Welches Multimeter bis 100 EUR?

Gast #6663577
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Hallo zusammen,

es gibt ja schon ältere Beiträge zu dem Thema, weshalb ich mich frage: 
Welches Multimeter bis 100 EUR ist aktuell zu empfehlen? Es gibt ja ein 
paar schon für unter 60 EUR mit einem kleinen Oszi drin. Wäre schon 
recht nett. Aber taugen die etwas?

Gruß
Daniel
#6663803
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Daniel Kreuzer schrieb:
> Es gibt ja ein
> paar schon für unter 60 EUR mit einem kleinen Oszi drin. Wäre schon
> recht nett. Aber taugen die etwas?

Nee. Sogar entsprechende Kombigeräte von Markenherstellern für deutlich 
mehr als 60 Euro sind sehr beschränkt. Da muss man genau die 
Anwendungs-Nische für haben um mit denen glücklich zu werden.

Investiere deine 100 Euro in ein gutes Multimeter. Fokus auf Sicherheit, 
nicht auf 1001 Funktionen.
#6664300
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Hannes J. schrieb:
> Investiere deine 100 Euro in ein gutes Multimeter. Fokus auf Sicherheit,

wie soll man sich da auf Sicherheit fokussieren? was soll passieren?

Ich habe vor 30 Jahren die Messspitzen einfach in die Steckdose gesteckt 
- wäre nie auf die Idee gekommen, das die zu wenig isoliert sind - und 
ich würde es auch heutzutage bei jeder 50 Cent Alibaba Messspitze nicht 
bezweifeln

Auch bei deinem Braun-Markenrasierer trennen dich nur 2x 1mm Kunststoff 
von der Netzspannung...
Gast #6664740
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A. S. schrieb:
> Selbst wenn, normalerweise halten Batterien doch mehrere Jahre.

DAs ist richtig. Allerding habe ich schon Multimeter gesehen, die ein 
"richtiges" Dipspay benutzen, das man dann auch bei schlechter 
Beleuchtung wunderbar ablesen kann (ohne die Hintergrundbeleuchtung per 
Knopf aktivieren zu müssen). Da werden die Batteries wohl kaum x Jahre 
halten.

2* 1.5V Alkaline-Batterien = 3V
2* 1.2V Akku = 2.4V  Und das ist dann die Frage, ob das reicht.

Aber zumindest gibt es mittlerweile Gerärte, die was anderes als 
9V-Blockbatterien benutzen.
#6665063
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stranger thinks schrieb:
> A. S. schrieb:
>> Selbst wenn, normalerweise halten Batterien doch mehrere Jahre.
>
> DAs ist richtig. Allerding habe ich schon Multimeter gesehen, die ein
> "richtiges" Dipspay benutzen, das man dann auch bei schlechter
> Beleuchtung wunderbar ablesen kann (ohne die Hintergrundbeleuchtung per
> Knopf aktivieren zu müssen). Da werden die Batteries wohl kaum x Jahre
> halten.
>
> 2* 1.5V Alkaline-Batterien = 3V
> 2* 1.2V Akku = 2.4V  Und das ist dann die Frage, ob das reicht.
>
> Aber zumindest gibt es mittlerweile Gerärte, die was anderes als
> 9V-Blockbatterien benutzen.

Wo ist denn das Problem mit den 9V Blockbatterien? Mein Fluke 75 hat 
eine, und die hält ewig.
Gast #6665108
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> "richtiges" Dipspay benutzen, das man dann auch bei schlechter
> Beleuchtung wunderbar ablesen kann (ohne die Hintergrundbeleuchtung per
> Knopf aktivieren zu müssen). Da werden die Batteries wohl kaum x Jahre
> halten.

Kontrastreiche LCDs verbrauchen genauso viel Energie wie Kontrastarme.
Naemlich fast nichts. Zumindest gegenueber der Restmenge der
Multimeterschaltung.
Gast #6666839
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Base64 U. schrieb:
> Brymen BM235 https://www.welectron.com/Brymen-BM235-Multimeter_1

Geht beim Brymen die Hintergrundbeleuchtung auch nach 10 bis 15 Sek. 
automatisch wieder aus?

Ich habe mir vor kurzem ein Beha Amprobe AM-535-EUR gekauft 
(https://www.beha-amprobe.com/de/produkte/digitale-multimeter/am-535-eur-3) 
und bin etwas genervt von dieser Art der Übervorteilung bei der 
Hintergrundbeleuchtung.

Es sollte doch wohl mein Problem sein, wenn dadurch die Batterie 
schneller leer gesaugt wird. Wieso muss der Hersteller mich davor 
schützen und die Beleuchtung nach x Sek wieder automatisch ausschalten?!

Ist aber wohl bei den meisten modernen Multimetern so (z.B. Voltcraft).
Gast #6667658
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xyz schrieb:
> Nimm halt 2 Quecksilberoxidzellen im AA-Format.
> Das sollte die Batterielaufzeit spuerbar verlaengern.
> Sind halt nicht so leicht beschaffbar.

Da würde mich auch interessieren, wo jemand heute noch funktionsfähige 
Quecksilberoxidzellen herbekommen möchte und dann auch noch in AA. In 
Europa dürfen die seit 20 Jahren nicht mehr hergestellt werden und auch 
nicht importiert werden. Falls irgendjemand einen Weg gefunden haben 
sollte, dann höchstens für Knopfzellen. Da wären die Fotografie-Sammler 
sehr interessiert (Belichtungsmesser!).
#6667691
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Multimillimeter schrieb:
> Geht beim Brymen die Hintergrundbeleuchtung auch nach 10 bis 15 Sek.
> automatisch wieder aus?

Von den MM mit abschaltbarer Hintergrundbeleuchtung, die ich habe, hat 
das Brymen (allerdings ein anderes) noch das tauglichste Konzept: die 
Hintergrundbeleuchtung bleibt an, solange sich was auf dem Bildschirm 
bewegt, und geht ansonsten nach 90s aus. Ob das beim genannten Gerät 
auch so ist, weiß ich nicht.

Für die Batteriefrage: es gibt relativ teure 1,5V Lithiumbatterien im 
AA-Format zu kaufen, die wohl tatsächlich erheblich mehr Energie 
beinhalten, als Alkalines. Ich selbst bevorzuge Geräte mit 9V-Block: bei 
wenig genutzten Geräten tut’s ein Block für ‘nen Euro; bei mehr 
genutzten, oder weniger sparsamen, Geräten lässt sich ohne weitere 
Maßnahmen ein 2s-Lithium-Ionen-Akku in dem Format hernehmen (ich hatte 
bislang kein Gerät, das mit der Nennspannung von 7,4V Probleme gehabt 
hätte).
#6798738
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stranger thinks schrieb:

> 2* 1.5V Alkaline-Batterien = 3V
> 2* 1.2V Akku = 2.4V  Und das ist dann die Frage, ob das reicht.
>
Auch Alkalizellen haben nur für kurze Zeit 1,5 Volt. Während NiMH-Akkus 
die meiste Zeit etwa 1,3V bieten. Siehe Entladekennlinie.

Keine Ahnung, warum bei Wegwerfzellen die Nennspannung zu hoch angesetzt 
wurde und bei Akkus so niedrig. Könnte es damit zusammenhängen, dass die 
Batteriehersteller lieber viel Wegwerfware verkaufen als wenige Akkus?
Angehängte Dateien:
Gast #6798959
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Jack V. schrieb:
> Für die Batteriefrage: es gibt relativ teure 1,5V Lithiumbatterien im
> AA-Format zu kaufen, die wohl tatsächlich erheblich mehr Energie
> beinhalten, als Alkalines.

Ich nehme eine 3-Volt-Lithium-Primärzelle und setze in den Platz für die 
2. Zelle einen Dummy mit 0 Ohm
#6798994
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bingo schrieb:
> Ich nehme eine 3-Volt-Lithium-Primärzelle und setze in den Platz für die
> 2. Zelle einen Dummy mit 0 Ohm

Wenn diese 3V Lithium-Primärzelle etwas weniger Energie, als zwei 
vergleichbare 1,5V Alkaline-Primärzellen, wie sie vorgesehen sind, 
beinhaltet, und zudem mehr als das Doppelte dieser beiden Zellen kostet 
– was genau hast du dann gewonnen?
#6799048
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bingo schrieb:
> WENN!¹

Eine AA-Li-Batterie mit 3V und um die 2-3Ah kostet über 5€. Eine 
AA-Alkaline-Batterie mit 1,5V und um die 2-3Ah kostet keine 50¢, zwei 
davon ergeben entsprechend 1€.

Solange man keine anderen Eigenschaften der Li-Batterie benötigt, 
erscheinen mir die herkömmlichen Alkaline-Batterien also als die 
sinnvollere Variante in dafür vorgesehenen Geräten.


--
¹) Plenk dem Recycling zugeführt.

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