Hallo zusammen,
Normalerweise stürzt man sich hier ja sofort auf den neusten Restposten
den Pollin so raushaut, deswegen wundert mich das darauf noch niemand
gestossen ist:
http://www.pollin.de/shop/dt/MTg1NzkyOTk-/Bausaetze_Module/Entwicklerboards/Einplatinencomputer_PicoMOD1_Windows_CE_5_0.html
Samsung S3C2440-400
32MB Flash, 32MB SDRAM
LCD-Schnittstelle für STN-, CSTN- und
TFT-LCD’s bis QVGA-Auflösung
(VGA Auflösung eingeschränkt nutzbar)
Ethernet 10/100MBit
3x Seriell (RS232 mit 3,3V-Pegeln)
1x USB1.1 Host, 1x USB1.1 Host / Device
1x I2C-Schnittstelle
externer SD-Card-Slot
max. 54 E/A-Leitungen
Windows CE 5.0 lauffähig installiert inkl. Lizenz
3,3V Low Power Design (<1,5W im Betrieb)
Und das alles für 9,95€.
Dank der vielen GPIOs für den Preis durchaus interessant wie ich finde.
Laut Datenblatt bei Pollin gibts auch eine Linux variante, aber ich habe
beim Googlen zu dem Modul fast nichts gefunden.
Hat jemand mehr Infos zum Connector?
Zum Linux?
Und verstehe ich das richtig, für Ethernet braucht man nur noch eine
Buchse mit Übertrager?
Man wird sich den ekelerregenden Steckverbinder suchen müssen, um dann
mit einer recht simplen Trägerplatine die Peripherie anzuschließen. Vom
Steckverbinder abgesehen dürfte das nicht besonders schwierig sein.
Bleibt die Frage, ob es von Microsoft noch eine (kostenfreie) IDE für
WinCE 5.0 mit Support für den Samsung SoC gibt. Wobei, für Apps müsste
es ja reichen, wenn Support für ARM9 vorhanden ist. Kennt sich hier
jemand aus?
klausr schrieb:> Kennt sich hier> jemand aus?
Theoretisch müßte es mit FreePascal und Lazarus gehen. Bin beim
Überlegen, ob ich mir so ein Board zulege, um genau DAS auszutesten.
Ansonsten geht natürlich EVC und EVB von Microsoft. Gar keine Frage.
W.S.
Die Hardware scheint der des Mini2440 und diversen anderen sehr ähnlich
zu sein, sollte dafür also relativ leicht möglich sein WinCE Programme
zu schreiben.
Das mini2440 war allerdings vor 4 Jahren schon ein lahmer Klopper, man
sollte wissen was man damit machen will.
Mit Linux und WinCE ist Echtzeit nicht drin, der Aufwand sich in ein
"unbekanntes" Board einzuarbeiten ist auch beachtlich.
Die fehlenden Stecker wurden ja schon bemängelt.
Mit Trägerplatine inkl Steckern und einer Lauffähigen Demo dazu wäre das
dann schon interessanter - evtl. für 20-25 Euro im Paket.
mit vivi und uboot lässt sich darauf sicher auch ein Linux starten.
Vor einigen Jahren wäre das zu dem Preis der absolute Renner gewesen.
Heute nicht mehr, die Konkurrenz ist auf den ersten Blick ein paar €
teurer, aber bei näherer Betrachtung ändert sich das.
Das Teil konkurriert mit RasPi&Co, die zwar weniger GPIOs haben, aber
weit mehr Ressourcen und eine grosse Community. Fehlende GPIOs freilich
lassen sich oft erweitern, wie man es oft auch bei µCs macht. Mit
Basisboard und Gedöns ist auch der Schnäppcheneffekt eher mau.
Also, ich sehe da keine wirklich großen Hürden.
Beschreibung siehe Anhang. Ist zwar für den Nachfolger, aber ab
Steckverbinder kompatibel zur Pollin'schen Version 1.0
Erstmal zum Steck, siehe dort:
"http://de.rs-online.com/web/p/leiterplatten-buchsen/3616692/"
Das ist der Steckverbinder, der auf der Unterseite des Picomod1 drauf
ist. Da gibt es sicherlich auch ein passendes gegentum, hab aber z.Z.
noch nicht danach gesucht.
Naja, und zwischen Board und App sitzt das OS und deshalb brauchst du
auch nur eine für WinCE5 lauffähige EXE zu schreiben. Einarbeitung in
die Details des Boardes ist nicht, stattdessen brauchst du das SDK, wo
die OS-Aufrufe zum Benutzen der HW drin stehen.
Abgesehen davon kann man ja die Schwaben von f&s anrufen und fragen, ob
sie mal nen Griff in ihr Archiv tun und SDK nebst Doku herauskramen. Und
m.W. gibt es von denen sogar ein paßfähiges Linux für alle WinCe-Hasser.
Bleibt also bloß noch das Basteln einer Adapterplatte. Aber mit einem
Pitch von 0.8 mm sollte das auch für Grobmotoriker kein Problem
darstellen.
W.S.
A. K. schrieb:> Das Teil konkurriert mit RasPi&Co, die zwar weniger GPIOs haben,
Ist sicherlich ein anderes Gebiet.
Bei den Picomod's sitzt ein 32 MB Flash drauf und wie es mir scheint,
könnte das ein NOR sein und das ganze OS ist dan XIP, was heißt, es
bootet quasi garnicht, sondern ist unmittelbar da: Einschalten und
während der Schalter noch Klick sagt, ist es schon am Laufen.
Das ist für manche Vorhaben wohl ganz interessant.
Schaun wir mal...
W.S.
W.S. schrieb:> Bei den Picomod's sitzt ein 32 MB Flash drauf und wie es mir scheint,> könnte das ein NOR sein und das ganze OS ist dan XIP, was heißt, es> bootet quasi garnicht, sondern ist unmittelbar da: Einschalten und> während der Schalter noch Klick sagt, ist es schon am Laufen.
Arbeitet WinCE wirklich so? Oder meinst damit bare metal Programmierung?
Im Prinzip : JA.
WinCE ist so ausgelegt, daß es entweder im ROM stehen kann und von dort
aus abgearbeitet wird (XIP = eXecuteable In Place) oder von einem
Bootlader in den RAM geschaufelt werden kann. Das gilt auch für eine
Standard-Applikation. Wenn die im Image vorhanden und in der
Pre-Registry als "run" eingetragen ist, dann ist sie ebenfalls
sofortissimo da. Man sieht das bei den üblichen SetTop-Boxen und
dergleichen, daß die Windows-Oberfläche garnicht hochkommt, weil die App
bereits den Bildschirm übernommen hat.
Das Image umfaßt den Kernel, die Treiber und im Wesentlichen das
Windows-Verzeichnis mit allem, was man dort beim Bilden des Images
(Platform-Builder) hinein getan hat. Das kannst du ganz ganz! grob mit
root bei Linux vergleichen.
W.S.
icgh konnte keinen thread erstellen und hier geht es auch ums "basteln"
eventuell kann man mit dem 20€ teil und Linux etwas anfangen. sollte
hier imforum um den preis immer gut ankommen.
Die Karte ist über 10 Jahre "alt". Was kann man heute noch mit 32MB
Flash und 32MB RAM anfangen? Der Kernel wird beim Boot vom Flash ins RAM
geladen, das bedeutet, dass man die Kernelgröße noch jeweils abziehen
muss:(. Um nur ein Feature zu nenne das sich in den letzten 10 Jahren
gerändert hat ... . Ganz abgesehen von den WCE/Linux Tools, kommt halt
drauf an was man vor hat ... .
Schmutzi schrieb:> Der Kernel wird beim Boot vom Flash ins RAM> geladen, das bedeutet..
..daß entweder dein Gedankengang ein bissel falsch ist, oder daß die
Konstrukteure eines solchen Linux gedankenlos waren. Bei WinCE geht es
ja auch, daß Kernel nebst Treibern und eventuell dort bereits
installierten Diensten direkt aus dem Flash heraus abgearbeitet werden
können. Da bleibt für diverse Apps ein Großteil des RAM's frei - mal vom
Video-RAM, Stack und diversen System-Tabellen abgesehen. Was meinst du,
wozu auf diesem Board 32 MB NOR-Flash drauf sind und die bei F&S
verfügbaren Kernel alle XIP sind? (Erklärung weiter oben..)
W.S.
W.S schrieb:
<<Was meinst du, wozu auf diesem Board 32 MB NOR-Flash drauf sind und
die <<bei F&S verfügbaren Kernel alle XIP sind?
Nicht bei den "uralt" Boards, heute schon, damals war das noch nicht
"State of the Art". Da bin ich sicher, für die PM1 gibt es unter WCE nur
nk.bin's. Also wird der Kernel beim booten komplett vom Flash in das RAM
geladen. Bootzeit 7-15s, je nach Kernel. Wie es für Linux aussieht kann
ich nicht sagen, vermute aber da war es damals auch nicht anders.
Wie Du auch vom FS WEB entnehmen kannst hat der Nachfolger bis 1GB Flash
und bis 512 MB RAM, liegt also in einer anderen Dimension. Wie gesagt,
es kommt darauf an was man vorhat.
Schmutzi schrieb:> Also wird der Kernel beim booten komplett vom Flash in das RAM> geladen
Sorry, ich habe etwas Problem mit den Bezeichnungen, ich meine natürlich
das gesamte Image und nicht nur den Kernel.