Hallo.
Ich hoffe es kenn sich hier noch jemandn mit Röhren aus. Ich hab da
nähmlich ein Problem:
Ich will einen Röhrenverstärker nachbauen, nach alten Schaltplänen. Im
Schaltplan selber ist alles ok nur beim Eingang gibt es ein Problem. Der
Verstärker hat eine Eingangempfindlichkeit von 500mV. Das ist etwas zu
hoch, für mache etwas schwächeren Quellen. Ich würde daher gerne 300mV
Eingangsempfindlichkeit haben.
Daher brauche ich ein kleine Röhrenvorstufe, die 300mV auf 500mV
verstärkt. Ich dachte dabei an eine EC92 (eine halbe ECC81, da
Monoendstufe). An der Stelle im Schaltplan sind noch so ca. 200V
Anodespannung vorhanden (ein paar Siebglieder sind vorher).
Leider bin ich mir bei der Dimensionierung des Kathoden- und
Anodenwiderstandes sehr unsicher. Kann mir da jemand helfen?
Gruß
Matthias
Ich muss mich korrigieren, ich muss doch die ECC81 verwenden. Es geht
eigentlich nur um die erste Röhre hinter dem Lautstärkeregler. Die
Widerstände sind noch nicht ausgefüllt.
Wäre echt nett wenn mir jemand helfen könnte.
Gruß
Matthias
Ist denn die Eingangsstufe so hochohmig, daß du sie nicht mit
Widerständen herunter teilen kannst?
Und mach mal ein Bild im PNG-Format, das JPG frißt mir Downloadzeit und
Datenvolumen.
Wo hast du denn diese Schaltung augegabelt? Die ECC81 vor der ECC83 ist
doch der blanke Fehleinsatz. Da muß unbedingt auch eine ECC83 o.ä. rein.
Wenn du den Kathodenwiderstand nicht mit einem C überbrückst, hast du
eine riesige Gegenkopplung. Mach es wie bei der ersten ECC83.
Eine höhere Verstärkung kriegst du auch mit einer Röhre mit größerer
Steilheit hin.
Ok, danke für den Hinweis.
Eine ECC83 wäre auch kein Probelem, hatte nur so grob ein ECC81 gewählt.
Wie müssten denn da die Widerstände und der Kondensator dimensioniert
sein?
Gruß
Matthias
ECC83 ist speziell f. NF-Vorverstärker!
Schaltungen findet man z.B. bei Raupenhaus.de
Betriebswerte ECC83 lt. Röhrentaschenbuch S.61:
Ua=250V, Rk=1,6k (Ug ca. -2V), Ia=1,2 mA Verstärkung=100
Ok die Schaltung von T.A.I.L. sieht schonmal gut aus. Auf wie viel
Millivolt verstärkt die Schaltung 300mV denn bei 30dB Verstärkung. Hab
dafür noch keine Formel gefunden.
Gruß
Matthias
Es kann aber dann sein, das der Treiber für die EM84 mit einer ECC83
nicht geht!
Eine ECC83 hat auch eine höhere Verstärkung von 100 gegenüber der ECC81
mit 30.
Laß den Murks mit der Vorstufe und bring lieber den Pegel der Quellen
auf ein höheres Niveau.
Der Widerstand 33K mit 1W für die Versorgung der Vorstufen muß eine
höhere Belastung haben.
30dB Verstärkung entpricht etwa dem linearen Faktor 32.
Wer mit Röhren "rumbastelt", sollte mit diesen Dingen vertraut sein,
sonst ist das Ende des Projekts ein Glücksfall. Im schlimmsten Fall
bei unsachgemäßem Umgang mit den hohen Spannungen auch ein Todesfall.
http://de.wikipedia.org/wiki/Verst%C3%A4rkung_%28Physik%29
Gruß
TAIL
Die Verstärkung hängt zum einen von der Dimensionierung der
Gegenkopplung ab. (15 Kohm + 560 Ohm)/560 Ohm Kathodenwiderstand am der
zweiten Triode.
Dazu muss man noch die Verstärkung der ersten Stufe multiplizieren.
Die Verstärkung der ersten Stufe ist einfach das Verhältnis
Anodenwiderstand / Kathodenwiderstand der ersten Triode, da der
Kathodenwiderstand der ersten Triode nicht mit einen Kondensator
überbrückt wurde ( was ich wegen der sonst auftretende nichtlineare
Verzerrungen so lassen würde ). Ich würde einfach den 15 Kohm im
Gegenkopplungszweig was höher machen.
Was die EM84 Anzeige betrift, würde ich diese aus dem Signal des
Ausgangstrafos ansteuern. Man will ja schließlich sehen was rauskommt,
und nicht sehen was rein geht.
Ralph Berres
Ralph Berres schrieb:> Was die EM84 Anzeige betrift, würde ich diese aus dem Signal des> Ausgangstrafos ansteuern. Man will ja schließlich sehen was rauskommt,> und nicht sehen was rein geht.
Das macht hier aber keinen Unterschied.
Michael_ schrieb:> Laß den Murks mit der Vorstufe und bring lieber den Pegel der Quellen> auf ein höheres Niveau.
Was macht denn ein Vorverstärker sonst, wenn nicht genau dies?
Der Schaltplan wäre ein Kandidat für die Bildformate: Hall of Shame.
Die JPEG-Artefakte verschlucken gleich wesentliche Teile von
Verbindungen ...
>> Man will ja schließlich sehen was rauskommt>Das macht hier aber keinen Unterschied.
??
Je nach Gegenkopplung, Bassanhebung usw. wird die EM84-Anzeige an diesen
Punkten durchaus verschieden sein.
ich würde auch gern die EM84 an den Ausgang hängen, nur am Ausgang des
AÜ ist nicht genug Spannung vorhanden um die EM84 (-22V) voll
auszusteuern.
Ich habe ausgerechnet das ich eine Verstärkung von ca. 5dB brauche. Dann
würde sich also eine Röhre mit geringere Verstärkung als die ECC83
anbieten. Oder?
Gruß
Matthias
Matthias schrieb:> ich würde auch gern die EM84 an den Ausgang hängen, nur am Ausgang des>> AÜ ist nicht genug Spannung vorhanden um die EM84 (-22V) voll>> auszusteuern.
Am Ausgang des Verstärkers ist mit Sicherheit mehr Spannung vorhanden,
als am Eingang des Verstärkers.
Matthias schrieb:> Ich habe ausgerechnet das ich eine Verstärkung von ca. 5dB brauche. Dann>> würde sich also eine Röhre mit geringere Verstärkung als die ECC83>> anbieten. Oder?
Lasse den Kondensator an der Kathode weg, dann hast du schon mal was
weniger Verstärkung. Eventuell kannst du den Kathodenwiderstand was
größer machen oder den Anodenwiderstand kleiner, dann sinkt die
Verstärkung nochmals.
Ralph Berres
oszi40 schrieb:>Je nach Gegenkopplung, Bassanhebung usw. wird die>EM84-Anzeige an diesen Punkten durchaus verschieden>sein.
Wenn mich nicht alles täuscht, kann man die EM84 gut an einen
Signalpegel anpassen, und selbst als Verstärker beschalten.
Das wäre nicht schlecht, weil ich mir dann eine Treiberröhre für die
EM84 sparen könnte. Am liebsten würde ich die EM84 am 8Ohm
Lautsprecherausgang anschließen, nur da ist die Spannung zu niedrig.
Gruß
Matthias
..nur nebenbei: mach bitte in BEIDE Netz-Zuleitungen einen Schalter,
sonst hast du, je nachdem wie der Stecker in der Dose sitzt, Spannung
auch im ausgeschalteten Zustand.
Ok das mit dem Netzschalter nehme ich auf.
Aber bei der Vorstuef bin ich immer noch nicht weiter. Wie müsse eine
Stufe dimesioniert sein, um ca. 5dB verstärkung zu erreichen? Die Röhre
kann eine ECC83 oder ECC81 sein.
Gruß
Matthias
>um ca. 5dB verstärkung
1.Seit der Erfindung des Spannungsteilers sollte auch dieses Problem
gelöst werden können. Besser ist natürlich die Variante Gegenkopplung.
2.Übrigens war ECC81 für Kippstufen im TV gedacht, weniger für NF.
3.Die EM84 besteht wirklich aus 2 Systemen wenn man genauer nachsieht.
Die Vorstufe und das ganze Konzept ist Schnulli!
Trafospannung 2x350V. Die EZ81 ist da an der Grenze mit max. 350V. Die
EL84 sind nur für 250V ausgelegt.
Angstwiderstände an den Gitter.
Masse und Abschirmung zusammen am Vorverstärker.
Der C für die Abstimmanzeige belastet den Eingang--> Bedämpfung der
Höhen.
Wenn die EZ81 die Spannung zeitiger bereitstellt (400V), dann sind die
Abblock-C der Vorstufen in der Spannung zu niedrig.
Es gibt sicher erprobtere Standardschaltungen dafür.
Michael_ schrieb:> Angstwiderstände an den Gitter.
...sind gegen Schwingungsneigung wenn ich mich erinnere.
EZ80 braucht länger ehe sie richtig glüht im Gegensatz zur kleinen
ECC83. Damit kommt die Anodenspannung üblicherweise etwas später.
Fraglich ist, wo er den speziellen Ausgangstrafo mit verschachtelten
Wicklungen herbekommt.
Die Reihenschaltung der 100uF/250V finde ich allerdings weniger elegant
falls die Symmetrie nicht stimmt. Optimal ist was anderes.
Matthias schrieb:> Aber bei der Vorstuef bin ich immer noch nicht weiter. Wie müsse eine> Stufe dimesioniert sein, um ca. 5dB verstärkung zu erreichen? Die Röhre> kann eine ECC83 oder ECC81 sein.
Hallo Matthias,
wie ich den Beiträgen entnehme, ist in diesem Forum nicht ausreichend
Röhrenkompetenz vorhanden, um deine Fragen zu beantworten.
Möglicherweise kannst du hier mehr Hilfe zu erwarten:
<http://www.jogis-roehrenbude.de/forum/forum/forum.php>
Die Dimensionierung einer Röhrenstufe ist nicht ganz so trivial, da
ausser der Verstärkung noch weitere Randbedingungen zu beachten sind.
Schöne Grüsse,
Franz
Ich denke, du bist überhaupt mit der praktischen Umsetzung überfordert.
Schon die Masseverdrahtung ist eine Wissenschaft für sich.
Kennst du überhaupt die Schaltungsart der Endstufe?
Der Trafo ist sicher nicht billig.
Und wenn du schon die Ladeelkos aufsplittest, dann mußt du
Parallelwiderstände zum Spannungsausgleich anbringen. Eine
Anoden-Trafospannung von 300V~ ist doch für die EL84 ausreichend. Dann
gehen doch 400V Elkos.
Die Grundschaltung hat doch ohne Vorstufe 500 mV. Was willst du
eigentlich anschließen? Heutige Ausgänge bringen doch alle mehr.
>...sind gegen Schwingungsneigung wenn ich mich erinnere.
Jahrzehntelang hat da nichts geschwungen.
>wie ich den Beiträgen entnehme, ist in diesem Forum nicht ausreichend>Röhrenkompetenz vorhanden, um deine Fragen zu beantworten.
Leider sind die richtigen Röhrenexperten im Altersheim oder schon
verstorben.
Die wären entsetzt, wie Röhren heute vergewaltigt werden.
Matthias, versuche doch mal das Buch "Das große Radiobastelbuch" von
K.H.Schubert 1962 zu ergattern. da ist deine Schaltung und der praktisch
Aufbau beschrieben.
Vergiß nicht, deine ECC83 muß abgeschirmt und auf einem federnden Sockel
montiert werden!
Michael_ schrieb:> Matthias, versuche doch mal das Buch "Das große Radiobastelbuch" von> K.H.Schubert 1962 zu ergattern. da ist deine Schaltung und der praktisch> Aufbau beschrieben.
In späteren Auflagen auch noch, obwohl dann im zweiten Teil auch die
Transistoren Einzug hielten.
@Michael_
Sekundär 300V~ *1,4= 420V= und bei Leerlauf evtl. auch etwas mehr?
Üblicherweise waren füher Elkos 500/550V in Anodenspannungskreis zu
finden. Man sollte auch nie auf die Idee kommem, einfach die
Gleichrichterröhre durch ein paar "moderne" Siliziumgleichrichter zu
ersetzen, da da sonst im Einschaltmoment die Anodenspannung blitzschnell
ohne Last hochläuft!
oszi40 schrieb:> Üblicherweise waren füher Elkos 500/550V in Anodenspannungskreis zu> finden.
Für was auch immer für eine Definition von "üblich". ;-) Ich habe
jedenfalls noch sackweise welche mit 350/385 V in der Kiste liegen.
Das scheint also auch nicht wirklich unüblich gewesen zu sein.
> Man sollte auch nie auf die Idee kommem, einfach die> Gleichrichterröhre durch ein paar "moderne" Siliziumgleichrichter zu> ersetzen
AZ1-Ersatz mit Selen-"pass auf, gleich riecht er!"n habe ich allerdings
aus dieser Zeit sehr wohl noch gesehen. Scheint nicht viel ausgemacht
zu haben, die Elkos damals konnten das offenbar ab (waren ja auch
vergleichsweise riesig).
> Man sollte auch nie auf die Idee kommem, einfach die> Gleichrichterröhre durch ein paar "moderne" Siliziumgleichrichter zu> ersetzen
Natürlich geht das, wenn man den notwendigen Reihenwiderstand (50 Ohm ?)
verwendet.
Im Bastelbuch werden auch 500/550V Elkos angegeben. Bei 300 oder 350V
Trafospannung braucht man das.
Für "kleinere" Röhren wurde eine Spannung von 250V~ verwendet. Da gehen
350/385.
Das obige Konzept ist sicher für 2xEL36 und einer EYY13 für die
Gleichrichtung gemacht worden.
>In späteren Auflagen auch noch, obwohl dann im zweiten Teil auch die>Transistoren Einzug hielten.
Nur gut! Denn dann konnten auch Kinder basteln.
Auch waren Röhren, Trafos usw. knapp und wurden zum Betrieb von Radios
der Erwachsenen benötigt.
Michael_ schrieb:>> Man sollte auch nie auf die Idee kommem, einfach die>> Gleichrichterröhre durch ein paar "moderne" Siliziumgleichrichter zu>> ersetzen> Natürlich geht das, wenn man den notwendigen Reihenwiderstand (50 Ohm ?)> verwendet.
Das Problem ist nicht Dein Reihenwiderstand beim Einschalten: sondern
die anfangs fehlende LAST! Wenn die Röhren NOCH keinen Anodenstrom
ziehen, weil die Heizung noch nicht ausreichend glüht, kann die
butterweiche Anodenspannung schnell hochlaufen und z.B. spannungsmäßig
schwächlich dimensionierte Elkos killen! Daher sollte man gut überlegen
bevor man übereifig Röhren gegen Halbleitergleichrichter tauscht. Oder
lernen durch Schmerz?
Wer heutzutage mit Röhren bastelt sollte sich entweder:1. an bewährte
Schaltungen halten oder 2.gründlich(supergründlich)mit den Grundlagen
und diversen Berechnungen befassen.Die Aufnahme der Kennlinie einer
Röhre ist da sehr empfehlenswert zum Verständnis der
Funktion.Ordentliche und vor allem leichtverständliche! Fachliteratur
ist da fast nur vor 1945 zu finden.Mein letztes grösseres Röhrenprojekt
war ein 100 W-NF-Verst. mit 2 x GI 30(russ.) in der
Gegentaktendstufe.Über diesen Röhrentyp (Doppeltetrode) waren kaum Daten
beschaffbar.Da hab ich auch erst die Kennlinie aufnehmen müssen um den
Arbeitspunkt festlegen zu können.Eine nette Seite zum Thema ist diese:
http://www.duncanamps.com/index.htm
> Mein letztes grösseres Röhrenprojekt> war ein 100 W-NF-Verst. mit 2 x GI 30(russ.) in der> Gegentaktendstufe.
Koenntest du mal den Schaltplan rueberwachsen lassen?
Ich hatte mit dem Dingen auch schonmal experementiert. Als
Kopfhoehrerverstaerker. Jaja..ich weiss leicht uebertrieben. Aber die
Roehre macht halt optisch was her. Ich war aber nicht so begeistert weil
ihre Verstaerkung nicht so toll ist und ihre Kennlinie auch sehr krumm
war wenn man sich mit aeh..nicht so hoher Spannung betreibt.
Olaf
Die Schaltung ist leider nicht mehr verfügbar,die hat der jetzige
Besitzer des Verstärkers.Die Schaltung war mehr oder weniger von der
Schaltung eines "Marshall" Verst`. aus den 60´erJahren übernommen und
auf die Röhren GI 30 angepasst.Die GI 30 ist eine russische
Doppeltetrode und wurde für Impulsendstufen in Radargeräten und zur
Verwendung in Treiberstufen von Sendern benutzt.Impulsmässig kann die
wohl sogar 3.5 A ! Anodenstrom verkraften.Da kaum Daten verfügbar waren
hab ich die Kennlinie bei etwa 250 Volt Anodenspannung aufgenommen (Sg
dabei über 1Kohm an A),gemessen an einem Systen dieser Röhre.Die
Ergebnisse waren erstaunlich.Nach 30 minütigem Betrieb mit 200 mA
Anodenstrom(nur 1 System !) war kein Glühen des Anodenblech`s
sichtbar.Im Verst.wurden jeweils beide Röhrensysteme parallel geschaltet
und mit zwei Röhren eine Gegentaktendstufe realisiert(B-Betrieb mit etwa
20 mA Ruhestom pro Röhre).Die Gittervorspannung war für jede Röhre
getrennt einstellbar.Die damals(2004)aufgenommene Kennlinie eines System
der GI 30 hab ich noch.
>Das Problem ist nicht Dein Reihenwiderstand beim Einschalten: sondern>die anfangs fehlende LAST! Wenn die Röhren NOCH keinen Anodenstrom>ziehen, weil die Heizung noch nicht ausreichend glüht, kann die>butterweiche Anodenspannung schnell hochlaufen und z.B. spannungsmäßig>schwächlich dimensionierte Elkos killen!
Die damals verwendeten C waren robust und nicht schwächlich
dimensioniert.
Bei obigen Beispiel mit 350V Trafospannung sind 500/550V ausreichend.
Und 400V Papierkondensatoren haben eine Prüfspannung von 1000V.
>war ein 100 W-NF-Verst. mit 2 x GI 30(russ.) in der>Gegentaktendstufe.Über diesen Röhrentyp (Doppeltetrode) waren kaum Daten>beschaffbar.
Hier sind ja Daten.
http://www.qrz.ru/reference/tubes2/type5/gi30.shtml
Aber wie kriegst du bei 15/19W Anodenverlustleistung 100W raus?
Michael_ schrieb:> Die damals verwendeten C waren robust und nicht schwächlich
Das ist Deine Meinung. Ob die Vorstufen auch alle 500V-Elkos hatten???
Wenn ich mich dunkel erinnere, daß meine EL84 schon 7W Musikleistung im
A-Betrieb gebracht hat, schätze ich mal, daß Günther nicht gelogen hat.
>Alles was drüber ist ist Angstbetrieb.
... und verzerrt reichlich, da der Arbeitspunkt nicht mehr im linearen
Bereich liegt. Daher auch Günthers Bemerkung zum Arbeitspunkt ausmessen.
Michael_ schrieb:> Auch waren Röhren, Trafos usw. knapp und wurden zum Betrieb von Radios> der Erwachsenen benötigt.
Röhren: naja, die waren wohl schon immer teuer. Nicht umsonst waren
Mehrfachröhren so beliebt, weil sich damit der Preis pro System
reduzieren ließ. Insofern waren Röhren natürlich für Kinder und
Jugendliche knapp, da sie fast unerschwinglich waren (so um die
20 DDR-Mark lagen wohl die meisten). Aber: es gab in dieser Zeit
noch genügend alte Röhrenradios, die auf dem Schrott landeten, und
daraus konnte man die Röhren ganz einfach extrahieren. Trafos bekam
man da auch raus, war aber bisschen mehr Aufwand.
Günther N. schrieb:> Ordentliche und vor allem leichtverständliche! Fachliteratur> ist da fast nur vor 1945 zu finden.
Das ist, mit Verlaub, Quark. Karl-Heinz Schuberts Radiobastelbuch war
ja schon genannt worden, und das hatte, wie ich schon schrieb, selbst
in der Auflage von Ende der 1970er Jahre noch ausreichend Schaltungen
mit Röhren. Es war aber ein Bastelbuch, wie der Name schon sagt, also
kein tiefgreifend theoretisches Grundlagenwerk. Außerdem beschäftigte
sich Amateurfunkliteratur bis in die 1980er Jahre durchaus noch
ausgiebig mit Röhrenschaltungen, da diese zumindest für Endstufen noch
lange Zeit die 1. Wahl waren.
Michael_ schrieb:> Aber wie kriegst du bei 15/19W Anodenverlustleistung 100W raus?
PMPO? :-)
Zu den etwas abstrusen Vorstellungen über den Stellenwert von Röhren im
vergangen Jahrhundert muß Dieses gesagt werden:
Die industrielle Verwendung von Transistoren begann Ende der 50er Jahre
Die Verwendung in der sog. Unterhaltungselektronik begann etwa Mitte der
60er Jahre und hat sich im Bereich der Leistungsstufen z.T. bis in die
70er Jahre hingezogen.
Beispiel: Farbfernsehgeräte hatten z.B. 1968 (ein Jahr nach Beginn der
Farbfernsehens in D) noch mehr als 25 Röhren und ca. 5 Transistoren. Bis
1970 hatte sich das auf weniger als 10 Röhren mit mehr als 30
Transistoren geändert. Zeilenendstufen wurden erst Anfang der 80er Jahre
röhrenfrei.
Der Schwerpunkt in den Lehrbüchern (unterhalb universitärer Forschung)
lag bis Ende der 60er Jahre bei Röhren und wechselte erst Anfang der
70er Jahre zu den Transistoren und anderen Halbleitern oberhalb von
Dioden.
Es grüßt RainerK
RainerK schrieb:> Bis> 1970 hatte sich das auf weniger als 10 Röhren mit mehr als 30> Transistoren geändert.
Nur in der BRD. ;-) Die DDR hatte das Farbfernsehen 1969 eingeführt,
und der dafür produzierte Fernseher "Color 20" hatte bereits damals
nur noch eine einzige Röhre: die Bildröhre. (Zur gleichen Zeit
noch produzierte SW-Fernseher waren dagegen nach wie vor für lange
Zeit reine Röhrengeräte.)
Jörg Wunsch schrieb:> Nur in der BRD. ;-) Die DDR hatte das Farbfernsehen 1969 eingeführt,> und der dafür produzierte Fernseher "Color 20" hatte bereits damals> nur noch eine einzige Röhre: die Bildröhre.
Weil ich das nicht widerlegen kann, überlasse ich das mal der
allgemeinen Beurteilung. Ich melde allerdings vorsorglich Zweifel an.
Es grüßt RainerK
RainerK schrieb:> Ich melde allerdings vorsorglich Zweifel an.
Color 20
Farbfernsehgerät
Baujahr: 1969
Hersteller: VEB Fernsehgerätewerke Staßfurt
Entwicklung: ZRF Dresden
Technische Daten:
- Lochmasken- Bildröhre aus der Sowjetunion
- Bilddiagonale: 59 cm
- Ablenkwinkel: 90°
- Norm: CCIR, DF- 5,5 MHz / SECAM
- VHF und UHF getrennt abstimmbar
- Einsatz eines 3 W-Breitbandlautsprechers
- Entmagnetisierungsschaltung
- Hochspannungsendstufe und Zeilenablenkung getrennt
- volltransistorisiert
- Halbleiterbestückung: 66 Transistoren, 55 Dioden und Gleichrichter
1 Kapazitätsdiode, 3 Z-Dioden
- Netzbetrieb: 220 V Wechselstrom
- Leistungsaufnahme: 180 Watt
Zurück
Jörg hat also doch recht und das Gerät war der BRD weit vorraus!!
Ralph Berres
Schaltplan und Serviceunterlagen gäbe es beim Raupenhaus. Sind aber
ziemlich viele Megabytes (da gescannt), insofern sollte man's wohl nur
saugen, wenn man sich die Dinge danach auch ernsthaft ansehen will.
Ralph Berres schrieb:> Entwicklung: ZRF Dresden
Mein früherer Nachbar hat bei diesem Institut gearbeitet (wobei ich
nicht weiß, ob er an der Entwicklung des Color 20 selbst mitgewirkt
hat). Letztlich war es ein wenig auch sein Einfluss, der mich zur
Elektronik als Hobby und dann als Beruf gebracht hat.
Michael_ schrieb:> Aber wie kriegst du bei 15/19W Anodenverlustleistung 100W raus?
Ganz einfach, durch eine gnadenlose Überlastung.Das steckt die GI 30
locker weg,da glühen die Anodenbleche nicht einmal(Anodenverlustleistung
40-50 Watt pro Röhre).Die Röhre verhält sich da sehr gutmütig.Der
Verstärker wird ja auch nicht ständig mit voller Leistung betrieben.Mit
Transistoren könnte man das nicht machen.
Glühende Anodenbleche erfordern auch eine kräftige Heizung, sonst fließt
meist kein ausreicherder Strom. Wahrscheinlich ist bei dieser GI30 das
Blech ausreichend großzügig im Verhältnis zur Heizung bemessen?
> Ganz einfach, durch eine gnadenlose Überlastung.Das steckt die GI 30> locker weg,da glühen die Anodenbleche nicht einmal(Anodenverlustleistung> 40-50 Watt pro Röhre).
Hier gibt es ein Bild von dieser beeindruckenden Roehre:
http://www.afrudolph.de/kh_gi30/kh_gi30_dateien/kh_ar7.jpg
(das ugly-Gehaeuse unter der Roehre ignorieren wir mal lieber)
Guenther hat schon recht. Diese Roehre ist wirklich erstaunlich und rein
optisch wie geschaffen fuer einen kultig ausschauenden
Kopfhoererverstaerker. Bloss muss man vielleicht einen Signalprozessor
vorschalten um die bananenfoermige Kennlinie bei Kleinspannung
geradezubiegen. <grummel>
Olaf
> Die zwei Dinger oben drauf finde ich optisch gesehen aber nicht sehr> schön.
Dafuer passen sie aber aber zu dem recycelten Netzteilgehaeuse. :-)
Aber natuerlich muss man fuer die Anodenanschluesse irgenwas aus
poliertem Messing machen weil das Auge ja auch mithoert...
Olaf
Kann man eigentlich nicht Röhren im Stahlgehäuse (HF Röhren?) für sowas
benutzen? Darunter noch ein Sci-Fi mäßig aussehendes Aluminium Gehäuse.
Wär doch mal was anderes als immer dieses klassische Röhren-Zeugs mit
Holz (auch wenn das auch nett aussieht).
Simon K. schrieb:> Die zwei Dinger oben drauf finde ich optisch gesehen aber nicht sehr> schön.
Das ist eine reine Geschmacksfrage.Ich find Röhren mit obenliegenden
Aussenanschlüssen optisch toll.Meine Lieblinge sind da die
RL12P35(Wehrmacht) und die russ GU 80/81.Röhrenverstärker sind eh nur
was für Liebhaber.Einige GU 50 (LS 50),GI 7 B(LD 7,HT 351) sowie einige
GU 80 hab ich auch noch,die GU 80 dienen aber nur als Anschauungsstücke.
oszi40 schrieb:> Glühende Anodenbleche erfordern auch eine kräftige Heizung, sonst fließt> meist kein ausreicherder Strom.
Da die Dinger für hohe Impulsströme konzipiert sind, wird's die
Katode wohl schon schaffen.
Hallo.
Nach langer Zeit Melde ich mich auch mal wiedet. Hatte in letzer Zeit
viel zu tun.
An der Vorstufe arbeite ich noch.
Allerdings drängt sich grade ein größeres Problem auf.
Ich muss einen Weg finden eine EM84 als Aussteueranzeige am
Lautsprecherausgang zu betreiben.
Allerdings soll dafür keine Treiberöhre oder Transistor benötig werden.
Hat jemand eine Idee wie man sowas machen könnte? Bisher habe ich nur
den Vorschlag eine Verdopplerschaltung zu benutzen.
Würd mich freuen, wenn mir jemand helfen könnte.
Gruß
Matthias
Matthias schrieb:> Ich muss einen Weg finden eine EM84 als Aussteueranzeige am> Lautsprecherausgang zu betreiben.> Allerdings soll dafür keine Treiberöhre oder Transistor benötig werden.
Die EM84 benötigt eine Spannungsänderung von 0..-22V am Gitter des
Triodenteils. Ob das mit einer Verdopplerschaltung am
Lautsprecherausgang möglich ist hängt von der Ausgangsleistung des
NF-Verstärkers ab.
Wenn die Ausgangsleistung des NF-Verstärkers und die Verdopplerschaltung
das nicht hergeben, bliebe ohne aktive Verstärkung nur noch die
Transformation mit einem NF-Übertrager.
Auf jeden Fall muss die Gleichrichtung so ausgelegt werden, dass bei 0V
NF die -22V am Triodengitter anliegen > "Leuchtbalken offen".
Bei Vollaussteuerung xxV NF müssen dann 0V am Triodengitter liegen >
"Leuchtbalken mittig geschlossen".
Es grüßt RainerK
Ich hab mir Stories von den ersten Transistoren an der Hochschule
erzaehlen lassen. Alsod die waren gross, quasi handgefertigt und kamen
mit Zertifikat, dh ausgemessenem Datenblatt. Das Stueck zu 700 Mark.
Daten habe ich leider keine. Also. Unsere Vorgaenger, von den Roehren
kommend, waren noch nicht so geuebt und der Transistor war die ersten
paar Male noch nicht mal in der Schaltung eingebaut war er auch schon
kaputt. Naja. Ein Elefant im Porzellanladen braucht auch ein paar
Versuche und viel Geduld bis er's raus hat.
Und ich hab mir eine Story von heutigen, jungen
Gitarrenverstaerkerbauern erzaehlen lassen. Da ist natuerlich eine
Roehre drin. Wird aber der Vollstaendigkeit halber mit einem Satz roter
LED zusaetzlich beleuchtet.
>Autor: oszi40 (Gast)>Datum: 20.12.2010 08:48>Michael_ schrieb:> Die damals verwendeten C waren robust und nicht schwächlich>Das ist Deine Meinung. Ob die Vorstufen auch alle 500V-Elkos hatten???>>Wenn ich mich dunkel erinnere, daß meine EL84 schon 7W Musikleistung im>A-Betrieb gebracht hat, schätze ich mal, daß Günther nicht gelogen hat.
Schau mal alte Schaltpläne oder Radios an. In den Vorstufen wurden in
der Anodenleitung keine Elyt eingesetzt. Nur Papierkondensatoren.
Und die EL84 hat laut Datenblatt auch nur 5W Sprechleistung. Oder
rechnest du auch schon in PMPO?
>Glühende Anodenbleche erfordern auch eine kräftige Heizung, sonst fließt>meist kein ausreicherder Strom. Wahrscheinlich ist bei dieser GI30 das>Blech ausreichend großzügig im Verhältnis zur Heizung bemessen?
Das ist ja nun absoluter Schwachsinn! Hätte ich nicht von dir gedacht!
Sonst hast du ja ein ordentliches Grundwissen.
Schau dir mal das Prozedere bei der Auffrischung von Röhren an, da
erkennst du, wie man die Anodenbleche zum Glühen bringt. Mit der Heizung
hat es wenig zu tun.
Da muss die Kathode schon mächtig erschöpft sein, dass die Anode nicht
mehr glüht. Im Normalfall reicht da eine falsche Gitterspannung (meist
wegen durchschlagenem Kondensator zur Anode der vorgeschalteten Röhre
hin) völlig aus. Einige EL34-Gitarrenverstärker ohne
Ruhestromeinstellung / Gegenkopplng driften so weit, dass die Röhren
zerstört werden. Zuerst glühen die Beschleunigungsgitter bei der EL34.
ist gut sichtbar.
Im Sinne einer guten lebensdauer sollten die Röhren auch nicht voll
ausgefahren werden. Alterung der Kathoden, Gasemmisionen, Übertragung
von emittierendem Material auf das Steuergitter usw.
Daniel S schrieb:> Im Sinne einer guten lebensdauer sollten die Röhren auch nicht voll> ausgefahren werden.
Das ist absolut richtig.Man kann aber unter Berücksichtigung der
verkürzten Lebensdauer Röhren auch gewaltig überbeanspruchen(genügend
Ersatzröhren vorhanden und monatlich nur wenige Nutzungszeit von einigen
Stunden pro Woche).Mit Halbleitern wäre dies wohl nicht möglich.In alten
Röhrenfernsehern glühte die Anode der Zeilenendröhre auch
gelegentlich(bei Zeilentrafodefekten).Der Eigenbauverstärker mit 2 x GI
30 )hat mit Sinusansteuerung locker 100 W an 4 Ohm geliefert ohne das
die Anoden geglüht haben(Testzeit etwa 20-30 min).Er wird als
Gitarrenverstärker genutzt und erwa 20-30 Std.pro Monat betrieben.
Michael_ schrieb:> Hätte ich nicht von dir gedacht!
-Es gibt auch Elkos in den Vorstufen (meist unter dem Chasis).
-Die Heizleistung steht im Verhältnis zur Anodenleistung.
-Daß natürlich bei positiven Steuergitter (einem ungünstigen
Betriebszustand) größerer Anodenstrom fließt weiß man und sollte es
daher vermeiden.
Na dann hast du aber gesucht! Ich bin zwar von Radios ausgegangen, aber
wo geht der Anschluß " 1 " hin? Wäre interessant.
Die Heizung einer Röhre muß nur die Kathode zum glühen bringen. Egal ob
eine hohe oder niedrige Anodenbelastung vorliegt.
Die Anode bringt man nur zum glühen, wenn man den Anodenstrom
hochtreibt.
Dies wird geziehlt und sehr dosiert beim Regenerieren gemacht. Dabei muß
die Getterpille verdampfen und dabei das Barium auf der Kathode sich
regenerieren.
Man kann eine Röhre immer wieder auf volle Leistung bringen, solange die
Heizung, Gitter und Anode intakt ist.
Beim regenerieren von Röhren geht es in erster Linie darum eine inaktive
Schicht auf der Bariumkathode zu beseitigen, und weniger um eventuelle
Gasreste mit Hilfe der Getter zu binden.
Beim regenerieren der Kathode wird eine inaktive Schicht regelrecht
weggesprengt. ( Das hat man bei Farbbildröhren früher gemacht, um noch
ein paar Monate Lebensdauer rauszuholen ). Dabei wird die Schicht auf
der Kathode dünner, und die Kathode etwas weniger ergiebig. Wenn man die
Röhre oft genug regeneriert hat ist zum Schluß praktisch kein Barium auf
der Kathode mehr vorhanden, und die Kathode emmitiert nur noch einen
Bruchteil an Elektronen gegenüber einer intakten Kathode. Spätestens
dann ist die Lebensdauer der Röhre abgelaufen. Gitter und Anode
unterliegen keinen Verschleiß , solange sie nicht durch verglühen sich
verformen, oder gar abfallen. Dann ist allerdings die Kathode
hoffnungslos überlastet und wird bald die Bariumschicht verlieren.
Ralph Berres
Verkrustete Bariumschicht ist bekannt. Deshalb wurden auch Röhren, die
lange mit Unterspannung beheizt wurden "taub".
Manchmal wurden Bildröhren am Ende iher Lebensdauer mit einer ETWAS
höheren Heizspannung betrieben, damit das Bild noch hell genug wurde für
einige Monate.
oszi40 schrieb:> -Es gibt auch Elkos in den Vorstufen (meist unter dem Chasis).
Wobei die überwiegende Anzahl dieser Elkos den Katodenwiderstand
wechselspannungsmäßig überbrückt haben. HV-Elkos im Kleinformat
(also ohne den üblichen Becher mit dem dicken Gewinde dran) waren
dazumals bei weitem nicht Standard, sondern eher die Ausnahme.
Auch dein Fernseher da hat vermutlich nur diesen einen.
Hallo Jörg, wenn ich mich nicht noch an einen zerfetzten Ass 16 uF
erinnern würde (der mir das ganze Chassis versaut hat) wäre das alles
schon lange vergessen. Es gibt noch mehr Schaltungen wo in der Vorstufe
die Anodenspannung nochmals durch einen Elko gesiebt wurde. z.B.
http://s10.directupload.net/file/d/2128/ie4bxxts_jpg.htm
Worauf ich ganz oben nur aufmerksam machen wollte: die hohe Spannung
sollte ohne Last (Anodenstrom) NIE die Elkos killen.
>Hallo Jörg, wenn ich mich nicht noch an einen zerfetzten Ass 16 uF
Also 16µ waren entweder Ladekondensatoren oder Kathodenkondensatoren.
Siebkondensatoren in Vorstufen waren höchstens 1µ groß.
Michael_ schrieb:> Siebkondensatoren in Vorstufen waren höchstens 1µ groß.
Dem widersprechen allerdings bereits die 4 µF im oben reproduzierten
Schaltplan. ;-)
Nö, ich halte 16 µF auch nicht für ausgeschlossen (Sieb- und Lade-
kondensatoren waren eher 50 oder 100 µF), nur dass sie eben eher
selten waren. Vermutlich waren HV-Elkos damals nicht ganz billig.
>Dem widersprechen allerdings bereits die 4 µF im oben reproduzierten>Schaltplan. ;-)
Welcher?
http://s10.directupload.net/file/d/2128/ie4bxxts_jpg.htm
Die Schaltung ist in der Nach-Röhrenzeit nachgebastelt worden.
Es sind da 22µ eingesetzt, also Angstgröße.
Reine Angeberei.
>Nö, ich halte 16 µF auch nicht für ausgeschlossen (Sieb- und Lade->kondensatoren waren eher 50 oder 100 µF), nur dass sie eben eher>selten waren. Vermutlich waren HV-Elkos damals nicht ganz billig.
Nein, sie wurden durch die Daten der Gleichrichterröhren vorgegeben:
- EYY13 32µ
- EZ80/81 50µ
Michael_ schrieb:>>Dem widersprechen allerdings bereits die 4 µF im oben reproduzierten>>Schaltplan. ;-)> Welcher?
Naja, ist ein bisschen Zurückblättern im Thread zu viel verlangt?
Beitrag "Re: Röhrenvorstufe">>Nö, ich halte 16 µF auch nicht für ausgeschlossen (Sieb- und Lade->>kondensatoren waren eher 50 oder 100 µF), nur dass sie eben eher>>selten waren. Vermutlich waren HV-Elkos damals nicht ganz billig.> Nein, sie wurden durch die Daten der Gleichrichterröhren vorgegeben:> - EYY13 32µ> - EZ80/81 50µ
Wo steht das? An solche Vorgaben kann ich mich nicht erinnern.
Röhrendatenbuch liegt allerdings zu Hause, da kann ich erst heute
abend wieder reingucken. Der Wert von 32 µF für die EYY13 verwundert
mich dabei besonders: erstens war das ja eher ein "dicker Brummer",
der deutlich mehr aushielt als AZ1 oder EZ80, und zweitens ist mir
ein derart kleiner Ladekondensator nie übern Weg gelaufen, obwohl
ich auf jeden Fall Geräte mit einer EYY13 gesehen haben muss, denn
eine "ausgeschlachtete" Röhre davon liegt noch in der Kiste. All
meine Becherelkos sind 50 µF oder 50+50 µF oder 50+100 µF.
Michael_ schrieb:>>Wo steht das?> Beier Röhrentaschenbuch Bd.1 Verlag Technik Berlin 10. Auflage
Habe auch gerade in meinem nachgeguckt, steht dort auch drin.
Interessant, das war mir nicht mehr bewusst. Ist wohl schon eine
Weile her, dass ich diese Bücher das letzte Mal aktiv gelesen habe.
;-) Der vergleichsweise geringe Wert für die EYY13 wundert mich
jedoch am meisten.