Augen auf beim (Kroko-)Laborkabelkauf

OP #4585297
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Hi,

wunderte mich gestern warum mein WS2812 LED Strip komisch flackert bzw. 
das Weiß nicht konstant ist.

Spannung geprüft, ca. 1V weniger Versorgungsspannung, WTF?!

Hatte den Strip mit Krokoklemmen angeschlossen, aus so einem bunten Set 
welches ich mal bei irgendeinem Versender gekauft hatte.

Tja, mal den Widerstand der Krokokabel gemessen: ca. 0,6 Ohm. Bei ca. 1A 
Strom macht das dann 1,2V Spannungsabfall...

Fazit: Für alles über 100mA sind die Dinger eigentlich nicht zu 
gebrauchen...

Dabei sind die Kabel garnicht mal so dünn (ca. 2,5mm Durchmesser), aber 
der Leiterquerschnitt ist wohl ein Witz (siehe Foto).

Wer billig kauft...
Angehängte Dateien:
Moderator Persönliche Seite #4585530
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Max M. schrieb:
> Markus M. schrieb:
>> aus so einem bunten Set
>> welches ich mal bei irgendeinem Versender gekauft hatte.
>
> und was erwartest du?

:)

Ich habe vor einigen Jahren mal investiert und mir einen Satz dieser
Hirschmann-Kabel gekauft:

http://www.reichelt.de/Laborleitungen/2/index.html?&ACTION=2&LA=2&GROUPID=5922

Mein HP-Multimeter meint mit Vierleitermessung, dass das 2-m-Kabel
38 mΩ hat und das 25-cm-Kabel 6 mΩ.  Die Teile dürfte ich nun schon
mindestens 10 Jahre haben, kaputt gegangen ist noch keins.

Fazit: war eine lohnende Investition.
#4585685
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Gut, dass wir jetzt bei den Starthilfekabeln sind...


Die sogenannten 10 und 16 mm2 Kabel haben nur den Aussendurchmesser
davon, im Inneren vielleicht 2,5 bis 4 mm2...


Die Enden der Kabel in den "Kluppen" sind oft nicht mal abisoliert,
also sind die Starterkabel wirkungslos, weil sie nur mit den
Blechklammern fixiert wurden...


Sämtliche Kabel sollten einer Sichtprüfung unterzogen werden und
in den meisten Fällen mit Lot eine gute Verbindung geschaffen werden...
#4585771
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Reginald L. schrieb:
> Erinnert mich an das starthilfekabel das ich mal in Polen im Tesco
> gekauft hatte: kabeldurchmesser knappe 10mm und davon 8mm Isolierung ^^

Ist doch super! So eine hohe Isolationsfestigkeit bekommst du wo anders 
nicht =^.^= Außerdem ist es mechanisch sehr gut gegen Durchscheuern 
geschützt...

Wenn ich neue Krokoverbindungsleitungen kaufe, mache ich mir auch immer 
erst mal die Arbeit sie anständig anzulöten und die Zugentlastung zu 
verpressen. Ansonsten ist Kontakt reines Glpcksspiel. Selbst falls sie 
mal halbwegs Kontakt haben sollten, so ist das doch nicht von Dauer und 
sorgt nur für Ärger.
#4585921
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@ Hardy F. (hardyf)

>Warum zum Teufel kauft man sich sowas und macht es nicht gleich selber
>?!

Weil das Kaufen eines Massenprodukts ökonmisch/technisch sinnvoller ist. 
Wir leben nicht mehr in der Ostzone oder im tiefsten Rußland, wo es kein 
Material gab/gibt dafür aber Arbeitskraft und Zeit zum quasi Nulltarif.

Niemand verlangt, daß man Billigschrott kaufen MUSS!
Gast #4585932
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Jürgen B. schrieb:
> habe mir vor Jahrzehnten die Krokodilklemmen einzeln sowie 50m Silicon
> isolierte Messleitung gekauft und mir 30-40 Verbindungsstrippen daraus
> gelötet...

Das Problem ist, geeignete Isolierung für die Klemmen zu bekommen.

Ich hab hier auch eine Handvoll Strippen liegen, die nicht mehr zu 
benutzen sind, weil die Isolierung über der Klemme bockhart geworden 
ist.

Ich bin inzwischen auf Hirschmann 2mm Laborsystem umgestiegen, die 
Klemmen sind wirklich gut und fassen auch dünne Drähte.
#4585957
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Falk B. schrieb:
> in der Ostzone oder im tiefsten Rußland

funktioniert(e) aber der Erfindergeist noch, auch in schwierigen 
Situationen annehmbare bis clevere Lösungen zu erarbeiten.


[Abschweif an]
Auf der Suche nach neuen Ideen oder nachbaubaren Hobbyprojekten werde 
ich mehr und mehr auf russischen Seiten fündig.
Ohne nervende Anmeldungen werden da u.a. PCBs (meist in Sprint) der 
Allgemeinheit zur Verfügung gestellt und auch ausgiebig und vor allem 
geduldig in den entsprechenden Foren besprochen und erklärt.
Irgendwelche Großkotze (Entschuldigung) habe ich da nie gefunden.

Angenehm dort....

(Ich kann nur noch bißchen Schulrussisch und Translator)

[Abschweif aus]


Ansonsten hast du natürlich recht, heute kauft man sich sowas.
Mit der ersparten Zeit kann man besseres anfangen.

Z.B noch mehr Geld zu verdienen, damit man sich noch mehr kaufen 
kann....
#4585982
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Hatte die hier vor ein paar Jahren mal bestellt:
http://www.reichelt.de/MK-612S/3/index.html?&ACTION=3&LA=446&ARTICLE=12242&artnr=MK+612S&SEARCH=MK+612S
Die sind gut verkrimpt und verlötet (kann allerdings sein das es 
nachträglich passiert ist). Der Widerstand beträgt 1 bis 5 Ohm, aber was 
will man bei 15 Cent pro Stück erwarten. Wenn man mal auf die schnelle 
ein Bauteil verbinden will und es nicht so darauf ankommt sind die recht 
gut.
#4586086
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Holger L. schrieb:
> was will man bei 15 Cent pro Stück erwarten

Dass sie den Spezifikationen entsprechen. Es hat schon seinen Grund, 
dass Reichelt diese Informationen weg lässt.

Es gibt ja auch, äh, renommierte Händler, wo man die Wahl hat:
http://www.pollin.de/shop/dt/Nzg5OTYxOTk-/Schrott
http://www.pollin.de/shop/dt/NTA0OTYxOTk-/ordentlich

(Letztere haben ca. 10 mΩ, was für 0,5 mm² Kupfer OK ist.)
OP #4586193
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Also die Klemmen sind bei mir sogar angelötet, nicht gepresst. Das hatte 
ich als erstes im Verdacht bzgl. des hohen Widerstandes.

Offenbar ist das Kabel selbst einfach minderwertig. Meine anderen 
Verbindungskabel habe ich in der Tat auch selbst aus höherwertigen 
Sachen zusammengelötet. Hätte nicht gedacht dass es selbst bei 
Krokokabeln solche Unterschiede gibt.

Naja, werde wohl die Klemmen selbst wiederverwenden (so schlecht sind 
die nicht) und neue Kabel ranlöten.
#4587193
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Solche Kabel sind eher zum Verbinden des Breadboards mit anderen 
Platinen gedacht.

Auf dem Breadboard selbst führen sie wegen fehlender Längen- und 
Farbauswahl zu einem unübersichtlichen Drahtverhau, da verwendet man 
besser Schaltdraht (selbst abisoliert):
https://www.mikrocontroller.net/images/breadboard.jpg

Ich will jetzt eigentlich nicht dauern auf Pollin verlinken, aber sie 
haben interessante Sortimente:
http://www.pollin.de/shop/dt/MTc5OTkxOTk-/5xSchaltdrähte
http://www.pollin.de/shop/dt/MTU2OTkxOTk-/NochMehrFarben

Bei Schaltdraht gibt es keinen Übergang zwischen Litze und Stecker, und 
deshalb dort auch keine Probleme. Wackelkontakte entstehen aber auch, 
wenn die Kontakte des Breadboards ausgeleiert sind, was oft daher kommt, 
dass man zu große Stecker hineingewürgt hat. Die Drähte oben haben ⌀ 0,5 
mm oder Querschnitt 0,2 mm² und sind ideal, aber bei den Beinen von 
anderen Bauteilen kann man nichts daran ändern.
Gast #4587684
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Clemens L. schrieb:
> aber bei den Beinen von
> anderen Bauteilen kann man nichts daran ändern

Doch, klar.

Ich löte an TO220-Kram dünne Reststücke von bedrahteten Widerständen an, 
um nicht die dicken Beinchen der Spannungsregler oder Transistoren ins 
Brettbohrt zu rammeln.

Natürlich nur, wo das strommäßig erträglich ist, bei hohen Strömen ist 
Brettbohrt eh die falsche Wahl.
Gast #4590207
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Falk B. schrieb:
> @ Hardy F. (hardyf)
>
>>Warum zum Teufel kauft man sich sowas und macht es nicht gleich selber
>>?!
>
> Weil das Kaufen eines Massenprodukts ökonmisch/technisch sinnvoller ist.
> Wir leben nicht mehr in der Ostzone oder im tiefsten Rußland, wo es kein
> Material gab/gibt dafür aber Arbeitskraft und Zeit zum quasi Nulltarif.
>
> Niemand verlangt, daß man Billigschrott kaufen MUSS!

...aber in der Westzone wo man sich den Scheiß selber bauen muß.
Der Mist aus der Ostzone war wenigstens verwendbar wenn man ihn erjagt 
hatte. Die Westzonis haben aber offensichtlich einen Hang zu 
unbrauchbarem Müll in Massen.

SCNR,

Holm
#4590223
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Clemens L. schrieb:
> Es gibt ja auch, äh, renommierte Händler, wo man die Wahl hat:
> http://www.pollin.de/shop/dt/Nzg5OTYxOTk-/Schrott
> http://www.pollin.de/shop/dt/NTA0OTYxOTk-/ordentlich
>
> (Letztere haben ca. 10 mΩ, was für 0,5 mm² Kupfer OK ist.)

\begin{OT}
Wie hast Du das hinbekommen mit den "sprechenden" Links?
\end{OT}

Ansonsten: Die Hirschmann-Laborleitungen nutze ich hier auch - es gibt 
nichts daran auszusetzen. Man muß sich nur an die Büschelstecker 
gewöhnen, die deutlich fester als die "normalen" Bananenbüschelstecker 
sitzen.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4590236
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Holm T. schrieb:
> Der Mist aus der Ostzone war wenigstens verwendbar wenn man ihn erjagt
> hatte. Die Westzonis haben aber offensichtlich einen Hang zu
> unbrauchbarem Müll in Massen.
Ist China jetzt eher im Osten oder eher im Westen...  ;-)

Clemens L. schrieb:
> Es gibt ja auch, äh, renommierte Händler, wo man die Wahl hat:
> http://www.pollin.de/shop/dt/Nzg5OTYxOTk-/Schrott
> http://www.pollin.de/shop/dt/NTA0OTYxOTk-/ordentlich
> (Letztere haben ca. 10 mΩ, was für 0,5 mm² Kupfer OK ist.)
Allerdings ist auch bei den letzteren nach 3 Jahren die Klammerumhüllung 
nach 3 Jahren so trocken und hart, dass die Krokos nicht mehr 
zuverlässig schließen... :-(

Walter T. schrieb:
> Man muß sich nur an die Büschelstecker gewöhnen, die deutlich fester als
> die "normalen" Bananenbüschelstecker sitzen.
Das ist der "normale" Stecker von Büschel:
http://www.bueschel.com/de/produkte-bueschel-steckverbinder.html
Hirschmann verwendet 3 Federkonzepte:
die eingelassene Feder (conrad 733886)
den Büschel-Nachbau (conrad 730912)
und den Federkorb (conrad 733053)
Gast #4590282
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Lothar M. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Der Mist aus der Ostzone war wenigstens verwendbar wenn man ihn erjagt
>> hatte. Die Westzonis haben aber offensichtlich einen Hang zu
>> unbrauchbarem Müll in Massen.
> Ist China jetzt eher im Osten oder eher im Westen...  ;-)

Das ist Westen Lothar, eindeutig.

Auch die DDR hatte Waren aus China importiert, ich kann mich an 
(Baumwoll-)Unterwäsche, Turnhosen und auch an Bohrfutter für Maschinen 
erinnern.
Daran gab es von der Qualität her absolut Nichts auszusetzen, selbst die 
Bohrfutter liefen präzise rund, ich habe heute noch davon welche an der 
Ständerbohrmaschine.

Das über was wir uns heute so aufregen ist die miese Qualität, aber die 
wird von deutschen Händlern so eingekauft (weil billich und in D billig 
absetzbar), d.h. die wollen das so, deswegen ist der Chinakram eindeutig 
Westzone. Für Geld können Chinesen auch ordentlich, nur dann will es der 
deutsche Händler nicht haben...

Gruß,

Holm
Gast #4590496
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Chris D. schrieb:
> Oder der deutsche Verbraucher :-)

Das ist das gleiche dumme Geschwätz wie: Der Verbraucher wills billig.

Chris D. schrieb:
> Nein. Der entscheidet üblicherweise selbst, wieviel ihm etwas wert ist.

Der Verbraucher kann gar nicht mehr einschätzen, wieviel ihm etwas wert 
sein sollte. Weil heute "teuer = gut" und "wer billig kauft, kauft 
zweimal" nichtmehr gilt. Denn wer teuer kauft, kauft genauso zweimal.
#4590534
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Timm T. schrieb:

> Chris D. schrieb:
>> Nein. Der entscheidet üblicherweise selbst, wieviel ihm etwas wert ist.
>
> Der Verbraucher kann gar nicht mehr einschätzen,

Eben. Eine dicke Leitung sollte auch einen dicken Innenleiter haben. Es 
sei denn es ist eine Hochspannungsleitung.

Die Dinger oben sind der blanke Beschiss: Dicke Leitung mit einem Hauch 
von Innenleiter. Und bei vielen ist nicht mal Cu drin sondern billigstes 
Eisen.

Am Preis kann man's nicht mehr festmachen. Es gibt genügend Schrott für 
teuer. Dann ist die Marge höher.

Da es im Kapitalismus eben nur um's Geld einheimsen geht, wird 
weggelassen wo's nur geht (und der Kunde es nicht, oder zu spät, merkt).

In den (Unterhaltungs-) Elektronik der DDR fand ich bisher nur beste 
Kupferleitungen mit passendem Querschnitt. Vielleicht ist daran die 
DDR-Wirtschaft kaputt gegangen, man hat die Leute nicht genug 
beschissen..
Gast #4590565
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Fra N. schrieb:
> Matthias L. schrieb:
>> Naja - es gibt ja heutzutage viele Möglichkeiten, sich umzuhören und
>> herumzufragen, welches Werkzeug denn tendenziell eher tauglich ist
>
> Achso, wegen 'n paar verbindungsleitungen, 3 Stunden gogglen - alles
> klar!

Selbstverständlich!
Zumindest wenn es dem Themenstarter wirklich um "Laborkabel" ging. Die 
später beschriebenen Krokoleitungen vom Grabbeltisch haben diesen 
Begriff allerdings nicht verdient. Wer sich sowas für das Labor kauft, 
hat entweder kein Labor oder ist grenzenlos däm.....

Old-Papa

PS: Selbst Pollin schreibt nur "Prüfleitungen"... Also erst prüfen und 
dann benutzen (oder fixen)
Moderator Persönliche Seite #4590598
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Timm T. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Oder der deutsche Verbraucher :-)
>
> Das ist das gleiche dumme Geschwätz wie: Der Verbraucher wills billig.

Dann schau Dich mal um - selbstverständlich will der Verbraucher billig.
Davon leben Aldi und Konsorten - und natürlich auch Pollin.

> Der Verbraucher kann gar nicht mehr einschätzen, wieviel ihm etwas wert
> sein sollte. Weil heute "teuer = gut" und "wer billig kauft, kauft
> zweimal" nichtmehr gilt. Denn wer teuer kauft, kauft genauso zweimal.

Das stimmt natürlich nicht.

Im Gegenteil war es nie so einfach wie heute, sich vor dem Kauf 
Informationen einzuholen (z.B. durch diesen Thread hier).

Dazu kommt noch das Widerrufsrecht, das Dir als Verbraucher zusteht.

Alles Dinge, die es "früher" nicht gab und die den verbrauchern eine 
erhebliche Macht in die Hand geben.

Und wer meint, für 2 Euro zehn Labormessstrippen mit superflexiblen 
Feinstlitzen in hochwertigen Kunststoffummantelungen, hervorragenden 
Krokodilklemmen und perfekter Kontaktierung zu erhalten, der darf sich 
nicht wundern, wenn er Stahllitze vorfindet und die Dinger nach zwei 
Jahren spröde werden.

Die vorkonfektionierten Hirschmann-Laborkabel kosten nicht umsonst 3 
Euro pro Stück. Die haben wir hier auch - schon seit fast zwanzig 
Jahren. Und die sind noch so gut und zuverlässig wie am ersten Tag.

Die Leute reden immer von der Service-/Händlerwüste Deutschland.

Wüste entsteht nur da, wo nicht gegossen wird.

P.S.:
Weil Holm es ansprach: Du bekommst selbstverständlich auch heute noch 
hervorragende Schnellspannbohrfutter, komplett "Made in Germany", die 
Dein Leben lang halten (z.B. von der Firma Albrecht) und am Todestag 
noch genau so exakt und präzise spannen wie am ersten.

Nur eben nicht bei Pollin oder Aliexpress oder wie sie alle heißen.

Und auch nicht für freche 50 Euro ("Das gibt es bei Aliexpress ja für 
€10!").

Auch heute gilt: wer sich informiert und teuer kauft, der kauft nur 
einmal.
(wobei der ja nicht teuer kauft, sondern preiswert)
Moderator Persönliche Seite #4590604
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Old P. schrieb:

>> Achso, wegen 'n paar verbindungsleitungen, 3 Stunden gogglen - alles
>> klar!
>
> Selbstverständlich!
> Zumindest wenn es dem Themenstarter wirklich um "Laborkabel" ging. Die
> später beschriebenen Krokoleitungen vom Grabbeltisch haben diesen
> Begriff allerdings nicht verdient. Wer sich sowas für das Labor kauft,
> hat entweder kein Labor oder ist grenzenlos däm.....

Das sehe ich genauso.

Hirschmann ist offenbar ein vollkommen überteuerter laden - gibbet doch 
alles viiiiel billiger bei Pollin :-}
#4590632
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Chris D. schrieb:
> Und wer meint, für 2 Euro zehn Labormessstrippen mit superflexiblen
> Feinstlitzen in hochwertigen Kunststoffummantelungen, hervorragenden
> Krokodilklemmen und perfekter Kontaktierung zu erhalten, der darf sich
> nicht wundern, wenn er Stahllitze vorfindet und die Dinger nach zwei
> Jahren spröde werden.

Wenn das Zeug nicht funktioniert wie es den Anschein nach zu 
funktionieren hat (siehe Leitungsdicke, die einen bestimmten Querschnitt 
erwarten lässt oder keine Kontaktierung zur Klemme) ist es ganz klar 
Beschiss und gehört verboten.
Nur brauch ich nicht anfangen, wegen 2€ zu klagen. Also geht's munter 
bei soo vielen Dingen weiter.

Damals (kurz nach der Wende) hatte ich auch gedacht: Och cool, solche 
Dinger brauchste auch, die sind so billig, weil sie aus der Maschine 
fallen. Ganz früher (als Kind der DDR) habe ich alte Netzgeräteleitungen 
genommen (die nur einfach isoliert waren, sah aus als ob zwei einzelne 
Leitungen zusammengeklebt sind). Habe die beiden Leitungen 
auseinandergezogen und Bananenstecker drangetüddelt. Hat besser 
funktioniert als der Schice.
Gast #4590915
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Chris D. schrieb:
> Und wer meint, für 2 Euro zehn Labormessstrippen mit superflexiblen
> Feinstlitzen in hochwertigen Kunststoffummantelungen...

Ich hab die billigen von Reichelt gekauft, da waren die Drähtchen 
einigermaßen annehmbar, aber die Kappen sind inzwischen unbenutzbar 
hart. Und ich habe die teueren von Conrad gekauft, da sind die Drähtchen 
so dünn, daß man die wunderbar als Vorwiderstand nehmen kann.

Der Preis sagt überhaupt nichts mehr über gute oder schlechte Qualität 
aus.

> Die vorkonfektionierten Hirschmann-Laborkabel kosten nicht umsonst 3
> Euro pro Stück.

Ähm hallo, das sind Kabel mit Stecker dran. Es gibt von Hirschmann 
meines Wissens keine fertigen Kabel mit Klemmen.

Es gibt Abgreifklemmen zum Ancrimpen 
(https://www.reichelt.de/Klemmen-Pruefspitzen/MA-1-CRIMP-WS/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=5622&ARTICLE=128917&OFFSET=500&;), 
die hab ich dann mit hochflexiblen Silikonleitungen von Conrad versehen, 
was Besseres gibts kaum, sehr biegsam und wenn es mal knäult muß man sie 
nur schütteln - aber halt selbstgemacht. Gibt es so nicht.
Moderator Persönliche Seite #4590934
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Timm T. schrieb:
> Ähm hallo, das sind Kabel mit Stecker dran.

Yep, aber am Lab-Netzteil oder Multimeter brauche ich sowieso keine
Klemmen, d. h. auf einer Seite des Kabels ist sie oft genug unnütz.

> Es gibt von Hirschmann
> meines Wissens keine fertigen Kabel mit Klemmen.

Kann sein.  Dummerweise gibt's bei Reichelt keine schönen
Kroko-Schnauzen.  Ich habe mich parallel zu den Kabeln mit diesen
hier eingedeckt:

http://de.rs-online.com/web/p/krokodilklemmen/0738979/

Gibt's in diversen Farben.  Halten an sich genauso gut wie die Kabel,
über die auch Chris schreibt – sofern man nicht gerade direkt daneben
am Draht lötet oder sie an eine H4-Lampe anklemmt, die man dann eine
halbe Stunde lang leuchten lassen will. ;-)  An sich habe ich dafür
ja durchaus auch noch blanke Krokoschnauzen in der Kiste liegen, nur
vergisst man dann in solchen Fällen schon mal, dass die dafür besser
taugen als die schönen isolierten …
Gast #4591219
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Richard H. schrieb:
> Ganz im vertrauen, den Begriff Büschelstecker habe ich mein bisheriges
> Leben lang wie Walter Tarpan interpretiert.

Was letztlich auch egal ist, weil die Dinger Mist sind. Kommen gleich 
nach diesen Bananensteckern mit Kreuzspalt. Klappen nur lose in den 
Buchsen rum und wollen ständig nachgebogen werden.

Erstaunlich, daß sich eine Firma mit dem Mist so lange halten kann...
Gast #4591327
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Fra N. schrieb:
> Old P. schrieb:
>> Selbst Pollin schreibt nur "Prüfleitungen"... Also erst prüfen und
>> dann benutzen (oder fixen)
>
> Also muss ich erst (einen Fachmann beauftragen,) diese Dinger (zu)
> prüfen? Also nicht gleich dafür verwenden wofür sie angeboten werden?
> Das ist ja mal 'ne Logik!

Logik ist: ich dachte die Ironie wäre deutlich gewesen ;-)

Old-Papa

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