Hallo zusammen,
ich möchte mit einer Logo an einem Deutz Diesel, welcher kostant mit
1500u/min laufen soll die Drehzahl messen.
Die Logo kann bis zu 5kHz messen.
Die eine Idee war mit einem induktiven oder kapazitiven Sensor die
Schaufeln des Lüfterrads der Lichtmaschine zu detektieren, oder an der
Antriebswelle Magnete aufzukleben und mittels Hallsensor zu detektieren.
Kann jemand einen Sensor empfehlen? LiMa hat leider keinen
entsprechenden Ausgang.
Grüße
Walter T. schrieb:> Wenn Du einen Magneten aufkleben kannst, sind Reed-Magnetschalter> wohl das Mittel der Wahl. Die gibt es auch im handlichen M8-Gehäuse.
Wie lange soll der Reed-Kontakt das durchstehen, gesetzt dem Fall daß er
es schafft, mit 25Hz öffnen und schließen zu können?
Die 1500u/min deuten auf ein Stromerzeuger hin.
Größenordnung 100KVA aufwärts.
Einige haben für die Drehzahlbestimmung an der Schwungscheibe einen
Pickup verbaut.
N. A. schrieb:> Wie lange soll der Reed-Kontakt das durchstehen, gesetzt dem Fall daß er> es schafft, mit 25Hz öffnen und schließen zu können?
Die heißen so. Ich gehe davon aus, dass da kein Schaltkontakt verbaut
ist, sondern das elektronisch gelöst ist (Dreileiteranschluss).
Die sind in den Drehzahlanzeigen sehr vieler mittelpreisiger Drehbänke,
Fräsen, Bohrmaschinen u.Ä. verbaut.
Genau es ist ein Stromerzeuger mit einem F5L912. Eine Logo soll die
Motorsteuerung und Überwachung übernehmen und ein ADE9000 die
Spannungsüberwachung.
Der Motor hat zwar einen Tachowellenanschluss, jedoch konnte ich keinen
Detektor finden und angeblich brechen die Tachowellen gerne mal.
Mit den Magneten habe ich halt bedenken, dass die irgendwann abfallen,
die Unwucht ist vermutlich zu vernachlässigen.
Die Idee mit dem Zahnkranz finde ich eigentlich sehr gut, darauf bin ich
noch nicht gekommen. Würde aber mal behaupten, dass der deutlich mehr
als 60Zähne hat und die 1,5kHz des vorgeschlagenen Sensors bei weitem
nicht ausreicht. Auch müsste die Frequenz dann zunächst extern noch
heruntergeteilt werden.
Walter T. schrieb:> Die heißen so. Ich gehe davon aus, dass da kein Schaltkontakt verbaut> ist, sondern das elektronisch gelöst ist (Dreileiteranschluss).
Nachtrag: Ich habe mal in den Anzeigen gestöbert. Mittlerweile ist genau
so oft der Name "Hall Sensor" für das gleiche Produkt im Namen.
Wegen Haltbarkeit des Magneten: Das hängt vom Wellendurchmesser ab. Bei
meiner Drehbank hält ein Neodym-Magnet bis 3000 U/min noch durch seine
eigene Kraft.
Walter T. schrieb:> Nachtrag: Ich habe mal in den Anzeigen gestöbert. Mittlerweile ist genau> so oft der Name "Hall Sensor" für das gleiche Produkt im Namen.
Möglicherweise deshalb weil auch ein elektronischer "HALL Sensor"
verbaut ist ;-)
Walter T. schrieb:> Wegen Haltbarkeit des Magneten: Das hängt vom Wellendurchmesser ab. Bei> meiner Drehbank hält ein Neodym-Magnet bis 3000 U/min noch durch seine> eigene Kraft.
Klingt sehr prozesssicher.
Wenn der Magnet dennoch wegfliegen sollte, gibt der Drehzahlregler erst
einmal Vollgas. Da freuen sich die angeschlossenen Verbraucher.
Manu schrieb:> welcher kostant mit 1500u/min laufen soll die Drehzahl messen.
Wie "genau" soll denn die Drehzahl gemessen werden? Und wie viele
Samples pro Sekunden?
Ein Verbrennungsmotor dreht nie ganz gleichmässig. Zwischen den
einzelnen Verbrennungen kann die Drehzahl eines Diesels durchaus um 200
U/min schwanken.
> Die eine Idee war mit einem induktiven oder kapazitiven Sensor die> Schaufeln des Lüfterrads der Lichtmaschine zu detektieren.
Keil- oder Flachriemen für den Antrieb der LiMa haben Schlupf. Da ist
dann der Messfehler gleich mit eingebaut.
Ich würde für einen Verbrennungsmotor versuchen einen Sensor aus diesem
Bereich zu verwenden. Einen "Impulsgeber Kurbelwelle" gibt es ab 10€ im
Ersatzteilhandel.
Manu schrieb:> Der Motor hat zwar einen Tachowellenanschluss, jedoch konnte ich keinen> Detektor finden und angeblich brechen die Tachowellen gerne mal.
Der Tachowellenanschluss sitzt vorne, ich glaube auf der Nockenwelle.
Ist ein kleiner Innenvierkant und ich würde dem nicht trauen.
Tachowellen sind bei den alten Traktoren gerne mal gebrochen.
Ich wusste gar nicht dass es die 912er auch als 5 Zylinder gab. Ich habe
den als 3-Zylinder in meinem alten Traktor.
Die Leistung des Motors dürfte bei etwa 60kW liegen, allerdings bei über
2000 U/min (Ausser es wäre ein Turbo, keine Ahnung ob sowas von Deutz
unter der gleichen Motorbezeichnung gebaut wurde). Das max. Drehmoment
hat er geschätzt bei um die 1500 U/min.
Kommt alles auf die Ausführung und Baujahr an. Der wurde zumindest bis
(fast?) in dieses Jahrtausend gebaut, meiner ist von 1968.
Allerdings sollte man bei 1500 U/min schon auf die Kühlung schauen
Luftgekühlt), ausser es ist eine Version die speziell für Aggregate
gebaut wurde.
Manu schrieb:> Mit den Magneten habe ich halt bedenken, dass die irgendwann abfallen,
Mach ihn halt mit einer Schraube fest. Magnet mit Loch oder
Kunststoffklammer drüber. Man kann auch die Motorwelle, Schwungscheibe
etc. partiell magnetisieren und das per Hallsensor erfassen. Oder die
Bewegung eines Ventils.
Manu schrieb:> und die 1,5kHz des vorgeschlagenen Sensors bei weitem> nicht ausreicht.
Ups, sorry, das habe ich bei der kurzen Suche übersehen.
Man müsste mal schauen ob es an der Riemenscheibe vorne, dem Antrieb der
Reiheneinspritzpumpe, der Schwungscheibe oder da wo beim Traktor vorne
die Hydraulikpumpe sitzt möglichkeiten zur Messung gibt. Im Prinzip
würde eine Bohrung oder ein Schraubenkopf für so einen induktiven
Schalter reichen.
Bei Einspritzpumpe und Nockenwelle beachten, dass die mit halber
Motordrehzahl laufen.
Thomas F. schrieb:> Ein Verbrennungsmotor dreht nie ganz gleichmässig. Zwischen den> einzelnen Verbrennungen kann die Drehzahl eines Diesels durchaus um 200> U/min schwanken.
Der Deutz Motor hat eine Schwungscheibe die alleine gut 50kg wiegt. Der
schwankt bei 5 Verbennungen pro 2 Umdrehungen relativ wenig.
Die Drehzahl ist doch am Generator abgreifbar. Wenn das wirklich nicht
geht, ist der Tip mit dem Kurbelwellensensor gut. Die Dinger haben einen
Magneten und ein Pickup ähnlich wie bei der E-Gitarre und benötigen
keinen rotierenden Magneten sondern nur die Zähne des (magnetisierbaren)
Zahnkranzes. Der wird auch bei Deutz nicht aus Alu sein.
Der Generator liefert leider erst so ab 1100 Umdrehungen wirklich
zuverlässig Spannung, auch soll dass ganze sicher funktionieren, wenn
der Generator defekt wäre.
Es geht im wesentlichen darum, wann ist der Anlasser abzuschalten und im
Betrieb den Motor zu überwachen. (Überlast, Kraftstoffmangel, Fehler ESP
etc) Eine Genauigkeit von +-10Umdrehungen sollte ausreichen.
Ich werde mal schauen, wie es hinter der Abdeckung zum Schwungrad
aussieht, ansonsten werden Magnete aufgeklebt.
Am Schwungrad ist ist Loch ca. 20mm Durchmesser und 30mm tief. Das
sollte sich doch mit einem induktiven Sensor detektieren lassen. Welchen
Sensordurchmesser nimmt man da für einen möglichst großen Abstand?
Taugen die billigen von ebay was?
Das ist doch wunderbar. Da passt ein iduktiver Näherungsschalter mit 8
mm hervorragend und man muss sich nicht mit dem Einpassen eines Magneten
herumärgern. Einer mit ca. 5 mm Schaltabstand sollte perfekt sein.
Manuel schrieb:> Taugen die billigen von ebay was?
Ich habe noch nichts negatives darüber berichten können, außer dass man
ab und zu NPN bestellt und PNP bekommt oder umgekehrt. Wenn ich heute
nachmittag Langeweile habe, probiere ich mal aus, ob die Schaltfrequenz
passt. Ich wüßte aber nichts, was dagegen spricht.
Manuel schrieb:> Das sollte sich doch mit einem induktiven Sensor detektieren lassen.
Ja, Die Größe des Loches ist völlig ausreichend.
> Welchen Sensordurchmesser nimmt man da für einen möglichst großen Abstand?
Der Durchmesser ist egal. Der Abstand der Sensor-Stirnfläche zum
Schwungrad sollte eigentlich nicht größer als 1mm werden.
> Taugen die billigen von ebay was?
Nach meiner Erfahrung sterben die Impulsgeber an Feuchtigkeit die vorne
an dem Metallstift in die Spule reinkriecht. Wenn der Motor immer
trocken läuft würde ich mit so einem 10€ Impulsgeber von ebay mal
beginnen.
Die Eingangsstufe der Siemens-SPS kenne ich nicht und weiß nicht ob man
da evtl noch eine Signalaufbereitung vorschalten muss.
Nachtrag: Ich war neugierig und habe es ausprobiert. Das Ergebnis siehe
hier als Schnauf- und Schüttelvideo:
https://www.youtube.com/watch?v=p-xqni7iinE
1500 U/min sollten überhaupt kein Problem sein. Weil ich mein
3-Backen-Futter als Sensorfläche genutzt habe, habe ich natürlich nur
mit 500 U/min getestet.
Bei 1200 U/min (Drehfutter) verschwinden die Taktsignale sporadisch (das
entspräche bei Dir 3600 U/min).
Manuel schrieb:> Am Schwungrad ist ist Loch ca. 20mm Durchmesser und 30mm tief. Das> sollte sich doch mit einem induktiven Sensor detektieren lassen. Welchen> Sensordurchmesser nimmt man da für einen möglichst großen Abstand?> Taugen die billigen von ebay was?
Schwungrad schwärzen, weißen Strich richtig aufmalen. Mit LED anleuchten
und das reflektierte Signal auswerten.
Sorry ist ist soooo easy!
Pikser schrieb:> Schwungrad schwärzen, weißen Strich richtig aufmalen. Mit LED anleuchten> und das reflektierte Signal auswerten.
Alles schon gemacht, sogar mit richtigem optischen Sensormodul:
https://www.reichelt.de/reflexlichtschranke-0-7mm-submin-4-pol-eli-tr8307-p114341.html
Das Ergebnis:
Induktiv ist viel genauer da eine optische Lösung die Hell-Dunkel
Übergänge nicht immer genau gleichmäßig erkennt.
Optische Lösungen haben eine deutlich geringere Lebenserwartung.
Soweit möglich ist induktiv oder Hall zu bevorzugen.
Ah, nett. Ich habe noch einen F4L912 mit 52 kW in Betrieb. Ein nettes
Motörchen. Witzigerweise sogar das gleiche Oszi :-)
Optisch und alles was sich bewegt zu detektieren, finde ich nicht so
toll. Wie wäre es mit einem Klopfsensor? Gibt es unter 10 Euro zu
kaufen, irgendwo in der Nähe eines Zylinders montiert und mit einem
Komparator ausgewertet, sollte ein gut brauchbares Ergebnis liefern.
Nimm ein DC20D (google) kostet kein 90€. Über die Generatorfrequenz wird
die Drehzahl erfasst. Die Drehzahl wird eh durch den Drehzahlregler in
der Einspritzpumpe geregelt.
DerElektriker schrieb:> Die Drehzahl wird eh durch den Drehzahlregler in> der Einspritzpumpe geregelt.
Nur annähernd, und nur wenn in der ESP ein Alldrehzahlregler verbaut
ist.
Aber für den Generatorbetrieb nicht ansatzweise genau genug!
Wie siehts denn nun aus mit der Deutz Maschine, funktioniert die selbst
kreierte Regelung?
Seit einigen Wochen habe ich selbst einen 100kVA Notströmer vor der
Brust. Der Motor ist ein MAN D0226 MTE mit Turboaufladung, der Generator
ist ein Leroy-Somer LSA44, dazu ein GAC ESD2210-24 Governor.
Die Maschine hat irgendwo über 10 Jahre ungenutzt herum gestanden. Die
Ventile waren eingelaufen uns sassen fest, das musste zuerst erneuert
werden damit der Motor überhaupt wieder lauffähig wurde. Derzeit steht
die Maschine auf einem provisorischen Rollrahmen, 1,5to lassen sich so
überhaupt bewegen.
Inzwischen hat die Maschine den ersten Probelauf vollzogen. Leider habe
ich nur 10kW als Last zusammen bekommen. Eine schaltbare 80kW Lastbank
wäre mir lieber. Vor allem um das dynamische Verhalten des
Drehzahlreglers einstellen zu können.
Hier ein kurzes Video vom Probelauf:
https://www.youtube.com/watch?v=j-HCWGlGcsw
Wer sich für die ganze Geschichte interessiert, hier gibts auch ne Menge
Bilder:
http://www.viermalvier.de/ubbthreads.php?ubb=showflat&Number=691300&page=5
Rainer, auch sein sehr schönes Projekt.
Unser Aggi stand mindestens 20 Jahre. Die Einspritzpumpe förderte Heizöl
und war komplett verharzt. Wir haben sie von einem Profi überholen
lassen.
Die Einspritzpumpe hat nur einen Fliehkraftregler. Ich will auf eine
elektronische Regelung der Drehzahl verzichten. Im Video sieht man einen
Test von 0 auf 22kW, die Frequenz fällt dabei von 50Hz auf 48,4Hz ab,
was unseren Ansprüchen erstmal reicht. Beziehungsweise, dass Aggregat
soll später für Veranstaltungstechnik eingesetzt werden, die Endstufen
ziehen gerne mal sehr kurze Peaks von über 100A aus dem Netz. Hier ist
noch zu prüfen wie die Regelung reagieren wird.
https://www.youtube.com/watch?v=HbrWcW7ml9c
Es wird ein induktiver Sensor verbaut, welcher in Verbindung mit der
Logo nur der Motorüberwachung gilt. Der Schaltschrank ist auch fast
fertig.
Manu schrieb:> Unser Aggi stand mindestens 20 Jahre. Die Einspritzpumpe förderte Heizöl> und war komplett verharzt.
Nun, am Heizöl hats nicht gelegen, das würde mit Diesel genau so
passieren. Heizöl ist über viele Jahrzehnte stabil, viel länger als in
den Garantieangaben der Produzenten vermerkt.
Manu schrieb:> Die Einspritzpumpe hat nur einen Fliehkraftregler. Ich will auf eine> elektronische Regelung der Drehzahl verzichten. Im Video sieht man einen> Test von 0 auf 22kW, die Frequenz fällt dabei von 50Hz auf 48,4Hz ab,> was unseren Ansprüchen erstmal reicht.
Die Drehzahlregelung entspricht dem was zB einem Zapfwellengenerator am
Trecker widerfährt. Das ist bei gravierenden Lastsprüngen alles andere
als brauchbar:
https://www.youtube.com/watch?v=_LVtX7odZQA
Schau Dir dieses Video mal an, am Schluss werden, leider nur sehr kurz,
Lastsprünge von 95% gezeigt, die Drehzahländerung liegt dabei im
einstelligen Bereich:
https://www.youtube.com/watch?v=wr3i1gnutYAManu schrieb:> Es wird ein induktiver Sensor verbaut, welcher in Verbindung mit der> Logo nur der Motorüberwachung gilt.
Die einzige Möglichkeit einen Motor wirklich gut zu regeln. Der
Anlasserzahnkranz auf der Schwungscheibe des Motors hat beim LKW Motor
etwa 160 Zähne. Daraus resultieren 4000 Impulse/Sekunde bei
1500Umdr/min. Eine Regelung über die 50Hz ist demgegenüber nicht
annähernd brauchbar.
Schade das Du die Maschine nicht darauf regeln willst.
Rainer D. schrieb:> Daraus resultieren 4000 Impulse/Sekunde bei> 1500Umdr/min.Rainer D. schrieb:> Eine Regelung über die 50Hz ist demgegenüber nicht> annähernd brauchbar.
Der begrenzende Faktor ist dass ein 5 Zylinder 4 Taktdiesel bei
1500U/min nur etwa 63 Zündungen pro Sekunde hat und die Regelung
mechnisch an der Einspritzpumpe angreifen muss.
Und wie schon gesagt die Schwungmasse ist so groß, dass in einem
Zeitintervall von 0,1s auch bei einem Lastsprung von 10 auf 90% sich die
Drehzahl fast nicht ändert.
Er will doch erst mal gar nicht regeln, sondern nur messen.
Schönen Motor hast du da. der Kopf mit den Ventilen sieht brandneu aus.
So große Motoren hatte ich noch nicht auseinander.
Udo S. schrieb:> Und wie schon gesagt die Schwungmasse ist so groß, dass in einem> Zeitintervall von 0,1s auch bei einem Lastsprung von 10 auf 90% sich die> Drehzahl fast nicht ändert.
Du hast mit solchen Maschinen noch nie zutun gehabt, richtig? Derartige
Lastwechsel wirken an den Maschinen wie ein Dampfhammer! Und die
Schwungmasse ist nur für den Motor, nicht für die Last.
Schau Dir das Video über den Zapfwellengenerator mal genau an!
Die von mir betriebsfähig gemachte Maschine wird übrigens noch optisch
aufgehübscht, und wird in den Museumsbetrieb wandern.
Während meiner Dienstzeit hatte ich ua. mit sehr viel größeren Maschinen
zu tun. Vorrangig jedoch KHD 30L V12 Biturbo Motoren. Meine eigentliche
berufliche Tätigkeit lag allerdings im HF Bereich für Rundfunk und TV
Sendeanlagen.
Manu schrieb:> Hallo zusammen,>> ich möchte mit einer Logo an einem Deutz Diesel, welcher kostant mit> 1500u/min laufen soll die Drehzahl messen.
Wir verwenden Hallsensoren von Rheintacho am Schwungrad bei Motoren von
Kubota. Angeschlossen an Steuerungen von Woodward.
https://www.rheintacho.de/produkte/drehzahlsensoren/1-kanal-hall/m16/
Bei Verwendung von Induktivsensoren muß man bei für die hohe Frequenz
geeigneten Sensoren recht dicht an den Anlasserkranz, das gibt schon mal
Späne.
Uwe
Walter T. schrieb:> Nachtrag: Ich war neugierig und habe es ausprobiert. Das Ergebnis> siehe> hier als Schnauf- und Schüttelvideo:>> https://www.youtube.com/watch?v=p-xqni7iinE>> 1500 U/min sollten überhaupt kein Problem sein. Weil ich mein> 3-Backen-Futter als Sensorfläche genutzt habe, habe ich natürlich nur> mit 500 U/min getestet.>> Bei 1200 U/min (Drehfutter) verschwinden die Taktsignale sporadisch (das> entspräche bei Dir 3600 U/min).
Wir haben diesen Sensor gekauft und versucht die Löcher am Schwungrad zu
detektieren. Bei Anlassedrehzahl alles wunderbar, aber bei 1500u/min
kein Signal mehr.
Als nächstes haben wir 2Stück M8 Schrauben vorne in die
Keinriemenscheibe eingesetzt, also theoretisch 50Hz Messsignal, wieder
das gleiche.
Wird wohl ein hochwertiger Sensor benötigt werden.
Manu schrieb:> Wir haben diesen Sensor gekauft und versucht die Löcher am Schwungrad zu> detektieren. Bei Anlassedrehzahl alles wunderbar, aber bei 1500u/min> kein Signal mehr.
Ist es ein Öffner oder ein Schließer? NPN oder PNP? Pull-Ups oder
Pull-Downs vorhanden? Welcher Arbeitsabstand? Könnt ihr auf ein
Oszilloskop zum betrachten der Signalform zugreifen?
Manu schrieb:> Wird wohl ein hochwertiger Sensor benötigt werden.
Es kann schon, dass ihr einen anderen braucht. Meiner ist allerdings
auch einer der billigen Sorte (15...20 Euro).
Müsste PNP-NO sein. Der wurde direkt an die Logo geschaltet und gemessen
mit einem Fluke Scopemeter.
Der Einwand mit den Pulldowns ist gut, keine Ahnung warum ich das noch
nicht weiter verfolgt habe.
Abstand dürften ca 2mm gewesen sein, bei 12mm Sensordurchmesser.
Ein Oszi da zu haben ist ja schon einmal prima.
Mit Abstand meine ich den Schaltabstand des Sensors.
Wie groß ist denn die Bohrung, an der die Näherung abgegriffen wird?
Je größer der Sensor und kleiner die Bohrung desto kleiner ist ja auch
die Zeit, die er überhaupt durchschalten kann. (Ich habe
8-Millimeter-Sensoren.)
Je näher der Boden der Bohrung am Schaltabstand liegt, desto weniger
hart wird die Erkennung sein.
Kommst Du evtl. auch an Speichen? Sieht da das Signal brauchbar aus?
Manu schrieb:> Mit den Magneten habe ich halt bedenken, dass die irgendwann abfallen,> die Unwucht ist vermutlich zu vernachlässigen.
Du hast doch genug Zähne, die direkt detektierbar sind. Und Schrauben
zur Befestigung eines Halters sind auch schon vorhanden ;-)
Manu schrieb:> Die eine Idee war mit einem induktiven oder kapazitiven Sensor die> Schaufeln des Lüfterrads der Lichtmaschine zu detektieren
Und die Lichtmaschine liefert Gleichspannung?
Eigentlich sollte die Frequenz des erzeugten Wechselstromes doch direkt
an der Drehzahl hängen.
Wolfgang schrieb:> Und die Lichtmaschine liefert Gleichspannung?> Eigentlich sollte die Frequenz des erzeugten Wechselstromes doch direkt> an der Drehzahl hängen.
Ist nicht genau genug. Der Riemenschlupf ist immer auch
Ladestromabhängig usw. Ungeeignet.
Manche LiMas haben einen Ausgang "Z" für eine Drehzahlmessung.
@Udo S.
> Ich wusste gar nicht dass es die 912er auch als 5 Zylinder gab. Ich habe> den als 3-Zylinder in meinem alten Traktor.>> Die Leistung des Motors dürfte bei etwa 60kW liegen, allerdings bei über> 2000 U/min (Ausser es wäre ein Turbo, keine Ahnung ob sowas von Deutz> unter der gleichen Motorbezeichnung gebaut wurde).
Baukastensystem von 2 bis 6 Zylinder. M.W. gab es erst den 913 als
Turbo.
Ja.... der Zahnkranz wäre mir auch lieber, aber da komme ich nicht ohne
großen Umbau ran.
Die Lichtmaschine hat keinen W Anschluss und über die
Drehstromwicklungen möchte ich nicht gehen.
Die Logo hat angeblich einen 5kHz Eingang, wie auch immer, notfalls
erledigt das sonst ein Attiny oder 74xx.
Ich habe den Sensor jetzt auch mal an einer Drechselbank getestet, 150Hz
direkt ohne weitere Beschaltung mit einem Oszi gemessen, kein Problem.
Die Löcher im Schwungrad haben ca 20mm Durchmesser und sind 30mm tief.
Die 4 "Löcher" der Backenführung an der Drechselbank sind etwas kleiner.
Der Radius bei der Drehchselbank beträgt 7cm und beim Schwungrad liegt
er bei 18cm, damit ist die Umlaufgeschwindigkeit 2,5x höher.
Mit den Angaben lassen sich doch gut Schätzungen machen.
Wenn der Sensor 16 mm Durchmesser hat und das Loch 20 mm, dann sind
wahrscheinlich grob 10 mm Länge oder weniger wirksam. Die huschen bei
1500 U/min und einem Radius von 0,18 m in 0,35 Millisekunden vorbei
(wenn ich mich nicht verrechnet habe). Ein perfekter Sensor machte
daraus also ein 0,35 ms minus Anstiegszeit langes Signal.
Ein 5-KHz-Eingang muss noch mit Pulslängen bis 0,1 Millisekunde knapp
klarkommen.
Das ist m.E. eng.
Kannst Du denn die Anstiegszeit des Sensors an der Drehbank messen?
Du schriebst oben "NO". Also öffnet er, wenn die Bohrung vorbeikommt?
Evtl. sind da die Pull-Up/Downs dann wirklich sehr wichtig.
Auf diese 350µs komme ich auch. Umgerechnet auf meine Drechselbank
müsste die mit 4500U/min laufen, glaube so schnell geht die nicht.
Das Signal kann man ja mit einem Monoflop passend biegen. Ich denke aber
nicht, dass die Elektronik im Sensor der begrenzende Faktor ist, sondern
eher die Bedämpfung durchgehend zu stark ist.
Genau, er öffnet wenn die Bohrung kommt.
Manu schrieb:> Die Lichtmaschine hat keinen W Anschluss und über die> Drehstromwicklungen möchte ich nicht gehen.>> Die Logo hat angeblich einen 5kHz Eingang, wie auch immer, notfalls> erledigt das sonst ein Attiny oder 74xx.
Ich habe einen Hallsensor AH3661 benutzt (allerdings waren es nur 1-50
U/min, die geregelt werden sollten), der auf den Eingang eines Tiny85
geht. Dafür haben wir einen kleinen runden 8mm Neodymmagneten in eine
Bohrung geklebt (es wurden zwar 4 Stk benutzt, um eine bessere
"Auflösung" zu bekommen, aber mit nur einem funktioniert das auch).
Zum Thema Schaltzeiten und Schaltfrequenz bei induktiven
Näherungssensoren etwas Lektüre:
https://www.ifm.com/obj/S100d.pdf
-> man kann nicht erwarten daß der blind gekaufte Billigsensor vom
Chinamann tut.
Angesagt für die Messung am Flywheel wäre ein Hallsensor. Einen
geeigneten Typ von Rheintacho hatte ich schon genannt, der ist genau für
den Zweck gebaut. Evtl mit Angabe des Modules der Zähne anfragen.
Es gibt auch Magnetpickups für das Schwungrad, die liefern eine zur
Drehzahl proportionale Spannung.
https://www.woodward.com/en/shop/woodward44-speed , es gibt dazu auch
gute Datenblätterund Applikationshinweise.
Die wohl einfachste und billigste Lösung, da die Drehzahl ja nicht zur
Regelung herangezogen werden soll, wäre die Nachrüstung der W-Klemme an
der LiMa. Das ist einfach ein Abgriff zwischen einer der Phasen und der
Gleichrichterdiode. Anleitungen, falls erforderlich, spuckt die
Suchmaschine aus. Dieses Signal sollte die kleine SPS direkt verdauen,
eine Schutzdiode (TVS) kann natürlich nicht schaden.
Sollte die Frequenz zu hoch sein kann man einen einfachen Teiler auf
Lochraster zwischenschalten. CD4040 fällt mir spontan ein.
Uwe
DerElektriker schrieb:> und kannst auch ein Pickup dran fummeln
Reicht ein F150 oder sollte es ein F450 sein?
Und: wäre das nicht etwas übertrieben?
Uwe
Mir ist mal in einer Autowerkstatt aufgefallen, das die einfach ein
Mesgerät an die Batterie hängen und das zeigt ua die Drehzahl an. Somit
muss es doch irgendwelche Spikes oä geben, die man nutzen könnte...?
Matthias L. schrieb:> Mir ist mal in einer Autowerkstatt aufgefallen, das die einfach> ein> Mesgerät an die Batterie hängen und das zeigt ua die Drehzahl an. Somit> muss es doch irgendwelche Spikes oä geben, die man nutzen könnte...?
Neuere Meßgeräte arbeiten mit einem Klopfsensor. Das wäre auch eine
Möglichkeit.
svensson schrieb:> Matthias L. schrieb:>> Mir ist mal in einer Autowerkstatt aufgefallen, das die einfach>> ein>> Mesgerät an die Batterie hängen und das zeigt ua die Drehzahl an. Somit>> muss es doch irgendwelche Spikes oä geben, die man nutzen könnte...?>> Neuere Meßgeräte arbeiten mit einem Klopfsensor. Das wäre auch eine> Möglichkeit.
An einem elektronikfreien Dieselmotor?
Das geht auch am elektronikfreien Diesel.
Der Klopfsensor kann die Zündungen des Motors mechanisch erkennen,
woraus sich direkt die Drehzahl ergibt.
Inzwischen gibt es viele Drehzahlmesser und AU-Tester, die mit solchen
Klopfsensoren arbeiten.
Das sind aber vermutlich andere Sensoren als die Klopfsensoren beim
Benzinger, die ja nur dazu dienen sollen, die "Klopfende Verbrennung"
des Gemisches zu erkennen (und meistens den Zündzeitpunkt Richtung spät
verlegen).
Für die hier gesuchte Aufgabenstellung ist das vermutlich aber viel zu
kompliziert, weil die LOGO bestimmt keinen Klopfsensor direkt auswerten
kann. Mit dem Hallsensor könnte das wahrscheinlich viel einfacher gehen.
Uwe B. schrieb:> Zum Thema Schaltzeiten und Schaltfrequenz bei induktiven> Näherungssensoren etwas Lektüre:> https://www.ifm.com/obj/S100d.pdf
Nett. Danke!
Dass Detektion eines Lochs länger dauert als Detektion eines Nockens,
habe ich immer geahnt, aber endlich mal eine zitierfähige Quelle.
Vorne bei der Kurbelwelle sind zwei löcher - hier würde ich mit
mindestens einem eher 2 Induktiven Nächerungssensoren drauf gehen -
soweit ich gesehen habe, willst du daruaf regeln, d.h. es könnte Sinvoll
sein diese Regelung einigermaßen redundant auslegen, wie wrid der Aktor
betrieben - direkt auf die ESP?
Hallo
Früher hatten Dieselmotoren die Drehzahl an der Lichtmaschine abgenommen
,da war ein Anschluss dran der mit W gekennzeichnet war.
Vielleicht hilft es weiter .
Gruß
HJ
svensson schrieb:> Baukastensystem von 2 bis 6 Zylinder. M.W. gab es erst den 913 als> Turbo.
Muß mich korrigieren, denn offenbar gab es einen BF6L912, also einen
6-Zylinder Turbo.
@TE
Was macht denn die Drehzahlregelung?
Eine Drehzahlregelung, soll es zunächst noch nicht sein.
Ich bin noch nicht weiter gekommen. Die Verweilzeit für den billigen
induktiven Sensor ist scheinbar zu kurz.
Neodymmagnete möchte ich auch nur ungern aufkleben, kann mir nicht
vorstellen, dass das ewig hält.
Geh zum Autoverwerter Deines größten Vertrauens und schraub von einem
Auto einen ABS Sensor ab. Das sind prinzipiell die gleichen induktiven
Sensoren wie die von den Governor Anbietern. Damit kannst Du den
Anlasserzahnkranz abfragen.
Das Dingens musst Du nur irgendwie fixieren (Rohrschelle oder ähnlich),
da die idR keine Befestigungsgewinde haben.
Rainer D. schrieb:> Geh zum Autoverwerter Deines größten Vertrauens und schraub von einem> Auto einen ABS Sensor ab.
Nach meiner Erfahrung bekommt man die nicht zerstörungsfrei aus dem
Achsschenkel raus. Aber neue ABS- oder Motordrehzahlsensoren gibt es im
Netz ja für unter 10€.
https://www.ebay.de/itm/303829292014
Rainer D. schrieb:> Walter T. schrieb:>> ABS-Sensoren haben ja ein Stromschnittstelle.> Die Dinger haben idR einen Widerstand von 1kOhm. Der Spannungsverlauf am> Eingang des Steuergerätes sieht so aus:
Mir scheint da kommt gerade was durcheinander.
Die Sensoren von Rainer sind Induktivsensoren mit ohmschen Widerstand
und Wechselspannungsausgang.
Die Sensoren von denen Walter spricht sind aktive Sensoren mit digitalem
Ausgang in Form einer Stromsenke. Das Datenblatt beschreibt hier als
zusätzliches Element einen Pull-Down-Widerstand im Steuergerät.
Eigentlich gibt es schon ziemlich lange nur noch magnetoresistive
Sensoren, bei denen kein Sinussignal mehr raus kommt. Bei meinem 4er
Golf war mal einer kaputt, ein Paar für die Vorderachse hat 9,95 Euro
gekostet inkl. Versand soweit ich mich erinnere. Das war 2015, da war
das Auto 15, jetzt 21 und seitdem ging kein weiterer mehr kaputt.
Ich kann aber bestätigen dass man die nicht zerstörungsfrei raus
bekommt. Alles drumherum ist ja total verrostet und da Rost mehr Volumen
als Eisen hat, steht der in der Bohrung unter Druck. Der war nur in
Bröseln rauszubekommen. Und eine Spule darin komplett abgewickelt. Also
lieber einen neuen kaufen...
Wir haben gestern mal einen Kurbelwellensensor vom Auto getestet. Das
hat einwandfrei funktioniert, der sensor ist komplett passiv und ich
gedenke ihn mit Komparator und Monoflop Logo tauglich machen zu können.
Detektiert wurde das Loch am Schwungrad. Ich habe nach wie vor keine
Möglichkeit gefunden an den Anlasserkranz zu kommen, wäre mir natürlich
auch lieber.
Der Teil wäre nun erfolgreich erledigt. Mit dem Kurbelwellensensor vom
Auto klappt wunderbar. Die Auslösung ist begrenzt, aber es lässt sich
einwandfrei die Anlassedrehzahl messen, oder ob die Einspritzpumpe im
Fehlerfall von 1500U/min abweicht.
Manu schrieb:> Die Idee mit dem Zahnkranz finde ich eigentlich sehr gut, darauf bin ich> noch nicht gekommen. Würde aber mal behaupten, dass der deutlich mehr> als 60Zähne hat und die 1,5kHz des vorgeschlagenen Sensors bei weitem> nicht ausreicht. Auch müsste die Frequenz dann zunächst extern noch> heruntergeteilt werden.
Für so etwas gibt es Kurbelwellensensoren
(https://www.bosch-mobility-solutions.com/de/loesungen/sensoren/kurbelwellen-drehzahlsensor/).
Man könnte ja auch an dem von Dir erwähnten Tachowellenanschluß ein
Zahnrad mit der gewünschten Zähnezahl anflanschen - eine Tachowelle
braucht es dazu ganz bestimmt nicht.