Mir ist es endlich gelungen, eine R-Kleinmeßbrücke nach Thomson zu
ersteigern. Mit dieser kann ich endlich Widerstände zwischen 10 Ohm bis
0,1 mOhm messen.
Sie ist aus der DDR.
Frage- wie bekomme ich die Knöpfe ab, ich möchte das Spiel zu der
Abgleichscheibe beseitigen.
Weiterhin interessiert es mich, mit welchen Meßgeräten aus der heutigen
Zeit man solche kleinen R mißt. Mit üblichen Multimetern und dem Angebot
z.Bsp. Reichelt kommt man nicht weiter.
Im Anhang ein Bild der Meßbrücke. Evtl. geht es von innen, wenn man man
die Platine herausnimmt. Das möchte ich aber nicht riskieren.
Dank auch für die Links der Meßgeräte. Ich habe aber an welche gedacht,
die sich ein "Bastler" privat leisten kann. Die Preise dort sind für
mich weit weg von Gut und Böse.
Wenn an der Seite kein Löchlein für die Madenschraube ist, dann doch
erst mal von innen schauen. Wenn dort auch nichts zu entdecken ist,
abnehmbar sieht das Deckelchen aus. Aber vorsichtig machen.
Nein, Deckel geht nicht, Schraube an der Seite ist auch nicht. Ich habe
aber noch das gleiche Modell, aber nach Whateston. Die kann ich
schlachten, auch zerstörend.
Michael schrieb:
> Weiterhin interessiert es mich, mit welchen Meßgeräten aus der heutigen> Zeit man solche kleinen R mißt. Mit üblichen Multimetern und dem Angebot> z.Bsp. Reichelt kommt man nicht weiter.
Das hab ich auch schon festgestellt und finde ich recht ärgerlich. Man
kann sich natürlich mit einer Konstantstromquelle helfen und dann mit
einem Multimeter die Spannung abgreifen (=Vierleitertechnik).
Allerdings muss man jedesmal neu rechnen und evtl. den Strom nachmessen.
Also recht umständlich.
Warum gibt es so eine einfache Schaltung nicht fertig?
Evtl. gibt es bei ebay weitere derartige Meßbrücken. Für mich reicht es
erst einmal, ich kann jetzt z.Bsp. FET-Source-R in Schaltnetzteilen
einmessen. Diese liegen im Bereich von 0,1 bis 1 Ohm. Deine Schaltung
ist eigentlich nichts anderes als das Prinzip "THOMSON". Beim
selbsterstellen fließen aber Ströme von etwa 3A! Die Widerstände in der
Brücke haben Drahtstärken bis 1mm!!
>wer war Thomson:
Siehe unter Lord Kelvin
>warum gibt es so eine Sache ncht fertig?
Viele Digitalmultimeter der Oberklasse bieten die Widerstandsmessung per
Vierleiter-Anschluß (Kelvin-Anschluss) an.
Da Brückenschaltungen sehr umständlich zu bedienen sind, sind sie von
Digitalinstrumenten verdrängt worden.
Ich habe selbst nochmal recherchiert und bin doch für Privat auf
brauchbare Angebote gestoßen. Durch Zufall hier bei folgendem Link
www.pinsonne-elektronik.de/pi8/pd70.html und bei Reichelt PeakTech 2165
Digital-LCR Messer mit RS-232 für 110 EUR. Die Genauigkeit und der Preis
ist brauchbar!
Hallo Michael,
wenn du nur im Bereich 0,1...1 Ohm messen willst, dann nimm doch einfach
einen 10V Regler (LM317), hänge den zu messenden Widerstand über einen
100 Ohm Widerstand an die 10V und messe mit einem normalen Multimeter
den Spannungsabfall über dem unbekannten Widerstand. Am besten schaltest
du den 10V Regler erst ein, wenn du alles verdrahtet hast.
Die 10V kannst du genau einstellen und den 100 Ohm Widerstand kannst du
ebenfalls genau herstellen, sodaß deine Meßgenauigkeit ohne Mühe im
%-Bereich liegen wird.
Kai
Michael_ schrieb:
> www.pinsonne-elektronik.de/pi8/pd70.html und bei Reichelt PeakTech 2165> Digital-LCR Messer mit RS-232 für 110 EUR.
Das zweite hat allerdings keine Vierleitermessung, was die Ergebnisse
für <5ohm unbrauchbar macht.