Perpetummobile (über Elektromagnet)

Gast #2314740
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Hi, habe mir folgendes Projekt überlegt:

Zwei halbkreisförmige Schienen. Darauf lege ich eine Kugel, die, stoße 
ich sie an, ewig hin und her rollt. Nur Luft und Reibung bremsen sie 
leicht. So entsteht eine Art rollendes Pendel. Der weg beträgt ca. 10 
-20 cm.

Immer wenn die Kugel am tiefsten Punkt der Schienen ankommt, wird sie 
vom Mikrocontroller über einem Sensor bemerkt und erhält über einen 
Elektromagneten einen leichten Schub.

So sollte die Kugel ewig in Bewegung bleiben. Die Elektronik, ließe sich 
sogar in einem Sockel unter den Schienen verbergen.

Hier meine Fragen:
1)
Was brauche ich für einen Elektromagneten? Wie stark? Wieviel Strom / 
Spannung muss ich da in etwas einplanen? Der Elektromagnet befinde sich 
etwa 5 mm unter der Kugel. Große Ströme sollten kein Problem sein, da 
ich der Kugel ja am tiefsten Punkt nur einen kurzen Impuls gebe, und 
dafür Kondensatoren nutzen kann, die ich in der restliche zeit wieder 
auflade.
2)
Aus welchem Material muss die Kugel sein, damit die Magnetischen Kräfte 
abstoßend wirken? Metall wird ja nur angezogen. Wo bekomme ich solche 
Kugeln?
3)
Kann das Magnetfeld den Mikrocontroller stören?
4)
ist ein optischer Sensor oder ein Hall Sensor besser geeignet?


Vielen Dank für Ideen, Tipps und Anregungen, jede Hilfe und nützliche 
Links,
Euer Emil
Angehängte Dateien:
Gast #2314765
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Helmut Lenzen schrieb:
> Das einzige was vom Magneten abgestossen wird ist ein Magnet gleicher
> Polaritaet.

Nicht ganz, dafür gibt's den Diamagnetismus.
Kugel müsste dann aus Bismut sein, das wird schwierig.

Aber das geht sicher mit einer Stahlkugel auch, die muss nur vor 
Erreichen des unteren Minimums angezogen und bei Erreichen dessen wieder 
losgelassen werden.
#2314770
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Emil schrieb:
> Aus welchem Material muss die Kugel sein, damit die Magnetischen Kräfte
> abstoßend wirken? Metall wird ja nur angezogen. Wo bekomme ich solche
> Kugeln?

Die Kugel muss aus diamagnetischem Material (z.B. Diamant oder Gold) 
sein. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Diamagnetismus

Da der Diamagnetismus relativ schwach ist (gegen über dem ferro oder 
para-magnetismus) ist das Vorgehen eher nicht praktikabel.

Bau deinen Sensor vor dem erreichen der unteren Position an und "ziehe" 
nur kurz.

Volker
Gast #2314772
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Man kann den Magneten ja kurz bevor die Kugel den tiefsten Punkt 
erreicht einschalten. So bekommt die Metallkugel noch zusätzlich 
kinetische Energie, um auf der anderen Seite wieder hochrollen zu 
können.
Als Sensor kann man z.B. eine (besser 2, auf jeder Seite des Magnets 
eine) IR-reflexlichtschrake nehmen.
:-)
Gast #2314773
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Kann mir jemand eine Spule empfehlen? Ich weiß die Angaben sind dürftig. 
Ich kann aber, wenn ich eine schöne Spule habe, mit verschiedenen 
Eisenkugeln und Strömen experimentieren und die anderen Bauteile dann an 
die Spule anpassen.

Die Spule sollte llein und kompakt sein, damit der Aufbau nicht zu groß 
wird.
Gast #2314774
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Emil schrieb:
> Hi, habe mir folgendes Projekt überlegt:
>
> Zwei halbkreisförmige Schienen. Darauf lege ich eine Kugel, die, stoße
> ich sie an, ewig hin und her rollt. Nur Luft und Reibung bremsen sie
> leicht. So entsteht eine Art rollendes Pendel. Der weg beträgt ca. 10
> -20 cm.
>
> Immer wenn die Kugel am tiefsten Punkt der Schienen ankommt, wird sie
> vom Mikrocontroller über einem Sensor bemerkt und erhält über einen
> Elektromagneten einen leichten Schub.
>
> So sollte die Kugel ewig in Bewegung bleiben. Die Elektronik, ließe sich
> sogar in einem Sockel unter den Schienen verbergen.

Schön, und was ist daran so besonderes? Ähnliches gibt es für Werbe-
zwecke seit Jahrzehnten; meistens aber in Form eines Pendels. Das
ist auch kein Perpeteum Mobile, sondern es braucht natürlich auch
dauernd Energie.
Gruss
Harald
Gast #2314783
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Es erweckt den Eindruck ein Perpetum Mobile zu sein, da der Antrieb für 
den Beobachter unsichtbar ist.

Ich denke, ihr wißt all, das es kein echtes PM ist, da ein PM in dieser 
Form nicht existieren kann. Reibung und Luftwiederstand sorgen immer für 
Verlustleistung in Form von Wärme und Materialverformung.

Die Kunst ist hier den Antrieb optisch zu verstecken und die magnetische 
Kraftwirkung nachher so fein einzustellen, dass der Antriebsmoment 
ebenfalls nicht bemerkt wird. OK, Jungs?

Ich weiß, einige sind enttäucht, dass es kein echtes PM ist. Aber ein 
besseres krieg ich halt nicht hin ;)
Gast #2314862
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Hallo,

ich habe mich schon oft mit freier Energie beschäftigt und hierzu 
wissenschaftliche Experimente durchgeführt. Bei diesem Ansatz verblüfft 
mich jedoch der einfache Aufbau des Mobiles. Hat sich hierzu schon 
jemand Gedanken gemacht, wie man aus diesem Aufbau wieder Energie 
herausziehen kann? Sonst kommen doch gleich wieder die Skeptiker und 
sagen "Da ist ne Batterie, das kann ja garkein Perpetuum Mobile sein"... 
Immer diese Totschlagargumente, wie ich sie hasse...

Gruß Axel
#2314876
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Axel schrieb:
> ich habe mich schon oft mit freier Energie beschäftigt und hierzu
> wissenschaftliche Experimente durchgeführt. Bei diesem Ansatz verblüfft
> mich jedoch der einfache Aufbau des Mobiles.

Was hat der beschriebene Aufbau mit freier Energie zu tun?

Axel schrieb:
> Sonst kommen doch gleich wieder die Skeptiker und
> sagen "Da ist ne Batterie, das kann ja garkein Perpetuum Mobile sein"...

Jedem Schreiber in diesem Thread ist klar, dass eine externe 
Energiezufuhr benötigt wird.
Gast #2315140
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Um noch mal auf die Spule zurück zukommen ^^

Eine Spule mit Eisenkern kommt nicht in Frage, da diese zu langsam ist. 
Sie würde die Kugel nach dem Beschleunigen bremsen, weil sie nicht 
schnell genug entmagnetisiert, gell?

Ne Spule mit Luft ist sehr ineffektiv.

Eine mit Ferritkern sollte sowohl stark wie auch schnell sein. Habe ich 
das soweit richtig gegoogelt? Kann mir da jemand nenn Shop zu empfehlen, 
oder einen bestimmten Artikel oder Hersteller? Stehe bei meiner Suche 
nach einer geeigneten Spule echt auf dem Schlauch.

ca. 10  Newton aus 1 oder 2 Zentimeter Entfernung. Wo krieg ich sowas, 
oder muss ich selber wickeln?

Emil
#2315177
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Emil schrieb:
> Eine Spule mit Eisenkern kommt nicht in Frage, da diese zu langsam ist.
> Sie würde die Kugel nach dem Beschleunigen bremsen, weil sie nicht
> schnell genug entmagnetisiert, gell?

Das haengt von der Induktivitaet und den Verlusten im Kreis ab.

Emil schrieb:
> Ne Spule mit Luft ist sehr ineffektiv.

Wohl war

Emil schrieb:
> Eine mit Ferritkern sollte sowohl stark wie auch schnell sein. Habe ich
> das soweit richtig gegoogelt? Kann mir da jemand nenn Shop zu empfehlen,
> oder einen bestimmten Artikel oder Hersteller? Stehe bei meiner Suche
> nach einer geeigneten Spule echt auf dem Schlauch.
>

Du weist das die maximale Flussdichte in Ferrit ca. 10 kleiner als in 
Trafoblech ist ?

> ca. 10  Newton aus 1 oder 2 Zentimeter Entfernung. Wo krieg ich sowas,
> oder muss ich selber wickeln?

Das wirst du wohl selber wickeln muessen.
Gast #2315196
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Helmut Lenzen schrieb:
> Du weist das die maximale Flussdichte in Ferrit ca. 10 kleiner als in
> Trafoblech ist ?

Das heißt, die magnetische Kraft, ist bei Trafoblech 10fach höher? Ist 
Trafoblech auch schnell genung um in ca. 1/20 Sekunde abzuschalten?

Wenn ich selber wickle ergeben sich natürlich viele weitere Fragen :(

Wie groß soll der Kern sein? Wo bekomme ich Trafoblech und kann ich das 
einfach so zurecht Flexen/Feilen?
#2315220
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Emil schrieb:
> Das heißt, die magnetische Kraft, ist bei Trafoblech 10fach höher?

Das ganze nennt sich Lorentzkraft:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lorentzkraft

Und die ist proportional der Flussdichte.

> Ist
> Trafoblech auch schnell genung um in ca. 1/20 Sekunde abzuschalten?

Ein Netztrafo wechselt ja auch 50 mal in der Sekunde den Fluss (20ms).

Emil schrieb:
> Wie groß soll der Kern sein? Wo bekomme ich Trafoblech und kann ich das
> einfach so zurecht Flexen/Feilen?

Trafobleche gibt es von Krupp in Essen. Da musst du aber eine Tonne 
abnehmen.
Alternative: alten Trafo schlachten.
Die groesse des Kerns wirst du ausprobieren muessen.
Gast #2315235
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Danke für die Erklärungen. Bin beim Googeln auch ein bißchen schlauer 
geworden.

Ich brauche wohl einen Elektrotopfmagnet. (zum Heben und Halten)

Hier der wiegt 50g, und hält bei 4 Watt mit 60 Newton (6 Kilo) Sollte 
also mehr als reichen.
http://www.red-magnetics.com/download/datenblatt/redmagnetics-datenblatt-its-ms-2520.pdf

Topfmagneten sollten für mich die einfachste Lösung sein, oder?

Jetzt suche ich mir noch eine günstige Bezugsquelle. Nochmal danke an 
alle hilfreichen Männers!
Moderator Persönliche Seite #2315246
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Emil schrieb:
> Immer wenn die Kugel am tiefsten Punkt der Schienen ankommt, wird sie
> vom Mikrocontroller über einem Sensor bemerkt und erhält über einen
> Elektromagneten einen leichten Schub.

Nicht in der Variante wie hier, jedoch mit einem einfachen richtigen
Pendel, hat Hagen Jakubaschk sowas bereits vor vielen Jahrzehnten in
seinem "Elektronikbastelbuch" beschrieben.  Ganz ohne Microcontroller,
ohne zusätzlichen Sensor oder dergleichen, ganz einfache Analog-
elektronik. ;-)

Vielleicht besorgst du dir ja irgendwo auf dem Gebrauchtmarkt ein
Exemplar des Buches ...
Gast #2315277
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Dietrich L. schrieb:
> Emil schrieb:
>> Hier der wiegt 50g, und hält bei 4 Watt mit 60 Newton (6 Kilo) Sollte
>> also mehr als reichen.
>
> Das gilt aber nur bei Abstand = 0. Wie das bei Deinem Abstand aussieht,
> steht in "Deinem´" Datenblatt nicht drin...

Da hast du recht.
habe hier bei Conrad einen Magneten gefunden, der mit um die 1000N (100 
kg) zieht. Bei einem Abstand von 0,1 mm hat der aber nur noch 100 N. Bei 
10 - 20 mm sollte also nix mehr zu merken sein :(
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/503670-da-01-de-ELEKTROMAGNET_GTO63_0_5000_12VDC.pdf

Also eignen sich Topf Magneten wohl auch nicht... War schon so 
euphorisch. Blöde Spulen...
#2315354
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Wenn deine Kugel aus Metall ist und deine Schienen zB aus Kupfer wäre 
das vll auch ein interessanter Ansatz:

http://de.wikipedia.org/wiki/Railgun

.. allerdings weiß ich nicht wie da der Wirkungsgrad des ganzen ist ... 
(also nicht das du eine kleine Heizung baust^^ ... bzw eine Waffe bei zu 
großer Dimensionierung der Ströme xD)

auf jeden Fall wäre der Aufbau auch kleiner als mit ner Spule :P
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2315472
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Emil schrieb:
> Ich denke, ihr wißt all, das es kein echtes PM ist, da ein PM in dieser
> Form nicht existieren kann.
In welcher Form denn sonst?

Emil schrieb:
> Also eignen sich Topf Magneten wohl auch nicht...
> War schon so euphorisch. Blöde Spulen...
Die billigsten Pendeluhren aus China können das ganz ohne aufwendige 
Magnetgeometrien...

Irgendwann war mal im Elektor sowas, da wurde das Annähern eines 
Magenten an die Spule erkannt und dann die Spule für ein paar ms 
bestromt. Damit hat man sich die Lichtschranke erspart...

Na wer sagts denn: Goggle mal wieder...
perpetuum pendulum
findet 
http://www.sciencetronics.com/geocities/electronics/projects/pendulum.html
Gast #2315523
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Jörg Wunsch schrieb:
> Nicht in der Variante wie hier, jedoch mit einem einfachen richtigen
> Pendel, hat Hagen Jakubaschk sowas bereits vor vielen Jahrzehnten in
> seinem "Elektronikbastelbuch" beschrieben.  Ganz ohne Microcontroller,
> ohne zusätzlichen Sensor oder dergleichen, ganz einfache Analog-
> elektronik. ;-)

1 Ge-Diode, 1 Ge-Transistor, 1 Spule mit 2 x 1200 Windungen. Lief bei 
mir mit einer R6-Zelle ein halbes Jahr. Dann war leider der 
Aufhängedraht durchgenüddelt.

Braucht aber als Objekt einen Magneten, der in der Spule bei Annäherung 
eine Spannung induziert, die den Transistor durchschaltet, wodurch in 
der Spule ein Magnetfeld erzeugt wird, das den Magneten kurz 
beschleunigt.

Eventuell kann man einen Magneten stationär unter die Spule pappen, so 
dass bei Annäherung der Eisenkugel das Magnetfeld beeinflusst wird.

Als Spule geht prima ein kleiner Übertrager mit M-I-Kern, bei dem man 
das I entfernt.
Gast #2315582
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Hi Leute,

Lothar Miller schrieb:
> Emil schrieb:
>> Ich denke, ihr wißt all, das es kein echtes PM ist, da ein PM in dieser
>> Form nicht existieren kann.
> In welcher Form denn sonst?

Beispielsweise ist das ganze Universum dem Energieerhaltungssatz nach 
ein riesiges Perpetum Mobile :D

Pendel möchte ich nicht bauen. Der Gag ist ja, dass man eine 
Halbkreisbahn mit ner Kugel sieht, die permanent läuft, ohne direkt zu 
wissen, dass ein Elektromagnet darunter steckt. Beim aufgehängten Pendel 
kommt bei mir immer direkt Langeweile auf, da Pendel ja durch die 
fehlende Reibung schon fast ewig Pendeln.

Schau jetzt mal, wo ich möglichst günstig einen möglichst starken 
Elektrotopfmagneten herbekomme. Es gibt die ja auch mit weit über 2000 
Newton. Das meiste der magnetischen Kraft geht ja durch den Abstand zur 
Kugel verloren, aber vielleicht reicht ja das, was ankommt um 
Luftwiderstand und Reibung auszugleichen.

Vielen Dank allen konstruktiven Schreibern.
Emil
Gast #2315604
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Emil schrieb:

> Pendel möchte ich nicht bauen. Der Gag ist ja, dass man eine
> Halbkreisbahn mit ner Kugel sieht, die permanent läuft, ohne direkt zu
> wissen, dass ein Elektromagnet darunter steckt. Beim aufgehängten Pendel
> kommt bei mir immer direkt Langeweile auf,

Du kannst Für Deine Kugel aber die gleichen Antriebskonzepte nehmen.

> da Pendel ja durch die
> fehlende Reibung schon fast ewig Pendeln.

Auch Pendel haben Reibung, selbst wenn sie über ein Federblatt
aufgehängt sind.

> Schau jetzt mal, wo ich möglichst günstig einen möglichst starken
> Elektrotopfmagneten herbekomme. Es gibt die ja auch mit weit über 2000
> Newton.

Um einige Vorab-Experimente kommst Du nocht herum. Dazu sind zuviele
Deiner Parameter unbekannt.

> Das meiste der magnetischen Kraft geht ja durch den Abstand zur
> Kugel verloren, aber vielleicht reicht ja das, was ankommt um
> Luftwiderstand und Reibung auszugleichen.

Du solltest den Abstand zwischen Kugel und Magnet so klein wie
möglich machen, höchstens einige mm. Sonst werden die Verluste
in der Spule zu hoch.
Gruss
Harald
Gast #2315607
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Emil schrieb:
> Beispielsweise ist das ganze Universum dem Energieerhaltungssatz nach
> ein riesiges Perpetum Mobile :D

Nein, nicht wirklich. Es ist quellenfrei. Energie wird auch hier (in 
anderem Maßstab als auf der Erde) von einer in eine andere Form 
umgewandelt. Würde es irgendwo Energie verlieren, wäre ihm mit 
Sicherheit bei dem Alter schon längst "die Luft ausgegangen".
Gast #2315620
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Hi.

Was haltet ihr von diesem Elektromagneten:

http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/503677-da-01-de-ELEKTROMAGNET_GTO80_0_5000_24VDC.pdf

Nennleistung: 15 Watt
Spannung: 24 Volt
Nennkraft >= 2,8 kN +/- 10% (0mm, 20°C)

0,0 mm >= 2800 N
0,1 mm >= 2300 N
0,2 mm >= 1500 N
0,5 mm >= 800 N

Habe noch ein paar Fragen dazu. Vielleicht kennt sich da jemand aus.

1. Was bedeutet relative Einschaltdauer 100%? Für mich ist ja wichtig, 
das die Kraft schnell auf und abgebautwerden kann. Innerhalb von 1/20s 
sollte reichen.

2. Stärke der Anzugsplatte: 9,0 mm. Was ist eine Anzugsplatte?

3. Übersteuerung: 100% - 5% rel. ED Was bedeutet das?

4. Kann ich den ohne Vorwiderstand an 24 Volt hängen, oder gibt das 
einen Kurzschluss?

5. Kann ich ihm irgend wie kurzzeitig mehr Leistung zu führen, ähnlich 
wie man Leuchtdioden kurzzeitig auf das Nfache pulsen kann?

6. Wenn ich einen Permanentmagneten darunter platziere, der alleine 
nicht die Kugel erreichen würde. Hätte das Sinn? Würde ich damit die 
magnetische Kraft des Elektromagneten näher zur Kugel 
"addieren/schieben"?

Vielen Dank und schöne Grüße,
Emil
#2315679
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Emil schrieb:
> 1. Was bedeutet relative Einschaltdauer 100%?

Das bedeutet das der E-Magnet dauernd eingeschaltet bleiben darf bei 15W 
Leistung. Willst du mehr Leistung dann must du ihm eine Pause goennen.


> Für mich ist ja wichtig,
> das die Kraft schnell auf und abgebautwerden kann. Innerhalb von 1/20s
> sollte reichen.

Das ist eine Frage der Induktivitaet und der ohmischen Verluste im 
Kreis.

il(t) = I0 * exp(-t*R/L))

Damit kannst du die Zeit ausrechnen bis die Spule entladen ist.
Gast #2315901
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Emil schrieb:
> 0,0 mm >= 2800 N
> 0,1 mm >= 2300 N
> 0,2 mm >= 1500 N
> 0,5 mm >= 800 N

Aber Physikunterricht hattest Du schon mal? Weisst Du was 800N bedeutet?

Damit kannst Du ein Gewicht von 80kg heben. Dafür bleibt Deine Kugel 
aber auch sofort stehen, weil Du das Magnetfeld ncht schnell genug 
wieder abbauen kannst.

Bau erstmal Deine Schienen für die Kugel. Dann schleifst Du die Schienen 
schön ein und optimierst den Lauf der Kugel, so dass sie losgelassen 
möglichst lange pendelt.

Wenn Du das hast, machst Du ein paar Messreihen, wo Du bei jedem 
Durchgang die maximale Höhe der Kugel notierst. Aus der Abnahme der Höhe 
kannst Du ganz einfach den Energieverlust berechnen. Aus der Dauer eines 
Durchgangs kannst Du grob die Geschwindigkeit im Tiefpunkt abschätzen. 
Aus dem Energieverlust und der Geschwindigkeit kannst Du den nötigen 
Impuls berechnen, den Du zuführen musst.

Jetzt - und erst jetzt - bist Du soweit, dass Du mit konkreten Daten 
nach einem Magneten suchen kannst. Und das wird garantiert kein 
15W-Magnet sein...

max schrieb:
> Du solltest eine Blechkugel nehmen. Die hat dieselbe magnetische
> Eigenschaft wie eine Vollkugel und die Kraft vom Elektromagnet
> beschleunigt die Kugel viel besser.

Quark, die Kugel soll nicht maximal beschleunigt werden, er will ja 
damit keine Hirsche erlegen. Es muss nur die durch Rollreibung verlorene 
Energie ersetzt werden.

Eine Vollkugel hat ein höheres Trägheitsmoment und rollt gleichmäßiger.
Gast #2316178
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Helmut Lenzen schrieb:
> Emil schrieb:
>> 1. Was bedeutet relative Einschaltdauer 100%?
>
> Das bedeutet das der E-Magnet dauernd eingeschaltet bleiben darf bei 15W
> Leistung. Willst du mehr Leistung dann must du ihm eine Pause goennen.
>
>

Danke für die Info, Pausen kriegt der Magnet ja in meinem Fall 
ausreichend. Also sollte auch die Wärmeentwicklung nicht das Problem 
sein.

Helmut Lenzen schrieb:
> Emil schrieb:
>> Für mich ist ja wichtig,
>> das die Kraft schnell auf und abgebautwerden kann. Innerhalb von 1/20s
>> sollte reichen.
>
> Das ist eine Frage der Induktivitaet und der ohmischen Verluste im
> Kreis.
>
> il(t) = I0 * exp(-t*R/L))
>
> Damit kannst du die Zeit ausrechnen bis die Spule entladen ist.

Nochmal danke, ich muss mir zu dem Thema aber ein bißchen mehr Literatur 
suchen :) Hab zum Glück das Regeal voll mit Fachliteratur. Also die 
Spule wollte ich direkt zwischen 24 V und ein N-Kanal Mosfet hängen und 
damit auf Masse ziehen. Weitere Widerstände befinden sich nicht im 
Kreis. Hoffe, die Induktivität wird schnell genug abgebaut sein.


Timm Thaler schrieb:
> Aber Physikunterricht hattest Du schon mal? Weisst Du was 800N bedeutet?
>
> Damit kannst Du ein Gewicht von 80kg heben. Dafür bleibt Deine Kugel
> aber auch sofort stehen, weil Du das Magnetfeld ncht schnell genug
> wieder abbauen kannst.

Die Frage soll mich wohl beleidigen... :p Natürlich ist das extrem viel. 
Aber soweit ich weiß, nimmt die magnetische Kraft mit dem Quadrat seiner 
Enernung ab. Bei 0 auf 0,5 mm sind nur noch 800 N von 2800 N übrig. Was 
bleibt denn da beim Abstand von 10 bis 20mm?

Dein Vorschlag mit den Messreihen ist ne gute Idee. Aber da von der 
Kraft eines Magneten so wenig übrigbleibt, hol ich mir lieber den 
dicksten, den ich bezahlen kann und verwend ihn dan auch für andere 
Projekte. Wollte mal eine Kugel schweben lassen. Ist aber eine andere 
Baustelle.

Emil
Gast #2316277
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Emil schrieb:

> Also die
> Spule wollte ich direkt zwischen 24 V und ein N-Kanal Mosfet hängen und
> damit auf Masse ziehen.

Typischerweise benutzt man bei solchen Schaltungen ja eine Freilauf-
diode parallel zur Spule. Das wäre hier kontraproduktiv. Du solltest
einen spannungsfesten Transistor nehmen, und die Spannung über die Spule
mit einer Z-Diode begrenzen. (z.B. auf 100V)
Gruss
Harald
Gast #2316322
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Hi,
warum spannungsfester Transistor anstatt des Mosfets? Wo genau ist der 
Vorteil? Habe noch nie damit gearbeitet und bin mit meinen N-Mosfets aus 
älteren Projekten gut vertraut. Worauf muss ich achten?

Also Mikrocontrollerausgang (5V) mit 100 Ohm zur Strombegrenzung an die 
Basis eines npn Transistors. Emitter direkt an Masse. Elektromagnet 
zwischen 24 V und Emitter des Transistors. Vor oder hinter die Spule in 
Reihe eine Z Diode. Habe ich das so richtig verstanden?

Gruß,
Emil
Gast #2316341
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Emil schrieb:
> Hi,
> warum spannungsfester Transistor anstatt des Mosfets? Wo genau ist der
> Vorteil? Habe noch nie damit gearbeitet und bin mit meinen N-Mosfets aus
> älteren Projekten gut vertraut. Worauf muss ich achten?

Was meinst Du, für was das T in MOSFET steht?

> Also Mikrocontrollerausgang (5V) mit 100 Ohm zur Strombegrenzung

Der dient eher  der Schwingugsvermeidung. Du brauchst dann einen
sog. Logik-FET.

> Vor oder hinter die Spule in
> Reihe eine Z Diode. Habe ich das so richtig verstanden?

Nein, die Z-Diode gehört parallel zur Spule. Bzw. zwei Z-dioden 
antiseriell.
Gruss
Harald
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2316381
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Emil schrieb:
> Pendel möchte ich nicht bauen. Der Gag ist ja, dass man eine
> Halbkreisbahn mit ner Kugel sieht, die permanent läuft
Da hätte ich schon ein wenig mehr Abstraktionsvermögen erwartet... :-/
Ob die Magnetkugel an einer Schnur/Stange/Scheibe/Pendel in einer 
Halbkreisbahn gehalten wird, oder diesen Halbkreis auf Schienen 
zurücklegt, ist prinzipiell egal.

> Beim aufgehängten Pendel kommt bei mir immer direkt Langeweile auf,
> da Pendel ja durch die fehlende Reibung schon fast ewig Pendeln.
Wenn du deine Schienen sauber fertigst wird das (hoffentlich) auch bei 
deiner Kugel so sein...
Gast #2316408
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Emil schrieb:
> Hi,
>
> Ich hoffe ich habe dich jetzt richtig verstanden, Harald. Kommt der
> Schaltplan so hin?
>
> Viele Grüße,
> EMil

Interessant. Eine Z-Dioden-Röstanlage. Parallel zur Spule ist schon
richtig. Da aber Z-Dioden in umgekehrter Richtung eine Diode dar-
stellen, begrenzt Du so die Spannung an der Spule auf 0,7V!
Du musst die beiden Z-Dioden antiseriell anschliessen. Je nach
von Dir verwendeter Spule müssen die übrigens eine recht hohe
Leistung verarbeiten.
Gruss
Harald
Gast #2316456
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Emil schrieb:
> Dann ist das hier wohl antiseriell.
>
> Ich nutze einen 15 Watt Magneten. Bei 24 Volt sollten da 625 mA fließen.
> Schaffen Z Dioden das?
>
> Gruß Emil

Da braucht man wohl mindestens 10W-Dioden. Bei bip. Transistoren
kann man die Z-dioden auch an die Basis des Schalttransistors
anschliessen. Dann übernimmt der Transistor die Last des Rück-
schlagimpulses. Bei FETs wird das dann etwas komplizierter.
Gruss
Harald
Gast #2316479
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Eine 10 W Z-Diode habe ich noch nie gesehen. Gibt es keine andere 
Lösung? Was passiert, wenn ich die einfach weglasse?

Geht das Mosfet kaputt? Steht ja in dem Moment auf nicht leitend. Sollte 
dann doch keine Ströme reinlassen.

Oder baut sich ohne Zener Dioden nur das Magnetfeld zu langsam ab? 
Vielleicht ist das noch schnell genug.
#2316950
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Emil schrieb:
> Geht das Mosfet kaputt? Steht ja in dem Moment auf nicht leitend. Sollte
> dann doch keine Ströme reinlassen.
>

Der geht in die ewigen Jagdgruende.

Stichwort: Selbstinduktion.

> Oder baut sich ohne Zener Dioden nur das Magnetfeld zu langsam ab?
> Vielleicht ist das noch schnell genug.

Das baut sich dann zu schnell ab.

Induktionsgesetz:

U = L * di/dt

Theoretisch erreicht die Spannung an der Spule dann unendlich hohe 
Werte.
Praktisch ein paar kV. Und das haelt der beste Transistor nicht aus.

Also Z-Diode oder Varistoren.
Gast #2317188
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Emil schrieb:
> Die Frage soll mich wohl beleidigen... :p Natürlich ist das extrem viel.

Nein, es soll nur mein Unverständnis ausdrücken, dass Menschen es immer 
wieder schaffen, regelmäßig Dinge zu ignorieren, die wir alle mal 
irgendwann im Physikunterricht gehört haben sollten...

> Aber soweit ich weiß, nimmt die magnetische Kraft mit dem Quadrat seiner
> Enernung ab. Bei 0 auf 0,5 mm sind nur noch 800 N von 2800 N übrig. Was
> bleibt denn da beim Abstand von 10 bis 20mm?

Gar nichts. Dein Topfmagnet ist dafür die denkbar schlechteste Idee. 
Durch seinen Aufbau bildet sich das Magnetfeld zwischen innenliegendem 
Eisen und Mantel aus. In 20 mm Entfernung bekommst Du das kaum noch mit.

Du brauchst einen Magneten mit sehr offenem Feld. Also entweder einen 
Stabmagneten oder den schon erwähnten Teil eines M oder E-I-Kerns.

> Kraft eines Magneten so wenig übrigbleibt, hol ich mir lieber den
> dicksten, den ich bezahlen kann

Gibt Dir die Aussage mit der 10W-Zenerdiode nicht zu denken? Gibt Dir 
nicht zu denken, dass eine ähnliche Apperatur mit einer 
1,5V-R6-AA-Mignon-Zelle bei mir ein halbes Jahr lief?

"Viel hilft viel!" ist nicht immer ein guter Ansatz zur Lösung einer 
Aufgabe.
Gast #2317200
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Noch eine Idee:
Wie wäre es im Sockel am tiefsten Punkt der Schienen einen Schrittmotor 
oder Servo mit einer Plastikscheibe auf der sich ein starker Magnet 
befindet anzubringen?
Dann könnt sich durch die synchronisierte Drehung der Scheibe die Kugel 
sogar aus dem Stillstand in Bewegung setzen, bis zur gewünschten Höhe 
aufschaukeln und dann so halten.
Damit wird das Ganze dann ein Software-Projekt mit überschaubarem 
Stromverbrauch...
#2317567
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mWS schrieb:
> Nicht ganz, dafür gibt's den Diamagnetismus.

Etwas OT, aber auch ein nettes Experiment: Ein Magnet schwebt in der 
Luft - ohne Strom!
http://www.hcrs.at/DIAMAG.HTM
Die Seiten sind auch sonst recht interessant!


Emil schrieb:
> Ich weiß, einige sind enttäucht, dass es kein echtes PM ist. Aber ein
> besseres krieg ich halt nicht hin ;)

In diesem Forum gelten die Gesetze der Thermodynamik! :-D


Gruß

Jobst
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2317690
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hp-freund schrieb:
> Wie wäre es im Sockel am tiefsten Punkt der Schienen einen Schrittmotor
> oder Servo mit einer Plastikscheibe auf der sich ein starker Magnet
> befindet anzubringen?
Und zum Ansteuern einen PC, auf dem das Labview-Modell in Echtzeit 
läuft. Die aktuelle Position der Kugel wird über eine Webcam erfasst und 
per Echtzeit-Streaming über einen entsprechend konfigurierten 
dedizierten Server komprimiert bereitgestellt. Und ein uC zeigt auf 
einem Grafikdisplay die derzeitige Stromaufnahme und deren Verlauf über 
die letzten 53 Minuten an...
Gast #7171101
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Emil schrieb:
> Immer wenn die Kugel am tiefsten Punkt der Schienen ankommt, wird sie
> vom Mikrocontroller über einem Sensor bemerkt und erhält über einen
> Elektromagneten einen leichten Schub.

das wird nicht funktionieren, es sei denn die Kugel ist magnetisch

man könnte sie kurz vorher anziehen und dann vor dem durchgang loslassen

besser ist es den magneten auf eine seite zu setzen und nur oben einmal 
anzuziehen, wenn die kugel kommt, und loszulassen, wenn sie zu nahe ist 
- dann pendelt sich das auf eine gleichförmige Bewegung ein und es 
braucht keine Regelung.
#7171137
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Die Kugel verliert auf ihrem Weg in der Laufrinne Energie durch Reibung. 
Genau diese Energie muss zugeführt werden, wenn eine „ungedämpfte“ 
Bewegung entstehen soll.

Die Idee, die Kugel periodisch mit einem Magnetfeld zu beschleunigen, 
ist naheliegend und definitiv möglich. Es ist dabei egal, an welcher 
Stelle man die Kugel „nachbeschleunigt“ (in der Mitte der Bahn oder am 
Ende). Wichtig ist aber in jedem Fall, dass die Beschleunigung 
phasenrichtig erfolgt. Hierzu ist eine Triggerung unumgänglich. Im oben 
verlinkten Video wird die Spule durch eine Lichtschranke zum richtigen 
Zeitpunkt ein- bzw. ausgeschaltet.

Interessant vielleicht noch, dass es zwei verschiedene Ansätze zur 
Beschleunigung der Kugel gibt:

1. Wechselwirkung zwischen einer ferromagnetischen Kugel und einem 
Magnetfeld

2. die Erzeugung eines Wirbelstroms in einer leitenden Kugel und als 
Folge dessen ein Magnetfeld, das mit dem primären Feld wechselwirkt 
(Prinzip Wirbelstrombremse).

Beide Ansätze sind hier schön beschrieben: 
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gaußgewehr
#7171398
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Emil schrieb:

> Hi, habe mir folgendes Projekt überlegt:
>
> Zwei halbkreisförmige Schienen. Darauf lege ich eine Kugel, die, stoße
> ich sie an, ewig hin und her rollt. Nur Luft und Reibung bremsen sie
> leicht. So entsteht eine Art rollendes Pendel. Der weg beträgt ca. 10
> -20 cm.
>
> Immer wenn die Kugel am tiefsten Punkt der Schienen ankommt, wird sie
> vom Mikrocontroller über einem Sensor bemerkt und erhält über einen
> Elektromagneten einen leichten Schub.
>
> So sollte die Kugel ewig in Bewegung bleiben. Die Elektronik, ließe sich
> sogar in einem Sockel unter den Schienen verbergen.

Ähnliches gibte es schon lange als sog. ewiges Pendel oder auch
als "Winkekatze". Eine Batterie brauchst dU dafür aber trotzdem.

Korrektur: Ich habe erst gerade gesehen, das ich auf einen alten
Beitrag geantwortet habe. Aber so oder so: Das ein Perpeteum
Mobile nicht funktioniert, weiss man schon seit Jahrhunderten.
Daran ändert auch modernere Technik nichts.
#7171511
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Ludwig M. schrieb:
> Auch wenn der Threat sehr alt ist:
>
> hier habe ich eine Kugelbahn gefunden, die m.E. genau dem im
> ursprünglichen Post beschriebenen Aufbau entspricht:
>
> https://youtu.be/5NkmTf7VGlo

dann schau mal hier:
https://www.youtube.com/results?search_query=ss1cc

EDIT:
ein selbsttriggernder Jule Thief mit Elektromagnet/Induktivität.
wie wir ihn alle aus der Winkekatze kennen.
#7171536
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Emil schrieb:

> Immer wenn die Kugel am tiefsten Punkt der Schienen ankommt, wird sie
> vom Mikrocontroller über einem Sensor bemerkt und erhält über einen
> Elektromagneten einen leichten Schub.
>
> So sollte die Kugel ewig in Bewegung bleiben. Die Elektronik, ließe sich
> sogar in einem Sockel unter den Schienen verbergen.
>
Das ist doch kein PP. Man muss ja Energie hineinstecken.

Ein PP sollte ja Energie erzeugen. Auch wenn es nur Wärme durch z.B. die 
Reibung ist.
Beitrag #7171816 wurde von einem Moderator gelöscht.

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