Hallo,
ich habe vor - erst Mal - mit dem ESP8266 und ESP32 zu arbeiten und
damit alles mögliche messen und schalten, sowie auch Visualisierung.
Schwerpunkt liegt auf I2C-Bus.
Standard-Geräte (Lötstation, Entlötstation, Meßgeräte, Oszi,
Funktionsgenerator, etc.) sind vorhanden. Es fehlen die Bauteile.
Kann ich hier meine Einkaufsliste posten (sind 2 Word-Seiten), damit
Jemand einen Blick darüber werfen kann und sagen, was fehlt oder was
falsch ist?
Oder ist das wegen dem Umfang, eher eine schlechte Idee?
Bitte um kurze Rückmeldung, ob ich es machen kann.
Danke
Artur
Artur K. schrieb:> Standard-Geräte (... etc.) sind vorhanden.
Wenn "etc." einen kleinen Logikanalysator beinhaltet, passt das.
> Bitte um kurze Rückmeldung, ob ich es machen kann.
Hänge es als PDF an.
Ich habe es im PDF-Format angehängt, weil es einfach als Text hier
reinzukopieren, das wird zu viel. Gerade sehe ich, es sind drei Seiten -
inzwischen.
Das solltest du kaufen:
Viele bunte Leuchtdioden.
220 Ohm Widerstände für die LED's.
2,2k Ohm Widerstände als Pull-Up bzw. Pull-Down für diverse
Steuereingänge.
10k Ohm Widerstand als Pull-Up für den I2C Bus.
Taster für Reset und Firmware-Upload.
100µF Elkos direkt an die Module löten, um sie zu stabilisieren.
Spannunsgregler, zum Beispiel LF33CV mit den nötigen Kondensatoren
drumherum (siehe Datenblatt).
Ein USB-UART Kabel mit 3,3V Signalen, dazu
zwei 2,2k Ohm Widerstände an RxD und TxD, sowie
ein 47 Ohm Widerstand in Reihe zu GND
zum Schutz vor Verpolung.
Ein Multimeter kann nicht schaden, falls Du noch keins hast. Conrad hat
gerade welche für 10 Euro (Model VC-11) die kann ich empfehlen.
Ein GUTES Steckbrett, denn die ESP Module laufen nicht zuverlässig auf
den mangelhaften China Teilen, wo die Kontakte hohe Innenwiderstände
haben und sich schnell lockern. Auch hier kann ich wieder die Produkte
von Conrad empfehlen - auch wenn sie ca. 10x mehr kosten. Die
Investition lohnt sich definitiv.
Und natürlich brauchst du irgendwelche Sensoren.
Sieht doch schon ganz gut aus.
isoband und litze, fädeldraht sind schon da?
Sieh zu dass du noch ein paar microkleps oder ähnlich bekommst. Grad
wenn du an smd ics messen musst...
Und mach nicht so viel auf breadboards, maximal nen proof of concept..
Die ICs hauptsächlich habe ich so ermittelt: Die Schaltungen angeschaut,
die ich vermutlich bauen würde oder in der Art so bauen würde und die
entsprechenden ICs aufgeschrieben. Dazu natürlich die
Standard-Sortimente, die man sowieso haben sollte.
Stefan U. schrieb:> 100µF Elkos direkt an die Module löten, um sie zu stabilisieren.
Bei Facebook in der ESP8266 Gruppe wurde ich nieder gemacht, als ich mal
meinte, man sollte den Elko immer an den ESP in die Versorgungsspannung
löten, weil er Störspannungen erzeugt. Die meinten, das wäre schon
sicher aufgefallen, bei den vielen Schaltungen die die gebaut haben.
Hohles Volk.
Lieber kleinere Breadbords und mehrere. Du willst zwischendurch was
anderes machen und nicht alles runter rupfen müssen, weil dir ein
Steckbrett fehlt.
100x50 Leiterplatten werden sicher meistens reichen. Nimm
Streifenlochraster.
Arduino Nano, wenn du auch noch was mit AVR machen möchtest.
Tantal brauchst du nicht unbedingt, da nimm lieber Keramik und die hast
du ja auf der Liste.
Steckbrücken (Jumperkabel) würde ich fast nur kurze nehmen.
Bei den LEDs nimmst du mal so ein Ebay Angebot mit 50 - 100 als low
current. Die kannst du dann auch mal eben ohne Vorwiderstand an einem
Pin hängen. Das ist das allseits beliebte Led-debugging.
Sensoren würde ich nur die kaufen, die ich auch wirklich verwenden will
und dann Projekt bezogen einkaufen.
Wenn du Lochstreifenraster nimmst, dann kauf dir auch noch ne Rolle
(oder den Rest) 1206 Null Ohm. Die kannst du schön als Brücken zwischen
die Leiterbahnen löten.
>> 100µF Elkos direkt an die Module löten, um sie zu stabilisieren.> Bei Facebook in der ESP8266 Gruppe wurde ich nieder gemacht
Die einen machen andere nieder um sich selbst besser zu fühlen. Die
anderen Wissen aus Erfahrung, was gut ist.
> Da glaube ich nicht dran, die drei nachfolgenden sind optisch> dermassen gleich, dass sich der Eindruck aufdraengt, dass die> 45 EUR Aufschlag bei Conrad nur fuer den eigenen Aufdruck oben> links erhoben werden.
Nein, da stecken wirklich wesentlich bessere Kontakte drin. Ich weiss es
aus mehrfacher Erfahrung.
Stefan U. schrieb:>> Da glaube ich nicht dran, die drei nachfolgenden sind optisch>> dermassen gleich, dass sich der Eindruck aufdraengt, dass die>> 45 EUR Aufschlag bei Conrad nur fuer den eigenen Aufdruck oben>> links erhoben werden.>> Nein, da stecken wirklich wesentlich bessere Kontakte drin. Ich weiss es> aus mehrfacher Erfahrung.
Meinst Du jetzt die von Conrad oder Reichelt - die die besseren Kontakte
haben?
Wie oben geschrieben, die von Pollin und Reichelt sind nicht die selben.
Frage ist, ob die von Reichelt und Conrad die selben sein könnten.
> Meinst Du jetzt die von Conrad oder Reichelt - die die besseren> Kontakte haben?
Die Steckbretter von Conrad haben bessere Kontakte, als die Chinesischen
Produkte, die bei Amazon und Ebay angeboten werden. Was Polling und
Reichelt diesbezügich verkaufen, weiss ich nicht.
Mein ältestes ist ca 10 Jahre alt und immer noch in ordnung. Ich habe
auch ein paar kleinere letztes Jahr gekauft, auch die sind gut.
Artur K. schrieb:> Standard-Geräte (Lötstation, Entlötstation, Meßgeräte, Oszi,> Funktionsgenerator, etc.) sind vorhanden. Es fehlen die Bauteile.jj schrieb:> Davon landet dann 95% in der Schublade. Warum holst du nicht nach und> nach und nach Bedarf...?
Das kann ich leider zum Teil aus leidlicher Erfahrung bestätigen. Hatte
mir vor ein paar Jahren auch mal so eine Liste zusammengestellt und den
Kram bei Reichelt bestellt. Von den damals bestellten 50 St. BC639
liegen wahrscheinlich noch > 40 St. in der Schublade. So viele wirst du
wohl kaum in naher Zukunft davon brauchen. Das gilt umso mehr für die
Zener-Dioden. Wenn du von jedem Typ 5St. hast ist das mehr als
ausreichend. Ich denke auch das du (für den Anfang) nicht diese Mengen
an Platinen brauchst, auch wenn ich der Meinung bin, dass es unheimlich
wichtig ist seine Projekte auch in Blei zu gießen und nicht nur
sogenannte "proof-of-concepts" auf dem Steckbrett aufzubauen. Bei den
ICs gilt genau das gleiche. Wenn du kein konkretes Projekt hast fūr das
du fünf Helligkeitssensoren brauchst warum solltest du sie dann
bestellen? Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass Vielfalt vor
Masse kommt aber nicht in dem Sinne das du sämtliche I2C-Expander
brauchst, die verfügbar sind, sondern manchmal brauchst du einen
I2C-Expander und manchmal einen Transistor der mehr als 1A schalten
kann.
Natürlich ist es genial wenn man gerade ein Bauteil braucht und es in
der Schublade hat und das entschädigt gewissermaßen für einen Haufen
gekaufter Teile die man nie gebraucht hat. Was auf deiner Liste
definitiv fehlt (vor allem in anbetracht der ganzen anderen analogen
Bauteile) sind Opamps. Auch da bin ich der Meinung, dass man (für den
Anfang) nicht unendlich verschiedene Opamp-Typen braucht aber eine Hand
voll (oder zumindest ein einziger) LM324 kann dir schon den Tag
versüßen, egal ob du jetzt einen Opamp, einen Komparator oder eigentlich
einfach nur irgendeinen digitalen Ausgang mit > 10mA brauchst.
Im Übrigen hat ein 5€ Logic-Analyzer in Kombination mit Sigrok für mich
in 98% der Fälle mein > 300€ Oszi abgelöst. In den 2% wo ich es brauche
ist das Oszi sein Geld wert aber für die anderen 98% ist der LA besser.
Gerade wenn es (hauptsächlich) um Digitaltechnik geht ist so ein Teil
wirklich wertvoll.
Ich würde mich außerdem nicht unbedingt auf ESP8266 oder ESP32
versteifen. Beide haben für den Preis sehr viel zu bieten, keine Frage
aber wenn du alleine einen ATMega-328 betrachtest siehst du dass die
ganzen I2C Expander obsolet werden weil der ATMega eben die selbe
Funktionalität (und noch viel mehr) in der Hardware bietet. Das gilt
natürlich umso mehr für aktuelle ARM Mikrocontroller. Die Frage ist dann
ob es Sinn macht, mit den Problemen der unzureichenden Dokumentation
eines ESPXX zu leben oder statt dessen nicht lieber einen anderen
Controller zu nehmen und den ESP als Wifi-
bzw. Bluetooth-Expander zu sehen.
Als ich mal vorschlug, den ESP als WiFi Interface an einen ATmega zu
hängen, wurde ich mit Häme überhäuft. Ich halte das aber dennoch für
eine gute Idee, die Gründe hast du schon genannt. Zwei Gründe kann ich
noch ergänzen:
Ein ESP8266 plus Flash Speicher Plus Spannungsregler nehmen einige
hunder µA auf. Es sei denn, du nimmst einen super sparsamen
Spannungsregler, dann riskiert du aber, dass der ESP unzuverlässig läuft
(habe ich alles schon durchgespielt). Außerdem hängt sich der ESP trotz
Watchdog ein paar mal pro Monat sporadisch auf, vor allem wenn er viel
zu tun hat.
Ein ATmega kann dazu verwendet werden,
- die I/O Pins des ESP zu erweitern,
- den ESP zu überwachen und ggf. zu resetten und
- den ESP samt Spannunsgregler ganz aus zu schalten.
Der ATmega kann z.B. Temperatursensoren auch regelmäßig abfragen, aber
mit einem Bruchteil der Stromaufnahme eines ESP.
Stefan U. schrieb:> Ein ESP8266 plus Flash Speicher Plus Spannungsregler nehmen einige> hunder µA auf.
Das ist im Sleep so.
Im Betrieb gehen da 80mA und während WiFi Übertragung
Millisekunden-Peaks mit 320mA durch.
Stefan U. schrieb:>> Da glaube ich nicht dran, die drei nachfolgenden sind optisch>> dermassen gleich, dass sich der Eindruck aufdraengt, dass die>> 45 EUR Aufschlag bei Conrad nur fuer den eigenen Aufdruck oben>> links erhoben werden.>> Nein, da stecken wirklich wesentlich bessere Kontakte drin. Ich weiss es> aus mehrfacher Erfahrung.
Grössere Steckbretter habe ich bisher meist bei Conelek ("Profi-Line"?)
gekauft. Aktuell finde ich im Webshop gar nichts in der Richtung.
Aber ja, auch wenn es optisch gleich aussieht gibt es deutliche
Unterschiede bei den Kontakten von Steckbrettern.
Ob aber der genannte 45 EUR Aufschlag wirklich gerechtfertigt sind
bezweifle ich erstmal. Die Teile von Conelek waren sicherlich günstiger.
Was ich sehr praktisch finde, ist eine Rolle verzinnter Kupferdraht und
dünner Kupferlackdraht für Verbindungen.
Außerdem einen Elektronik-Seitenschneider (gerade Seite, mit der man
flach an der Platine schneiden kann).
Als Flussmittel habe ich mit dem FL-22 Flussmittelgel gute Erfahrungen
gemacht, dieses verdampft nicht so schnell wie flüssiges.
Johannes S. schrieb:> Dann läuft gerade die beliebte Osteraktion bei CSD-Electronics, da kann> man bei so einer Hamsterkation auch sparen. Da habe ich mal einige von> diesen Magazinen bestellt, irgendwo musst du das ganze Zeug ja lagern:> http://csd-electronics.de/Lagerung-Transport-ESD/Kleinteilemagain-VarioPlus-Hobby-33::1665.html
Johannes, danke für Deine Aufzählung, so konnte ich gleich meine Liste
ergänzen und Du hast mir die Entscheidung mit den SMD-Pinzetten
abgenommen - durch Deine Links.
Das Kleinteilemagazin ist wohl alle (Bestand: 0). Kann man da trotzdem
bestellen und bekommt die gewünschte Menge geliefert, wenn es wieder
verfügbar ist zu dem Preis? Was kostet das Ding denn sonst?
Stefan U. schrieb:> Ein ATmega kann dazu verwendet werden,>> - die I/O Pins des ESP zu erweitern,> - den ESP zu überwachen und ggf. zu resetten und> - den ESP samt Spannunsgregler ganz aus zu schalten.>> Der ATmega kann z.B. Temperatursensoren auch regelmäßig abfragen, aber> mit einem Bruchteil der Stromaufnahme eines ESP.
Das Problem mit dem ATmega ist, dass der ESP ausreicht, um im Wlan zu
funken, wenn ein direkt am ESP angeschlossener Sensor was erfasst. Nehme
ich den ATmega und ESP als Wlan-Interface, habe ich zusätzlich durch den
ATmega einen zusätzlichen Stromverbrauch. Der ESP allein ist schon zu
viel, wenn man von Batteriebetrieb im IoT Bereich ausgeht.
Oder übersehe ich etwas?
Dass der ESP regelmäßig abschmiert wusste ich nicht. Das darf so nicht
sein. Ein µC, der instabil läuft ist wertlos.
Wg. Lieferzeit vielleicht per Mail anfragen, im Shop steht 3-5 Tage,
aber da das ein kleiner Betrieb ist dauert das vielleicht auch mal etwas
länger. Meine hatte ich vor 5 Jahren bestellt, da haben die noch 10,49 €
gekostet, aber die 12,78 € sind auch günstig. Google nach 'VarioPlus
Hobby', bei anderen kosten die 16-17€. Die Dinger sind allerdings aus
rel. weichem Kunststoff und nix ESD safe, aber mir reichen die
vollkommen. Für ICs lege ich da den leitfähigen Schaumstoff in die
Fächer rein. Als persönliche Osteraktion habe ich die Schubladen auch
alle mit einem Dymo beschriftet.
Für SMD Pinzetten aus Keramik kann man noch viel mehr ausgeben, aber
wenn man keine Fließbandproduktion macht sind die Edsyn schon sehr gut.
Wolfgang schrieb:> Artur K. schrieb:>> Dass der ESP regelmäßig abschmiert wusste ich nicht.>> Meiner auch nicht. Der läuft inzwischen seit ein paar Wochen.
Ich weiß, dass er abschmieren kann, wenn viel Auslastung auf dem CPU ist
und gleichzeitig das WLan empfängt oder sendet. Aber oft passiert das,
wenn man mit der yield() Funktion zu sparsam umgeht. Manche Schleifen
blockieren die CPU, wenn die Funktion darin fehlt. Damit wird die CPU
angewiesen interne Aufgaben (und WLAN) auszuführen - aber das dürfte
bekannt sein.
Ich lache immer über die Fragen: Warum stürzt der ESP ab, wenn meine
Schleife kein delay(1); enthält. Aber das kommt davon, wenn man
irgendwas einfach nachprogrammiert, was man im Web gefunden hat, ohne je
die ESP-Dokus gelesen zu haben.
So ein Quatsch, Einkaufsliste. Frag Mutti, denn die weiß das
sicher besser, was Sinn macht und was nicht. Als nächstes
müssen wir uns wohl noch mit der Qualität von Klopapier
auseinander setzen?
Cyborg schrieb:> So ein Quatsch, Einkaufsliste. Frag Mutti, denn die weiß das> sicher besser, was Sinn macht und was nicht. Als nächstes> müssen wir uns wohl noch mit der Qualität von Klopapier> auseinander setzen?
Auf Dich habe ich nur gewartet. Bist hier der Forum-Chefkomiker?
> Oder übersehe ich etwas?
Ja, du übersiehst etwas. Stell Dir vor, du willst batteriebetrieben
ungefähr alle 6 Stunden die Temperatur messen und an irgendeinen Server
senden. Dann befindet sich dein ESP Chip die allermeiste Zeit im
Deep-Sleep Modus (wo nur ein Timer läuft). Dabei braucht der Chip
mitsamt seinem Flash Speicher ca. 80µA. Dazu kommt noch die
Stromaufnahme des Spannungsreglers von zum Beispiel 400µA.
Jetzt das Selbe nochmal, aber mit ATmega328. Der braucht dazu nur 1µA!
Und er kann den 3,3V Spannungsregler abschalten, so dass der ESP während
der 6 Stunden Standby keinen Strom aufnummt. Nur der abgeschaltete
Spannungsregler hat dann noch einen kleinen Leckstrom, typischerweise im
einstelligen µA Bereich.
Der ATmega selbst kann gefahrlos ohne Spannungsregler direkt an der
Batterie hängen. Er braucht keinen SPannungsregler.
Der Unterschied ist erheblich, wir reden hier von ca 500µA versus ca.
10µA!
Es gibt natürlich auch besonders sparsame 3,3V Spannungsregler, nur
eignen die sich nicht gut für den ESP, weil sie dessen extrem starken
Strom-Schwankungen nicht schnell genug ausregeln können. Habe ich alles
schon durchprobiert
> Dass der ESP regelmäßig abschmiert wusste ich nicht.
Nicht regelmäßig aber so 2-3 mal pro Monat, wenn er ständig (im
Sekundentakt) übers Netz angesprochen wird und man einen Watchdog-Reset
auch als Ausfall wertet. Das gilt auch für die AT-Firmware. Die letzte
Version, mit der ich Langzeit Tests gemacht habe ist das NonOS SDK
1.5.4.
Verstehe mich nicht falsch: Zum Basteln ist das ein super Teil. Aber für
kommerzielle Anwendung in deutscher Qualität untauglich.
> Ich lache immer über die Fragen: Warum stürzt der ESP ab ...
Das sind genau die Sachen, die ich intensiv durchteste, bevor ich ein
ernsthaftes Gerät baue und es in Fremde Hände gebe.
Ein simples Hello-World Programm kann einen schon mehrere Tage auf Trab
halten, wenn man damit Performance- und Stabilitätstest macht.
Doku lesen: Beim ersten Versuch freut man sich sicher, das ein eilig
abkopiertes Programm zumindest oberflächlich betrachtet funktioniert.
Aber spätestens danach sollte man das Lesen anfangen.
Sammel ein paar alte Platinen aus Radios/Monitoren etc., dann kannst du
bei Bedarf die benötigten Bauteile runterlöten.
Das spart die eine oder andere Bestellung und damit ein bis ein paar
Tage Wartezeit.
Außerdem ist es inspirierend, was alles auf solchen Platinen verbaut ist
und motiviert mitunter zu neuen Eigenentwicklungen.
Nachtrag:
Stefan, gibt es da nicht bessere Wlan-Schnittstellen für den ATmega, als
den ESP? Etwas, was nur dafür sorgt, dass der ATmega seine Daten ins LAN
oder WLan absetzen kann?
Was mich an dem ESP8266 aufregt ist, dass da nur WLan berücksichtigt
wurde, statt auch LAN. Häte gerne immer beides. Und der ESP32 kann das
zwar, ist aber für den Zweck (als Lan/Wlan Schnittstelle) zu fungieren,
ein Overkill.
> gibt es da nicht bessere Wlan-Schnittstellen für den ATmega, als> den ESP? Etwas, was nur dafür sorgt, dass der ATmega seine Daten ins LAN> oder WLan absetzen kann?
Sicher. Bessere Produkte kenne ich zum Beispiel von den Firmen Digi und
Lantronics. Aber die kosten auch 10x so viel.
"Besser" ist allerdings relativ. Zum Beispiel hat der ESP schon die Nase
vorn, wenn die Stromaufnahme das wichtigste Kriterium ist. Und ich
glaube, dass er auch die kompakteste Lösung ist.
Für mich als Hobbybastler, der nur gelegentlich was kommerziell macht,
ist allerdings der Preis ausschlaggebend, und da ist der ESP der Beste.
Glaube ich jedenfalls.
> Was mich an dem ESP8266 aufregt ist, dass da nur WLan berücksichtigt> wurde, statt auch LAN. Häte gerne immer beides.
Beides zusammen habe ich noch nicht gesehen. Aber für LAN solltest Du
Dir mal die Crumb-X1 Module
(http://www.chip45.com/products/crumbx1-net_avr_xmega_module_board_atmega128d3_embedded_internet_ethernet_webserver_usb.php)
anschauen. Die funktionieren fast genau so, wie die ESP Module denn sie
basieren ebenfalls auf einem IP Stack von Adam Dunkels.
Außerdem finde ich die Chips von Wiznet interessant, aber die habe ich
noch nicht verwendet.
Artur K. schrieb:> Nachtrag:>> Stefan, gibt es da nicht bessere Wlan-Schnittstellen für den ATmega, als> den ESP? Etwas, was nur dafür sorgt, dass der ATmega seine Daten ins LAN> oder WLan absetzen kann?>> Was mich an dem ESP8266 aufregt ist, dass da nur WLan berücksichtigt> wurde, statt auch LAN. Häte gerne immer beides. Und der ESP32 kann das> zwar, ist aber für den Zweck (als Lan/Wlan Schnittstelle) zu fungieren,> ein Overkill.
Das gibt es. Das Problem ist aber die Softwareseite: Du brauchst den
ganzen TCP/IP Protokollstack und Multithreading dazu.
Das ist ein bisschen viel für den AVR in Relation zur
Gesamtrechenleistung.
Es geht, aber mit kompromissen.
Der ESP ist ein viel leistungsfähigerer Prozessor.
Stefan U. schrieb:>> Oder übersehe ich etwas?>> Ja, du übersiehst etwas. Stell Dir vor, du willst batteriebetrieben> ungefähr alle 6 Stunden die Temperatur messen und an irgendeinen Server> senden. Dann befindet sich dein ESP Chip die allermeiste Zeit im> Deep-Sleep Modus (wo nur ein Timer läuft). Dabei braucht der Chip> mitsamt seinem Flash Speicher ca. 80µA. Dazu kommt noch die> Stromaufnahme des Spannungsreglers von zum Beispiel 400µA.
Du übersiehst, daß man den ESP nur dann einsetzt wenn man auch WLAN
braucht. Dann aber wirst Du sowieso eine Batterie einsetzten, die diese
Ströme (100mA) auch liefern kann. Da stören die 40uA (nicht 400) relativ
wenig. Unter einer 200mAh LiIon wirst Du den ESP nicht stabil zum Laufen
bekommen.
Im Deep sleep braucht ein ESP8266 ca. 20uA. Ein Flash um die 5uA.
> Jetzt das Selbe nochmal, aber mit ATmega328. Der braucht dazu nur 1µA!> Und er kann den 3,3V Spannungsregler abschalten, so dass der ESP während> der 6 Stunden Standby keinen Strom aufnummt. Nur der abgeschaltete> Spannungsregler hat dann noch einen kleinen Leckstrom, typischerweise im> einstelligen µA Bereich.>> Der ATmega selbst kann gefahrlos ohne Spannungsregler direkt an der> Batterie hängen. Er braucht keinen SPannungsregler.>> Der Unterschied ist erheblich, wir reden hier von ca 500µA versus ca.> 10µA!
Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Ein ATmega setzt man ein, wenn man kein
WLAN braucht.
Wenn Du einen kleinen Stromverbrauch "zwischendurch" brauchst, kannst Du
auch einen ESP32 einsetzten. Dieser hat einen ULP Coprozessor, der im
Betrieb 0.15 mA benötigt. Standby 5uA plus Flash (5uA)
>> Es gibt natürlich auch besonders sparsame 3,3V Spannungsregler, nur> eignen die sich nicht gut für den ESP, weil sie dessen extrem starken> Strom-Schwankungen nicht schnell genug ausregeln können. Habe ich alles> schon durchprobiert>>> Dass der ESP regelmäßig abschmiert wusste ich nicht.>> Nicht regelmäßig aber so 2-3 mal pro Monat, wenn er ständig (im> Sekundentakt) übers Netz angesprochen wird und man einen Watchdog-Reset> auch als Ausfall wertet. Das gilt auch für die AT-Firmware. Die letzte> Version, mit der ich Langzeit Tests gemacht habe ist das NonOS SDK> 1.5.4.
Bei ordentlicher Programmierung und ordentlicher Spannungsversorgung
schmiert ein ESP nicht ab. Definitiv nicht! Meine laufen schon
monatelang durch (ohne watchdog).
> Verstehe mich nicht falsch: Zum Basteln ist das ein super Teil. Aber für> kommerzielle Anwendung in deutscher Qualität untauglich.
Deine Meinung! Ich sehe das anders.
Gruß
Andreas
Also ich würde auch davon absehen so viele Bauteile auf Vorrat zu
kaufen. Wenn du ein Projekt machst fehlen in der Regel eh Teile die man
braucht. Dann ordert man ein paar Teile mehr und so baut sich dann ein
Grundstock auf.
Artur K. schrieb:> Uno R3 Board mit ATmega328P
Uno zum Abarbeiten diverser Vorlagen und Schulscripte - damit habe ich
meine ersten Gehversuche gemacht.
Für reale Aufbauten Nano und ProMini, jeweils mit AT328. ProMini habe
ich mir neulich zusätzlich in 3,3V / 8MHz kommen lassen.
Hat mehr IOs und mehr Flash, wenn man es denn braucht.
Aber bei dem ganzen Zeug was du einlagern möchtest hast du eh min. die
nächsten zwei Jahre Zeit um alles auch nur ansatzweise anzutesten. Da
reicht so ein Mega328 erstmal locker. Der grösste Käfer ist nicht
einfach auch der Beste, für einen kleinen Sensor mit Batteriebetrieb
reicht auch sowas wie der ATTiny.
Ja und dann gibts da ja noch die 32 Bitter á la ARM Cortex-M die noch
viel besser in das Quartett 'Mein Haus, mein Auto, meine Yacht und mein
Elektroniklabor' passen... Bist du Schüler, Student, Lottogewinner oder
gezwungener Musterknabe das du so einen Masterplan aufstellst? Nix für
ungut, bin nur neugierig und helfe ja gerne.
Ich habe immer ein paar der Pro Micro da, mit dem Atmega32u4 drauf.
Ideal für schnelle Testaufbauten, wo man einen kleinen aber fertig
aufgebauten AVR reinwerfen will. Und einfach per USB programmierbar,
macht es nochmal einfacher. Kann man aber trotzdem direkt verwenden und
programmieren, ohne Arduino wenn man will.
Artur K. schrieb:> Ich habe es im PDF-Format angehängt, weil es einfach als Text hier> reinzukopieren, das wird zu viel. Gerade sehe ich, es sind drei Seiten -> inzwischen.
Tu dir nen Gefallen und geh mit der Zeit: lass den Lochraster Kram weg.
Beschäftige dich lieber damit wie man Platinen ätzt. Kauf dir dein
Widerstandssortiment (vielleicht zusätzlich oder ausschließlich) in SMD,
vorzugsweise direkt aus China. Kostete mit Versand < 5 Euro. Alles
andere am Besten auch in SMD... sonst muss man nur Löcher bohren nachem
Ätzen - das nervt.
:P
Hallo
und noch eine Meinung, oder Empfehlung:
"Sammel ein paar alte Platinen aus Radios/Monitoren etc., dann kannst du
bei Bedarf die benötigten Bauteile runterlöten."
genau davon würde ich größtenteils abraten, obwohl ich es in meinen
Kindheits- und Jugendtagen sehr viel selbst gemacht habe:
Selbst bei der damaligen noch stark vertretenden THT Technologie hatte
ich letztendlich den Großteil der Ernte nie genutzt - irgendwann wurde
es mir zu anstrengend passende Widerstände aus den Haufen heraus zu
suchen, einen auch mechanisch passenden Kondensator ausfindig zu machen
("alles" viel zu groß...), das richtige IC war dann bei der Sammlung
sowieso nicht dabei und wenn doch dann nur das für einige Pfennig -ja so
ein alter Sack bin ich schon ;-) aber nie das teuere "Spezial IC" das
auch keiner der drei (!) Elektronikhändler in der etwa 100000 Einwohner
Stadt vorrätig hatte.
Heute lohnt es sich bei der kleinst SMD Bestückung (große SMD und ICs in
SO Gehäusen sind mittlerweile in der Consumereelektronik auch schon
weniger vertreten) noch viel weniger.
Ausnahmen gibt es allerdings wenn du Zugriff aus Industrieelektronik
hast - da gibt es tatsächlich einige wertvolle und noch recht einfach zu
erntende Bauteile welche man letztendlich auch benutzt (Displays,
mechanische Komponenten, Sensoren).
Und als verstecktes Problem, welches ich damals noch nicht hatte, kommt
noch die Entsorgung der Platinen und Geräte hinzu wenn es sich um
größere Mengen handelt (Kosten, Zeitaufwand, Wartezeiten...) - das war
"Früher" wirklich besser ;-)
Ansonsten wurde schon alles geschrieben - es ist leider oft unmöglich
mal eben etwas auf- oder nach zu bauen, insbesondere wenn dann mal
einige Tage am Stück Zeit hat.
Letzten Mittwoch, vor Ostern, ein schönes Projekt entdeckt - und trotz
vorhanden Kundenkonto und/oder Paypalzahlung kommen die Bauteile erst
heute noch den Feiertagen an...
Bastler
Klopp die Liste ins Klo & spuehlen. Vieles passt nicht zueinander. Einen
24bit Wandler auf ein Steckbrertt zu setzen macht keinen Sinn. Einfach
Dioden bis zu Netzspannung macht keinen Sinn. Sackweise Fet und
Transistoren benoetigt man nur wenn man Schaltwandler bauen will, und
die baut man aber auch nicht auf Lochraster, oder Steckbrettern.
Man könnte eine Liste bei Github anlegen, wäre deutlich effizienter als
eine PDF.
PS: Bestell die Sortimente ausm China Thread bei Aliexpress, damit
machst du nix falsch. Sind vieleicht 50$ und du bekommst alles was du
brauchst.
Johannes S. schrieb:> Bist du Schüler, Student, Lottogewinner oder> gezwungener Musterknabe das du so einen Masterplan aufstellst? Nix für> ungut, bin nur neugierig und helfe ja gerne.
Ich habe mich viel mit Elektronik im Alter von 12-16 Jahren beschäftigt.
Seit dem 16 Lebensjahr (damals noch mit Genehmigung des
Vormundschaftsgerichts) bin ich Selbständig und habe beschlossen, jetzt
mit 40 in "Rente" zu gehen, da genug Geld da ist. Ich war Informatiker,
Online-Händler und Daytrader - mit teilweise eigenen Brands und eigenen
Entwicklungen. In den letzten 24 Jahren musste ich das Elektronik-Hobby
zurück stellen, weil ich teilweise bis zu 100 Stunden pro Woche
gearbeitet habe. Nun möchte ich einfach mein Leben leben, was vorher
zeitlich nicht machbar war.
Daher möchte ich zu Hause einfach einen Bestand haben, um z.B. über
Ostern etwas aufbauen zu können, ohne eine Bestellung aufzugeben, die
irgendwann kommt.
Die speziellen Teile (ICs, etc.) kommen nicht von ungefähr. Ich habe mir
ca. 30 Schaltungen ausgesucht, die ich gerne bauen würde und habe
schlicht eine Teileliste daraus gemacht.
Platinen ätzen konnte ich schon damals mit 14 recht gut. Heute sind die
Möglichkeiten noch besser (z.B. druck auf Folie) und mit entsprechenden
kleinen Ätz-Maschinchen, wo das Bad beheizt und besprudelt wird, stelle
ich mir viel einfacher vor, als vor 25 Jahren noch in der roten
Entwicklerschale, wo man normalerweise Fotos entwickelte.
Das Wissen ist noch vorhanden, aber es ist Steinzeit-Wissen. Die Sache
mit den günstigen Controllern und IoT - das ist für mich was ganz
tolles. Damals vor 25 Jahren völlig unmöglich. Viele Leute sehen das gar
nicht, was für möglichkeitn man heute damit hat - trotzdem begeistern
sich noch weniger Leute dafür, wie damals, als die Elektronik noch in
den Kinderschuhen steckte.
Ich möchte zwei Dinge hauptsächlich angehen:
1. IoT Entwicklung für mein Heim. Und wenn es nur der vernetzte
Wassermelder oder Briefkastensensor ist.
2. Steuerng meiner beiden Meerwasseraquarien. MW-Aquarien in ihrer
Technik unterhalten sich extrem von Süsswasser-Aquarien. Beim Süsswasser
hast Licht, Filter und ggf. CO2 Anlage. Beim Meerwasser darüber hinaus
noch Srömungspumten, Wellengenerator, Ozon-Anlage, Abschäumung,
Filterung, Kalkreaktoren, automatische Wassernachfüllung. Messungen von
Salinität, PH, etc., Düngung von Korallen meist mit drei verschiedenen
Mitteln mit Dosierpumpen. Ein Gerät, das alles steuern kann, auch noch
über das Internet im Urlaub ablesbar ist, das gibt es bis heute nicht.
Danke für das Feedback und hey, coole Vita. Ich habe auch in dem Alter
von vielleicht 12 mit Elektronik angefangen, aber das ist bei mir jetzt
42 jahre her und ich habe leider noch einige Jahre bis zur Rente :-(
Wenn du die Zeit und die Mittel hast ist das vorgehen natürlich ok. Ich
bin da auch der Jäger und Sammler und es stimmt schon das für ein
bestimmtes Projekt immer irgendwelche Teile fehlen. Z.B. habe ich auch
bedrahtete R in 100er Stückzahlen gekauft weil die dann einfach durch
die Staffelpreise billg werden. Aber dann machste was mit LED und
brauchst die vorhanden Werte in 1W Ausführung. Oder noch dickere als
Lastwiderstände. Eigentlich gibt es unendlich viele Beispiele. Aber wenn
man für Experimente alles passende da hat freut man sich doch :)
Bei den µC und den Mess- und Steueraufgaben kann man besser modular
vorgehen als alles in einen Megacontroller zu stecken. Eventuell sogar
einen Raspberry nehmen und die Peripherie per I2C oder SPI oder Funk
anklemmen. Funk für ein bisschen Homeautomation nutze ich auch, aber da
die RFM69 Module weil die im Batteriebetrieb noch sparsamer sind.
Ja und ein Meerwasser Aquarium habe ich bzw. meine Mutter auch am Hals,
als Erbstück. Das verursacht meiner Mutter aber zuviele Kosten und wir
überlegen gerade das stillzulegen. Sind knapp 6000L (ja, 6 mit 3
Nullen), dicken Pumpen und 3x400 W HQI fressen viel Strom. Falls du aus
dem Ruhrgebiet kommst kannst du mir ja mal eine PN schicken.
Ansonsten maximale Erfolge!
Nachtrag:
>ohne eine Bestellung aufzugeben, die irgendwann kommt.
Ja, früher hat man dem Postboten täglich aufgelauert weil Bestellungen
2-3 Wochen dauerten (aus D, nicht aus China). Heute kriegst du das Zeug
meist in 1-2 Tagen, zur Not von der nächsten Conrad Apotheke.
Für die China Module läuft hier im Markt ein langer Thread mit
China-Schnäppchen, da findet man auch viele gute Tipps.
Johannes S. schrieb:> Ja und ein Meerwasser Aquarium habe ich bzw. meine Mutter auch am Hals,> als Erbstück. Das verursacht meiner Mutter aber zuviele Kosten und wir> überlegen gerade das stillzulegen. Sind knapp 6000L (ja, 6 mit 3> Nullen), dicken Pumpen und 3x400 W HQI fressen viel Strom.
Ja, das kenne ich. Musste alles auf LED umwechseln, da war der
Stromverbrauch nur noch halb so hoch. Trotzdem noch sehr teuer. Habe
hier eines mit ca. 2500 Litern und eines mit 1000 Liter, sowie die paar
im Keller mit Ablegern.
Aber man kann sagen, dass die Energiewende eine schwere Katastrophe für
jeden Meerwasseraquarianer war. Insbesondere, weil der Strompreis sich
bald verdreifacht hat seit den 90ern und der CO2 Ausstoss der
KohleGas-Stroerzeugung noch angestiegen ist. Wir zahlen förmlich den
Strompreis für schlechtere Leistung. Ein Trauerspiel.
Nee, ich arbeite nie wieder. Die letzen 24 Jahre mit ca. 100 Stunden pro
Woche und ebenfalls kein einziger Urlaub in den letzten zwei
Jahrzehnten. Irgendwann reicht es.
Ja, die Wassertiefe ist geschätzte 1,2 m, das ist schwierig bzw. sehr
teuer mit LED und da sind jetzt schon viele Rotalgen am Boden.
Kennst du ein gutes Forum für Meerwasser Aquarientechnik?
Servus Artur,
ich schreibe mal kurz meine spontanen Gedanken - vielleicht ist ja etwas
interessantes für Dich dabei. Bei den ICs kann ich sicherlich nichts
sinnvolles beisteuern, ich bin eher noch blutiger Anfänger. Vieles hängt
ja auch von Deinen Plänen ab und was Du schon vorhanden hast, aber los
gehts:
Lieber ein paar günstige kleinere Breadboards dazu, um auch mal
Aufbauten stehen lassen zu können bzw. Module anzufertigen.
Bei den Steckbrettern nehme ich übrigens gerne starre Steckbrücken, ist
zuverlässiger und übersichtlicher.
Zu den Prüfstrippen mit Krokoklemmen wurde ich auch einige Verbinder mit
IC-Prüfklemmen verwenden. Am besten selbst anfertigen (Prüfklemmen aus
China bestellen und mit Silikonlitze verlöten) – Zuverlässiger als
günstige Kauflösungen.
Entlötlitze: Ich nehme gerne 1,5mm und 2,5mm. Wichtig ist viel
Flussmittel. Z.B. 20 g Kolophonium (Pollin) in 100 mL Isopropanol
auflösen. Zum Applizieren verwende ich meist eine 1mL Einwegspritze mit
Kanüle.
Ansonsten Chemie und Sprays:
Isopropanol
evtl. Aceton
Druckluft
Kältespray
Ballistol
Universalverdünnung
Tantal- und Folien-Kondensatoren habe ich mir die berühmten bzw.
berüchtigten Sortimente bei Pollin gekauft. Damit konnte ich schon viel
erledigen, ansonsten wird gezielt nachgekauft.
Du schreibst noch alle Elemente als THT und in SMD (0805, 0603). Willst
Du wirklich auf 0603 runtergehen? Da wäre ich persönlich stattdessen
eher bei einem kleinem Sortiment von 1206 Bauklötzen, ist ab und an
hilfreich. 0805 ist aber super, auch für Lochraster.
Stiftleisten und Buchsenleisten (Klemmkontakt und gedreht) wird immer
verbaut. Gelegentlich sehr hilfreich wenn auch deutlich teurer sind aber
die wirklichen Präzisionsbuchsenleisten. Kenne jetzt leider nicht den
Fachbegriff dafür, gibt es z.B. bei Reichelt.
DIL/DIP-Schalter habe ich mir auch mal ein Sortiment zugelegt aber bis
jetzt noch nie wirklich verbaut. Einfache Schalter/Taster habe ich aber
schon deutlich öfter gebraucht.
Dazu noch ein paar Potis, Drehgeber, Spannungsregler und LDR?
Wozu benötigst Du eigentlich 5 Luftdrucksensoren? Willst Du eine
interessante Alarmanlage bauen?
Johannes S. schrieb:> Ja, die Wassertiefe ist geschätzte 1,2 m, das ist schwierig bzw. sehr> teuer mit LED und da sind jetzt schon viele Rotalgen am Boden.> Kennst du ein gutes Forum für Meerwasser Aquarientechnik?
120 cm sind heftig auch nur mit vielen min. 500W HQIs zu beleuchten. Ich
bin immer unter 70-80 cm Wassersäule geblieben, wegen der dann dünneren
Scheiben und vor allem wegen der Beleuchtung. Ich glaube nicht, dass man
120 cm Wassersäule ernsthaft mit LED beleuchten kann - die Lampen sind
(glaube ich) noch nicht so weit.
Es gibt zwei sehr gute Meerwasserforen in DE:
1. Platz: http://www.meerwasserforum.info/
2. Platz: https://www.riffaquaristikforum.de
Da bin ich öfter gut beraten worden, wenn ich nicht mehr wusste. Auch
Armin Glaser (der das Meerwasser Chemiebuch) geschrieben hat und im
Naturkundemuseum Karlsruhe für die Meerwasseraquaristik zuständig ist,
ist dort vertreten.
Klaus I. schrieb:> Wozu benötigst Du eigentlich 5 Luftdrucksensoren? Willst Du eine> interessante Alarmanlage bauen?
Die Mengen sind so gewählt, weil ich meist wenn eine Schaltung fertig
ist, diese fertig auf eine geätzte Platine auflöte und dann die Bauteile
darauf belasse. Einer könnte für eine Wetterstation taugen, der nächste
für ein Höhen-Messgerät, etc.
Ich möchte mit den kleinstmöglichen SMDs beginnen, weil ich fürchte,
dass die großen künftig nicht mehr in solcher Vielfalt angeboten werden.
Früher gab es mehr 12er SMDs, jetzt hauptsächlich nur noch 08er. Künftig
könnten die 08er auch mau werden und alles geht richtung 06er. Da möchte
ich das Löten in 06er Größe beherrschen lernen, bevor ich alt bin und
mir anfangen die Hände zu zittern. ;-)
Danke auch für die anderen Hinweise. Habe meine Liste komplettiert.
Morgen wird dann die erste Fuhre bestellt, so dass ich erst mal beginnen
kann. Hab mir 10 Schaltungen für den ESP ausgesucht und baue die mal
nach. Dann gebe ich mir noch den ATmega-Kram und dann geht es an meine
erste Steuerung für das Meerwasseraquarium.
Coole Platinen für die PH-Messung, Salinität, etc. habe ich schon
gefunden. Da kann ich dann meine WTW Sonden dran hängen.
Nachtrag:
Klaus I. schrieb:> DIL/DIP-Schalter habe ich mir auch mal ein Sortiment zugelegt aber bis> jetzt noch nie wirklich verbaut. Einfache Schalter/Taster habe ich aber> schon deutlich öfter gebraucht.
Welche Taster nimmst Du da von Reichelt, die direkt auf's Steckbrett
passen?
> Klaus I. schrieb:>> Wozu benötigst Du eigentlich 5 Luftdrucksensoren? Willst Du eine>> interessante Alarmanlage bauen?>> Die Mengen sind so gewählt, weil ich meist wenn eine Schaltung fertig> ist, diese fertig auf eine geätzte Platine auflöte und dann die Bauteile> darauf belasse. Einer könnte für eine Wetterstation taugen, der nächste> für ein Höhen-Messgerät, etc.
War nur pure Neugier von mir. Aber wenn wir schon beim Thema sind:
Vielleicht noch diverse Adapter-Platinen SMD auf 2,54mm vom freundlichen
Chinesen?
> Ich möchte mit den kleinstmöglichen SMDs beginnen, weil ich fürchte,> dass die großen künftig nicht mehr in solcher Vielfalt angeboten werden.> Früher gab es mehr 12er SMDs, jetzt hauptsächlich nur noch 08er. Künftig> könnten die 08er auch mau werden und alles geht richtung 06er. Da möchte> ich das Löten in 06er Größe beherrschen lernen, bevor ich alt bin und> mir anfangen die Hände zu zittern. ;-)
Wenns bei mir soweit ist, lasse ich wieder meine Frau löten. Die hat
ruhiger Hände und ist bei soetwas geduldiger ;o)
> Danke auch für die anderen Hinweise. Habe meine Liste komplettiert.> Morgen wird dann die erste Fuhre bestellt, so dass ich erst mal beginnen> kann.
Drücke Dir die Daumen, dass nichts übersehen wurde (wobei das zugegeben
etwas unrealistisch ist). Gerade am Anfang muß man ja öfter
Nachbestellen und dann kommen noch die "Lustkäufe" aus dem
China-Schnäppchen-Thread...
Hast Du Dir schon über die Aufbewahrung Gedanken gemacht? Bei mir ist es
bunt durchmischt (habe aber auch ein Platz-Problem und bin lieber da
flexibel):
Diskettenboxen für THT-Teile (Jeweils in Plastiktütchen mit
Registerkarten als Verstärkung)
AideTek Boxen für 0805
Musterbücher für 1206 (eine Art kleine Aktenordner wo man die Streifen
einsortieren kann)
Mäuseklos für andere SMD-Bauteile
Sortimentskästen für alles mögliche
> Coole Platinen für die PH-Messung, Salinität, etc. habe ich schon> gefunden. Da kann ich dann meine WTW Sonden dran hängen.
Viele Sachen sagen mir da gar nichts. Z.B. Salinität ist vermutlich
Salzkonzentration über Leitfähigkeit? Aber was sind eigentlich
"Kalkreaktoren"?
Artur K. schrieb:> Nachtrag:>> Klaus I. schrieb:>> DIL/DIP-Schalter habe ich mir auch mal ein Sortiment zugelegt aber bis>> jetzt noch nie wirklich verbaut. Einfache Schalter/Taster habe ich aber>> schon deutlich öfter gebraucht.>> Welche Taster nimmst Du da von Reichelt, die direkt auf's Steckbrett> passen?
Gute Frage, da habe ich leider keine wirkliche Antwort. Zur Not kann man
ja schon mal die normalen 08/15 THT Taster ins Steckbrett reinquetschen,
aber eigentlich vermeide ich das. Ein paar Steckbrett-taugliche Taster
habe ich mal in einem Pollin-Sortiment gefunden. Ist aber auch nicht das
Wahre, mit meinen Wurstfingern habe ich schon öfter die Schaltung auf
dem Steckbrett gestört.
Meistens brauche ich nicht viele Taster oder Schalter und habe da
einfach ein paar Taster/Schalter an durchgeschnittene Jumperkabel
angelötet, da besteht dann weniger die Gefahr, dass ich mir die
Steckbrett-Schaltung bei Betätigung zerrupfe. Für größere (in meinem
Maßstab) Versuche habe ich mir auf Loch- bzw. Streifenraster ein paar
Taster aufgelötet.
Klaus I. schrieb:> Wenns bei mir soweit ist, lasse ich wieder meine Frau löten. Die hat> ruhiger Hände und ist bei soetwas geduldiger ;o)
Leider nicht. Meine Frau ist im Vergleich zu mir ein richtiger
Grobmotoriker. Wenn man etwas feines einfädeln oder bemalen muss, muss
ich immer ran.
Klaus I. schrieb:> Hast Du Dir schon über die Aufbewahrung Gedanken gemacht?
Ja, habe ich. Mein Elektro-Schreibtisch sieht so aus, dass hinten die
Lötstation, Oszi und Co stehen. Auf einem Brett in ca. 25 cm höhe stehen
dann mehrere Labornetzteile und ein kleines PC-Gehäuse mit TFT drauf
(der Elektronik-PC mit Logic Analyzer drauf, etc.)
Das bedeutet auch, dass ich an der Wand hinter dem Schreibtisch keine
Sortimente aufbewahren kann, da kein Platz. Rechts und links stehen
Bücherregale.
Ich würde gerne folgendes haben.
Einen Schrank mit Rückwand auf Rollen. Ca. 60-70 cm breit, 140-160 cm
hoch und ca. 15 cm tief. Vielleicht auch zwei mit einer Scharniere
verbunden, so dann man sie wie einen Aktenkoffer zumachen kann. In dem
Schrank oder seinen beiden Flügeln würden dann fest eingebaute
Sortimentskisten stehen. Darin in den Schublädchen die einzelnen
Bauteile beschriftet. Wie in einem Elektronik-Laden.
So einen Schrank habe ich noch nicht gefunden. Man könnte ihn praktisch
irgendwo zwischen zwei Schränke oder eine Nische im Raum schieben, wenn
er nicht gebraucht wird. Wäre ja nur max. 30 cm breit (2x 15cm). Wenn
man arbeiten würde, köpnnte man ihn an den Tisch rollen, aufklappen und
dann seitlich neben dem Arbeitsplatz stehen haben. So bräuchte ich mich
nur auf dem Bürostuhl nach rechts oder links drehen und hätte bequemen
Zugriff auf die Bauteile.
Kennst Du so was? Ggf. muss ich es aus MDF-Platten bauen.
Klaus I. schrieb:> Viele Sachen sagen mir da gar nichts. Z.B. Salinität ist vermutlich> Salzkonzentration über Leitfähigkeit? Aber was sind eigentlich> "Kalkreaktoren"?
Ja, Salinität ist die Salzkonzentration im Wasser und das wird mit der
Leitfähigkeit gemessen. Muss aber extrem genau gemessen werden, weil der
Unterschied zwischen zu wenig und zu viel Salz im Wasser nicht groß ist.
Ein Kalkreaktor erzeugt Kalk für das Wasser. Dieses benötigen die
Korallen um ihr Skelett zu bauen und zu wachsen.
Meist ist es ein Plexiglasrohr (ca. 50cm hoch x 20 cm durchmesser)
welches oben und unten einen wasserausgang hat. Das Rohr wird mit grobem
Korallenbruch gefüllt (sieht aus wie weiße Kieselsteine). Das Wasser im
Rohr wird unten durch die Schwerkraft ausgeleitet und oben mit einer
Pumpe im Kreis durchgepumpt, damit das Wasser nicht dort drin stehen und
faulen kann. Zusätzlich wird CO2 in den Behälter hinzugegeben, dadurch
wird das Wasser dort sauer und es löst den Kalk aus dem Korallenbruch
aus. Du erhälst Kalkwasser, welches wiederum langsam ins Aquarium
hinzugegeben wird (Dosierpumpe z.B.). Man muss also die Umwälzpumpe
steuern, die Menge des CO2 durch ein Ventil und die CO2-Messung im
Kalkreaktor drin, sowie den Zulauf über eine Dosierpumpe ins Aquarium.
Hier ein Link zum Thema: https://de.wikipedia.org/wiki/Kalkreaktor
Wie sind die Sortimente bei Pollin von Widerständen und Kondensatoren?
Sind das richtige E-Reihen bei den Widerständen und auch E-Reihen bei
Kondensatoren oder einfach nur wild welche durcheinander gewürfelt.
Für den Anfang habe ich mir die Sorgimente von Vellemann von Reichelt
für Widerstände, Kondensatoren und Elkos geholt. Das sind dann E-Reihen.
F. F. schrieb:> Plexiglasstäbe beleuchten, die bis auf den Boden reichen.
Ich glaube, die Energiemenge an Licht für die Zooxanthelen wird nicht
ausreichend sein, dass sie wachsen. D.h. das Korallenwachstum wird nicht
ausreichen.
Beispiel: Ein 250W HQI Strahler 15 cm über der Wasseroberfläche reicht
nur bis ca. 50 cm unter die Wasseroberfläche, damit LPS Korallen dort
ausreichend beleuchtet werden. Für SPS dürfte sogar bei 35 cm schluss
sein. Sie leben vom Licht - es dient nicht nur der Optik.
Artur K. schrieb:> Ich würde gerne folgendes haben.>> Einen Schrank mit Rückwand auf Rollen. Ca. 60-70 cm breit, 140-160 cm> hoch und ca. 15 cm tief. Vielleicht auch zwei mit einer Scharniere> verbunden, so dann man sie wie einen Aktenkoffer zumachen kann. In dem> Schrank oder seinen beiden Flügeln würden dann fest eingebaute> Sortimentskisten stehen. Darin in den Schublädchen die einzelnen> Bauteile beschriftet. Wie in einem Elektronik-Laden.>> So einen Schrank habe ich noch nicht gefunden. Man könnte ihn praktisch> irgendwo zwischen zwei Schränke oder eine Nische im Raum schieben, wenn> er nicht gebraucht wird. Wäre ja nur max. 30 cm breit (2x 15cm). Wenn> man arbeiten würde, köpnnte man ihn an den Tisch rollen, aufklappen und> dann seitlich neben dem Arbeitsplatz stehen haben. So bräuchte ich mich> nur auf dem Bürostuhl nach rechts oder links drehen und hätte bequemen> Zugriff auf die Bauteile.>> Kennst Du so was? Ggf. muss ich es aus MDF-Platten bauen.>
Schau mal das an:
http://www.mick.bike/2017/02/small-parts-organizer-aka-adam-savage.html
Oder suche nach:
https://www.google.de/search?q=stanley+organizer&espv=2&site=webhp&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwijxd-dt_HSAhWEWCwKHbWWCokQ_AUIBygC&biw=1680&bih=882#tbm=isch&q=stanley+rack&*
Artur K. schrieb:> Wie sind die Sortimente bei Pollin> von Widerständen und Kondensatoren?
Nach meinem Gefühl Wundertüten oder auch mit Pl.. am Anfang - ich kaufe
sowas nicht.
Gelegentlich nehme ich dort mal ein paar "reizvolle" Bauelemente mit,
wenn diese spezifiziert sind - so 10 Dioden für 25cent oder ein paar
30A-Schottky oder mal 10 Elkos oder mal ein paar Zementwiderstände oder
... Aus dessen Resten habe ich auch diverse Relais gekauft, ich mag
Kontakte. Wenn Max Müll liefert, wird glashart beanstandet, das ging
immer problemlos ab.
ELV sehe ich als eher hochpreisigen Laden, aber Kleinzeug wie
SMD-Widerstände und Buchsen sind dort zum Teil sehr preiswert zu haben.
Auch hier hat man kaum Ärger, wenn etwas nicht passt.
Ich würde es riskieren, einige Bestellungen beim Ali aufzugeben.
Und als persönliches Prinzip verbaue ich nur Teile, von denen mindestens
drei Stück vorhanden sind: Eins zum kaputt machen und eins als
Ersatzteilbevorratung.
Hallo nochmals,
ich habe die folgenden Sortimentskästen gefunden:
http://k-urz.de/-0a45
und ein Regal dafür:
http://k-urz.de/-B95F
Jemand Erfahrung damit?
Gruss
Artur
P.S.
Warum kann man hier den Link nicht direkt posten. Es kommt die Meldung:
Der Beitrag scheint Spam zu enthalten "c e r t e o . d e"
@Artur:
erst nochmal Danke für die Links und Tipps zum Aquarium, werde mich bei
den genannten Foren mal anmelden.
Zu den Stanley Koffern:
Das Material im Koffer ist unpraktisch weil man erstmal nicht sieht was
drin ist und wenn man etwas braucht: Koffer rausholen, Platz dafür
finden, aufmachen, Teile suchen, zumachen, Koffer wegpacken. Im Rack:
Schublade auf, Teil raus, Schublade zu. Ich hatte anfangs auch einiges
in Koffern aber das nervte total, die Racks sind um Längen besser. Die
Teile am besten noch in Excel oder einer Bauteileverwaltung erfassen
damit man später noch weiss was man da alles gesammelt hat... Ist eine
schöne Aufgabe für Kinder/Neffen wenn man da keinen Bock drauf hat.
Die Koffer haben einen Vorteil für Teile die man auch mal woanders
braucht, sowas wie Schrauben, Dübel, Klemmen.
Apropos Schrauben: auch die in allen Längen, Durchmessern und Formen
kaufen :-) Habe mich gestern geärgert weil ich wieder zum Baumarkt
musste bloss weil ein paar blöde M5 Schrauben fehlten.
Racks:
Raaco ist natürlich edel, der Ständer ist fast gleich teuer wie die von
certeo, aber die Magazine kosten fast das doppelte. Dafür gibt es Raaco
schon seit Jahrzehnten und du wirst die Magazine auch noch in Jahren
nachkaufen können. Die Auswahl ist groß und es gibt alles einzeln. Wenn
es im Budget ist würde ich die auch nehmen.
Hiermit macht das beschriften Spass:
https://www.reichelt.de/DYMO-Beschriftungsgeraete/DYMO-LM-PNP/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=4846&ARTICLE=104527&OFFSET=16&
Aron E. schrieb:> Also das hier wäre das Markenprodukt. Das ist auf jeden Fall gut.> https://www.reichelt.de/Sortimentsboxen/RAACO-1200/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=54482&GROUPID=5483&artnr=RAACO+1200&SEARCH=turm
Das ist doof. Bei Certe... sind die Sortimentskästen für ca. 35 EUR mit
60 Schubladen, bei RAACO zahle ich 69 dafür.
Der Turm kostet bei Certe.. ca. 250 EUR. Bei RAACO dafür nur 206,-
Der Unterschied beim Turm ist, dass der RAACO 76cm Seitenbreite hat. Das
ist ein fettes Monstrum.
Bei Certe.. hat der Turm eine Seitenbreite von nur 46 cm.
D.h. der Certe.. - Turm verbraucht nur knapp über ein viertel der
Standfläche des RAACO Turms.
Warum haben die den RAACO Turm so wuchtig gemacht? Der fasst doch auch
nur 12 Magazine, wie der andere auch.
Johannes S. schrieb:> Dafür gibt es Raaco> schon seit Jahrzehnten und du wirst die Magazine auch noch in Jahren> nachkaufen können. Die Auswahl ist groß und es gibt alles einzeln. Wenn> es im Budget ist würde ich die auch nehmen.
Das mit den Schubladen und Kästen sehe ich wie Du.
Bei Certeo habe ich wegen der künftigen Verfügbarkeit angefragt - sie
konnten sich dazu nicht äußern, wie lange das Produkt noch existieren
wird.
Problem sehe ich bei Certeo, dass die Schubladen keine optionalen
Trennwände haben. Bei RAACO scheint das der Fall zu sein. So können z.B.
in eine Schublade, je nach Anzahl der möglichen Trennwände mehrere
Widerstandswerte z.B. rein.