> Bei rein ohmschen Lasten messen solche Geräte halbwegs genau. Hängen> jedoch Verbraucher mit induktiver Komponente daran, so steigt der> Messfehler bei vielen dieser Billigdinger drastisch an.
Solange die Kurvenform sinusförmig bleibt, sollten auch die billigen
Baumarktgeräte damit klar kommen. Viele können den cos phi sogar
anzeigen.
Problematisch wird es bei Lastspitzen wie sie z.B. durch Schaltnetzteile
verursacht werden.
Wer mehr Geld für ein besseres Messgerät ausgeben will, kann im Internet
mal bei Christ-Elektronik vorbei schauen.
Im Prinzip reicht für die häusliche Kostenkontrolle auch ein
herkömmlicher Ferraris-Zähler wie bisher von den Energieversorgern
verwendet. Kostenpunkt um 10€ für ein gebrauchtes ungeeichtes Gerät.
dfsdfs schrieb:> http://www.reichelt.de/?ARTICLE=88135
Dieses Gerät hat in einem Test der Zeitschrift ct gut abgeschnitten,
sodas die Bedenken verschiedener anderer Poster auf dieses Gerät nicht
zutreffen.
Gruss
Harald
> wie misst man sinnvoller Weise den Energieverbrauch von> Gefrierschränken/Truhen, Waschmaschinen und Trocknern?
Um die Grössenordnung des Energieverbrauchs zu bestimmen, kann man so
vorgehen:
1) Kühlschränke etc.:
Zeiten von 3 kompletten Einschaltzyklen stoppen, das Ergebnis mit der
Leistung auf dem Typenschild multiplizieren.
2) Waschmaschine Trockner Geschirrspüler:
Jeweils alle anderen starken Verbraucher ausgeschalten => Zählerablesung
( ggf. auch Wasseruhr )
Zähler wie dieser hier
> http://www.pollin.de/shop/suchergebnis.html?S_TEXT...
werden ja nach wie vor von EVUs in grossem Umfang eingesetzt. Man darf
also davon ausgehen, dass die Geräte zumindest nicht zu wenig
Stromverbrauch anzeigen, da die Strommafia sich ja nicht selbst
besch***** will.
In das Kühlfach meines 3-Sterne-Kühlschrank habe ich einen Sensor
gesteckt,
sodaß nun ausschließlich die Tiefkühltemperatur geregelt wird.
Das geht sehr gut.Das Tiefkühlgut taut im Winter nicht mehr an.
Das Kapillarröhrchen verläuft, zusammen mit der Leitung für eine
elektrtische Temperaturanzeige, unauffällig und auch nicht weiter
störend im Scharnierbereich nach draußen.
Die Hysterese beträgt 4 Grad.
Jetzt meine Frage:
Vorher wollte ich den Sensor (was aber nicht funktioniert hat) von der
Rückseite her positionieren.Ich hatte dazu einiges von dem Dämmschaum
rausgekratzt. Umso mehr war ich verwundert, als mir eine ganze Menge
Wasser entgegenkam. Das hat erst gar nicht aufgehört zu laufen. Ich
dachte schon, ich hätte was kaputt gemacht.
Wenn der Dämmschaum (30 Jahre altes Gerät) so voll Wasser gesogen ist,
wird die Dämmung auch entsprechend schlecht sein!!??. Da fände ich
Styropor besser geeignet. Wie ist die Meinung dazu???
Wie sieht das aus bei neuen Geräten? Ist da auch überall Dämmschaum
drin?
------------------------------------------------------------
Die Verbrauchsmessung ergab 0,6kWh/Tag. Ich hatte von hinten und von
oben
jeweils mit Styroporplatten zusätzlich gedämmt. Auf den Kompressor bläst
ein Papst-Lüfter über Master-Slave, sodaß der Kompressor nie wärmer wird
als 40 Grad. Gemessen habe ich den Verbrauch mit besagtem Master-Slaven,
an dem ich eine 220V-Uhr angeschlossen hatte. Der Kompressor hat 100W;
das
macht bei Anzeige von 6 Stunden über einen Tag auf der Uhr = 0,6kWh.
Das aber nur nebenbei. Mich würde interessieren, ob ich eine weitere
Energieersparnis erziele, wenn ich zusätzlich von ausßen dämme, obwohl
der Dämmschaum mit Wasser vollgesogen ist?
Juergen_O. schrieb:> Das aber nur nebenbei. Mich würde interessieren, ob ich eine weitere> Energieersparnis erziele, wenn ich zusätzlich von ausßen dämme, obwohl> der Dämmschaum mit Wasser vollgesogen ist?
Durchfeuchtetes Wärme-Dämmmaterial bedeutet (nicht nur bei
Kühlschränken) ein absolutes NoGo! Also weg damit.
Die oben beschriebene Regelung der TK-Temperatur ist absolut sinnvoll
und zweckmässig, trägt aber letztendlich nicht zur Energieersparnis bei,
sondern eher im Gegenteil. ;-)
Juergen_O. schrieb:> Ist da auch überall Dämmschaum drin?
Ganz effiziente haben Vakuumdämmplatten.
Wenn da die Luft raus ist, äh, drin ist, dann dämmen die genau so
schlecht wie vollgesogener Schaum.
Juergen_O. schrieb:> Die Verbrauchsmessung ergab 0,6kWh/Tag.
220kWh/a ist für eine 30 Jahre alte 1,5m hohe Kühl-/Gefriekombination
nicht schlecht, für einen billigen Untertischkühlschrank unzumutbar.
Mein größter Energiefresser war ein alter 170L-Kühlschrank mit 1 kW pro
Tag. Man sollte aber nicht denken, daß alle neuen immer sparsamer sind,
wenn man recht oft die KS-Tür öffnet. Verbrauch über längeren Zeitraum
zu beobachten wäre sinnvoll.
Mal anders gefragt:
Habt ihr eine praktikable Möglichkeit ganz auf den Kühlschrank zu
verzichten ohne (wichtig !) das häufiger aber weniger eingekauft werden
muss, ohne das ich die Lebensmittel irgendwo unkomfortabel auf den
Balkon, den Keller usw. gelagert werden müssen?
Und ohne auf irgendwelche Lebensmittelarten zu einer bestimmten
Jahreszeit verzichten zu müssen?
Mir fällt keine Möglichkeit ein.
Die Frage ist ernst gemeint und zielt darauf hin Geld einzusparen - also
auf semiwitzige Kommentare wie "Kühlhaus" "Umziehen nach Sibirien"
"Beim Kühlschrank vom Nachbarn einlagern" verzichten.
Noch einmal deutlich: Es geht ausschließlich darum bei gleichen(!)
Komfort Geld ein zu sparen, nicht darum wie die Welt gerettet werden
kann, über den Umgang mit Ressourcen und ähnliche Bereiche.
Hannes
Hennes schrieb:> Mir fällt keine Möglichkeit ein.
Ach, du hast ja auch jede Möglichkeit von vorneherein ausgeschlossen.
Ohne Einbussen wird es nicht gehen, ich weiss ja noch nicht mal, was du
isst: Wer keine Milch/Joghurts und keinen Fisch/Aufschnitt isst, sondern
Knäcke mit Honig oder Marmelade, und mittags ausser Haus, der kommt
vielleicht ohne Kühlschrank aus. Vor 100 Jahren kamen alle Leute ohne
Kühlschrank aus, heute vielleicht noch die Hälfte der Menschheit.
Von Eis und gekühlten Getränken, von Fertigpizza und
Frista-Convenience-Food ernähren die sich also nicht.
Hibt: Butter kann durchaus 2 Wochen bei Zimmertemp lagern, für Käse und
Schinken am Stück braucht man auch keinen Kühlschrank.
MaWin schrieb:> Vor 100 Jahren kamen alle Leute ohne> Kühlschrank aus, heute vielleicht noch die Hälfte der Menschheit.
Ja. Vor hundert Jahren wussten die Leute auch noch, was ein Vorratsraum
ist und wie man ihn vernünftig beim Bau anlegt. Im Haus meiner Eltern
(Bj. 1909) gab es einen extra Vorratsraum an der kühlsten Ecke des
Hauses. Der wurde selbst im Hochsommer nicht wärmer als 15 Grad. Und ein
halbes Jahr über war das ein sehr ordentlicher Kühlschrank mit maximal
+10°C.
Leider wurde der Raum bei Umbauten entfernt - meine Mutter ärgert sich
im Prinzip seit diesem Datum darüber, den nicht erhalten zu haben ;-)
> Von Eis und gekühlten Getränken, von Fertigpizza und> Frista-Convenience-Food ernähren die sich also nicht.
Jepp. Allerdings muss man schon sagen, dass eine Gefriertruhe eine
schöne Sache ist. Viele Dinge kann man gut einfrieren und muss so nicht
tagelang dasselbe essen :-)
> Hibt: Butter kann durchaus 2 Wochen bei Zimmertemp lagern, für Käse und> Schinken am Stück braucht man auch keinen Kühlschrank.
Ja, ein ganz wichtiger Hinweis!
Käse, Wurst und Schinken grundsätzlich am Stück kaufen!
Die Schnittfläche (und auch die Scheibe!) ist dann immer frisch und
Schimmel hat keine Chance. Außerdem kann man festen Käse bspw. sehr gut
portionieren und einfrieren. Bei Schinken und Wurst haben wir es noch
nicht versucht, da eigentlich nicht notwendig. Der sollte auch nicht im
Kühlschrank lagern. Je weniger Feuchtigkeit, desto besser.
Ebenso haben meine Eltern einen "Apfelkeller", der schon einen Meter
unterm Eingangsbereich liegt. Da hat man fast Höhlentemperaturen
(8-10°C) das ganze Jahr und hohe Luftfeuchtigkeit - es gibt sogar kleine
Stalaktiten :-)
Meine Mutter erzählte, dass deren Schinken immer unterm Dach zum
Trocknen hing und durch das doch recht zugige Dach dort auch nach
Anschnitt die Haltbarkeit gegeben war. Mein Opa hat die Schinken nach
dem Abschneiden wohl einfach in einen Baumwollbeutel verpackt und wieder
am Querbalken aufgehängt. So war er vor Fliegen und Mäusen geschützt und
hielt bis zum Verzehr.
Aber: möchte man heute zwei Etagen hochsteigen, um sich zwei Scheiben
Schinken abzuschneiden? Außerdem sind die heutigen Dächer (inkl. dem
meiner Eltern) wohl mittlerweile so überdämmt, dass der Schinken dort
wohl nicht wirklich trocknen würde.
Interessant wäre wohl ein Vorrat in der Erde - ist aber leider auch sehr
umständlich. Hier bei uns könnte man dan aber sogar in der unteren Etage
anlegen, da wir am Hang wohnen und das Haus einseitig bis zur Hälfte
"eingegraben" ist. Man merkt das übrigens sehr deutlich bei den Räumen
der eingegrabenen Seite: diese haben mit Abstand die konstanteste
Temperaturen über das gesmate Jahr. Wenn in den 70ern da mitgedacht
worden wäre, hätte man dort eine größere Nische für einen sehr guten
Vorrat nach außen legen können.
Kein Kühlschrank und derselbe Komfort? Das wird heutzutage nur machbar
sein, wenn man das direkt beim Bau berücksichtigt.
Früher gab es in den Dörfern Kühl- und Gefriergemeinschaften, also Räume
in welchen die Kühlgeräte standen. Sie wurden von der Gemeinschaft
eingekauft und betrieben. So konnte man das Kühlgut dort für einen
jährlichen Beitrag einlagern.
Ich habe in meinem Bulli eine Kompressorkühlbox, welche mit Solarenergie
versorgt wird. die hat 40 Liter Kühlraum und geht von Kalt bis-18 °C.
taugt auch für den Hausgebrauch, ist dort auch effektiver, da die
Aussentemp im Ggs zum Autoinneren deutlich niedriger liegt.
Der Kompressor zieht bei 12 V 32 W und ist im Normalfall 15...20
Minuten/h am werkeln.
Kostet zwar ca 500 €ier, ist aber sehr sparsam und kann auch im Auto
verwendet werden, ohne die Batterie komplett leer zu saugen.
Wie schon geschrieben, nutze ich den in meinem Multivan mit Solarpanel
bei 12 V, auf dem Campingplatz dann aber mit 230 V, wenn ich den Bulli
ans Netz hänge. Der Engel-Kühler hat ne 230-V-Vorrangschaltung, wenn er
gleichzeitig an 12 V und 230 V hängt.
http://www.marine-sales.de/1876-Kuehlboxen-Kuehlschraenke/1782-Engel-Kuehlboxen/12627-Kuehlbox-MR-040-F-Modell-2015-Neu.html
Wenn mein Gefrierfach in der Küche zu eng wird, dann lagere ich da schon
mal aus, die läuft durch das Solarpanel (180 Wp (die werden aber normal
nur unter Laborbedingungen erreicht))die ganze Saison autark über die
Zweitbatterie.
Ist nicht so komfortabel, wie ein Kühlschrank, aber sehr
energieeffizient.
> Die Verbrauchsmessung ergab 0,6kWh/Tag.
Volumen? Nutzung, Anzahl Türöffnungen?
> Ich hatte von hinten und von oben> jeweils mit Styroporplatten zusätzlich gedämmt.
Mit oder ohne dichter äusserer Dampfsperre?
Das EPS wird sich dann auch im Sommer hübsch mit Kondenswasser
vollsaugen und an der Grenzschicht zum altem Kühlschrank züchtest du
Schimmelpilz.
Haben Mollier und Glaser vergebens gelebt?
>Mich würde interessieren, ob ich eine weitere
Energieersparnis erziele, wenn ich zusätzlich von ausßen dämme, obwohl
der Dämmschaum mit Wasser vollgesogen ist?
Miss doch.
Aber wenn die Dampfsperre der Dämmung des Herstellers undicht ist, wird
das alles nur fieses Gesuppe.
Wer auf der Warmen feuchten Seite dämmt wird, wird Kondenswasser ernten.
Vielleicht bekommst du den Taupunkt ja in dein EPS gezogen, dass dann
anfängt zu tropfen.
Schau noch mal ins hx Diagramm
Zu viel und falsche Dämmung kann den Stromverbrauch erhöhen.
Der Kondensator, also das Gitter hinten muss die Wärme ableiten können.
welche aus dem Inneren abgezogen wird. Das darf nie gedämmt werden.
Das gilt für alte Kühlschränke, bei welchen die Gitter noch frei liegen,
Da niemals Dämmaterial drauflegen.
xy schrieb:> Hallo>> wie misst man sinnvoller Weise den Energieverbrauch von> Gefrierschränken/Truhen, Waschmaschinen und Trocknern?
Kühlschränke / Gefriertruhen etc:
Miss über 3-7 Tage um den Nutzerzyklus mit Tür auf/zu einigermassen
repräsentativ zu erfassen.
Waschmaschine / Trockner:
jeweil einen vollen Programmdurchlauf (40/60/Feinwaschgang) messen.
> Taugt dazu ein EKM 265?
Für den Hausgebrauch taugen die Baumarktdinger, sofern sie den
Energieverbrauch loggen können. Ja, die haben Schwierigkeiten mit
induktiven/kapazitiven Lasten und Lastspitzen, aber für
Einsparpotentialabschätzungen reicht das.
Bei der break-even analyse sind die Annahmen zur Anzahl der
Waschprogramme / Türöffnungen eh der grösste Fehler.
Wenn der Trockner/Waschmaschine an 3Phasen hängen funktionieren die
Dinger aber nicht.
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten zum Kühlschrankthema, das ich
nach so langer Zeit wieder "aufgewärmt" habe.
Reichlich Fragen habe ich aber noch.
Erstmal: Nach 30 Jahren habe ich festgestellt; ich brauche keinen
Kühlschrank für mittlere Temperaturen. Mein Bosch kühlt normal auf +10
Grad. Im Winter habe ich in meiner Küche aber auch kaum mehr Temperatur.
Da kann ich die Lebensmittel auch draußen, in der Küche lagern, und den
Kühlschrank vom Netz nehmen.
Wie weiter oben schon festgestellt, kann Butter ausgezeichet auch
draußen gelagert werden; sogar im Hochsommer für Wochen und ist trotzdem
noch gut genießbar. Darauf bin ich gekommen, als ich dieses Jahr nach
dem Urlaub
wieder nach Hause gekommen bin.
Der Vorteil daran: Man schmiert nicht mehr so dick drauf, ist sparsamer
damit, weil weichere Konsistenz. Milch kaufe ich jetzt auch immer nur
jeweils einen Liter ein. Soviel davon ist gar nicht gesund. Ansonsten
bin ich Vegetarier. Fisch esse ich gerne - aber der hält sich! Seelachs,
Konserven...aber auch dieser rote Fischsalat ist mindesten 3 Tage ohne
Kühlung genießbar. Warum also extra Kühlung/Strom verbrauchen, unnötig,
zumal ich nur eine geringe Rente beziehe!?
Einschalten werde ich den Kühlschrank erst wieder im Winter wegen des
Tiefkühlfachs. Dann werde ich gelegentlich tiefgekühltes Gemüse
einfrieren, portioniert für jeweils etwa so 3 Tage im Vorteilspack.
Damit die Temperatur im Tiefkühlfach konstant bleibt, was vorher nicht
der Fall war, habe ich den externen Thermostaten eingebaut, der päzise
die Temperatur für den Tiefkühlbereich regelt.
Der Kompressor kühlt in weniger als einer Stunde (genau habe ich es
allerdings noch nicht gemessen) von +20 auf -20 Grad runter. Die
4-Grad-Hysterese wird in 5 Minuten überwunden. Das ist in meinem Sinne.
In einem Beitrag weiter oben wird mir empfohlen, ich solle mir doch
einen neuen Kühlschrank kaufen. Aber diese neuartigen Sparschränke haben
doch nur noch "Spielzeugkompressoren" (...habe ich gelesen, gibt es da
Meinungen zu?), die einen ganzen Tag brauchen, um die Tiefsttemperatur
zu erreichen. Mit so was kann ich nichts anfangen! Für meine
gelegendlichen Einfrierforgänge ungeeignet! Zudem, wenn die neuen Geräte
auch alle ausgeschäumt sind, will ich die auch nicht haben. Außerdem
bringt der alte noch volle Leistung.
Gedämmt habe ich rückwärtig mit dünner 3mm Styroporplatte und und
Preßpappe noch mal dagegen.Die Kühlschlange sitzt davor, vor der Platte
ins Freie gerichtet. So kann von der flächig entstehenden Wärme der
Kühlverrippung die Wärme nicht so gut die Rückwand aufheizen. Die hohle
Arbeitsplatte obendrauf habe ich ebenfalls mit Styropor (ca. 2cm)
ausgefüllt und obendrauf noch eine dünne Holzplatte aufgeklebt. Jetzt
ist die widerliche durchgebogene Kunststoffplatte abgedeckt, und vor
allem ist die Kante am Rand nicht mehr vorhanden. Das hatten sich immer
die Krümel beim Sauberwischen drin verfangen. Ich frage mich, wer so was
mal konstuiert hat?
Der Kühlschrank ist meine "Spielwiese", viele Verbesserungen habe ich
schon daran durchgeführt. Nichtdestotrotz verbraucht er relativ wenig
Energie. (zur Messung sind diese alten Zähler mit rotiernder Aluscheibe
noch am besten geeignet) Jetzt mache ich mir Gedanken, wie ich den
Verbrauch noch weiter reduzieren kann. Im Grunde könnte ich mich aber
mit dem auch zufriedengegen, was ist, da ich das Ding sowiso nur noch
selten benutze.
LG an alle
Wenn's interessiert, werde ich weiter berichten.
Interessant finde ich auch die heutigen Messwerte und
Aufstellbedingungen. Da steht dann manchmal: Die angegebenen
Verbrauchswerte beziehen sich auf eine Aufstellung mit 5cm Abstand zur
Rückwand (sinngemäß).
Ob das praktikabel ist, mag jeder selbst beurteilen.
Ganz fies sind die Weinkühlschränke. Die werden bei 12 Grad gemessen und
testiert. Als ob jemand Wein bei 12 Grad lagern würde, für Weißwein zu
warm, für Rotwein zu kalt.
Aber schon die Verbrauchswerte klein angeben.
Ich hatte mal so ein Teil, was mit 130 kWh/Jahr angegeben war, aber das
4-5 fache verbraucht hat (bei 5 Grad für Weißwein und 18 Grad für
Rotwein). Bei Einstellung auf 12 Grad haben die Werte natürlich
gestimmt.
Du könntest den Kühlschrank rausstellen, wenn das dein Grundstück
zuläßt.
Und Butter kann man in Salzlake schwimmend sehr lange frisch halten -
problemlos selbst bei 20°C Innentemperatur. Frisch meint es wird nicht
ranzig durch Luftsauerstoff. Das Salzen ist dann gleich inklusive.
Genauso kann man Hackfleisch mit Speiseöl in einer Schüssel abdecken.
Hält sich dann auch Tage ohne Kühlung.
Abdul K. schrieb:> Du könntest den Kühlschrank rausstellen, wenn das dein Grundstück> zuläßt.
Er könnte auch in die Antarktis ziehen. Spart den Kühlschrank.
P. S. Deine anderen Tipps sind auch super.
Energieverbrauch von Trocknern ... ist so ein Sache. Weil absolut
nichtssagend. Ich habe ein Gut, Waesche, die eine gewisse Menge von
Wasser enthaelt. Das sparsamste waere aufhaengen und warten. Dann kann
man einen Hochleistungstrockner nehmen, der vielleicht 3kW zieht und
schnell fertig ist. Man koennte auch einen Ultralowpower Trockner mit
nur 3W nehmen und warten bis der auch irgendwann fertig ist. Die Frage
ist dann, hat man wirklich Faktor 1000 gespart ? Eher nicht, denn
dasselbe Wasser musste raus.
Also in die Tonne mit diesen Vergleichen.
Kuerzlich kam ich an einem Peltier Kuehlschrank vorbei, der war wegen
seiner 40W mit A++ bewertet. Aeh ... ja. alles klar.
In er Hoffnung auf weitere Beiträge/Anregungen ergänze ich meinen
Beitrag von gestern noch ein wenig:
Auf der rutschigen, durchgebogenen, nur 1mm dicken Kunststoffplatte
meiner Waschmaschine habe ich ebenfalls eine Sperrholzplatte (5mm)
aufgeklebt. Die wurde im Baumarkt passend zugeschnitten, sodaß ich nun
auch dort eine stabile, ansehliche, griffige Arbeitsfläche habe ohne
nach oben gerichtete Kante habe, wo sich die Krümel beim Drüberwischen
immer angesammelt hatten.
Als ich meinen Schwager letztens besucht hatte, war ich erstaunt. Die
nur sieben Jahre alte Kühl- Gefrierkombination war weg, ein neues Gerät
stand da. "...hat sich nicht mehr einschalten lassen", hat er gesagt,
"da habe ich mir einen neuen gekauft".
Ich war erstaunt! Ein in meinen Augen neuwertiges Gerät einfach so auf
den Schrott geschmissen!!!!...wegen vermutlich einer Kleinigkeit. Die
Dichtungen waren wie neu. Für mich unfassbar, so eine Verschwendung!!!
So ein "moderner "Kühlschrank "braucht ja auch unbedingt" im Innern
Ventilatoren, Abtau- und Aufheizautomatiken, integrierte
Temperaturanzeigen, Programmierbarkeit und sonstigen Schnickschnack fest
eingebaut und vergossen. Wenn aber auch nur ein Kondensator kaputt geht
oder nur einer von den vielen Sensoren verstopft oder sonstwie eine
Winzigkeit nicht ordentlich funktioniert, geht nichts mehr - dann
wandert das Ding direkt auf den Müll. Das repariert keiner! Man selber
kann es nicht, da keine ausführlichen technischen Unterlagen
mitgeliefert werden, geschweige denn einen Schaltplan, und der
Kundendienst kann das wahrscheinlich auch nicht oder will nicht. Die
werden den 2m-Meter-Trumm nicht in ihre Werstatt tragen, reparieren und
wieder zurückbringen. Das Ding hat kein Taschenformat. Und wenn es
gemacht wird, wer will das bezahlen?
Ich habe bisher eine Abtautomatik nicht vermisst. Alle halbe Jahre wird
der Stecker gezogen und der Kühlschrank im Innern mit Wasser gereinigt.
Wer keine Bakterien züchten will, verfährt so! Ums Abtauen kommt man
wegen der Hygiene sowiso nicht drum rum. Wozu eine Automatik, eine
zusätzliche Fehlerquelle, zudem noch energieverschwendend? Der einzige
Grund scheint mir: Hausfrauen bestehen drauf.
========================================================================
===
Der Bauschaum im Innern schimmelt nicht, wie weiter oben eingewendet
wurde. Der Schimmel findet dort keine Nahrung wie in Lebensmitteln oder
im Mauerwerk und angenommen es wäre so, könnte auch nichts davon ins
Innere des Kühlschranks gelangen, da der Innenraum zur Dämmung hin
völlig gekapselt ist.
==================================================
Ist ein eventuell Fachmann anwesend, der zur Kompressorleistung der
neuen modernen Kühlschränke etwas sagen kann? Das mit der geringen
Leistung habe ich nur zufällig erfahren. Kann das jemand bestätigen?
LG
Pete K. schrieb:> Interessant finde ich auch die heutigen Messwerte und> Aufstellbedingungen. Da steht dann manchmal: Die angegebenen> Verbrauchswerte beziehen sich auf eine Aufstellung mit 5cm Abstand zur>
Dazu noch einmal ganz kurz:
Im Normalbetrieb werden Kompressor und Kühlschlange schon richtig heiß,
bei Sommerlichen Temperaturen brüllend heiß: (Deshalb auch mein kleiner
Lüfter im Schrank unten direkt vor dem Kompressor).
Wenn sowas nicht ist und dann noch der Mindestabstand zur Wand nicht
eingehalten wird, kann die Sache leicht überhitzen, d. h. schlechter
Wirkungsgrad bzw. kaputtes Gerät.
Juergen O. schrieb:> Das mit der geringen Leistung habe ich nur zufällig erfahren. Kann das> jemand bestätigen?
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Kühlschrankes ist das nicht
relevant. Gefriergut wird in bereits eingeschaltete und kalte
Gefrierschränke gelegt, nicht in Geräte, die auf Raumtemperatur sind.
Und bei diesem bestimmungsgemäßen Gebrauch ist die Energieaufnahme des
Kühlschranks/der Gefrierkombination recht gering. Bei ca. 250 kWh/a ist
ein nennenswerter "Spar"effekt nur noch bei sehr asketischer Lebensweise
(wie die diversen und teilweise eher mutigen Aufbewahrungskonzepte
verderblicher Lebensmittel, die Du hier genannt hast) hinzubekommen.
Und was sind 250 kWh? 75 EUR*. Also 6.25 EUR/monat.
Ob man da massiven Komfortverlust und potentiell gesundheitsgefährdende
verdorbene Lebensmittel in Kauf nimmt, um Beträge in dieser
Größenordnung zu "sparen", bleibt natürlich jedem selbst überlassen.
*) bei großzügig angenommenen 30 ct/kWh
Ob man muß oder will 6 Euro im Monat zu sparen, muß jeder für seine
Situation selbst entscheiden. Alles andere ist doch Bevormundung und die
kommt meist von denen die es haben und sich (noch) keine Gedanken machen
müssen!
Hm ja, Lüfter usw.: In einem teuren für den professionellen Einsatz
gedachten Kühlschrank, sieht das so aus: Lüfter innen für Umwälzung und
korrekte Temperaturmessung (Läuft wenn Tür zu), Lüfter außen am äußeren
(kleinen) Wärmetauscher, der auch gleich den Kompressor mit anhaucht.
Bei meinem für mein Lebensmittelgewerbe z.B. ist das komplette Aggregat
oben im Gerät und hinten nichts außer Isolation.
Die großen Kühllamellenfelder gibts nur bei auf billig und leisem
Hausgebrauch gezüchteten Geräten.
Ja, die neueren Geräte haben nicht mehr den großen Einschaltimpuls zum
Losreißen des Kompressors. Laufen dann auch mit einem kleinen
Stromaggregat.
Juergen O. schrieb:> Das repariert keiner!
Wozu auch ? Wer nur billige Kühl/Gefrierkombinationen kauft für unter
200 EUR, der findet keinen Reparateur für den Preis, und wer nichts
selber kann, muss es dann wegschmeissen.
> Der Bauschaum im Innern schimmelt nicht, wie weiter oben eingewendet> wurde. Der Schimmel findet dort keine Nahrung wie in Lebensmitteln oder> im Mauerwerk und angenommen es wäre so, könnte auch nichts davon ins> Innere des Kühlschranks gelangen, da der Innenraum zur Dämmung hin> völlig gekapselt ist.
Du hast noch nie einen älteren Kühlschrank repariert. Die sind so
dämlich gebaut, daß der Thermosensor einfach durch ein Loch gestopft
wird, ein Loch von aussen durch die Wärmedämmung nach innen, und die
reingesteckte Gummitülle bloss leidlich passt. Dort kondensiert nicht
nur Feuchtigkeit, sondern es suppt von innen in die Dämmung rein und die
wird sattschwarz vor Schimmel.
> Ist ein eventuell Fachmann anwesend, der zur Kompressorleistung der> neuen modernen Kühlschränke etwas sagen kann? Das mit der geringen> Leistung habe ich nur zufällig erfahren. Kann das jemand bestätigen?
Natürlich, meiner hat einen 90W Kompressor, das reicht bei der Dämmung
eines A+++ Kühlschranks.
um mal auf den Titel des OT zurück zu kommen
"Energieverbrauch Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner"
habe eine Kühl-/Gefrierkombi in der Küche als Standgerät
ca. 140cm hoch, unten Kühlschrank oben seperates Gefrierfach, also
Standardgerät
frei stehend mit guter Lüftung für hinten
Marke Privileg, Alter etwa 12 Jahre
eine Langzeitmessung mit so einem weissen Einsteckmessgerät zeigt im
Schnitt 3,2 kWh pro Tag also etwa 1.170kWh/Jahr
erscheint recht viel, richtig
wir haben noch zwei Gefrierschränke,
einer Bosch einer Siemens,
Größe für Arbeitsplatten-Unterbau, also <80cm
beide etwa 5 Jahre alt,
stehen im Keller bei etwa 14°C
werden im Schnitt max 1x pro Tag geöffnet
beide über eine Woche gemessen
beide brauchen jeweils 950-1000 kWh pro Jahr
Und jetzt sag mir mal einer, wie die Hersteller Verbräuche zwischen 120
und 200kWh pro Jahr angeben können ohne die Außenmaße zu verändern, die
Dicke der Isolierung zu erhöhen und den Nutzraum dadurch zu verringern.
und nun Butter bei die Fische!
Habt ihr Messwerte?
Wolln doch mal schauen, ob wir nicht ein "Kühlschrank-gate" hinbekommen.
;)
Nein, im Ernst, mich und andere wahrscheinlich auch, interessieren ECHTE
Meßwerte.
Mike B. schrieb:> nd jetzt sag mir mal einer, wie die Hersteller Verbräuche zwischen 120> und 200kWh pro Jahr angeben können ohne die Außenmaße zu verändern, die> Dicke der Isolierung zu erhöhen und den Nutzraum dadurch zu verringern.
Es gibt verschiedene Isolierstoffe. Mit der Zeit kommt Feuchtigkeit ins
Spiel und die Verluste steigen. Mein alter 170-Liter-KS hat 1kW pro Tag
verbraucht. Das war viel. Zwischen billigen Baumarkt-KS und besserem
Liebherr liegen Welten in Anschaffung und Verbrauch. Allerdings nicht
nur auf den Verbrauch achten! Eine praktische Fächereinteilung ist auch
sehr hilfreich.
oszi40 schrieb:> Spiel und die Verluste steigen. Mein alter 170-Liter-KS hat 1kW pro Tag
1kW pro Tag ist jetzt was für eine elektr. Einheit?
> verbraucht. Das war viel. Zwischen billigen Baumarkt-KS und besserem
in Baumärkten gibt's Kühlschränke? ;)
> Allerdings nicht> nur auf den Verbrauch achten!
also mich interessiert das schon, ob ich 350€/Jahr oder nur 150kWh/a x
28ct/kWh = 98€/a verbrauche
oszi40 schrieb:> MickD schrieb:>> 1kW pro Tag>> Sorry heute h vergessen. Also 1kWh pro Tag für jeden alten Stromfresser.> 365* 0,28€= 102,20€
150kWh/a = 98€
Mike B. schrieb:> eine Langzeitmessung mit so einem weissen Einsteckmessgerät zeigt im> Schnitt 3,2 kWh pro Tag also etwa 1.170kWh/Jahr
Das Ding ist kaputt. Das ist nicht "recht viel", das ist extrem viel zu
viel. Ein Fünftel davon wäre gerade noch so in Ordnung.
Auch bei einem 12 Jahre "alten" Gerät ist mehr absolut nicht in Ordnung.
Ist das Ding schon mal irgendwann abgetaut worden?
Wenn Deine beiden Keller-Gefrierschränke einen ähnlichen Stromverbrauch
haben -- dann sind entweder die Dinger ebenfalls kaputt, oder aber Dein
"weißes Einsteckmessgerät" ist Müll. Was sagt denn der Stromzähler des
EVU?
Ich habe in einem Zwei-Personen-Haushalt (ohne elektrische
Warmwassererzeugung) mit Waschmaschine, Geschirrspüler, 2m hoher
Kühl-Gefrierkombination, Kaffeemaschine, Elektrobackofen und der
üblichen IT-Infrastruktur einen Jahresstromverbrauch von unter 1500
kWh/a. Der (etwas überdimensionierte) Kühlschrank hat dabei einen Anteil
von vielleicht 300 kWh/a.
Rufus Τ. F. schrieb:> Mike B. schrieb:>> eine Langzeitmessung mit so einem weissen Einsteckmessgerät zeigt im>> Schnitt 3,2 kWh pro Tag also etwa 1.170kWh/Jahr>> Das Ding ist kaputt. Das ist nicht "recht viel", das ist extrem viel zu> viel. Ein Fünftel davon wäre gerade noch so in Ordnung.
GENAU DESWEGEN habe ich ja nach Vergleichswerten gefragt.
> Ist das Ding schon mal irgendwann abgetaut worden?
Na mindestens 3x, bei jedem Umzug 1x! ;)
> haben -- dann sind entweder die Dinger ebenfalls kaputt, oder aber Dein> "weißes Einsteckmessgerät" ist Müll.
Dieses für die Kombi und das unten sind zwei baugleiche Mess-Geräte
> Ich habe in einem Zwei-Personen-Haushalt (ohne elektrische> Warmwassererzeugung) mit Waschmaschine, Geschirrspüler, 2m hoher> Kühl-Gefrierkombination, Kaffeemaschine, Elektrobackofen und der> üblichen IT-Infrastruktur einen Jahresstromverbrauch von unter 1500> kWh/a.
lol, 1.500, soviel verbraucht jede allein-lebende Oma ohne Computer
allein mein Rechner (auf Sparsamkeit ausgelegt) mit zwei Monitoren
verbraucht 180W*12h/Tag*360Tage=778kWh/Jahr (12h wegen home-office und
privater Nutzung)
und das ist nicht der einzige PC
unter 3.500kWh/Jahr gings bisher nie
> Der (etwas überdimensionierte) Kühlschrank hat dabei einen Anteil> von vielleicht 300 kWh/a.
"vielleicht" oder besser doch mal messen und hochrechnen?
Mike B. schrieb:> Rechner (auf Sparsamkeit ausgelegt) mit zwei Monitoren verbraucht 180W
Sorry aber das ist nicht sparsam. Das wäre es bei alten Röhrenmonitoren,
jede Wette, der steht bei Energieoptionen auf Höchstleistung, oder es
ist eine Gamer-Graka verbaut, die auch in 2D ein Haufen Strom zieht.
Oder, wie oben schon angemerkt, dein Messgerät misst Mist.
Mike B. schrieb:> lol, 1.500, soviel verbraucht jede allein-lebende Oma ohne Computer
Nix "lol".
Bei mir laufen zwei stromsparende Rechner* nebst Switch und DSL-Router
im Dauerbetrieb, und natürlich gibt es den ganzen anderen Krempel, der
zu einem Haushalt gehört. Die 1.5 MWh/a sind übrigens der
10-Jahres-Mittelwert. Oh, und wenn ich zu Hause bin, arbeite ich
natürlich nicht mit den Dauerläufern (die sind nur Serverchen und
Musikberiesler), sondern mit leistungsfähigerer Hardware. Aber keine 12
Stunden am Tag, ich geh' tagsüber arbeiten.
Obacht:
Keine Warmwassererzeugung mit Strom. Kein Einfamilienhaus, keine
Gasetagenheizung, d.h. auch nicht die übliche Umwälzpumpe. Kein
Elektroherd (nur -Backofen).
Ich habe dafür auch keine Oma-typische Heizdecke, Heizlüfter und 40
Jahre alten Röhrenfernseher, und die 1984 das letzte mal abgetaute
Kühltruhe im Keller, in der noch der selbstgeschossene Rehrücken von
Onkel Horst aus den frühen 90ern liegt, die gibts in meinem Haushalt
auch nicht. Aber dafür gibts auch keine Energie"spar"-Graulichtlampen,
sondern überwiegend Halogenlicht, und ich lasse Steckernetzteile in der
Steckdose, statt sie zwanghaft zum "Sparen" ständig wieder aus der
Steckdose zu reißen.
Oh, und meinen Wäschetrockner benutze ich extrem selten, aber das ist
auch keine Standardhaushaltsausstattung.
*) beides Geräte in der 10-Watt-Klasse, ein Mac mini und ein NUC.
Der Andere schrieb:> Oder, wie oben schon angemerkt, dein Messgerät misst Mist.
Ja die ALTEN Energiemessdingens.
Wenn ich mit meinem alten Teil(>10J) den Verbrauch des Rechners messe,
könnte man denken dem Messergebnis zu vertrauen zu können. Schalte ich
aber noch das Labornetzteil zu, sinkt der Verbrauch um 1/3 :)
Bei neueren, soll das laut Stiftung-Warentest, allerdings anders
aussehen. Die Tests erschienen mir recht realitätsnah und eigentlich
alle getesteten Geräte lieferten akzeptable Ergebnisse.
Etwas Sachverstand wäre aber trotzdem angesagt, den bei sowas
einfaches wie Leuchtstofflampen mit Drossel, ist es Illusorisch da
was vernünftiges messen zu wollen. Der Crestfaktor sollte sich halt im
Rahmen halten.
Die >50€ Hutschienen Dinger müssten das aber eigentlich packen, glaub
ich aber erst wenn ich es sehe.
PS: Wer die guten alten Stromzähler bevorzugt, nicht den Schrott von
Pollin nehmen, lieber die regenerierten von Reichelt.
Als Messgerät ist das alte KD302 oder sein Nachfolger KD306
(http://www.reichelt.de/?ARTICLE=138036) zu empfehlen.
Die Dinger können auch Lasten im kleinen einstelligen Wattbereich
brauchbar messen; vor Äonen gab's zum Thema mal einen Vergleichstest in
der c't.
Markus schrieb:> gestern 24h mit NZR SEM 16+ gemessen
Solche Messungen solltest Du über einen deutlich längeren Zeitraum
durchführen, um Schwankungen im Nutzungsprofil (Tür-auf-Tür-zu,
Änderungen am Inhalt) und den Umgebungsbedingungen
(Küchenfenster-auf-zu, Küchentür-auf-zu, Durchzug, Raumtemperatur) zu
kompensieren.
'Ne Woche sollte die Messung schon dauern, und dann gib' nicht den
24-Stunden-Verbrauchswert an, sondern den für ein Jahr.
Rufus Τ. F. schrieb:> Solche Messungen solltest Du über einen deutlich längeren Zeitraum> durchführen
Für einen Vergleich mit anderen Gefrierschränken reicht es aber. Das
Nutzungsprofil ist ja individuell.
markus schrieb:> Das Nutzungsprofil ist ja individuell.
Eben deswegen taugt die 24-Stunden-Messung nicht; verhältst Du Dich an
jedem Tag der Woche absolut identisch? Um diese Abweichungen
auszumendeln ist die längere Messung nötig.
trotzdem ist es schon mal ein guter Anhaltswert
Denn gerade Gefrierschränke werden durchschnittlich ja nicht sooo häufig
geöffnet, nach dem Einkauf was reintun und mittags/abends etwas
rausholen, und vielleicht noch ein Eis, das sind max. ~4x am Tag.
Aber schon heftig der Unterschied zw. 3kWh und 0,3 kWh / Tag.
Wie alt ist das Gerät, bitte?
Und bite bite weitermessen und berichten!
Hi,
Zweipersonenhaushalt im EFH (ca. 2 Jahre alt)
https://geizhals.de/amica-ekgc-16177-a1220733.html?hloc=at&hloc=de (ca.
auch 2 Jahre alt)
--> im Langzeitschnitt etwa 350Wh / Tag -> allerdings evtl. etwas
ungünstig da FBH drunter und vollintegriert
Gemessen mit Stromzähler (nachts gut im Diagramm sichtbar) und
abgeglichen mit Homematic Steckdose mit integrierter Verbrauchsmessung
(habe sonst kein Messgerät).
Unser Jahresverbrauch liegt bei etwa 2800 kWh - obwohl Frauchen gerne
kocht und JEDEN Werktag Brötchen aufbäckt; Grundlast im Haus sind auch
etwa 150W (NAS, Heizung, Standby, USV, Automatisierung, Raspi, Switche,
Router, fordern halt ihren Tribut). Außerdem: Wärmepumpentrockner.
Rufus Τ. F. schrieb:> Eben deswegen taugt die 24-Stunden-Messung nicht; verhältst Du Dich an> jedem Tag der Woche absolut identisch? Um diese Abweichungen> auszumendeln ist die längere Messung nötig.
Das interessiert doch überhaupt nicht. Die Messbedingungen habe ich
angegeben, entsprechende Vergleichswerte können andere auch liefern.
Ob einer Jäger ist, jeden Tag einen Hirsch schießt und diesen einfriert,
oder ob ich einmal pro Tag Fischstäbchen raushole oder mal nach einem
Einkauf Kleinmengen reinlege, interessiert doch keine Sau.
Mike B. (mike_b97) schrieb: "Und jetzt sag mir mal einer, wie die
Hersteller Verbräuche zwischen 120
und 200kWh pro Jahr angeben können ohne die Außenmaße zu verändern, die
Dicke der Isolierung zu erhöhen und den Nutzraum dadurch zu verringern.
und nun Butter bei die Fische!
Habt ihr Messwerte?"
Vielleicht legt sich Mike B. ja im Sommer tagsüber vor die offenen
Gefrierschränke, und die ziehen deshalb so viel Strom. Interessiert aber
keinen. Es geht um Isolierung, Effizient der Kühlung etc., objektive
Leistung eines Kühlgeräts.
Meine alte Gefrierbox (sabberte noch Tage nach Stilllegung) und den
Einbaukühlschrank mit 4-Sternefach vom Vermieter habe ich
entsorgt/stillgelegt. Die genauen Meßwerte weiß ich nicht mehr, betrugen
aber ein vielfaches meiner neueren Geräte (24h-Messung).
Statt dieser beiden Altgeräte habe ich den Liebherr 1486 angeschafft und
einen weiteren Kühlschrank ohne Gefrierfach (Liebherr KTe 1560, auch
schon älter, A+ glaube ich, Meßwert kommt noch) weiterbetrieben.
Ersparnis ca. 1000kWh im Jahr.
Mike B. schrieb:> Wie alt ist das Gerät, bitte?
den Liebherr GP 1486 Premium hatte ich am 12.08.2013 bestellt, also 2
Jahre und 5 Monate. Ich sollte ihn mal abtauen, weil die Schubladen
etwas streiken, hat aber offensichtlich keinen Einfluß auf den
Verbrauch. Kurz nach dem Kauf und ebenso voll wie jetzt ermittelte ich
auch einen Meßwert unter der Herstellerangabe.
Ich finde die Idee gut, hier mal echte Messwerte zu vergleichen.
Ich habe gestern Abend noch einmal unsere Gefriertruhe (anfang der Woche
abgetaut) an unser Energiemessgerät gehängt. Ich hatte das zwar schon
einmal gemessen, allerdings mit einem Billigmessgerät. Jetzt kommt mal
unser genaues Gerät zum Einsatz :-)
Eventuell sollte man bei Kühlschränken/Truhen noch weitere Angaben
machen, da diese den Verbrauch maßgeblich beeinflussen:
Modell: AEG Öko-Arctis Super 2715 GT (Bj. 1995?)
Typ: Gefriertruhe
Volumen: 260 Liter
Öffnungen pro Tag (ca.): 1
Raumtemperatur: 18°C
Innentemperatur: -20°C
Messdauer: 72h
Energiebedarf: (wird gerade ermittelt)
Ich bin gespannt, was ich ermittle. Damals war das Ergebnis: neue Truhe
würde sich erst in 40 Jahren rechnen, alte Truhe ist von den Werten her
immer noch ok.
Den Wert trage ich dann hier nach Ende des Messzyklus nach.
Markus schrieb:> Für halbwegs vergleichbare Messwerte sollte das Kühlgerät> entsprechend> vor und während der Meßzeit nicht mit neuem Kühl/Gefriergut bestückt> werden.
wie schon beschrieben gehören diese Tätigkeiten zum normalen Gebrauch
des Gerätes und sollten daher mitgemessen werden
allerdings sollte sich dieses auch im Rahmen des "normalen" Gebrauchs
bewegen
Einen 10-Liter-Eimer Wasser sollte man dann eben nicht reinstellen.
Mike B. schrieb:> wie schon beschrieben gehören diese Tätigkeiten zum normalen Gebrauch> des Gerätes und sollten daher mitgemessen werden
Um aber Schwankungen bei diesen Tätigkeiten auszugleichen, sollte das
Messintervall entsprechend länger sein.
Das bedeutet ja nicht, daß "diese Tätigkeiten" nicht mitgemessen würden,
aber die Abweichungen, die unweigerlich von einem zum anderen Tag
auftreten (Kühlschrank nach Großeinkauf umgeräumg, Tür steht deswegen
länger auf, Küche geputzt und sehr gründlich gelüftet, daher niedrigere
Raumtemperatur als sonst ...) werden ausgeglichen.
Rufus Τ. F. schrieb:> Um aber Schwankungen bei diesen Tätigkeiten auszugleichen, sollte das> Messintervall entsprechend länger sein.
Dann unterläßt man halt mal für 24h plus 24h Vorlauf derartige
Tätigkeiten, um zu einem vergleichbaren Meßergebnis zu kommen. Das kann
doch nicht so schwer sein.
Es geht doch im Prinzip nur um den Wirkungsgrad des Kühlkreislaufs und
die Effektivität der Isolierung. Alles andere ist benutzerspezifisch und
ist mit dem Verhalten eines anderen Benutzers nicht mehr vergleichbar.
Und Meßwerte von Kühlgeräten, die z.Z. z.B. auf einem Nordbalkon im
Freien stehen, interessieren hier m.E. eher nicht so sehr.
Markus schrieb:> Das kann doch nicht so schwer sein.
Ich glaube, die Diskussion ist völlig müßig, weil wir sehr konträre
Vorstellungen davon haben, wie der Verbrauch eines Gerätes sinnvoll
ermittelt werden kann.
Mach's halt, wie Du willst. Solange Du nicht auf die Idee kommst, ein
noch kürzeres Messintervall zu verwenden, oder gar die Momentanleistung
anzugeben, ist ja fast alles irgendwie so etwas ähnliches wie in
Ordnung.
So - die Drei-Tage-Messung ist beendet.
Modell: AEG Öko-Arctis Super 2715 GT
Typ: Gefriertruhe
Alter: 25 Jahre
Volumen: 260 Liter
Öffnungen pro Tag (ca.): 1
Raumtemperatur: 18°C
Innentemperatur: -20°C
Messdauer: 72h
Energiebedarf: 1,325 kWh (= 162kWh/Jahr)
Der Wert ist für das Alter erstaunlich gut und liegt auch heute noch
zwischen A++ und A+++. Andererseits hängt der Energiebedarf ja quasi
ausschließlich von der Isolierung ab. PU-Schaum gab's damals schon und
die Kompressoreffizienz wird auch nicht rapide gesteigert worden sein.
Gerade mal geschaut: selbst eine neue Liebherr gleicher Größe für 700€
liegt bei 126kWh/Jahr. Das wären bei 25ct/kWh: 36*€0,25 = 9 Euro
Ersparnis pro Jahr. Armortisierung der neuen Truhe erfolgt dann also in
77 Jahren. Und da ist der Energieaufwand der Entsorgung und der
Herstellung der Neuen noch gar nicht drin.
Fazit: auf jeden Fall nachmessen, bevor die alte Truhe zum Schrott
wandert.
Chris D. schrieb:> Der Wert ist für das Alter erstaunlich gut
Allerdings. Da sehe ich überhaupt keinen Handlungsbedarf. Solange das
Ding nicht schimmelt, oder so laut ist, daß Du es nur in einem Keller
auf der anderen Straßenseite betreiben kannst, würde ich's einfach
behalten.
Gut; 's ist 'ne Truhe. Bei der findet beim Öffnen deutlich weniger
"Kälteverlust" statt als bei einem Schrank, selbst wenn der Schubladen
hat.
Mike B. schrieb:> 162kWh/a bei so einer alten truhe ist mehr als erstaunlich
Unsere "Randbedingungen" sind allerdings auch gut: im Schnitt öffnen wir
die Truhe nur einmal pro Tag und sie steht im Waschkeller bei jetzt
18°C. Im Sommer werden es wohl 22°C werden, aber die Waschküche war
schon immer der Raum mit den geringsten Temperaturschwankungen.
Ansonsten: Was hat sich denn in all den Jahren bzgl. Isolierung getan?
Die Formteile werden immer noch aus PU geschäumt. Vakuumisolierung habe
ich noch nicht gesehen. Damit entscheidet damals wie heute hauptsächlich
die Dicke der Isolationsschicht über die Verluste. Im Kühlkreislauf sehe
ich kein wirklich großes Verbesserungspotential.
Die Wandstärke der Truhe beträgt sicher 9-10cm und war damals schon
außergewöhnlich dick und die Truhe auch richtig teuer, wenn man meiner
Frau glauben darf (das war noch vor meiner Zeit ;-)
Bei Einbaukühl- und Gefrierschränken hat man immer das Problem des
Platzes: mehr Isolierung bedeutet weniger Platz und umgekehrt - wenn man
die Normmaße einhalten will. Da sind alleinstehende Truhen deutlich im
Vorteil (mal vom deutlich geringeren Kälteverlust beim Öffnen
abgesehen).
Genial schrieb:> und was braucht der Kühlschrank?
Der steht in der Küche - den habe ich ehrlich gesagt auch noch nicht
getestet. Aber ich werde ihn heute Abend mal dreitägig messen.
Allerdings werden wir den nicht austauschen, auch wenn er deutlich mehr
verbrauchen sollte. Das ist ein runder Foron-Kühlschrank (auch schon 15
Jahre alt) und schon ungeöffnet ein Schmuckstück. Abr vom Design
abgesehen: wer einmal mit den Drehtellern zu tun hatte, will nie wieder
zurück zu den eckigen Dingern. Das ist einfach viel praktischer.
Nachteil ist natürlich, dass er nicht eingebaut werden kann - aber wenn
man in der Küche eine passende Ecke hat, ist das ein echter Hingucker
:-)
Den hier haben wir (allerdings in rot):
http://www.rundkuehlschrank.de/images/Bilder2/RKS-3234.jpg
> Im Kühlkreislauf sehe> ich kein wirklich großes Verbesserungspotential.
Der erste Kühlschrank von meinen Eltern hatte einen Kompressor mit
130 W.
Der Kompressor unseres gleich grossen, aktuellen (mit A++) hat 70 W, die
Fläche des Verflüssigers (das schwarze Gitter hinten) ist ca. um die
Hälfte grösser, die Kälteleistung dürfte dennoch ähnlich sein, die
Einschaltzeit ebenso.
Elektrofan schrieb:>> Im Kühlkreislauf sehe>> ich kein wirklich großes Verbesserungspotential.>> Der erste Kühlschrank von meinen Eltern hatte einen Kompressor mit> 130 W.> Der Kompressor unseres gleich grossen, aktuellen (mit A++) hat 70 W,
Unser Truhenkompressor zieht im Betrieb auch um die 75W.
> die> Fläche des Verflüssigers (das schwarze Gitter hinten) ist ca. um die> Hälfte grösser, die Kälteleistung dürfte dennoch ähnlich sein, die> Einschaltzeit ebenso.
Natürlich gab es da mal Verbesserungen. Die Frage ist auch, welches
baujahr der Kühlschrank Deiner Eltern hatte.
Wie gesagt: unsere Truhe ist von 1990 und bereits bei 75W angekommen.
In den letzten 25 Jahren ist offenbar im Kühlkreislauf nicht mehr viel
passiert.
Das wollte ich damit ausdrücken.
Chris D. schrieb:> In den letzten 25 Jahren ist offenbar im Kühlkreislauf nicht mehr viel> passiert.
Der eine größere Unterschied war der Wechsel des Kühlmittels weg von
FCKW. Das geschah wohl ab '92.
Ja, hier in der Truhe ist noch böses R12 enthalten.
Die Frage ist, inwiefern die neuen Kühlmittel sich positiv - oder
negativ - auf die Effizienz auswirken.
P.S.: Kühlschrank hängt jetzt auch am Messgerät :-)
> Die Frage ist, inwiefern die neuen Kühlmittel sich positiv - oder> negativ - auf die Effizienz auswirken.
Als umweltverträglichere Kühlmittel mit Propan/Butan aufkamen (Foron,
Ex-VEB) hörte man von marktbeherrschenden Firmen aus dem Westen zuerst,
diese neuen Kältemittel seien ungünstig, der Wirkungsgrad schlechter,
und die Entflammbarkeit kritisch.
http://www.spiegel.de/einestages/oeko-revolution-aus-ostdeutschland-wie-foron-den-ersten-fckw-freien-kuehlschrank-der-welt-erfand-a-951064.html
Heute ist R600a (Isobutan) Standard, in unserem Kühlschrank (mit A++)
sind davon 23 g.
So - die nächste Drei-Tage-Messung ist beendet :-)
Modell: Foron Finesse Rundkühlschrank (Typenschild leider hinten)
Typ: Kühlschrank freistehend
Alter: 15 Jahre
Volumen: 320 Liter
Öffnungen pro Tag (ca.): 10
Raumtemperatur: 22°C
Innentemperatur: +8°C/+2°C
Messdauer: 72h
Energiebedarf: 1,290 kWh (= 157kWh/Jahr)
Das finde ich ok - aufgrund der Größe und der doch recht warmen Küche
hätte ich mehr erwartet. Vermutlich hilft auch die kleine Oberfläche
(Zylinder) :-)
Aber er bleibt sowieso (und wird auch repariert werden) - wir haben noch
keinen praktischeren Kühlschrank gesehen. Wer den einmal hatte, will
keinen anderen mehr.
Danke an alle für die Vergleichswerte.
Dann wirds wohl tatsächlich Zeit, mal aufs Konto zu schauen was so übrig
ist...
letzte Messung von unserer Kühl-/Gefrierkombi (~○140cm hoch) 76:23h mit
9,5kWh entsprechen 124kW Durchschnittsleistung
Der ist aber gar nicht dauernd an und wenn zeigt das Messgerät 131W...,
häh?
Jedenfalls macht das 2,98kWh/Tag bzw. 1090kWh/Jahr.
Iwie trau ich dem Messgerät nicht mehr.
Brauche einen Zähler mit Auslese-/Auswertefunktion, wie lange der
Verbraucher wieviel Leistung abnimmt. Kennt ihr da was bezahlbares?
Mike B. schrieb:> und einen Datenlogger hat es auch nicht
Und? Wozu brauchst Du den?
Das Gerät kannst Du eine längere Zeit lang an Deinem Kühlschrank
betreiben, und es sagt Dir, in welchem Zeitraum welche Energie
verbraucht wurde.
Das ist es, worauf es ankommt, nicht die Momentanleistung und
Einschaltdauer.
Mike B. schrieb:> entsprechen 124kW Durchschnittsleistung> Der ist aber gar nicht dauernd an und wenn zeigt das Messgerät 131W...,> häh?
wie ich schrieb
"entsprechen 124kW Durchschnittsleistung
Der ist aber gar nicht dauernd an und wenn zeigt das Messgerät 131W...,
häh?"
da ich mich nich dauernd daneben setzen kann hätte ich gerne einen
datenlogger wie lange er denn nun tatsächlich an ist
Das Problem dürfte sich mit einem korrekt messenden Gerät in Luft
auflösen. Die 10-EUR-Investition ist es allemal wert, bleiben danach
immer noch Unklarheiten, kannst Du mit Datenlogger & Co. genauere
Untersuchungen anstellen.
So aber besteht erst mal der Verdacht, daß Dein Messgerät kompletten
Mist misst.
Rufus Τ. F. schrieb:> Das Problem dürfte sich mit einem korrekt messenden Gerät in Luft> auflösen. Die 10-EUR-Investition ist es allemal wert, bleiben danach> immer noch Unklarheiten, kannst Du mit Datenlogger & Co. genauere> Untersuchungen anstellen.>> So aber besteht erst mal der Verdacht, daß Dein Messgerät kompletten> Mist misst.
ich habe ja zwei davon, eines hier und eines bei den beiden
Gefrierschränken
bevor ich jetzt nochmal 10€ in ein ziemlich ähnliches Teil investiere
könnte ich ja gleich ein besseres MIT Datenlogger nehmen
Und daher die Frage, was da empfehlenswert ist.
bevor ich anfange, mir sowas hier
http://www.jufo-hermannsburg.de/pdfs/2009-datenlogger.pdf
zusammen zu würfeln...
Mike B. schrieb:> ich habe ja zwei davon, eines hier und eines bei den beiden> Gefrierschränken
Die aber scheinen Mist zu messen, sofern wir mal davon ausgehen, daß Du
sie a) richtig ablesen kannst und b) Deine Gefrierschränke nicht
komplett kaputt sind (was sie wären, wenn sie 1 MWh/a verbrauchen
würden).
Bosch 3-Sternekühlfach-Tischkühlschrank, 80cm, ca. 30 Jahre alt.
Vor dem Umbau herrschten immer konstant +10 Grad im unteren Kühlbereich,
egal ob Sommer- oder Winterzeit.
Im Hochsommer, bei 30 Grad Außentemperatur, ging im Tiefkühlfach die
Temperatur auf fast -30 Grad
runter (Der Kompressor machte quasi Dauerlauf), im Winter stieg sie,
ungeeignet für Tiefkühlkost,
auf über -10 Grad. Die Isolierung ist bei diesem alten Gerät
grottenschlecht, zumal sich Wasser im Bauschaum
eingelagert hat...aber macht nichts, es konnte auf günstigen Verbrauch
umstellt werden:
1. Die Schaltfunktion des werksseitigen Temperaturreglers wurde außer
Funktion gesetzt (Hauptschalter und
Innenbeleuchtung sind geblieben) und ein anderer Regler (mit Fühler im
Innenraum des Tiefkühlfachs) installiert.
Die Kapillarleitung wurde durch den Klappenscharnierbereich verlegt und
durch die Wand nach hinten/unten durchgeführt.
Der Reglerstellknopf sitzt an der Außenwand, die Schaltmimik im Innern
in der Nähe des Kompressors. Der Fremdregler
ist so eingestellt, daß das Kühlgut im Tiefkühlfach eine mittlere
Temperatur von null Grad einnimmt. Die Hysterese
beträgt -5 bis +3 Grad, und ist so groß, weil der Schaltregler von der
Wärme des benachbarten Kompressors beeinflußt
wird. An anderer Stelle angebracht betrüge die Hysterese 4 Grad.
2. Ich habe eine genau passende, etwa 5cm dicke Styroporplatte direkt
unter das Kühlfach geschoben,
damit die Kälte nicht nach unten weg kann;
3. ebenso an die Kühlschranktür im oberen Bereich direkt vor der
Tiefkühlklappe senkrecht eine
etwa 8 cm dicke Styroporplatte angebracht, damit die Kälte nicht nur von
der dünnen Klappentür,
sondern zusätzlich noch durch die passgenau angebrachte Platte an der
Tür vorm Abfließen gehindert wird.
Dafür mußten die beiden Käsefächer dran glauben, also abgeschnitten
werden.
4. Die Arbeitsplatte oben wurde mit einer Styropurplatte unterlegt und
auch die Rückwand
noch zusätzlich mit Preßpappe zu den Kühlschleifen hin wärmetechnisch
abgeschirmt.
5. Ein Papst-Lüfter pustet temperaturgeregelt den Kompressor an, sodaß
40 Grad dort nicht
überschritten werden. Ohne Lüfter wären es mitunter 65 Grad, vielleicht
auch mehr?
Im unteren Kühlschrankbereich bzw. Gemüsefach unterhalb der
Styroporplatte liegen die Temperaturen
nun ca. 3 - 5 Grad unterhalb der Außentemperatur - unwichtig! Wichtig
ist das Tiefkühlfach.
Das Volumen (18 l) reicht für Eier, Milch, Bier, Käse, Butter, Fisch,
angebrochene Konserven usw..
Damit komme ich gut aus. Mehr gekühlten Raum brauche ich nicht. Den Raum
unten nutze ich aber auch.
Der Kompressor (100 W) läuft nur noch selten an, arbeitet etwa eine
Stunde am Tag bei mittlerer
Fachfüllung und gelegentlicher Zu- bzw. Entnahme von Kühlgut. Auf der
Arbeitsplatte steht ein Elektrokocher.
Der Energiezähler zeigt nach dem Umbau einen Verbrauch von 0,15 kWh pro
Tag an. Das wird eher noch weniger
in der kalten Jahreszeit. Bei 25 Cent Arbeitspreis pro Kilowattstunde
wären das etwa 14 Euro im Jahr für die Kühlung.
Im Vergleich zu vorher eine Ersparnis von mehr als 80%.
Natürlich könnte man auch einen echten Tiefkühler umfunktionieren; dann
fehlt aber die leicht gekühlte untere Ablage,
und so einen großen Kühlraum brauche ich nicht. Zudem wird der Verbrauch
zwar ebenfalls günstig sein, aber allemal
größer als bei meiner Lösung.
Habe auch noch eine Öko Arctis Super 2715 GT von 1989 im Keller stehen.
Und die kommt bei meinem anstehenden Umzug garantiert mit ins neue
Domizil. Mit angebenen 0,50 Kwh und 259 l Nutzinhalt kann man wirklich
nicht meckern.
Ich habe jetzt meinen 3 Jahre alten Einbaukühlschrank Neff KL245TE
K6634X11 mit 17l Gefrierfach und 117l Kühlraum auch mal gemessen. Der
Verbrauch ist von Neff mit 101kWh/a angegeben. In der Grafik ist ein
Strompreis von 0,25€ pro kWh angenommen. Gemessen wurde mit einem
älteren KD302 von Reichelt. Es sieht so aus, als ob der Kühlschrank bei
höherer Raumtemperatur weniger Energie benötigt. Woran könnte dies
liegen?
Kühlender schrieb:> Es sieht so aus, als ob der Kühlschrank bei höherer Raumtemperatur> weniger Energie benötigt. Woran könnte dies liegen?
Mess- bzw. Verfahrensfehler.
Du musst auch das Nutzungsverhalten berücksichtigen, d.h. wie oft Türen
geöffnet, wie voll der Kühlschrank ist und wie oft Gegenstände mit
welcher Masse und welcher Temperatur in den Kühlschrank eingebracht
werden.
Wenn Du also während Deiner Messung zwei Wochen im Urlaub warst,
verfälscht das das Messergebnis genauso wie das
in-den-Kühlschrank-stellen von im Auto aufgeheizten Bierdosen.
Mike B. schrieb:> ... entsprechen 124kW Durchschnittsleistung
Dann würd ich mir jetzt ernste Sorgen machen. Ein typischer Kaminofen
mit 6kW hat 1/20 der Leistung.
Wolfgang schrieb:> Mike B. schrieb:>> ... entsprechen 124kW Durchschnittsleistung>> Dann würd ich mir jetzt ernste Sorgen machen. Ein typischer Kaminofen> mit 6kW hat 1/20 der Leistung.
wie bereits Elektrofan am 29.1.2016 richtig bemerkte
Blitzmerker
Rufus Τ. F. schrieb:> Kühlender schrieb:>> Es sieht so aus, als ob der Kühlschrank bei höherer Raumtemperatur>> weniger Energie benötigt. Woran könnte dies liegen?>> Mess- bzw. Verfahrensfehler.>
Inwieweit ist das KD306 wirklich der Nachfolger von KD302 und hat die
gleiche Genauigkeit?
> Du musst auch das Nutzungsverhalten berücksichtigen, d.h. wie oft Türen> geöffnet, wie voll der Kühlschrank ist und wie oft Gegenstände mit> welcher Masse und welcher Temperatur in den Kühlschrank eingebracht> werden.
Wobei das kurze Öffnen der Kühlschranktür von eher geringerer Relevanz
ist. Ähnlich wie beim Stosslüften eines Raumes wird sich die Innen-
temperatur innerhalb kürzester Zeit wieder auf dem vorherigen Niveau
bewegen, da ja Luft im Gegensatz zum Kühlschrankinhalt vergleichsweise
wenig Wärmeenergie speichern kann.
Hm bin ich mir nicht so sicher hab die Tage das Mal ausprobiert ob es
ein unterschied macht ob der Kühlschrank voll ist oder lehr, hab meinen
mal mit 30l H-Milch vollgepackt da der wegen meines Singlehaushaltes eh
fast lehr ist, die Kühlpfasen haben sich drastisch verkürzt vorher war
es alle 30min 60W/10min jetzt ist es alle 50min 60W/10min d.h. die
Nachkühlzeiten sind kürzter allerdinks hab ich noch nicht geschaut ob
sich das rechnet weil die Milch ja auch erstmal gekühlt werden muss die
30l liegen aber ewig dadrinnen damit komme ich locker 3 Monate aus.
Denke aber das die Ersparnis ehr beim Tiefkühlener liegt wenn man da das
Volumen verkleinert, da da aber Fächer drinnen sind wo das Problem mit
dem Öffnen nicht besteht, ist das bei mir keine Option.
Off-Topic: Ich habe gerade auf/in meinem Wochenendhaus eine
Mini-Solaranlage mit zwei 235-Watt-Modulen und einem sog.
Grid-Tie-Inverter in Betrieb genommen. Wenn die Sonne scheint, dreht
sich nun mein Zähler (langsam) rückwärts, auch wenn der Kühlschrank
gerade aktiv ist! :-))
Die Module waren gebraucht (je 50,-) und der Inverter ca. 100,- ...
Vielleicht interessiert es?
Der Langzeittest hat ergeben:
Im Sommer, bei stellenweise 30° Umgebungstemperatur, lag der
Energieverbrauch bei 5KWh/Monat bzw. 0,15KWh/Tag.
Im Fach herrscht über ca. 7 Stunden lang im Stück eine Temperatur von
+0,3 Grad. Danach läuft bei Erreichen
von +3 Grad der Kompressor wieder für 20 Minuten an.
Für verderbliche Lebensmittel wie Fisch, aber auch Quark, Eier Käse,
frischer Schnittlauch, Petersilie, Milch, u. U. auch Bier, ist eine
Lagerungstemperatur von 0° ideal...nicht jedoch für Tomaten!
Butter wäre zwar auch noch streichfähig, belasse ich jedoch im wärmeren,
darunter liegenden Kühlraum.
Die Hysterese der Regelung habe ich über den Taupunkt von Eis gelegt.
Das Eis im Dämmschaum bzw. im Gefriergut muß jedesmal vollständig
schmelzen, damit eine weitere Erhöhung der Temperatur auf über null Grad
stattfinden kann. Es scheint, der Aggregatzustand Eis bildet einen sehr
effektiven Energiespeicher.
Auf der Skizze sind grob die Temperaturverläufe eingezeichnet.
Ich finde, für einen 30 Jahre alten Kühlschrank sind das ausgezeichnete
Verbrauchswerte. Ich rechne übers Jahr mit weniger als 20 Euro für die
Kühlung, zumal in der kalten Jahreszeit der Verbrauch noch weiter
zurückgehen dürfte.
Für eine alleinstehende, finanzschwache Person reicht so eine
Einrichtung mit 18 Liter-Fach doch völlig aus?
Verstehe ich das richtig, daß Du einen Kühlschrank mit Gefrierfach vom
Gefrierfach befreit und aus dem Gefrierfach stattdessen eine 0°-Zone
gebastelt hast?
Rufus Τ. F. schrieb:> Verstehe ich das richtig, daß Du einen Kühlschrank mit Gefrierfach> vom> Gefrierfach befreit und aus dem Gefrierfach stattdessen eine 0°-Zone> gebastelt hast?
Ja!
Wie in meinem Beitrag vom 14.06.16 ausführlich beschrieben.
Abdul K. schrieb:> Und keine Frostschäden?
Nein! Es bilden sich keine Eiskristalle z. B. in Milch oder Bier.
Für Tomaten, hab' ich schon geschrieben, nicht geeignet.
Erdbeeren weiß ich nicht, habe ich dort noch nicht eingelagert,
aber Brombeeren! Die sind auch nach einer Woche wie frisch gepflückt.
Schnittlauch/Petersilie sind noch nach einer Woche frisch,
während sie im Wasserglas schon nach 3 Tagen welk sind.
pumpnix schrieb:> (...) ist eine> Lagerungstemperatur von 0° ideal...nicht jedoch für Tomaten!
Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank! Man lagert sie stets bei
Zimmertemperatur, damit sie nachreifen können. Das wertet selbst
eine weitgehend geschmacksneutrale (holländische) Wassertomate auf.
pumpnix schrieb:> Die Hysterese der Regelung habe ich über den Taupunkt von Eis gelegt.> Das Eis im Dämmschaum bzw. im Gefriergut muß jedesmal vollständig> schmelzen, damit eine weitere Erhöhung der Temperatur auf über null Grad> stattfinden kann. Es scheint, der Aggregatzustand Eis bildet einen sehr> effektiven Energiespeicher.>> Auf der Skizze sind grob die Temperaturverläufe eingezeichnet.>> Ich finde, für einen 30 Jahre alten Kühlschrank sind das ausgezeichnete> Verbrauchswerte. Ich rechne übers Jahr mit weniger als 20 Euro für die> Kühlung, zumal in der kalten Jahreszeit der Verbrauch noch weiter> zurückgehen dürfte.
Kurzer Zwischenbericht: Super! Jetzt im Winter nur noch 2kWh/Monat
Energieverbrauch. Was aber nicht so toll ist:
Es stinkt furchtbar aus dem Tiefkühlfach!!!!!!!########
Tägliches Säubern mit Essigwasser oder gar ein Schälchen pur davon
reingestellt hilft nicht. Es riecht inzwischen so übel, daß einem
schlecht werden kann.
Ich nehme an, durch den ständigen Aggregatwechsel (in Eis und wieder
zurück) des Wassern im Isolierschaum haben sich massenhaft Baketerien
gebildet, denen es jetzt zu eng geworden ist und die nun raus wollen!
Obwohl das Tiefkühlfach innen und außen durch den Plastiküberzug völlig
verschlossen ist, scheinen die sich da durchzuarbeiten.
Das schöne Projekt - welch eine Enttäuschung! Da bleibt wohl nur noch
die Entsorgung!
Inzwischen geht der Geruch schon in die Wohnung über.