PicoMOD1 - 400 MHz 32MB Ram SBC für 9,95 von Pollin

Gast #4066966
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Hallo zusammen,
Normalerweise stürzt man sich hier ja sofort auf den neusten Restposten 
den Pollin so raushaut, deswegen wundert mich das darauf noch niemand 
gestossen ist:
http://www.pollin.de/shop/dt/MTg1NzkyOTk-/Bausaetze_Module/Entwicklerboards/Einplatinencomputer_PicoMOD1_Windows_CE_5_0.html


Samsung S3C2440-400
32MB Flash, 32MB SDRAM
LCD-Schnittstelle für STN-, CSTN- und
TFT-LCD’s bis QVGA-Auflösung
(VGA Auflösung eingeschränkt nutzbar)
Ethernet 10/100MBit
3x Seriell (RS232 mit 3,3V-Pegeln)
1x USB1.1 Host, 1x USB1.1 Host / Device
1x I2C-Schnittstelle
externer SD-Card-Slot
max. 54 E/A-Leitungen
Windows CE 5.0 lauffähig installiert inkl. Lizenz
3,3V Low Power Design (<1,5W im Betrieb)

Und das alles für 9,95€.

Dank der vielen GPIOs für den Preis durchaus interessant wie ich finde. 
Laut Datenblatt bei Pollin gibts auch eine Linux variante, aber ich habe 
beim Googlen zu dem Modul fast nichts gefunden.
Hat jemand mehr Infos zum Connector?
Zum Linux?
Und verstehe ich das richtig, für Ethernet braucht man nur noch eine 
Buchse mit Übertrager?
Gast #4067162
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Bleibt die Frage, ob es von Microsoft noch eine (kostenfreie) IDE für 
WinCE 5.0 mit Support für den Samsung SoC gibt. Wobei, für Apps müsste 
es ja reichen, wenn Support für ARM9 vorhanden ist. Kennt sich hier 
jemand aus?
Persönliche Seite #4148180
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Die Hardware scheint der des Mini2440 und diversen anderen sehr ähnlich 
zu sein, sollte dafür also relativ leicht möglich sein WinCE Programme 
zu schreiben.

Das mini2440 war allerdings vor 4 Jahren schon ein lahmer Klopper, man 
sollte wissen was man damit machen will.

Mit Linux und WinCE ist Echtzeit nicht drin, der Aufwand sich in ein 
"unbekanntes" Board einzuarbeiten ist auch beachtlich.
Die fehlenden Stecker wurden ja schon bemängelt.

Mit Trägerplatine inkl Steckern und einer Lauffähigen Demo dazu wäre das 
dann schon interessanter - evtl. für 20-25 Euro im Paket.

mit vivi und uboot lässt sich darauf sicher auch ein Linux starten.
#4148195
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Vor einigen Jahren wäre das zu dem Preis der absolute Renner gewesen. 
Heute nicht mehr, die Konkurrenz ist auf den ersten Blick ein paar € 
teurer, aber bei näherer Betrachtung ändert sich das.

Das Teil konkurriert mit RasPi&Co, die zwar weniger GPIOs haben, aber 
weit mehr Ressourcen und eine grosse Community. Fehlende GPIOs freilich 
lassen sich oft erweitern, wie man es oft auch bei µCs macht. Mit 
Basisboard und Gedöns ist auch der Schnäppcheneffekt eher mau.
Gast #4148208
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Also, ich sehe da keine wirklich großen Hürden.
Beschreibung siehe Anhang. Ist zwar für den Nachfolger, aber ab 
Steckverbinder kompatibel zur Pollin'schen Version 1.0

Erstmal zum Steck, siehe dort:
"http://de.rs-online.com/web/p/leiterplatten-buchsen/3616692/";
Das ist der Steckverbinder, der auf der Unterseite des Picomod1 drauf 
ist. Da gibt es sicherlich auch ein passendes gegentum, hab aber z.Z. 
noch nicht danach gesucht.

Naja, und zwischen Board und App sitzt das OS und deshalb brauchst du 
auch nur eine für WinCE5 lauffähige EXE zu schreiben. Einarbeitung in 
die Details des Boardes ist nicht, stattdessen brauchst du das SDK, wo 
die OS-Aufrufe zum Benutzen der HW drin stehen.

Abgesehen davon kann man ja die Schwaben von f&s anrufen und fragen, ob 
sie mal nen Griff in ihr Archiv tun und SDK nebst Doku herauskramen. Und 
m.W. gibt es von denen sogar ein paßfähiges Linux für alle WinCe-Hasser.

Bleibt also bloß noch das Basteln einer Adapterplatte. Aber mit einem 
Pitch von 0.8 mm sollte das auch für Grobmotoriker kein Problem 
darstellen.

W.S.
Gast #4148218
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A. K. schrieb:
> Das Teil konkurriert mit RasPi&Co, die zwar weniger GPIOs haben,

Ist sicherlich ein anderes Gebiet.

Bei den Picomod's sitzt ein 32 MB Flash drauf und wie es mir scheint, 
könnte das ein NOR sein und das ganze OS ist dan XIP, was heißt, es 
bootet quasi garnicht, sondern ist unmittelbar da: Einschalten und 
während der Schalter noch Klick sagt, ist es schon am Laufen.

Das ist für manche Vorhaben wohl ganz interessant.

Schaun wir mal...

W.S.
#4148221
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W.S. schrieb:
> Bei den Picomod's sitzt ein 32 MB Flash drauf und wie es mir scheint,
> könnte das ein NOR sein und das ganze OS ist dan XIP, was heißt, es
> bootet quasi garnicht, sondern ist unmittelbar da: Einschalten und
> während der Schalter noch Klick sagt, ist es schon am Laufen.

Arbeitet WinCE wirklich so? Oder meinst damit bare metal Programmierung?
Gast #4148491
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Im Prinzip : JA.

WinCE ist so ausgelegt, daß es entweder im ROM stehen kann und von dort 
aus abgearbeitet wird (XIP = eXecuteable In Place) oder von einem 
Bootlader in den RAM geschaufelt werden kann. Das gilt auch für eine 
Standard-Applikation. Wenn die im Image vorhanden und in der 
Pre-Registry als "run" eingetragen ist, dann ist sie ebenfalls 
sofortissimo da. Man sieht das bei den üblichen SetTop-Boxen und 
dergleichen, daß die Windows-Oberfläche garnicht hochkommt, weil die App 
bereits den Bildschirm übernommen hat.

Das Image umfaßt den Kernel, die Treiber und im Wesentlichen das 
Windows-Verzeichnis mit allem, was man dort beim Bilden des Images 
(Platform-Builder) hinein getan hat. Das kannst du ganz ganz! grob mit 
root bei Linux vergleichen.

W.S.
Gast #4173637
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Die Karte ist über 10 Jahre "alt". Was kann man heute noch mit 32MB 
Flash und 32MB RAM anfangen? Der Kernel wird beim Boot vom Flash ins RAM 
geladen, das bedeutet, dass man die Kernelgröße noch jeweils abziehen 
muss:(. Um nur ein Feature zu nenne das sich in den letzten 10 Jahren 
gerändert hat ... . Ganz abgesehen von den WCE/Linux Tools, kommt halt 
drauf an was man vor hat ... .
Gast #4174450
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Schmutzi schrieb:
> Der Kernel wird beim Boot vom Flash ins RAM
> geladen, das bedeutet..

..daß entweder dein Gedankengang ein bissel falsch ist, oder daß die 
Konstrukteure eines solchen Linux gedankenlos waren. Bei WinCE geht es 
ja auch, daß Kernel nebst Treibern und eventuell dort bereits 
installierten Diensten direkt aus dem Flash heraus abgearbeitet werden 
können. Da bleibt für diverse Apps ein Großteil des RAM's frei - mal vom 
Video-RAM, Stack und diversen System-Tabellen abgesehen. Was meinst du, 
wozu auf diesem Board 32 MB NOR-Flash drauf sind und die bei F&S 
verfügbaren Kernel alle XIP sind? (Erklärung weiter oben..)

W.S.
Gast #4179552
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W.S schrieb:
<<Was meinst du, wozu auf diesem Board 32 MB NOR-Flash drauf sind und 
die <<bei F&S verfügbaren Kernel alle XIP sind?

Nicht bei den "uralt" Boards, heute schon, damals war das noch nicht 
"State of the Art". Da bin ich sicher, für die PM1 gibt es unter WCE nur 
nk.bin's. Also wird der Kernel beim booten komplett vom Flash in das RAM 
geladen. Bootzeit 7-15s, je nach Kernel. Wie es für Linux aussieht kann 
ich nicht sagen, vermute aber da war es damals auch nicht anders.

Wie Du auch vom FS WEB entnehmen kannst hat der Nachfolger bis 1GB Flash 
und bis 512 MB RAM, liegt also in einer anderen Dimension. Wie gesagt, 
es kommt darauf an was man vorhat.

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