Was tun mit gefälschten Bauteilen?

OP #3629939
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Ich habe hier ca. 2000 gefälschte Mosfets, die nicht dem gelabelten Typ 
entsprechen, aber dennoch funktionsfähig sind (n-Kanal, TO220, 200V, 
40A).
Der Unterschied zum Original sind statt 20mR RDSon 80mR. Zum Entsorgen 
eigentlich zu schade, aber ich möchte auch nicht, dass die wieder in 
irgendeiner Weise in Verkehr gebracht werden. Verschenken in 
Kleinmengen? Oder doch lieber entsorgen?
Persönliche Seite #3629964
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H.Joachim Seifert schrieb:
> Ich habe hier ca. 2000 gefälschte Mosfets, die nicht dem gelabelten Typ
> entsprechen, aber dennoch funktionsfähig sind (n-Kanal, TO220, 200V,
> 40A).
> Der Unterschied zum Original sind statt 20mR RDSon 80mR. Zum Entsorgen
> eigentlich zu schade, aber ich möchte auch nicht, dass die wieder in
> irgendeiner Weise in Verkehr gebracht werden. Verschenken in
> Kleinmengen? Oder doch lieber entsorgen?

Ist doch egal bei 200 Volt.

Vielleicht hat der Chip 20mR, der Bondingdraht ist aber nicht dick 
genug.

Die 40A sind ohnehin Unsinn bei TO220.

Viele Hochspannungsschaltungen arbeiten mit geringem Strom, vielleicht 
einige 100 mA bis einige Ampere.

Das tollste was ich mal bei TO220 MOSFETs gesehen habe waren bruechige 
Anschlussbeine, die sind wirklich sehr leicht einfach abgebrochen.

Und bei billig Chargen gibt es ohne weiteres ein paar MOSFETs mit 
Nulldurchgang.

Wenn du bei Leistungs MOSFETs die Parameter voll ausnutzen willst, such 
dir halt einen Qualitaets Distributor, und/oder bezahle einen Premium 
Preis.
#3630045
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Wenns darum geht,die Dinger zum Verkauf unbrauchbar zu machen, würde ich 
das mit nem Lasergraviergerät machen. Alle Mosfets auf ne Platte und 
dann einmal Schachbrettmuster drüberlaufen lassen. Ansonsten eventuell 
ein paar davon opfern und mit einem starken Kennlinienschreiber zu Tode 
foltern und dann eventuell gemäss der Specs verschenken bzw. verkaufen
#3630254
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Crazyhorse frog:
>Verschenken in Kleinmengen? Oder doch lieber entsorgen?

Verschenke sie in Kleinmengen, so daß niemand in Versuchung kommt, sie
in "industriellem Maßstab" zu verwenden und so unter's Volk mischt.

Immerhin sind sie ja elektrisch in Ordnung und es steckt trotzdem 
Arbeit, Energie und Material drin -da wäre das Wegwerfen doch schade.

Für "zu Hause" sind sie mit 80 mOhm immer noch gut genug, wenn man an 
die
Mosfet denkt, die vor ein paar Jahren noch ein paar Ohm Bahnwiderstand 
hatten.

MfG Paul
OP #3630645
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So, scheint ja doch einigen Bedarf zu geben....
Ich gebe bis zu 50 am Stück ab und werde sie irgendwie unkenntlich 
machen, Lasergravierer steht hier gerade nicht rum :-)

Wer was will PN mit Versandadresse, ich habe keine Lust, da immer noch 
mal nachzufragen. Also auch die, die mir schon geschrieben haben.
Jetzt gehts erstmal ins Wochenende, vor Montag passiert nichts mehr.
#3630928
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Weissnich... wenn ich als Bastler Kleinmengen an MOSFETs brauche 
schlachte ich PC-Schrott und meistens sind die Teile original wenn auch 
gebraucht :)

Ich würde sagen, wenn kein Laser o.ä. da ist Beine ungleich (zB schräg) 
kurzschneiden (oder sogar das Bein das eh mit dem Gehäuse verbunden ist 
ganz kappen), da würde wohl jeder industrielle Nutzer misstrauisch 
werden. Oder ne kleine Ecke von der Kühllasche abknipsen..
#3630976
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Hi,

Jörg Wunsch schrieb:
> Je nach der Art der Beschriftung, vielleicht genügt ja bereits Aceton?

Wenn es wirklich "gefälschte" sind, dann ist es durchaus im Rahmen des 
mögliche ;-)

Sollte es sich lediglich um Ausschussware (Also das 
Bastelbeutelgegenstück) handeln die unerlaubterweise in den Handel 
gekommen ist dürfte das aber nicht reichen...

Andy D. schrieb:
> Ich würde sagen, wenn kein Laser o.ä. da ist Beine ungleich (zB schräg)
> kurzschneiden (oder sogar das Bein das eh mit dem Gehäuse verbunden ist
> ganz kappen), da würde wohl jeder industrielle Nutzer misstrauisch
> werden. Oder ne kleine Ecke von der Kühllasche abknipsen..

Das ist bei 2000 pcs. aber eine echte Strafarbeit...

So viel aufwand würde ich gar nicht treiben. Einfach eine Charge der 
Bauteile aneinandergereiht auf den Basteltisch legen und einmal kräftig 
mit einem Cutter/Teppichmesser einen dicken Kratzer auf der Gehäusefront 
hinterlassen. Das sollte definitiv ausreichen den Wert ausreichend zu 
senken um einen Wiederverkauf als neuwertiges Originalbauteil unmöglich 
zu machen...  Nur aufpassen das man sich nicht in den Finger schnitzt!

Und selbst wenn irgendwie ein Bastler ohne Kenntniss der Vorgeschichte 
das Teil irgendwann mal in den Händen hält sollte es zumindest aureichen 
damit dieser beim Benutzen zumindest im Hinterkopf behält das es da ein 
auffälliges Bauteil gegeben hat.

Gruß
Carsten
#3631598
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Also ich find das mit dem unkenntlich machen Quatsch. Overkill. Genauso 
wie verkaufen. So viel kriegt man ja nun auch nicht dafür wenn man sie 
verkaufen würde und wenn ich weiß daß er nicht will, daß die Dinger 
verkauft werden, dann mache ich das auch nicht und fertig.

Ich würd mich über die FETs freuen, hab ich billige LED-Treiber bis an 
mein Lebensende oder wenn ich mal schnell was für ein kleines 
Schaltnetzteil brauche.
OP #3633417
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Naja, so billig sind die nicht, und sie sehen exakt so aus wie die hier:
http://www.ebay.de/itm/IR-TO-220-PDP-SWITCH-IRFB4227-/221134889451?pt=Bauteile&hash=item337caaa1eb

Also das sind auch Fälschungen, da wurde ein grösserer Posten 
"hergestellt". Ich habe jetzt einen 3jährigen Rechtsstreit hinter mir 
(gewonnen).
Und nein, ich habe die nicht über ebay oder direkt in Hongkong gekauft, 
sondern hier in D. War die Zeit, als es Lieferschwierigkeiten gab...
Die Dinger funktionieren, aber eben nicht die Kennwerte des IRFB4227. 
Gateladung ist auch was höher. Betrieben wurden die mit 160V, das halten 
sie definitiv aus.
Ich mach dann mal noch einen trööt im Marktbereich auf. Unkenntlich 
machen werde ich sie auf jeden Fall, an einer Schleifscheibe geht das 
schnell.
#3634071
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H.Joachim Seifert schrieb:
> aber dennoch funktionsfähig sind (n-Kanal, TO220, 200V,
> 40A).

Du hast also geprüft, daß sie die 200V oder 40A wirklich aushalten?

Wir hatten auch mal gefälschte 1000V FETs erhalten, die sind schon bei 
800V durchgebrannt. Auch konnten sie nicht die geforderten Schaltzeiten 
einhalten.

Solange Du nicht weißt, welcher FET als Fake umgelabelt wurde, sind 
sämtliche Parameterangaben hinfällig.

Entsorgen ist das einzig vernünftige.
#3634350
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Peter stellte fest:
>Entsorgen ist das einzig vernünftige.

Das denke ich nicht. Wenn er sie verschenkt, (wie ich oben schon sagte:
in haushaltsüblichen Mengen) wird sich wohl niemand der Beschenkten
verdrießlich zeigen, ganz im Gegentum. Jubel wird auf den Rängen auf-
branden!

MfG Paul
#3634717
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Wie ich schon geschrieben habe wäre wegwerfen absolut kacke. Als 
LED-Treiber oder für nicht besonders leistungsstarke Schaltnetzteile 
kann ich über die Jahre locker 2000 Stück allein in meinen 
Hobby-Projekten und für Kumpels usw. verbauen.

Naja und sowas verkaufen ist generell doof, aber ziemlich erfolgreich. 
;( Meine, wer misst schon brandneu gekaufte FETs nach?

@Joachim:
Hast Du auch die Spannung ausgemessen, bei der die Dinger leitend 
werden?
#3639622
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Ich nehme an, daß ihm zu Bewußtsein gekommen ist, daß 2000 Transistoren
doch einen Haufen Geld gekostet haben und eine Reklamation gut wäre.
Schließlich hat er die Mosfet nicht aus Langeweile bestellt, sondern
weil er sie einlöten wollte.

Jetzt müßte er noch einmal das gleiche Geld bezahlen, um Ersatz zu 
bekommen.
Das wird er nicht wollen und/oder können.

MfG Paul

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