schaden gesorgt.
>Wenn das alle so machen, wird das>Arbeitsamt ja mehr und mehr an Know-How verlieren,
Muhahaha, warst du die letzten 40 Jahre im Koma?! Das Arbeitsamt war
noch nie dafür bekannt, gescheite Arbeitskräfte zu vermitteln. Da gilt
immer noch der Spruch "Typen, schickt das Arbeitsamt …"
https://www.youtube.com/watch?v=Gl6kH6a6p0s
Es gibt einen wichtigen Spruch in Deutschland.
"Es ist egal was du kannst, es zählt nur das, was auf den Papier steht
das du (angeblich) kannst".
Genau so ist das mit den Arbeitsamt und später mit den Jobcenter. Der
Unterschied ist, das Arbeitsamt hat mehr Geld zu Verfügung dich zu
Leuten zu schicken, die dir das aufs Papier schreiben, was du dann
(angeblich) kannst.
Und es gibt noch 2 wichtige Unterschiede.
Beim Arbeitsamt zählt dein Vermögen nicht. !!! Und du darfst etwas mehr
als Arbeitsloser dazu verdienen.
Beim Jobcenter(Hartz4) sind die Regeln viel härter.
Aber mit den Arbeitsamt ist i.d.R. der Umgang netter.
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Es gibt einen wichtigen Spruch in Deutschland.>> "Es ist egal was du kannst, es zählt nur das, was auf den Papier steht> das du (angeblich) kannst".
Ah, deshalb werde ich nie 'Arbeitsloser', weil, mir fehlt das Papier auf
dem steht, ich kann 'Arbeitsloser' ...
Florida-Rolf schrieb:> Worin besteht heute eigentlich noch die Vermittlungsleistung des> Arbeitsamtes?
Es sind - zum Glück! - keine Ämter (hoheitliche Aufgaben) mehr. Eine
sogenannte Sofortvermittlung wird nur bei Neumeldung (arbeitslos,
arbeitssuchend) versucht. Danach wird kontrolliert, dass sich der
Arbeitslose nach Kräften selbst um eine neue Anstellung bemüht.
Andernfalls werden Leistungen gekürzt. Das finde ich auch richtig so,
denn Unterstützungsgelder (Pflichtbeiträge anderer) sollen nur die
erhalten, die unverschuldet arbeitslos geworden sind und diese Situation
schnellstens wieder verändern wollen.
Das Arbeitsamt sanktioniert nicht, sondern verhängt höchstens eine
Sperre.
Das Jobcenter ist die Stelle, die sanktioniert.Allerdings sind aufgrund
höchstrichterlicher
Rechtsprechung dieses Disziplinierungsinstrumentmittel nur noch ein mal
pro
Bewilligungszeitraum (6 oder 12Monate) zulässig. Die werden sich das
wohl gut
überlegen müssen bevor die ihre Munition einfach so verpulvern.
Die ganzen Massnahmen haben für ausgebildete Leute sowieso keinen Nutzen
weil
die Träger nicht das Berufswissen und auch nicht die Kontakte zu Firmen
haben.
Die Wirtschaft will es so und so bekommen die das auch. Man stelle sich
vor,
Außenstehende durchbrechen diese Abschirmung. Die haben da sicher viel
zu viel
Schiss vor der Konkurrenz und dem Wettbewerb.
Wenn man die Ämter mit Eigenbemühungen, dokumentiert durch
Bewerbungskosten-
erstattung zufrieden stellt, hat man für gewöhnlich Ruhe. Wenn doch mal
ein übereifriger Clown Stress macht, hat man für gewöhnlich immer ein
Mitspracherecht
und kann alle Massnahmen überprüfen. Ein paar passende Fragen an den
Träger
zu deren Verantwortung zeigen da für gewöhnlich die gewünschte Wirkung.
Für Gebildete kein Problem.
Florida-Rolf schrieb:> wegen Corona landen jetzt dann ja bald einige zehn - bis hunderttausende> Arbeitnehmer beim Arbeitsamt.
Den Sesselfurzern in den Arbeitsämtern / JobCentern
geht aktuell der Arsch auf Grundeis. Man könnte auch
sagen, dass sich die Verwalter der Arbeitslosigkeit
jetzt vor Angst in die Hosen scheissen. :-)
Sie geraten geradezu in Panik bei dem Gedanken, dass
ein "Kunde" bei einem Kontrolltermin sie mit dem tod-
bringenden Corona-Virus infizieren könnte.
Denn bekanntlich sind Hartz IV-Empfänger weit über-
durchschnittlich oft damit durchseucht! Generell trifft
dies nun hierzulande auf alle sozial Schwachen zu.
Vielfach können sich die Ärmsten nicht einmal eine
Schutzmaske kaufen.
Alexander K. schrieb:> Es gibt einen wichtigen Spruch in Deutschland.>> "Es ist egal was du kannst, es zählt nur das, was auf den Papier steht> das du (angeblich) kannst".
Diesen Spruch äußern Leute, die zu faul oder zu unfähig waren, diese
"Papiere" (Kenntnisse, Fähigkeiten, Lösungskompetenzen, Selbstdisziplin,
Durchhaltevermögen, usw.) zu erlangen. ;)
Habe solche ähnlichen Sprüche auch schon öfter mal gehört, aber nur von
Versagern.
Hallo Florida-Rolf.
Florida-Rolf schrieb:> Der Frank-Jürgen Weise ist damals mit der Vision in's Rennen gestartet,> aus dem Arbeitsamt einen modernen, innovativen, kundenfreundlichen und> hochperformanten Dienstleister zu machen. Arbeitslose first, Beamtemtum> second quasi.
Das geht nicht. Du kannst nicht per Verordnung hinbiegen, das sich ein
Beamter oder quasi Beamter auf einmal wie ein nicht Beamter verhält. ;O)
>> Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Amt gemacht?
Das sind ansonsten Realisten. Die rechnen einem sofort vor, was man von
ihnen wie lange bekommen kann und wie das anschliessend mit ALG II
aussieht. Und sie machen einem sofort klar, daß sie mit Arbeitsstellen
kaum weiterhelfen können, weil es nicht genügend Arbeitsstellen gibt,
und wenn es welche gibt, sich die Unternehmen zuerst an Dienstleister
wenden, und diese daher die besseren Ansprechpartner sind, um Stellen zu
bekommen. Und weil die Dienstleister mehr Stellen zum verteilen haben,
haben sie automatisch mehr Übung und damit dann auch Kompetenz darin.
Um eine neue Stelle zu finden, ist das Arbeitsamt einer der
schlechtesten Ansprechpartner. Im Zweifel könnte sogar eine Anfrage im
nächsten Kiosk ergiebiger sein. ;O)
> Nicht dass die mich jetzt dann in so eine> DEKRA-Maßnahme stecken und ich dort Lötkurse absolvieren muss.
Wenn das z.B. ein "Lötkurs" nach IPC-7711/7721 mit CIS Zertifikat ist,
dann wäre das durchaus zu empfehlen. Auch wenn Du meinst, schon löten zu
können. Weil es interessant und lehrreich ist, und nicht weil du dann
besser eine Stelle bekommst. ;O)
Wenn Du aber als Techniker oder Diplom Ingenieur beim Arbeitsamt
auftauchst, werden sie Dir nur selten einen Kurs anbieten können, weil
die Mittel für Kurse gedeckelt sind und zuerst die Leute bedient werden,
die z.B. überhaupt keinen Schulabschluss haben. Was ja auch irgendwie
sinnvoll ist.
Du kannst ein Bewerbungstraining machen. Dort bekommst Du dann erklärt,
wie Du Dich am besten bei Bewerbungen um Posten als Auslieferungsfahrer
bei DHL durchsetzt.
Wenn Du was anderes willst, nimm 1000 Euro für einen privaten Coach in
die Hand. Der gibt sich viel Mühe und erklärt Dir, warum es für Dich
nicht sinnvoll ist, Dich auf was besseres zu Bewerben.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hallo Jo S.
Jo S. schrieb:> Habe solche ähnlichen Sprüche auch schon öfter mal gehört, aber nur von> Versagern.
Einen erfolgreichen Hochstapler würde ich nicht als Versager bezeichnen
wollen.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hallo Glückwünscher.
Alles Gute, Ute schrieb im Beitrag #6308603:
> Jedenfalls geht es jetzt auch einigen Grossmäulern hier dünn durch den> Allerwertesten -und das ist gut so!
Bei echten Grossmäulern ist das großmäulig Sein so tief verwurzelt, dass
sie nichts wirklich vom großmäulig Sein abbringen kann.
So richtig Pech haben die Berufsanfänger:
https://www.zeit.de/arbeit/2020-06/berufseinsteiger-corona-krise-arbeit-ansprueche-bedingungen-millenials
Viele davon werden sich davon nicht erholen. Karriereende vor
Karrierestart.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Hallo Jo S.>> Jo S. schrieb:>>> Habe solche ähnlichen Sprüche auch schon öfter mal gehört, aber nur von>> Versagern.>> Einen erfolgreichen Hochstapler würde ich nicht als Versager bezeichnen> wollen.
Hallo Bernd, schön wieder von dir zu lesen, dachte schon, dass du tot
bist. ;)
Von einem "erfolgreichen Hochstapler" habe ich solche Sprüche noch nicht
gehört.
Hallo Jo.
Jo S. schrieb:>>> Habe solche ähnlichen Sprüche auch schon öfter mal gehört, aber nur von>>> Versagern.>> Einen erfolgreichen Hochstapler würde ich nicht als Versager bezeichnen>> wollen.> Von einem "erfolgreichen Hochstapler" habe ich solche Sprüche noch nicht> gehört.
Erfolgreiche Hochstabler outen sich gegenüber Konkurenten, Gegnern und
Opfern nur selten als Hochstabler. ;O)
>> Hallo Bernd, schön wieder von dir zu lesen, dachte schon, dass du tot> bist. ;)
Danke der Nachfrage.
Ich hatte Urlaub und habe Wanderungen gemacht und hatte was zu Basteln.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
hartz4 und schwarz arbeiten. jeder muss sehen wo er in dieser krise
bleibt.
man hat eh nichts zu verlieren. im knast kann man studieren und zahlt
keine miete, essen, wasser, strom.
Bernd W. schrieb:> Um eine neue Stelle zu finden, ist das Arbeitsamt einer der> schlechtesten Ansprechpartner. Im Zweifel könnte sogar eine Anfrage im> nächsten Kiosk ergiebiger sein. ;O)
Aber ist das nicht falsch? Damit erfüllt das Arbeitsamt doch seine
Funktion gar nicht mehr. Wenn es nur mehr darum geht, Anträge für ALG I
und Hartz IV zu bearbeiten, könnte man das Arbeitsamt doch auch einfach
durch ein simpel zu bedienendes Online-Tool ersetzen?! Damit kann man
wiederum Stellen im öD einsparen und den Steuerzahler glücklich machen.
Hallo Florida-Rolf.
Florida-Rolf schrieb:>> Um eine neue Stelle zu finden, ist das Arbeitsamt einer der>> schlechtesten Ansprechpartner. Im Zweifel könnte sogar eine Anfrage im>> nächsten Kiosk ergiebiger sein. ;O)>> Aber ist das nicht falsch? Damit erfüllt das Arbeitsamt doch seine> Funktion gar nicht mehr. Wenn es nur mehr darum geht, Anträge für ALG I> und Hartz IV zu bearbeiten, könnte man das Arbeitsamt doch auch einfach> durch ein simpel zu bedienendes Online-Tool ersetzen?!
Das wäre eine Möglichkeit. Richtig.
Eine andere wäre, die privatwirtschaftliche Vermittlung von
Arbeitskräften zu verbieten. Dann hätte das Arbeitsamt ein Monopol.
Arbeitsplätze gibt es davon aber auch nicht mehr.
> Damit kann man> wiederum Stellen im öD einsparen und den Steuerzahler glücklich machen.
Na, ob die aus dem öffentlichen Dienst entlassenen Leute anderswo noch
eine Stelle fänden wage ich zu bezweifeln. D.h. bezahlen müsstest Du sie
so oder so, wenn auch über den Weg Sozialhilfe.
Bedenke, das gerade im öffentlichen Dienst viele sind, die Gebrechen
haben mit denen sie in der freien Wirtschaft keine Stelle mehr bekommen
würden.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:>> Hallo Bernd, schön wieder von dir zu lesen, dachte schon, dass du tot>> bist. ;)>> Danke der Nachfrage.> Ich hatte Urlaub und habe Wanderungen gemacht und hatte was zu Basteln.
Hallo Bernd.
Ich freue mich auch riesig, dass du wieder da bist! Ehrlich gesagt habe
ich schon langsam wieder die Begründung vergessen, warum eine
Leistungsgesellschaft auch immer eine Verlierergesellschaft ist.
Vielleicht kannst du mir da bei Gelegenheit wieder auf die Sprünge
helfen. :O)
Qwertz schrieb:> Hallo Bernd.> Ich freue mich auch riesig, dass du wieder da bist! Ehrlich gesagt habe> ich schon langsam wieder die Begründung vergessen, warum eine> Leistungsgesellschaft auch immer eine Verlierergesellschaft ist.> Vielleicht kannst du mir da bei Gelegenheit wieder auf die Sprünge> helfen. :O)
An wem es liegen könnte, dass diese Gesellschaft sittlich immer mehr den
Bach hinuntergeht, bedarf hingegen kaum tiefschürfender Erwägung. In
gewisser Weise ist es sogar in geringem Umfang
erheiternd, zuzusehen, wie ausgerechnet das verkommenste Pack sich für
Gewimner zu halten scheint.
Ich habe nach dem Studium AlgII beantragt und sollte OHNE dass ein Blick
auf meine Erwerbsbiografie geworfen wurde in eine Maßnahme. Acht Wochen
lang Bewerbungstraining. Halbtags. IM NETZ nach Jobs suchen. Die Ideale
Bewerbung schreiben etc. Ich habe mich informiert und festgestellt dass
der Gesetzgeber solche Maßnahmen erst nach einer individuellen Analyse
vorsieht. Da mir dort außerdem niemand beim Verfassen fremdsprachiger
Bewerbungen behilflich sein konnte (Überraschung!) habe ich die
entsprechende Vereinbarung mit einer Hand voll Gründen abgelehnt und das
wurde auch akzeptiert. Der Sachbearbeiter hätte sich auch anders
Entscheiden können, dann hätte ich vor dem Sozialgericht klagen müssen.
A. B. schrieb:> Acht Wochen lang Bewerbungstraining. Halbtags. IM NETZ nach Jobs suchen.
Und während dieser acht Wochen wärst Du nicht in der
Arbeitslosenstatistik aufgetaucht. Das ist der tiefere Sinn dieser
Praxis.
Florida-Rolf schrieb:> Aber ist das nicht falsch? Damit erfüllt das Arbeitsamt doch seine> Funktion gar nicht mehr.
Das war auch noch nie seine Funktion.Wenn Du nicht aus eigene Anschaung
wissen kannst, was da abgeht dann schau Doku:
https://youtu.be/4A07NvtZPz4?t=1150> Wenn es nur mehr darum geht, Anträge für ALG I> und Hartz IV zu bearbeiten, könnte man das Arbeitsamt doch auch einfach> durch ein simpel zu bedienendes Online-Tool ersetzen?! Damit kann man> wiederum Stellen im öD einsparen und den Steuerzahler glücklich machen.
Nicht jeder kann/will mit online-tools umgehen. Deshalb füllen die
ArbeitamtMitarbeiter auch mit den Clienten das Online-tool aus.
Berufsrevolutionär schrieb:> Nicht jeder kann/will mit online-tools umgehen. Deshalb füllen die> ArbeitamtMitarbeiter auch mit den Clienten das Online-tool aus.
Ja, für viele Leute in Deutschland ist das Internet immer noch Neuland.
Qwertz schrieb:> Berufsrevolutionär schrieb:>> Nicht jeder kann/will mit online-tools umgehen. Deshalb füllen die>> ArbeitamtMitarbeiter auch mit den Clienten das Online-tool aus.>> Ja, für viele Leute in Deutschland ist das Internet immer noch Neuland.
Weniger ist Internet das Problem als das Formular. Auch für
technikaffine Studenten ist es normal beim Anblick eines Bafög formulars
einen milden Hirnausfall zu erleiden:
https://www.bafög.de/intern_v2/system/upload/formblaetter/Formblatt_1.pdf
Was bitteschön sind "Vermögenswerte, deren Verwertung aus rechlichen
Gründen ausgeschlossen sind"
Und welche von den X-formblätter muss ich überhaupt ausfüllen?
https://www.bafög.de/de/alle-antragsformulare-432.php
Oder Mami? Oder Papi? Was macht Papi uberhaupt? Liebt er mich noch?
Fragen über Fragen,...
Berufsrevolutionär schrieb:> Was bitteschön sind "Vermögenswerte, deren Verwertung aus rechlichen> Gründen ausgeschlossen sind"
Oder was sind "dingliche Rechte an Grundstücken"?
Rechte an Firmen hätte da auch vorkommen müssen.
Erbschaften sollen angegeben werden, aber was ist, wenn
der Erblasser das in seinem letzten Willen untersagt?
Genauso ein Problem ist, wenn man ausschlägt, aber der
Pflichtteil nicht?
Das ganze Gesetzeskonstrukt ist selbst 15 Jahre nach Einführung
immer noch ein Pflickenteppich.
Würde es nicht das Internet geben, hätten wir vermutlich längst
Bürgerkrieg und den soll der Sozialstaat ja mit seinem Sozialsystem
gerade verhindern.
Man kann eigentlich relativ leicht erkennen, dass regide Vorschriften
die Beschäftigten in die Fänge von Wirtschaftsgewinnlern treiben soll,
aber in der Praxis sperren diese Geier sich einfach, missachten Angebot
und Nachfrage und stellen sich selbst ein Bein. Die Opfer dabei sind
denen egal. Wer billigend den Ruin anderer in Kauf nimmt, sollte dafür
haftbar gemacht werden und das ohne Umschweife.;(
Rolf schrieb im Beitrag #6309253:
> Du bist sowas von im Arsch! Bekommst keinen Job mehr!> Achso, nicht genau gelesen, du wirst keinen Job mehr finden!
Warum? Weil ich mich am demokratischen Diskurs beteilige?
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Auch das Arbeitsamt kann dir nicht mehr helfen einen Job zu> finden! Was du brauchst sind KONTAKTE!!!!
Das ist deine Sichtweise. Man kann Persönlichkeiten grob in drei
Kategorien einteilen:
- Analytiker
- Macher
- Kontakter
Für mich als Analytiker mit Tendenz zum Macher sind Kontakte nur um der
Kontakte wegen weniger wichtig als Sachverstand und konkrete Ergebnisse.
Mein Standpunkt ist für Kontakter allerdings nur äußerst schwer
nachzuvollziehen - dessen bin ich mir durchaus bewusst. Darum sind XING
und LinkedIn in meinen Augen auch Zeitverschwendung - das sind
Tummelplätze des mittleren Managements, also der zähen Lehmschicht, die
vorwiegend aus Kontaktern bestehen. Wer es nach ganz oben schaffen will,
der muss anpacken und verstehen. Sie wie unsere Angela. ❤️
AmFiskusVorbei schrieb im Beitrag #6309673:
> hartz4 und schwarz arbeiten gehen auf baustelle, parallel bewerben
So mache ich es. Allerdings ohne das schwarz Arbeiten und die
Bewerbungen.
Florida-Rolf schrieb im Beitrag #6309205:
> Mengela Arkel schrieb:> Für euch als Vorabinfo: Die Arbeitsämter werden demnächst geschlossen,> wenn mein ganzes Geld in Europa verteilt wurde. Dafür bekomme ich von> meinem jungen Freund Emmanuel und der alten Schachtel Christine dann> einen schönen Alterssitz in Frankreich oder ein schönes Büro bei der UNO> in New York mit Blick auf den Trump Tower. Na, das ist doch mal was!> Hätt' ich mir damals in der DDR auch nicht träumen lassen, als ich mit> der FDJ noch auf ein Pöstchen in Moskau spekuliert habe...> Danke euch übrigens für die langjährige Unterstützung mit euren Steuern.>> Nationalismus gefährdet das europäische Projekt. Ohne Europa werden die> NATO-Länder von den Großmächten China und Russland zerfleddert, mit> katastrophalen Folgen für die Einwohner. Vor Europa gab es auf unserem> Kontinent nur Krieg. Wir wollen niemals wieder in diese schrecklichen> Zeiten zurück. Europa ist alternativlos. Wir sind und bleiben eine> Solidargemeinschaft!
Russland ist ein aufgeblasener Scheinriese, letztlich keine Gefahr, da
wirtschaftlich nichts geht außer Rohstoffe verkaufen. Und wer kauft die?
Wir.
Kurze Frage : Wie äußert sich denn die Solidarität der Griechen,
Italiener, Franzosen, Polen usw. zu Deutschland? Mit Holland,
Österreich, Dänemark, Lettland usw. würde es gehen. Die anderen ticken
einfach völlig anders.
Hatte mal vor 25 Jahren Kontakt mit denen.
Ich musste einen Monat überbrücken bevor ich zum Grundwehrdienst musste.
Das einzige was ich wollte war die Krankenversicherung, kein Geld...
Und was meint ihr wie es geendet hat ich musste Arbeitslosengeld
annehmen.
Zum Glück bin ich mit dem weiteren Bewerbungsschreiben verschont
geblieben.
Sind halt nur Beamte.
Und seit dem nie mehr bei dem Amt gewesen.
Hatte mit denen vor 10 Jahren zu tun... war der Horror. Bin an eine
äußerst unausgeglichene Frau geraten. Es wurde alles abgelehnt und Geld
auch falsch berechnet. Konnte nur über Widerspruch alles gerade ziehen.
Natürlich war ich der Bittsteller nicht Mensch ... das ich aber deren
Gehalt finanziere hat die gar nicht kapiert.
Aktuell musste ich wieder was mit denen machen. Ganz entspannter
Gesprächspartner (Mann). Es wurden mir Tipps gegeben was mir zusteht und
was ich bekommen kann. War sehr produktiv. In 17 min. Alles geklärt.
Entweder es hängt einfach von Glück ab oder die verändern sich wirklich.
Nochnemeinung schrieb:> Entweder es hängt einfach von Glück ab oder die verändern sich wirklich.
Oder die sind schlicht unterschiedlich unterwegs: sowohl die
Totalverweigerung als auch die umfassende Hilfsbereitschaft können
Ausdruck der jeweils empfundenen eigenen Macht sein.
Ich hatte auch mal mit denen zu tun, schon mehrmals - immer kurz
zwischen den Wechseln war ich natürlich offiziell Arbeitslos.
Das waren allesamt furchtbar typische Beamtinnen (immer nur Frauen).
Zusätzlich haben die immer gleich mit ihren Rechten und meinen Pflichten
gedroht.
Dann sollte ich mich doch immer sofort bundesweit bewerben. Ich sagte
"Entschuldigung, das muss ich erst nach drei Monaten ohne
Bewerbungserfolg"(samt Paragraph Nennung). Da sagten die immer, das sei
denen egal - ich werde eh nicht gewinnen, "wir" haben in diesem Punkt
bisher alle Verfahren gewonnen.
Aber bzgl. H4 gibt es jetzt ja quasi ein Grundeinkommen. Aber ich
möchte nicht langfristig etwas zu tun haben mit denen.
Hallo Ben.
Ben S. schrieb:> Das waren allesamt furchtbar typische Beamtinnen (immer nur Frauen).> Zusätzlich haben die immer gleich mit ihren Rechten und meinen Pflichten> gedroht.
Das müssen die so. Diese Vorgehensweise ist denen streng vorgeschrieben.
> Dann sollte ich mich doch immer sofort bundesweit bewerben. Ich sagte> "Entschuldigung, das muss ich erst nach drei Monaten ohne> Bewerbungserfolg"(samt Paragraph Nennung).
Das machst Du eh automatisch, da Du schnell feststellst, das regional
kaum etwas zu bekommen ist.
> Aber bzgl. H4 gibt es jetzt ja quasi ein Grundeinkommen. Aber *ich*> möchte nicht langfristig etwas zu tun haben mit denen.
Bevor Du da etwas bekommst, must Du erst einmal Deine Ersparnisse und
Dein Vermögen bis auf einen kümmerlichen Rest aufgebraucht haben.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hallo Percy.
Percy N. schrieb:>> Entweder es hängt einfach von Glück ab oder die verändern sich wirklich.>> Oder die sind schlicht unterschiedlich unterwegs: sowohl die> Totalverweigerung als auch die umfassende Hilfsbereitschaft können> Ausdruck der jeweils empfundenen eigenen Macht sein.
Richtig. Das streut statistisch sehr stark, was da für Persönlichkeiten
sitzen. Und es gibt auch noch andere Motivationen als Macht, auch wenn
gerade auf Macht ausgerichtete Persönlichkeiten das nicht verstehen.
Ich hatte dort mal im letzten Jahrtausend ein Mädel als Sachbearbeiterin
mit blauer Hahnenkammfrisur, blassblauem Leorpartenfell Trikot und
silbernen Pumps. Bin ich prima mit ausgekommen, ich habe ein Herz für
Punkerinnen.
Ein anderer Fall (vor gut 10 Jahren) war der Leiter eines (kleinen
ländlichen) Arbeitsamtes, der kurz vor der Pensionierung stand, für eine
erkrankte Mitarbeiterin eingesprungen ist und eine Stunde über die
Fehleinschätzungen seiner übergeordneten Stellen und der Politik
schimpfte. Gab mir tiefe Einblicke.
Zumindest den Sachbearbeitern und deren direkten Vorgesetzten ist
meistens klar, dass die Angelegenheit nicht so einfach sind wie es die
Vorschriften meinen.....und das Stellen oft sehr rar sind.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Florida-Rolf schrieb im Beitrag #6309205:
> Nationalismus gefährdet das europäische Projekt. Ohne Europa werden die> NATO-Länder von den Großmächten China und Russland zerfleddert, mit> katastrophalen Folgen für die Einwohner. Vor Europa gab es auf unserem> Kontinent nur Krieg. Wir wollen niemals wieder in diese schrecklichen> Zeiten zurück. Europa ist alternativlos. Wir sind und bleiben eine> Solidargemeinschaft!
Da schaut der Florida-Rolf zuviel Tageschau, heute journal und sonstigen
Haltungsjournalismus. Wie so oft bei solchen Typen versteht er auch
nicht den Unterschied zwischen der EU, dem Euro, dem Schengen Abkommen
und der NATO.
Zum eigentlichen Thema: Die tatsächliche Aufgabe der "Jobvermittler" im
Arbeitsamt ist es nicht Jobs zu vermitteln, sondern Druck auf die
Arbeitslosen auszuüben damit sie sich bewerben und selbst suchen.
Bernd W. schrieb:> Das machst Du eh automatisch, da Du schnell feststellst, das regional> kaum etwas zu bekommen ist.
Nö. Ich ziehe doch nicht für einen Job um ? - es sei denn ich wohne iner
Gosse ...
jurek schrieb:> Die tatsächliche Aufgabe der "Jobvermittler" im> Arbeitsamt ist es nicht Jobs zu vermitteln, sondern Druck auf die> Arbeitslosen auszuüben damit sie sich bewerben und selbst suchen.
Irgendwann hört man das Peitschenknallen doch nicht mehr.
Die ganze Bewerbungskultur und mehr ist das ja auch nicht, ist doch
längst überholt. Der demografische Wandel müsste für ein Umdenken
sorgen, aber die noch junge Gesetzgebung AGG und DSGVO machen da
einen Strich durch die Rechnung.
Statt dessen wird nur immer wieder das Lied nach Fachkräftemangel
angestimmt und gejammert.
Im Mietrecht soll die DSGVO die Wirkung haben, dass man seine
Unterlagen erst dann dem Vermieter zur Verfügung stellen braucht,
nachdem man das Objekt besichtigt hat und entschieden hat, dass
man überhaupt ein Mietverhältnis eingehen möchte. Soweit die Theorie.
Sowas müsste auch der Arbeitsmarkt her geben.
Problem ist dann natürlich, dass dann die, die wegen mangelnder
Qualifikation sowieso aus der Auswahl raus fliegen dann aufwändig
mitgeschleppt und rumgeführt werden müssten, was man allerdings
mit einem selbstgedrehten Video auch lösen könnte. Aber dann bekäme
ja auch möglicherweise die Konkurrenz Einblick mit der Gefahr bei
Unzulänglichkeiten Ärger zu bekommen.
Trotzdem sollte der Arbeitsmarkt dahingehend reformiert werden.
;) schrieb:> Im Mietrecht soll die DSGVO die Wirkung haben, dass man seine> Unterlagen erst dann dem Vermieter zur Verfügung stellen braucht,> nachdem man das Objekt besichtigt hat und entschieden hat, dass> man überhaupt ein Mietverhältnis eingehen möchte. Soweit die Theorie.
Ich kann natürlich trotzdem meine Unterlagen schicken, dann hab ich den
Vorteil gegenüber denen, die nichts zur verfügung stellen.
Wo ist das "Problem"?
Alles was mit Arbeit und Amt zu tun hat, ist in erster Linie Verwaltung.
Als Motivation gibt es Leistungen.
Weibliche AA-Mitarbeiterinnen fördern Frauen oft mehr.
Männern geht es bei männlichen Mitarbeitern besser.
Die vielen AA-Angebote verbessern das Image der AA, Jobcenter.
Bringen eher gelegentlich als Beiwerk dem Hilfesuchenden Erleichterung.
Liefern außerdem ein Finanzalibi.
Hilfe zur Selbsthilfe
Bist du aber Gottes Sohn, so hilf dir selbst.
Das AA und JC selbst ist wiederum Imageförderer der aktuell herrschenden
Politik.
Die mehr als 50000 Obdachlosen würden aber wirklich soziale Hilfe
benötigen. Nicht nur eine Suppenküche.
An der Stelle endet dann der soziale Geist der Verantwortlichen.
Aber ein BER und ein Stadtschloss und ein Stuttgart 21 u.s.w. muss es
sein.
Ben S. schrieb:> Das waren allesamt furchtbar typische Beamtinnen (immer nur Frauen).> Zusätzlich haben die immer gleich mit ihren Rechten und meinen Pflichten> gedroht.> Dann sollte ich mich doch immer sofort bundesweit bewerben. Ich sagte> "Entschuldigung, das muss ich erst nach drei Monaten ohne> Bewerbungserfolg"(samt Paragraph Nennung). Da sagten die immer, das sei> denen egal - ich werde eh nicht gewinnen, "wir" haben in diesem Punkt> bisher alle Verfahren gewonnen.
Ja das sind diese frustrierten ungepoppten Tanten, die meinen ihre
Willkür raushängen lassen zu können. Solche Fregatten lass ich mit
meinem Sozialrechtsanwalt kommunizieren, der stutzt die Behörde schon
zurecht. Das kann ich prinzipiell nur jedem H4-Empfänger raten mit
dieser Behörde als Biodeutscher nur mit Anwalt zu kommunizieren, was die
teilweise für Dinger versuchen passt auf keine Kuhhaut, nur weil sie
denken sie sind das Amt und man wehrt sich ja eh nicht.
Berufsrevolutionär schrieb:
> Was bitteschön sind "Vermögenswerte, deren Verwertung aus rechlichen> Gründen ausgeschlossen sind"
Also das wichtigste zuerst.
Ihr müsst dringend zwischen Arbeitsamt und Jobcenter unterscheiden. !!!
Das Arbeitsamt ist ein Versicherungsgesellschaft. Da können selbst
Millionäre mit einen Ferrari vorfahren und bekommen Ihr Geld wenn sie
ehrlich eingezahlt haben.
Das Jobcenter ist eine Verwaltungseinrichtung von Sozialleistungen für
Arbeitssuchende.
Da siehst das anders aus.
Da muss besagter Millionär sein Vermögen offenlegen. Und sein Ferrari
verkaufen und darf sich ein gebrauchten Fiat kaufen.
Sein Vermögen wird nämlich auf 1500 Euro + 150 Euro je Lebensjahr glaub
ich (müsste nachsehen) begrenzt allerdings max. 10.500 Euro. Alles
andere wird angerechnet. Ebenfalls schutzwürdig ist "selbst genutztes
Eigentum in angemessener Größe. "
Gibt zwar viele Feinheiten und die Gerichte haben viel damit zu tun, das
aus zu diskutieren aber so ist das halt.
Das Gerücht das man eine zu teuren Wohnung nicht haben kann ist
Schwachsinn.
Das Amt zahlt nur Miete Nebenkosten + Heizung für "angemessenen Wohnraum
nach Ortsüblichen Maßstab". Den Rest musst man dann halt sich "von den
Kippen absparen". Allerdings kann es passieren das das Amt mal nachfragt
wie du dir von den Kippengeld eine Wohnung für 2500 Euro im Monat
leisten kannst.... ;)
Gruß
Pucki
Berufsrevolutionär schrieb:> Was bitteschön sind "Vermögenswerte, deren Verwertung aus rechlichen> Gründen ausgeschlossen sind"
Ein Pfund Koks, zwei Säcke Marihuana und das MG 42.
HeftigerHans schrieb:> Bleibt nur noch Jura, mit Spezialisierung auf Arbeitsrecht. Aber auch> Anwälte wird sich bald keiner mehr leisten können. Was dann?
Elektrotechnik natürlich.
HeftigerHans schrieb:> Spezialisierung auf Arbeitsrecht.
Ohne Arbeit hilft das nicht viel. Im Konflikt mit dem Jobcenter
greift das Sozialrecht.
Alexander K. schrieb:> Das Jobcenter ist eine Verwaltungseinrichtung von Sozialleistungen für> Arbeitssuchende.
Eigentlich ist es das Sozialamt für Arbeitsfähige, unter anderem
Namen, denn auch Rentner mit zuwenig Rente können da noch Geld
bekommen. Da ist "Arbeitssuchend" gar nicht mötig.
Die Grundsicherung wird nämlich hier auch verwaltet.
;) schrieb:> Im Mietrecht soll die DSGVO die Wirkung haben, dass man seine> Unterlagen erst dann dem Vermieter zur Verfügung stellen braucht,> nachdem man das Objekt besichtigt hat und entschieden hat, dass> man überhaupt ein Mietverhältnis eingehen möchte. Soweit die Theorie.
Theorie, du sagst es. Ich habe auf eine Annonce 340 Anfragen bekommen,
ich war froh das 250 davon keine Informationen von sich mitgeteilt
haben. Das hat mir die Mietersuche ungemein erleichtert
;) schrieb:> unter anderem> Namen, denn auch Rentner mit zuwenig Rente können da noch Geld> bekommen. Da ist "Arbeitssuchend" gar nicht mötig.> Die Grundsicherung wird nämlich hier auch verwaltet.
Nicht bei uns in NRW . Da übernimmt diese Aufgabe das Sozialamt. Und das
ist im Rathaus. Aber kann vielleicht in anderen Bundesländern anders
sein. k.a.
Gruß
Pucki
Ich dachte eigentlich, daß es um berufsspezifische Erfahrungen mit den
Arbeitsagenturen geht. :(
Z.b. Unterstützung für Arbeitssuchende oder Fortbildungen für
Arbeitslose etc.
Jo S. schrieb:> Z.b. Unterstützung für Arbeitssuchende oder Fortbildungen für> Arbeitslose etc.
Schau Dir einfach mal die Vorschtiften hinsichtlich der
Arbeitslosenstatistik an, dann wird Dir sofort klar, warum so viele
Arbeitslose ständig in irgend welche sinnlosen Maßnahmen gepresst
werden.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/hg-arbeitslosenzahlen-101.html
Edit:
Für manche sind diese Maßnahmen gleichwohl tatsächlich vorteilhaft; ich
weiß von einem jungen Mann, der zur DEKRA geschickt wurde, um den
Busführerschein zu machen. Der fährt jetzt Linienbus. Vorher konnte er
überhaupt nichts, zumindest der Papierform nach.
Andere ungelernte Hilfsarbeiter profitieren vielleicht von einem
Staplerschein; für Kraftfahrer mag ein Gefahrgutschein nützlich sein.
Für Akademiker sieht das Ganze schon eher mau aus. Da gibt es keine
zertifizierten Fachlehrgänge also stopt man die Leute in Kurse für
Mitivations- oder Bewerbungstraining. Das geht such nicht snders denn
selbst, eenn es geeihnete Augbaukurse oder Fortbildungen gäbe, wüssten
die Leute vom Jobcenter noch lange nicht, welcher Kurs wem nützen
könnte. Dem Arbeutssuchenden insoweit einfach mal zu vertrauen, das wäre
ein sehr experimentelkes Konzeoz - fällt also flach.
Percy N. schrieb:> Für Akademiker sieht das Ganze schon eher mau aus.
Doch SAP-Weiterbindungen. Da wird halt dann aus dem Magister-Absolventen
des Fachs: "Kirchenmusik des frühen Mittelalters" ein SAP-Berater (oder
SAP-Verkäufer).
Stefan H. schrieb:> Percy N. schrieb:>> Für Akademiker sieht das Ganze schon eher mau aus.>> Doch SAP-Weiterbindungen.
Klasse Typo ;-)
> Da wird halt dann aus dem Magister-Absolventen> des Fachs: "Kirchenmusik des frühen Mittelalters" ein SAP-Berater (oder> SAP-Verkäufer).
Sinnvolker wäre es wohl, wenn man dem Mediziner den EKG-Kurs bezahlte.
Oder dem RA die Weiterbildung hinsichtlich der Entwicklung der
Mietrechtssprechung der letzten Jahre.
Die BA finanziert aber nur solche Fortboldungen, die sie selbst
zertifiziert hat. Zeig mir mal bitte die Anwaltskamner, die ihre
Fachanwaltslehrgänge von irgend welchen BA-Mitarbeitern zertifizieren zu
lassen bereit ist.
Das Problem zieht sich durch alle freien Berufe; Veranstaltungen der
Kamnern werden nicht ernst genommen, dafür aber die überaus dubiosen
"Kurse" von speziellen Anbietern.
Ingenieure haben evtl noch das Glück, eine bestimmte Programmiersprache
erlernen zu dürfen.
Percy N. schrieb:> also stopt man die Leute in Kurse für> Mitivations- oder Bewerbungstraining.Percy N. schrieb:> selbst, eenn es geeihnete Augbaukurse oder Fortbildungen gäbePercy N. schrieb:> Dem Arbeutssuchenden insoweit einfach mal zu vertrauen, das wäre> ein sehr experimentelkes Konzeoz - fällt also flach.Percy N. schrieb:> Die BA finanziert aber nur solche FortboldungenPercy N. schrieb:> Sinnvolker wäre es wohl,
Prost, was trinkst du denn so?
> von Werna van blau (Gast)> 29.06.2020 17:51> Es ist kein gemeinis, dass Leute das AA / JC ausnutzen, mit 5 Pässen,> und später bieten diese Leute Maßnahmen für 5 Pässe an, werden alle> bewilligt.> So zahlt dieser (A)Sozialstaat legalisiert den Kameltreibern, viele> tausende Euros.> So etwas wird nicht aufgedeckt, nein wozu doch diese Geldwäscherei wurde> erfunden, um diesen Staat langsam aber sicher zum Bankrott zu führen.> Maßnahmen bringen für die normalos nix!> Wenn unser eins sich das leisten könnte, hätte jeder einen Dispo von 25> Million...> Warum gibt es angeblich immer mehr Neureiche Assis??? Glaubt ihr> wirklich dass man heute als Lötkolben Entwickler noch "leben" kann? Klar> auf der Scheibe...
Sehe ich auch so.
Percy N. schrieb:> Für Akademiker sieht das Ganze schon eher mau aus. Da gibt es keine> zertifizierten Fachlehrgänge also stopt man die Leute in Kurse für> Mitivations- oder Bewerbungstraining. Das geht such nicht snders denn> selbst, eenn es geeihnete Augbaukurse oder Fortbildungen gäbe, wüssten> die Leute vom Jobcenter noch lange nicht, welcher Kurs wem nützen> könnte. Dem Arbeutssuchenden insoweit einfach mal zu vertrauen, das wäre> ein sehr experimentelkes Konzeoz - fällt also flach.
Zu meiner Schande muß ich zugeben, daß ich den Text nicht sofort
verstanden haben. :/
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Wenn man es als "Akademiker" bis zum Jobcenter geschafft hat, dann hat
man die Vorladung bei diesem wohl auch verdient. :/ ;)
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Mit meiner Kritik - ein paar Beiträge weiter oben - meinte ich
eigentlich nicht, ob diese Institutionen sinnvoll oder eher nicht sind.
Sondern, ob es hier fachspezifische Personen gibt, die gute oder
schlechte Erfahrungen mit den Arbeitsagenturen gemacht haben. Also z.B.
durch Förderungen eine drohende Arbeitslosigkeit vermeiden konnten, oder
zumindest die AL-Zeit verringern konnten.
Man sollte Arbeitslosigkeit nicht als bedrohlich begreifen. Ich
betrachte Arbeitslosigkeit eher als Sabbatical, als willkommene Chance,
sich neu zu sortieren, an seinen Fähigkeiten zu feilen, sein
Kompetenzportfolio zu erweitern, neue Bekanntschaften zu machen, die
eigene Resilienz zu erhöhen und sich insgesamt noch stärker aufzustellen
für die Zeit danach. Um durchzustarten, muss man erst einmal auf die
Startrampe. Mein Motto: Die Krise als Chance zum Neustart begreifen! ???
WIR SCHAFFEN DAS.
Friede, Freude, Eierkuchen schrieb im Beitrag #6322098:
> uch, wenn der Job des Moderators offensichtlich bedingt, die Augen vor> der Realität zu verschliessen und unliebsame Wahrheiten zu löschen:
Du musst das nur anders formulieren, dann wird’s nicht gelöscht. ?