Am kommenden Montag den 31.10.2022 ist Ende mit dem Conrad Shop auf der
Zeil in Frankfurt. Der Ausverkauf läuft und ein paar Teile sind noch da,
wie ich heute feststellen konnte. Leider nichts für mich. Da waren schon
die Räuber da!
Aber weg mag ...
War zu erwarten. Conrad wurde immer schlechter und wollte mit
Mediamarkt/Saturn konkurrieren. Dass das nicht funktioniert, war
vollkommen klar. Hätten sich auf höherwertiges Werkzeug, Messtechnik für
Elektriker und Elektroniker und auf Nischen wie Amateurfunk und
Modellbau spezialisieren sollen. Und eben kein Consumer-Massenmarkt.
Alexander schrieb:> Warum, kommst Du versandkostenfrei an Bauelemente ran? Ich brauche noch> ne LED
Dann fahr am Montag noch schnell nach Frankfurt in die Zeil! Die LED
wird bestimmt ein Schnäppchen. Viel Glück!
Conrad jetzt aufkaufen, wenn der Wirtschaftskrieg mit China losgeht,
kann man die Läden hier schneller wieder aufmachen. Leider dann erstmal
ohne Ware.
In Mannheim gehts angeblich noch bis zum 19.11. aber in den Regalen ist
auch nur noch Ramsch. Der Haupteingang ist derzeit aber wegen "Umbau"
geschlossen.
Von allen mir bekannten Electronicanbieter aus den 80 Jahre hab ich mich
immer gefragt warum gerade die Apotheke Conrad überlebt hat.
Ich habe bei Conrad nur auf der Hobbytronic was gekauft, aber eins darf
man nicht ausser acht lassen, das Personal in den Läden muss schließlich
auch bezahlt werden.
In Duisburg hatte Völkner mal ein Ladengeschäft.
Tobo M. schrieb:> hab ich mich immer gefragt warum gerade die Apotheke Conrad überlebt hat.
Noch im Jahr 2015 hatte QVC seinen Angestellten regelmäßig aufgefordert,
alles zu tun, um den Umsatz und die Marge von Conrad zu erreichen.
Ich frage mich, wie es den Strategen geht, die sich das ausgedacht
hatten. Aber nicht nur dort, denn ich habe das Gefühl, dass der
Kapitalismus in seiner bisherigen Form am Ende ist. Ewiges Wachstum, der
Markt regelt alles, Zinseszins, Leerverkäufe, ... Alles Ideen die
verboten gehören, weil sie auf maßlose Ausbeutung beruhen.
Stefan F. schrieb:> Ich frage mich, wie es den Strategen geht, die sich das ausgedacht> hatten. Aber nicht nur dort, denn ich habe das Gefühl, dass der> Kapitalismus in seiner bisherigen Form am Ende ist. Ewiges Wachstum, der> Markt regelt alles, Zinseszins, Leerverkäufe, ... Alles Ideen die> verboten gehören, weil sie auf maßlose Ausbeutung beruhen.
Die Sklaverei wurde nie abgeschafft, sie hat nur einen anderen Namen.
Ich habe immer noch 'ne 50 Euro Guthabenkarte von Conrad. Vermutlich
kann ich mir damit demnächst einmal gepflegt den Arsch abwischen oder
so. Oder kann ich eine Auszahlung verlangen wenn der Laden pleite geht?
Versteht mich nicht falsch, nach besonders tollen Erfahrungen mit der
Modellbau-Sparte dieses Saftladens in der Jugend feiere ich deren Pleite
wie lange nichts mehr. Das ist mir auch mehr als 50 Euro wert, aber
gönnen tue ich sie denen trotzdem nicht.
Alexander schrieb:> Warum, kommst Du versandkostenfrei an Bauelemente ran?
Bei den Preisen die Conrad aufrief sind die Versandkosten locker mit
drin..
Das Bauelementangebot im Laden war sowieso grottig.
Ich weine denen keine Träne nach!
>> Ich habe immer noch 'ne 50 Euro Guthabenkarte von Conrad.> In Internet einlösen?
Wofür? Die haben doch niemals was Lieferbares, was mich interessieren
würde - schon gar nicht für bis 50 Euro, weil ich's woanders für weniger
als die Hälfte bekomme.
> Immer, wenn man denkt, man hat HIER das größte bekannte Arschloch> gesehen, produziert sich umgehend ein noch größeres.
Da werde ich bezüglich meiner Meinung zu Conrad nichts gegen sagen
können. Allerdings haben sie sich dieses Arschloch selbst produziert,
denn hätten sie mich damals als Halbstarken nicht mit einem komplett
funktionsunfähigem RC-Car um vielleicht zwei Jahre Taschengeld
abgezockt, dann würde ich den Laden wahrscheinlich heute noch mögen.
Manfred K. schrieb:> Bei den Preisen die Conrad aufrief sind die Versandkosten locker mit> drin..> Das Bauelementangebot im Laden war sowieso grottig.> Ich weine denen keine Träne nach!
In unserer Filiale in Dresden gab es immer alles was ich brauchte,
spontan und sofort, da auf Lager, bezahlt habe ich mit Centbeträgen als
Bargeld. Einige Mitarbeiter waren selbst Elektroniker, und es gab eine
Reparaturecke da konnte man Platinen löten. Für die Kinder war
währendessen genug Beschäftigung in der Spielwarenabteilung, und selbst
meine Frau hat noch das ein oder andere entdeckt.
Ich habe erst kürzlich online bestellt und festgestellt bei den
Versandkosten kommt man nicht mal mehr annähernd auf die Stückpreise.
Da war der Conrad Hasenheide anders. Diverse Allerweltstransistoren wie
z.B. mein damaliger Standard-Basteltransistor BC547/557 waren regelmäßig
nicht auf Lager. Das gleiche war bei den für mich damals schon
interessanten Audioverstärker-ICs der Fall, die man sich aus deren
Katalog herausgesucht hatte. Hingefahren, Mr. Hamwanich begrüßt,
zurückgefahren, 3..4 Stunden Freizeit im Arsch.
Anstatt einer Spielecke für Kinder oder einer Löt-Ecke gab es irgendwann
eine Schrott-Ecke. Die machte ihrem Namen auch alle Ehre, denn nachdem
man in den Anfangstagen durchaus noch das eine oder andere nützliche
Bauteil für einen guten Preis abgreifen konnte, gab es da später
wirklich nur noch Schrott. Also wirklich Elektroschrott, teilweise
komplett zerbombte Geräte (also echt hochwertige, z.B. ein
Festnetz-Tastentelefon oder ein Kofferradio) für einen Preis, zu dem sie
selbst intakt niemand gekauft hätte. Totale Zerstörung als
aufpreispflichtige Serviceleistung sozusagen. Nee danke, das war alles
nur noch Verarschung und der Laden geht zurecht vor die Hunde.
Und versteht mich nicht falsch, ich finde es durchaus bedauernswert,
wenn die Angestellten ihre Jobs verlieren. Die können ja nichts dafür.
Aber ich gönne es den verantwortlichen Leitenden und der Chef-Etage, daß
sie für diese Kundenverarsche und Abzocke wenns nach mir geht für den
Rest ihres Lebens von Hartz4 leben dürfen. Was anderes haben sie meiner
Meinung nach nicht verdient.
Ben B. schrieb:> Totale Zerstörung als aufpreispflichtige Serviceleistung sozusagen.
Und wo kam der Schrott her? Ein Geschäft ist immer nur so gut wie seine
Kunden. Ist eben regional bedingt unterschiedlich. Im Dresdner
Hauptbahnhof könnte ich mich seelenruhig schlafen legen, im Frankfurter
Hauptbahnhof eher nicht.
Die bayrische Filiale im zentral gelegenen Hirschau bleibt uns ja
erhalten, mit Pleite hat diese Umstrukturierung nichts zu tun.
Der Conrad-Clan ist sehr wohlhabend, die werden keine Probleme haben.
Tummeln sich auf dem Golfplatz. Die Etage unten drunter sucht sich eben
was Neues. Noch tiefer wird's dann schwieriger.
Vorher hatte Conrad viele kleine Elektronikläden kaputtgemacht. Da muß
man nicht weinen über diese Apotheke.
Es ist im 8-Euro-Reichelt-Thread alles gesagt worden. Hohe
Versandkosten, aber ein Einkauf vor Ort ist noch teurer. Ja, ich mochte
das Stöbern bei Conrad auch, ergab sich aber eher, wenn ich ohnehin in
der Nähe zu tun hatte. Extra hinfahren lohnte nie. Also warum sollen sie
noch Ladengeschäfte vorhalten? Ich kann es inzwischen verstehen.
Ben B. schrieb:> schon gar nicht für bis 50 Euro, weil ich's woanders für weniger> als die Hälfte bekomme.
Du hast ja ein geiles Verständnis von Wirtschaft. 50€ sausen lassen,
weil man es woanders für 25€ kommt.
Ich erinnere mich an meinen letzten Besuch der Halbleitertheke in
Düsseldorf.
Ich: Ich hätte gerne ein paar rote LEDs, aber nicht die dunklen
Glimmfunzeln, sondern aktuelle.
Er: Was meinen sie?
Ich: Ich meine welche mit mehr als 100 mcd.
Er: Schauen sie, da vorne sind ein paar ausgestellt. Suchen sie sich
eine aus.
Ich: Die haben alle nur einen kleinen Abstrahlwinkel und sind zu teuer.
Ich bezahlen maximal 1 Euro pro LED.
Er: Dann halt nicht, sonst noch was?
Ich: Ja, ein paar Kondensatoren 10µF. Brauche ich nur für 5V, Bauform
ist egal. Haben sie 10 Stück?
Er verschwindet und kommt 10 (!) Minuten später wieder: Ich brauche eine
Artikelnummer.
Ich: Geben sie mal den Katalog her. Hier die zum Beispiel.
Er hackt auf den Computer ein, dann: Hammer nich
Ich: Dann diese
Er: Hammer nicht
Ich: Dann diese
Er: So geht das nicht, sie halten hier alles auf.
Ich: Sorry, aber so ungewöhnlich sind 10µF Kondensatoren nicht. Woher
soll ich wissen welche sie vorrätig haben, wenn sie das schon nicht
heraus finden können. Können sie nicht einfach ins Lager gehen und
schauen was in der Schublade drin ist? Ich würde auch 22µF nehmen.
Er: Nein, so finde ich die nicht. Ich brauche die Artikelnummer.
Ich: Sorry Leute, ich kaufe hier nicht mehr ein.
zum Kotzen solche Kunden.
Gibt es aber leider zu Hauf.
Viele verstehen nicht, das Conrad nicht Reichelt oder Rs ist.
Eine Autosicherung, einen 220uF Elko, einige Widerstände tc ak, aber
wenn einer zu mir kommen würde und eine Elko für um 5V und 10uF haben
wollte..pfft...da ist die Tür...
Aber das mit der LED war echt die Spitze...wie in einem Wusnchalden.
Der Teiletresen diente heutzutage nur noch für 0815 Ware, also Du willst
eine LED bekommste, Du hast Sonderwünsche, dann bestell es dir.
Scherz Beiseite.
Ich meine es teilweise schon ernst.
Genau an Deinem Beispiel sieht man doch, weshalb es solche Geschäfte
nicht mehr geben KANN!
Damals gab es nur eine Überschaubare Bauteilauswahl an gängigen
Halbleitern.
Heute gibt es so unfassbar viel, wie sollen die das noch alles da haben
und dann natürlich zu preisen wie bei Ali.
Für den einen ist es selbstverständlich das die alle AVRs da hahen
sollten, der andere meckert ja schon bei Reichelt über die kleine
Auswahl der ARMS CPUs etc pp.
Leider ist dieses Geschäftsmodell aufgrund der Vielfallt heute schon
schlicht nicht mehr möglich.
Wenn dann noch SMD Bauteile dazukommen...unmachbar
KArl Fred M. schrieb:> Heute gibt es so unfassbar viel, wie sollen die das noch alles da haben
Ich bin lange gerne nach Arlt Elektronik gegangen. Die hatten nicht
viel, aber was in dem gelben manuell erstellten Katalog stand, war immer
da. Man konnte seine Basteleien daran ausrichten.
Stefan F. schrieb:> Ich erinnere mich an meinen letzten Besuch der Halbleitertheke in> Düsseldorf.
Hach, da verstehe ich Stefan gut. Das kenne ich. Hilflose Verkäufer,
zeitraubende Gespräche, erfolglose Einkäufe.
Kein Wunder, dass es auf Versandhandel hinausläuft, wo den Kunden das
vergebliche Schlange stehen und den Verkäufer die Überforderung mit den
Bauelementen erspart bleibt.
Hier verweise ich wieder auf den Reichelt 8,00 Euro
Versandkosten-Thread.
KArl Fred M. schrieb:> zum Kotzen solche Kunden.> Gibt es aber leider zu Hauf.> Viele verstehen nicht, das Conrad nicht Reichelt oder Rs ist.> Eine Autosicherung, einen 220uF Elko, einige Widerstände tc ak, aber> wenn einer zu mir kommen würde und eine Elko für um 5V und 10uF haben> wollte..pfft...da ist die Tür...
Die gängigen Standardteile sollten aber schon vorrätig sein. Der Kunde
hier im Beispiel war sogar noch flexibel und hätte auch andere, ähnliche
Kondensatoren gekauft. Wenn das ein Laden nicht auf die Kette bekommt,
dann sollte er besser zu machen.
Das einzige was ich hier vom geschlossenen Conrad erbeutet habe, war ein
frühstücksbrettgroßer "Conrad bringt sie auf Ideen"-Stempel. Wird
bestimmt mal was wert. Zur Not als Brennholz. ;)
Warum gab es in den 50ern und 60ern Läden mit Schaufenstern? Weil man
dort, und fast nur dort, Ware anschauen und kaufen konnte. Das Angebot
war überschaubar, und so hatten die Händler z.B. auch Ersatzteile für
ihre Waren. Ob es sich um Schleifkohlen oder Entstörkondensatoren für
Elektrogeräte handelte, Röhren für Radios und Fernseher sowieso, oder um
Ersatzgläser für Thermoskannen, Dichtringe für Schnellkochtöpfe etc.
Wer Spezialbedarf hatte, mußte in eine Großstadt und hoffen daß er einen
passenden Laden fand. Oder man kaufte eine Fachzeitschrift und nutzte
die Katalogkarten. Für vieles davon gab es nie Ladengeschäfte. Ich kenne
zum Beispiel keine Chemikalienläden. Klar, Drogerien hatten mal etwas
mehr, aber ich meine das was man im Katalog kaufen konnte.
Daß es mal Elektronikläden gab, lag halt daran, daß man damit mal Geld
verdienen konnte, weil es soviel Bedarf gab. Heute gibt es nichtmal mehr
Autoteileläden. Hier in der Großstadt hat gerade der eine von zweien
zugemacht, und in einer Kleinstadt nebenan hat bei einem alles was im
Regal stand, mehr als das Doppelte wie bei einem Versender gekostet.
So ähnlich wie die Tante-Emma-Läden verschwunden sind, weil
Selbstbedienung in allen Belangen besser ist, wird das wohl mit dem
Einzelhandel abseits von Lebensmitteln und Klamotten als ganzem
passieren.
Ich brauche zum Beispiel gerade:
-eine bestimmte Dichtmasse von Sikaflex. Bin sogar mal an der
Werkspforte vorbeigekommen, aber ich bin mir sicher, daß der Pförtner
sie mir nicht verkauft hätte.
-O-Ringe mit bestimmten Abmessungen, zum einen für die Kaffeemaschine,
zum anderen fürs Auto
-Kohlen für eine Bohrmaschine
-einen Hepafilter für einen Staubsauger, eigentlich sogar für zwei
verschiedene.
-von Elektronikbauteilen gar nicht zu reden.
Alles Dinge, die man nur im Netz bekommt. Lediglich Kondensatoren von
One Hung Lo gab es noch bis vor Kurzem bei Conrad. Ordentliche mußte man
auch schon woanders bestellen.
Ist ja nicht Conrad alleine verschwunden, alle anderen Stationär-Händler
ja auch. Dank Versandhandel (eigentlich war Conrad da ja der Vorreiter),
dem damit verdienten Geld und dem Image (die früheren Bastelkinder waren
jetzt gutsituierte Familienväter und mussten nicht auf jede(n) Mark/Euro
schauen) funktionierte es eben eine Weile länger. Jetzt ist eben
Schluss.
Was es heute auch sehr schwierig macht sind neben der gefühlt
unendlichen Vielfalt der Bauteile auch deren kurze Haltbarkeit für
einwandfreie Lötbarkeit und gleichzeitig immer grösseren VPEs der
Hersteller. Man kann keine zigtausender VPE kaufen, 3 Teile entnehmen
und die wieder sachgerecht lagern.
Ein Hauch von Oxid macht bei einem DIL-Gehäuse so gut wie nichts, beim
TQFP wirds schwierig und QFN und Konsorten ist dann eben nur noch Müll.
Man kann das nicht in Bastelmengen verkaufen.
Ansonsten: mir tut es auch kein bisschen leid, die Leidensphase ist
schon 25 Jahre um. Der Conrad-Katalog war ein wesentlicher Teil meiner
späten Kindheit/früher Jugend.
Wollvieh W. schrieb:> Ich kenne> zum Beispiel keine Chemikalienläden.
Gab es früher durchaus.
Aus uralter Erinnerung: Dr. Wieland & Co. am Sedanplatz in Pforzheim.
Schuld daran hat im Wesentlichen, dass weniger Bastler in den Jahrgängen
nachkamen. Dies haben aber die Frauen zu verantworten, weil diese keine
"langweiligen Techniker" wollten. Falls unter dem Nachwuchs doch
interessierte Kinder waren, dann wurde das unterdrückt. Es gab drei
Kinder, die sich dafür interessierten und die ein paar Teile zum Basteln
bekamen. Zum Teil unter glänzenden Augen, mußten diese das
zurückbringen. Die Mütter hatten eine panische Angst aus dem Kind könnte
dadurch eine bastelndes introvertiertes Kellerkind werden.
Dann gibt es natürlich auch das Internet zum Bestellen, das natürlich
auch eine Konkurrenz ist. Aber zu viele Leute gingen auch zum Conrad um
sich beraten zu lassen und bestellten woanders.
Nebenbei wollen alle mehr Gehalt bekommen, aber keiner will die dadurch
verursachten höheren Preise bezahlen.
Was es heute auch sehr schwierig macht sind neben der gefühlt
unendlichen Vielfalt der Bauteile auch deren kurze Haltbarkeit oder
Miniaturisierung.
Der Genderismus ist dort auch eingezogen. Dadurch wird schon seit
einiger Zeit zu viel Personal ohne einen Fimmel für die Technik
eingestellt und von unten bis nach ganz oben durchgereicht. Die haben
dann auch keinen Riecher, wohin der Bastler strebt.
Exportbeschränkungen spielen auch eine Rolle. Beim Ladenverkauf ist das
nicht zu kontrollieren, wenn die Teile in Deutschland verkauft werden
dürfen, aber zum Beispiel nicht weiterverkauft werden dürfen an Russen.
Die gehen sonst hier in den Laden und kaufen die Teile ein. Solche Teile
konnten die Damen am Tresen einfach nicht bestellen. Die wissen heute
noch nicht warum das nicht ging.
KArl Fred M. schrieb:> zum Kotzen solche Kunden.
Oder eher solche Kommentare?
> Viele verstehen nicht, das Conrad nicht Reichelt oder Rs ist.> Eine Autosicherung, einen 220uF Elko, einige Widerstände tc ak, aber> wenn einer zu mir kommen würde und eine Elko für um 5V und 10uF haben> wollte..pfft...da ist die Tür...
Wo ist dann die Berechtigung des Ladens? Früher gab es Läden wo man
genau so einkaufen konnte. Ich denke da an Bassenberg in BS oder Flemmig
in WF, Inhabergeführt und selbige vom Fach.
Als es den originalen Völkner-Eckladen noch gab, war es auch kein
Problem, dort einen einzelnen Transistor oder drei Widerstände zu
kaufen. Beim Transistor hat der Verkäufer sogar in seine Ersatzliste
geschaut und wusste, was er lieferbar hat.
Fakt ist aber auch, dass die sich wirtschaftlich nicht halten können,
Zeitaufwand und Umsatz passen nicht zueinander.
> Aber das mit der LED war echt die Spitze...wie in einem Wusnchalden.> Der Teiletresen diente heutzutage nur noch für 0815 Ware, also Du willst> eine LED bekommste, Du hast Sonderwünsche, dann bestell es dir.
Der Wunsch ist nicht abwegig, aber man kann auch nicht erwarten, dass
der Verkäufer alle Bauteiledaten kennt. Da hilft wirklich nur der
Katalog.
Paul schrieb:>> wenn einer zu mir kommen würde und eine Elko für um 5V und 10uF haben>> wollte..> Die gängigen Standardteile sollten aber schon vorrätig sein. Der Kunde> hier im Beispiel war sogar noch flexibel und hätte auch andere, ähnliche> Kondensatoren gekauft. Wenn das ein Laden nicht auf die Kette bekommt,> dann sollte er besser zu machen.
Wohl wahr, das sollte er können.
Wollvieh W. schrieb:> [ Ersatz-Kleinteile ]> Alles Dinge, die man nur im Netz bekommt.
Auch mit dem Netz habe meine liebe Not, Preise und Versandkosten:
Die Brotschneidemaschine hat bei real mal knapp 40 Euro gekostet und
brauchte einen neuen Zahnriemen. Bei den deutschen Anbietern kratze ich
da die 20 Euro an. Na gut, das Innenleben zeigt klar die Herkunft China
und Ali hat's gerichtet.
Am Heizkessel ist die Kontrolleuchte kaputt und beim Ausbau das
Plastikgehäuse zerbrochen. Hat ein etwas abstruses Maß, rechtfertigt das
wirklich, die für 21 Euro verkaufen zu wollen? Da musste dann leider mit
Unterlegscheibe und Lüsterklemme geferkelt werden.
Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, mit der defekten Lampe zu Conrad
zu fahren.
Der Conrad in Braunschweig ist schon lange weg. Solange es ihn gab, bin
ich einige Male im Ramschverkauf gewesen, auf seinem Hinterhof und nur
tageweise geöffnet.
Im Laden selber gab es nichts, was mich angesprochen hätte. Die Struktur
mit mehreren Theken nach Fachbereich und auf zwei Geschossen hat mich
eher abgeschreckt, Rätselraten, wo ich denn hingehen solte. Na immerhin
habe ich dort mal zwei Pb137 bekommen, was aber auch der einzig reguläre
Einkauf ist, an den ich mich erinnern kann.
Meine Schwester hatte ihr Schnurlostelefon aus dem Conrad-Laden. Als die
Akkus schwächelten, hat sie sich dort 'beraten' lassen und für furchtbar
teuer zwei AAA-NiMH bekommen.
Der Laden fehlt mir nicht!
H. H. schrieb:>> Ich kenne>> zum Beispiel keine Chemikalienläden.> Gab es früher durchaus.
Kommt halt drauf an, wo man wohnt / wie weit man fahren mag. Früher bin
ich zu Richard Sichler Chemikalienhandel in Braunschweig gefahren,
Eisendreichlorid, Ätznatron .. zu günstigen Preisen. Das Internet kennt
ihn noch, aber das Handelsregister verrät mir, dass er 2012 gelöcht
wurde :-(
Das geht quer über alle Branchen, die spezialisierten Ladengeschäfte
verschwinden.
H. H. schrieb:> Du hast eine blühende Phantasie.
Wäre überglücklich, wenn das so wäre. Wenn zwei Kunden das Selbe kaufen,
bei einem der seine Conrad-Card verwendet und mit der EC-Karte geht es
und bei einem anderen Kunden der ohne Conrad-Card bar zahlt an der Kasse
schon die Kasse den Dienst verweigert das Produkt anzunehmen, wurde es
interessant. Es war nicht die SIM-Karte, die noch registriert werden
muss mit Adressangaben und Ausweis.
Dieter schrieb:> Wäre überglücklich, wenn
... Du Deine Texte verständlich formulieren könntest. Ein paar
Satzzeichen würden dabei helfen, aber sind nicht die alleinige Lösung.
Manfred schrieb:> Richard Sichler Chemikalienhandel
alte Zeiten. Und dann gabs noch den Laborbedarf am Ring Ecke Hamburger.
"Eigentlich darf ich dir das ja nicht verkaufen, ..." und hast doch
alles bekommen: mußt ja den Chemieversuch aus der Schule nachbauen oder
so :-)
Nachdem Conrad den Völkner aufkaufte, war der Laden noch ungefähr 10
Jahre recht gut. Dann wurde mehr auf Fertigprodukte gesetzt und Ramsch.
Damit begann der Abstieg. Schade.
Helge schrieb:> Dann wurde mehr auf Fertigprodukte gesetzt und Ramsch.
... als Reaktion den sinkenden Umsatz durch die Abnahme der Zahl an
Bastlern in den nachwachsenden Jahrgängen auszugleichen.
Dieter schrieb:> ... als Reaktion den sinkenden Umsatz durch die Abnahme der Zahl an> Bastlern in den nachwachsenden Jahrgängen auszugleichen.
... Bastler, die sich ihren Kram nicht im Internet (bzw. direkt in
China) bestellen.
Nur vom Verkauf blauer LEDs für "Kfz-Tuner" kann man halt nicht leben.
Jens schrieb:> War zu erwarten. Conrad wurde immer schlechter und wollte mit> Mediamarkt/Saturn konkurrieren. Dass das nicht funktioniert, war> vollkommen klar. Hätten sich auf höherwertiges Werkzeug, Messtechnik für> Elektriker und Elektroniker und auf Nischen wie Amateurfunk und> Modellbau spezialisieren sollen. Und eben kein Consumer-Massenmarkt.
Hi !
Wenn jemand mal so ein richtiges Elektronikladengefühl bekommen will:
Da gibt es in Wöllstadt (nördlich von Frankfurt) die Firma ELW. Das
ist wie in meiner Jugend. Der Laden ist wirklich super sortiert.
Das Personal ist kompetent. Das Preisniveau geht auch noch.
Man sollte allerdings zum Besuch eine Maske dabeihaben, sonst darf
man in den Laden nicht rein .
Bitte daran denken, dass das mit der Maske nichts mit irgendwelchen
übertriebenen Ansichten zu tun hat. Dort arbeiten Personen, die auf
Grund bestimmter Krankheiten ihr Leben lang starke immunsuppressive
Medikamente einnehmen müssen. Die durchschnittliche restliche
Lebenserwartung liegt bei 10-12 Jahren, wenn man so etwas hat.
Alexander schrieb:> Manfred K. schrieb:>> Bei den Preisen die Conrad aufrief sind die Versandkosten locker mit>> drin..>> Das Bauelementangebot im Laden war sowieso grottig.>> Ich weine denen keine Träne nach!>> In unserer Filiale in Dresden ... Einige Mitarbeiter waren selbst >
Elektroniker,
Die dürften wohl von dem großen DDR Elektronikladen gekommen sein.
Der Alte an der Bauteiltheke kam mir irgendwie von da bekannt vor.
Ich fand's immer schön wenn ich in den Laden gekommen bin mit einer Idee
ohne selbst zu wissen was ich überhaupt genau brauche, und meist spontan
2-3 Anregungen und 1 Lösung mitbekommen habe.
Helge schrieb:> Nachdem Conrad den Völkner aufkaufte, war der Laden noch ungefähr 10> Jahre recht gut. Dann wurde mehr auf Fertigprodukte gesetzt und Ramsch.
Naj, Gemischtwarenladen bzw Ramsch kann Reichelt seit mehreren Jahren
auch sehr gut.
Wenn bei Bauteilen der Verkäufer durch nen Schubladenbediener ersetzt
wird (und der nicht mal das schafft), und dann auch noch die Hälfte der
Schubladen leer ist, brauchste kein Ladengeschäft betreiben. So
geschehen zuletzt in München, als noch offen war: "Hamwa nicht" und ich
sag dem genau wo die Teile liegen, und dann findet der Burschi die erst.
:-)
Jens schrieb:> War zu erwarten. Conrad wurde immer schlechter und wollte mit> Mediamarkt/Saturn konkurrieren.
Frankfurt war mit einer der ersten, wo sie dieses Konzept versucht
haben. Mit dem Umzug von der Berger Straße auf die Zeil war das ganze
eigentlich nur noch ein Elektrogerätehändler und der Rest schon arg in
die Ecke gedrängt.
Jens schrieb:> Hätten sich auf höherwertiges Werkzeug, Messtechnik für> Elektriker und Elektroniker und auf Nischen wie Amateurfunk und> Modellbau spezialisieren sollen. Und eben kein Consumer-Massenmarkt.
Und genau das ist das Problem mit einem Ladengeschäft. Mit der geringen
Anzahl an Leuten die in diese Gruppe fallen kann man keinen Laden am
Leben erhalten und schon gar nicht an so einem Standort wie der Zeil in
Frankfurt.
Die Zeit der Spezialgeschäfte ist einfach vorbei. Dafür ist auf der
einen Seite die Produktauswahl, die man vorrätig haben müsste heutzutage
viel zu groß. Und auf der anderen Seite die Margen, die damit noch
erzielt werden können, viel zu gering um einen großen Laden in für viele
"erreichbaren" Lage zu unterhalten.
Wenn die Bahnfahrkarte schon das doppelte Kostet wie die Versandkosten
egal von woher. Da fällt es einfach Teile nur noch zu bestellen wo man
wenigstens auch weiss das man alles bekommt und nicht nach dem teuren
Ladenbesuch dennoch die Hälfte bestellen muss.
Mark S. schrieb:> von mir aus kann die blaue Traditionsapotheke gerne dicht machen
Von mir aus auch. Ich frage mich sowieso wie das Businessmodell
von Conrad funktionieren soll. Beim stöbern in ebay bin ich schon
des Öfteren über Angebote dieser Apotheke gestoßen. z.B ein
7 W Keramik Drahtwiderstand für 11€ + Versand. Wenn ich einen
Angestellten hätte der das kauft, würde ich ihn fristlos
entlassen.
Dieter schrieb:> Bitte daran denken, dass das mit der Maske nichts mit irgendwelchen> übertriebenen Ansichten zu tun hat. Dort arbeiten Personen, die auf> Grund bestimmter Krankheiten ihr Leben lang starke immunsuppressive> Medikamente einnehmen müssen. Die durchschnittliche restliche> Lebenserwartung liegt bei 10-12 Jahren, wenn man so etwas hat.
Also ich habe da kein Problem mit, der Besitzer ist scheinbar ein
älterer
Herr. Der Besitzer legt die Regeln für seinen Laden fest. Punkt.
Jefe schrieb:> In HH war letzte Woche auch kaum noch was da.
Das war vorher gefühlt auch nicht groß anders ;-).
Sehr netter Laden, war da früher öfter und im Eingang gab es lecker
selbstgemachte Pizza. Zuletzt aber nur noch 1-2 mal im Jahr, bei 10
Minuten Fußweg. Selbst mit vorher bezahlter Abholung war es inkl.
Wartezeit am Tresen mehr Aufwand als abends bei RS zu bestellen und
morgens die Teile zu haben.
HAL9000 schrieb:> Wenn jemand mal so ein richtiges Elektronikladengefühl bekommen will:>> Da gibt es in Wöllstadt (nördlich von Frankfurt) die Firma ELW. Das> ist wie in meiner Jugend. Der Laden ist wirklich super sortiert.> Das Personal ist kompetent. Das Preisniveau geht auch noch.
Wo findet man den bei denen was über die Versandbedingungen? Versenden
die mit DHL und an Packstationen?
Dieter schrieb:> Bitte daran denken, dass das mit der Maske nichts mit irgendwelchen> übertriebenen Ansichten zu tun hat.
Das bezieht sich jetzt auf den Laden in Wöllstadt ?
Helge schrieb:> Nachdem Conrad den Völkner aufkaufte, war der Laden noch ungefähr 10> Jahre recht gut.
Nö, Völkner war für mich der Eckladen in der Ernst-Amme-Straße bzw. das
Versandlager bei Broitzem. Alles danach taugte nichts mehr.
Manfred K. schrieb:> Naj, Gemischtwarenladen bzw Ramsch kann Reichelt seit mehreren Jahren> auch sehr gut.
Schaue mal in die Liste von Pollin.
Vor ein paar Jahren war ich mal in Pförring im Laden, das ist mehr ein
Mini-Media-Markt als den Bastler ansprechend. Aber Pollin unterhält halt
keine weiteren Ladengeschäfte.
Da dieser einzige Laden im Hauptgebäude ist, hat man natürlich Zugriff
auf das gesamte Sortiment und der Mann an der Bestelltheke war
freundlich. Also bestellen und nach ca. 15 Minuten an der Kasse abholen.
Würde ich in der Gegend wohnen, würde ich es nutzen.
Das soll wohl auch bei Reichelt in Sande so funktionieren, berichtete
ein Kollege, der mal in der Gegend zu tun hatte.
Irgend W. schrieb:> Und auf der anderen Seite die Margen, die damit noch> erzielt werden können, viel zu gering um einen großen Laden in für viele> "erreichbaren" Lage zu unterhalten.
"Erreichbare Lage" - wer legt das fest? Conrad Braunschweig war im
Gewerbegebiet Sudentenstraße, kommt man mit dem Linienbus nicht
komfortabel hin. Mit dem PKW hat man über die A392 eine sehr gute
Anbindung und kostenlose Parkplätze vor dem Laden oder zumindest im
Umfeld.
Geschäfte direkt in der Innenstadt gehen für mich garnicht, behinderte
Zufahrten und kostenpflichtige Parkhäuser hasse ich.
Also, welche Kunden will er haben - Laufkundschaft der Innenstadt oder
Leute, die gezielt anreisen?
Manfred schrieb:> kommt man mit dem Linienbus nicht komfortabel hin
naja 300m laufen ist kein Weltuntergang. Anfangs war der Laden noch gut
sortiert, mit der Zeit wurde das schlechter, zum Schluß gabs bei
Bauteilen kaum noch was. Es lohnte nich mal mehr, auf der Durchreise
einen Halt zu machen.
Ganz früher, in der Ernst-Amme-Straße, mußte man auf die heiß begehrten
"GH-Listen" schielen, aber die waren meist sofort weg..
In dem ausgeräumten Trafohäuschen freitags in Broitzem hatte ich mein
S1-94 zum halben Preis ergattert und mein M3650 um nur 40DM. Das M3650
läuft immer noch, fürs S1-94 bräuchte ich 3 Stück МП26б, falls jemand
die übrig haben sollte..
Irgend W. schrieb:> Die Zeit der Spezialgeschäfte ist einfach vorbei. Dafür ist auf der> einen Seite die Produktauswahl, die man vorrätig haben müsste heutzutage> viel zu groß. Und auf der anderen Seite die Margen, die damit noch> erzielt werden können, viel zu gering um einen großen Laden in für viele> "erreichbaren" Lage zu unterhalten.
Nö, das würde ich so nicht sagen.
Held der Steine - branchenfremd - steht mit seinem Lädchen recht gut da,
auch wenn er das meiste Geld mittlerweile wahrscheinlich mit seinen
Videos macht.
Und Segor hier in Berlin hat ebenfalls allemal seine
Daseinsberechtigung. Auch ohne daß ich da physisch anmarschiere. Jedes
Mal, wenn wir z.B. von Fischer Electronic einen Kühlkörper als Stange
brauchen, bestellt uns Segor die freundlicherweise und schickt sie uns
zu, weil FE sich für solch geringe Stückzahlen zu fein ist.
Und auch sonst, kurzfristig mal Kleinkram zu besorgen ist normalerweise
auch erfolgreich, denn im Gegensatz zum blauen Klaus haben die Leute
beim Segor Standardteile vorrätig.
die guten alten Zeiten ;) schrieb:> HAL9000 schrieb:>> Wenn jemand mal so ein richtiges Elektronikladengefühl bekommen will:>>>> Da gibt es in Wöllstadt (nördlich von Frankfurt) die Firma ELW. Das>> ist wie in meiner Jugend. Der Laden ist wirklich super sortiert.>> Das Personal ist kompetent. Das Preisniveau geht auch noch.>> Wo findet man den bei denen was über die Versandbedingungen? Versenden> die mit DHL und an Packstationen?
Die Frage steht noch immer im Raum. Anscheinend kann sie aber keiner
beantworten. Dann streiche ich die Adresse wieder aus meiner Liste.
Also Segor in Berlin ist ein ganz anderes Kaliber als Conrad. Erstens
können die vieles auf Wunsch beschaffen, wo man bei Conrad sofort auf
Granit gebissen hat wenn das Teil nicht im Katalog steht und zweitens
haben sie echt kompetente Mitarbeiter an der Theke, die nicht nur Teile
verkaufen können, sondern auch Ahnung von den Teilen haben. Von Segor
habe ich als Halbstarker damals z.B. gelernt, daß diese überall
aufkommenden Japan-Transistoren wie A1943 oder C5200, die in keiner
Liste auffindbar waren, in Wirklichkeit 2SA1943 und 2SC5200 heißen. Und
schwupps findet man die Dinger auch. Ihr müsst doch nicht denken, daß
das bei Conrad jemand wusste...
Leider war ich nicht oft bei Segor, weil die noch deutlich schlechter
erreichbar waren als Conrad... das war jedes Mal ein 4..5 Stunden
dauernder Ausflug einmal quer durch die Stadt.
die guten alten Zeiten ;) schrieb:> Wo findet man den bei denen was über die Versandbedingungen?
Das werten wir mal als Scherz, wenn die versenden wo bleibt da das
Elektronikladengefühl? Wenn Du nicht da wohnst streich es und gut.
Ben B. schrieb:> das war jedes Mal ein 4..5 Stunden> dauernder Ausflug einmal quer durch die Stadt
Immerhin wohnst Du in Berlin.
Alexander schrieb:> wo bleibt da das> Elektronikladengefühl
In München noch beim Balzer CFS Electronic in der Implerstraße.
Weniger modernes als viel vergangenes Zeug mit vielen Raritäten und
immer einem guten Rat vom Klaus.
Alexander schrieb:> Die bayrische Filiale im zentral gelegenen Hirschau bleibt uns ja> erhalten,
Nicht in Hirschau, in Wernberg-Köblitz, direkt an der A93.
> mit Pleite hat diese Umstrukturierung nichts zu tun.
Mit florierendem Geschäft aber auch nicht.
Manfred schrieb:> Das soll wohl auch bei Reichelt in Sande so funktionieren, berichtete> ein Kollege, der mal in der Gegend zu tun hatte.
Ich komme aus der Ecke und so ist es immer noch. In der Wartezeit kann
man sich dann mal eine Axt oder einen Spaten genauer ansehen. Oder
Rückläufer-Ramsch ...
Was ich faszinierend finde sind die Verkäufer. Die waren gefühlt auch
schon in der Marktstraße / Schlicktown da. Wie man das so lange aushält
...?
Ich lach mich grade halb tot - in Hannover wird nun auch die Filiale
sogar vorzeitig geschlossen. Aber lt. Internetveröffentlichungen wollen
sie jetzt mehrere Gewerbekundenfilialen eröffnen.*
Ein Rückblick auf die Hannoversche Filiale: wo ich mir als Kunde immer
kriminalisiert vorkam, da mitgeführte Taschen am Eingang in einer Reihe
Spinte eingeschlossen werden mussten. Die Leute am Service/Infotresen
und den Kassen waren auch meist wenig freundlich und hilfreich. Nur zwei
der Bauteiltresenmitarbeiter hatten Ahnung und waren engagiert. Aber die
konnten den Rest auch nicht rausreißen. Also: aus meiner Sicht ein
verdientes Ende, das ich dem Gesamtunternehmen nach einigen weiteren
kundenunfreundlichen Online - Vorfällen auch von ganzem Herzen wünsche.
Noch mehr Chancen bekommt der Laden von mir nicht mehr.
* Manchmal habe ich da zu Studentenzeiten auch mal was für den
Familienbetrieb geholt. Einige male sogar quasi als Feuerwehr kurz vor
Feierabend, das hat mir und den Kunden durch verhinderten
Maschinenausfall viel Geld gespart bzw. eingebracht. Das war gut, da
konnte man über einiges hinwegsehen. Nur das Sortiment vor Ort wurde
immer dünner. Plötzlich gab es keine Vergussmassen mehr. Kein
dünnflüssiges RTV Silikon, weniger Spezialchemie, Bauteile - höhö ....
Dafür aber immer mehr Konsumerkram statt Fachhandel - mit aus meiner
Sicht zweifelhafter Qualität.
Und nun wollen die also Gewerbekunden zurück. Ich bin gespannt. Mich
nicht mehr..
Vielleicht sollte Würth lieber sowas machen. Die können das. Sind zwar
manchmal bei den Preisen grenzwertig, wissen aber wie Service geht.
Maik .. schrieb:> Vielleicht sollte Würth lieber sowas machen. Die können das. Sind zwar> manchmal bei den Preisen grenzwertig, wissen aber wie Service geht.
Würth Elektronik soll Ladengeschäfte machen?
Reinhard S. schrieb:> Maik .. schrieb:>> Vielleicht sollte Würth lieber sowas machen. Die können das. Sind zwar>> manchmal bei den Preisen grenzwertig, wissen aber wie Service geht.>> Würth Elektronik soll Ladengeschäfte machen?
Würth hat merkwürdige Family-Stores (gehabt?) Da gabs alles für die
Familie, außer Babykleidung, nur nix aus dem Katalog. Völlig bescheuerte
Idee. Ich war da mal drin und hatte nach FFP-Masken gefragt. Zu einer
Zeit, als sie wieder allgemein verfügbar waren. Junge Verkäuferin läuft
mit mir zum Arbeitsschutzregal, "Die sind hier bei den, äh, also hier,
nein Moment, oh, ich frag mal eben." Dann kam sie nach einer Weile
zurück und meinte hamwa nich, gibts nich. Und man kann nur das kaufen,
was da ist, also 99,95% des Sortiments nicht.
(Edit: Ah, jetzt erst den Gag mit Würth Elektronik kapiert... Ja, ich
wollte schon immer mal Regale voller Spulen und Relais mitten in der
Innenstadt.)
Mal ehrlich, wozu 100km in die nächste Filiale fahren, wenn es online 6
Euro VK und 2 Tage warten kostet? Früher in den 1990 igern bin ich immer
gern in die Schillerstraße in München gefahren. Dort gabs einen Conrad,
Bürklin und zig andere kleine Läden mit Bastelware und gebrauchten
Geräten. Damals dauerte Bestellen 2 Wochen, war mit dem Telefon, finde
ich, total umständlich. Heute Klick, da und wenn es nicht passt wieder
zurück.
KArl Fred M. schrieb:> Aber das mit der LED war echt die Spitze...wie in einem Wusnchalden.> Der Teiletresen diente heutzutage nur noch für 0815 Ware, also Du willst> eine LED bekommste, Du hast Sonderwünsche, dann bestell es dir.
Das mit den Leds konnte ich auch nie nachvollziehen, absoluter Standard
- Kram und es wurden dann absurte Preise für 0815 Zeug verlang, das
Gleiche für Kondensatoren im Pack / "ausgesuchte" Transistoren im Pack /
4 Taster für "nur" 9,95 Euro im Pack / einfache Experimentierplatinen
für um die 10 Euro / hickhack wenn man nur ne Sicherung haben wollte:
bitte die Bestell Nr... usw...