Filtertester schrieb:> Schwingt die untere Schaltung auch gut auf 10,7 MHz und ginge damit auch> ein einfacher FM-ZF-Abgleich?
Für 10,7 Mhz dürften die Kapazität der Kondensatoren C4/C5 zu hoch sein,
und die Schwingungen quasi gegen Masse kurzschließen.
Wenn man die Kapazitäten anhand des Blindwiderstandes umrechnet, würden
sich für C4/C5 Standardwerte von 2,2pF bis 4,7pF anbieten -
ausprobieren.
Der Transistor Q3 2N2222A sollte bei 10,7Mhz auch noch ohne Probleme
anschwingen.
Für einen einfachen Abgleich auf ZF-Maximum würde die Schaltung wohl
gehen, für FM (insbesondere bei Stereoempfang) ist aber nicht nur
Maximumabgleich sondern auch die Form der Durchlasskurve wichtig, dafür
nimmt man üblicherweise Wobbelgeneratoren.
MfG
Arne
Ich lese hier gerne mit weil ich immer noch auf der Suche nach einem
einfachen Signalgenerator für 10,7MHz bin. Ich wüsste allerdings nicht
woher man einen 10,7MHz Keramikfilter nehmen sollte. Für 455kHz ist die
Idee mit dem Ausschlachten einer FB jedenfalls genial.
Filtertester schrieb:> Schwingt die untere Schaltung auch gut auf 10,7 MHz und ginge damit auch> ein einfacher FM-ZF-Abgleich?
Mit Sicherheit schwingt die Schaltung auchnoch auf 10,7MHz, ohne ein
Bauteil zu verändern.
Aber zum Abgleich einer ZF-Durchlaßkurve taugt das Ding nur bedingt.
Siehe diese richtige Antwort:
Arne B. schrieb:> ist aber nicht nur> Maximumabgleich sondern auch die Form der Durchlasskurve wichtig,
Wobbelgenerator ist mittlerweile ein antikes Gerät geworden, besser wäre
ein NanoVNA (Vektornetzwerkanalysator).
Der macht zwar auch so etwas ähnliches wie wobbeln, aber mit deutlich
mehr Informationen.
Nebenbei, den Multivibrator kannst du dabei ganz weg lassen, der nutzt
garnichts.
Hallo,
wenn wir vorrangig bei den alten Röhrengeräten bleiben, spielt doch
vieles garkeine praktische Rolle.
Phasenschieber S. schrieb:> Wobbelgenerator ist mittlerweile ein antikes Gerät geworden, besser wäre> ein NanoVNA (Vektornetzwerkanalysator).>> Der macht zwar auch so etwas ähnliches wie wobbeln, aber mit deutlich> mehr Informationen.
Informationen, die ihm bei der Reparatur genau garnichts bringen.
Phasenschieber S. schrieb:> Nebenbei, den Multivibrator kannst du dabei ganz weg lassen, der nutzt> garnichts.
Naja, er moduliert den AM-Träger, ist viel besser den Ton zu hören beim
Abstimmen als den unmodulierten Träger...
Gruß aus Berlin
Michael
Michael U. schrieb:> Naja, er moduliert den AM-Träger, ist viel besser den Ton zu hören beim> Abstimmen als den unmodulierten Träger...
Da hängt man normalerweise an die Demodulationsdiode, sofern es sich um
AM handelt, was hier bei 10,7MHz eher nicht der Fall ist, ein Voltmeter
dran, dann hat man eine ganz genaue Peak-Abstimmung.
Michael U. schrieb:> Informationen, die ihm bei der Reparatur genau garnichts bringen.
Doch, nämlich genau das was schon angesprochen wurde und auch sehr
wichtig ist: Die Durchlaßkurve.
Wenn da einfach nur unkoordiniert an den ZF-Kreisen herum gedreht wird
und auf Maximum abgestimmt wird, kann das, speziell bei 10,7MHz, zu
einem schlechten Ergebnis führen, in Form von Verzerrungen.
Hallo,
Phasenschieber S. schrieb:> Doch, nämlich genau das was schon angesprochen wurde und auch sehr> wichtig ist: Die Durchlaßkurve.
Ich will doch diese Überlegungen garnicht in Frage stellen. Mich stört
es trotzdem etwas, wenn immer so argumentiert qwird, als könne man
Radios aus den 50er/60er Jahren nur mit Mitteln aus den 2000ern
reparieren.
Durchlaßkurven usw. waren in den Aerviceanleitungen in der
Vor-Stereozeit meist nichtmal angegeben. Beim Ratiodetektor waren
Nulldurchgang und AM-Unterdrückung einstellbar, selbst die Symmetrie der
Ratiokuve mußte eben passen. Für heutige Verhältnisse waren die Geräte
auch recht unempfindlich, der Einbaudipol reichte eben nur für den
Ortssender. Ob mal die Geräte heute unbedingt für Fernempfang nutzen
will, wage ich auch etwas zu vezweifeln.
Phasenschieber S. schrieb:> Wenn da einfach nur unkoordiniert an den ZF-Kreisen herum gedreht wird> und auf Maximum abgestimmt wird, kann das, speziell bei 10,7MHz, zu> einem schlechten Ergebnis führen, in Form von Verzerrungen.
Das Problem Verzerrungen hat man heute mit den Geräten sowieso, die
waren nicht darauf ausgelegt, den FM-Frequenzhub so auszureizen, wie es
heute üblich ist.
Gruß aus Berlin
Michael
Hallo Michael,
prinzipiell gebe ich dir recht, das sehe ich auch so.
Aber die Frage war:
Filtertester schrieb:> Schwingt die untere Schaltung auch gut auf 10,7 MHz und ginge damit auch> ein einfacher FM-ZF-Abgleich?
Wozu einen Quarzoszillator, der mittels Multivibrator AM-moduliert wird?
Eventuell ist auch ein bißchen FM mit dabei (Mischmodulation).
Das taugt dazu überhauptnicht, außer daß man irgendwie mitbekommt, daß
da irgendetwas "durchkommt".
Man kann eben nicht mit nur einem Schraubendreher ein Auto reparieren.
Natürlich kommt es auch auf die Erfahrung an, man kann auch mit einem
nassen Finger den Durchgang prüfen.
Hab´ ich alles schon gemacht :-)
Jedoch so wie die Frage gestellt wurde, bezweifele ich, daß der TO damit
zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommt.
Nachtrag: Der Pierce Vor-Hang ist nur ein Beispiel, wo die
grundsätzliche Funktion erklärt wird, das wird nicht gebaut, ich will
Sinus.
Quelle:
https://www.wikiwand.com/de/Pierce-Schaltung
Vor langer Zeit habe ich einen UKW-FM Stereotuner gebaut. Zum Wobbeln
benutzte ich einen Görler UKW-Tuner mit Diodenabstimmung. Das
Modulationssignal wurde auf den AFC-Eingang gekoppelt. Und dann folgte
die Messung mit einem Oszilloskop im X-Y-Betrieb (Ratio-Detektor vs
Modulationssignal): Da sah man direkt die Durchlaßkurve. Das Ergebnis
der Messung an den üblichen Keramikfiltern war ernüchternd und bewog
mich von Stund' an fertig abgeglichene Spulenfilter ein zu setzen.
VNachtrag: Vorsicht, FAKE-Angebot, NICHT kaufen! Verkäufer vorher
kontaktieren:
Filtertester schrieb:> Ich pflückte Murata-10,7 und andere Zwei- und Dreibeiner aus Defekten,> gibts aber noch im Handel:>> https://www.ebay.com/itm/324130580105
10x org. Murata 10,7 MHz SFE 10.7MS2GKY RED ROT 3 Pin NOS E10.7MS R
Murata rot = ! 10,70 !
Murata schwarz = 10,67
Murata orange = 10,73 - im Bild von eBay 10,73 = orange
http://earmark.net/gesr/cf.htm
Hallo,
ich habe mit Sicherheit noch Filter rumliegen. Wenn ich da basteln
wollte, würde ich wohl ein FM-Filter mißbrauchen, C-Diode dazu für FM.
Einen 10,7MHz Quarzoscillator als abschaltbare Referenz. Der Rest sind 2
Potis für Mittenfrequenz und FM-Hub. Vorher mit dem Quarz auf
Schwebungs-Null, die erreichbare Kurzzeitstabilität reicht da mit
Sicherheit aus.
Wäre eine lustige Analog-Bastelei. :)
Ich schaue nachher mal, wo sich mein China-Modul mit dem Si5351
rumtriebt.
Leider nur die Si5351A Version, da wird Modulation schwierig. Ein Modul
mit dem Si5351B ist schwierig beschaffbar und relativ teuer. Der hat
aber einen VCO mit drin, damit wäre FM kein Problem.
Ich glaube, ich mache mir da mal eine nette Abgleichschachtel genau für
meine paar "Museumsradios" zurecht. AVR o.ä. dran, LC-Display, Drehgeber
usw. dran.
Dämpfungsgleider usw. gibt es vom Chinesen da auch preiswert. Muß eben
alles in eine Blechschachtel, damit möglichste nur rauskommt, was soll.
Ich habe da einen Bekannten, der hat Zugriff auf passende Meßtechnik,
wäre also ein durchaus sinnvolles und Projekt genau auf diesen Zweck
zugeschnitten. AM/FM-ZF, Wobbelfunktion, L/M/k und UKW, wahlweise
Festfrequnten anwählbar für die Bereichsgrenzen.
Mal schauen...
Geräte wie sowas
https://www.amazon.de/Signalgeneratorz%C3%A4hler-TSG-17-Hochfrequenzsignalgenerator-HF-Signalgenerator-EU-Stecker/dp/B08XY4XKKY
gehen zwar für den Zweck in die richtige Richtung, taugen aber nichts,
kein FM, Ausgangspegle nicht einstellbar, Bereichsaufteilung ungünstig
usw.
Da will ich eben AM-ZF, FM-ZF, L-M-K-UKW als Bereiche, Modulaton
Ein/Aus, Hub/Modulationsgrad und Ausgangspegel. Alles so gut wie nötig
für genau diesen Zweck.
Gruß aus Berlin
Michael
Hier hat doch jemand vor nicht allzu langer Zeit diesen Grid-Dipper mit
digitalem Frequenzzähler gepostet. Der war nicht teuer und doch auf alle
nötigen Frequenzen einzustellen. Da muss man sich nicht auf die
Genauigkeit von Keramikfiltern einlassen.
Das Problem mit den Keramikfiltern war/ist, daß die Ein-und
Ausgangsimpedanz, bei meinen waren es damals 330Ω, ziemlich genau
eingehalten werden musste, andernfalls war die Durchlasskurve stark
verbogen.
Das sollte man bei einer Messung berücksichtigen.
Filtertester schrieb:> Vorsicht, FAKE-Angebot
Du erzählst Stuss, im Gegensatz zu Reichelt und Amidon passt das Bild
aus dem Ebay-Angebot genau zur Beschreibung. Auf den Filtern steht
E10.7S, der rote Punkt ist links, genau wie im Murata-Katalog.
Michael U. schrieb:> ich mache mir da mal eine nette Abgleichschachtel ...
Da sind bestimmt einige interessiert, vielleicht hast Du Lust dazu einen
neuen Thread aufzumachen? So als Ideen- & Brainstorm-Thread.
Filtertester schrieb:> Höllisch aufpassen, egal ob Reichelt oder Chinaimporter, im Zweifel bei> Amidon kaufen.
Die Farbe des Punktes gibt nur die Mittenfrequenz an, die Lage des
Punktes die Durchlassbreite (diese und der Insertion Loss wird aber noch
durch andere Markierungen codiert). Die Lage des Punktes ist also kein
Hinweis auf Fake.
Die Dokumentation zur Gehäusecodierung der ZF-Filter ist bei Murata
recht dürftig und nicht ganz leicht zu durchschauen.
Mario M. schrieb:> Du erzählst Stuss,
Danke für die Blumen, aber diese Antwort ist schlicht defizitär.
Filtertester schrieb:> VNachtrag: Vorsicht, FAKE-Angebot, NICHT kaufen! Verkäufer vorher> kontaktieren:
Was bitte haben Sie an den Worten "Vorsicht" und "Verkäufer vorher
kontaktieren" nicht verstanden? Das klärt doch Missverständnisse, falls
es welche im Vorfeld gibt. Und Vorsicht ist ein Gefahrenhinweis. Es
bedeutet, daß etwas unbeabsichtigtes sein könnte und nicht, dass etwas
definitiv so sein muss. Welchen Sinn hätte es denn sonst, den Verkäufer
zu kontaktieren wenn im vorhinein etwas definitiv feststeht?
Phasenschieber S. schrieb:> Das Problem mit den Keramikfiltern war/ist, daß die Ein-und> Ausgangsimpedanz, bei meinen waren es damals 330Ω, ziemlich genau> eingehalten werden musste, andernfalls war die Durchlasskurve stark> verbogen.
IMHO spielt Kurve und Impedanz keine Rolle, der Resonator wird hier
nicht als ZF-Filter verwendet, sondern bestimmt die
Oszillatorfrequenz, wo ist das Problem?
michael_ schrieb:> Und die zweite Stelle hinter dem Komma ist bei alten UKW-Geräten in> diskreter Technik auch wurscht.
Japp, die verstimmten 30 kHz lassen sich locker kapazitiv ziehen.
Filtertester schrieb:>Filtertester schrieb:>> Vorsicht, FAKE-Angebot, NICHT kaufen! Verkäufer vorher>> kontaktieren:>> Was bitte haben Sie an den Worten "Vorsicht" und "Verkäufer vorher> kontaktieren" nicht verstanden?
Warum stellt man sich selbst Fragen, und warum siezt man sich selbst?
[Trollolo-Beitrag kann gerne ignoriert werden, ich gebe auch gern Senf
;)
Martin L. schrieb:> Warum stellt man sich selbst Fragen, und warum siezt man sich selbst?
Oje, wer richtig lesen und zitieren kann kann ist normalerweise im
Vorteil.
Sie können das auch nicht - ist aber auch egal, da was jetzt noch kommt
nichts mehr zur Verbesserung beiträgt.
michael_ schrieb:> Und die zweite Stelle hinter dem Komma ist bei alten UKW-Geräten in> diskreter Technik auch wurscht.
Wenn sie aus Japan waren, bestimmt. Hier galten andere Maßstäbe.
Mein Vater hat Anfang der 1950er bei Opta in Heerdt noch Radios (und
Geräte für das bevorstehende Fernsehen) entwickelt. Die 10,7 Filter hat
man nicht einfach nach dem Motto "passt scho" mit dem Wobbler
zusammengeschustert, sondern die Entwicklungsmuster Punkt für Punkt
vermessen: Spulen linksrum gewickelt, Spulen rechtsrum gewickelt, kaltes
Ende unten, kaltes Ende oben,... Und da für die dortige Serienfertigung
entwickelt wurde, hat man sicherlich auch Exemplare mit grenzwertigen
Bauteilen angefertigt und vermessen.
Viel Arbeit, selbst für ein Küchenradio.
Die 10,7MHz sind ein willkürlicher Wert.
Wenn der ZF-Strang auf 10MHz abgeglichen ist, funktioniert das Radio
genau so.
Deshalb sind Prüfaufbauten mit Quarz oder Piezo nur bedingt für
Reparaturen brauchbar.
Man sollte da erst die vorhandene Frequenz abtasten.
455 - 468KHz, alles ist möglich.
michael_ schrieb:> Die 10,7MHz sind ein willkürlicher Wert.> Wenn der ZF-Strang auf 10MHz abgeglichen ist, funktioniert das Radio> genau so.>> Deshalb sind Prüfaufbauten mit Quarz oder Piezo nur bedingt für> Reparaturen brauchbar.> Man sollte da erst die vorhandene Frequenz abtasten.> 455 - 468KHz, alles ist möglich.
siehe meinen Beitrag
Beitrag "Re: Messender für Radioreparatur gesucht"
In diesem Fall Besteht das ZF-Filter aus zwei Bandfiltern und dazwischen
einem einzelnen 3-Beinchen-Keramikresonator. Die Bandfilter müssen auf
die Frequenz und Bandbreite des Resonators abgestimmt werden.
Abgesehen davon, wenn ich Spulenfilter auf 10,0 statt 10,7 MHz
abgleiche, geht die Skala um 0,7 MHz falsch. Das ist sicher auch nicht
gewünscht.
Hallo,
Josef L. schrieb:> In diesem Fall Besteht das ZF-Filter aus zwei Bandfiltern und dazwischen> einem einzelnen 3-Beinchen-Keramikresonator. Die Bandfilter müssen auf> die Frequenz und Bandbreite des Resonators abgestimmt werden.
zeige mir doch bitte ein Röhrengerät mit Keramik-Filter...
Ich bleibe bei meiner Meinug "so genau wie nötig". Dazu zählt für mich
auch, daß ich in den Grenzen dessen bleiben kann, was die zugehörige
Technologie zur Entwicklungszeit hergab.
Hp M. schrieb:> michael_ schrieb:>> Und die zweite Stelle hinter dem Komma ist bei alten UKW-Geräten in>> diskreter Technik auch wurscht.>> Wenn sie aus Japan waren, bestimmt. Hier galten andere Maßstäbe.
Japan hat nie Röhren und Röhrengeräte entwickelt. Die dort hergestellten
waren Nachbauten der US-"all american five" Standardschaltung.
Hp M. schrieb:> Und da für die dortige Serienfertigung> entwickelt wurde, hat man sicherlich auch Exemplare mit grenzwertigen> Bauteilen angefertigt und vermessen.> Viel Arbeit, selbst für ein Küchenradio.
In die Entwicklung wurde da fast immer viel Aufwand gesteckt. Ging
ganicht anders wenn für eine Serienfertigung oder Spezialfälle ging.
Es mußte mit der vorhandenen Technologie zuverlässig gefertigt werden
können und wenig bis keinen Abgleich erfordern. Genau das konnten die
Ingenieure auch sehr gut.
Natürlich kann man beliebige aktuelle Technik für Reparatur und Abgleich
auch eines alten Röhrengerätes nutzen, wenn schon vorhanden. Wenn nicht,
kann man aber auch mit den damals üblichen Mitteln auskommen.
Gruß aus Berlin
Michael
Michael U. schrieb:> wenn wir vorrangig bei den alten Röhrengeräten bleiben, spielt doch> vieles garkeine praktische Rolle.
Die hatten damals noch 460,468,470,473 kHz als ZF, da wird man mit 455
Khz nichts, außer man gleicht die auf 455kHz um.
Michael U. schrieb:> Japan hat nie Röhren und Röhrengeräte entwickelt. Die dort hergestellten> waren Nachbauten der US-"all american five" Standardschaltung.
Röhren haben sie zumindest gefertigt, Bei HiFi Stereo Receivern anfang
der 60er Jahre sahen viele deutsche Geräte gegenüber den Japanern doch
eher popelig aus: Pioneer SX82
http://www.hifimuseum.de/2148.html
Hallo,
Volker S. schrieb:> Die hatten damals noch 460,468,470,473 kHz als ZF, da wird man mit 455> Khz nichts, außer man gleicht die auf 455kHz um.
468kHz ist mir sehr oft begegnet. Ich würde die auch auf der
Original-Frequenz lassen, konstruktiv hatte das jeweils schon seinen
Sinn, die Kopplung war meist nur induktiv und die Stellung der
Abgleichkerne damit eingeplant. 455kHz ist mir eigentlich erst von den
Transistorradios in Erinnerung, warum auch immer. Bei den 10,7MHz der
FM-ZF gab es wohl auch Absprachen, daß man da keine starken KW-Sender
betrieb.
Gruß aus Berlin
Michael
Michael U. schrieb:> zeige mir doch bitte ein Röhrengerät mit Keramik-Filter...
Es ging doch allein ums Prinzip! Nämlich dass man mit einem nanoVNA den
Abgleich ebenso durchführen kann wie mit den in der Abgleichvorschrift
genannten Geräten. Ich hatte grade kein anderes Testobjekt zum
Aufschrauben da.
Man besorgt sich doch nicht eigens 60 Jahre alte Messgeräte, wenn man
modernere hat, nur weil's im Rezept steht. Und ja, ein nanoVNA ist kein
(amtlich geeichter) Meßsender und -empfänger, aber Empfindlichkeit und
Genauigkeit sind mindestens genausogut wie die der damals empfohlenen
Geräte. Aber es steht jedem frei, sich einen Meßpark von damals
zuzulegen um es so authentisch wie möglich zu machen.
Hallo,
Josef L. schrieb:> Es ging doch allein ums Prinzip! Nämlich dass man mit einem nanoVNA den> Abgleich ebenso durchführen kann wie mit den in der Abgleichvorschrift> genannten Geräten. Ich hatte grade kein anderes Testobjekt zum> Aufschrauben da.
wenn ein Keramikfilter im Signalweg liegt. bestimmt das sowieo die
Mittenfrequenz. Die abstimmbaren Kreise müssen das Dach so halbwegs
gerade bekommen. Ein im nötigen Bereich durchstimmbarer Signalgenerator
und ein Meßgerät an der Richtspannung erledigt das auch zuverlässig.
Wichtiger ist es, den Eingangspegel bei FM klein genug halten zu können,
damit der ZF-Verstärker nicht in die Begrenzung geht. Das hat aber mit
den IC-Geräten usw. wenig zu tun.
Gruß aus Berlin
Michael
Michael U. schrieb:> ZF-Verstärker nicht in die Begrenzung geht
Und ich dachte immer, alle FM-ZF-Verstärker wären Begrenzerverstärker,
damit keine AM durchkommt, also das, was auf LW-MW-KW zB Schwund ist!
Josef L. schrieb:> ...Und ich dachte immer, alle FM-ZF-Verstärker wären Begrenzerverstärker,...
Das sind sie prinzipiell, nur stört es beim Abgleich.
Michael
Josef L. schrieb:> Michael U. schrieb:>> zeige mir doch bitte ein Röhrengerät mit Keramik-Filter...>> Es ging doch allein ums Prinzip! Nämlich dass man mit einem nanoVNA den> Abgleich ebenso durchführen kann wie mit den in der Abgleichvorschrift> genannten Geräten. Ich hatte grade kein anderes Testobjekt zum> Aufschrauben da.
Warum muss er denn überall und immer wieder mit seinem nanoVNA anfangen.
Das Nervt einfach nur noch diese ständige Erwähnung und ist nicht mehr
als unangebrachte Werbung.
Josef L. schrieb:> Man besorgt sich doch nicht eigens 60 Jahre alte Messgeräte, wenn man> modernere hat,
Naja daran erkennt man ja mal wieder genau das der OM nicht weiß worüber
er spricht und es nur Werbung ist. Hatte man ja auch schon mehrfach an
den lustigen Messaufbauten gesehen.
Michael U. schrieb:> wenn ein Keramikfilter im Signalweg liegt. bestimmt das sowieo die> Mittenfrequenz. Die abstimmbaren Kreise müssen das Dach so halbwegs> gerade bekommen.
Das war nur bei wenigen Geräten so.
Dann kamen die ZF-Verstärker mit IC.
Da hatte man dann das Keramikfilter und eine Spule.
Die wurde auf Max. abgeglichen und das war es dann auch.
Michael U. schrieb:> Volker S. schrieb:>> Die hatten damals noch 460,468,470,473 kHz als ZF, da wird man mit 455>> Khz nichts, außer man gleicht die auf 455kHz um.>> 468kHz ist mir sehr oft begegnet. Ich würde die auch auf der> Original-Frequenz lassen, konstruktiv hatte das jeweils schon seinen> Sinn, die Kopplung war meist nur induktiv und die Stellung der> Abgleichkerne damit eingeplant. 455kHz ist mir eigentlich erst von den> Transistorradios in Erinnerung, warum auch immer.
Nicht nur das.
Die 468KHz waren an 2x500pF gebunden.
Bei einer Umstellung wurde die Skaleneinstellung nicht mehr passen.
Außerdem waren die Bereiche nach dem alten Wellenplan leicht anders.
455KHz kenne ich nur von 385pF Drehkos.
OMG schrieb:> Josef L. schrieb:>>> Man besorgt sich doch nicht eigens 60 Jahre alte Messgeräte, wenn man>> modernere hat,>> Naja daran erkennt man ja mal wieder genau das der OM nicht weiß worüber> er spricht und es nur Werbung ist.
Woran erkennt man das?
Ich finde der "OM" Josef hat vollkommen Recht und hat dies sachlich
begründet.
Dagegen ist OMG auf der untersten Schiene des Diskussions-Niveaus
angekommen. Mangels Sachargumenten verzweifelt Zuflucht in persönlichen
Herabwürdigungen zu suchen.
Hallo,
michael_ schrieb:> Dann kamen die ZF-Verstärker mit IC.> Da hatte man dann das Keramikfilter und eine Spule.> Die wurde auf Max. abgeglichen und das war es dann auch.
gut, eigentlich müssen wir wohl da noch weiter unterscheiden.
Bei AM kenne ich diskrete ZF-Verstärker mit Keramikfilter, auch mit
mehreren zwischen den Stufen zusammen mit Spulenfiltern. Einmal zur
Anpassung der Filter und wegen störenden Nebenresonanzen. Bei FM eher
die konzentrierte Selektion mit 1 oder 2 Keramkikfiltern direkt nach dem
Tuner. Hängt sicher auch damit zusammen, daß die ZF ja begrenzen sollte
ohne die Durchlaßkurve zu versauen.
michael_ schrieb:> Die 468KHz waren an 2x500pF gebunden.> Bei einer Umstellung wurde die Skaleneinstellung nicht mehr passen.> Außerdem waren die Bereiche nach dem alten Wellenplan leicht anders.> 455KHz kenne ich nur von 385pF Drehkos
Da kamen sicher auch Fertigungsprobleme dazu, früher war es einfacher,
identische Plattenpakete für die Drehkos zu bauen. Außerdem änderten
sich die Plattenschnitte über die Jahre um den Gleichlauf zu verbessern.
"Großsuper" hatten da früher gern einen 3-Punkt-Abgleich auf MW um die
Empfindlichkeit über den ganzen Bereich zu gewährleisten.
Da ist über die Jahrzehnte viel Entwicklung gemacht worden.
Gruß aus Berlin
Michael
Michael U. schrieb:> Bei AM kenne ich diskrete ZF-Verstärker mit Keramikfilter, auch mit> mehreren zwischen den Stufen zusammen mit Spulenfiltern.
Dasselbe wird aber auch in einem Datenblatt zum TDA1083 für FM
empfohlen:
https://datasheetspdf.com/pdf-file/377985/TEMICSemiconductors/TDA1083/1
Da ist sowohl für AM als auch FM je ein Keramikresonator eingesetzt (vor
der 1. ZF-Stufe), und innerhalb des ZF-Verstärkers für FM nochmal ein
Bandfilter, kapazitiv hochpunktgekoppelt mit 3,9pF, Kreiskapazität
jeweils 180pF, 2. Kreis zusätzlich mit 8,2k Ohm bedämpft. Die
Keramikfilter haben ja nur wenig Weitabselektion und oft grausige
Nebenresonanzen, das kann man mit einem einfachen Bandfilter gut
kompensieren.
In vielen älteren, aber nicht ganz alten UKW-Radios sitzen bereits
Keramikfilter.
Die sind natürlich nicht abstimmbar, daher ist ein Abgleich
oft ohne Wobbler o.ä. möglich:
Eben die restlichen Spulenfilter auf "Maximum" trimmen;
dieses "Max." wird auch z.T. in den Abgleichanleitungen vorgesehen;
nur die Ratiodektorspule wird ggf. auf Null Volt am Ausgang
eingestellt.
"Kreativ" die (hierfür leider eher zu viel) vorhandenen
Rundfunksender bzw. den Oszillator eines zweiten UKW-Radios zu nutzen,
kann helfen. =>
Ursprungsstellungen aller Elemente festhalten, nicht einfach drauflos
drehen
UND ggf. bei Ferritkernen aufpassen, dass die nicht brechen!
Elektrofan schrieb:> "Kreativ" die (hierfür leider eher zu viel) vorhandenen> Rundfunksender bzw. den Oszillator eines zweiten UKW-Radios zu nutzen,> kann helfen.
Die Sender sind FM-moduliert, der Oszillator des 2. Radios nicht!
Unterschied?
> Ursprungsstellungen aller Elemente festhalten, nicht einfach drauflos> drehen UND ggf. bei Ferritkernen aufpassen, dass die nicht brechen!
Für Anfänger sicher ein guter Hinweis (jeder kennt sicher die
Markierungen der Parkraumüber'wach:er:end/inn:en) - aber wenn der Kern
schon gebrochen ist - ich hätte da einige :-((
Hallo,
Josef L. schrieb:> Die Sender sind FM-moduliert, der Oszillator des 2. Radios nicht!> Unterschied?
Ich brauche eine Felstärkeanzeige am Empfänger oder er darf keine
Rauschunterdrückung/Stummschaltung haben. Dann ist die Empfangsstelle
problemlos zu identifizieren.
Beides trifft gerade auf die alten Geräte zu, das Magische Auge reicht
dazu.
Und nun?
Gruß aus Berlin
Michael
Michael M. schrieb:> Watt issn dat für Quatsch?? :-(
Lieber Mitlesender, noch nie was von gendern gehört? Aber um beim
(Unter-)Thema "gebrochener Abgleichkern" zu bleiben - was tun bei einem
eingelöteten 10- oder 7mm-Bandfilter, wenn es schon geknackt hat und
sich nichts mehr drehen lässt? Hilft nur auslöten und Kern mit
Sekundenkleber kitten, wenn kein Ersatz da wäre, oder ist diese Idee
Bockmist?
Josef L. schrieb:> Hilft nur auslöten und Kern mit Sekundenkleber kitten, wenn kein Ersatz> da wäre, oder ist diese Idee Bockmist?
Ja, geht. Einen anderen Kern eindrehen ist keine gute Idee, da müßte man
schon genau das Material kennen.
>> Rundfunksender bzw. den Oszillator eines zweiten UKW-Radios zu nutzen,>> kann helfen.> Die Sender sind FM-moduliert, der Oszillator des 2. Radios nicht!> Unterschied?
Ich hab' doch geschrieben: "KANN"!
Pfiffikusse könnten doch (theoretisch) den Oszillator
(d.h. das andere Radio ) aus einer Quelle mit überlagerter Brummspannung
speisen; oder das einzustellende Radio hat eine Signalstärkeanzeige?!