Hallo zusammen,
ich habe hier einen AC Bürstenmotor (230V) aus einer Tischkreissäge. Der
Motor zeigt an allen 32 Polen einen Windungsschluss. Das heißt, ich
messe an beliebigen Polen gegeneinander einen Kurzschluss.
Welche Ursache kann das (am Wahrscheinlichsten) haben?
Der Rotor sieht optisch gut aus. Er macht jedenfalls nicht den Eindruck,
als wäre er zu heiß geworden.
Grüße
Steffen
Ich fürchte, ich habe mich missverständlich ausgedrückt: ich messe
zwischen zwei beliebigen Lamellen Durchgang. Das heißt, ich kann mein
Ohmmeter an zwei beliebige Lamellen setzen und mir wird Durchgang
angezeigt.
Sorry für die Verwirrung!
Steffen H. schrieb:> und mir wird Durchgang> angezeigt.
Wie gut ist dein Schätzeisen? wie gesagt wurde, "Durchgang" kann auch
ein sehr kleiner Wicklungswiderstand sein.
Zeigt dein Instrument bei Einstellung Ohm ebenfalls "Durchgang"? oder
0,x?
Ich brauche bitte etwas Nachhilfe von Euch: bei diesem Typ Motor startet
doch eine Windung an einer einzelnen Lamelle und endet an einer anderen
einzelnen Lamelle. Das heißt, bei 32 Lamellen (= mein Motor) habe ich 16
getrennte Windungen. Ist das richtig?
Falls ja, dürfte doch mein Durchgangspiepser zwischen beliebigen
Windungen gar nicht ansprechen. Sondern nur bei Lamellenpaaren, die
durch eine Windung verbunden sind. Oder?
Ich Messe mit einem Voltcraft VC521, viel Genauigkeit, gar im mOhm
Bereich, habe ich da nicht.
Wenn du 32 Lamellen (Kollektorsegmente) hast, dann hast du auch 32
Wicklungen. Du misst also immer irgendeinen "Durchgang".
Der Widerstand ist im einstelligen Ohm-Bereich. Wenn du also einen
einfachen Piepser hast, dann wird er überall piepsen.
Ein einfaches Multimeter, dass im niedrigsten Bereich eine Auflösung von
1 Ohm hat, ist zwar nicht der Hit, sollte aber schon einen kleinen
Unterschied zwischen Kurzschluss der Messstrippen und Messung am
Kollektor zeigen.
Edit: Habe gerade gesehen: Voltcraft VC521: Messbereich Widerstand 0.1 Ω
- 40 MΩ. Da soltest du die 2..3..4 Ohm schon grob erkennen können
Steffen H. schrieb:> Ich brauche bitte etwas Nachhilfe von Euch: bei diesem> Typ Motor startet doch eine Windung an einer einzelnen> Lamelle und endet an einer anderen einzelnen Lamelle.
Nein.
> Das heißt, bei 32 Lamellen (= mein Motor) habe ich 16> getrennte Windungen. Ist das richtig?
Nein.
Die einzelnen Wicklungen sind i.d.R. über mehrere Nuten
verteilt und nach einem komplizierteren Schema mit den
Kollektorsegmenten verschaltet. Das dient der optimalen
Formung des Magnetfeldes.
Gurgel mal nach "Bruchlochwicklung" oder "Ganzlochwicklung";
Dir schlackern die Ohren, wie kompliziert das Ganze ist.
Sinus T. schrieb:> Da solltest du die 2..3..4 Ohm schon grob erkennen können.Steffen H. schrieb:> Falls ja, dürfte doch mein Durchgangspiepser zwischen beliebigen> Windungen gar nicht ansprechen.
Bei den geringen Wicklungswiderstandswerten wird der Durchgangspiepser
immer piepsen!
Im 200 Ohm Messbereich sollte man schon das ein- oder andere Öhmchen
messen können.
Hallo,für mich ist das völlig normal und der Anker scheint mir völlig in
Ordnung. Wieviel Widerstand erwartest du denn bei diesen paar Wicklungen
mit dem dicken Draht? Was hast du denn für ein Problem mit dem Motor?
Was ist eigentlich mit dem Motor? Dreht er nicht mehr, kommt der
Motorschutzschalter, wird der Motor heiß?
Kannst ja mal (obgleich es nicht danach aussieht) die Ritzen
sauberkratzen. Oft sammelt sich hier Kohleabrieb.
Axel R. schrieb:> Kannst ja mal (obgleich es nicht danach aussieht) die Ritzen> sauberkratzen. Oft sammelt sich hier Kohleabrieb.
Mache ich übrigens mit Zahnstocher. Die Lamellen selber putze ich mit
einem Küchenschwamm (grüne Seite). Damit sollte nichts kaputt gehen. Das
zur Ergänzung des Tipps von Axel.
Da war ich richtig auf dem Holzweg, danke für Eure Erklärungen!
Peter O. schrieb:> Was hast du denn für ein Problem mit dem Motor?
Die Tischkreissäge habe ich defekt erhalten. Beim Einschalten löste die
Sicherung aus. Das Sägeblatt war aber freigängig.
Nach der Demontage habe ich festgestellt, dass von einer der Kohlen ein
Stück abgebrochen war. Das hielt ich jedoch nicht für die Ursache.
Deshalb habe ich als nächstes den Durchgang geprüft und mich gewundert,
warum mein Messgerät bei allen Kontakten piept.
Nach Eurer Erklärung habe ich heute den Motor wieder zusammen gebaut.
Ergebnis: Der Motor lief an, begann aber zu qualmen!
Danach habe ich die Kontakte am Kommutator gereinigt und die
abgebrochene Kohle gerade geschliffen.
Der Motor hat danach beim ersten Versuch nur gebrummt. Nachdem ich das
Sägeblatt etwas bewegt hatte, lief er beim zweiten Versuch erst an,
begann dann aber wieder zu qualmen und verlor auch Drehzahl.
Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte?
Ich stelle gerade fest, dass bei beiden Versuchen wieder die Sicherung
geflogen ist (hatte zwischen beiden den Ort gewechselt, weil es so stank
- deshalb ist es mir nicht gleich aufgefallen).
Ich würde auch auf einen Messfehler tippen!
Warum: Weil ich nicht glaube dass ALLE Windungen einen Kurzschluss
haben.
Widerstände im unteren Bereich messen, sind ein Problem für
08/15-Meßgeräte und der integrierte Durchgangsprüfer ist mit so was
schnell überfordert.
>Ich stelle gerade fest, dass bei beiden Versuchen wieder die Sicherung>geflogen ist (hatte zwischen beiden den Ort gewechselt, weil es so stank>- deshalb ist es mir nicht gleich aufgefallen).
Das erinnert mich an: Ich wusste nicht, dass es brennt - bei dem vielen
Rauch konnte ich doch kein Feuer sehen.
Steffen H. schrieb:> Der Motor hat danach beim ersten Versuch nur gebrummt. Nachdem ich das> Sägeblatt etwas bewegt hatte, lief er beim zweiten Versuch erst an,> begann dann aber wieder zu qualmen und verlor auch Drehzahl.
Klingt nach defektem Anlaufkondensator
Steffen H. schrieb:> Das heißt, ich messe an beliebigen Polen gegeneinander einen Kurzschluss.
Dann hast du ein Messproblem. Wenigstens den Übergangswiderstand deine
Prüfspitzen solltest du sehen. Mach mal eine vernünftige 4-Pol-Messung.
Nichtverzweifelter schrieb:> Das hingegen klingt nach Stuss!Steffen H. schrieb:> begann dann aber wieder zu qualmen
Ja, aber warum qualmt der denn dann? Das macht mich nämlich auch langsam
stutzig.
Tim Mälzer schrieb:> Ja, aber warum qualmt der denn dann? Das macht mich nämlich auch langsam> stutzig.
Da wird wohl min. eine der Statorwicklungen einen Windungsschluss haben,
halt mal die Nase dran.
So wie der Anker aussieht, wuerde ich nicht zuerst auf den tippen.
wendelsberg
Anker prüfen:
12V-Halogentrafo, in Reihe Anker und 20-50W Glühbirne. Beim drehen
sollte sich die Helligkeit nur in 2 Stufen ändern, sonst kaputt.
Wahrscheinlich ist wenigstens die Statorspule kaputt. Besser beides
zugleich wechseln.
wendelsberg schrieb:> Da wird wohl min. eine der Statorwicklungen einen Windungsschluss haben,> halt mal die Nase dran.
Das ganze Gerät stinkt, deshalb habe ich statt der Nase lieber die
Kamera dran gehalten. Siehe Anhang. Auf dem Detailfoto erkennt man, dass
sich der dünne Draht in die Isolierung gedrückt hat. Der dicke Draht ist
etwas angeschwärzt. Mehr für mich auffälliges kann ich am Stator nicht
entdecken.
Zur Spule führen zwei Kabel, ein schwarzes und ein blaues. Wenn ich den
Widerstand vom schwarzen Kabel messe, bekomme ich folgende Werte:
- Zum dicken Draht (unter der Isolierung): 0,7 Ohm
- Zum dünnen Draht (unter der Isolierung): 16,2 Ohm
- Zur blauen Leitung: 30,0 Ohm
Helge schrieb:> Wahrscheinlich ist wenigstens die Statorspule kaputt. Besser beides> zugleich wechseln.
Wechseln kann ich daran nichts. Es ist ein reines Konsumer-Produkt, für
das es keine Ersatzteile gibt.
Biege den rot eingekreisten Draht weiter nach Außen, damit er nicht bei
jeder Umdrehung den Rotor berührt! Der Draht sieht an dieser Stelle
abgescheuert aus.
Tim Mälzer schrieb:> Der Draht sieht an dieser Stelle abgescheuert aus.
Danke für den Hinweis!
An dieser Stelle sind übrigens die beiden Spulendrähte miteinander
verlötet. Deshalb glänzt es.
Windungsschluss lässt sich mit dem Ohmmeter nur schwer feststelle, da
davon meist benachbarte Windungen betroffen sind und der Unterschied bei
den Widerstandsmessungen im Bereich der Messungenauigkeiten fallen
dürfte.
Ein anderer Weg ist von außen die Rotorwicklungen einem magnetischen
Wechselfeld auszusetzen und die induzierten Spannungen jeder
Rotorwicklung mit den anderen zu vergleichen.
Hilfsweise sollte es möglich sein, an die Feldwicklung des Stators eine
kleine, ungefährliche Wechselspannung anzulegen und an den
Kohleelektroden die induzierte Spannung der Rotorspulen zu messen. Beim
Durchdrehen sollten sich keine größeren Abweichungen ergeben. Hat eine
Wicklung Windungsschluss wird das verringert das magnetische Feld und
damit die induzierte Spannung.
Früher, als Haushaltsgeräte noch durch Handwerksbetriebe repariert
worden sind, waren Ankerprüfgeräte für die eingesetzten Motoren, die
nach diesen Prinzip arbeiteten vorhanden.
Steffen H. schrieb:> reines Konsumer-Produkt, für das es keine Ersatzteile gibt.
Sowas ist ärgerlich. Das wird von den größeren Ketten immer wieder
behauptet. Manchmal läßt sich mit etwas Spürsinn herausfinden, wer der
wirkliche Hersteller ist, und manchmal hat man da Glück.
Ich sehe ich immer wieder gleichartige Bauteile, als gäbs nur 10
Fabriken (oder Konstrukteure) auf der Welt für den Kram. Ein Betonrührer
von Bauhaus hatte den gleichen Stator + Anker wie eine Flex vom Aldi.
Bauteile von SKIL finden sich in Maschinen namens TIP, manche elemente
von Bosch und Ryobi sind baugleich, usw..
Helge schrieb:> Ich sehe ich immer wieder gleichartige Bauteile, als gäbs nur 10> Fabriken (oder Konstrukteure) auf der Welt für den Kram. Ein Betonrührer> von Bauhaus hatte den gleichen Stator + Anker wie eine Flex vom Aldi.> Bauteile von SKIL finden sich in Maschinen namens TIP, manche elemente> von Bosch und Ryobi sind baugleich, usw..
Wenn du dann noch einen Tip hast, wie man herausfindet, welches Teil mit
welchem gleich ist, könnte das bei vielen Reparaturen helfen.
Ich suche z.B. noch einen Anker der Kreissäge ELU MH 182
(Ersatzteilnummer 155100200), wobei der Anker der ELU MH65 die gleiche
Ersatzteilnummer hat.
Schau mal genauer was da raucht. Der Motor sieht für Rauch eigentlich
viel zu gut aus. Kann das auch der Schalter oder irgend ein Softanlauf
oder eine Bremsschaltung gewesen sein?
Nautilus schrieb:> Ein anderer Weg ist von außen die Rotorwicklungen einem magnetischen> Wechselfeld auszusetzen und die induzierten Spannungen jeder> Rotorwicklung mit den anderen zu vergleichen.> Hilfsweise sollte es möglich sein, an die Feldwicklung des Stators eine> kleine, ungefährliche Wechselspannung anzulegen und an den> Kohleelektroden die induzierte Spannung der Rotorspulen zu messen. Beim> Durchdrehen sollten sich keine größeren Abweichungen ergeben. Hat eine> Wicklung Windungsschluss wird das verringert das magnetische Feld und> damit die induzierte Spannung.
Danke für den Tipp! Ergebnis siehe Anhang (Eingangsspannung 12VAC 50Hz).
Die Messung ist mit Vorsicht zu genießen, weil es nicht einfach war, das
richtige Kontaktpaar im zusammengebauten Zustand zu treffen.
Trotzdem: Das heißt dann, dass in (mindestens) einer Wicklung ein
Windungsschluss ist. Richtig?
Kann ich nun noch irgendetwas ausrichten? Kann ich bspw. die betroffene
Wicklung herausfinden und dann stilllegen? Würde der Motor dann trotzdem
noch funktionieren, vielleicht mit 15/16 der Leistung?
Ben B. schrieb:> Schau mal genauer was da raucht. Der Motor sieht für Rauch eigentlich> viel zu gut aus. Kann das auch der Schalter oder irgend ein Softanlauf> oder eine Bremsschaltung gewesen sein?
Ja, das hatte ich auch gehofft!
Steffen H. schrieb:> Nautilus schrieb:>> Ein anderer Weg ist von außen die Rotorwicklungen einem magnetischen>> Wechselfeld auszusetzen und die induzierten Spannungen jeder>> Rotorwicklung mit den anderen zu vergleichen.>> Hilfsweise sollte es möglich sein, an die Feldwicklung des Stators eine>> kleine, ungefährliche Wechselspannung anzulegen und an den>> Kohleelektroden die induzierte Spannung der Rotorspulen zu messen. Beim>> Durchdrehen sollten sich keine größeren Abweichungen ergeben. Hat eine>> Wicklung Windungsschluss wird das verringert das magnetische Feld und>> damit die induzierte Spannung.>
Stimmt
> Danke für den Tipp! Ergebnis siehe Anhang (Eingangsspannung 12VAC 50Hz).> Die Messung ist mit Vorsicht zu genießen, weil es nicht einfach war, das> richtige Kontaktpaar im zusammengebauten Zustand zu treffen.>
Wieso? Du hast ein Kohlenpaar, da muß man messen. markiere die Lamellen
mit 1,2,3,... voll durch.
> Trotzdem: Das heißt dann, dass in (mindestens) einer Wicklung ein> Windungsschluss ist. Richtig?>
???
> Kann ich nun noch irgendetwas ausrichten? Kann ich bspw. die betroffene> Wicklung herausfinden und dann stilllegen? Würde der Motor dann trotzdem> noch funktionieren, vielleicht mit 15/16 der Leistung?
Sorry, mit dem Diagramm kann wohl niemand etwas anfangen.
Kann ich die betroffene Wicklung herausfinden und stilllegen? Ist das
möglich?
Da ich die Tischkreissäge sonst entsorgen müsste, hätte ich lieber eine
mit weniger Leistung, als gar keine. Sofern das denn sinnvoll möglich
ist.
Nein.
Im Betrieb entsteht im Anker ein magnetisches Wechselfeld (durch die
intakten Wicklungen). Dieses würde in der defekten Wicklung
(angenommener Windungsschluss) weiterhin Strom induzieren, ähnlich wie
bei einem Trafo mit kurzgeschlossener Sekundärwicklung. Das Ergebnis
davon ist Hitze.
Wahrscheinlich läuft der Motor auch sehr bescheiden, evtl. gibts
Probleme mit dem Bürstenfeuer wenn der Stromfluß plötzlich unterbrochen
wird... wenns wirklich gar nicht anders geht und Du die Maschine
wirklich retten willst, probiere einen neuen Anker für den Motor zu
finden. Oder falls Du einen Motorwickler kennst, neu wickeln lassen.
Kann aber sein, daß sich das nicht lohnt. Wicklungen auf solchen schnell
drehenden Teilen müssen die Fliehkräfte aushalten und nach dem Wickeln
muß der ganze Anker ausgewuchtet werden.
Immer Gesetz dem Fall, daß es wirklich ein defekter Anker ist und nicht
irgendwas anderes in der Maschine raucht. Meine, die Wicklung ist
nirgendwo schwarz, der Kollektor ist nicht verbrannt sondern sieht noch
richtig gut und gleichmäßig aus... da bin ich bei rauchenden Motoren
anderes gewohnt.
Ben B. schrieb:> Im Betrieb entsteht im Anker ein magnetisches Wechselfeld (durch die> intakten Wicklungen). Dieses würde in der defekten Wicklung> (angenommener Windungsschluss) weiterhin Strom induzieren, ähnlich wie> bei einem Trafo mit kurzgeschlossener Sekundärwicklung. Das Ergebnis> davon ist Hitze.
Vielen Dank für die verständliche Erklärung! Das leuchtet mir gut ein.
Ben B. schrieb:> Immer Gesetz dem Fall, daß es wirklich ein defekter Anker ist und nicht> irgendwas anderes in der Maschine raucht. Meine, die Wicklung ist> nirgendwo schwarz, der Kollektor ist nicht verbrannt sondern sieht noch> richtig gut und gleichmäßig aus... da bin ich bei rauchenden Motoren> anderes gewohnt.
Aber zeigt der von Nautilus vorgeschlagene Test nicht, dass es ein
Windungschluss sein muss? Ich messe reproduzierbar (über mehrere
Umdrehungen), dass am Kontaktpaar 8 + 24 keine Spannung abfällt, wenn
ich die Statorspule bestrome. Da ich aber an den beiden Kontakten einen
Widerstand messe, kann es keine offene Leitung sein, sondern nur ein
Kurzschluss. So mein Verständnis.
Aber Du hast schon Recht, optisch schaut der Motor gut aus.
??? schrieb:> Stimmt, er könnte auch ruhig die an ihn gestellten Fragen beantworten.
Welche Frage war offen geblieben? Dein Beitrag ist schwer einzuschätzen
und Dein Benutzername hat mich schnell in eine bestimmte (vielleicht ja
falsche?) Richtung geleitet.
??? schrieb:> Wieso? Du hast ein Kohlenpaar, da muß man messen. markiere die Lamellen> mit 1,2,3,... voll durch.
Ich kann im zusammengebauten Zustand nichts erkennen, weil das Gehäuse
im Weg ist. Auf die Lamellen könnte ich nur durch das Loch gucken, in
dem die Kohlen stecken.
??? schrieb:> Sorry, mit dem Diagramm kann wohl niemand etwas anfangen.
Das Diagramm zeigt die Spannungen (Y-Achse) der Rotorwicklungen,
gemessen an den jeweiligen Lamellen (X-Achse). So, wie es von Nautilus
vorgeschlagen wurde:
Nautilus schrieb:> Ein anderer Weg ist von außen die Rotorwicklungen einem magnetischen> Wechselfeld auszusetzen und die induzierten Spannungen jeder> Rotorwicklung mit den anderen zu vergleichen.
Steffen H. schrieb:> Kann ich die betroffene Wicklung herausfinden und stilllegen? Ist das> möglich?
Herausfinden nur mit entsprechenden Messtechnik, die man aber auch
beherrschen muss.
Die 4-Pol-Messung wurde dir doch schon vorgeschlagen.
Was soll die Stillegung denn bringen? Irgendwann bleibt der
Motor mit hoher Wahrscheinlich auf dem stillgelegten Pol stehen
und kann nicht mehr anlaufen.
Mit einem Stück Holz über das Sägeblatt den Motor anwerfen potenziert
die Unfallgefahr.
Steffen H. schrieb:> Da ich die Tischkreissäge sonst entsorgen müsste, hätte ich lieber eine> mit weniger Leistung, als gar keine. Sofern das denn sinnvoll möglich> ist.
Du kannst die Säge ja, korrekt beschrieben, z.B. bei Ebay verticken.
Andere haben dann vielleicht bessere Möglichkeiten und brauchen auch
nicht in Fachforen nach dem Unmöglichen fragen.
Steffen H. schrieb:> weil es nicht einfach war, das> richtige Kontaktpaar im zusammengebauten Zustand zu treffen.
Über die Kohlen nicht einfach? Selbst wenn die Kohlen zwei Kontakte
nebeneinander brücken, ist so eine Messung immer noch Aussagekräftig
genug.
Ich würde das Diagramm mal mit einem intakten Anker machen, zum
Vergleich. Im Übrigen braucht man im Anfangsstadium bei so einem
Defekt keine Schwärzungen erwarten. Im Anker bilden sich durch
Überhitzung schnell Gasblasen in der Wicklung, der lokal dann verrust
und den Kurzschluss bewirkt. Das ist oft von Außen nicht sichtbar.
Dietrich L. schrieb:> Ich suche z.B. noch einen Anker der Kreissäge ELU MH 182> (Ersatzteilnummer 155100200), wobei der Anker der ELU MH65 die gleiche> Ersatzteilnummer hat.https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2334524.m570.l1313&_nkw=anker+rotor+&_sacat=12576&LH_TitleDesc=1&_osacat=12576&_odkw=anker+rotor+elu+MH+65
Hier werden ja einige angeboten, aber verbindlich nur für die
Maschinen, die auch im Angebot erwähnt werden. Wenn man ein optisch
Passenden findet, ist das natürlich ein Risiko da möglicherweise
doch den Falschen zu erwerben.
;) schrieb:> Irgendwann bleibt der> Motor mit hoher Wahrscheinlich auf dem stillgelegten Pol stehen> und kann nicht mehr anlaufen.> Mit einem Stück Holz über das Sägeblatt den Motor anwerfen potenziert> die Unfallgefahr.
Die Chance dafür ist 1 zu 16. Für mich wäre das okay, so wenig, wie ich
das Gerät überhaupt verwende. Die einzig wirtschaftliche Alternative
wäre halt entsorgen.
;) schrieb:> Über die Kohlen nicht einfach? Selbst wenn die Kohlen zwei Kontakte> nebeneinander brücken, ist so eine Messung immer noch Aussagekräftig> genug.
Ja, richtig gelesen: nicht einfach. Ich kann den Rotor nur über das
Sägeblatt bewegen. Das Gerät hat aber ein Getriebe, ich schätze 3:1.
Damit muss ich nun einen von 32 Kontakten treffen. Das macht dann 360° /
(3 * 32 Kontakte) = 3,75°/Kontakt. Das ist schwer!
Ich verstehe auch nicht, warum da so drauf rumgeritten wird. Mag ja
sein, dass das für andere ganz einfach ist. ICH fand es schwierig und
hab deshalb auch nur darauf hingewiesen, dass die Messung mit Vorsicht
zu genießen ist. Mehr nicht!
;) schrieb:> Ich würde das Diagramm mal mit einem intakten Anker machen, zum> Vergleich.
Wenn ich einen intakten Anker hätte, würde ich gar nichts machen, außer
den einzubauen und mich über eine gelungene Reparatur freuen!
Immer an Murphys Gesetz denken.
Was schief gehen kann, geht mit Sicherheit schief.
Oder wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Sache zu erledigen und
eine einzige davon endet in einer gigantischen Katastrophe, dann wird es
irgend jemand genau so machen.
Meine Meinung dazu: Angenommen der Rauch kommt tatsächlich aus dem
Rotor, wenn Du keinen neuen Rotor bekommst bzw. zu teuer, dann schmeiß
die Maschine weg und kauf Dir eine gute gebrauchte. Alles andere ist
vergebene Liebesmüh.
Hatte ich vor ein paar Tagen erst in der Autowerkstatt, dort benutzen
wir eine Tauchpumpe um aus einem vorbeilaufenden Gewässer etwas Wasser
für den Rasen zu pumpen. Diese Pumpe lief vor ein paar Tagen nicht mehr
selbständig an weil die Hilfswicklung des Kondensatormotors irgendwo
eine Unterbrechung hat. Den Kondensator hätte man tauschen müssen, aber
nöö, muss ja die Wicklung sein, die keinen Durchgang mehr hat. Klar
hätte man die Pumpe nun noch eine Weile benutzen können indem man den
Motor bei jedem Start mit einem Schraubendreher anstupst - aber da auch
schon etwas Wasser im Gehäuse war und sich mit schnellen Schritten auf
den Weg in Richtung Motor machte ... nee, weg die Scheiße in den
Schrotthänger und für paar Euro neues Billigteil, 2..3 Jahre Ruhe.
Steffen H. schrieb:> Wenn ich einen intakten Anker hätte, würde ich gar nichts machen, außer> den einzubauen und mich über eine gelungene Reparatur freuen!
Keine Flex, Oberfräse oder Handkreissäge vorrätig?
Da dürften vergleichbare Motore verbaut sein, auch wenn die
von den Maßen und Werten nicht passen, kann man da zumindest
ohne Beschädigung eine Messung für die Erstellung der Kurve
intakter Motore hin bekommen.
EsIstVorbeiHier schrieb im Beitrag #6693609:
> Willst Du Dich wirklich weiter mit solchen Idioten unterhalten?
Auch Idioten haben Ihre Daseinberechtigung.
Das würde ich allein schon deswegen machen, damit ich mich nie wieder
mit dem Gedanken herumschlage, solchen Schrott doch aufzuheben um ihn
irgendwann nochmal reparieren zu können. Das kostet dann nur nochmal
Zeit.
micheal_ schrieb:> Er will den Durchgang bzw. den Widerstand> messen und nicht die Temperatur.
und für milli Ohm ist 4w Messung angezeigt
der Wiki Link erklärt es!
Statt hier von Temperaturmessung zu erzählen einfach mal lesen und sich
schlau machen!
Damit werden auch die Übergangswiderstände relativ vernachlässigbar,
weil bei der Spannungsmessung hohe Ri wirken und so die
Übergangswiderstände ihren miesen Einfluß verlieren.
??? schrieb:> Du kennst halt nicht viel
+1
micheal_ schrieb:> Wolfgang schrieb:>> Mach mal eine vernünftige 4-Pol-Messung.>> was ist eine 4-Pol-Messung-?.... micheal_ ....schrieb: ...
Absicht?
Also ich kenne den Unterschied.