Welches Lötzinn und Flußmittel, Entlötlitze?

Gast #6843635
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LSN60 , verbleites Lötsin 60 % Zin 40% Pb

Flußmittel macht man sich selber aus Kolophonium und Spiritus,

Entlötlitze flex. Cu-Draht Ltng flex fein

gibts online über Google Suche bei z.B. Pollin > Kolo , ebay, Elo-FH
#6844119
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Das Zeug hat sich nach meinem Test auch am besten bewährt. Das Ihbä 
Angebot ist aber gradezu unverschämt teuer. Beim Ali kriegt man für 
etwas weniger gleich die 5 fache Menge. 
https://de.aliexpress.com/item/32879766738.html?spm=2114.13010708.0.0.3a994c4ddSrnWDauch
Wobei man sagen muss, dass auch schon 20ml bei gelegentlicher Arbeit bis 
ans Lebensende reichen. Wenn man das in 1ml Spritzen umfüllt, werden die 
gefühlt nie leer.
Ich habs zwar noch nicht getestet, wie das bei Ali funzt, jedenfalls 
soll das wegen der Steuer direkt beim Kauf abgezogen werden, so dass man 
das ganze als normales Päckchen bzw Brief kriegt. Kostet halt ca 2€ 
mehr, wie früher ohne Steuer.
Gast #6848512
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Es ist verwunderlich, warum hier noch so viele vorsintflutliche 
Materialien empfohlen werden. Sn60Pb40 ist jetzt auch keine besonders 
tolle Legierung, Sn63Pb37 oder Sn62Pb36Ag2 sind, wenn's schon bleihaltig 
sein muss, deutlich besser.
Bleifrei löten ist aber nun wirklich kein Problem, vielleicht mit 
Ausnahme sehr kleiner fine-pitch-Bauteile, bei denen ich zur 
Nacharbeitung weiterhin bleihaltiges Lötzinn bevorzuge, da es eine 
höhere Oberflächenspannung hat und sich die Bauteile so besser von 
selbst ausrichten.

Kauf dir vernünftiges Flussmittel und nicht irgendeinen Käse. 
Vernünftiges Flussmittel ist teuer, aber erleichtert die Arbeit enorm. 
Das originale Amtech NC-559 ist gut, aber leider mittlerweile 
hierzulande in Hobbymengen nicht mehr leicht erhältlich. Das FL-22 von 
Edsyn ist auch gut und leichter zu erhalten.

Entlötlitze: Da habe ich wenig Bedarf und kann daher auch nichts 
empfehlen. Die Idee, da aus feindrähtigem Kupferkabel etwas zu basteln, 
ist aber nicht mehr zeitgemäß.

Lötzinn: An sich kann man da viel nehmen. Luxus und auch für 
komplizierte Lötungen sehr gut geeignet ist das BF32-3 von Amasan, das 
SN99Cu von Felder finde ich als universelles Lötzinn auch brauchbar, 
zumal es recht kostengünstig ist. Das Sn100Ni+ von Felder funktioniert 
auch. Das HS10 Fair von Stannol ist ein interessantes Produkt, leider 
hat es nur 2.5% Flussmittel mit dementsprechenden Löteigenschaften.
Bei den heutigen guten bleifreien Loten muss man echt nicht mehr auf 
olles Radiolot aus der Steinzeit zurückgreifen.
#6848583
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Auch wenn danach nicht gefragt wurde: Wichtiger fürs Löten ist gutes und 
geeignetes Werkzeug, in erster Linie der Lötkolben und dieser mit 
nicht zu kleiner Spitze.

Ich löte eher historische Geräte, für die in der Herstellung verbleites 
Lot benutzt wurde. Das war für meinen früheren Weller Magnastat kein 
Problem. Von dem musste ich mich Anfang des Jahres verabschieden, 
Nachfolger wurde eine gebrauchte Station von JBC. Zugleich habe ich zwei 
Rollen Felder Lötzinn bestellt, einmal Sn96Ag4 und Sn100Ni+. Beide 
lassen sich mit der JBC problemlos verarbeiten, ganz als wäre es 
verbleites Lot.

Aktuell ist Lötzinn mit Silberanteil offenbar exorbitant teuer. Einen 
wesentlichen Vorteil habe ich darin nicht gemerkt. Das günstigere 
silberfreie Lötzinn funzt auch, also z.B. das genannte Sn100Ni+.

Nach einer früheren Erfahrung mit billigem unbrauchbarem Radiolot kaufe 
ich jedenfalls ausschließlich Markenware von Herstellern wie Felder oder 
Stannol.

Soweit mein Senf zum Thema. Finde dazu die Erfahrungen der anderen User 
interessant.

Ergänzung: Flussmittelanteil von 3,5 % im Lötdraht hat sich bei mir 
bewährt. Damit ist in den überwiegenden Fällen Zugabe von separat 
zugeführtem Flussmittel entbehrlich.
#6848630
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Das entspricht auch weitgehend meiner Erfahrung. Sn100NI+ von Felder ist 
sehr gut zu verarbeiten. Amasan soll sogar noch besser sein, ich hab 
aber nirgends eine Bezugsmöglichkeit gefunden, die zu normalem Preis was 
verkauft.
Nach meinen Tests mit SN63/37 ist das schon genannte Kingbo RMA-218 
sogar etwas besser wie das originale Amtech NC-559, wobei das angeblich 
nur für bleihaltiges Lot gut ist, bzw sein soll.
Das RM-223 von Amtech, was laut Beschreibung für bleifrei und bleihaltig 
gut ist, ist nach meinem Test für gar nix gut. Da ist jedes selber aus 
Kolo, Spiritus und Vaseline zusammengepanschte Flussmittel deutlich 
besser.
Angeblich kann man auf den Spiritus auch verzichten, auf Experimente in 
der Richtung hab ich wegen Brandgefahr aber verzichtet. Man muss beides 
doch stark erhitzen, damit sich das mischt.
Gast #6849025
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someone schrieb:
> Es ist verwunderlich, warum hier noch so viele vorsintflutliche
> Materialien empfohlen werden. Sn60Pb40 ist jetzt auch keine besonders
> tolle Legierung, Sn63Pb37 oder Sn62Pb36Ag2 sind, wenn's schon bleihaltig
> sein muss, deutlich besser.

Mag sein, aber ich habe eher Probleme mit dem Flussmittel als mit der 
Legierung. Wenn das nicht passt, hilft auch Sn63Pb37 oder Sn62Pb36Ag2 
nichts.

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