Hallo zusammen,
es gibt ja schon ältere Beiträge zu dem Thema, weshalb ich mich frage:
Welches Multimeter bis 100 EUR ist aktuell zu empfehlen? Es gibt ja ein
paar schon für unter 60 EUR mit einem kleinen Oszi drin. Wäre schon
recht nett. Aber taugen die etwas?
Gruß
Daniel
Daniel Kreuzer schrieb:> es gibt ja schon ältere Beiträge zu dem Thema, weshalb ich mich frage:> Welches Multimeter bis 100 EUR ist aktuell zu empfehlen?
Das kommt ganz auf Deine persönlichen Bedürfnisse an.
Als Erstmultimeter emfiehlt sich eher die 30€-Klasse.
Dann ist man nicht ganz so traurig, wenn man es kaputt
gespielt hat.
Das aktuelle von Lidl wurde doch hier so gelobt.
Aber es bleibt die Frage, wofür du es benötigst.
Da du es nicht weist, bzw geschrieben hast, ist das von Lidl
wahrscheinlich passend.
Daniel Kreuzer schrieb:> Es gibt ja ein> paar schon für unter 60 EUR mit einem kleinen Oszi drin. Wäre schon> recht nett. Aber taugen die etwas?
Nee. Sogar entsprechende Kombigeräte von Markenherstellern für deutlich
mehr als 60 Euro sind sehr beschränkt. Da muss man genau die
Anwendungs-Nische für haben um mit denen glücklich zu werden.
Investiere deine 100 Euro in ein gutes Multimeter. Fokus auf Sicherheit,
nicht auf 1001 Funktionen.
Hannes J. schrieb:> Investiere deine 100 Euro in ein gutes Multimeter. Fokus auf Sicherheit,> nicht auf 1001 Funktionen.
Bestimmt ein guter Rat, wenn es um den Betrieb eines Arduino am
9-V-Block geht ...
Phasenschieber S. schrieb:> Ich kann dir dieses empfehlen
Hallo, kann man sowas mit zwei AA-AKKUS (statt Batterien) betreiben?
Ich habe schon einige Geräte gesehen, die zwei AA-Batterien (statt
9V-Blockbatterie) benutzen.
Hannes J. schrieb:> Investiere deine 100 Euro in ein gutes Multimeter. Fokus auf Sicherheit,
wie soll man sich da auf Sicherheit fokussieren? was soll passieren?
Ich habe vor 30 Jahren die Messspitzen einfach in die Steckdose gesteckt
- wäre nie auf die Idee gekommen, das die zu wenig isoliert sind - und
ich würde es auch heutzutage bei jeder 50 Cent Alibaba Messspitze nicht
bezweifeln
Auch bei deinem Braun-Markenrasierer trennen dich nur 2x 1mm Kunststoff
von der Netzspannung...
stranger thinks schrieb:> Hallo, kann man sowas mit zwei AA-AKKUS (statt Batterien) betreiben?
Ich habe gerade extra für dich nachgeschaut, da steht hinten auf dem
Deckel:
DC1,5X2AA, aufgeschraubt habe ich jetzt nicht.
Heinz R. schrieb:> Nur für Niederspannung!
Ja, so steht es da. Nach der Abbildung habe ich aber den Eindruck, dass
sich spannungsführende Teile berühren lassen.
Ganz abgesehen davon, dass das Teil für Bananenstecker gedacht und
geeignet ist.
Kann es sein, dass Du Niederspannung und Kleinspannung verwechselst?
Heinz R. schrieb:> bei den Pollin-Klemmen steht doch eindeutig>> ....Farbe rot. Nur für Niederspannung!>> ???
Niederspannung geht bis 1,5kV DC.
Geeignet sind sie meines Erachtens aufgrund des fehlenden Berührschutzes
nur für Kleinspannung bis 60V DC.
René F. schrieb:> Geeignet sind sie meines Erachtens aufgrund des fehlenden Berührschutzes> nur für Kleinspannung bis 60V DC.
du meinst wohl mit Kleinspannung bis 120V DC / 50V AC.
LG
stranger thinks schrieb:> Hallo, kann man sowas mit zwei AA-AKKUS (statt Batterien) betreiben?
Selbst wenn, normalerweise halten Batterien doch mehrere Jahre.
Daniel S. schrieb:> René F. schrieb:>>> Geeignet sind sie meines Erachtens aufgrund des fehlenden Berührschutzes>> nur für Kleinspannung bis 60V DC.>> du meinst wohl mit Kleinspannung bis 120V DC / 50V AC.>> LG
Nein, denn die Buchse hat keinen Berührschutz, somit liegt der Grenzwert
noch niedriger.
A. S. schrieb:> Selbst wenn, normalerweise halten Batterien doch mehrere Jahre.
DAs ist richtig. Allerding habe ich schon Multimeter gesehen, die ein
"richtiges" Dipspay benutzen, das man dann auch bei schlechter
Beleuchtung wunderbar ablesen kann (ohne die Hintergrundbeleuchtung per
Knopf aktivieren zu müssen). Da werden die Batteries wohl kaum x Jahre
halten.
2* 1.5V Alkaline-Batterien = 3V
2* 1.2V Akku = 2.4V Und das ist dann die Frage, ob das reicht.
Aber zumindest gibt es mittlerweile Gerärte, die was anderes als
9V-Blockbatterien benutzen.
stranger thinks schrieb:> A. S. schrieb:>> Selbst wenn, normalerweise halten Batterien doch mehrere Jahre.>> DAs ist richtig. Allerding habe ich schon Multimeter gesehen, die ein> "richtiges" Dipspay benutzen, das man dann auch bei schlechter> Beleuchtung wunderbar ablesen kann (ohne die Hintergrundbeleuchtung per> Knopf aktivieren zu müssen). Da werden die Batteries wohl kaum x Jahre> halten.>> 2* 1.5V Alkaline-Batterien = 3V> 2* 1.2V Akku = 2.4V Und das ist dann die Frage, ob das reicht.>> Aber zumindest gibt es mittlerweile Gerärte, die was anderes als> 9V-Blockbatterien benutzen.
Wo ist denn das Problem mit den 9V Blockbatterien? Mein Fluke 75 hat
eine, und die hält ewig.
> "richtiges" Dipspay benutzen, das man dann auch bei schlechter> Beleuchtung wunderbar ablesen kann (ohne die Hintergrundbeleuchtung per> Knopf aktivieren zu müssen). Da werden die Batteries wohl kaum x Jahre> halten.
Kontrastreiche LCDs verbrauchen genauso viel Energie wie Kontrastarme.
Naemlich fast nichts. Zumindest gegenueber der Restmenge der
Multimeterschaltung.
> 2* 1.5V Alkaline-Batterien = 3V
Nimm halt 2 Quecksilberoxidzellen im AA-Format.
Das sollte die Batterielaufzeit spuerbar verlaengern.
Sind halt nicht so leicht beschaffbar.
Base64 U. schrieb:> Brymen BM235 https://www.welectron.com/Brymen-BM235-Multimeter_1
Geht beim Brymen die Hintergrundbeleuchtung auch nach 10 bis 15 Sek.
automatisch wieder aus?
Ich habe mir vor kurzem ein Beha Amprobe AM-535-EUR gekauft
(https://www.beha-amprobe.com/de/produkte/digitale-multimeter/am-535-eur-3)
und bin etwas genervt von dieser Art der Übervorteilung bei der
Hintergrundbeleuchtung.
Es sollte doch wohl mein Problem sein, wenn dadurch die Batterie
schneller leer gesaugt wird. Wieso muss der Hersteller mich davor
schützen und die Beleuchtung nach x Sek wieder automatisch ausschalten?!
Ist aber wohl bei den meisten modernen Multimetern so (z.B. Voltcraft).
xyz schrieb:> Nimm halt 2 Quecksilberoxidzellen im AA-Format.> Das sollte die Batterielaufzeit spuerbar verlaengern.> Sind halt nicht so leicht beschaffbar.
Da würde mich auch interessieren, wo jemand heute noch funktionsfähige
Quecksilberoxidzellen herbekommen möchte und dann auch noch in AA. In
Europa dürfen die seit 20 Jahren nicht mehr hergestellt werden und auch
nicht importiert werden. Falls irgendjemand einen Weg gefunden haben
sollte, dann höchstens für Knopfzellen. Da wären die Fotografie-Sammler
sehr interessiert (Belichtungsmesser!).
Multimillimeter schrieb:> Geht beim Brymen die Hintergrundbeleuchtung auch nach 10 bis 15 Sek.> automatisch wieder aus?
Von den MM mit abschaltbarer Hintergrundbeleuchtung, die ich habe, hat
das Brymen (allerdings ein anderes) noch das tauglichste Konzept: die
Hintergrundbeleuchtung bleibt an, solange sich was auf dem Bildschirm
bewegt, und geht ansonsten nach 90s aus. Ob das beim genannten Gerät
auch so ist, weiß ich nicht.
Für die Batteriefrage: es gibt relativ teure 1,5V Lithiumbatterien im
AA-Format zu kaufen, die wohl tatsächlich erheblich mehr Energie
beinhalten, als Alkalines. Ich selbst bevorzuge Geräte mit 9V-Block: bei
wenig genutzten Geräten tut’s ein Block für ‘nen Euro; bei mehr
genutzten, oder weniger sparsamen, Geräten lässt sich ohne weitere
Maßnahmen ein 2s-Lithium-Ionen-Akku in dem Format hernehmen (ich hatte
bislang kein Gerät, das mit der Nennspannung von 7,4V Probleme gehabt
hätte).
Tuck I. schrieb:> Ist fein fein. Aber bitte als Edition+ mit besseren Strippen und> Täschchen für 99€. Evtl funktioniert der 5% coupon „uc2019“ oder> „EEVBlog“ noch.
"uc2019" funktioniert noch, eben gerade getested. :-))
stranger thinks schrieb:> 2* 1.5V Alkaline-Batterien = 3V> 2* 1.2V Akku = 2.4V Und das ist dann die Frage, ob das reicht.>
Auch Alkalizellen haben nur für kurze Zeit 1,5 Volt. Während NiMH-Akkus
die meiste Zeit etwa 1,3V bieten. Siehe Entladekennlinie.
Keine Ahnung, warum bei Wegwerfzellen die Nennspannung zu hoch angesetzt
wurde und bei Akkus so niedrig. Könnte es damit zusammenhängen, dass die
Batteriehersteller lieber viel Wegwerfware verkaufen als wenige Akkus?
Jack V. schrieb:> Für die Batteriefrage: es gibt relativ teure 1,5V Lithiumbatterien im> AA-Format zu kaufen, die wohl tatsächlich erheblich mehr Energie> beinhalten, als Alkalines.
Ich nehme eine 3-Volt-Lithium-Primärzelle und setze in den Platz für die
2. Zelle einen Dummy mit 0 Ohm
bingo schrieb:> Ich nehme eine 3-Volt-Lithium-Primärzelle und setze in den Platz für die> 2. Zelle einen Dummy mit 0 Ohm
Wenn diese 3V Lithium-Primärzelle etwas weniger Energie, als zwei
vergleichbare 1,5V Alkaline-Primärzellen, wie sie vorgesehen sind,
beinhaltet, und zudem mehr als das Doppelte dieser beiden Zellen kostet
– was genau hast du dann gewonnen?
Jack V. schrieb:> Wenn diese 3V Lithium-Primärzelle etwas weniger Energie, als zwei> vergleichbare 1,5V Alkaline-Primärzellen, wie sie vorgesehen sind,> beinhaltet, und zudem mehr als das Doppelte dieser beiden Zellen kostet> – was genau hast du dann gewonnen?
WENN !
bingo schrieb:> WENN!¹
Eine AA-Li-Batterie mit 3V und um die 2-3Ah kostet über 5€. Eine
AA-Alkaline-Batterie mit 1,5V und um die 2-3Ah kostet keine 50¢, zwei
davon ergeben entsprechend 1€.
Solange man keine anderen Eigenschaften der Li-Batterie benötigt,
erscheinen mir die herkömmlichen Alkaline-Batterien also als die
sinnvollere Variante in dafür vorgesehenen Geräten.
--
¹) Plenk dem Recycling zugeführt.