Poti in Schaltung ersetzen

Gast #7321906

Hallo!

Ich baue hobbymaßig verschiedene Klangerzeuger-Module nach, wobei ich die Schaltpläne dazu meist im Netz finde. Aktuell wollte ich evnt ein Modul nachbauen, das einen Bass-Drum Sound erzeugt (Quelle: https://www.birthofasynth.com/Thomas_Henry/Pages/Bass_Plus.html, Schaltplan außerdem als Anhang).

Ich habe dabei ein sehr schlichtes Problem: die Potis die ich verwenden wollte, gibt es nur bis 100k, wie man sieht, benötige ich für R33 aber ein 500k Poti. Ich hatte den Gedanken, ob ich das 500k Poti nicht durch ein 100k Poti ersetzen kann, wenn ich C11 entsprechend vergrößere (auf ~10 µF). Mangels Hintergrundwissen habe ich leider nur eine sehr rudimentäre Vorstellung davon, wie die Schaltung funktioniert, und kann nicht so recht beurteilen, ob das so funktionieren würde. Kann jemand aufgrund des Schaltplans sagen, ob die genannte Modifikation die Funktion des Moduls ansonsten unverändert ließe?

Vielen Dank!

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Gast #7321994

Der OPA IC2a muss dann einen größeren Kondensator laden, also für längere Zeit einen großen Strom liefern. Da aber der OPA auch über die Dioden D2 und D3 andere Schaltungsteile bedient, kann das schon ein anderes Verhalten zur Folge haben. Dass es keine Auswirkung hat wage ich nicht vorherzusagen.

Mein Vorschlag: probiere es aus! Ein 500k Poti ist für einen Test beschaffbar (wenn es auch nicht deiner Wunschausführung entspricht); selbst ein einfacher Vergleich bei irgend einem Potiwert (Festwiderstand verwenden) und mit beiden Kondensatorvarianten sollte dir weiterhelfen.

Zweitens müsste man auch den 1k in Reihe zum Poti um den selben Faktor verkleinern und das könnte den OPA auch an seine Grenzen bringen.

#7322015

xy schrieb:

Es gibt keine Potis mit dem Wert 500kOhm Bestell 470 kOhm !

Ganz schlauer Einwurf!

Wegen der 30 K schert sich Niemand, das war schon vor gut 50 Jahren so, da gab es noch welche mit 560 K...

Für das Decay braucht er ein lineares Pot...

Und wenn der TO nur eines mit 250 K findet, dann sollte er den Kondensator von 2,2 µF auf 4,7 µF erhöhen, dann passt alles wieder...

#7322031

TomTom schrieb:

die Potis die ich verwenden wollte, gibt es nur bis 100k

Es wurden ja schon Verweise auf Potis mit 470kOhm genannt. Was ist das Besondere an den Potis, die du einsetzen möchtest und die es in dieser Bauart/Funktionalität nicht mit 470kOhm/500kOhm gibt? (Typ, Baureihe, Link ...)

Mario P.

#7322065

michael_ schrieb:

Mario P. schrieb:

Was ist das Besondere an den Potis, die du einsetzen möchtest

Der Schaltung nach ist es ein Poti, wo der Schleifer ohne Funktion ist. Diese sind sehr selten :-)

"Sehr selten" sind hier höchstens sowohl Dein unbeugsamer Wille als auch Deine Kunstfertigkeit, Deine Unkenntnis zur Schau zu stellen.

Die Darstellung ist gar nicht all zu ungewöhnlich.

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#7322154

TomTom schrieb:

benötige ich für R33 aber ein 500k Poti. Ich hatte den Gedanken, ob ich das 500k Poti nicht durch ein 100k Poti ersetzen kan

Eine weitere Lösungsmöglichkeit: Nimm halt ein 1M Poti und schalte diesem einen 1M Widerstand parallel -- wenn es denn so benötigt wird.

Im übrigen tut es 470k wohl auch -- wie die Vorposter schon richtig schreiben. Das diese (Kohleschicht) typen typisch eine große Toleranz haben: Du kannst Dir 25 Stück in 470k bestellen, und die durchmessen -- mind. eines hat fast exakt 500k.

Gast #7322303

Danke für die Antworten soweit!

Ich hätte vielleicht direkt etwas konkreter sein sollen: dass ein 470k Poti den Job tun würde, ist mir schon klar. Auch, dass es grundsätzlich natürlich 500k (oder eben 470k Potis) gibt. Ich hätte gerne diese (https://www.reichelt.de/drehpotentiometer-mono-10-kohm-linear-6-mm-rk09k113-lin10k-p73815.html?&trstct=pol_4&nbc=1) Potis verwendet, da gibt es augenscheinlich weder 500k noch 470k. Und es wäre halt schön gewesen, wenn ich was bei Reichelt bekommen hätte, statt länger auf den Chinesen zu warten. Daher meine Frage. Ich habe aber mittlerweile gesehen, dass ich außerdem das Problem habe, dass ich ein 100k log-Poti benötige, was es auch nicht gibt. Dann geh ich vielleicht insgesamt auf einen anderen Poti-Typ, das Leben ist eben kein Wunschkonzert ... ;-)

(Firma: Autotronic) #7322502

Matthias S. schrieb:

Wenn du auf 100k Potiwert und grösserem Kondensator baust, denke dran, auch den 1k in Serie durch 220 Ohm zu ersetzen.

Nein, auf gar keinen Fall! Die 1k sind schon ziemlich niederohmig!

Ob der Fehler nun 1% bei 1k / 100k, oder 0,2% bei 1k / 500k (220R / 100k) liegt, ist doch Wumpe. Am Ende kommen immer zwischen 99,0% bzw. 99,8% ausreichende Genauigkeit raus.

Die Schleifbahn hat auf ihrem gesamten Drehwinkel von 270°, schon höhere Ungenauigkeiten.

#7323351

TomTom schrieb:

Kann jemand aufgrund des Schaltplans sagen, ob die genannte Modifikation die Funktion des Moduls ansonsten unverändert ließe?

Ich würde einen MAX5438EUB verwenden. Das hält die 15V aus und hat 100k mit 0.9-2k Wiper Resistance. Man spart sich also den 1k Festwiderstand.

Dann auf dem Weg nach Masse 4 100k Widerstände in Reihe die (2 einzeln, einmal 2 in Reihe) per PhotoMOS überbrückbar sind, so wählt man den groben Widerstandwert digital und macht den fine adjust über das Digitalpoti.

#7324022

Michael M. schrieb:

Michael M. schrieb:

Jedes Kind weiß, dass bei so einer Darstellung der Schleifer automatisch an Masse angeschlossen ist.

Nöööö... an Anfang oder Ende der Widerstandsbahn.

Ja, der schlichte Pfeil hindurch ohne Verbindung wo hin heißt eigentlich nur "Poti in Rheostat-Schaltung", bzw. als variabler R geschaltet (aka ohne Teiler-Funktion).

Das hatte bei mir vor längerer Zeit auch mal zu etwas Verwirrung geführt. Kurz. Bis ich erkannte, daß, sobald man sich das gemerkt hat, man immerhin die Freiheit hat, nach links oder rechts den Wert zu erhöhen/erniedrigen (und zugleich die der Pfeilrichtung in der Zeichnung).

So daß sowohl zeichnerisch als auch bzgl. Aufbau eher Vorteile dadurch entstehen, als irgendeine Art Problem.

(Es kann durchaus sein, daß man ein Poti lieber anders- herum haben will - was Dir offensichtlich klar ist. ;-)

Nicht immer ist alles aus Übersee schlecht(er).

Gast #7324035

Michael M. schrieb:

Alfred B. schrieb:

Die Darstellung ist gar nicht all zu ungewöhnlich.

Genau. Jedes Kind weiß, dass bei so einer Darstellung der Schleifer automatisch an Masse angeschlossen ist.

Kinder wissen das eben nicht. Die Richtung ist eine Sache.

Aber wenn es Aussetzer/Kratzer gibt, kann das sehr entscheident sein. Kinder haben die Erfahrung eben nicht. Die Übersee Darstellung stinkt mir sowieso an. Wenn ich die gezackten Widerstände sehe, steigt mein Blutdruck.

Gast #7324054

michael_ schrieb:

Aber wenn es Aussetzer/Kratzer gibt, kann das sehr entscheident sein.

Es ist nicht entscheidend , mit welchem Ende man den Schleifer verbindet. Es kann maximal der Gesamtwiderstand wirksam werden.

Was man nicht tun sollte, ist nur Schleifer und ein Ende anzuschließen und den dritten Anschluß offen zu lassen - das hast Du vermutlich gemeint.

Die Übersee Darstellung stinkt mir sowieso an.

Mir und mich verwechsel ich nich, das kommt bei mich nich vor.

Wenn ich die gezackten Widerstände sehe, steigt mein Blutdruck.

Der kann auch aus anderen Gründen steigen ...

#7324093

@Manfred: Da war sogar noch mehr Unsinn enthalten...

michael_ schrieb:

Kinder wissen das eben nicht.

So pseudokluge_scharfe_Sprüche über alles liebende Kinder sehen und verstehen leider nur, was ihren /Argumentationen/ (lach) entgegenkommt.

Da besagte Kinder auch scheinbar weder wussten, noch klug genug sind, spätestens auf obigem Schaltplan zu erblicken (nachdem man es extra noch mal dargelegt hatte, ganz egal), daß auch in Übersee /notwendige/ Verbindungen eingezeichnet werden (/könn(t)en), ist Diskussion mit Kindern eben leider weitestgehend sinnfrei.

Aber sag' sowas mal Kindern - die HÖREN einfach nicht. Und wenn man ihnen 1000 mal sagt, daß sie nichts verstehen.

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