Guter/ brauchbarer Plattenspieler ohne "Hipster-preisaufschlag"

OP #4740140
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Abend alle,

sicherlich gibt es hier einige Leute, die sich damit auskennen.

Mein sich stark wandelnder Musikgeschmack erfordert langsam den Gebrauch 
eines Plattenspielers.
Blöder weise kommt der Kram wieder in Mode und die Preise gehen durch 
die Decke.

Kennt Ihr brauchbare Geräte, die:

-Nicht all zu teuer sind
-Wenig Auflagekraft der Nadel brauchen (Langlebigkeit der Platte?!?!)
-Halbwegs brauchbarer Sound
-Gute/ günstige Beschaffbarkeit von passenden Nadeln/Tonabnehmern oder 
Ersatzteilen

Also im Grunde die eierlegende Wollmilchsau. Kann man da für >150€ was 
bekommen, was halbwegs passt? Habt ihr Empfehlungen?
Und falls es geht, möglichst nicht im 70er Jahre "Wohnzimmerstyle" 
sondern optisch eher was aus dem technischen/funktionalen Bereich. Also 
eher so wie ein DJ Turntable. Muss ja auch in der Wohnung rumstehen, 
ohne irgendwie penetrant 70er Atmosphäre im Holz-look zu verbreiten.

Kennt ihr da Geräte, nach denen man Ausschau halten sollte?
OP #4740155
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Harald W. schrieb:
> Wie wärs mit dem? Ich habe den jetzt aber nicht auf Deine Wünsche
> überprüft:

Kannst Du mir mal ein Bild ohne Haube zukommen lassen? Und wie ist die 
Soundqualität so?

Auf der anderen Seite bin ich immer etwas skeptisch wenn so ein 
Plattenspieler schon nen AD Wandler eingebaut hat. Vor allem, wenn das 
Ding neu 50€ Kostet.

Ich brauche was für platten, die zwar nicht wirklich sehr wertvoll sind, 
aber selten sind/werden. Wenn die Nadel nach dem 3. abspielen schon 
selber nen Weg reinkratzt dann ist das nicht ganz in meinem Sinn.
(Firma: matzetronics) #4740158
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Wenn dir die komplett manuelle Bedienung nichts aus macht und dir die 
SL-1200 von Technics zu teuer sind (manche Anbieter scheinen die Dinger 
für Goldstaub zu halten) kannst du dich mal nach einem alten Thorens 
umschauen.

Dahinter kommt dann so die B&O Klasse, und noch weiter unten dann Lenco, 
Dual und PE. Die ganz billigen Fisher und anderen Billigheimer aus 
Kunststoff sollte man vermeiden.
Vor allem wichtig ist Standard Headshell, damit du auch erhältliche 
Systeme einbauen kannst. Irgendwelche Exotensysteme sind heute nämlich 
kaum noch zu bekommen.
#4740171
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Mit meinen alten 40 jährigen halbautomatischen DUAL 510 bin ich immer 
noch sehr zufrieden. Hat noch nie Mucken gemacht und ist einfach und 
zuverlässig. Selbstgebauten RIAA Entzerrer Verstärker mit LM381A habe 
ich auch eingebaut und funktioniert an jeden Verstärker. Der Tonarm hat 
eine Startposition so daß man nicht aufpassen muß den Tonarm an der 
Startrille herunter zu lassen. Mehr brauche ich nicht. Hat eine Shure 
91/95 Nadel/Tonaufnehmer.

http://cdn.shure.com/user_guide/upload/1036/us_pro_m91ed_ug_27a883_na_.pdf

Seinerzeit wurde dieses Model recht positiv bewertet.
Angehängte Dateien:
Gast #4740223
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IncreasingVoltage .. schrieb:
> Ich brauche was für platten, die zwar nicht wirklich sehr wertvoll sind,
> aber selten sind/werden. Wenn die Nadel nach dem 3. abspielen schon
> selber nen Weg reinkratzt dann ist das nicht ganz in meinem Sinn.

Dazu fällt mir die Empfehlung aus einem alten Tontechniker-Buch ein, 
nachdem es seitenlang um das richtige Lagern und Behandeln von Platten 
ging: "Nachdem Sie jetzt wissen, wie Sie Ihre Platten lagern, der 
wichtigste Tipp für eine lange Haltbarkeit: Spielen Sie die Platten auf 
keinen Fall ab!" Oder so.

Und dann die ernstgemeinte Empfehlung, für die tägliche Berieselung und 
die Schuldisko besser auf Magnetband überspielen und dann schön 
einlagern.

Damit bekommt auch der AD-Wandler wieder Sinn: Überspiel die Platten auf 
Digital und hör Dir das an. Ja, ich weiß, es ist nicht das Gleiche, so 
eine langsam kreisende Platte hat was Beruhigendes. Aber Du könntest ja 
die Platte nur auflegen, den Tonarm nicht absenken, die Musik von der 
SD-Karte hören und der Platte beim abnutzungsfreien Kreisen zusehen.
#4740487
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Joachim B. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Mit meinen alten 40 jährigen halbautomatischen DUAL 510
>
> mein Dual 701 direct drive ist nun 41 Jahre und läuft super....
>
> ich muss nur mal die Glimmleuchte wechseln, die scheint nicht mehr zu
> funktionieren, habe lannge nicht mehr nachgesehen weil das Teil einfach
> nur lief.

Das ist ja ein ganz edles Direkt Drive Modell.

Nur im Falle des Falles hier eine interessante Webseite über 
Abspielgeräte:

http://www.vinylengine.com/library/dual/721.shtml (Service Manual)

http://www.vinylengine.com/library/dual.shtml

Ich nehme aber an Du kennst sie schon längst.
#4740673
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Gerhard O. schrieb:
> Das ist ja ein ganz edles Direkt Drive Modell.

nur der genannte Preis bei der Recherche stimmt nicht, eine Seite nennt 
1000,- DM, das muss dann später gewesen sein.
Ich weiss aber das ich den vom ersten RFS Gesellennetto für 1500,- DM 
zum EK über eine Tante bei Wertheim 1975 im Oktober gekauft hatte.
Der Schaltplan ist irre, 144 Transistoren steuern 72 Motorwicklungen für 
den Gleichlauf und der Plattenteller wiegt einige kg, was den Gleichlauf 
noch mal stabiler macht.

> Ich nehme aber an Du kennst sie schon längst.

ne andere hatte mich selten interessiert, das Teil läuft einfach!
Gast #4740676
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wenn ich mich mal an die Frage dranhängen darf:
ich brauche zwar keinen ganze komplette Analogfräse, aber mein alter 
Revox B790 braucht dringend eine neue Nadel bzw. eher ein kompletten 
Aufnehmer. Hat hier jemand einen Tip für einen guten Shop? Und der 
Riemen vom Linearantrieb müsste auch erneuert werden, Revox Ersatzteile 
sind aber auch rar geworden.
#4740682
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Johannes S. schrieb:
> wenn ich mich mal an die Frage dranhängen darf:
> ich brauche zwar keinen ganze komplette Analogfräse

kann leider nicht helfen, aber Analogfräse gefällt mir.

Im Projektlabor der Uni hatten Erstsemesterstudenten eine 
lasergesteuerte Rillenabtastung mit Audiodekodierung gebaut, auf sowas 
warten wir heute immer noch, keine Fräse mehr berührungslose Abtastung 
und Tonerzeugung!
(Firma: matzetronics) #4740698
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Johannes S. schrieb:
> ich brauche zwar keinen ganze komplette Analogfräse, aber mein alter
> Revox B790 braucht dringend eine neue Nadel bzw. eher ein kompletten
> Aufnehmer. Hat hier jemand einen Tip für einen guten Shop? Und der
> Riemen vom Linearantrieb müsste auch erneuert werden, Revox Ersatzteile
> sind aber auch rar geworden.

Schau mal hier:
https://matrix-handel.de/main/ersatzteile-audio-video-tv/tonabnehmer

Bin weder verwandt noch verschwägert mit dem Laden, aber habe schon mal 
da bestellt - und es hat geklappt.
#4740715
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IncreasingVoltage .. schrieb:
> Kennt ihr da Geräte, nach denen man Ausschau halten sollte?

Grundlegend sollte man sich beantworten:
DJ oder "personal listening"?

Eigendlich besteht so ein Teil aus 3 wesentlichen Komponenten:
Antrieb, Tonarm, Pick-up

Bei Gebrauchtkauf: Ein Pick-up lässt sich leicht tauschen, Eine kaputte 
Nadel oder verhunzter Pick-up sollte einen Preisnachlass begründen, aber 
den Kauf nicht ausschliessen.

Ein Tonarm kann auch getauscht werden, ist aber aufwendiger und teurer.

Auf jeden Fall sollte man Tonarm und Pickup auf Winkelstellung und 
Auflage kontrollieren ggf korrigieren. Hierzu bedarf es einer 
Winkelschablone oder der "Schön-Schablone".


Laufwerk/Antrieb:
Dual & Thorens, sind quasi "unkaputtbar". neue Riemen gibt es für 1 
Appel + 1 Ei.

Für Minimalisten: Rega

DER DJ Spieler ist der Technics SL 1210 MK2
(wird gebraucht teuer gehandelt, deshalb auch wieder von neu erhältlich)

Vollautomaten und Tangentialspieler wie Revox, B&O etc sind nett, aber 
haben halt viel Mechanik die kaputt und verdreckt sein kann.


Tonarm:
Hier wird es religös: gerade-gekröpft oder S-Form?
Dem Einsteiger eigendlich egal.
Puristen lassen hier Geld ohne Ende.


Pick-up:
Pick-up ist wie Mikrofone. Es gibt solche und solche.
Welche Musik wird gehört?

Mit einem Ortofon OM10 ist noch niemand falsch abgebogen. Klassik / Jazz 
fans werden jedoch ein 2M Blue oder Bronze bevorzugen.
Ich mag auch den Klang eines Linn k5,
Shure hat auch nette Sachen, aber z.Z. meist DJ.
Wie gesagt, wem das Pick-up zu wenig dynamisch ist, der ersetz es halt.




Ein angepasster Entzerrvorverstärker gehört dazu. Was ein A/D Wandler an 
einem Plattenspieler zu suchen hat, verstehe ich nicht.
Gast #4740730
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Matthias S. schrieb:
> Bin weder verwandt noch verschwägert mit dem Laden, aber habe schon mal
> da bestellt - und es hat geklappt.

danke, habe ich mir angesehen. Komplette Aufnehmer habe die aber 
scheinbar nicht und die sind ein B2B Laden, weiss nicht ob die auch an 
Privat verkaufen.
Habe gerade noch nach Ersatz für den Revox gegoogelt, ein passendes 
Ortofon OM40 kostet ca. 300€, das muss dann noch bis Weihnachten 
warten...

Sebastian L. schrieb:
> Vollautomaten und Tangentialspieler wie Revox, B&O etc sind nett, aber
> haben halt viel Mechanik die kaputt und verdreckt sein kann.

Mechanikprobleme hatte ich mit dem Revox nie, und er hat viele heftige 
Partyeinsätze hinter sich. Nur in den letzten Jahren wurde der wenig 
benutzt und der Kunststoffriemen vom Linerarantrieb ist etwas verhärtet 
und hat die Form der Umlenkrollen angenommen.
Letztes Jahr hatte ich den nach längerer Ruhezeit mal wieder 
eingeschaltet, da ist nach kurzer Zeit der X2-Entstörkondensator 
abgeraucht. Sowas sollte man bei so alten gebrauchten Schätzchen dann 
als erstes ersetzen.
#4740767
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Johannes S. schrieb:
> Hat hier jemand einen Tip für einen guten Shop? Und der
> Riemen vom Linearantrieb müsste auch erneuert werden, Revox Ersatzteile
> sind aber auch rar geworden.

Bei http://www.revox-online.de/ gibt es auch vieles und auch 
Reparaturtips.

Mein alter Revox mit Tangentialarm ist recht zuverlässig.
Halte die Tangentialabtastung für besser da der Schnitt ja auch 
tangential erfolgt.
Leider ist für das originale Abtastsystem kaum mehr Nadelersatz zu 
bekommen, das kann aber durchaus gegen ein anderes gutes System 
ausgetauscht werden.
#4741515
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Paul B. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Das müssten wir uns östlich von Thule (62Grad W) in Grönland treffen.
>> Brr!
>
> Oh, da hast Du Recht. Das ist kein guter Ort für Faltboote. Schade,
> schade... Mit Dir hätte ich wirklich gerne ein paar Bierchen gezischt,
> im Ernst. Na gut, man kann nicht Alles haben.
>
> MfG Paul

Naja, ab und zu verschlägt es mich tatsächlich auch nach D. War übrigens 
im August für ein paar Tage in Nürnberg bei den Franken. Das Bier und 
die Gerichte sind dort echt gut. Es ist also technisch nicht ganz 
unmöglich, dass ich irgendwann die Drohung wahr mache mit Dir auf ein 
Bier zusammen zu kommen.

Gerhard

P.S. Jetzt habe ich aber vom Thema Plattenspieler ganz schön 
abgebogen...

P.S2. Die Arbeit ruft...
(Firma: matzetronics) #4741887
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Peter D. schrieb:
> Wenn ich das richtig erinnere, wurden beim DDR-Rundfunk alle Tonträger,
> die nur als Platte verfügbar waren, sofort mit einem Naßabspieler auf
> Tonband gesichert.

Das haben alle Rundfunkanstalten gemacht, nicht nur die in der DDR. Die 
Platten wurden dabei sogar mit recht hohem Auflagegewicht (beim SFB 
damals mit um die 4 Gramm) gespielt, um die beste Qualität 
rauszuquetschen. Danach wurde nur noch das Band benutzt und die Platte 
landete im Archiv.
#4746095
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Stefan M. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Eine gute, ovale Nadel kann  m.E. höhere Frequenzen abtasten
>> als ein Laser.
>
> Warum das?
> Ein Laser hat gegenüber mechanischen Systemen ja eher kein
> Frequenzlimit.
> Der müsste auch 100 khz abtasten können ( wenn die auf einer
> Schallplatte drauf wären ).

Laser haben vielleicht kein Frequenzlimit, aber ein Limit durch
die Lichtwellenlänge. Hast Du mal die Wellenlänge einer 100kHz-
Schwingung auf der Platte ausgerechnet? Die liegt unterhalb der
Lichtwellenlänge.
#4746168
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Icke ®. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Hast Du mal die Wellenlänge einer 100kHz-
>> Schwingung auf der Platte ausgerechnet? Die liegt unterhalb der
>> Lichtwellenlänge.
>
> Oha, du hast einen Laser mit 3km Wellenlänge?

Harald meint sicher die "Strukturlänge", welche für eine 100kHz-Periode 
auf der Platte benötigt würde. Falls ich mich nicht verrechnet habe, 
ergibt sich für eine LP (30cm Durchmesser, 33.3 U/min) im Außenbereich 
ein Wert von ca. 5µm. Innen entsprechend weniger.

Also erheblich unter 3km, allerdings auch deutlich größer als in Frage 
kommende Laserwellenlängen.

Mit entsprechendem Aufwand schafft man je mittels Laser Strukturgrößen 
unterhalb 100nm zu erstellen und aufzulösen.
#4746271
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J.-u. G. schrieb:
> im Außenbereich ein Wert von ca. 5µm

Das bringt nicht mal den Laser eines CDROM-Laufwerkes ins Schwitzen. Der 
von Blurays löst noch 3x besser auf. Sollte also machbar sein. 
Allerdings stelle ich mir den Aufbau eines Laser-Plattenspielers nicht 
trivial vor. Im Gegensatz zu CDs/DVDs haben Vinylscheiben gewöhnlich 
leichte Höhenschläge, die es zu kompensieren gilt. Eine Herausforderung 
bei der Fokussierung des Lasers. Die Dinger sind nicht ohne Grund 
schweineteuer.
#4746287
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Meine Rechnung, bitte um Kommentar:

1. Radius 10cm
=> Umfang 0,6m
2. 33rpm => 2s pro Umdrehung bzw. pro 0,6 m

v = s/t = 0,6m/2s = 0,3m/s

10kHz:    0,3m/10^4= 3*10-5 m = 30*10-6m
100kHz:   3*10-6m

Wellenlänge 500 nm = 0,5*10-6 m

Selbst bei 100kHz hat man pro Schwingung noch 6 Stützwerte, am Laser 
sollte es also nicht liegen.

In der Tat gibt es ja auch "Laser-Plattenspieler" aus Japan, die 
schweineteuer sind und wohl mit einer Menge Kinderkrankheiten zu kämpfen 
haben.

Hier mal was simples zu erfinden wäre sicherlich ein Gig!!
#4746336
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J.-u. G. schrieb:
> J. A. schrieb:
>> Meine Rechnung, bitte um Kommentar:
>
> Da gibt es nichts viel zu kommentieren. Ist ja auch keine höhere
> Mathematik.
>
>> Hier mal was simples zu erfinden wäre sicherlich ein Gig!!
>
> Gab es nicht vor ein paar Jahren mal den Ansatz, die Platte
> hochauflösend zu fotografieren und dann etwas Bildanalyse zu betreiben?

Oder könnte man statt Tonabnehmer ein Mikroskopobjektiv verwenden und 
dann Bildanalyse betreiben?

Zum Kommentieren: Kann ja mal sein, dass man sich bei irgendeiner Größe 
vertut, wollte es aber auf die Schnelle posten.
Gast #4746681
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J. A. schrieb:
> 100kHz:   3*10-6m
> Wellenlänge 500 nm = 0,5*10-6 m
> Selbst bei 100kHz hat man pro Schwingung noch 6 Stützwerte, am Laser
> sollte es also nicht liegen.

Und dem entgegen steht eine Nadel, die bei Mikrorille einen Radius von 
25µm aufweist. Da kann man sich jetzt überlegen, wie die einen 100kHz 
Sinus mit 3µm Schwingungslänge wiedergeben soll.
#4746692
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Timm T. schrieb:
> Und dem entgegen steht eine Nadel, die bei Mikrorille einen Radius von
> 25µm aufweist. Da kann man sich jetzt überlegen, wie die einen 100kHz
> Sinus mit 3µm Schwingungslänge wiedergeben soll.

Das hat ja auch niemand ernsthaft behauptet.

Die hypothetischen 100kHz kamen doch nur als Vorteil einer optischen 
"Abtastung" mittels Laser gegenüber der Nadel ins Spiel:

Stefan M. schrieb:
> Ein Laser hat gegenüber mechanischen Systemen ja eher kein
> Frequenzlimit.
> Der müsste auch 100 khz abtasten können ( wenn die auf einer
> Schallplatte drauf wären )
#4748165
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Timm T. schrieb:
> J. A. schrieb:
>> 100kHz:   3*10-6m
>> Wellenlänge 500 nm = 0,5*10-6 m
>> Selbst bei 100kHz hat man pro Schwingung noch 6 Stützwerte, am Laser
>> sollte es also nicht liegen.
>
> Und dem entgegen steht eine Nadel, die bei Mikrorille einen Radius von
> 25µm aufweist. Da kann man sich jetzt überlegen, wie die einen 100kHz
> Sinus mit 3µm Schwingungslänge wiedergeben soll.

Wie schon erwähnt, ging es bei der Rechnung erstmal um die Laser-Frage.

Zur Nadel: Die Nadel liegt ja nicht mit dem Radius von 25µm auf, die 
Platte ist ja kein rundes "Loch". Vielmehr berührt die Nadel die 
Vinylschicht in genau einem Punkt (gut, links und rechts). Die 
Auflagefläche dürfte hier deutlich kleiner sein als 25µm, mathematisch 
ist sie sogar bei Null.
#4749385
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Timm T. schrieb:
> J. A. schrieb:
>> mathematisch
>> ist sie sogar bei Null.
>
> Aber nur bei einer ideal spiraligen Rille ohne Wendepunkte, sprich ohne
> Ton. ;-)
>
> Noch eine Anmerkung zum Laser: Mit Interferenz kann man auch unter der
> Lichtwellenlänge auflösen.

Stimmt. Mit STED, von Prof. Hell in Göttingen erfunden, kann man auch 
noch den Schimmel in den Rillen nachfahren.
#4796001
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zuletzt sind wir etwas vom Thema abgeschweift:

Ich suche auch ein aktuelles Plattenspieler-Modell für den 
Wohnzimmergebrauch, das solide Technik ohne Hipser-Preisaufschlag 
bietet.

Direkttrieb ist gefordert, ein reiner Phono-Ausgang reicht völlig.

Ich bin auf den Onkyo CP-1050 gestoßen, welcher mir erstmal ganz in 
Ordnung erscheint.

Gibt es noch vergleichbare Alternativen?
#4796398
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Matthias S. schrieb:

> der bayrische
> Händler bietet in seinem neuen Pamphlet welche an, auf denen
> grösstenteils 'DUAL' steht, was seltsam ist:
> 
http://www.pollin.de/shop/suchergebnis.html?S_TEXT=Plattenspieler&log=internal&recommend=true

Folgendes Zitat steht in Wikipedia:
Seit 2004 werden verschiedene Geräte der Unterhaltungselektronik unter 
der Marke Dual von der Firma DGC GmbH vertrieben. Die DGC GmbH hat eine 
Lizenz für die Marke Dual von Linmark Electronics Ltd. erhalten. Die DGC 
GmbH stellt, als Inhaber der Namensrechte, neben Plattenspielern, zu 
erkennen an der Typenbezeichnung DT xxx, auch andere Geräte der 
Unterhaltungselektronik her.
Die Dual Phono GmbH, eine Tochtergesellschaft der Alfred Fehrenbacher 
GmbH, stellt bis heute die analogen Plattenspieler mit der 
Typenbezeichnung CS xxx her.

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