Batterie Eleminator für Baofeng UV 5R

Gast #4777395
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Hallo zusammen,

Ich wollte mir einen Batterie Eleminator für das Baofeng kaufen, leider 
musste ich lesen das sie nicht unbedingt sehr gut sind.

https://www.amazon.de/Retevis-Batterie-Eliminator-Adapter-Funksprechgerät/dp/B00VHTTZSQ/ref=sr_1_97?ie=UTF8&qid=1478013461&sr=8-97-spons&keywords=baofeng+uv5r&psc=1

https://www.amazon.de/Batterie-Eliminator-Schwarz-Handfunkg-BaoFeng/dp/B00APD0E9Y/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8

Nun wollte ich fragen wie man die Schaltung verbessern kann bzw. 
ersetzen.

Als Idee hatte ich eine Z-Diode voran zu stellen und anschließend einen 
festspannungdregler hinterher. Dies stellt sich aber etwas komplizierter 
raus, da beim senden wesentlich mehr Strom als im Stand by benötigt 
wird.

Wie verhält es sich mit einem schaltnetzteil? Hab gelesen das bei 
solchen Anwendungen Festspannungsregler die bessere Wahl wären. Auf den 
Wirkungsgrad kommt es bei mir ja nicht an.

Danke schonmal im Voraus für die hilfreichen antworten.
Gast #4778198
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Also, ich habe mir auch so ein Teil gekauft.
Das einzige was man davon brauchen kann, ist das Plastikgehäuse, weil es 
halt in die Rastung passt.

Der Inhalt dessen ist dagegen ein Witz. Ein 8V-Festspannungsregler mit 
je einem Elko am Ein- und Ausgang. Ein etwa 2cm² Kühlkörperchen soll ihn 
kühlen.
Das bemerkenswerteste sind allerdings die Drähte für die Zu- und 
Ableitung. Superdünn!

Also mein Rat: verwerte nur das Plastikgehäuse als Konnektion zwischen 
Gerät und Stromversorgung. Bastele dir selbst eine suffiziente 
8V-Stromquelle und führe diese mittels ausreichend dicken Drähten an die 
Kontaktplatten im Gehäuse.

Gruß
Gast #4778294
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Das ist ja der Plan nur das Gehäuse des eleminators zu behalten und 
innen eine neue Schaltung einzubauen.

Nur ist die Frage welche Schaltung da am besten in frage kommt?!

Ich hoffe ihr könnt mir dabei helfen
Gast #4778611
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Wenn du dein Gerät am Stromnetz betreiben willst, dann empfehle ich dir 
ein Steckernetzteil zu nehmen das schon die Versorgungsspannung fertig 
liefert.
Die Spannungsregelung in das Plastikgehäuse zu verlegen ist keine gute 
Idee.

Erstens müsstest du dann die 230V dem Plastikgehäuse zuführen, zweitens 
würde der Platz dafür nicht ausreichen und drittens wäre die 
Wärmeentwicklung problematisch. Letztendlich wäre auch das Gewicht 
störend.

Ein Schaltnetzteil stört im Empfangsbereich des Baofeng nicht, kannst du 
unbedenklich verwenden. Solltest du dennoch so ein grottenschlechtes 
Netzteil erwischt haben, schmeiß es weg, nimm ein anderes.

Ich habe das was ich hier beschrieben habe gemacht und es funzt 
prächtig.

Gruß
Gast #4778700
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Ich habe ein 08/15 Billigteil mit 9V Ausgangsspannung genommen. Um auf 
einfache Art und Weise, ohne großen Aufwand auf die 7,6V Akkuspannung zu 
kommen, habe ich einfach zwei Leistungsdioden in Serie in die Zuleitung 
gehängt. Der Spannungsabfall von 0,7V pro Diode passt ganz genau.

Wenn du das Teil am Boardnetz deines Autos betreiben möchtest, würde 
ich, um viel Geraffel zu umgehen, den Festpannungsregler aus dem 
Originalteil auf einem suffizienten Kühlkörper in ein neues Kästchen 
setzen welches in die Zuleitung eingeschleift wird.

Gruß
#4778719
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MaWin schrieb:
> Düse schrieb:
>> Nur ist die Frage welche Schaltung
>
> Ein KFZ tauglicher Schaltregler, z.B. LM2576HV oder
> 
https://www.pollin.de/shop/dt/MDE2ODQ2OTk-/Bauelemente_Bauteile/Bausaetze_Module/Module/Step_Down_Schaltregler_Modul_DAYPOWER_M_SD_LM2576.html

Im Auto treten Spannungsspitzen von durchaus mal +/- 100V auf, diese 
sollten vom Regler, egal welcher Art, ferngehalten werden.

 Kurt
Moderator Persönliche Seite #4778779
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heavybyte schrieb:
> ohne großen Aufwand auf die 7,6V Akkuspannung zu kommen

Das ist doch eine reine Nennspannung.  2 LiIon-Zellen haben, wenn
sie frisch geladen sind, 8,4 V.  Damit sollte das Gerät also ohnehin
klar kommen.  Wenn sie entladen sind, bleiben nur noch 6 V übrig,
was vermutlich die Sendeleistung reduziert.  (Vielleicht reduziert
es ja auch gleich die Oberwellen …)
Gast #4779146
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Jörg W. schrieb:
> Das ist doch eine reine Nennspannung.  2 LiIon-Zellen haben, wenn
> sie frisch geladen sind, 8,4 V.  Damit sollte das Gerät also ohnehin
> klar kommen.

Die Endstufe des kleinen Senderchens wird bei 7,6V und kurzen Tastungen 
schon ordentlich heiß.
Bei längeren Tastungen wird das ganze Gerät ordentlich warm.

Höher als die Nennspannung würde ich nicht gehen wollen um die PA nicht 
zu gefährden. Da braucht nur einmal das SWR nicht zu stimmen, dann ist 
sie hin.

Gruß
Gast #4779746
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oszi40 schrieb:
> Im Auto können bei Sonne 70 Grad sein. Dann überlege mal wie groß der
> Kühlkörper bei 1A wird. Keine gute Idee P=U*I

Schaltregler ist auch keine gute Idee, weil der gerne stört. Beim Senden 
und beim Empfangen.

Jörg W. schrieb:
> heavybyte schrieb:
>> Bei längeren Tastungen wird das ganze Gerät ordentlich warm.
> Das ist aber auch bei anderen Handfunken so.  Wenn man um die 5 W
> an HF rauspusten will (was viele Handys heute machen), dann
> produziert man eben auch wenigstens 3 W an Abwärme.

...weshalb man mit Handfunkgeräten nicht dauersenden sollte.
(Firma: matzetronics) #4780041
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Schreiber schrieb:
> ...weshalb man mit Handfunkgeräten nicht dauersenden sollte.

Kommt drauf an. Meinen Motorola GP300 macht es überhaupt nichts aus, das 
sie seit einiger Zeit statt mit 7,2V aus den alten NiCad Zellen nun mit 
2 LiIon 18450 und 8,4V max. gespeist werden.
Zugegeben, diese robusten Kisten kann man nicht direkt mit den Boafengs 
vergleichen, das ist doch eine andere Liga.
(Firma: matzetronics) #4781025
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Düse schrieb:
> Wie kann ich die Stromversorgung bereinigen?

Hier ist schon mal ein guter Anfang:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23

Da du ein Funkgerät speisen möchtest, empfehle ich dir zwischen Regler 
und Funke noch ein PI-(aka CLC) Filter aus Drossel und Kondensator. 
Einen Koindensator hast du ja schon am Ausgang des Dreibeiners.
(Firma: matzetronics) #4781415
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Düse schrieb:
> Auf welche Frequenz soll ich den Filter berechnen?

Berechnen musst du wenig. Die tiefste Frequenz, die du mit vertretbaren 
Bauteilgrössen hinbekommst. Die Drossel muss den Strom tragen können und 
der Kondensator kann eine Kombination aus Kerko und Elko sein, um 
möglichst ein breites Frequenzband abzublocken. Autoradios sind 
brauchbare Beispiele für Filter in der Betriebsspannung.

> Wie mache ich das mit den 100v spitzen die auftreten können?
Z.B. mit TVS Dioden:
http://www.pollin.de/shop/dt/NzQyOTU4OTk-/Bauelemente_Bauteile/Aktive_Bauelemente/Dioden/TVS_Dioden_LITTELFUSE_SMBJ48A_10_Stueck.html
(Firma: matzetronics) #4784838
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Duese schrieb:
> Geht auch die Diode?
> 
https://www.amazon.de/dp/B018CPG5F8/ref=wl_it_dp_o_pC_nS_ttl?_encoding=UTF8&colid=THDWVEKIRI39&coliid=I18ZUKQX756ZXN

Um Himmels Willen - die ist ja teurer als ein gleichgrosses Stückchen 
Gold - und wer bitte kauft Dioden beim Buchhändler?

Aber mal Ernst beiseite, 15V ist einfach zu knapp, das Bordnetz wird die 
Diode schon im Normalfall gut malträtieren. Nimm eine 24V oder gar 28V 
Diode. Der 3 Beinregler kann ja 40V am Eingang vertragen. Vor die TVS 
Diode muss eine Sicherung oder ein Widerstand, damit das Teil nicht die 
Bordspannung kurzschliesst, wenn sie mal arbeitet.

Duese schrieb:
> Ist bei der Schaltung eine grenzfrequenz von 20kHz gut, oder ist sie
> immer noch zu hoch?

Die Lichtmaschine erzeugt gerne mal ein Piepsen im niedrigen kHz 
Bereich, wenns also noch tiefer filtert, ist das mit Sicherheit nicht 
schlecht. Autoradios haben dazu oft eine Drossel im 2mH-10mH Bereich im 
Eingang.
Gast #4785100
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Meine Drossel hatte jetzt 330mikro H

Als Kondensator habe ich zwei 100nF genommen.

Müssen die beiden kondensatoren denn gleich geoß sein? Habe nur eine 
Formel gefunden wo beide gleich sein sollen.
(Firma: matzetronics) #4785198
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Düse schrieb:
> Müssen die beiden kondensatoren denn gleich geoß sein?

Nö, müssen sie nicht. Aber Dreibein Regler mögen keine so grosse Elkos 
am Ausgang, weil ihre Regelung dadurch ausgehebelt wird. Dein Ziel ist 
es

* Piepsen und Störungen aus dem Bordnetz durch ein Filter vor dem Regler 
fernzuhalten
* HF Störungen aus dem Funkgerät vom Regler fernzuhalten, um seine 
Regelung nicht zu gefährden.

Schau dir doch mal Schaltpläne von Mobilfunkgeräten an, am besten solide 
Technik aus den 90er Jahren, in denen schon PLL bzw.generell 
Mikrocontroller Technik eingesetzt wurde. Wie oben schon erwähnt, sind 
auch Autoradios vor die gleichen Probleme gestellt.
#4786082
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Düse schrieb:
> Meine Drossel hatte jetzt 330mikro H
>
> Als Kondensator habe ich zwei 100nF genommen.
>
> Müssen die beiden kondensatoren denn gleich geoß sein? Habe nur eine
> Formel gefunden wo beide gleich sein sollen.

Die Kondensatoren müssen dem Regler selber genügen, für dessen Schutz 
sind sie nicht zuständig.

Es geht darum zu hohe Spannungsspitzen vom Regler fernzuhalten.

Im Prinzip reicht ein Widerstand und eine Begrenzerdiode.
Der Widerstand ist aber ungünstig weil er Verlustwärme und einen 
Spannungsabfall produziert.

Eine Drossel macht das nicht/weit weniger, sie vereint die 
Niederohmigkeit für den Arbeitsstrom und die Hochohmigkeit gegenüber 
schnellen Spannungsänderungen.

Sie muss also den Arbeitsstrom tragen können ohne in die Sättigung zu 
geraten. Andererseits soll sie für Transienten hochohmig sein damit 
diese stark abgeschwächt bei der Schutzdiode ankommen damit diese nicht 
gleich himmelt.
Da im Auto meisst keine schnellen Pulse unterwegs sind muss sie auch 
eine entsprechend grosse Induktivität aufweisen um da wirken zu können.

Ein Kompromiss zwischen Stromtragfähigkeit, niedriger Grenzfrequenz, 
also hoher Induktivität, und Grösse ist also angesagt.

Und nicht vergessen! Eine Sicherung ist Pflicht! (ev. auch eine 
Thermosicherung)

 Kurt
#4786398
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Schreiber schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Was gern vergessen wird: die Dinger schlucken recht ordentlich Leistung,
>> viel mehr als eine einfache Schmelzsicherung.
>
> genau das ist hier aber erwünscht, der Innenwiderstand der Sicherung
> begrenzt den Strom durch die TVS-Diode!

Und die selbstrückstellende Sicherung selber muss auch eine 
Strombegrenzung haben/erfahren.
Das macht teilweise die Zuleitung selber und der Ri der Drossel.

 Kurt
(Firma: matzetronics) #4788715
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Duese schrieb:
> Was muss ich verbessern?

Dreh auf jeden Fall erstmal die 24V TVS Diode um, denn sie ist falschrum 
eingebaut.
Dann werden vermutlich die meisten rumraten, was denn ein OpAmp mit der 
Bezeichnung 100kV/V hier zu suchen hat - nur die Eingeweihten werden 
wissen, das du damit einen Dreibein Regler meinst.
47µH im Eingang und 330nH im Ausgang ist viel zu wenig. Ich hatte oben 
schon mal erwähnt, das am Eingang eher was im mH Bereich sinnvoll ist. 
und am Ausgang können auch einige hundert µH nicht schaden.
PS: So langsam frage ich mich allerdings, was du für Kenntnisse hast. 
Als Funkamateur solltest du entweder einige Leute kennen oder zumindest 
in der Prüfungsvorbereitung den einen oder anderen Tipp bekommen haben.

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