Dafür gibt's mehrere Gründe... hauptsächlich habe ich Spaß dran, sowas zu reparieren und finde es schade wenn es weggeschmissen wird. Man lernt dadurch wie solche Geräte funktionieren und wie sie aufgebaut sind. Selbst wenn man es aus irgend einem Grund nicht repariert bekommt (bspw. der Controller ist tot und man bekommt das Programm nicht), sind solche Platinen sehr gute Ersatz- bzw. Bauteilespender generell wenn man sich für Wechselrichter oder Leistungselektronik interessiert. Da braucht man immer mal Trafos (mindestens die Kerne wenn man nichts mit passender Wicklung findet), die Siebdrosseln sind noch gut und das WiFi-Modul lässt sich vielleicht auch noch weiterverwenden.
Bei erfolgreicher Reparatur bekäme man die Möglichkeit, mal mit sowas "herumzuspielen" ohne daß man immer alles für teuer Geld kaufen muss.
"mit dem ganzen Kram" ist übrigens stark übertrieben. Ich schreibe das zwar recht häufig unter Threads drunter, aber meistens kommt kein Kontakt zustande und dann bekommt man den Bastelkram natürlich auch nicht.
Das bißchen Aluminium zu verkaufen lohnt sich nicht, das wiegt nichts und kostet nicht viel. Wer auf Schrott bzw. Schrottgeld aus ist, der sucht sich lieber Kupfer oder sowas wie alte Bleiakkus.
Als Beispiel wozu man sowas braucht gerade erst letztens wieder gehabt - Kumpel wollte mit einem Labornetzteil eine Autobatterie laden. Geht prima, wenn man sie denn richtig gepolt anschließt. Daran scheiterte der Versuch leider, Gleichrichter-Doppeldiode vom Schaltnetzteil tot und beide FETs auf der Primärseite hat's auch gleich mit zerrissen. Wurde (bis auf Lötzinn und Strom für den Lötkolben) kostenfrei repariert, mit zwei FETs aus einem alten PC-Netzteil und zwei ordentlichen Dioden aus einem alten Wechselrichter. Die können jetzt 60A (und nicht nur 10), die kriegt man da drin nie wieder kaputt weil vorher die Leiterbahnen auf der Platine verdampfen.