Raspberry Pi, Influx DB und Grafana

OP #5481977
Lesenswert?

Hallo,
ich betreibe zuhause einen Raspi3, auf dem die im Titel genannten Pakete 
laufen. Die Daten werden per MQTT von verschiedenen Clients in die 
Influx DB geschrieben und dann per Grafana (inkl. Webserver) 
visualisiert.

Das funktioniert soweit wunderbar.

Nun frage ich mich aber, wie lange so ein System durchhält. 
Haupt-Schwachstelle dürfte ja die SD-Karte sein. Hat jemand 
Erfahrungswerte, wie sehr Influx die Karte beansprucht?

Gibt es gute Backupstrategien für den Raspi? (abgesehen von 
runterfahren, SD-Karte rausnehmen, Image auslesen, SD-Karte wieder 
einbauen, neu booten).
Lässt sich die Influx DB automatisch auf ein NAS o.ä. sichern?

Bin für jeden Tip dankbar :-)
#5482067
Lesenswert?

Borislav B. schrieb:
> Gibt es gute Backupstrategien für den Raspi? (abgesehen von
> runterfahren, SD-Karte rausnehmen, Image auslesen, SD-Karte wieder
> einbauen, neu booten).

Das Influx auf eine Partition mit LVM schreiben lassen, mit LVM ein 
Snapshot erstellen, Snapshot read-only mounten, Snapshot per rsync oder 
sonstwas auf NAS sichern, Snapshot unmounten und wieder entfernen.
Gast #5482145
Lesenswert?

Wie wär's mit einem vernünftigen Dateisystem?

JFS und XFS haben sich bisher bei mir noch nie korrumpiert (einige 
Duzend Karten im Dauereinsatz).

EXT4 am "gameboy"-RPi war jedoch tatsächlich weniger stabil.

Eine einzige SD karte ist bei mir bisher den Schreibzyklentot 
gestorben... da hat jedoch das Qt5 schuld... wenn ich make -j2 machen 
erwarte ich auch 2 und nicht 10 gcc instanzen..dafür ist dann das 1gb 
ram zuwenig... und nach 3 tagen dauer-swappen ist die karte jetzt nicht 
mehr schreibbar.


Ansonsten bevorzuge ich simple cron-scripts.... also per cron ein script 
starten, dass alle gewünschen backups in ein lokales Verzeichnis schiebt 
und dann z.B. mir rsync, scp oder meinetwegen NFS alles aufs netz 
schiebt.

NFS hat bei mir übrigens mehr probleme gemacht wie gelöst... ist halt 
kein dauernd verfügbares dateisystem...

73
OP #5482164
Lesenswert?

Daniel B. schrieb:
> Bei mir läuft seit Jahren ein Odroid-C2 mit externen einer USB-SSD.
> Darauf InfluxDB, Grafana und alles was viele Daten erzeugt (Logfiles
> usw).
> Das ext4 fs auf der SSD hat bis jetzt alles überstanden ohne Probleme.

das klingt doch nach einer guten Lösung.
Eine alte SSD habe ich sowieso noch irgendwo rumfliegen ;-)

Hat der USB-Port des Pi genug Saft um die SSD direkt zu betreiben?
Gast #5482224
Lesenswert?

Borislav B. schrieb:
> ich betreibe zuhause einen Raspi3, auf dem die im Titel genannten Pakete
> laufen.

das habe ich auch noch vor und mir schon diese Anleitung rausgesucht:
https://www.bjoerns-techblog.de/2017/05/installation-von-influxdb-telegraf-und-grafana-auf-dem-raspberry-pi-3/

abgesehen von der neueren Version von Influx, klappt das immer noch so?

Bzgl. der SDC habe ich gelesen das zumindest Markenprodukte gut halten 
sollen.
Und in welchen Zyklen werden die Daten auf die Platte geschrieben? Kann 
man in Influx evtl. erst Daten im Ram sammeln lassen um die 
Schreibzyklen zu reduzieren?

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren