Guten Abend zusammen,
ich bin der Neuling und eher ein stiller Mitleser.
Was meine eigentliche Frage angeht, diese betrifft einen WVC-600 Wechselrichter.
Das Ding ist von meiner Mom und hat den Geist aufgegeben, er wurde durch einen Hoymiles ersetzt.
Ich habe das Ding mal aufgeschraubt um einfach ein bissel was zu lernen und möchte den auch nicht reparieren.
Es geht mir um die 4x Elkos (50V / 1500uF), ich kapiere nicht wofür die sind, da die Spannungsfestigkeit so gering ist.
Leider gibt es auch keinen Schaltplan so das ich mir es selbst erklären könnte.
Warum es in dem Ding geknallt hat, weiß ich nicht, denke aber Feuchtigkeit, wegen den weißen Rändern.
Des weitern hat es die AC Sicherung (15A) zerlegt und einen kurzen gab es auch unterhalb eines MOSFET.
Der FET sieht i.O aus und misst sich auch gut.
OK das die Kondensatoren zu klein sind weiß ich nun (dachte ich mir vorher auch schon ^^).
Kann mir jetzt noch jemand erklären wofür die genau sind?
Glättungskondensatoren sind das ja wohl nicht oder?
Mir geht es darum zu verstehen wie der funktioniert, also Eingangsbereich DC - Zwischenbereich (glaube 325V DC) - AC Bereich.
Nein, PV sind Stromquellen, und WR arbeiten mit wechselndem, also pulsierenden Strom.
Ohne Kondensatoren könnte der Maximalstrom nur beim PV Strom "10A bei Sonne, 1A bewölkt" liegen, mit Kondensatoren reicht es wenn die PV den Mittelwert liefert.
1.Aufnahme der Energie am Eingang per MOS-Schalter in eine Induktivität (Ringkerntrafo) anschließend sperrt der MOS
2.Übergabe der im Trafo gespeicherten Energie (mittelangezapfte Wicklung und Zweiweg-Gleichrichter) an das Netz bzw. an einen am Netz liegenden Kondensator) (1 und 2 stellen einen Sperrwandler dar)
Wartezeit auf den nächsten Takt bei Teillast des WR
Ohne die Cs am Eingang würde der WR nur in der Phase 1 die Leistung des Panels aufnehmen. In den Phasen 2 und 3 wäre das Panel unbelastet.
Mit den Cs liefert das Panel seinen Strom in die Cs, also wird in den Phasen 2 und 3 die vom Panel gelieferte Energie genutzt wenn die nächste Phase 1 beginnt.
Daher: Die Cs an der Panelseite müssen so groß sein, dass die vom WR erzeugte Sägezahnspannung genügend klein ist. also mF-Werte
Der C am Ausgang soll die Taktspannung des WR am Ausgang so weit glätten, dass für das Netz keine zu große Störspannung aus dem WR-Takt entsteht und keine Gefahr beim Ziehen des Netzsteckers entstehen kann, wenn der gerade gezogen wird, wenn der C die Scheitelspannung des Netzes hat.
Dafür gibt's mehrere Gründe... hauptsächlich habe ich Spaß dran, sowas zu reparieren und finde es schade wenn es weggeschmissen wird. Man lernt dadurch wie solche Geräte funktionieren und wie sie aufgebaut sind. Selbst wenn man es aus irgend einem Grund nicht repariert bekommt (bspw. der Controller ist tot und man bekommt das Programm nicht), sind solche Platinen sehr gute Ersatz- bzw. Bauteilespender generell wenn man sich für Wechselrichter oder Leistungselektronik interessiert. Da braucht man immer mal Trafos (mindestens die Kerne wenn man nichts mit passender Wicklung findet), die Siebdrosseln sind noch gut und das WiFi-Modul lässt sich vielleicht auch noch weiterverwenden.
Bei erfolgreicher Reparatur bekäme man die Möglichkeit, mal mit sowas "herumzuspielen" ohne daß man immer alles für teuer Geld kaufen muss.
"mit dem ganzen Kram" ist übrigens stark übertrieben. Ich schreibe das zwar recht häufig unter Threads drunter, aber meistens kommt kein Kontakt zustande und dann bekommt man den Bastelkram natürlich auch nicht.
Das bißchen Aluminium zu verkaufen lohnt sich nicht, das wiegt nichts und kostet nicht viel. Wer auf Schrott bzw. Schrottgeld aus ist, der sucht sich lieber Kupfer oder sowas wie alte Bleiakkus.
Als Beispiel wozu man sowas braucht gerade erst letztens wieder gehabt - Kumpel wollte mit einem Labornetzteil eine Autobatterie laden. Geht prima, wenn man sie denn richtig gepolt anschließt. Daran scheiterte der Versuch leider, Gleichrichter-Doppeldiode vom Schaltnetzteil tot und beide FETs auf der Primärseite hat's auch gleich mit zerrissen. Wurde (bis auf Lötzinn und Strom für den Lötkolben) kostenfrei repariert, mit zwei FETs aus einem alten PC-Netzteil und zwei ordentlichen Dioden aus einem alten Wechselrichter. Die können jetzt 60A (und nicht nur 10), die kriegt man da drin nie wieder kaputt weil vorher die Leiterbahnen auf der Platine verdampfen.
Nee, ist ja auch o.k., mir fällt halt auf, das es so gut wie bei jeden WR Thread beigefügt wird und vor meinem geistigen Auge haben sich Berge von defekten WRs auf deinem Labortisch gestapelt :-)
Ich verstehe das gut, bei mir waren es mal ungewollt haufenweise Car Booster (Autoendstufen), plötzlich haben sich hier 4 oder 5 getummelt zum Erkenntnisgewinn. Einen davon konnte ich erfolgreich zum DC/DC Wandler von 60V auf 12V umbauen... (Wndlertrafo umdrehen)
Und ausserdem haben die Dinger die seltenen Hochstromdioden im TO220 Gehäuse mit Anode in der Mitte.
Und der laberkopp tut das, was er am besten kann.
Also wenn ich euere Kommentare so lese bekomme ich doch Lust das Ding wieder zu reparieren 😉
Wäre halt echt einfacher mit PCB Layout, damit man auch versteht wo man was messen sollte.
Naja aktuell ca. 7€ Materialeinsatz.
Das Problem ist halt immer die lästige Zeit :D