CMOS: NAND bauen?

Gast #7132167
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Hi,

ich möchte ein ganz simples NAND-Gatter bauen, allerdings in 
CMOS-Technik. Da dies mein erstes Bau- und Bastelprojekt ist, wollte ich 
fragen, wie man da am besten vorgeht. Vielleicht hat jemand von euch 
einen Tipp?

An sich würde ich einfach vier MOSFETs (zwei PMOS und zwei NMOS) kaufen 
und dann mit einer Spannungsquelle (Batterie?) versorgen...

Habe zwar den grundlegenden Schaltplan, weiß aber nicht so recht was ich 
dafür noch brauche und wo man die Teile am besten günstig kaufen kann...
Gast #7132201
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Für CMOS Gatter brauchst du MOSFET Paare, die niemals gleichzeitig 
einschalten. Ihre G-S threshold Spannung muss also zusammen addiert 
deutlich höher sein, als die Versorgungsspannung. Beide müssen einzeln 
mit der Versorgungsspannung am Gate aber voll durch schalten können.

Am besten kaufst du dir ein paar CD4007, da sind genau die richtigen 
Transistoren drin. https://www.ti.com/lit/ds/symlink/cd4007ub.pdf
Gast #7132234
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Diese Schaltung kennst du sicherlich. Oben sind die zwei P-Kanal 
Mosfet's parallel, unten sind die beiden N-Kanal Mosfet's in Reihe. 
N-Kanal und P-Kanal Mosfet's gibt es bei 
https://www.reichelt.de/ch/de/mosfet-p-kanal-100v-12a-rds-on-0-3-ohm-to-220ab-irf-9530-p8807.html?&trstct=pol_0&nbc=1

Vieles ist im Moment nicht lieferbar. Das TO220 Gehäuse ist robust, 
ideal für Bastelleien. Viel Spaß damit!
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Gast #7132238
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>  Ihre G-S threshold Spannung muss also zusammen addiert
> deutlich höher sein, als die Versorgungsspannung. Beide müssen einzeln
> mit der Versorgungsspannung am Gate aber voll durch schalten können.

Wie funktioniert das dann bei der 4000er Reihe? Deren 
Betriebsspannungsbereich geht ja von 5-15V.
Gast #7132251
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asd schrieb:
>>  Ihre G-S threshold Spannung muss also zusammen addiert
>> deutlich höher sein, als die Versorgungsspannung. Beide müssen einzeln
>> mit der Versorgungsspannung am Gate aber voll durch schalten können.
>
> Wie funktioniert das dann bei der 4000er Reihe? Deren
> Betriebsspannungsbereich geht ja von 5-15V.

Die Kanäle sind nicht niederohmig, dadurch hält sich der Querstrom in 
Grenzen.
#7132300
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H. H. schrieb:
> Gibt aber viel Querstrom.

Das ist richtig erkannt, darum sollte der Querstrom durch einen 
Vorwiderstand begrenzt werden. Außerdem sollte schnell geschaltet werden 
um den kritischen Beteich möglichst schnell zu durchlaufen.

Der CD4007 hätte folgende Vorteile:

- integrierte Schutzbeschaltung der Gates
- für Bastler leichter handhabbar, da DIL14 verfügbar

Aber Achtung, N- und P-Kanalgates sind intern paarweise verbunden!
Angehängte Dateien:
#7132314
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Cartman schrieb:
>> Der CD4007 hätte folgende Vorteile:
>> Aber Achtung, N- und P-Kanalgates sind intern paarweise verbunden!
>
> Aber Achtung nicht alle!
> Sonst wuerde NAND ja auch nicht machbar sein.

Darum habe ich auch **paarweise** geschrieben und die Datenblätter 
beigefügt.

Braucht man einen einzelnen N- oder P-Kanal FET, dann kann man den 
Partner unbenutzt lassen.
Gast #7132330
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Gerald K. schrieb:
> - möglichst komlimentäre N- und P-Kanal FETs verwenden

Ehr sollte die p-Version den doppelten Kanalwiderstansd

Gerald K. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Das funktioniert auch mit "normalen" MOSFETs.
>
> Aber es gilt auch hier:
>
> - Querstrom beachten,
> - Überspannungsschutz bei der Handhabung der empfindlichen MOS Bauteile
> - möglichst komlimentäre N- und P-Kanal FETs verwenden
> - Ugth möglichst nahe an der halben Versorgungsspannung

Es ging Stefan um den Substratanschluss.
(Firma: Autotronic) #7132332
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Gerald K. schrieb:
> Darum habe ich auch paarweise geschrieben und die Datenblätter
> beigefügt.

Das ist der entscheidende Ausschnitt. Aber warum teilweise die 
Source-Anschlüsse (2, 11, 4 und 9) nicht intern bereits fik und fertig 
an den Rails angeschlossen sind, aber Teile des Substrates dann wiederum 
doch, erschließt sich mir irgendwie nicht.
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Gast #7132333
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Michael M. schrieb:
> Aber warum teilweise die
> Source-Anschlüsse (2, 11, 4 und 9) nicht intern bereits fik und fertig
> an den Rails angeschlossen sind, aber Teile des Substrates dann wiederum
> doch, erschließt sich mir irgendwie nicht.

Damit du daraus die im Datenblatt gezeigten Logikgatter bilden kannst.
#7132334
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Michael M. schrieb:
> Gerald K. schrieb:
>
>> Darum habe ich auch paarweise geschrieben und die Datenblätter
>> beigefügt.
>
> Das ist der entscheidende Ausschnitt. Aber warum teilweise die
> Source-Anschlüsse (2, 11, 4 und 9) nicht intern bereits fik und fertig
> an den Rails angeschlossen sind, aber Teile des Substrates dann wiederum
> doch, erschließt sich mir irgendwie nicht.

Das habe ich übersehen, das ist eine zusätzlich Einschränkung. Eine 
Serienschaltung wird ebenfalls schwierig.
Gast #7132417
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Gerald K. schrieb:
> Das sind mit Ausnahme des TGs und der Inverterschaltung
> Pufferanwendungen und keine Gatterfunktionen.

Auf Seite zwei im Datenblatt steht wie du ein nand mit 3 inputs zu 
verschalten hast. Fig. 3 zeigt dann auch gleich die Charakteristik.
Dazu steht nichts zum n+/p_sub breakdown, wo siehst du denn genau das 
Problem?
Gast #7132601
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Ich denke die Transistoren sitzen für n und p Kanal jeweils alle im 
gleichen Substrat, daher diese Verbindung. Das detailliertere Schaltbild 
zeigt auch die dazugehörige alleinige parasitäre p_sub/n_sub Diode.

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