"Rechner" für Rackmontage 10.5" gesucht

OP #7605252

Hallo,

Ich suche jetzt schon ein paar Tage, und dachte ich Frage mal bei Menschen, die sich auskennen:

Ich benötige einen Rechner. Wichtig ist, dass er in eine HE eines 10.5" Racks eingebaut werden kann. Darauf soll ein Betriebssystem, dass verschiedene Dockercontainer erlaubt, im wesentlichen für Smarthome etc.

Eine Variante wäre ein RPi neuerer Generation, mit gedruckter Halterung. Gibt es Alternativen, z.B. amd64? Sollte Dauerbetrieb laufen und daher Wärme und Energiebedarf gerne nicht zu hoch.

Fertig oder zum Selbstbau beides denkbar, je nach dem. Habt Ihr Ideen?

1 HE ist ja nicht viel (44.45 mm). Es gibt als Schublade ausziehbare Monitore in 1HE: https://schroff.nvent.com/de-de/products/monitor-and-keyboard-drawers aber da steckt noch kein PC drin.

Hier sind viele Abmessungen zu finden: https://schroff.nvent.com/sites/g/files/hdkjer281/files/acquiadam_assets/2021-06/06_e_subracks.pdf ab Seite 116 stehen Einbaugehäuse in 1 HE. Die deutsche Bezeichnung HE=Höheneinheit ist hier als 1U = 1 unit abgekürzt.

OP

Hi, vielen Dank für die vielen schnellen antworten.

Ja, die 1HE ist fix, mehr Platz ist nicht vorhanden. Tastatur, Maus und Monitor werden natürlich nicht benötigt, Konfiguration über Remote. Aktuell habe ich an der Stelle eine RPi verbaut (2B) mit einem Micro Bildschirm, den ich aber defakto nicht brauche.

Den ComputerBase hatte ich gefunden, leider 2 HE.

natürlich nicht benötigt

das stand in der Beschreibung nicht drin. Die genannten PCs haben noch kein Netzgerät, das muss auch noch irgendwo hin. Der Raspi scheint mir für die Anforderungen schon die richtige Größenordnung zu sein. Was soll der PC denn ansteuern? Da ist der Raspi mit seinen GPIO-Schnittstellen auch im Vorteil. Was ist derzeit unerwünscht mit dem Raspi?

OP

Die GPIOs nutze ich nicht, ich versuche das eher verteilt zu designen. Der Gedanke ich, Aufgaben zu trennen, also MQTT Server, Smarthome Visualisierung, Datenbank, Nginx. Das läuft gerade alles direkt auf dem Pi. Wenn ich mich verkonfiguguriere, ist alles offen. Daher die Idee, die Aspekte auf verschiedene Docker Conrainer auszulagern. Und da dachte ich halt, das etwas mehr Power helfen könnte.

Kann aber so schwer nicht sein; in diesem Gehäuse steckt ein 8 Kanal Analog Überwachungsrecorder drin, samt 3,5" Festplatte. Aus dem "schönen" und viel zu großen Alugehäuse in das hier verpflanzt. Nicht einmal ein echtes 10" Leergehäuse sondern irgendwas gerade passendes.

Angehängte Dateien:
Persönliche Seite

Ich habe schon vor Jahren nach einem entsprechenden Gehäuse gesucht und die Suche auch immer wieder erfolglos wiederholt.

Der Markt scheint sowas einfach nicht zu brauchen und ich kann das auch ein bisschen nachvollziehen. Abseits der Netzwerktechnik hat sich das 10"-Rackformat nicht durchgesetzt. Und selbst da: Patchpanel sind leicht zu finden, aber schon die Suche nach einem Switch ist deutlich mühsamer, die Auswahl erheblich eingeschränkt.

Wenn ein Rechner nur 1 HE hoch sein soll, dann kann das nur Spezialhardware sein, weil schon die normale IO-Blende 44,9mm hat, also mehr als 1 HE.

Ich sehe nur 2 Möglichkeiten:

  1. Ein Selbstbauprojekt. Oben wurde ja ein sehr schönes verlinkt, aber auch das hat 2HE. Entsprechende Teile kann man sich bei den üblichen Blechverarbeitern und Gehäuseherstellern machen lassen. Wirtschaftlich ist das eher nicht.
  2. Oder die deutlich profanere Variante, kleine Geräte einfach reinzustellen. 10" Fachböden gibt es immerhin.
OP

Danke für Euren vielen, guten Anregungen. Ich kaufe mir jetzt mal einen RPi5 und schaue mal, wie weit die Leistung reicht. Drucke mir dafür von Thingiverse.com ne Halterung. Da es ja Docker werden soll, bleibe ich Upgradefähig. Werde berichten.

Alexander P. schrieb:

Die GPIOs nutze ich nicht, ich versuche das eher verteilt zu designen. Der Gedanke ich, Aufgaben zu trennen, also MQTT Server, Smarthome Visualisierung, Datenbank, Nginx. Das läuft gerade alles direkt auf dem Pi. Wenn ich mich verkonfiguguriere, ist alles offen. Daher die Idee, die Aspekte auf verschiedene Docker Conrainer auszulagern. Und da dachte ich halt, das etwas mehr Power helfen könnte.

Docker konfiguriert im Endeffekt nur Kernelschnittstellen (insbesondere namespaces und cgroups), und sein Impact auf die Performance ist irgendwo zwischen marginal und nicht seriös meßbar.

Wenn Du mehr Leistung haben möchtest, könntest Du Deinen RasPi 2B gegen einen aus der Generation 4 oder 5 tauschen, schon der RasPi 4B hat wesentlich mehr Leistung als der 2B.

Zudem wäre es auch möglich, mehrere RasPis in einen Docker Swarm-Cluster mit einer Floating IP zu konfigurieren, da Traefik oder HAProxy als Reverse Proxy und Loadbalancer zu verwenden, und als repliziertes Datenbackend so etwas wie GlusterFS. Damit könntest Du Deine Last auf mehrere RasPis verteilen und ein hochverfügbares und -skalierbares Setup bauen, das auch Ausfälle verkraftet.

Ich weiß ja nicht.... Ich hatte jahrelang Raspis als Homeserver am Laufen, zuletzt einen RPi3 und einen RPi4 parallel. So wirklich absolut stabil war es nie, auch nibbelte ein, zwei mal die uSD-Karte ab. Irgendwann dann durch den c't-Artikel auf den Dell Wyse 5070 aufmerksam geworden und einen (bauähnlichen) Futro S740 erstanden. 256GB-M.2-SSD rein, DS9097U Adapter für die 1wire-Sensoren dazu, und seither lüppt Proxmox mit ein paar Containern (pi-hole, vzlogger, ...) und VMs (HomeAssistant, RaspberryMatic) im Vergleich zum Pi4 schnell und stabil wie nie zuvor.

Daniel F. schrieb:

den raspi 4 kann man quasi out of the box mit einer usb-platte betreiben

Schon klar. Damit habe ich dann aber schon 2 Gehäuse für einen Rechner....

Was beim Pi5 noch dazukommt: Aktive Kühlung ist eigentlich schon obligatorisch, zumindest wenn man ein Kunststoff-Gehäuse drumherum drucken will.... Ich sehe echt nur Nachteile gegenüber J4105 Thinclients.

Klaus schrieb:

Was beim Pi5 noch dazukommt: Aktive Kühlung ist eigentlich schon obligatorisch, zumindest wenn man ein Kunststoff-Gehäuse drumherum drucken will....

Das kommt sicherlich auch darauf an, was man dem System "zumutet". Ich habe leider (noch) keinen RasPi5, aber mein RasPi4 läuft auch ohne Kühlung ohne Probleme -- bis ich meine Bewegungserkennung darauf starte, die das System vollständig auslastet. Wenn ich ihn dann nicht kühle, wird er natürlich nach ungefähr dreißig Sekunden gedrosselt.

Klaus schrieb:

Ein T. schrieb:

aber mein RasPi4 läuft auch ohne Kühlung ohne Probleme

Meiner auch, mit einem aus dem vollen gefrästen und thermisch angebundenen Alugehäuse auch unter Vollast. Aber mit dem 5er geht das kaum mehr, 35% Mehrverbrauch bei Vollast.

Ja, bei Vollast. Genau das ist es, was ich angedeutet habe. Für ein bisschen Nextcloud, Nginx und Co. wird ein aktueller RasPi4 oder RasPi5 allerdings wahrscheinlich selten unter Vollast gesetzt.

PS: Nein, Vollast mit drei 'l'... das bringe ich nicht übers Herz, sorry.

OP

Hallo, ich grabe meine eigenen Thread nochmal aus, um zu berichten.

Also, ich habe den Pi5 mit Lüfter aufgesetzt. Liegt zur Zeit noch uneingebaut.

Der Lüfter springt kurz beim Booten an,annsonsten habe ihn zur einmal gehört.

Leistung mehr als ausreichend. Gerät etwas über Handwarm. Aus meiner Sicht also passt das. Ich suche jetzt aber doch noch nach einer Metallhalterung, um ein besseres Gefühl bei der Wärmeableitungczu haben.

Gruß aldaris

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 2 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.