P Kanal Mosfet Last schalten

OP #3527774
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Hallo Leute,

Da ich mit Mosfets nicht so richtig klar komme, brauch ich Eure Hilfe.

Ich möchte einen Raspberry PI mittels Attiny ein und ausschalten lassen.
der Schalter K2 stellt den Attiny dar. Beim Raspberry K1 liegen noch
weitere lasten an, ich komme auf ca. 1,5A bei 5V. Stimmt die schaltung
so wie sie ist? Bei dem Mosfet handelt es sich um einen IRF 7304
P-Kanal.
Kann ich auch beide Mosfets gleichzeitig nutzen, gibt es dazu einen
Beispielschaltplan?


Gruß, Marco
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OP #3528277
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Max H. schrieb:
> Marco Man schrieb:
>> Ich möchte einen Raspberry PI mittels Attiny ein und ausschalten lassen.
> Du solltest aber bedenken, dass bei PI das Filesystem auf der SD-Karte
> Kaputt werden kann, wenn man den Strom einfach wegnimmt ohne ihn erst
> herunterzufahren.

Das ist mit bedacht, deswegen ein ATTiny davor, der mit einem 2. Pin auf 
einem GPIO geschalten ist und das Signal gibt zum runterfahren. So ist 
es zumindest angedacht.
Aber danke für den Hinweis!
OP #3528403
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hinz schrieb:
> Marco Man schrieb:
>> Zum Verständniss:
>>
>> Widerstand zwischen G und Masse = Raspi läuft bei Schalter an, bei aus
>> ist Raspi aus.
>>
>> Widerstand zwischen G und S = genau umgekehrt.
>
> Zum Verständnis:
>
> Der Schalter ist kein Schalter.

Richtig, ist auch ne stiftleiste mit der man ein Hi oder Low Signal 
"schalten" kann, das auch von einem ATTiny aus gehen könnte. So 
nebenbei...
Gast #3528408
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Marco Man schrieb:
> Widerstand zwischen G und Masse = Raspi läuft bei Schalter an, bei aus
> ist Raspi aus.

Nee, es ist genau umgekehrt. Du hast einen P-Kanal-Mosfet, aber du 
denkst in N-Kanal-Pegeln.

Der Widerstand vom Gate nach Masse schaltet den Mosfet ein (RPi läuft). 
Das Kurzschließen des Gate nach Source schaltet den Mosfet aus (RPi 
läuft nicht).
OP #3528434
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ArnoR schrieb:
> Marco Man schrieb:
>> Widerstand zwischen G und Masse = Raspi läuft bei Schalter an, bei aus
>> ist Raspi aus.
>
> Nee, es ist genau umgekehrt. Du hast einen P-Kanal-Mosfet, aber du
> denkst in N-Kanal-Pegeln.
>
> Der Widerstand vom Gate nach Masse schaltet den Mosfet ein (RPi läuft).
> Das Kurzschließen des Gate nach Source schaltet den Mosfet aus (RPi
> läuft nicht).

Vielen Dank, alles klar! werd mich morgen gleich mal dran machen und das 
nochmal aufbauen. Da ich das ja anders rum haben will werd ich nen 
N-Kanal MosFET nehmen und den dann mal so aufbauen. Ich weiss ja jetzt 
auch was S G D bedeutet.

Gruß, Marco
#3528619
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Marco Man schrieb:
> Funktioniert dieses
> jetzt so? und mit dem 2. MosFET auch?

Es ist nicht notwendig Strom fließen zu lassen, du könntest den 10kOhm 
Widerstand auch weglassen.


Da du einen P-Kanal MosFET nutzt musst du das Gate jetzt nach Masse 
ziehen damit der MosFET leitet.

Wenn das Gate = 0V ist leitet dein FET
Wenn das Gate = 5V ist ist dein FET geschlossen (zwischen Source=5V und 
Gate=5V liegen dann 0V an)

Du kannst einen 100kOhm oder 1MOhm Widerstand nehmen um das Gate nach 
+5V zu ziehen, so dass der MosFET geschlossen ist wenn sich der I/O-Pin 
des Controllers im Tristate-Zustand befindet.
OP #3529619
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Letzter Versuch :)

Ist diesmal ein N-CH Mosfet. Irgendwann muss ich das mal verstehen.
Den Widerstand kann ich weg lassen, das hab ich jetzt auch verstanden.

Wenn jetzt am switch eine Brücke drin ist, läuft der Raspi? Ist die 
Brücke entfernt, ist der Raspi auch aus?

Vielen Dank für Eure Gedult!

Gruß, Marco
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Gast #3529649
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Marco Man schrieb:
> Wenn jetzt am switch eine Brücke drin ist, läuft der Raspi?

Nein. Ich schrob doch schon gestern:

> Mit einem N-Kanal-Mosfet kannst du aber nicht ohne Weiteres +5V
> schalten, sondern du müsstest dann die Masseleitung schalten.

Und daran hat sich bis heute nichts geändert.
OP #3529770
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Der ATTiny ist eine Vorgabe (meine die Programmierung).

> Nimm einen P-Fet (Source an +5V, Drain an den PRI, Gate an den Tiny,
> Pullup zwischen Gate und Source)und invertiere das Signal in µC. Ist das
> einfachste und richtigste...

Alles klar, so mach ich es. Werde mit einem Transistor einen Inverter 
basteln.
#3529840
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Du brauchst keine zwei Pullups an Gate. Einer reicht, und den 1k 
könntest auch auf 100k erhöhen um Strom zu Sparen.
Ich frage zu Sicherheit nach: Sind die Massen beide verbunden?
Falls das der fertige Schaltplan und nicht nur eine Prinzipskizze ist, 
musst du noch Entkoppelkondensatoren an Tiny anbringen.
#3530014
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Marco Man schrieb:
> Jetzt mit Inverter, P-CH MosFET.
>
> So richtig?

Da du nicht schnell schalten musst solltest du R3 auch größer machen, 
10k bis 100k sind dafür gut geeignet. Du sparst dadurch nur etwas Strom, 
deine Schaltung funktioniert auch so.

Zur Basis des BC847 geht ein 330 Ohm Widerstand.
Tausch den aus und ersetze ihn durch einen 3kOhm - 10kOhm Widerstand.
Von der Basis des BC847 muss noch ein Widerstand nach Masse gehen, mach 
den genau so groß wie R2, also 3k bis 10k.
#3531429
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Wenn er R3 größer machen würde, z.B. 100kOhm dann dauert es zwar 10 mal 
länger bis die 1nF Gate-Kapazität aufgeladen wird und der MosFET 
schließt, aber das dauert dann vielleicht 0.1 Sekunden, das ist nicht 
weiter schlimm.

Er kann R3 wie du es vorschlägst natürlich auch kleiner machen, dann 
geht die Umladung der Gatekapazität schneller, ich sehe darin aber 
keinen entscheidenden Vorteil.
Gast #3531462
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@ Hans Jelt

Mir ging es primär um das sinnlose Verhältnis Ib=3*Ic, der Normalfall 
hier wäre etwa Ib=0,05*Ic, also Faktor 60 niedriger. Warum sollte man 
darauf nicht hinweisen, die Dimensionierung von Basisvorwiderständen ist 
ja schließlich jeden Tag hier Thema.

> das dauert dann vielleicht 0.1 Sekunden, das ist nicht weiter schlimm.
> Er kann R3 wie du es vorschlägst natürlich auch kleiner machen, dann
> geht die Umladung der Gatekapazität schneller, ich sehe darin aber
> keinen entscheidenden Vorteil.

Naja, der TO sagte was von bis zu 1,5A bei 5V. Im SOA des IRF7304 wäre 
da kaum Reserve, wenn man die 0,1s Linie mal an der üblichen Stelle 
nachträgt. Es gibt keinen Grund die Sache so knapp zu dimensionieren, 
zumal der zusätzliche Umladestrom durch das Umdimensionieren ohne 
zusätzliche Stromaufnahme mit abgefallen ist.

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