stromglättung beim peltier

OP #622170
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hallo Leute
ich habe eine frage ,für meine diplomarbeit sollte ich ein 
peltierelement mit PWM signal über eine H_brücke ansteuern das klappt 
wunderbar aber ich habe ein problem mit dem strom .wenn ich einen 
Drossel(600uH nach meiner berechnung) vor dem peltier einbaue dann fällt 
den strom einfach ab, als ob der peltier ein induktives verhalten hätte 
und das kann ich nicht erklären und , wenn jemand einfach eine Idee hat, 
wie ich am besten den Strom glätten kann dann sollte er sich melden
#622377
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Ohje ohje... Ich hoff wirklich, deine Diplomarbeit ist für ne Ausbildung 
zum Sozialpädagogen.

Wenn nicht: Formelsammlung aufschlagen, Grundlagen E-Technik (Damals in 
der 6. Klasse in Physik drangewesen) und den Widerstand deiner Spule 
berechnen. Nein, den gibt man nicht in Henry an, das sind Ohm.
(Tip: ist abhängig von der Frequenz!)

Dann überlegen, wieviel Strom da dann maximal noch durch dein 
Peltier-Element fliessen kann. (Selbe Formelsammlung, warscheinlich ein 
paar Seiten vorher)

Max. Wattzahl ausrechnen. (Wieder Formelsammlung, man kann ja nicht 
alles im Kopf haben).

Dann überlegen, ob das Ding noch merklich warm werden kann...
Gast #622380
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Mensch Ernst ! Willst Du ihm helfen oder dass er sich dumm vorkommt ?
Es gibt genug Ingenieure (Verfahrenstechnik, Biotech usw.) die nicht 
unbedingt den Schwerpunkt ihres Studiums in E-Technik haben.

Naja davon mal ebgesehen, wäre es nett ein paar weitere Details zu haben 
(Schaltung usw., Datenblatt Induktivität oder sogar Peltierelement).
Und wie hast Du denn berechnet dass die Spule 600uH haben soll ?

Mein Tipp ist bei solchen Schaltungen immer dass bevor man was kauft und 
sich nicht 100% sicher ist ob das klappt, einfach mal simulieren (Spice 
etc.).
Man denkt nicht immer an alles, gerade wenn man nicht unbedingt 
E-Techniker ist.
Gast #622389
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Mal angenommen, das L_Drossel sei konstant, wären das bei 10kHz etwa 20 
Ohm. Das müsste reichen, gegen die 1-2 Ohm des PE. Die Frage ist aber, 
was vom PE an Strom gezogen wird und an Generatorspannung im Umkehrfall 
kommt. Kann sein, daß Deine Spannung nicht reicht!
#622595
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@ Hubert.G (Gast)

>zum PE hängt, wird sich kaum noch was tun. Daher wozu die Drossel, wie
>kommst du auf diese Größe?

Peltier-Elmente mögen keine direkte PWM, sonder die brauchen eine 
möglichst ripplefrei Spannung. Deshalb braucht man einen LC-Filter.

MfG
Falk
#622606
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Peltier-Elemente sind aber auch recht träge, d.H. wenn man einen 
"Temperaturripple" von vielleicht 0.5°C tolerieren kann, könnte man die 
PWM-Frequenz auf vielleicht 10Hz runterbringen. Oder PWM ganz weglassen 
und über nen einfachen Zweipunktregler arbeiten (Wenn man die Temperatur 
eh messen muss)
Gast #622607
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Mit DER hohen Frequenz IST die Welle quasi glatt. (Der Strom wohlgemert 
und nicht die Spannung!!!)

 Die Brücke DIENT ja gerade dazu, mittels der PWM-Steuerung passende 
GLEICHSAPNNUNG einzuspeisen und keinen OF/OFF-Betrieb! Nur so lässt sich 
das PE sauber durch Null steuern.

Der AC-Anteil des Stromes würde auch über die parasitäre Kapazität des 
PE abfliessen und nutzlose Wäre erzeugen!
Persönliche Seite #622611
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Falk Brunner wrote:
> Peltier-Elmente mögen keine direkte PWM, sonder die brauchen eine
> möglichst ripplefrei Spannung. Deshalb braucht man einen LC-Filter.

Gibts irgendwelche Anhaltspunkte für diese Aussage? Wenn ich mal bei 
Google suche, finde ich lauter solche Aussagen:

"The best method of power control to a Peltier is PWM (Pulse Width 
Modulation)." http://forums.bit-tech.net/showthread.php?t=98336

"Ein Peltier-Element mit einer Leistung von 216W linear zu Regeln ist 
ein ganz falscher Ansatz! Wenn du keine Leistung benötigst, muss dein 
Spannungsregler 216W verbraten...das ist noch Unwirtschaftlicher als die 
Peltiers selbst.
Was du brauchst, ist eine Leistungsregelung mittels PWM. " 
http://www.roboternetz.de/phpBB2/zeigebeitrag.php?t=30813

Außerdem hab ich mal (kurze Zeit) ein Peltier an PWM betrieben 
(AVR+n-FET) und das hat soweit eigentlich keine Probleme gemacht.

Auch denke ich, dass da kein wesentlich großer Temperaturripple 
auftreten wird, da das Element doch ziemlich träge ist.
Gast #622636
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moin moin

@Gibril

hol Dir mal das Datenblatt vom LTC1923, das ist ein Ansteuerschaltkreis 
für H-Brücke und Pel(z)tier.
Die Peltier kannst Du zum messen erstmal durch einen Power-R ersetzen.
Teste zur Zeit Steuerungen die bei 200KHz mit Drosseln von 10µH 
arbeiten.

Mit Gruß
Pieter
#622647
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@ Thilo M. (power)

>>Deshalb braucht man einen LC-Filter.
>Bei mehreren Ampere musste aber dicke Geschütze auffahren um die
>Spannung halbwegs glatt zu kriegen. ;)

Ja und? Schau dir mal ein Mainboard deines PCs an. Dort fliessen 100A!

>und über nen einfachen Zweipunktregler arbeiten (Wenn man die Temperatur
>eh messen muss)

Zum Bleistift.

@ Techniker (Gast)

>Mit DER hohen Frequenz IST die Welle quasi glatt. (Der Strom wohlgemert
>und nicht die Spannung!!!)

Das mag das Peltier trotzdem nicht!

>Der AC-Anteil des Stromes würde auch über die parasitäre Kapazität des
>PE abfliessen und nutzlose Wäre erzeugen!

Dir ist schon klar, dass Kapazitäten Blindwiderstände sind und keine 
Wäre erzeugen?

@ Simon Küppers (simon)

>Gibts irgendwelche Anhaltspunkte für diese Aussage? Wenn ich mal bei

Leider nein. Mir wurde das damals bei HP im Praktikum gesagt. Dort wurde 
ein Sensor mittels PE temperaturstabilisiert und eben über einen DC-DC 
Wandler gespeist.

>"Ein Peltier-Element mit einer Leistung von 216W linear zu Regeln ist
>ein ganz falscher Ansatz! Wenn du keine Leistung benötigst, muss dein
>Spannungsregler 216W verbraten...das ist noch Unwirtschaftlicher als die
>Peltiers selbst.

Wer redet denn von einem linearen Spannungsregler? DC-DC Wandler!

>Außerdem hab ich mal (kurze Zeit) ein Peltier an PWM betrieben
>(AVR+n-FET) und das hat soweit eigentlich keine Probleme gemacht.

Ja eben, KURZE Zeit. Welche langfristigen Schäden es davonträgt kannst 
du damit nicht ermitteln.

>Auch denke ich, dass da kein wesentlich großer Temperaturripple
>auftreten wird, da das Element doch ziemlich träge ist.

Es geht nicht um den Temperaturripple, sondern darum, dass das PE den 
Ripple elektrisch auf Dauer nicht verkraftet.

MfG
Falk
Gast #622681
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Wenn so ein PE keine PWM verträgt dann ist es auch nicht unbedingt das 
richtige Mittel zum regeln. Um genügend Strom über die Drossel zu 
bringen müsste vorher ein ziemlich grosser Elko sitzen der die Spannung 
glättet. Die Drossel würde dann etwa 90% des Rippel wegfiltern.
Gast #622685
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>>Der AC-Anteil des Stromes würde auch über die parasitäre Kapazität des
>>PE abfliessen und nutzlose Wäre erzeugen!

>Dir ist schon klar, dass Kapazitäten Blindwiderstände sind und keine
>Wäre erzeugen?

Falk, die para-C von der ich spreche ist jene in der inneren Diode des 
PE. Sie besteht aus der Raumladungszone. Stetes hin und herladen bringt 
nur AC-Anteil, welcher versickert (und an den Ohmschen natürlich sehr 
wohl Wärme erzeugt, nebenbei erwähnt) und letztlich den Peltiereffekt 
vernichtet.

---
Zu den anderen:

Nochmals: Der Hinweis, ein Hochstrombauelement per PWM zu speisen, ist 
absolut richtig. Er muss aber im Einzelfall geglättet werden, um zu 
einer effektven Gleichspannung zu gelangen. Wie das RC-filter zu 
bemessen ist, kann sicher jeder berechnen.
(Firma: Rehrmann Elektronik) #622703
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Das PE besteht im Ersatzschaltbild im Wesentlichen aus einer 
Thermospannungsquelle mit einem recht großen ohmschen Innenwiderstand. 
Der gewünschte Wärmetransport wird durch den DC-Strom verursacht. 
Jeglicher AC-Anteil im Strom wird ausschließlich in Wärme umgesetzt, die 
das PE aufheizt und somit den Wirkungsgrad beim Kühlen reduziert. Dabei 
spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob der AC-Anteil eine Frequenz von 
1 Hz oder 100 kHz hat. Solange die max. Verlustleistung des PE nicht 
überschritten wird, schadet der AC-Anteil zwar nicht, reduziert aber die 
Kühlleistung und den Wirkungsgrad. Das PE sollte daher mit einer 
einigermaßen glatten Gleichspannung betrieben werden.
Die Ansteuerung per PWM dient dazu , den Wirkungsgrad der 
Stromversorgung zu optimieren. Der LC-Filter dient zur Optimierung des 
Wirkungsgrades, indem es aus der PWM wieder eine saubere Gleichspannung 
macht.

Jörg
#622750
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@ Techniker (Gast)

>Nochmals: Der Hinweis, ein Hochstrombauelement per PWM zu speisen, ist
>absolut richtig. Er muss aber im Einzelfall geglättet werden, um zu
>einer effektven Gleichspannung zu gelangen. Wie das RC-filter zu
>bemessen ist, kann sicher jeder berechnen.

RC-Filter bei Hochstrom ist Unsinn! Dann nur LC!

Mfg
Falk
Gast #622890
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jungs??

reicht nich einfach n einfacher kondensator wenn man mit der pwm nen fet 
ansteuert??? (der strom also sowieso nich mehr zurueck kann??)

also ich komm bei 10A PE Strom und 470µF bei 10KHz auf gerademal nen 
Restripple von 10% - vllt is das ja schon zu verschmerzen - sonst halt 
nen groesseren Kondensator - aber gross is der aufwand doch auf jeden 
fall nicht
#622892
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@ sebba (Gast)

>reicht nich einfach n einfacher kondensator wenn man mit der pwm nen fet
>ansteuert??? (der strom also sowieso nich mehr zurueck kann??)

Nee, weil du einige grundlegenden Dinge von Schaltnetzteilen nicht 
verstanden hast.
Man braucht eine Spule!

>also ich komm bei 10A PE Strom und 470µF bei 10KHz auf gerademal nen
>Restripple von 10% - vllt is das ja schon zu verschmerzen - sonst halt

Und hast dabei die massiven Verluste im FET übersehen. ;-)

MFG
Falk
OP #665737
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tut mir leide ich war leider beschäftig mit der diplomarbeit danke an 
alle die regelung von Peltier mit dem PWM über ein SPS habe ich 
geschafft und alles funktioniert die glättung  war nicht mehr nötig die 
Restwelligkeit war unter 10 procent  und alles klappt und läuft wie 
geplant
#665777
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Interessanter Thread. Ich habe kürzlich einen Brückentreiber in einer 
Peltier-Kühlung für eine APD (Avalanche-Fotodiode) tauschen müssen. Dort 
steckt ein Vorgänger vom UC3637 (Name entfallen, konnte den 3637 aber 
mit kleineren Anpassungen benutzen) drin, auch ein PWM-Controller, ohne 
weitere Glättung dahinter. Schaltfrequenz im unteren kHz-bereich (IIRC).
Haben die einfach nur nicht so den Wert auf Kühlwirkungsgrad gelegt? 
Zuverlässigkeit dürfte nicht beeinträchtigt sein, da das Ding in einem 
Partikelzähler für Rauchgase steckt, da sollte durch so einen Fusselkram 
wie eine fehlende Drossel besser kein Ausfall eintreten.
(Firma: Rehrmann Elektronik) #665844
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@ Stefan Huebner
wenn es nur darum geht, eine kleine Diode zu kühlen, die selbst keine 
Wärme produziert, ist der Wirkungsgrad nicht so entscheidend, zumal das 
Gerät vermutlich nicht mit einer Batterie versorgt wird. Bei richtiger 
Wahl der Betriebsspannung des PWM-Treibers erreicht das PE seine max. 
Kühlleistung bei 100% ED und arbeitet sonst nur mit schlechterem 
Wirkungsgrad. Bei < 100% ED kann die absolute Verlustleistung im PE ja 
nur kleiner werden, sodass keine Gefahr für das PE besteht.

Jörg

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