Hallöchen,
ich möchte mit meinem Atmega8 einen FET ansteuern und dann damit 9 Volt
schalten. Irgendwie habe ich es heute schon mal hinbekommen - aber nach
Anschluss des µC ging der FET nicht mehr.
Folgendes Problem: Drain-Gate schaltet immer durch - ist das richtig?
Ich möchte einfach nur wissen, wie ich Gate, Source und Drain schalten
muss, damit der FET erst freigibt, wenn vom µC 3 Volt kommen? Habe
gerade keinen Schaltplan zur Hand - das spielt prinzipiell auch keine
Rolle :)
Zwei Grundlegende Fragen:
Masse von 3V und 9 V-Block kann ich zusammenstecken, richtig?
Wie wird der Gate geschalten, dass Spannung drauf ist? Wenn ich den
direkt an Masse schalte - wo kommen die 3 Volt hin?
Wie werden die Massen geschalten? Ich finde immer Schaltpläne, aber
direkt eine Beschreibung, wo welcher Teil hinkommt, bräuchte ich für die
FETs :)
Vielen Dank! Ich habe schon seit zwei Tagen gegoogelt und alles probiert
- aber ich bekomme es einfach nicht hin :(
Mein Mosfet: IRF 5305
Vielen Dank und einen schönen Montag!!!
Dave
Protip1: FET ist vieles(JFET, IGFET etc), MOSFET ist das was du hast und
mit welchem all die Elektronikkiddies Probleme haben
Protip2: Datenblatt lesen und sehen, dass mit 3V Gate-Source das Ding
noch nicht wirklich durchsschaltet.
Protip3: Mosfets mögen ESD überhaupt nicht. Wenn der Mosfet immer an
ist, ist entweder statische Ladung auf dem Gate, was nicht gut ist, oder
das MO des Mosfets wurde bereits durch ESD durchlässig gemacht.
Protip4: Mit Voltmeter, Analogoszi, Signalgenerator und Labornetzgerät
anfangen, erst wenn man die Basics verstanden hat, kommt der AVR, dann
klapps nämlich
Dave schrieb:> Folgendes Problem: Drain-Gate schaltet immer durch - ist das richtig?> Ich möchte einfach nur wissen, wie ich Gate, Source und Drain schalten> muss, damit der FET erst freigibt, wenn vom µC 3 Volt kommen? Habe> gerade keinen Schaltplan zur Hand - das spielt prinzipiell auch keine> Rolle :)
Tja, Gate ist der Steuereingang, Source muss an das Bezugspotential (ein
deinem Fall 9V, wenns n P-Kanal ist) und drain ist der geschaltene
Eingang, in deinem Fall die Last.
Das ist somit nicht sonderlich schwer. Aber es geht ja noch weiter:
Dave schrieb:> Zwei Grundlegende Fragen:> Masse von 3V und 9 V-Block kann ich zusammenstecken, richtig?
Solltest du sogar. Um eine Aktion in einem Schaltkreis auszulösen muss
Strom fließen, das geht nur, wenn es eine geschlossene Leiterschleife
gibt. Es gibt Mosfets, welche keine interne Verbindung von Substrat und
Source haben, bei denen bräuchtest du das nicht.
> Wie wird der Gate geschalten, dass Spannung drauf ist? Wenn ich den> direkt an Masse schalte - wo kommen die 3 Volt hin?
Hier ist ein Problem: ein P-Kanal schaltet mit einer negativen Gate
Spannung. d.h. du musst mindestens die Threashold Spannung unter den 9V
sein. Ob dein Transistor mit 5,7V auskommt musst du aus dem Datenblatt
lesen.
Das Problem dabei ist: es wird dir nicht gelingen, die Gate-Source
Spannung auf 0V zu bekommen, damit hast du keine Möglichkeit den
Transistor wieder abzuschalten, sobald er einmal durchgesteuert ist. Du
musst somit noch einen N-Kanal oder bipolartransistor zwischen
Controller und MOSFET bauen. Aber Vorsicht: Der dreht dir ggf. die
Ansteuerung logisch um.
> Wie werden die Massen geschalten? Ich finde immer Schaltpläne, aber> direkt eine Beschreibung, wo welcher Teil hinkommt, bräuchte ich für die> FETs :)
Welche Massen willst du denn schalten? Mit einem P-Kanal schaltet man
üblicherweise nicht die Masse. Masse ist eh die falsche Bezeichnung,
besser währe hier: Bezugspotential.
Du musst dir über eines klar werden: die Spannung bezeichnet
Potentialunterschiede. Vereinfacht kann man das als Füllhöhe eines mit
Wasser gefüllten Bechers sehen. Du hast 2 Becher, einer ist bis 9cm
gefüllt, der andere bis 3,3cm. Wenn du beide auf die selbe Oberfläche
stellst, (d.h. die Bezugspotentiale gleich sind bzw. miteinander
verbunden) kannst du die Differenzspannung messen. Diese beträgt nach
Adam Ries in deinem Fall 5,7cm Äh, Volt.
Ich hoffe, jetzt wird es etwas klarer.
>Ob dein Transistor mit 5,7V auskommt musst du aus dem Datenblatt>lesen.>damit der FET erst freigibt, wenn vom µC 3 Volt kommen?
Ich glaube eher, er will von einem mit 3V3 gespeisten uC-Pin über einen
IRF5305, also P_Kanal 9V als Hi-Side schalten.
Das geht nur mit mind. einem weiteren Transistor. Etwa so:
9V ---------------------------o---------------o------
¦ ¦
¦ ¦
4k7 ¦
¦ G ¦ S
o----------. ¦--o--.
¦ ¦ ¦>-' /¦\
¦ ¦ ¦--o--'
¦/ C ¦ D
0V / 3V3 ---4k7-------¦ npn '------- OUT
¦\ E
¦
¦
GND --------------------------o----------------------- GND
http://www.sprut.de/electronic/switch/pkanal/pkanal.html
Die Seiten sind mir klar und das habe ich auch schon alles gelesen, aber
mir fehlt einfach irgendein Punkt, um das ganze komplett zu verstehen.
@Tomate: wegen solchen Leuten wie dich hasse ich Forem und versuche
diese zu meiden
@Rest: Solche Antworten wünsche ich mir :)
Laut Datenblatt schaltet mein PMOSFET ab 2 Volt durch - d. h. - ich
denke, ich habe den richtigen gewählt. Wieso sollte ich zwingend einen
N-MOS brauchen?
@Lippy - du hast recht - mein µC soll die 9 Volt in dem zweiten Kreis
auslösen. Wie soll ich vorgehen?
Danke!
Dave schrieb:> Folgendes Problem: Drain-Gate schaltet immer durch - ist das richtig?
Ja, denn zum Sperren musst du das Gate auf das Potential der Source
bringen. Dein µC wird aber nur 3V für HIGH abgeben können, damit ist das
Gate noch immer 9V-3V=6V unterhalb des Potential, wo er sicher sperrt.
Selbst wenn du den Ausgangspin auf TriState schaltest, so wird die
eingebaute Schutzdiode am µC das Potential für HIGH auf ca 3.5V
begrenzen. Das reicht noch immer nicht ...
a) Verwende die Schaltung von Matthias Lipinsky (lippy)
b) Verwende einen nMOSFET und schalte den GND deines Verbrauchers.
Dave schrieb:> Ist er ganz, wenn zwischen DRAIN und SOURCE Spannung fließt? (Diodentest> am Multimeter)
Spannung fließt nicht. Strom fließt.
Der Multimetertest ist erst dann vollständig, wenn du
a) das Gate mit der Source verbunden hast
b) dein Multimeter richtig herum angeschlossen hast: die Body-Diode kann
auch Strom fließen lassen.
Verstehe ich das jetzt richtig? Der PMOSFET sperrt, wenn ich Spannung
drauf gebe (Gate) und ist standardmäßig auf leitend? Kann er ja
eigentlich nicht sein? Was ist mit einem NMOSFET anders?
Und zuletzt: Kann mir jemand die Schaltung von Lippy erklären? Warum und
wieso und überhaupt? :) Welcher Transistor würde sich eignen?
Danke!!!
Ist die Spannung am Gate identisch mit der Spannung am Source, dann
sperrt der Transistor.
In der Schaltung von lippy hängt der PFET immer auf 9V durch den PullUp
widerstand 4,7kOhm, solange der transistor unten nicht schaltet. Also
sperrt er, weil Gate-Source Spannung 0V ist. Wenn der Transistor unten
durch einen Strom (definiert durch die Spannung am UC pin geteilt durch
den Vorwiderstand 4,7k) schaltet, zieht er quasi den Ground pegel auf
das Gate. Die Gate Source Spannung ist dann ~9V, der Transistor
schaltet.
Es gibt viele Transistoren die dafür geeignet sind, solange der Strom
ausreichend ist, um den Transistor zu steuern und die Spannungen
eingehalten werden.
>Es gibt viele Transistoren di
Wald und Wiesentyp BC547 zB.
Die Schaltung funktioniert, aber nur für langsames Ein/Aus. Fèr PWM ist
das so nicht geeignet.
Dave schrieb:> Verstehe ich das jetzt richtig? Der PMOSFET sperrt, wenn ich Spannung> drauf gebe (Gate) und ist standardmäßig auf leitend?
Nein. Ein P-MOSFET leitet, wenn zwischen Gate und Source eine negative
Spannung anliegt. Und sperrt, wenn die Spannung 0 ist. Im Prinzip genau
wie ein n-MOSFET, nur alle Spannungen/Ströme mit umgekehrter Polarität.
> Und zuletzt: Kann mir jemand die Schaltung von Lippy erklären? Warum und> wieso und überhaupt?
Selber Denken macht schlau. Überleg dir einfach, was passiert, wenn der
Eingang der Schaltung 0V sieht und was wenn er 3.3V sieht. Wie ändert
sich die Kollektorspannung des Transistors? Wie die Gate-Source-Spannung
des MOSFET?
Aber die Schaltung ist nur eine Prinzipschaltung. Besser ist die
Schaltung hier: Snippets - "Wie schließe ich einen MOSFET an einen
Mikrocontroller an?" und da die Schaltung ganz unten "Indirekte
Methode".
XL
>Aber die Schaltung ist nur eine Prinzipschaltung. Besser ist die>Schaltung hier:>Indirekte Methode: Ansteuerungen mit Push-Pull-Transistoren
Die Schaltung ist schon besser, aber die von mir gepostete Schaltung
funktioniert solange kein PWM genutzt werden soll.
Axel Schwenke schrieb:> Aber die Schaltung ist nur eine Prinzipschaltung. Besser ist die> Schaltung hier: Snippets - "Wie schließe ich einen MOSFET an einen> Mikrocontroller an?" und da die Schaltung ganz unten "Indirekte> Methode".
Was ist da besser?
Beim P-Kanal ist Masse "oben".
Heist ja auch U_gs also Spannung über Gate Source.
Sonst würde es ja heissen U_gg, also Spannung über Gate Ground.
man kann hergehen und Masse "oben" einzeichnen. Dann muss man eben alles
auf die Betriebsspannung, hier 9Volt, beziehen. Aber das setzt schon
erhebliches Nerdpotenzial voraus.
Dann kann man nämlich den µC sehr wohl mit (-)5Volt betreiben.
Niemand zwingt dich, deine High-Low-Logik auf GND zu referenzieren.
Vorwiderstand, Z-Diode:
Von 9Volt kommend 5.1V-Z-Diode in Sperrrichtung. In Reihe Vorwiderstand
gegen GND. Parallel zur Z-Diode kommt dein µC. Schaltet er nun HIGH
Pegel sind es (gegen GND) 9 Volt. LOW Pegel hingegen sind es fünf Volt
weniger als neun. Exakt das, was dein P-MOS "sehen" will.
Problematisch ist hier nur die Anbindung an die Aussenwelt, weil DIE
eben nicht gegen 9Volt referenziert, sondern gegen GND.
Da kann man sich mit einem Optokoppler oä am Eingang behelfen.
Mir fällt auf, das hier in letzter echte "Experten" unterwegs sind, die
zwar sehr "schlau" daherkommen, aber erhebliche Defizite im
theoretischen Fachwissen zu haben scheinen. Etweder zuhören, was die
anderen schreiben oder gern Interesse an der Thematik bekunden und dabei
nächstes Mal das fachliche aussen vor, oder sich ein Hintertürchen offen
lassen.
Viele "Jungnutzer" lesen hier mit und halten das geschriebene für bare
Münze! Davon muss man immer ausgehen. Es ist überhaupt nicht schlimm,
etwas nicht geanu zu wissen, dann kann man das ruhig dazu schrieben.
Dann kann das der Anfänger aber auch entsprechend einordnen.
ist nicht böse gemeint...
Schimanski.
Martin Rox schrieb:> Axel Schwenke schrieb:>> Aber die Schaltung ist nur eine Prinzipschaltung. Besser ist die>> Schaltung hier: Snippets - "Wie schließe ich einen MOSFET an einen>> Mikrocontroller an?">> Was ist da besser?
Der MOSFET wird schneller abgeschaltet - weniger Schaltverluste.
Wirklich relevant ist das freilich nur für PWM.
XL
Danke für die zahlreichen Antworten. Ich habe nun alles durchgelesen und
mich informiert - fühle mich aber genau so wie heute Morgen ;)
Wo sehe ich im Datenblatt den Laststrom des o. g. Transistors (BC547) -
es werden 980 mA durchgehen - und ich weiß nicht, welcher Wert im
Datenblatt der richtige ist :(
Wenn ich statt dem P-MOSFET einen BUZ11 nehme (N) - ändert sich doch an
der Tatsache nichts oder? Wieso benötige ich dort plötzlich keinen
Transistor mehr?
Wenn ich eine Testschaltung baua - wie lege ich die Spannung an das
Gate, wenn ich die Stromkreise getrennt voneinander haben möchte? Wie z.
B. beim µC geht doch nur der Pin zum Gate, richtig? Der ist in einem
eigenem Stromkreis, oder? Wenn ich den µC nun rauslasse - wie müsste ich
anschließen? (Bspw. ein Schalter und einen Widerstand mit 3 Volt - soll
Stromkreis mit 9 Volt ansteuern)
Ich blick hier echt kaum durch - Transistoren waren nie mein Ding ;)
Deswegen fragte ich auch, ob jmd. die Schaltung erklären kann, da ich
bei aller Vorstellungskraft trotzdem zu keinem Ergebnis komme :)
Danke!
Na wie man den Pkanal fet ansteuert. Zwei npn und eine kleine Diode habe
ich verwendet. So wie im Link oben. Mit dem beiden Bildern wollte ich
demonstrieren, das es auch tatsächlich funktioniert.
Der NPN Transistor brauch dann einen Kollektorstrom IC zulässig
mindestens 980 mA. Dazu musst du so dimensionieren, dass der basisstrom
multipliziert mit dem Verstärkungsfaktor min 980mA erreicht. Am besten
etwas mehr auf die Basis (10% Sicherheit).
hFE = Ic/Ib
Der vorgeschlagene Transistor geht also nicht....
Dave schrieb:> Mein Verbraucher (Last) brauch 980 mA + 1 LED = 30 mA = >1 A
Aber die Last wird doch vom P-MOSFET geschaltet und der BC547 ist 'nur'
der Pegelwandler. Der braucht nicht viel Strom - es sei denn, Du
willst/musst sehr schnell abschalten.
Das gilt zumindest für diese Schaltung:
Matthias Lipinsky schrieb:>> 9V ---------------------------o---------------o------> ¦ ¦> ¦ ¦> 4k7 ¦> ¦ G ¦ S> o----------. ¦--o--.> ¦ ¦ ¦>-' /¦\> ¦ ¦ ¦--o--'> ¦/ C ¦ D> 0V / 3V3 ---4k7-------¦ npn '------- OUT> ¦\ E> ¦> ¦> GND --------------------------o----------------------- GND
Oder redest Du inzwischen über eine andere Schaltung?
Gruß Dietrich
Man kann ja den 4K7 im Kollektor durchaus auf 470R oder 330R
verrrrringern. Dann fliessen eben 20-30mA durch den BC547 und dann ist
auch das (fast) schnell genug. Sieht man ja in soo vielen Brushless
Motor Steuerungen, die so im Netz rumgeistern.
Hallöchen,
kann ich nun den MOSFET eigentlich komplett weg lassen und nur mit einem
Transistor schalten?
Würde es erstmal ohne µC zum laufen bringen wollen. Könnte man das
derart schalten? (Widerstände und Transistor sind nur ausgedacht).
Ich versuche momentan erst einmal die Sache an sich zu verstehen :)
Müste hier der Kollektor-Emitter-Strom >1 Ampere aushalten? Theoretisch
ja nicht, oder?
Auf welche Sachen muss ich bei der Wahl eines npn's achten? Ich kann
nicht mit allen Angaben aus Datenblatt etwas anfangen, finde aber
teilweise auch nichts bei Google..
UB ist also die Spannung, welche die Basis brauch, damit Transistor
schaltet - IB der Strom.
Danke!
Dave schrieb:> kann ich nun den MOSFET eigentlich komplett weg lassen und nur mit einem> Transistor schalten?
Ja
> Würde es erstmal ohne µC zum laufen bringen wollen. Könnte man das> derart schalten? (Widerstände und Transistor sind nur ausgedacht).> Ich versuche momentan erst einmal die Sache an sich zu verstehen :)
Deine Schaltung ist sehr ungewöhnlich.
1. In der Schaltung hast Du eine potentialfreie 5V-Spannungsquelle
eingezeichnet. Hast Du die auch?
2a. Muss die Last an Masse hängen und musst/willst Du +5V schalten?
2b. Oder darf die Last auch an +5V hängen und Du schaltest Masse?
Im Fall 2b könntest Du mit nur 1 Transistor arbeiten.
Im Fall 2a brauchst Du 2 Transistoren (einer zur Pegelanpassung 3V -> 5V
und einer der +5V durchschaltet).
Im Fall 1 (falls die 5V potentialfrei ist) muss die Schaltung anders
aussehen. Aber ich vermute, dass der Fall nicht zutrifft ist.
> Müste hier der Kollektor-Emitter-Strom >1 Ampere aushalten? Theoretisch> ja nicht, oder?
Ja. Aber bei einen "normalen" Transistor brauchst Du auch einen
entsprechend hohen Basisstrom zum durchschalten. Aber den wird der µC
nicht liefern können.
Alternative wäre ein N-MOSFET (mit entsprechend niedriger
Gate-Source-Spannung). Da geht es direkt. Aber dann hast Du den Fall 2b
(Last an +5V).
Gruß Dietrich
Hallo,
ja, die Last soll an 9 (nicht 5) Volt (+) hängen - ein Verbraucher und
eine LED mit Vorwiderstand. Der Transistor soll später an meinen µC
gekoppelt sein, und wenn der Controller 3 Volt gibt, soll er
durchschalten und den zweiten Stromkreis aktiv schalten (Es müssen 9
Volt fließen). Wieso muss der Kollektor-Emitter-Strom so hoch sein? Ich
dachte, wenn ich die Last parallel geschalten habe, teilt sich der Strom
auf? (Und es dürften keine 1 A durch CE fließen?) Wenn ich ein N-Mosfet
verwende, habe ich doch das Problem, dass ich dann nur 9-3 = 6 Volt zum
arbeiten habe, oder? (Da die +-Pole am Gate beide Strom geben?)
Danke
>(Es müssen 9Volt fließen)
...
>(Da die +-Pole am Gate beide Strom geben?)
Eigentlich hatte ich weiter oben vorgeschlagen, das Du Dich mit den
Grundlagen der Transistoren beschäftigen sollst. Aber wenn wir in dem
Satz das Transistor weglassen, ist es richtiger.
Was ist daran jetzt aber falsch? Wenn ich nur einen N-MOSFET nehme und
zwei Spannungsquellen (3 und 9 Volt) am am Gate zusammenmstecke, habe
ich doch noch 6 Volt, mit denen ich arbeiten kann, wenn der MOSFET
durchschaltet oder nicht? MOSFET ist nochmal ein wenig komischer als
normaler NPN :(
>was ist jetzt wieder falsch :
Spannung fliesst nicht.
>Wieso muss der Kollektor-Emitter-Strom so hoch sein?
Der C-E Strom ist der Laststrom.
>ja, die Last soll an 9 (nicht 5) Volt (+) hängen
Dann nimm einen N-Fet, welcher mit 3V3-Gatespannung klarkommt und
schalte das so:
.-------------.
¦ ¦
¦ ¦
Last ¦
¦ ¦
¦ ¦
¦¦-'D +
G ¦¦>. N-Ch 9V
0V/3V3 vom uC ---o-----'¦-+ -
¦ ¦S ¦
10k ¦ ¦
¦ ¦ ¦
GND -------------o--------o-------------o-----
Das ist die einfachsr Lösung.
Danke :) Wieso sperrt der MOSFET, wenn der µC kein Signal gibt? Am Gate
liegen demnach 0Volt an, und an Source GRND - dann sollte er sperren, da
beides 0V, richtig? (rein von der Theorie her).
Wenn der µC nun Spannung auf Gate gibt, sollte er anfangen zu Leiten und
der zweite Stromkreis bekommt 9 Volt und Last geht an :)
Klingt ja sehr gut. Und wieso geht das mit dem PMOS nicht? (nur wegen
neg. Spannungen?)
Danke
Dave schrieb:> ja, die Last soll an 9 (nicht 5) Volt (+) hängen - ein Verbraucher und> eine LED mit Vorwiderstand. Der Transistor soll später an meinen µC> gekoppelt sein, und wenn der Controller 3 Volt gibt, soll er> durchschalten und den zweiten Stromkreis aktiv schalten
OK
> (Es müssen 9 Volt fließen)
Spannung fließt nicht, es liegt an.
> Wieso muss der Kollektor-Emitter-Strom so hoch sein? Ich> dachte, wenn ich die Last parallel geschalten habe, teilt sich der Strom> auf?
Was teilt sich da auf? Wenn die Last eingeschaltet ist, fließt 100%
durch sie. Wenn sie abgeschaltet ist, dann 0%. Wenn nur ein Teil durch
den Transistor fließt, fließt der Rest durch die Last und so ist sie
nicht abgeschaltet. (Und es dürften keine 1 A durch CE fließen?)
Wenn Du die Last parallel zum Transistor schaltest, schließt Du die
+9V-Quelle kurz. Dann muss der Transistor noch mehr schalten und geht
kaputt :-(
Eine Last schaltet man durch Reihenschaltung von Quelle, Schalter
(Transistor) und Last. Jetzt geht es nur darum, in welcher Reihenfolge
die 3 Teile zusammenarbeiten.
Also Dein Verständnis für Grundlagen muss noch sehr verbessert werden!
> Wenn ich ein N-Mosfet> verwende, habe ich doch das Problem, dass ich dann nur 9-3 = 6 Volt zum> arbeiten habe, oder? (Da die +-Pole am Gate beide Strom geben?)
??? Das verstehe ich gar nicht. Ein Gate gibt keinen Strom, und hat auch
keine +-Pole (was soll das sein?).
Schaltung:
1
9V o----------------+
2
|
3
Last
4
|
5
D |
6
||--+
7
G ||<-.
8
µC o----R-----'|--| N-MOSFET
9
S | ¦
10
GND o---------------+
Angesteuert wird der MOSFET mit der Gate-Source-Spannung (U_GS). Ist sie
0V, ist der Transistor gesperrt. Ist sie groß genug (z.B. +3V), schaltet
er durch und an der Last liegen ca. +9V.
Damit der FET bei +3V auch durchschaltet, muss ein passender Typ gewählt
werden, ein sogenannter "logic-level MOSFET". Siehe hierzu auch
http://www.mikrocontroller.net/articles/MOSFET-%C3%9Cbersicht
In das Gate fließt kein Strom, da es sehr hochohmig ist. Lediglich
beim Umschalten wird zum Laden oder Entladen der Gate-Kapazität ein
Strom benötigt. Zur Strombegrenzung (d.h. zum Schutz des µC) kann daher
der Widerstand "R" sinnvoll sein (z.B. 100-1000 Ohm).
Gruß Dietrich
PS: ich sehe gerade: einiges davon wurde schon vor mir geschrieben ;-(
Dave schrieb:> Und wenn ich den o. g. NPN statt den FET reinstecke? Wieso sollte das> dann nicht gehen?..ich wills nur verstehen :)
Weil Du bei 1A Kollektorstrom (wahrscheinlich) mehr Basisstrom brauchst
als der µC liefern kann. Ein MOSFEt braucht fast keinen Strom am Gate,
s.o.
Gruß Dietrich
>Wieso kann ich den P-Kanal nicht verwenden?
Ein P-Fet schaltet durch, wenn das Gate gegenüber dem Source eine
negative Spannung bekommt. Allerdings muss aufgrund der Stromrichtung
der Source des P-Fets auf eine höhere Spannung geklemmt werden als das
Drain. Somit kann ein P-Fet nur dann direkt geschaltet werden, wenn die
Schaltspannung (deine 0/3,3V vom uC) dieselbe Spannungsversorgung haben
und diese am Source des P angeschlossen ist.
Mach dir nichts draus. Transistoren war Thema des kompletten zweiten
Ausbildungsjahres. Das lernst du nicht mal schnell durch Lesen zweier
FOreneinträge...
Danke :) langsam bekomme ich aber ein wenig Verständnis für die Materie
- ich geh mit heute NPNs und nMOSFETs kaufen und probiere auf meinem
brandneuen Steckbrett :) Immer schön messen und mehren, dadurch bekommt
man das beste Verständnis :)
Dave schrieb:> Dann der - der ist ein LL und schaltet ab 2 Volt durch :)
Nein! "Gate Threshold Voltage" heißt, dass der FET im ungünstigsten Fall
(wegen Exemplarstreuung) gerade noch sperrt (I_D = 250μA).
Der garantierte Wert zum Durchschalten steht hier:
R_DS(ON) = 0,06 Ohm bei U_GS = 4V und I_D = 16A und 25°C.
Bei 3V und 1A wird es aber wohl gehen. Dazu muss man das Datenblatt
etwas "interpretieren". So richtig "garantiert" findest Du die Daten für
Deine Arbeitsbedingungen aber nicht. Für ein Bastelprojekt wird das
vermutlich reichen.
Gruß Dietrich
Hallöle und Danke!
Ich habe endlich den passenden Mosfet und einen Widerstand in mein Board
gesteckt und siehe da - wenn 3 Volt kommen, werden die 9 Volt
durchgeschalten :)
DANKE!!!!!
Damit wäre die erste Hürde überwunden.
Nun gehts aber schonwieder mit der Programmierung weiter :(
Schönen Tag wünsche ich!
Dave
Nee :D Ich baue einen Geocache mit einem Kumpel und ich liebe es,
irgendwelche Sachen zu basteln und µC zu progrmmieren - aber leider
hatte ich 2 Jahre pause :( Und daher ziemlich viel Verlust im Kopf ;)
Danke :)