Der gute IRF3708 ist leider nicht mehr erhältlich. Kennt jemand hier eine gute Alternative, die schon bei ähnlich niedrigen 2,8 V ordentlich durchlässig ist? Ich benötige ihn, um über einen ESP32 ein Relais anzusteuern. Der IRLZ44N wird bei 3,3 V sehr wahrscheinlich zu wenig Strom durchlassen.
Es gibt aber recht günstig Adapterplatinen in einem Format mit etwa den Außenmaßen und den Pin-Abständen eines TO-220-Gehäuses für diverse SMD-Packages. Damit kann man auch die aktuellen Sachen mit ihren teils beeindruckenden Eigenschaften als Ersatz für THT-Teile nutzen.
Es gibt aber recht günstig Adapterplatinen in einem Format mit etwa den
Außenmaßen und den Pin-Abständen eines TO-220-Gehäuses für diverse
SMD-Packages. Damit kann man auch die aktuellen Sachen mit ihren teils
beeindruckenden Eigenschaften als Ersatz für THT-Teile nutzen.
Da wird noch ein Nischenmarkt, aber mit fertig aufgelöteten Chips.
Der gute IRF3708 ist leider nicht mehr erhältlich. Kennt jemand
hier
eine gute Alternative, die schon bei ähnlich niedrigen 2,8 V ordentlich
durchlässig ist? Ich benötige ihn, um über einen ESP32 ein Relais
anzusteuern. Der IRLZ44N wird bei 3,3 V sehr wahrscheinlich zu wenig
Strom durchlassen.
Wichtig: Ich brauche die TO-Bauform.
Wieviel Strom benötigt das Relais denn? Reicht nicht ein BJT, BCxx?
Der IRLZ44N wird bei 3,3 V sehr wahrscheinlich zu wenig
Strom durchlassen.
Für ein Relais wird es wahrscheinlich dicke reichen wenn du nicht gerade ein besonders schlechtes Exemplar des IRLZ44N erwischst.
Ich habe gerade 2 Stück angetestet:
Vgs(th)@0,25mA: 1,5V
Bei Vgs=2V fließen schon 380mA (mehr schafft das verwendete Netzteil nicht).
Für Bastlerprojekte und wenn man ihn vorab testen kann kann der IRLZ44N auch an 3,3V Mikrocontrollern funktionieren.
Und für die 30/130mA wolltest du ernsthaft einen IRF3708 verwenden?
Wenns denn unbedingt bedrahtet sein soll: TN0104.
Was spricht denn dagegen? Der IRF3708 wurde doch häufig gerade für solche Anwendungen empfohlen, weil er eben bei geringer Spannung schon ausreichend durchschaltete.
Jedenfalls ist der TN0104 eine gute Empfehlung, nur am Datenblatt verstehe ich etwas nicht. Laut Abbildungen sollten bei 3 V ungefähr 400 mA fließen, aber auf S. 2 heißt es 'VGS = 5V, ID = 250 mA'.
Der exorbitante Unterschied erklärt sich dadurch (für mich) nicht.
Auf Reichelt gibt es ihn wohl nicht, gibt es dort einen Vergleichbaren?
Suche nach "Wolpertinger".
Ich suche nicht nach dem perfekten MOSFET oder Transistor, sondern nach einer geeigneten Alternative zum IRF3708, die man auch über Reichelt einfach beziehen kann. Wenn der dann auch noch kleiner und insoweit besser ist, wie eben der TN0104, ist das gut, aber es muss ja weitere einfach erhältliche Alternativen geben. Wenn Du keine kennst, kennt vielleicht ein anderer eine.
Ich suche nicht nach dem perfekten MOSFET oder Transistor, sondern nach
einer geeigneten Alternative zum IRF3708, die man auch über Reichelt
einfach beziehen kann.
Wenn ich da einen Tipp geben darf: versteif’ dich nicht auf Reichelt. Etwa TME hat die gleichen Versandkosten und einen schnellen Versand, ein großes Angebot und eine gut nutzbare Suche.
Lochstreifenraster in 1,27mm wäre eher ein Markt.
Ich mache auch in 0805 und 1206 auf Lochstreifenraster. Jetzt hatte ich ein paar Treiber ICs bestellt, aber nicht auf die Größe geachtet. Die sind so winzig, da geht 1,27mm so gerade noch.
Du kriegst wohl Platinen in dem Maß, musst aber fädeln.
Und wenn SOT23 geht, dann IrLml2502. Nehme ich für all solche Sachen.
Ebenso danke! In die Richtung dachte ja auch H. H. Muss mir ggf. was wegen SOT einfallen lassen. Ich habe nur eine normale Lochrasterplatine und Adapterplatinen gibt es zwar, aber hmmm ...
Da wird noch ein Nischenmarkt, aber mit fertig aufgelöteten Chips.
Das hatten wir doch gerade erst an anderer Stelle? Fertig aufgelötet wäre toll, ich brauche für diese Fummelei mein Stereomikroskop. Ich mache mal wieder ein paar auf Vorrat und setze hinten noch 1 MegOhm G-S mit drauf.
Versand aus Deutschland, Preis ist ok. Qualität kann man erst beurteilen
wenn die Teile vor einem liegen.
Offensichtliche Fälschungen.
Woran erkennen Sie das in dem Falle?
Die Beschriftung passt nicht. Hinz hat vermutlich recht.
Zum Thema Fake IRF3708 gibt es hier einige Kommentare bzw. Threads. Mal sehen ob ich bis heute Abend einige davon finde, habe selbst einige Messungen mit Fotos gemacht. Einige der Fake-3708 sind auch bei Richard gelandet.
Den Anbieter bei eBay habe ich gerade mal angeschrieben, mal sehen was er antwortet.
Wenn wir den Bereich schon auf die kleinen Bauformen erweitern: Ist der IRLML2502 empfehlenswert, oder wäre hier etwas anderes besser? Verfügbarkeit auf Reichelt wäre ganz gut.
Wenn wir den Bereich schon auf die kleinen Bauformen erweitern:
Ist der IRLML2502 empfehlenswert, oder wäre hier etwas anderes besser?
Verfügbarkeit auf Reichelt wäre ganz gut.
Ja, der ist sehr gut geeignet. In der Bauform gibt es auch reichlich Alternativen, aber weshalb suchen?
Versand aus Deutschland, Preis ist ok. Qualität kann man erst beurteilen
wenn die Teile vor einem liegen.
Offensichtliche Fälschungen.
Woran erkennen Sie das in dem Falle?
Die Beschriftung passt nicht. Hinz hat vermutlich recht.
Es ist kein Auswerferabdruck zu sehen, das ist schon auf den ersten Blick ein starkes Indiz für ein abgeschliffenes und dann neu beschrifteten Gehäuse und damit ein gefälschtes Bauteil.
Ich finde ja. Habe den auch ausgiebig getestet. Der schaltet sehr früh, verträgt sehr viel Strom und bisher ist keiner ausgefallen, den ich verbaut hatte.
Es gibt aber recht günstig Adapterplatinen in einem Format mit etwa den
Außenmaßen und den Pin-Abständen eines TO-220-Gehäuses für diverse
SMD-Packages.
Nur was nutzen einem die Adapterplatinen, wenns um Leistungstransistoren geht? Wie schraubt man die Adapterplatine an einen Kühlkörper? Einen vergleichbaren Wärmewiderstand wie bei der Metallfahne eines TO-220 bekommt man da doch nie hin?
Es gibt aber recht günstig Adapterplatinen in einem Format mit etwa den
Außenmaßen und den Pin-Abständen eines TO-220-Gehäuses für diverse
SMD-Packages.
Nur was nutzen einem die Adapterplatinen, wenns um Leistungstransistoren
geht?
Kommt drauf an.
Wie schraubt man die Adapterplatine an einen Kühlkörper?
Mit einer Schraube, nützt nur kaum etwas.
Du könntest aber auch versuchen, die Ursprungsfrage und die Kommentare von Erwin zu verstehen und die Empfehlungen in diesen Kontext einordnen:
Er will Relais bis 150mA schalten.
Er hat einen µC mit 3,3 Volt.
Er baut Lochraster und möchte ein bedrahtetes Gehäuse.
Er traut sich nicht zu, SMD auf Lochraster zu fummeln.
Ich selbst baue auch Lochraster und habe sogar einmal einen TO-220 bei knapp einem mA-Last verwendet, weil eben problemlos zu handhaben. Ich habe mir mal eine Ladung Adapterplatinen besorgt, die es mir dann vereinfachen.
Jetzt rechnen wir mal: Ein SOT-23 auf Adapter ist bis 250mW Dauerlast im sicheren Bereich. Mit 50mOhm Bahnwiderstand erlaubt das 2,2 Ampere, damit kommt man ziemlich weit.
Oft genug habe ich schon gemeckert, dass die (jungen) Bastler mit aller Gewalt FETs verbauen müssen, weil sie klassisch bipolare BC_irgendwas nicht mehr begreifen können. Dazu muß man aber den Gesamtaufbau und dessen Stromversorgung sehen, ob man deren Basisstrom liefern kann und will.
Erwins 30mA-Relais kann jeder beliebige NPN, wenn man ihm 2..3mA Basisstrom gibt. Für sein 38Ohm-Relais würde ich 10..13mA Basisstrom ansetzen, was nicht jeder µC liefern mag - also FET.
Den Vorschlag Darlington-Transistor haken wir ab, bei 5V-Versorgung hat der viel zu viel Spannungsabfall. Hätte er seine Relais an 12V oder höher, wäre ein Darlington aber nicht abwegig.
Also wie so oft: Es kommt auf das Gesamtkonzept an.
Wie schraubt man die Adapterplatine an einen Kühlkörper?
Mit einer Schraube, nützt nur kaum etwas.
Du könntest aber auch versuchen, die Ursprungsfrage und die Kommentare
von Erwin zu verstehen und die Empfehlungen in diesen Kontext einordnen:
Dass es in der konkreten Anwendung ohne Kühlkörper geht, ist mir auch klar. Meine Frage bezieht sich auf den generellen Ersatz des IRF3708. Der kann ja zweistellige Ampere. Dafür bräuchte ich eine Lösung.
Erwins 30mA-Relais kann jeder beliebige NPN, wenn man ihm 2..3mA
Basisstrom gibt. Für sein 38Ohm-Relais würde ich 10..13mA Basisstrom
ansetzen, was nicht jeder µC liefern mag - also FET.
Der BC337 hat ein Bmin von 60. Damit sollten ca. 5 mA Basisstrom ausreichen. Mit BC337-40 wahrscheinlich noch viel weniger.
Den Vorschlag Darlington-Transistor haken wir ab, bei 5V-Versorgung hat
der viel zu viel Spannungsabfall.
Man könnte zwei Einzeltransistoren nacheinanderschalten, nicht in Darlingtonschaltung, sondern mit Kollektor des 1. Transistors über Widerstand an +5V.
Ich befürchte, du hast Stromverstärkungsangaben nicht verstanden.
Inwiefern?
Bmin ist mit 60 angegeben bei 300 mA und mit 100 bei 100 mA. Für 130 mA gibt es keine Angabe, also gehe ich vom schlechteren Wert aus, womit man schon sehr auf der sicheren Seite liegt.
Natürlich ist das ganze noch temperaturabhängig und gilt nicht für den voll durchgeschalteten Zustand, darum berücksichtigt man noch einen Übersteuerungsfaktor von mindestens 2.
So geht es nach Lehrbuch und bisher hat noch jeder meiner so berechneten Schaltungen funktioniert.
Du gibst in Google "site:mikrocontroller.net Transistor schaltbetrieb" ein und liest die 35 Threads zum Thema durch. Wir brauchen hier nicht den sechunddreißigsten.
Andere Daten gibt das Datenblatt doch nicht her?
Doch, aber das sollte hier nicht schon wieder erklärt werden.
Laut "Figure 4. Saturation Region" würden bei 100 mA sogar 2 mA Bassisstrom reichen, um auf < 100 mV zu kommen. Bei 5 .. 10 mA Basisstrom dann 50 mV. Aber das sind wahrscheinlich die typischen Werte, nicht die ungünstigsten.
Die 5 mA Basisstrom sollten damit aber ok sein für 130 mA. Mal sehen, vielleicht finde ich so nen Transistor in meinem Bestand und baue die Schaltung auf. Sicher kann man auch mit höherem Übersteuerungsfaktor rechnen, um komplett in die Sättigung zu kommen. Aber das muss man doch nicht zwingend?
Laut "Figure 4. Saturation Region" würden bei 100 mA sogar 2 mA
Bassisstrom reichen, um auf < 100 mV zu kommen
Käse.
Kurven sind 'typical'.
Du willst keine Schaltung, die in nur 50% der Fälle funktioniert.
Du brauchst 'guaranteed'.
Insbesondere wenn du den laut Datenblatt maximalen Strom auch wirklich schalten willst, weil sonst am nicht voll durchgesteuerten Transistor die Verlustleistung zu hoch wird.
Dazu dient die IC=IBx10 (oder 20 oder bei high beta Transistoren woe ZTX1047A auch mal 200) Angabe unter Collector-Emizter Saturation Voltage.
Sich hier irgendwas mit hfe schönzurechnen ist dieselbe Idiotie wie UGSth als on-Schaltschwelle eines MOSFETs anzunehmen. Keine Ahnung warum sich die Leute so gern selbst in die Tasche lügen, und es offenkundig NIE selbst ausprobiert haben. Sind hier wirklich nur Theorierentner unterwegs.
Dass die Diagramme typische Werte zeigen, ist mir klar. Eben deswegen rechne ich mit B_min und Übersteuerungsfaktor, weil das der einzige sichere Wert ist, den man hat. Diese Vorgehensweise ist genau so unter
im ersten Beispiel beschrieben. Wenn das grundlegend falsch ist, bin nicht nur ich auf dem Holzweg, sondern u. a. alle Ersteller dieses Artikels, und auch diverse Fachliteratur.
Wenn ich mit einem Übesteuerungsfaktor von 2-3 rechne, wird der Transistor logischerweise nicht voll durchgeschaltet und die Restspannung ist etwas höher. Trotzdem wird sie bei 130 mA voraussichtlich nicht viel höher als 100-200 mV werden und damit kann man doch leben? Wenn ich voll durchschalten möchte, muss ich halt einen höhren Übersteuerungsfaktor wählen. Aber dann kommt man eben auf Basisströme, die der µC u. U. nicht mehr liefern kann.
Euer IC=IBx10 stammt aus Figure 5 im Datenblatt, das wohl ebenfalls nur typische Werte zeigt.
Vor allem aber tut ihr so, als wäre das volle Durchschalten mit IC=IBx10 die einzige Möglichkeit, einen Transistor als Schalter zu verwenden. Damit werden die B_min Werte im Datenblatt und die darauf basierenden Rechnungen mit Übersteuerungsfaktor 2..10 ad absurdum geführt. Diese Rechnung ist aber genau dafür da, dass man durch Wahl des Übersteuerungsfaktor festlegen kann, ob man lieber eine minimale Restspannung hat oder lieber einen minimalen Basisstrom.
Wenn so das generell falsch wäre, wäre ziemlich viel Literatur zum Thema falsch. Das würde mich schon mal interessieren, was eure Quelle dafür ist.
Eure Bedenken hinsichtlich zu großer Restspannung sind natürlich nicht unberechtigt, das muss man im Einzelfall prüfen.
Und nein, ich bin weder Rentner noch reiner Theoretiker. Wie gesagt, bisher haben alle meine so berechneten Schaltungen funktioniert.
Der BC337 hat ein Bmin von 60. Damit sollten ca. 5 mA Basisstrom
ausreichen. Mit BC337-40 wahrscheinlich noch viel weniger.
Da ich nur BC337-40 verwende:
Mit 4,2 mA Basisstrom und 39 Ohm Last an 5 V ergeben sich 0,066 V Sättigungsspannung. Bei 0,9 mA sind es 0,16 V.
Alles sehr dramatisch wie man sieht.
Wie gesagt, bisher haben alle meine so
berechneten Schaltungen funktioniert.
Auch in Massenstückzahlen?
Das wäre vielleicht übertrieben gesagt, in der Regel so 100 .. 1000 pro Jahr.
Ich will auch gar nicht abstreiten, dass man mit eurer Methode auf der sicheren Seite liegt, aber halt um den Preis eines hohen Basisstroms. Und das ist halt auch nicht immer sinnvoll.
Es macht ja irgendwie wenig Sinn, extra einen Transistor mit hoher Stromverstärkung auszuwählen, wenn man dann trotzdem immer IC/10 Basisstrom verwendet.
Mi N. schrieb:
Da ich nur BC337-40 verwende:
Mit 4,2 mA Basisstrom und 39 Ohm Last an 5 V ergeben sich 0,066 V
Danke für die Messungen, das liegt im dem Bereich, den ich erwartet habe. Natürlich können sich diese Werte durch Temperatur oder Exemplarstreuung noch verschlechtern, aber da dürfte für die Anwendung genug Reserve sein.
Zur Info.
Die blauen Punkte kommen aus dem Datenblatt. Die blauen Kurven habe ich
davon Pi mal Daumen abgeleitet.
Thema verfehlt!
Lies sein Buch, über Verstärkung im Schaltbetrieb habe ich schon vor Jahren mit ihm gestritten und aufgegeben. Ich vermute, dass der Quatsch im Wiki aus der selben Quelle kommt.
AO3400, bzw Nachbauten, gibts für ganz wenige Cent.
Das kleine Problem für Bastler ist nur die Beschaffung nicht gefäschter Exemplare in nicht zu großen Stückzahlen.
Der AO3400A ist bei Reichelt und Digikey fast so teuer wie der IRLML6344. Bei TME wäre er deutlich günstiger, ist aber derzeit nicht auf Lager.
Welche Nachbauten sind empfehlenswert?
Für ein kleines 5V Relais sind die SOT-23 MOSFETs wie IRLML2502, IRLML6344, AO3400A und Ähnliche sicher mehr als ausreichend und wegen ihrer kleineren Gate-Kapazität sogar unproblematischer vom Mikrocontroller anzusteuern als ein Klopper wie der IRF3708. Wie von Jörg R. (solar77) schon geschrieben darf man dann die Freilaufdiode nicht weglassen, die bei den großen MOSFETs wegen ihrer auch im Datenblatt angegeben Avalanche-Fähigkeiten oft nicht unbedingt notwendig ist.
Falls es aus irgendwelchen Gründen doch ein IRF37078 sein muss: Kessler electronic hat noch welche. Die Bilder auf deren Website und Ebay-Shop scheinen keine echten Fotos zu sein. Ich habe dort trotz der Bilder einen IRF3708 bestellt und heute kam er in einem Luftpolsterumschlag an. Ich habe das Tütchen noch nicht geöffnet aber dem Anschein nach
ist der IRF3708PbF echt.
LCSC hat derzeit noch 70 Originale von A&O, Nachbauten gibts schon für ein Drittel des Preises (von unter 8 Cent)
Ich würde nun zwar nicht denn allersten, billigsten nehmen, aber wenn das Datenblatt nicht nur auf chinesisch ist und die Werte stimmig sind - why not? :-)
Falls es aus irgendwelchen Gründen doch ein IRF37078 sein muss: Kessler
electronic hat noch welche. Die Bilder auf deren Website und Ebay-Shop
scheinen keine echten Fotos zu sein. Ich habe dort trotz der Bilder
einen IRF3708 bestellt und heute kam er in einem Luftpolsterumschlag an.
Ich habe das Tütchen noch nicht geöffnet aber dem Anschein nach
ist der IRF3708PbF echt.
Der IRLZ44N wird bei 3,3 V sehr wahrscheinlich zu wenig
Strom durchlassen.
Probieren geht über Studieren, Im Datenblatt unter "Typical Output Characteristics" sieht es eigentlich ganz gut aus, selbst bei 2.5V am Gate sind 2-3A ohne weiteres möglich, bei 3V auch noch mehr.
Problem ist allerdings dass das alles nur "typical" und nicht garantiert ist. Bei der Threshold-Spannung kann es relativ viel Exemplarstreuung geben, das kann laut Datenblatt irgendwo zwischen 1.0V und 2.0V sein. Als Faustformel kann man sagen dass ein Mosfet unterhalb der Threshold-Spannung sperrt und ab dem doppelten der Threshold-Spannung ordentlich leitet, dazwischen hat man mehr oder weniger Linearbetrieb.
Eine mögliche Bastel-Lösung wäre eine Testschaltung für die Threshold-Spannung, einfach Source an Minus, Gate + Drain zusammen und mit einem Vorwiderstand (ausgelegt auf ca. 100µA) an eine Betriebsspannung anschließen, dann kann man die Threshold-Spannung per Multimeter messen. Alles bis ca. 1.5-1.6V Threshold-Spannung ist Ok, alles darüber für den Anwendungsfall unbrauchbar. Mit dieser Vorselektion hätte ich keine Bedenken beim Einsatz des IRLZ44N, notfalls muss man auf ein anderes Modell oder einen anderen Verkäufer wechseln wenn die Ausbeute zu gering ist. Ist natürlich nichts für Massenproduktion aber da nimmt man sowieso SMD und findet dann auch einen passend spezifizierten Mosfet.
Probieren kannst du nur mit dem einen Bauteil, das du zur Hand hast.
Und spätestens wenn du mehrere Schaltungen aufbauen willst, oder jemand anderem einen funktionierenden Bauvorschlag machen willst, hilft dir das mit deinem Exemplar ausprobierte nicht weiter.
Wenn es aber mit jedem Bauteil dieser Typennummer funktionieren soll, musst du ins Datenblatt gucken und den worst case berechnen.
Wenn es aber mit jedem Bauteil dieser Typennummer funktionieren soll,
musst du ins Datenblatt gucken und den worst case berechnen.
Studieren ist klüger als probieren.
Prinzipiell schon richtig aber entsprechend spezifizierte Mosfets gibt es so gut wie nur noch in SMD und wenn man unbedingt THT haben will dann muss man eben etwas improvisieren (zumindest wenn die IRF3708-Restbestände aufbebraucht sind). Das ist der Grund für den Vorschlag mit der Messung der Threshold-Spannung zur Vorselektion, wenn das Teil den Test besteht dann muss man für dieses Exemplar nicht mehr mit dem Worst-Case aus dem Datenblatt rechnen.
Ist nicht optimal aber kann für ein Bastelprojekt durchaus ausreichend sein. Und für ein professionelles Gerät mit Massenproduktion nimmt man sowieso SMD, da hat man dann auch kein Problem einen passend spezifizierten Mosfet zu finden.
Warum empfiehlt denn niemand den IRL3705 als Alternative ?
Der ist doch noch als TO-220 käuflich und hat 16 Vgs und auch einen geringen Rdson und kostet weniger.
Weil er "nur" maximal 52 Ampere kann ?
Kann mich da jemand aufklären ?
LCSC hat derzeit noch 70 Originale von A&O, Nachbauten gibts schon für
ein Drittel des Preises (von unter 8 Cent)
Ich würde nun zwar nicht denn allersten, billigsten nehmen, aber wenn
das Datenblatt nicht nur auf chinesisch ist und die Werte stimmig sind -
why not? :-)
Der AO3400C ist eine Variante mit ESD-Schutz am Gate aber ohne expizites RDS(ON)-Rating bei 2,5V V(GS).
Vom einfachen A&O AO3400A hat LCSC reichlich:
https://www.lcsc.com/product-detail/MOSFETs_Alpha-Omega-Semicon-AO3400A_C20917.html
Ich hab mir mal 50 Stück A&O AO400C und etwas mehr von den A&O AO3400A und den ganz billigen UMW(Youtai Semiconductor Co., Ltd.) AO3400A zum Testen bestellt.
Stimmt, der 3705 sagt maximal 18 mOhm bei 4 Volt, der 3708 typisch 9.5 mOhm und 13.5 max. bei 4,5 Volt. Aber der ESP bringt doch 3,3 Volt am Ausgang.
Hat da noch nie jemand gemessen, was bei 3,3 Volt rauskommt ?
Hat da noch nie jemand gemessen, was bei 3,3 Volt rauskommt ?
Wenn ich jetzt einen meiner IRL3705 ausmesse, und sich mit Glück herausstellt, dass diese für 3,3 V und 3 A geeignet sind, was nützt dir das? Deine Transistoren haben höchstwahrscheinlich andere Daten. Willst du auf dein Glück zocken?
Schon, aber ich kapiere nicht, wo das Problem liegen soll.
Im ersten Beitrag steht, dass der TE ein (uns unbekanntes) Relais ansteuern will, also wohl die Wicklung, die das Relais anzieht. Selbst wenn das unbekannte Relais 1 Ampere ziehen würde und der Rdson 1 Ohm betragen würde, sind das "nur" 1 Watt.
Um verschiedene von den kleinen SOT23 MOSFETs testen zu können wollte ich die steckbar machen. Ein erster Versuch nur mit einer Stiftleiste ohne Adapterplatine hat geklappt: jeweils den mittleren Pin einer Dreiergruppe gekürzt, die beiden äußeren zur Mitte gebogen, etwas Lotpaste aufgetragen, den MOSFET aufgelegt und auf einer Leiterplatte liegend mit durch den Reflowofen fahren lassen. Mit einer 36-poligen Stiftleiste hatte ich so nach kurzer Zeit 12 steckbare MOSFETs.
Wie zuverlässig sind eigentlich die Ersatzvorschläge der Versandhändler?
bei Digikey steht "Dieses Produkt wird nicht mehr hergestellt.
-> Ersatzartikel anzeigen.
IRLB8721PBF Infineon Technologies
FDP8896 onsemi
NTP4813NLG onsemi
PSMN022-30PL,127 Nexperia USA Inc.
PSMN2R0-30PL,127 Nexperia USA Inc.
Farnell hat nur einen Vorschlag
INFINEON-IRLB8721PBF
Gleich mal ein paar (hundert) in den Einkaufskorb gepackt.
Hoffentlich aus seriöser Quelle.
Um die Wartezeit auf die bei LCSC bestellten AO3400A zu überbrücken habe ich über ebay einige wenige Alpha-&-Omega AO3400A 30V 5,8A 1,4W bestellt obwohl schon das im Angebot gezeigte Marking nicht passte.
Die erhaltenen MOSFETs haben das im Angebot gezeigte Marking, eine sehr niedrige Schwellenspannung, eine auffällig niedrige Eingangskapazität und eine Durchbruchspannung von nur etwa 24V.
Von den bei LCSC gelisteten AO3400 könnte es der extrem billige HXY MOSFET AO3400-ED 20V 3A 900mW sein oder auch ganz ein anderer, der dort nicht angeboten wird.
Selbst bei diesen als Original schon sehr günstigen A&O AO3400 und noch billigeren Alternativen muss man bei weniger seriösen Quellen mit den billigsten und schlechtesten rechnen. Aber immerhin: ich habe funktionierende MOSFETs erhalten.
Wenn man den MOSFET noch mit Schmelzkleber kapselt, dann ist das
Konstrukt des Q&D-Threats würdig ;-)
Nee, das würde zu lange dauern, das wäre dann nur noch Dirty.
Für einen einlötbaren Adpter könnte man den gezeigten etwas abwandeln und den Transistor auf die passend bearbeiteten langen Enden der Stiftleistenstifte löten.
Um verschiedene von den kleinen SOT23 MOSFETs testen zu können wollte
ich die steckbar machen. Ein erster Versuch nur mit einer Stiftleiste
ohne Adapterplatine hat geklappt: jeweils den mittleren Pin einer
Dreiergruppe gekürzt, die beiden äußeren zur Mitte gebogen, etwas
Lotpaste aufgetragen, den MOSFET aufgelegt und auf einer Leiterplatte
liegend mit durch den Reflowofen fahren lassen. Mit einer 36-poligen
Stiftleiste hatte ich so nach kurzer Zeit 12 steckbare MOSFETs.
Der gute IRF3708 ist leider nicht mehr erhältlich. Kennt jemand hier
eine gute Alternative, die schon bei ähnlich niedrigen 2,8 V ordentlich
durchlässig ist