CMOS 4066 Anwendung

OP #5530327
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Hallo zusammen!

Ich habe für ein kleines Projekt einen ESP8266 als MQTT Subscriber 
programmiert, sodass ein GPIO Pin 3,3 V einen analogen Schalter vom 
CMOS4066 schaltet, wenn ich über eine App etwas publishe.
Meine Frage lautet jetzt allerdings:
Die "zu schaltende Spannung" beträgt ca. 16,7 Volt - ist dies überhaupt 
möglich?

Wenn ich das Datenblatt richtig gelesen habe darf die zu schaltende 
Spannung (z.B. Pins 1 und 2) nicht die Betriebsspannung (welche 
ebenfalls bei 3,3 Volt liegen würde) nicht überschreiten.

Kann mir da jemand konkretere Angaben zu geben, bevor ich jetzt anfang 
zu basteln, aber es ohnehin nicht funktionieren wird :P

Vielen Dank im Voraus!
#5530337
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Marvin G. schrieb:
> Wenn ich das Datenblatt richtig gelesen habe darf die zu schaltende
> Spannung (z.B. Pins 1 und 2) nicht die Betriebsspannung (welche
> ebenfalls bei 3,3 Volt liegen würde) nicht überschreiten.
Ja, hast Du richtig gelesen.

Datasheet
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/cd4066b-q1.pdf
Seite 2, Absolute Maximum Ratings, 2. Zeile:

Input voltage range (all inputs) –0.5V to VDD+ 0.5V
#5530348
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Ich kam mit meinem PS zu spät:

Hättest Du eine Versorgungsspannung, die größer als die max. zu 
schaltende Spannung ist, zur Verfügung, könntest Du den 4066 damit 
versorgen. Ansteuern müsstest Du ihn dann (wenn ich das Datenblatt auf 
die schnelle richtig verstehe) ebenfalls mit der höheren 
Betriebsspannung.
Das kannst Du erreichen, indem Du eine Transistorstufe als Pegelwandler 
verwendest (ein Transistor und zwei Widerstände).
OP #5530401
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Ich möchte meine Haustüre über den ESP8266 öffnen können. 
Programmierseitig funktioniert auch alles soweit, jetzt muss ich nur 
schauen, dass ich die richtigen Bauteile verwende :-)

Wenn der Tür-Taster betätigt wird, liegt eine Spannung von 16,7 Volt an, 
welche ich letztendlich über ein Bauteil schalten müsste.
Am GPIO liegt im High Zustand 3,3 Volt an, sodass das Hauptanliegen eher 
"Schalten höherer Spannung mit niedriger Schaltspannung" ist.

Mit euren verschiedenen Antworten kann ich aber erstmal weiter auf 
Recherche gehen - danke dafür!

Viele Grüße,
Marvin
#5530411
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Marvin G. schrieb:
> Wenn der Tür-Taster betätigt wird, liegt eine Spannung von 16,7 Volt an,
> welche ich letztendlich über ein Bauteil schalten müsste.
> Am GPIO liegt im High Zustand 3,3 Volt an, sodass das Hauptanliegen eher
> "Schalten höherer Spannung mit niedriger Schaltspannung" ist.

16,7V DC oder AC?

In solchen Fällen rate ich zu Lösungen mit galvanischer Trennung.
Also entweder ein Relais oder einen Optokoppler.
Beim Optokoppler kommt es auf den Strom an, der auf Sprechanlagen-Seite 
fließt, und mit einem funktioniert's auch nur mit DC (für AC braucht man 
2 Stck.).
#5530414
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Marvin G. schrieb:
> Wenn der Tür-Taster betätigt wird, liegt eine Spannung von 16,7 Volt an,
> welche ich letztendlich über ein Bauteil schalten müsste.

Erläutere das mal etwas konkreter, evtl. mit einer Skizze.
Was soll da geschaltet werden und wieviel Strom fließt?

> Am GPIO liegt im High Zustand 3,3 Volt an, sodass das Hauptanliegen eher
> "Schalten höherer Spannung mit niedriger Schaltspannung" ist.

Die 16,7 Volt können ggf. über einen simplen Spannungsteiler, bestehend 
aus 2 Widerständen, auf 3,3 Volt gebracht werden. Sind die 16,7 Volt 
stabil?

Weshalb ein Analogschalter ala 4066?
Gast #5530426
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Joe F. schrieb:
> So wie ich das verstehe, möchte er die Tür mit dem 3.3V Signal öffnen.

Dann reicht ein einfacher Transistor mit Basiswiderstand in 
Emitterschaltung, der mit 3,3 Volt angesteuert wird und den 16,7 Volt 
Türöffnermagnet betätigt (Diode parallel zum Magneten nicht vergessen).
#5530427
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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Joe F. schrieb:
>> So wie ich das verstehe, möchte er die Tür mit dem 3.3V Signal öffnen.
>
> Dann reicht ein einfacher Transistor mit Basiswiderstand in
> Emitterschaltung, der mit 3,3 Volt angesteuert wird und den 16,7 Volt
> Türöffnermagnet betätigt (Diode parallel zum Magneten nicht vergessen).

Wenn da etwas geschaltet werden soll sehe ich auch eher einen Transistor 
etc. Mir erschließt sich die Verwendung des 4066 nicht. Der TO sollte 
mal konkretere Angaben machen...das alte Problem?
OP #5530428
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Joe F. schrieb:
> So wie ich das verstehe, möchte er die Tür mit dem 3.3V Signal öffnen.

Das hast du richtig verstanden (:

Den 4066 habe ich benutzt, da ich auf folgender Website ein Tutorial 
gefunden habe, welches dieses Bauteil ebenfalls benutzt:
https://robinhenniges.com/diy-smart-door-fuer-5-euro-smart-door-opener-part-1/

Vorher habe ich es bereits per Transistor versucht, jedoch ist mein 
Elektronikwissen eher begrenzt, weshalb ich mich danach lieber auf das 
Tutorial verlassen habe.

Die Lösung mit dem Optokoppler ist mir bisher noch nicht in den Sinn 
gekommen und ich versuche mal dies nachzuvollziehen.
#5530441
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Marvin G. schrieb:
> Joe F. schrieb:
>> So wie ich das verstehe, möchte er die Tür mit dem 3.3V Signal öffnen.
>
> Das hast du richtig verstanden (:
>
> Den 4066 habe ich benutzt, da ich auf folgender Website ein Tutorial
> gefunden habe, welches dieses Bauteil ebenfalls benutzt:
> https://robinhenniges.com/diy-smart-door-fuer-5-eu...

Na, ob ich damit meine Haustüre öffnen können möchte?

> Vorher habe ich es bereits per Transistor versucht, jedoch ist mein
> Elektronikwissen eher begrenzt, weshalb ich mich danach lieber auf das
> Tutorial verlassen habe.

Der 4066 beinhaltet meherere Analogschalter. Der ist für deinen Zweck 
eher nicht die richtige Wahl. Mach dich lieber mit Transistoren, ggf. 
auch mit Relais vertraut. Jedenfalls für die geplante Anwendung.


> Die Lösung mit dem Optokoppler ist mir bisher noch nicht in den Sinn
> gekommen und ich versuche mal dies nachzuvollziehen.

Ja, ok. Notfalls auh ein Optokoppler...


Für dein Problem gibt es 1000 Lösungsansätze, aber bitte keinen 4066 
o.ä..
OP #5530454
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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Dann reicht ein einfacher Transistor mit Basiswiderstand in
> Emitterschaltung, der mit 3,3 Volt angesteuert wird und den 16,7 Volt
> Türöffnermagnet betätigt (Diode parallel zum Magneten nicht vergessen).

Könntest du mir die Funktion der parallel geschalteten Diode erklären?

Die Transistorlösung habe ich bereits versucht zu realisieren, aber es 
hat nicht funktioniert.

Ich habe mal eine kleine Skizze angefertigt, eventuell hilft sie euch.

Viele Grüße!
Angehängte Dateien:
OP #5530469
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Joe F. schrieb:
> Marvin G. schrieb:
>> Die Transistorlösung habe ich bereits versucht zu realisieren, aber es
>> hat nicht funktioniert.
>
> Versuche doch höflicherweise auch die Fragen zu beantworten.
>
> - Sind die 16.7V DC oder AC (Gleichspannung oder Wechselspannung)
> - Wie viel Strom benötigt der Türöffner (mA)


16,7 V DC laut Messgerät.
Hier noch die technischen Daten aus dem Siedle Handbuch:

Technische Daten
• Mithörsperre
• Rufspannung 12 V AC,
max. 200 mA
• Ruflautstärke max. 83 dB(A)
• Lichttaste potentialfrei,
Kontaktbelastung 24 V, 1 A
• Türöffnertaste potentialfrei,
Kontaktbelastung 24 V, 1 A

Rufspannung steht explizit AC dabei, bei Türöffnertaste "nur" 24V ohne 
AC oder DC.

Wieviel Strom der Türöffner benötigt kann ich leider nicht sagen, da die 
Strommessung nicht funktioniert.

Viele Grüße!
#5530472
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Marvin G. schrieb:
> Rufspannung steht explizit AC dabei, bei Türöffnertaste "nur" 24V ohne
> AC oder DC.

Und was zeigt das Messgerät beim Türöffnen im AC Modus an?
Der Türöffner ist doch bestimmt so ein "Summer", und die funktionieren 
mit AC.

> Wieviel Strom der Türöffner benötigt kann ich leider nicht sagen, da die
> Strommessung nicht funktioniert.

Dann würde ich die Schaltung im Zweifel so auslegen wie den Taster, also 
auf max. 1A.
Gast #5530475
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Marvin G. schrieb:
> Könntest du mir die Funktion der parallel geschalteten Diode erklären?

Die Diode nimmt die entgegengerichtete Induktionsspannung des Magneten 
bzw. Relais auf, um somit den Transistor zu schützen.

Falls der Türmagnet viel Strom zieht, kann der Transistor auch erst 
einmal ein davorgeschaltetes Relais ansteuern.
Angehängte Dateien:
Gast #5530477
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Marvin G. schrieb:
> bevor ich jetzt anfang zu basteln

Nimm ein Relais.

Der CD4066 schaltet weder deine Spannung und nicht deinen Strom und 
überlebt nicht den Gegen-EMK Abreissfunken der beim Öffnen des Kontakts 
entsteht und ausserdem schaltet er nicht potentialfrei.

Auch ein Transistor taugt nicht, eventuell ein OptoTRIAC oder PhotoMOS, 
aber Relais ist einfacher.
OP #5530478
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Joe F. schrieb:
> Und was zeigt das Messgerät beim Türöffnen im AC Modus an?
> Der Türöffner ist doch bestimmt so ein "Summer", und die funktionieren
> mit AC.

Beim Öffnen zeigt es um die 0V an, jedoch hat der Kommilitone der es mir 
geliehen hat auch gesagt, dass AC Messung ebenfalls nicht funktioniert 
wenn ich mich recht erinnere.
Du hast jedoch Recht, wenn die Tür per Taster geöffnet wird "summt" es 
für ca. 3 Sekunden, in der man Zeit hat die Tür zu öffnen.

Joe F. schrieb:
> Dann würde ich die Schaltung im Zweifel so auslegen wie den Taster, also
> auf max. 1A.

Wenn es tatsächlich AC ist, muss ich meine Schaltung ja ohnehin neu 
aufsetzen, aber die Kollegen haben mir ja schon mit dem Hinweis zum 
AQH3213 einen heißen Tipp gegeben :-)

Viele Grüße
#5530489
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Marvin G. schrieb:
> jedoch hat der Kommilitone der es mir
> geliehen hat auch gesagt, dass AC Messung ebenfalls nicht funktioniert
> wenn ich mich recht erinnere.

Also reif für den Müll ;-)
Tipp: kauf dir mal ein eigenes. Kostet in Zweifel <10 EUR.

Anbei ein Schaltplan, wie Türsprechanlagen von Siedle üblicherweise 
aufgebaut sind.
Da sieht man, dass der Türöffner mit der gleichen AC Spannung gespeist 
wird, wie die Klingel. Also 12V AC.

> Wenn es tatsächlich AC ist, muss ich meine Schaltung ja ohnehin neu
> aufsetzen, aber die Kollegen haben mir ja schon mit dem Hinweis zum
> AQH3213 einen heißen Tipp gegeben :-)

Ja, ein Relais ist hier das richtige.
Das AQH3213 kannst du aber auch nicht so ohne weiteres aus einem IO-Pin 
speisen (50mA LED current).
Und wenn du eh schon einen Transistor-Treiber für das SSR benötigst, 
kann man auch gleich ein herkömmliches Relais nehmen.
Es gibt bereits fertige Relaismodule incl. Treiber für 3.3V, die kosten 
auch nicht die Welt, und man hat keinerlei Arbeit mehr.
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OP #5530495
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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Die Diode nimmt die entgegengerichtete Induktionsspannung des Magneten
> bzw. Relais auf, um somit den Transistor zu schützen.
>
> Falls der Türmagnet viel Strom zieht, kann der Transistor auch erst
> einmal ein davorgeschaltetes Relais ansteuern.

Vielen Dank für die Information :)

Joe F. schrieb:
> Also reif für den Müll ;-)
> Tipp: kauf dir mal ein eigenes. Kostet in Zweifel <10 EUR.

Werde ich definitiv machen :D

Joe F. schrieb:
> Ja, ein Relais ist hier das richtige.
> Das AQH3213 kannst du aber auch nicht so ohne weiteres aus einem IO-Pin
> speisen (50mA LED current).
> Und wenn du eh schon einen Transistor-Treiber für das SSR benötigst,
> kann man auch gleich ein herkömmliches Relais nehmen.
> Es gibt bereits fertige Relaismodule incl. Treiber für 3.3V, die kosten
> auch nicht die Welt, und man hat keinerlei Arbeit mehr

Leichter Weg klingt immer gut - ich werde mich mal schlau machen welche 
Relaismodule denn für mein Vorhaben geeignet wären.

Vielen lieben Dank euch allen!
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