Technische Daten gesuch zu "tuner" einer Sowj. Sputteranlage

OP #7510665

Hi,

Kennt zufällig jemand dieses Anpassgerät einer Sowjetischen Sputteranlage? Mich würde hauptsächlich die Pinbelegung interessieren und die interne Elektronik die an das Gehäuse geschraubt ist. Letztere lässt sich nicht gut aufnehmen, da kaum Platz ist. Vielleicht kennt ja jemand das Teil und kann Infos geben bevor ich es auseinander schraube.

Jens

Angehängte Dateien:

Gerald B. schrieb:

isses bei modernen Anlagen (ETCH, ASH) immernoch

Auch bei den mit Atmosphärendruck betriebenen analytischen ICP-OES und ICP-MS Geräten gibt es solche Matchboxen. Die elektrischen Eigenschaften des Plasma ändern sich eben sehr stark mit dem Druck und der Leistung.
Ich habe etwas ähnliches von einer militärischen Kurzwellen-Funkanlage. Da kommt als Variable noch ein ziemlich großer Frequenzbereich hinzu.

OP

Hp M. schrieb:

Jens B. schrieb:

bevor ich es auseinander schraube.

Warum willst du es auseinanderschrauben, es ist doch alles sehr übersichtlich?

Da ist, wie gesagt, Elektronik drin, die ich nicht ohne weiteres Analysieren kann. Das reine HF Zeug, ist einfach.

Was fehlt, ist ein externer Phasenvergleicher, der die beide Stellmotörchen für die Vakuum-Drehkondensatoren ansteuert.

Tja, und wo und wie schliess ich die an? Da sind verdammt viele pins am Stecker.

OP

Hp M. schrieb:

Was ist das denn für ein Zettel neben der Variometerspule? Der Schaltplan etwa?

Irgendeine Kuststoffplatte. Eingeklemmt, vlt. damit es keinen Kurzschluss zum Gehäuse gibt. Btw, es ist eine Rollspule, oder nennt man die auch Variometerspule? Letztere kenne ich nur, daß eine Spule gegen eine andere verdreht wird.

Jens B. schrieb:

Btw, es ist eine Rollspule,

Wirklich? Auf den ersten Blick hatte ich das auch gedacht, aber dann sollte es einen beweglichen Stromabnehmer geben.
Wo ist der?
Iwan wird den doch wohl nicht so verbaut haben, dass man nicht dran kommt.

Jens B. schrieb:

Variometerspule? Letztere kenne ich nur, daß eine Spule gegen eine andere verdreht wird.

Denk mal an die alten Autosuper!
Die hatten für UKW normalerweise Variometerabstimmung in Form von zylindrischen Spulen, in die zur Frequenzerhöhung Kerne aus Aluminium eingefahren wurden (Frequenzerniedrigung bei Ferritkernen für AM. Das führt zu den gegenläufigen Frequenzskalen: https://www.radiomuseum-bocket.de/wiki/index.php?title=Blaupunkt_Mannheim_(S)_7639300#/media/Datei:Autoradio_blaupunkt_mannheim_s_005.jpg).

Man hat diese Variometer-Anordnung einem Drehko vorgezogen, weil sie im Gegensatz zu einem Drehko kaum Mikrofonie hat.
Bei FM ist es ziemlich übel, wenn der Oszillator dafür sorgt, dass die durch den Motor und die Straße verursachten Vibrationen und Schwingungen auch noch im Lautsprecher hörbar werden.
Das steht übrigens auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Spule_%28Elektrotechnik%29#Variometer wenngleich mit einer anderen Begründung.
Das Eine schliesst das Andere ja nicht aus.

Hp M. schrieb:

Iwan wird den doch wohl nicht so verbaut haben, dass man nicht dran kommt.

Vermutlich, im bereich links unten geht scheinbar ein Kabel Richtung Schleifer. Ist bei weißem Kabel hinter der weißen Platte schlecht zu erkennen. Aber den abgehenden kabelschuh meine ich zu erkennen. Rechts oben am Kabel erkennt man unten einen grauen Punkt, das ist entweder eine schraube oder Teil des Abnehmer.

Jedenfalls vermute das so. Für ein Vario mit Kern (ja die kenne ich ;) ) fehlt mir der Platz zwischen Motor und Achse zum schieben, bzw das gewinde auf der Achse.

Jens B. schrieb:

Weil kein Platz ist die Kamera reinzuhalten.

Ich habe gehört, dass es Spiegel geben soll.

Vermutlich sind da aber keine aktiven Bauteile drin, sondern nur ein paar HF-Drosseln und Widerstände, sowie die Dioden der Brückenschaltungen für die beiden Richtkoppler, mit denen vorlaufende und reflektierte Leistung gemessen wird.

Jens B. schrieb:

Tja, und wo und wie schliess ich die an? Da sind verdammt viele pins am Stecker.

Die braucht man auch.
Vermutlich sind die Stellmotoren Wechselstrommotore, sodass jeder 4 Anschlüsse von zwei Wicklungen hat. 34=12 Dazu kommen noch die 6 Endschalter mit je 3 Anschlüssen = 63 =18.

30 Pins also allein schon für die Elektromechanik, dazu noch 4 von den Diodenbrücken.

OP

Hp M. schrieb:

Jens B. schrieb:

Weil kein Platz ist die Kamera reinzuhalten.

Ich habe gehört, dass es Spiegel geben soll.

Die gehen bei mir so schnell kaputt hust Naja, die müssen aber auch klein genug sein, und man muss die vorrätig haben vor Ort.

Vermutlich sind da aber keine aktiven Bauteile drin, sondern nur ein paar HF-Drosseln und Widerstände, sowie die Dioden der Brückenschaltungen für die beiden Richtkoppler, mit denen vorlaufende und reflektierte Leistung gemessen wird.

Richtkoppler hab ich nicht gefunden, zumindest nichts was ich so erkannt habe.

Ich werde demnächst mir das Teil nochmal genauer unter die Lupe nehmen. Die Frage ist auch, ob es was bringt das im Original zu lassen, was ich eigentlich wollte.

Jens B. schrieb:

Ich habe gehört, dass es Spiegel geben soll.

Die gehen bei mir so schnell kaputt hust Naja, die müssen aber auch klein genug sein,

Wenn die grossen Spiegel kaputt sind, haben sie gerade die richtige Größe für diese Arbeit. https://www.pollin.de/search?query=spiegel&sort=PREIS_asc

Jens B. schrieb:

Richtkoppler hab ich nicht gefunden, zumindest nichts was ich so erkannt habe.

Schau dir mal den Ringkern rechts an. Der dürfte für den Strompfad sein, ein Stromwandler.
Unterhalb der Funkenstrecke scheint noch einer zu sein, für den Spannungspfad.

Meintest du nicht: Jens B. schrieb im Beitrag #7513703:

Das reine HF Zeug, ist einfach

;-)

Jens B. schrieb:

Die Frage ist auch, ob es was bringt das im Original zu lassen, was ich eigentlich wollte.

Da werden abgeglichene Trimmer drin sein, damit insbesondere eine kleine rücklaufende Leistung in Gegenwart einer grossen vorlaufenden Leistung einwandfrei gemessen wird. Wenn du nicht im Besitz eines kräftigen HF-Generators und einer präzisen und hoch belastbaren Dummy-Load bist, wirst du Schwierigkeiten haben diesen Abgleich wieder herzustellen. Deshalb sollte man auch möglich nicht an den Leitungen herumbiegen.

OP

Wo siehst Du da eine Funkenstrecke? Das Teil zwischen den Drehkos? Das ist ein Vakuumschalter. Zwischen den Drehkos sind auf der Grundplatte 2 Ringkerne in Reihe wo eine Windungen durch beide gehen, aber ein Draht hängt auch in der Luft, aber ordentlich Isoliert. Es ist wohl nicht alles Orginal.

Die Motoren sind Wechselstrommotoren, aber durch Umpolen schalten die ihre Drehrichtung um, also nur 2 Pins pro Motor.

Hier auch mal was man so an Elektronik erkennen kann.

Anbei der Plan. Jaja, graussiger Plan, aber ich hab nur mal schnell Kicad installiert und sonst noch nie etwas damit gemacht. L4, unter dem Schalter, ist wohl eine Mantelwellensperre, da geht das Koax durch den Ringkern. Das ist die Rechte Spule im Ausgangsbild. Die offenen Anschlüsse oben und unten an L6 gehen zur Elektronik.

Allerdings scheint da zum J3 noch ein Fehler zu sein.

Angehängte Dateien:

Jens B. schrieb:

Die Motoren sind Wechselstrommotoren, aber durch Umpolen schalten die ihre Drehrichtung um, also nur 2 Pins pro Motor.

Das sind aber kluge Wechselstrommotore. Die wissen von selbst, wie rum der Wechselstrom wechselt. Bei dem mittleren scheinen deutlich mehr als zwei Drähte rein zu gehen.

Jens B. schrieb:

ob es was bringt das im Original zu lassen, was ich eigentlich wollte.

Meine Meinung, nein.

Wenn das Rätselraten über die Ansteuerung zu lange dauert, machen die Teile keinen Sinn, beim rumliegen einzustauben.

Ich hätte die befindlichen Teile längst in einen schaltbaren LC/CL tuner und eine Magnetic loop verwandelt.

Je nach dem was die Kerne hergeben, richtkoppler, Transformator für halbwellendrähte, symmetrieglied für dipole, mantelwellensperre...

OP

Hp M. schrieb:

Jens B. schrieb:

Die Motoren sind Wechselstrommotoren, aber durch Umpolen schalten die ihre Drehrichtung um, also nur 2 Pins pro Motor.

Das sind aber kluge Wechselstrommotore. Die wissen von selbst, wie rum der Wechselstrom wechselt. Bei dem mittleren scheinen deutlich mehr als zwei Drähte rein zu gehen.

An Jeden Motor gehen nur 4 Leitungen. Im Anhang mal die Beschaltung, allerdings mit 230V mod.

Oder überseh ich etwas?

Angehängte Dateien:

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 3 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.